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Die Kunst des Fliegens
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Gast
Jannes, ich hab das mit dem Therapeuten so gemacht.
Ich hab aufgeschrieben, wenn es mir so schlecht ging und hab das mitgenommen in die Stunde.
Dann konnte ich es ihm geben und sagen: Genau so ist es mir gegangen.
Da wird das deutlicher, als wenn ich nur aus der Erinnerung erzähle.
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Liebe Bonny,
das habe ich auch teilweise gemacht, das hat mir aber nicht geholfen. Ich fühlte mich schlecht, weil ich dazu keinen Zugang mehr hatte. Jeder andere hätte hingehen können und von meinem Erzählen ausgehend über meine Gefühle sprechen können, das wäre aufs selbe raus gekommen. Ich bin dann nicht dieselbe und Notizen halfen da leider nicht weiter. Meine Notizen waren dann nicht mehr nachvollziehbar für mich.
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Gast
Sie sollen ja auch nicht für dich nachvollziehbar sein, sondern für deinen Therapeuten. Wie soll er dir helfen, wenn er nicht genau weiß, was los war.
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Chrysothemis
Du lächelst, um nicht weinen zu müssen.Zitat von Jannes Beitrag anzeigenEs reichte nicht aus, um das aufzugreifen und daran tiefer greifend zu arbeiten. Das war schon immer ein Problem. Und auch das erzählte ich meist mit einem Lächeln.
Ich kenne jemanden, der etwas Schreckliches erzählt und dabei so tut, als wäre es ein Witz. Bei dieser Person geschieht es aus Unsicherheit. Sie weiß einfach nicht, wie sie sich sonst verhalten sollte. Andere runzeln darüber die Stirn, denn witzig sind schreckliche Ereignisse wirklich nicht.
Früher mußtest du lächeln, wenn du ein ernstes Anliegen hattest, denn mit Tränen wärst du einfach abgeprallt. Es ist also ein erlerntes Verhaltensmuster, das du damals unbedingt gebraucht hast. Jetzt brauchst du es nicht mehr und du kannst - genau wie damals als Kind - ein neues Verhaltensmuster erlernen. Anfangs wird es sich merkwürdig anfühlen, wenn du bei einem ernsten Thema auch ein ernstes Gesicht aufsetzt, aber mit der Zeit wird es normal.
Gefühle sind flüchtig, deshalb kannst du sie nicht konservieren, bis du den nächsten Termin beim Therapeuten hast und ein Gefühl verstandesmäßig zu beschreiben ist äußerst schwierig. Oft weiß man dem Gefühl nicht einmal einen Namen zu geben.
Ich wollt noch erwähnen (habs leider noch nicht gelesen, aber immerhin gekauft) - da gibt's ein Buch, das mich total angesprochen hat: Ich bleib so scheiße wie ich bin. Vielleicht ist das eine ganz gute Einstellung
? Zumindest hört es sich sehr kraftvoll an.
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hi Jannes,
Deine Beiträge und einige der Stellungnahmen der Forumels haben mich zum Spintisieren veranlasst. Einige von meinen Überlegungen werden dir bekannt sein. Andere vielleicht ein wenig konfus, hahnebüchern und "an den Haaren herbeigezogen." Nichtsdestoweniger ...
Ich habe einige deiner Statements mal in einer anderen Reihenfolge zitiert.
Ich grübele gerade nach, warum es so schwierig ist man selbst zu sein und zwar so ehrlich, echt, authentisch und facettenreich wie möglich.Über Dinge zu reden, sie zu benennen und auf diese Art und Weise viel von mir preiszugeben heißt nicht, dass ich es vor der anderen Person auch emotional ausfüllen kann.Und dann habe ich plötzlich dabei ein Lächeln im Gesicht, sage es mit einem Lachen und im schlimmsten Fall kann ich ihn dabei nicht mal ansehen. Es geht auch ums Gesicht zeigen und darum, es nicht zu verlieren. Und immer wieder um Stolz, Stolz, Stolz.Spiegelst du da nicht vielleicht etwas von dem, was du anschießend (oder begleitend) durch Lächeln "wieder gut zu machen" trachtest ...Es wird auf jeden Fall eine Facette sein, die dahinter steckt. Überspitzt würde ich sagen, wäre das schmeichelnd, charmantes Auftreten. Solche Leute kann ich eigentlich nicht leiden und bin durch dieses Lächeln doch ein Stück so.
... und weil es dir nicht gelingt, richtet sich deine Hilflosigkeit und hilflose Wut "auf den Spiegel".Der einzige Weg besteht bisher darin lauter zu werden, wütend zu sein. Ich unterstelle dem Anderen, dass er doch wissen müsste, dass das ein wichtiges und ernstes Thema für mich ist trotz meines Lachens.
