uiuiui mein eigener Faden, wie spannend 
Es ist einige Zeit her, dass ich hier war (drei Jahre). Ich hatte das Forum aus den Augen verloren und stehe nun vor einem Schritt, der mich dazu bewegt hat wieder herzukommen.
Wie der Titel schon vermuten lässt fühle ich mich mit meinen 27 Jahren noch immer nicht erwachsen, aber wer wird schon jemals endgültig erwachsen oder will es werden
Mir steht eine große Trennung bevor: nach sechs Jahren beende ich meine Psychotherapie und muss mich von meiner Therapeutin trennen. Wir beide sind der Meinung, dass es nun Zeit ist und ich mittlerweile genug Fortschritte gemacht habe um mein Leben allein meistern zu können.
Unsere Treffen haben wir schon so weit es geht auseinander gezogen, wir sehen uns zur Zeit nur noch einmal im Monat. Das war auch mein Wunsch, weil ich in einer vorhergehenden Therapie während einer Therapiestunde quasi vor die Tür gesetzt wurde und die Therapie plötzlich beendet war (Die Therapeutin war der Meinung, dass ich nicht mehr therapiebedürftig bin).
Ich habe keine Angst, allein nicht zurechtzukommen. Mein Verstand weiß, dass ich dazu in der Lage bin, immerhin funktioniert es seit geraumer Zeit recht gut auch ohne größere Symptomatiken oder Rückfälle. Depressive Phasen gibt es immer mal wieder, aber sie halten sich in Grenzen. Der Großteil einer PTBS wurde gut be- und verarbeitet. Mit dem, was sich einfach nicht ändern lässt, das Unabdingbare, damit muss man einfach leben. Therapie ist schließlich keine Zauberei, aber immerhin weiß ich mich nun besser zu deuten und kann gut damit umgehen!
Allerdings möchte mein Gefühl immer noch nicht loslassen. So lange war meine Therapeutin mir ein teurer Ersatz, fast schon ein Mutterersatz und seitdem ich darüber nachdenke die Therapie zu beenden kann ich auch schon wieder Phasen beobachten, in denen die Symptome zurückkehren (worüber ich selber lachen muss, das innere Kind ist eben unersättlich
). Diese Phasen kann ich gut einordnen und mir selbst erklären. Es gibt allerdings auch Zeiten, in denen ich es gar nicht einsehe, warum ich das Ganze eigentlich beenden soll. Dann finde ich es unglaublich unfair, dass ich das, was ich als Kind nie bekam nie bekommen werde und nun auch noch eine Person verabschieden muss, die für mich in dieser Hinsicht soviel getan hat.
Ich überlege die ganze Zeit, wie ich ihr eine Freude machen kann. Sie ist mir in der Therapie selten als Person begegnet, ich grüble, ob sie eine kleine Aufmerksamkeit überhaupt annehmen würde?
Andererseits: was gibt es für ein schöneres Lob für die getane Arbeit? Ich möchte ihr gerne etwas zurückgeben und habe überlegt, ihr einen Abschiedsbrief zu schreiben, den ich ihr dann gebe. Dazu vielleicht eine gute Flasche Wein.
Ich denke es ist wie mit vielen Dingen, wovor man große Angst hat: Je länger man es herausschiebt desto schwieriger wird es. Schlussendlich ist es meist gar nicht so schlimm, wie man es sich vorgestellt hat.
Lieb fand ich auch ihr Angebot, dass ich mich immer melden kann und wir auch so noch Termine vereinbaren können. Das gibt mir wenigstens das Gefühl, als wäre es nicht endgültig beendet und als wäre immer ein Türchen offen.
Dennoch. Es ist eine erneute Trennung. Normalerweise gäbe es keinen Anlass sich von Menschen zu verabschieden, die man gut leiden kann, zu denen man Vertrauen hat. Wahrscheinlich ist es deswegen auch so schwer
Aber es ist und bleibt eben eine professionelle Beziehung...
Morgen habe ich meinen vorletzten Termin. Unseren letzten Termin legen wir dann fest. Und schon bin ich wieder traurig

Es ist einige Zeit her, dass ich hier war (drei Jahre). Ich hatte das Forum aus den Augen verloren und stehe nun vor einem Schritt, der mich dazu bewegt hat wieder herzukommen.
Wie der Titel schon vermuten lässt fühle ich mich mit meinen 27 Jahren noch immer nicht erwachsen, aber wer wird schon jemals endgültig erwachsen oder will es werden

