Hallo liebes Kuestenkind 
Als intensiv habe ich den Austausch selbst zwar nicht empfunden, aber intensiv sind nun doch die Erkenntnisse, die langsam zusammen purzeln.
Einerseits ist es, wie du es beschreibst. Was ich denke und fühle, kann so sein, weil ich nun auch jemanden habe, der es nicht nur aufgrund von Erzählungen nachvollziehen kann. Andererseits, und das macht den größeren Teil aus, erklärt sich mir, warum ich der Welt und den Menschen so gegenüber stehe. Das wusste ich schon vorher, aber nun kam ein wichtiges Puzzleteil hinzu und das Bild wird deutlicher. Für mich ist nun wichtig zu wissen, woher meine Angst vor dem Leben kommt und dass ich das Empfinden, wenn ich an die Welt und das Leben denke, überprüfen muss. Auch das war mir bereits vorher bekannt, aber nun habe ich einen "Beweis", dass dieses sich-so-fühlen sich auf eine Welt bezieht, die so nicht existiert (und vielleicht niemals so existiert hat außer im Kopf meiner Mutter). Meine tiefen Existenzängste sind mir nun klarer und diese Erklärung trägt viel mehr, als die "tatsächlichen" Erfahrungen, die ich in diesem Punkt auch gesammelt habe. Diese Klippen hätte man auch anders umschiffen können, als die Welt da draußen zu einem bösen, gefährlichen Ort zu machen, durch den man sich schlagen muss, weil es keinen da draußen gibt, der einem wohlgesonnen ist und man demzufolge immer das Schlechteste erwarten muss. Das Auf-der-Lauer-liegen liegt mir noch heute und es fällt mir oft schwer zu glauben, dass eine Situation nicht unbedingt ein Hinterhalt sein muss. Ich bin schon seit einer Weile daran, zu lernen, Positives zuzulassen, ihm eine Chance zu geben und es zu genießen. Das wird noch ein langer Weg. Aber es scheint der richtige zu sein.
Danke, FirstSunshine
Ich bin so froh, dass meine Schwägerin soviel Wert auf "Familie" legt. Auch wenn wir nicht viel Zeit miteinander verbringen, lässt sie uns immer an den Dingen teilhaben. Davon profitiert mein Bruder enorm und natürlich auch ich. Ich kann mir gut ausmalen, wie es später einmal sein wird, wenn die Kleinen mobil genug sind um zu "verreisen" und sie ihrerseits auch mal uns besuchen. Tatsächlich gab es sowas bei uns auch nicht, da wir sowieso eine recht kleine Familie sind und die Beziehungen nicht wirklich gepflegt wurden. Wir können hier neu anfangen und es anders machen, für uns selbst und für die Kinder.

Zitat von Kuestenkind
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Einerseits ist es, wie du es beschreibst. Was ich denke und fühle, kann so sein, weil ich nun auch jemanden habe, der es nicht nur aufgrund von Erzählungen nachvollziehen kann. Andererseits, und das macht den größeren Teil aus, erklärt sich mir, warum ich der Welt und den Menschen so gegenüber stehe. Das wusste ich schon vorher, aber nun kam ein wichtiges Puzzleteil hinzu und das Bild wird deutlicher. Für mich ist nun wichtig zu wissen, woher meine Angst vor dem Leben kommt und dass ich das Empfinden, wenn ich an die Welt und das Leben denke, überprüfen muss. Auch das war mir bereits vorher bekannt, aber nun habe ich einen "Beweis", dass dieses sich-so-fühlen sich auf eine Welt bezieht, die so nicht existiert (und vielleicht niemals so existiert hat außer im Kopf meiner Mutter). Meine tiefen Existenzängste sind mir nun klarer und diese Erklärung trägt viel mehr, als die "tatsächlichen" Erfahrungen, die ich in diesem Punkt auch gesammelt habe. Diese Klippen hätte man auch anders umschiffen können, als die Welt da draußen zu einem bösen, gefährlichen Ort zu machen, durch den man sich schlagen muss, weil es keinen da draußen gibt, der einem wohlgesonnen ist und man demzufolge immer das Schlechteste erwarten muss. Das Auf-der-Lauer-liegen liegt mir noch heute und es fällt mir oft schwer zu glauben, dass eine Situation nicht unbedingt ein Hinterhalt sein muss. Ich bin schon seit einer Weile daran, zu lernen, Positives zuzulassen, ihm eine Chance zu geben und es zu genießen. Das wird noch ein langer Weg. Aber es scheint der richtige zu sein.
Zitat von FirstSunshine
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Ich bin so froh, dass meine Schwägerin soviel Wert auf "Familie" legt. Auch wenn wir nicht viel Zeit miteinander verbringen, lässt sie uns immer an den Dingen teilhaben. Davon profitiert mein Bruder enorm und natürlich auch ich. Ich kann mir gut ausmalen, wie es später einmal sein wird, wenn die Kleinen mobil genug sind um zu "verreisen" und sie ihrerseits auch mal uns besuchen. Tatsächlich gab es sowas bei uns auch nicht, da wir sowieso eine recht kleine Familie sind und die Beziehungen nicht wirklich gepflegt wurden. Wir können hier neu anfangen und es anders machen, für uns selbst und für die Kinder.





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