... und wendest diese Taktik (unbewusst) noch heute an ... ?Das machte ich, damit es ihr(dem Anderen) besser ging, um ihr(dem Anderen) eine Entscheidung dahingehend zu erleichtern. Ich glaubte, für sie wäre es eine Last weniger. Von meinem Kampf zuvor, meinen Ängsten und meiner Wut wusste sie nichts und ich zeigte davon auch nichts. Das hielt ich sehr lange und ausdauernd durch.
Frage dich „wo-zu“ du alles weg lächest! Was „bringt“ es dir?Warum lächle ich alles weg?Dito.Und warum gerade bei der wichtigsten Person?Vielleicht war das der Zweck >>> deine Gefühle „weg machen“. Verdrängen. Ein „dich schützen vor Konsequenzen“. Welchen Konsequenzen? Welchen Erkenntnissen?Warum komme ich von einer auf die nächste Sekunde nicht mehr an meine Gefühle ran?
... vielleicht weil du spürst (und auch weisst) dass es dich nicht weiterbringt, sondern eher in "deiner Position" zementiert. Dass du "keine Lust mehr hast", darfst du als Fortschritt werten. Es ist zwar keine Erkenntnis, jedoch ein starkes emotionales Motiv.Erwarte ich schon, dass ich nicht ernst genommen werde und nehme diese Wertung vorweg?
Sollte diese Reaktion dann schließlich kommen, bin ich wütend und dann kommen auch Wuttränen. Ich habe aber auf dieses anstrengende Spiel mittlerweile auch keine Lust mehr.
Auf deiner Arbeit „verbindet“ dich nichts (außer vielleicht deine „spezielle Freundin“) mit deiner Jugend. Keiner von deinen Kollegen und Mitarbeitern ist als Person „von Erlebnissen aus deiner Vergangenheit“ gegenüber dir vorbelastet.
Sie triggern dich quasi nicht, oder nur so wenig, bzw. „unbedeutend“, dass es dir in Vergleich zu den Auslösern seitens deiner „privaten Mitmenschen“ nicht mehr auffällt.
Deine Arbeitskollegen sind sozusagen „unbelastet“ und du suchst in ihnen auch keinen direkten Vergleich.
Dein „Suchen“ geschieht unbewusst und offensichtlich nur dort, wo es „reichlich Belastungsmaterial“ gibt, in der Zeit, als „der Grundstein“ deiner Persönlichkeit gesetzt wurde.
Zudem ist dein Arbeitsplatz eine Welt, in der es vorwiegend “kognitiv“ zugeht. Dein Verhalten ist zweckmäßig angepasst, weil du es so willst und weil es sich für dich auch gut anfühlt, weil es „gut funktioniert“. Dass du manchmal an deine Grenzen stößt (Überforderung), peitscht dich dann noch mehr an, noch besser zu funktionieren. (Die Erschöpfung lässt du auch nur zu, wenn du zuhause bist, am Arbeitsplatz eher selten oder gar nicht)
In anderen Worten funktionierst du "so" gut, weil du auf der Arbeit deine authentische Persönlichkeit nur zum Teil (und nur wo es notwendig ist) einbringst, … bzw. die „zum guten Arbeiten/Funktionieren nötigen Anteile und Ressourcen“
Dein Arbeitsplatz ist sozusagen (in gewissem Sinn) (d)eine relativ gut funktionierende „heile“ Welt – überspitzt ausgedrückt. Sie ist zwar anstrengend (physisch und intellektuell), nichtsdestoweniger ist sie berechenbar, überschaubar und du kannst dort „führen“. Es ist eine funktionelle Welt. Die Menschen dort kennen deinen „authentischen Hintergrund“ nicht und – angesichts dessen, was euch dort verbindet (die gemeinsame Arbeit) – sind sie von deinem intimen Hintergrund nicht vorbelastet. Einige von ihnen interessiert es überhaupt nicht. Einige nehmen kleine verräterische Indizien nicht wahr. Sie sind am Arbeitsplatz genau wie du „beansprucht“ als das, was sie dort „zu tun haben“. Genau wie du ihre „geheimen Hintergründe“ nicht zur Gänze kennst, wissen sie auch „nicht alles“ (oder nehmen es nicht wahr), was dich intrinsisch bewegt.
Insgesamt fällt es dir „dort leichter“, dich einzubringen, … weil du einen Teil (mit seinen Anteilen) nicht „zu aktivieren“ brauchst, weil sie erfolgreich „weggesperrt“ sind, weil „sie dort nichts zu suchen haben“. Dort ist die Lehrerin gefordert und der Mensch in ihr „nur soweit, wie es die Leistung erfordert“.