Mir steht eine große Trennung bevor: nach sechs Jahren beende ich meine Psychotherapie und muss mich von meiner Therapeutin trennen. Wir beide sind der Meinung, dass es nun Zeit ist und ich mittlerweile genug Fortschritte gemacht habe um mein Leben allein meistern zu können.
Unsere Treffen haben wir schon so weit es geht auseinander gezogen, wir sehen uns zur Zeit nur noch einmal im Monat. Das war auch mein Wunsch, weil ich in einer vorhergehenden Therapie während einer Therapiestunde quasi vor die Tür gesetzt wurde und die Therapie plötzlich beendet war (Die Therapeutin war der Meinung, dass ich nicht mehr therapiebedürftig bin).
Ich habe keine Angst, allein nicht zurechtzukommen. Mein Verstand weiß, dass ich dazu in der Lage bin, immerhin funktioniert es seit geraumer Zeit recht gut auch ohne größere Symptomatiken oder Rückfälle. Depressive Phasen gibt es immer mal wieder, aber sie halten sich in Grenzen. Der Großteil einer PTBS wurde gut be- und verarbeitet. Mit dem, was sich einfach nicht ändern lässt, das Unabdingbare, damit muss man einfach leben. Therapie ist schließlich keine Zauberei, aber immerhin weiß ich mich nun besser zu deuten und kann gut damit umgehen!
Allerdings möchte mein Gefühl immer noch nicht loslassen. So lange war meine Therapeutin mir ein teurer Ersatz, fast schon ein Mutterersatz und seitdem ich darüber nachdenke die Therapie zu beenden kann ich auch schon wieder Phasen beobachten, in denen die Symptome zurückkehren (worüber ich selber lachen muss, das innere Kind ist eben unersättlich
). Diese Phasen kann ich gut einordnen und mir selbst erklären. Es gibt allerdings auch Zeiten, in denen ich es gar nicht einsehe, warum ich das Ganze eigentlich beenden soll. Dann finde ich es unglaublich unfair, dass ich das, was ich als Kind nie bekam nie bekommen werde und nun auch noch eine Person verabschieden muss, die für mich in dieser Hinsicht soviel getan hat. Ich überlege die ganze Zeit, wie ich ihr eine Freude machen kann. Sie ist mir in der Therapie selten als Person begegnet, ich grüble, ob sie eine kleine Aufmerksamkeit überhaupt annehmen würde?
Andererseits: was gibt es für ein schöneres Lob für die getane Arbeit? Ich möchte ihr gerne etwas zurückgeben und habe überlegt, ihr einen Abschiedsbrief zu schreiben, den ich ihr dann gebe. Dazu vielleicht eine gute Flasche Wein.
Ich denke es ist wie mit vielen Dingen, wovor man große Angst hat: Je länger man es herausschiebt desto schwieriger wird es. Schlussendlich ist es meist gar nicht so schlimm, wie man es sich vorgestellt hat.
Lieb fand ich auch ihr Angebot, dass ich mich immer melden kann und wir auch so noch Termine vereinbaren können. Das gibt mir wenigstens das Gefühl, als wäre es nicht endgültig beendet und als wäre immer ein Türchen offen.
Dennoch. Es ist eine erneute Trennung. Normalerweise gäbe es keinen Anlass sich von Menschen zu verabschieden, die man gut leiden kann, zu denen man Vertrauen hat. Wahrscheinlich ist es deswegen auch so schwer
Aber es ist und bleibt eben eine professionelle Beziehung...Morgen habe ich meinen vorletzten Termin. Unseren letzten Termin legen wir dann fest. Und schon bin ich wieder traurig


) und gleichzeitig das Zusammenziehen mit meinem Freund. Viele Trennungen, aber eben auch Neubeginne. Mittlerweile ist seitdem fast ein halbes Jahr vergangen, in dieser Zeit brauchte ich meine Therapeutin schon etwas intensiver, aber das hat sich nach einiger Zeit wieder gegeben. Nun geht es um die Etablierung dessen, was ich bisher geschafft habe. Das bedeutet vor allem nicht wieder in einem Loch zu versinken und die positiven Seiten sehen - an der Welt und sich selbst. Ich weiß nicht ob es euch auch so geht oder ob ihr das kennt: Ich habe immer das Gefühl etwas nachzujagen und dabei übersehe ich leider die Dinge auf meinem Weg. Dadurch fällt es schwer die Dinge zu genießen und es ist ernüchternd dann festzustellen, dass die Dinge, denen man nachjagt, einen nicht unbedingt glücklicher machen. So stand natürlich nach dem Studium an, so schnell wie Möglich eine Arbeit zu finden, was mir auch gelungen ist. Angekommen in der Arbeitswelt musste ich aber feststellen, dass Arbeitstätigkeit allein nicht glücklich macht. Hinzu kommt wieder die Feststellung, dass man nun in der Erwachsenenwelt "angekommen" ist, eigentlich dachte ich, so alt werde ich nie werden


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