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    Liebe Chaja,

    ich kann es sehr empfehlen! Zu Beginn wird beschrieben, in wievielen Facetten sich eine Bindungsangst zeigen kann. Oftmals denken die Betroffenenen gerade überhaupt nicht an ein Bindungsproblem und sind ratlos und verstehen sich selbst nicht. Damit sind auch durchaus Personen in festen Partnerschaften angesprochen!
    Natürlich beschäftigt sich ein Großteil des Buches auch mit Interventionsstrategien, an der Stelle bin ich allerdings noch nicht angekommen.
    Du kannst bei Online Anbietern rein lesen, damit du dir einen kleinen Eindruck verschaffen kannst!

    Liebe Grüße
    Jannes

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      So, ein langes Wochenende findet nun sein Ende . Schön wars! Und ich muss festhalten, dass es mir lange nicht mehr so schwer fällt und ich mich auch nicht mehr so "anstelle" mit anderen in Kontakt zu kommen bzw. mit Freunden ein Gespräch zu führen.
      Denn ich hatte noch vor ein paar Jahren riesige Probleme auf andere zuzugehen oder mich überhaupt mit jemandem anzufreunden.
      In meinem Kopf gab es nur die Vorstellung: Die anderen interessiert nicht, was ich zu sagen habe oder sich überhaupt mit mir zu unterhalten. Ich bin so unwichtig, ich sollte eigentlich lieber gehen. Das hatte oft zur Folge dass ich Gespräche schon im Keim erstickete, weil ich nichts von mir erzählte.
      Heute gebe ich gerne Auskunft, wenn mich jemand fragt oder erzähle auch von mir aus von mir. Da fällt es mir eher schwer ein Gespür dafür zu entwickeln, wann ich Interesse zeigen sollte und auch mal beim Anderen nachfragen muss. Immerhin gehört das ja zu ausgewogenen Sozialbeziehungen dazu
      Das gelingt mir in letzter Zeit immer besser und ich muss in meinem Kopf vor lauter Panik nicht mehr kramen und dabei durchdrehen ("Hilfe, was könnte ich jetzt noch fragen, damit ich auch mal was sage...").
      Ich gebe mir mehr Mühe Dinge, die Bekannte und Freunde betreffen, wirklich zu verstehen und frage daher gezielt nach, also bpsw., was die eine Freundin nun genau auf ihrer neuen Arbeitsstelle macht, viele lange sie arbeitet, etc. Ich muss mich schon noch bewusst dazu anhalten, Dinge bewusst zu erfragen, merke aber, dass sich so wiederum neue Fragen ergeben und so letztendlich ein Gespräch entsteht! Das klingt vielleicht absurd, aber ich habe einige Zeit gebraucht um da reinzukommen. Jetzt nach fast vier Jahren fühle ich mich endlich sicher und wohl mit den Freunden meines Freundes. Jetzt kann ich auch sagen, dass es meine Freunde sind. Mein Freund war dann immer böse, wenn ich sie nur als seine Freunde bezeichnete, weil dieses Problem eben nur in meinem Kopf bestand.
      Es macht Spaß mich zurückblickend so zu beobachten. Es verschlägt mir auch nicht mehr die Sprache und ich habe keine Angst mehr mich zu zeigen wie ich bin. Selbst mit mit unbekannten Leuten kann ich nun locker Gespräche führen. Sehr hilfreich ist dabei wirklich, dass ich gelernt habe Smalltalk zu führen, etwas, was ich früher verachtet habe, weil es mir schlichtweg sinnlos und belanglos erschien. Aber es erfüllt offensichtlich eine wichtige Funktion für das soziale Miteinander.
      Ich kann heute länger mit jemandem Blickkontakt halten, etwas, was ich früher immer gemieden habe und mir auch heute noch unangenehm ist. Dadurch wirke ich, denke ich, offener und zugänglicher.