Zuhause ist deine Welt „offener“, dein „Funktions-Panzer“ löst sich, weil du dir wünschst, zuhause nicht „funktionieren“ zu "müssen". Du wünschst dir, dort so sein zu "dürfen", wie „es dir in dem Moment“ zumute ist, so wie du dich in dem Moment fühlst. Du wünschst dir, dass eine Umwelt das auch so akzeptiert, wie „es ist“, wie es (du) dich zeigst (du dich gibst). Du wünschst dir, dort deine eigentliche Persönlichkeit (mit all ihren Facetten) akzeptiert (und nicht nur toleriert) zu wissen.
Die von dir „gewähnte“ Toleranz kannst du nicht akzeptieren, … weil du emotional nicht in der Lage bist, zu unterscheiden, „wer nun was toleriert“ und „wieso“ – und wer nun was „versteht und akzeptiert“, … und fragst dich bei Letzteren „ob der/die dich überhaupt verstehen kann, will“ … weil du aufgrund deiner Erfahrung davon ausgehst, „dass eigentlich keiner dich wirklich so sehen/erleben will, wie du glaubst, dass du seist“.
Du fragst dich zu Recht, „wie du alles in allem auf deinen Gegenüber wirkst“, wie du "tatsächlich" bei ihm/ihr ankommst, ... womit du ihn/sie triggerst, ... was in ihm/ihr jetzt vorgeht.
Damit will ich dich nicht in eine Schuldgefühl drängen, sondern dich daran erinnern, dass deine Gegenüber (die eng mit dir verbunden sind) genau wie du ein „Innenleben“ haben – ihr eigene Prägung, ihr eigenes Verständnis, ihren eigenen "Umgang" mit ihrem Leben.
Wenn du an dem Punkt erkennst, dass dein Lebensgefährte ein ganz Anderer ist, als jene Personen, die dich „geformt“ haben, ... dass er „ganz anders tickt als sie“, ... dass er seine eigenen Erfahrungen (oder nicht) hat, um mit solchen Situationen umgehen zu können, ... dass er ganz anders „reagiert“ und ganz anders „fühlt“ als „die Anderen“, ... dass er es wahrscheinlich auch gelernt hat, „sich zu schützen“ (auf seine Weise), … wirst du vielleicht auch erkennen, warum er manchmal so und manchmal anders auf dich reagiert.
Er hat keinen Bezug zu deiner Innenwelt (zum Teil, weil du es nicht zulässt). Er kann es vielleicht überschauen, vielleicht auch durchschauen, … er kann dir jedoch nicht helfen, da er „involviert“ ist. Er ist dein Lebensgefährte und als „Helfer der Prophet im eigenen Land“.
Du spürst zuhause den Drang(den sehr starken Wunsch) – ohne es in Worten ausdrücken zu können – deine Authentizität (die eigentliche Jannes) auch „leben“ zu dürfen. Deine bisherige Erfahrung verleitet dich jedoch dazu, davon auszugehen, dass du damit „Menschen verletzten“ würdest und sie dich schlußendlich (wenn es zu viel für sie würde) von dir abwenden.
Vielleicht erlebst du emotionale Momente, in denen du so etwas wie Hass auf den Anderen verspürst, obwohl du ihn liebst … Dieser Hass - das erkennst du dann - ist unebrechtigt und unbegründet ... und wendet sich dann gegen dich, weil du „weisst“, dass der Gegenüber ja eigentlich „unschuldig“ ist … und doch brauchst du „jemand“, an dem du deine innere „Aufgewühltheit“ abladen kannst.
Du hast Jahre lang deine Emotionen aufgestaut, weil du keinen Weg und kein Mittel sahst, sie abzulegen, ohne dabei jemand „Unschuldigen“ zu verletzen. In dieser Hilflosigkeit, wendest du dich gegen dich selbst, weil du letztendlich einen Schuldigen bauchst, an dem du „Vergeltung üben kannst“, bei dem „abladen“ kannst, an dem du „deinen Druck“ ablassen kannst …
Zuhause, wo du dir „unsäglich wünschst“ authentisch sein zu können, fühlst du dich einsam. Du hast Angst, alles zu verlieren, wenn du "du selbst" sein wolltest.
Du stehst mitten in der Zwickmühle und machst einen Schritt nach vorn (verloren, sagst du dir) und/oder einen Schritt zurück (auch verloren, sagst du dir). Egal wie du dich entscheidest, scheint es dir falsch. So oder so "hättest" du verloren.
Was könntest du denn verlieren?