      Natürlich läuft es mal besser, mal schlechter. Aber imGroßen und Ganzen steigert diese Entwicklung enorm meine Lebensqualität.
      Auch die übliche Reaktion meinerseits kurz bevor wir weggehen ignoriere ich meistens erfolgreich. Das kennt vielleicht der ein oder andere, dass man kurz vorm Kinobesuch, vor der Feier, vorm Kaffeetrinken sich am liebsten nicht mehr vom Fleck bewegen würde, keine Lust hat und sich kaum aufraffen kann. Aber je öfter ich das ignoriere, desto öfter kann ich die Erfahrung machen, dass es hinterher doch großen Spaß gemacht hat

      Schön, dass ich auch so viele positive Dinge erkenne und wahrnehme. Und es wird weiter gehen!

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        Zitat von Jannes
        Selbst mit mit unbekannten Leuten kann ich nun locker Gespräche führen. Sehr hilfreich ist dabei wirklich, dass ich gelernt habe Smalltalk zu führen, etwas, was ich früher verachtet habe, weil es mir schlichtweg sinnlos und belanglos erschien. Aber es erfüllt offensichtlich eine wichtige Funktion für das soziale Miteinander.
        Small-talk (und Blickkontakt) ist in vielen Hinsichten lehrreich und persönlichkeits-stärkend. Auch Small-talk ist Kommunikation und gibt dir, wenn du aufmerksam dabei bist, zahlreiche Einblicke in deine Art zu reagieren, auf Worte und Verhalten von anderen zu reagieren und dich darin teilweise selbst wieder zu erkennen, bzw. Ansprüche und Bedürfnisse (bei dir) zu entdecken, die bislang vielleicht unterdrückt/verdrängt wurden (aus welchen Motiven auch immer) oder durch eine zwangsläufig verengte Weltsicht nicht zu Geltung kamen.
        Smalltalk ist eine "heimliche Rapport-Aufnahme" und (für viele) eigentlich nur eine Einleitung zu etwas Größeren und Tieferen.
        Menschen die "dauernd Smalltalk machen" drücken damit unbewusst etwas "anderes" aus und es ist spannend herauszufinden, was das ist ... und was es mit uns macht.

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          *räusper*
          Aus aktuellem Anlass möchte ich nicht versäumen, dass ich den letzten Beitrag gelesen habe und ihn für mich noch bearbeite, ehe ich näher darauf eingehen kann

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            Leider brennt gerade etwas anderes, was ich hier kundtun möchte.