Oder andersrum gefragt:
Was könntest du dabei gewinnen?
lieben Gruß
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Hallo Chrysothemis, hallo Shepherd,
ich wollte nur kurz da lassen, dass ich eure Beiträge gelesen habe. Deinen auch mehrfach, Shepherd
Da ich die nächsten beiden Tage mit meiner Klasse draußen im Wald sein werde, habe ich dort in meinem Zelt sicher Gelegenheit mir das nochmal auf der Zunge zergehen zu lassen. Ich werde euch danach gerne antworten.
liebe Grüße
Jannes
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Hallo CHroysothemis,
Es ist ein wenig anders. Tage und Wochen fühle ich etwas, auch intensiv und kann es auch gut beschreiben. Treffe ich aber auf eine bestimmte Person (bpsw. Therapeutin) ist es plötzlich weg. Dann zweifle ich auch an mir, vielleicht war das Gefühl gar nicht so intensiv und die Situation gar nicht so dramatisch, wie ich sie empfunden habe. War die Stunde beendet, stellte sich das Gefühl spätestens nach ein paar Stunden wieder ein, was natürlich Hoffnungslosigkeit bei mir hervor rief. Dazu muss ich sagen, dass ich in der Therapie fast immer Symptome der Derealisation gezeigt habe.Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigenGefühle sind flüchtig, deshalb kannst du sie nicht konservieren, bis du den nächsten Termin beim Therapeuten hast und ein Gefühl verstandesmäßig zu beschreiben ist äußerst schwierig. Oft weiß man dem Gefühl nicht einmal einen Namen zu geben.
Zuerst mal ganz banal und mein erster Impuls: Keine Ahnung, wie man das sonst macht, etwas Ernstes anzusprechen und dabei ernst zu bleiben. Allerdings kann ich das auf Arbeit und da stelle ich mir diese Frage nicht.Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
Frage dich „wo-zu“ du alles weg lächest! Was „bringt“ es dir?
........
Ein „dich schützen vor Konsequenzen“. Welchen Konsequenzen? Welchen Erkenntnissen?
Von einer heutigen Situation aus fällt es mir schwer, herauszufinden, wozu das Lächeln dient. Bezogen auf früher würde ich sagen: angenommen werden, Gehör bekommen, den anderen zufrieden stellen damit Konsequenzen wie Ignorieren, Abtun, fehlende Bedürfnisbefriedigung oder stärkere Reaktionen ausblieben. Im Laufe der Zeit kam sicher auch hinzu, diese Gefühle nicht spüren zu müssen.
Ihr habt ja recht, so wie ihr das beschreibt. Aber das frustriert mich wieder. Ich fühle mich so wohl auf Arbeit und nun lautet die Erkenntnis: Ich fühle mich wohl, weil ich dort nicht ich selbst bin. Ehrlich gesagt (und das würde jetzt wieder ins Schema passen) würde ich mich dann dafür entscheiden, die Person, die ich auf Arbeit bin, zu bevorzugen, weil ich den Rest nicht leiden kann und der Rest auch ziemlich anstrengend ist. Mir ist bewusst, dass sich dadurch mein Verhalten nur verstärken würde, weil ich wieder bestimmte Anteile wegschieben würde, nur, weil sie anstrengend sind. Klar, es ist leicht und schnell gesagt, nimm dich so an, wie du bist, es ist in Ordnung. So wie ich bin, bin ich aber "so viel" aus der Vergangenheit, vielleicht erinnere ich mich durch meine blöde Art und Weise selbst an früher? Möglich wärs. Ich will Harmonie und zwar so, dass ich damit zufrieden und glücklich sein kann und vor allem niemand unter mir leiden muss.Zitat von Shepherd Beitrag anzeigenIn anderen Worten funktionierst du "so" gut, weil du auf der Arbeit deine authentische Persönlichkeit nur zum Teil (und nur wo es notwendig ist) einbringst, … bzw. die „zum guten Arbeiten/Funktionieren nötigen Anteile und Ressourcen“
Seit ich das gelesen habe, beschäftigt mich das wieder sehr stark. Es geht wieder nur die ganze Zeit um mich, mich mich.Zitat von Shepherd Beitrag anzeigenDamit will ich dich nicht in eine Schuldgefühl drängen, sondern dich daran erinnern, dass deine Gegenüber (die eng mit dir verbunden sind) genau wie du ein „Innenleben“ haben – ihr eigene Prägung, ihr eigenes Verständnis, ihren eigenen "Umgang" mit ihrem Leben.
Mache ich einen Schritt nach vorn (aus objektiver und wahrscheinlich vernünftiger Sicht), ist das immer ein Schritt gegen mich, so empfinde ich es. Das führt zur Unzufriedenheit, die ich wiederum an ihm auslasse (also wieder Schritt zurück). Wie viele positive Schritte aufeinander folgen ist eigentlich irrelevant, da irgendwann nur umso mehr negative folgen.Zitat von Shepherd Beitrag anzeigenDu stehst mitten in der Zwickmühle und machst einen Schritt nach vorn (verloren, sagst du dir) und/oder einen Schritt zurück (auch verloren, sagst du dir). Egal wie du dich entscheidest, scheint es dir falsch. So oder so "hättest" du verloren.
Was könntest du denn verlieren?
Oder andersrum gefragt:
Was könntest du dabei gewinnen?
Was könnte ich verlieren? Mein Gesicht, die Möglichkeit, doch irgendwie für meine Bedürfnisse einzustehen und bestimmte Sachen einzufordern. Es würde mich aus der Bahn werfen, wenn ich mich voll und ganz einlasse und dann plötzlich etwas passiert, was mir alles nimmt. Ich möchte das alles aber nicht verlieren, das bedeutet alles für mich.
Was ich gewinnen könnte bei diesem furchtbaren Tanz? Wahrscheinlich lerne ich mich selbst besser kennen und weiß irgendwann, wie ich ticke. Ich lerne auf jeden Fall meine Grenzen kennen... an die ich regelmäßig gerate und dennoch immer wieder einen Versuch starte. Sollte es mir irgendwann tatsächlich gelingen, dann gewinne ich Vertrauen und Zuversicht in unsere Beziehung. Möglicherweise inneren Frieden, ich muss nicht mehr auf der Suche nach was auch immer hetzen. Vielleicht kann ich dann auch mehr fühlen, wer weiß.
LG Jannes
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@ Jannes
Ich möchte noch ein wenig bei deinem "Lächeln" bleiben.
Was steckt hinter dem "Lächeln"?Zuerst mal ganz banal und mein erster Impuls: Keine Ahnung, wie man das sonst macht, etwas Ernstes anzusprechen und dabei ernst zu bleiben.
vielleicht so ähnliche Gedanken und/oder Gefühle wie:
- Tut mir leid, dir das "so" sagen zu müssen, ... >> (entschuldigendes und/oder entwaffnendes Lächeln ...)
- Sorry, ich bin nun mal "so". >> (Verständnis heischendes Lächeln ... dazu angetan, die harte Behauptung "weicher" ankommen zu lassen)
- Eigentlich schäme ich mich ja, aber ich muss es dir jetzt sagen, ... (Lächeln für "ich kann es nicht ändern")
- Alles halb so schlimm, wie es klingt >> (emotionale Verharmlosung, um den Gegenüber nicht zu verschrecken, ... nicht gegen sich aufzubringen, ... um trotz der inneren Aufruhr "cool" zu bleiben, ... um "es" überhaupt sagen zu können, ... um ohne Worte um Mitleid/Verständnis zu bitten, ... usw.)
- Du hast da was getan, was mir nicht gefällt (ärgerlich) ... (und lächelst um dich gleich von Anfang an dafür zu entschuldigen, dass du "DAS" jetzt mal klar machen willst)
- .......
Ich zweifle nicht daran, dass dein Lächeln vor allem charmant ist und wahrscheinlich auch von den allermeisten so empfunden wird. Nur wird es DIR "zur Gewohnheit", ... um mit diesem Lächeln etwas wegzuschieben, zurückzuhalten, zu verharmlosen, oder ...
.
Ich denke mal, es ist oft ein Lächeln aus Hilflosigkeit, das um Verständnis bittet für etwas, woran du zweifelst, es deinen Gegenüber nicht so nahelegen, nicht so erklären zu können, dass sie es verstehen und nachvollziehen können ... wiewohl sie deiner Meinung nach ein Anrecht auf eine Erklärung haben. ??
Wir kennen das unter anderem von Kindern und Jugendlichen, die etwas mehr oder weniger "Schlimmes" berichten sollen und dann dabei "schief lächeln", wobei "schief" eigentlich "leicht verzerrt" heissen sollte.
Vielleicht lächelst du, weil du "als Erwachsener" zu jemand redest, dir jedoch mir dem Gesagten selbst "kindlich" vorkommst und dabei befürchtest, dass er/sie das Gesagte insgeheim als "kindisch" oder "verrückt" werten würde.
Wenn du davon ausgehst, oder erwartest, dass dein Gegenüber "so" reagiert, bzw. reagieren könnte, versetzt du dich selbst in eine "mindere<(minderwertige) Position" und wertest die mögliche Reaktion deines Gegenüber durch deine "mindere Brille", also quasi von vornehrein schon als "negativ", nämlich so, wie du es intrinsisch "erwartest".
Du erkennst vielleicht im Nachhinein, dass du dich damit selbst herab würdigst und dass das, was du mitteilen willst, auch unter diesem Lichtscheffel erscheint, ... und dein Verhalten tut dann doppelt weh.
Um es noch ein bisschen komplizierter zu machen
, ist dein diesbezügliches Vorgehen und das die Handlung begleitende "Fühlen", an sich eine Live-Darstellung dessen, was du ihm Gegenüber spiegelst.
Du unterstellst (gefühlt und gedacht) dem Gegenüber im Grund nur deine eigene "emotional eingefärbte Meinung" über dich.
Wenn dieses begleitende Lächeln dir zu Gewohnheit wird, erhält es quasi die Qualität eine Glaubenssatzes, der in Form eines Lächelns angewandt (geäussert) wird.
Als Beispiel: "Ich kann nicht anders. Tut mir leid", oder so ähnlich.