            Seit Montag sind die Ferien vorbei. Pünktlich Sonntag Abend haben meine Augenlider begonnen zu zucken. Besonders das eine war sehr hartnäckig, Montag war es den ganzen Tag sehr aktiv. Das war äußerst irritierend und anstrengend. Dienstag ging es dann nach einiger Auseinandersetzung mit dem Thema Entpsannung und Distanz zur Arbeit. Unterstützend nehme ich auch etwas homöopathisches, was mir bislang immer ganz gut geholfen hat. Außerdem habe ich wieder begonnen mit Mantras zu arbeiten. Mehrere Mantras, weil ich auf Anhieb kein passendes fand bzw. so viele auf einmal zutrafen.
            Heute nun eigentlich ein erfreulicher Anlass: Es wurde bekannt gegeben, dass ich nun die Fkt. der Leitung einer Fachgruppe übernehme. Prompt begann eine Kollegin wieder im Flüsterton hinter vorgehaltener Hand sich zu beschweren. Hintergrund: Als ich damals an der Schule anfing, übernahm ich eine Klasse von ihr, die ihr sehr ans Herz gewachsen war. Sie hatte zuvor der Leitung signalisiert, dass sie sich überfordert fühlte und Erleichterung brauchte (alleinerziehend plus schwierige Lebenssituation plus berufsbegleitendes Studium). Damals fing es genau so an wie heute: Es werden in halber Lautstärke zu bestimmten Personen Beschwerden in den Raum geworfen. Es sind Spitzen und Sticheleien á la "ach? Das hätte ich jetzt aber nicht gedacht. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Aber eigentlich brauche ich mich ja eigentlich über gar nichts mehr hier zu wundern". Sie richtet sich dabei nie mir direkt zu und macht es auch so geschickt, dass es leise genug ist, dass es nicht alle hören aber laut genug, damit ich es höre. Ich fühle mich dennoch immer dabei angesprochen, jaja, das Ohr der Beziehung hört besonders hin.
            Diese Kollegin fühlt sich offenbar zurückgesetzt und nicht ausreichend von der Leitung gewürdigt. Ich kann sie einerseits verstehen, weil sie in diesem Ausbildungsgang sehr engagiert und auch involviert ist und das schon seit Jahren. Wiederum lässt sie keine Gelegenheit aus zu betonen, wie sehr sie sich pberfordert fühlt, dass sie keien Kraft mehr hat und auch nicht mehr will. Eine andere Kollegin sagte mir vorhin noch, dass sie ausdrücklich vor den Ferien sagte, dass sie das mit Sicherheit nicht machen wird. Aber offenbar wollte sie wenigstens gefragt und somit gewertschätzt werden. Ihre Kritik richtet sich demnach nicht direkt an meine Person, aber ich bin ihre Zielscheibe und ich fürchte nun, dass sie das Spiel wieder beginnt
            Ich habe damals keine klaren Worte gefunden, ich finde es sehr schwierig, einen angemessenen Ton und eine die richtigen Worte dafür zu finden, weil sie mir eben durch ihr indirektes Einwerfen (danach folgt meist auch, dass sie den Raum verlässt oder beschäftigt ist) keinerlei Möglichkeit bietet es aus der Situation heraus anzusprechen. Meine Kollegen raten mir dringend an, das direkte Gespräch zu suchen und es so mit ihr zu klären. Na klar, jedem anderen würde ich das auch sagen, aber ich stelle mich wirklich schwer damit an.
            Zumal ich nun aufgrund eines Gespräches von heute noch eine Verschlimmerung befürchte. Eine Kollegin kommt demnächst aus der Elternzeit zurück, mit der sie dieses Spiel wohl immer sehr intensiv betrieben hat und meine Chefin eröffnete mir dann vorhin auch noch, dass sie mich auch noch für eine weitere Sache bei der Leitung vorgeschlagen hat. Ich freue mich total und frage mich, womit ich das verdient habe. Aber wenn das auch noch dazu kommen sollte, dann kann ich mich frisch machen.
            Gott sei Dank habe ich mit den meisten anderen Kollegen so eine gute persönliche Basis gefunden, dass ich mich sehr wohl fühle und sie mich unterstützen und mir auch Rückhalt bieten. Auf der anderen Seite gibt es aber Kollegen, die das zwar nicht für gut heissen, wie diese Kollegin damit umgeht, die es sich aber auch unkommentiert anhören!
            Jedenfalls hat vorhin mein Auge wieder mit dem Zucken angefangen. Klasse.
            Ich sage mir nun die ganze Zeit, dass diese Kritik nicht mir gilt und ich es nicht persönlich nehmen muss. Aber diese hinterhältige Art belastet mich einfach.

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              Vielleicht bekommt man von diesen kurzen Schilderungen jetzt den Eindruck: Um Himmels Willen, wenn es ihr so schlecht damit geht, wieso tut sie sich das an?