Und da unsere bewussten Gedanken, Handlungen und Reaktionen ihrerseits auch rückwirken auf unser Unbewusstes, schaffst du dort eine Schublade voll situations-angepasster Lächeln. Diese Schublade öffnet sich jedesmal, wenn du eine unbequeme, eine gefühlt peinliche oder eine kindliche (inneres Kind) Aussage machst ... und "schmückt" sie mit einem Lächeln .
Was bringt dir dieser langatmige Erklärungsversuch? Womöglich einen kleinen Lichtblick, vielleicht auch gar nichts.
Wenn du verärgert bist (dann darfst du das auch sein), kannst du das getrost auch zeigen, denn es unterstreicht das, was du mitteilen willst.
Wenn du verstört bist (darfst du auch sein), kannst du das auch zeigen und damit etwas signalisieren.
Das gilt für alle Gemütszustände: Trauer, Freude, Ärger, Neid, ....
Seine Gefühle/Emotionszustände zu zeigen (und auf natürliche Weise damit die Worte illustrieren) sind "authentische" Handlungen. Der Sprecher steht dazu. Er hat sozusagen "nichts zu verbergen" und "erlaubt sich, so zu sein, wie er ist."
Authetische Menschen können mitunter sehr unbequem für ihre Umwelt sein.
(Das Folgende schreibe ich dann auch mit einem Lächeln)
(Sarkasmus on) Selbstverständlich kannst du deine emotionalen Äusserungen auch mit der GFK-Sprache verkleiden, ... wenn du nach der x-ten erhellenden Erklärung, der vierten oder fünften Entschuldigung und persönlichen Gefühlsmitteilung nicht etwa das vergessen hast, was du eigentlich sagen wolltest.(Sarkasmus off)
Bei kleineren und an sich harmlosen (nicht bei "eingefleischen") Verhaltensweisen hat die GFK allerdings eine "heilende Wirkung", nämlich die, dass durch die "lange erklärende Rede", oft der Ärger oder die Trauer, oder ... sich schon aufgelöst haben, bevor du mit deiner Rede zu Ende bist.
Dann hast du sie in wahrsten Sinn des Wortes weg-gelabert. Und wie auch sonst, heiligt auch hier der Zweck die Mittel.
lG
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Chrysothemis
Darf ich wohl mal etwas fragen?Zitat von Jannes Beitrag anzeigenHallo CHroysothemis,
Ihr habt ja recht, so wie ihr das beschreibt. Aber das frustriert mich wieder. Ich fühle mich so wohl auf Arbeit und nun lautet die Erkenntnis: Ich fühle mich wohl, weil ich dort nicht ich selbst bin. Ehrlich gesagt (und das würde jetzt wieder ins Schema passen) würde ich mich dann dafür entscheiden, die Person, die ich auf Arbeit bin, zu bevorzugen, weil ich den Rest nicht leiden kann und der Rest auch ziemlich anstrengend ist. Mir ist bewusst, dass sich dadurch mein Verhalten nur verstärken würde, weil ich wieder bestimmte Anteile wegschieben würde, nur, weil sie anstrengend sind. Klar, es ist leicht und schnell gesagt, nimm dich so an, wie du bist, es ist in Ordnung. So wie ich bin, bin ich aber "so viel" aus der Vergangenheit, vielleicht erinnere ich mich durch meine blöde Art und Weise selbst an früher? Möglich wärs. Ich will Harmonie und zwar so, dass ich damit zufrieden und glücklich sein kann und vor allem niemand unter mir leiden muss.
Wenn du zuhause gefilmt werden würdest, bei einer alltäglichen Aktion (ohne es zu ahnen) und deine Kollegen könnten dich dabei sehen, würdest du dich dann vor ihnen schämen? Wenn ja, bist du nicht ganz du auf deiner Arbeit, aber, wer ist das schon? Ich benehme mich gegenüber Kollegen anders, als gegenüber meinen Geschwistern und ich verhalte mich sogar unterschiedlich zu meinen Geschwistern. Das kommt doch auf die jeweilige Chemie an - sicher wirst du dich nicht mit jedem auf der Arbeit gleich gut verstehen.
Außerdem denke ich, daß es Menschen gibt - wie deinen Freund - die mehr von dir wissen, als irgend ein anderer. Also wirst du dich ihm gegenüber auch anders verhalten. Das bedeutet aber nicht, daß du in verschiedenen Beziehungen nicht du bist, sondern, daß jede Beziehung unterschiedlich nah ist. Mit Sicherheit wirst du dich auch nicht mit jedem Menschen in gleicher Weise streiten.