              Diese Arbeit fordert mich einfach auf sovielen Gebieten gleichzeitig, in denen ich mich einfach viel zu lange versteckt habe. Ich würde mich oft gerne verstecken und nicht mehr rauskommen, das war aber schon immer so und mittlerweile halte ich es so wie mit meinen anderen Problemen: mich an die guten Zeiten erinnern. Ich habe oft, wenn ich nach längeren Ferienzeiten wieder einsteige, ein großes Problem, wieder hinein zu finden. Die Tage davor bin ich unausstehlich und sind öfter auch verstimmt geprägt. Aber: Ich weiß, dass diese merkwürdige Stimmung nach ein paar Tagen verfliegt und es von Tag zu Tag wieder besser wird. Meine Arbeit macht mir Spaß, ich mag die Schüler und meine Kollegen. Aber diese große Verantwortung, die ich doch trage, schüchtert mich regelmäßig richtig ein. Gut, dass ich mich mittlerweile auch anders kenne und weiß, dass ich diese Verantwortung übernehmen kann und das auch gut mache! Und dass ich meine Arbeit auch gut mache. :) Auch wenns immer soviel Überwindung kostet.
              Ich sehe es als eine Erprobung. Ich fürchte auch, wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich mich völlig zurück ziehen, auch in mich selbst und vereinsamen und das wiederum würde mich sehr unglücklich machen.
              Also: Dranbleiben heißt die Devise.

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                Zitat von Jannes
                Dranbleiben heißt die Devise.
                Ich vermute mal, dass "das der Kopf ist, der redet". Ich frage mich dann, was deine Emotionen dazu sagen, wie und wann sie in welchen Zusammenhängen auftreten und wie hartnäckig (oder flüchtig) sie sind.

                Das Zucken sind "nervöse" Reaktionen. Wie ist dein Puls während den Zuckungen? Die Schilddrüse (leichtes Brennen oder Druck ?) Magen- und Darm-Reaktionen ? Wann hattest du deiner Erinnerung nach, diese Zuckungen zum ersten Mal und in welchem Zusammenhang?
                Du kennst die Fragen.

                Einerseits: Ich weiss, solche Selbstbeobachtungen und das Eintauchen in die Vergangenheit brauchen Zeit und verschlingen mitunter viel Energie. Beides brauchst du unter anderem für deinen Job. Je nach Emanation kommen manchmal auch noch emotionale Belastungen hinzu, die dich "beschäftigen" und für den Job dekonzentrieren.
                Und schließlich will Frau ja auch noch gut aussehen.

                Andrerseits: in der existentiellen Psychotherapie gilt die Maxime, dass Probleme, auch weit zurückliegende, von ihren Symptomen im Hier und Jetzt rückverfolgt und gegebenenfalls "behandelt" werden können.
                Am effektivsten geht das mit einer Bezugsperson, beispielsweise einem Th. Am allerbesten (und für stärkere Charaktere) geht es durch Konfrontation mit dem Auslöser (deiner Kollegin). Letztere Möglichkeit würde ich dir jedoch nicht anraten, denn ich befürchte, dass du dich (als erprobter Kopfmensch) erfahrungsgemäß in eine unfruchtbaren Polemik verwickeln lassen wirst und die wird noch mehr Energie verbrauchen und Zeit stehlen, als du glaubst erübrigen zu können.

                Du bist noch jung, stehst mitten im Leben, du bist stark und verantwortungsbewusst, dynamisch und vorwärts strebend, intelligent und reflektiert und du "willst".
                Das sind gute Voraussetzungen für eine Karriere u.a. in deinem Job, der dir zudem noch Spaß macht und dich offenbar erfüllt ... und gegebenfalls (nicht zwingend) ein fruchtbarer Nährboden für ?? Du wirst sie nicht erkennen, wenn sie kommt und ich und bestimmt noch mehr hier wären sicher nicht "amused" in ein paar Jahren oder Monaten von dir zu lesen, dass du dir eine Erschöpfungs-Depression "zugelegt" hast.
                Das muss selbstverständlich nicht eintreten, nicht dann, wenn du (vielleicht noch) achtsamer mit dir umgehst.
                Dein Job wird "unter deiner Achtsamkeit für dich" nicht leiden, eher im Gegenteil. Je früher der Schaden erkannt und behandelt wird, desto schneller ist er repariert.

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                  Hallo Sheperd,

                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Ich vermute mal, dass "das der Kopf ist, der redet". Ich frage mich dann, was deine Emotionen dazu sagen, wie und wann sie in welchen Zusammenhängen auftreten und wie hartnäckig (oder flüchtig) sie sind.
                  Ich habe offenbar immer noch ein großes Problem mit Selbstwert und Selbstbewusstsein. Deswegen möchte ich vielleicht am Liebsten auch gar nicht raus gehen. Nicht gesehen werden bedeutet keine Fehler machen zu können, bedeutet aber auch Einsamkeit und keine Wertschätzung. Weil ich Wertschätzung brauche, gehe ich raus. Mein Wert definiert sich zu sehr über Rückmeldungen.
                  Bin ich einmal drin, ist es nach einer Woche kein Problem. Mir sind schnelle Veränderungen lieber, weil ich mich auf sie nicht vorbereiten kann und mich so auch nicht in Ängste und Grübeleien hinein steigern kann. Es sei denn es passiert sowas wie heute. Dann bin ich traurig, verunsichert, eingeschüchtert und ziehe mich zurück. Insgeheim denkt etwas in mir: Vielleicht hat sie recht. Ich habe es nicht verdient, ich würde ihr den Platz sogar überlassen. Dann bin ich schwach, kann mich nicht durchsetzen, enttäuscht über mich und enttäuscht, dass jemand denkt, ich hätte es nicht verdient.
                  Wer bin ich denn, dass ich da komme und ihr ihren heißersehnten Platz streitig mache, von dem ich nicht mal wusste, dass es ihn gibt?
                  Ich brauche dann sehr viel Zuspruch. Diesmal habe ich es nicht mit mir allein ausgemacht, sondern auch anderen Kollegen erzählt.
                  Ich habe vorhin wieder eine sehr fruchtbare Diskussion mit Bonny und Mane im Chat dazu gehabt. Ja, ich kenne mich so eine sehr lange Zeit, meine Schulzeit war eigentlich geprägt von diesem emotionalem Zustand: ich bin nichts wert, ich bin niemand; Interesse wird mir nur vorgeheuchelt und ist nicht ernst gemeint; keiner versteht mich, alle reden nur oberflächliches und sinnloses Zeug; ich gehöre hier nicht her, ich bin anders, deswegen mag man mich nicht.
                  Natürlich habe ich diese Spirale bzw. das Funktionieren dieses Zusammenspiels verstanden, durchschaut. Deswegen versuche ich ja ausdauernd es bewusst anders zu machen.

                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Das Zucken sind "nervöse" Reaktionen. Wie ist dein Puls während den Zuckungen? Die Schilddrüse (leichtes Brennen oder Druck ?) Magen- und Darm-Reaktionen ? Wann hattest du deiner Erinnerung nach, diese Zuckungen zum ersten Mal und in welchem Zusammenhang?
                  Du kennst die Fragen.
                  Mit Zuckungen hatte ich bislang weniger zu tun, aber ich kenne sie, wenn auch weniger am Auge. Früher, also zu Schulzeiten, war es das Ameisenkribbeln auf dem Kopf. Später vor allem psychosomatische Extrasystolen, aber den ganzen Tag durchweg. Das Augenzucken habe ich bewusst das erste Mal Anfang diesen Jahres erlebt, als ich selbstständig eine Mentorenschulung durchgeführt habe. Wieder dieselben Gedanken im Hinterkopf: Ich soll denen erzählen, was sie zu tun und was sie zu lassen haben?! Die nehmen mich nie im Leben ernst!

                  Ich überlege noch, wo mich das, wenn ich weiter zurück gehe, hinführt. Warum fühle ich mich nichts wert? Ich kann mir nur denken, dass ein Kind sich wohl nicht unbedingt gewertschätzt und gebraucht fühlt, wenn die Mutter es verlassen will, ob nun durch Suizid oder durch das Abhauen.