Anders gesagt: Wie wäre man wohl in jeder Situation "das echte ich"? Sobald man sich traut, sich in aller Öffentlichkeit am Hintern zu kratzen, oder ungeniert jeden umarmt, der einem sympathisch ist? Das eigene ich, ist nichts festes, sondern es ändert sich. Dein Ich ist das, was du fühlst, sind deine inneren Gedanken - deine Gespräche mit dir selbst, egal worüber. Wenn du diese Gedanken und auch die Gespräche im Inneren annehmen kannst, dann bist du tatsächlich bei dir angekommen und dann bist du überall du (auch, wenn du dich noch immer gegenüber unterschiedlichen Personen unterschiedlich verhältst).
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Liebe Jannes,
ganz kurz zu dem Lächeln in dazu nicht passenden Situationen: Auch das ist mal wieder so etwas, wo ich sagen muss: das kenne ich gut! Wobei ich früher viel häufiger als heute so reagiert habe. Der erste, der mich darauf aufmerksam machte, war mein Therapeut.
Eine auch für mich interessante Auflistung, lieber Shepherd! Vielen Dank dafür!Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
Was steckt hinter dem "Lächeln"?
vielleicht so ähnliche Gedanken und/oder Gefühle wie:
- Tut mir leid, dir das "so" sagen zu müssen, ... >> (entschuldigendes und/oder entwaffnendes Lächeln ...)
- Sorry, ich bin nun mal "so". >> (Verständnis heischendes Lächeln ... dazu angetan, die harte Behauptung "weicher" ankommen zu lassen)
- Eigentlich schäme ich mich ja, aber ich muss es dir jetzt sagen, ... (Lächeln für "ich kann es nicht ändern")
- Alles halb so schlimm, wie es klingt >> (emotionale Verharmlosung, um den Gegenüber nicht zu verschrecken, ... nicht gegen sich aufzubringen, ... um trotz der inneren Aufruhr "cool" zu bleiben, ... um "es" überhaupt sagen zu können, ... um ohne Worte um Mitleid/Verständnis zu bitten, ... usw.)
- Du hast da was getan, was mir nicht gefällt (ärgerlich) ... (und lächelst um dich gleich von Anfang an dafür zu entschuldigen, dass du "DAS" jetzt mal klar machen willst)
Ich für meinen Teil ordne mein (ich nenne es mal verkürzt so) "unpassendes Lächeln" in den allermeisten Fällen dem vorletzten Punkt zu: In dem "Es ist nicht so schlimm, wie es klingt" steckt neben der Beruhigung des Gegenübers und einem "ich komme schon klar" auch immer ein "ist nicht so schlimm, es geht ja nur um mich". Denn bei anderen würde ich die gleichen schmerzhaften Erlebnisse vollkommen anders gewichten.
Für mich selbst durfte ich feststellen, dass aber auch gerade darin die Chance auf eine Änderung dieses Verhaltens liegt: Je mehr ich für mich selbst einstehen und mir das gleiche Recht und den gleichen "Wichtigkeitsgrad" wie anderen einräumen konnte, desto weniger habe ich mich verpflichtet gefühlt, bei schwerer verdaulichen Mitteilungen von meiner Seite auch noch dafür zu sorgen, dass der andere damit nicht zu sehr belastet wird. Wenn ich etwas Belastendes zu erzählen habe, komme ich mir schnell als "Zumutung" für andere vor, auch wenn ich selbst andere, die Belastendes von sich erzählen, keineswegs als Zumutung empfinde - dieses Gefühl bezieht sie nur auf mich. Es war übrigens Unuma, die mir als Reaktion auf meine "Zumutungsüberlegungen" schrieb (einer jener "goldenen Sätze", die ich nicht so schnell vergessen werde), ich dürfe mich anderen ruhig einmal "zumuten". Das war für mich damals so überraschend, dass es irgendetwas in mir bewegt hat, dass es mir erleichtert hat, mich anderen zuzumuten
Ganz liebe Grüße,
Deine Chaja
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Danke meinerseits für dieses Beispiel, welches einen wichtigen Schritt hin zur Authentizität ist, bzw. eine entsprechendes Verhalten ist.Zitat von Chaja Beitrag anzeigenWenn ich etwas Belastendes zu erzählen habe, komme ich mir schnell als "Zumutung" für andere vor, auch wenn ich selbst andere, die Belastendes von sich erzählen, keineswegs als Zumutung empfinde - dieses Gefühl bezieht sie nur auf mich. Es war übrigens Unuma, die mir als Reaktion auf meine "Zumutungsüberlegungen" schrieb (einer jener "goldenen Sätze", die ich nicht so schnell vergessen werde), ich dürfe mich anderen ruhig einmal "zumuten". Das war für mich damals so überraschend, dass es irgendetwas in mir bewegt hat, dass es mir erleichtert hat, mich anderen zuzumuten
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Zitat von Shepherd Beitrag anzeigenIch denke mal, es ist oft ein Lächeln aus Hilflosigkeit, das um Verständnis bittet für etwas, woran du zweifelst, es deinen Gegenüber nicht so nahelegen, nicht so erklären zu können, dass sie es verstehen und nachvollziehen können ... wiewohl sie deiner Meinung nach ein Anrecht auf eine Erklärung haben. ??