                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Am effektivsten geht das mit einer Bezugsperson, beispielsweise einem Th. Am allerbesten (und für stärkere Charaktere) geht es durch Konfrontation mit dem Auslöser (deiner Kollegin). Letztere Möglichkeit würde ich dir jedoch nicht anraten, denn ich befürchte, dass du dich (als erprobter Kopfmensch) erfahrungsgemäß in eine unfruchtbaren Polemik verwickeln lassen wirst und die wird noch mehr Energie verbrauchen und Zeit stehlen, als du glaubst erübrigen zu können.
                  Ich weiß nicht, ob ich mich gerade reinsteigere und ich aus anderen Gründen heute so empfindlich darauf reagiert habe.
                  Aber ich habe mir nun vorgenommen, doch wieder meine Therapeutin zu konsultieren. Mal schauen, was dabei raus kommt und was wir diesbezüglich tun können!

                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Das muss selbstverständlich nicht eintreten, nicht dann, wenn du (vielleicht noch) achtsamer mit dir umgehst.
                  Dein Job wird "unter deiner Achtsamkeit für dich" nicht leiden, eher im Gegenteil. Je früher der Schaden erkannt und behandelt wird, desto schneller ist er repariert.
                  Genau das war mein Plan. Momentan habe ich das Gefühl, dass sich tausend neue Baustellen auftun. Entweder, weil ich durch die Therapie und durch das Weiterarbeiten eine gute Grundlage habe, um Dinge besser zu sehen. Oder, weil ich nun genug Ressourcen habe um auch diese Dinge bearbeiten zu können. Oder beides.
                  Zuletzt geändert von Jannes; 10.04.2013, 20:29.

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                    Im Übrigen fällt mir gerade auf, dass ich diese Gedanken sogar bei meiner Therapeutin habe, die mich ja nun wirklich sehr gut kennt. Was wird die denken, wenn ich jetzt wieder anrufe. Wird sie in sich hinein seufzen? Hat das alles nichts gebracht? Hat sie überhaupt Lust und Zeit für mich? Dann muss sie ja auch noch schauen, dass sie mich vielleicht irgendwie unterbringt etc.
                    Total bekloppt.
                    Heute habe ich zu meinem Freund noch gemeint, ich kann mich so schlecht von allem abgrenzen und nehme mir alles an. Seine Antwort: Bei mir hast du da keine Probleme ;) Naja, wenigstens haben wir kurz gelacht...

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                      Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                      Im Übrigen fällt mir gerade auf, dass ich diese Gedanken sogar bei meiner Therapeutin habe, die mich ja nun wirklich sehr gut kennt. Was wird die denken, wenn ich jetzt wieder anrufe. Wird sie in sich hinein seufzen? Hat das alles nichts gebracht? Hat sie überhaupt Lust und Zeit für mich?
                      Das beste und einfachste ist, genau DAS deine Therapeutin zu fragen. Wenn sie "in Beziehung zu ihren Klienten" arbeitet, wird es ihr eine gute Ausgangsposition bieten - von (aus) eurer Beziehung in Richtung deiner Probleme - mit dir zu arbeiten.
                      Nebenbei rate ich dir von einer Verhaltens-Therapie ab. Du brauchst eher eine(n) TherapeutIen. die/der sich auf allen Gebieten (in den meisten Psy-Schulen) auskennt und auf mehrere Methoden (passend gemischt) zurückgreifen kann.

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                        Das Experiment mit der Verhaltenstherapie hatte ich schon vor einiger Zeit hinter mir Meine Therapeutin arbeitet tiefenpsychologisch und wir haben damals schon sehr viel ausprobiert. Vielleicht können wir das nun vertiefen, das Problem ist ja eingegrenzt.

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                          Ok.
                          Ich wünsche dir eine gute Jagd.

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                              Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                              (...)Heute habe ich zu meinem Freund noch gemeint, ich kann mich so schlecht von allem abgrenzen und nehme mir alles an. Seine Antwort: Bei mir hast du da keine Probleme ;) (...)
                              Das finde ich interessant. Was macht es für Dich einfach, Dich bei Deinem Freund abzugrenzen?
                              Möglicherweise gibt Dir die Antwort einen Hinweis, warum es Dir bei anderen Menschen schwer fällt.

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                                Bei ihm fühlst du dich sicher, gell Jannes?

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