Wir kennen das unter anderem von Kindern und Jugendlichen, die etwas mehr oder weniger "Schlimmes" berichten sollen und dann dabei "schief lächeln", wobei "schief" eigentlich "leicht verzerrt" heissen sollte.
Vielleicht lächelst du, weil du "als Erwachsener" zu jemand redest, dir jedoch mir dem Gesagten selbst "kindlich" vorkommst und dabei befürchtest, dass er/sie das Gesagte insgeheim als "kindisch" oder "verrückt" werten würde.
Wenn du davon ausgehst, oder erwartest, dass dein Gegenüber "so" reagiert, bzw. reagieren könnte, versetzt du dich selbst in eine "mindere<(minderwertige) Position" und wertest die mögliche Reaktion deines Gegenüber durch deine "mindere Brille", also quasi von vornehrein schon als "negativ", nämlich so, wie du es intrinsisch "erwartest".
Du erkennst vielleicht im Nachhinein, dass du dich damit selbst herab würdigst und dass das, was du mitteilen willst, auch unter diesem Lichtscheffel erscheint, ... und dein Verhalten tut dann doppelt weh.
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Du unterstellst (gefühlt und gedacht) dem Gegenüber im Grund nur deine eigene "emotional eingefärbte Meinung" über dich.
Volltreffer. Das trifft vor allem auf Gespräche zu, in denen ich darlegen möchte, dass mir etwas sehr wichtig ist und am Herzen liegt und Gespräche, in denen ich mich erkläre oder um etwas bitte. Um Hilfe zu bitten ist so eine Sache. Für mich bedeutet es unselbstständig zu sein und ich erwarte, mit einem äußerst unangenehmen Gefühl, schon die Reaktion meines Partners auf meine Frage. Er wird lächelnd seufzen, betont langsam niederlegen, was er gerade tut und natürlich auch kommentieren, dass es ihn braucht, um mir zu helfen. Stellt sich die Frage, was zuerst da war, Huhn oder Ei. Oder ob sich das Huhn von Eiern ernährt.
Das mit den Gefühlen macht mich wahnsinnig. Natürlich ist es in Ordnung, zu fühlen, was man fühlt. Aber mein Ziel war es, dass darunter keiner leiden muss.
In manchen Fällen heißt authentisch also launisch und anstrengend.Zitat von Shepherd Beitrag anzeigenAuthetische Menschen können mitunter sehr unbequem für ihre Umwelt sein.
Kommentar
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Ich kann soviel sagen, dass Leute regelmäßig erschrocken und schockiert sind, wenn sie mich bspw. im Telefongespräch mit meiner Mutter erleben. Nach wie vor ist es mit ihr am schlimmsten. Es gibt nur eine Person, die mich darin versteht und gemeinsam können wir sogar darüber lachen, weil sie ein ähnliches Verhältnis zu ihrer Mutter hat.Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigenDarf ich wohl mal etwas fragen?
Wenn du zuhause gefilmt werden würdest, bei einer alltäglichen Aktion (ohne es zu ahnen) und deine Kollegen könnten dich dabei sehen, würdest du dich dann vor ihnen schämen? Wenn ja, bist du nicht ganz du auf deiner Arbeit, aber, wer ist das schon? Ich benehme mich gegenüber Kollegen anders, als gegenüber meinen Geschwistern und ich verhalte mich sogar unterschiedlich zu meinen Geschwistern. Das kommt doch auf die jeweilige Chemie an - sicher wirst du dich nicht mit jedem auf der Arbeit gleich gut verstehen.
Außerdem denke ich, daß es Menschen gibt - wie deinen Freund - die mehr von dir wissen, als irgend ein anderer. Also wirst du dich ihm gegenüber auch anders verhalten. Das bedeutet aber nicht, daß du in verschiedenen Beziehungen nicht du bist, sondern, daß jede Beziehung unterschiedlich nah ist. Mit Sicherheit wirst du dich auch nicht mit jedem Menschen in gleicher Weise streiten.
Anders gesagt: Wie wäre man wohl in jeder Situation "das echte ich"? Sobald man sich traut, sich in aller Öffentlichkeit am Hintern zu kratzen, oder ungeniert jeden umarmt, der einem sympathisch ist? Das eigene ich, ist nichts festes, sondern es ändert sich. Dein Ich ist das, was du fühlst, sind deine inneren Gedanken - deine Gespräche mit dir selbst, egal worüber. Wenn du diese Gedanken und auch die Gespräche im Inneren annehmen kannst, dann bist du tatsächlich bei dir angekommen und dann bist du überall du (auch, wenn du dich noch immer gegenüber unterschiedlichen Personen unterschiedlich verhältst).
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