Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Endlich Flüggewerden

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #46
    Hallo Kuestenkind!

    Momentan geht es wieder mit diesem innerlichen Drängen. Mein Freund muss also erstmal nicht herhalten. Mir fällt nur auf, dass ich oft extrem von Verhaltensweisen an ihm genervt bin, die ich selbst sehr oft zeige (sich hängen lassen bspw, weil er das sehr selten macht). Wenigstens kann ich das mittlerweile auch so gut wahrnehmen und stelle auch mal fest, wie das eigentlich auf die Umwelt wirkt und wie anstrengend ich dann wohl bin.

    Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
    PS: Dein Bild finde ich uebrigens sehr eindrucksvoll!
    Danke dir, wie gesagt, meist habe ich richtig ein Bedürfnis danach so etwas zu malen, dann ist das Bild und die Idee sehr konkret und es fällt mir leicht. In der Zeit erlebe ich das, was ich male, auch sehr intensiv.
    Danach kann ich es "ablegen", es ist dann ok.

    Liebe Grüße
    Jannes

    Kommentar


      #47
      Dass Du die Themen dann ablegen kannst, finde ich schoen. Malen als Ausdrucksmittel zum Loslassen

      Mir geht es meist so, dass ich es schriftlich oder muendlich jemanden mitteilen muss. Erst dann ist das Thema (jedenfalls aus diesem Blickwinkel) vorbei.

      Schoen, dass es Dir im Moment gut geht.
      Und ja, gerne kritisieren wir an anderen - was uns an uns selbst stoert. Der klassische Spiegel (geht auch, wenn jemand eine leistung bringt, deren ERfolg wir selbst gerne haetten). Selbstehrlichkeit ist nicht leicht, tut aber gut.

      Liebe Kuestengruesse.
      Zuletzt geändert von Kuestenkind; 13.06.2012, 19:48. Grund: +s

      Kommentar


        #48
        Derzeit packt mich wieder die Traurigkeit. Ich weiß nicht, woher sie genau kommt, es gibt keine konkreten Auslöser. Aber ich betrauere etwas, es fühlt sich aber soweit in Ordnung an. Die Tränen fließen eben, aber das muss eben auch mal sein.
        Wir sind derzeit ein wenig im Auf- und Umbruch. Wir wohnen noch in einer Wohnung, die aber allmählich mit zwei Hunden und mit Blick auf die Zukunft einfach zu klein ist. Daher haben wir uns entschlossen uns nach einem Häuschen umzusehen. Ich denke, vielleicht ist es dieser Schritt. In der Vergangenheit hatte ich vor sowas immer noch etwas Angst, sich so fest an jemanden zu binden, soviele gemeinsame Verpflichtungen einzugehen kann beängstigen. Mein Freund wollte am liebsten schon letztes Jahr direkt in ein Haus einziehen, dann wäre ich direkt aus meiner Studenten WG dorthin gezogen - also von einem recht freien und ungebundenen Studentenleben und einer Wochenendbeziehung direkt in 100% Verpflichtung und Bindung. Das wollte ich nicht und habe ich ihm damals auch so gesagt und das war auch gut so. Ich wäre irgendwann später davon gelaufen, da bin ich mir ziemlich sicher. So habe ich diese Entwicklung Stück für Stück in kleineren Schritten gemacht und es war auch so schon Umstellung genug
        Nun bin ich aber soweit und ich denke meine Traurigkeit zeigt das auch. Mit diesem Schritt verbinde ich so ziemlich alles, was man mit Erwachsensein verbindet. Ich habe letztens einen Bausparvertrag abgeschlossen und meine Freundin meinte dann doch ernsthaft: Jannes wird erwachsen! Das hat sie nicht böse, sondern sehr lieb gemeint, weil sie auch über meine Probleme bescheid weiß. Erwachsensein bedeutet aber auch nicht mehr zurück zu können. Mein Kopf weiß das schon lange. Das, was als Kind zu kurz kam, das, was man nie bekommen hat, ist auch nicht mehr nachzuholen, so tief das Bedürfnis danach auch ist. Und so ist die Suche nach dem Haus auch wieder ein symbolischer Abschied von der Vorstellung meines inneren Kindes, etwas nachholen zu können. Nun bin ich diejenige, die vielleicht dann mal die Chance hat einem Kind zu geben, was ich nicht bekam. Aber auch die Vorstellung selbst wieder in einem Haus zu wohnen weckt traurige und schöne Erinnerungen. Meine Eltern bauten damals zur Wendezeit ein Haus, in dem ich seit meinem 4. Lebensjahr wohnte. Mein Vater war schon seit DDR Zeiten mit meinem Großvater selbstständig. Dummerweise war ihr Verhältnis von einigen Intrigen behaftet, wie sich später herausstellte. Mein Vater ließ sich überreden eine Hypothek auf das Haus zugunsten des Betriebes auszustellen und irgendwann kam, wie es kommen musste. Kredite wurden von meinem Opa nicht abgezahlt und wir verloren unser Haus. Als Kind war das für mich schrecklich. Es endete fast in einer Zwangsversteigerung und erst kurz vorher fanden meine Eltern einen Käufer und wir auch wieder eine Wohnung. Mein Vater litt sehr darunter, das Haus, an dem er selbst mit gebaut hatte und seinen geliebten Garten zu verlieren. Ich weiß, dass ich heute in einer völlig anderen Ausgangssituation bin, ohne Altlasten und Verpflichtungen. Aber dennoch habe ich eine riesen Angst, dass so etwas noch einmal passiert und man seinen Kindern dass dann mal antut. Insofern ist das kein leichter Schritt. Man hat ja auch nicht eben mal das Geld auf der hohen Kante liegen... So, jetzt hab ich mich im Kreis gedreht bzw. das eigentliche Thema verlassen. Aber so erklärt sich mir auch ein Stück mehr, warum ich derzeit so traurig bin.
        Dabei kam mir auch wieder eine neue Szene in den Kopf, ein Bild, an das ich mich mal wagen werde. mal sehen, ob es mir gelingt.

        Liebe Grüße
        Jannes

        Kommentar


          #49
          Fragt ihr euch auch manchmal, warum man sich das Ganze eigentlich antut? Das Leben? Welchen Sinn soll es eigentlich haben? Ich weiß, dass dieser Gedanke undankbar ist und ich fühle mich auch schlecht, weil ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die nicht haben, was ich habe. Aber dennoch habe ich nicht darum gebeten, niemand hat mich gefragt, ob ich das Spiel mitspielen will. Ich wäre momentan gerne einfach nicht da. Leider ist es genau das, wovor ich am meisten Angst habe, nicht zu existieren.
          Ich könnte momentan locker gehen und einfach irgendwo neu anfangen, es würde mich nicht jucken. Und das erschreckt mich. Wie etwas in mir von jetzt auf gleich alle Emotionen abstellen kann, als hätte ich keine Beziehungen und keinen Partner. Und vermutlich würde ich es erst viel zu spät bereuen. Dabei hat mein partner eine Partnerin verdient, die zu dauerhaften und tiefgreifenden Gefühlen fähig ist . Zur Zeit muss ich mir immer wieder intensiv sagen, dass ich solche Phasen bereits hatte und dass es sich immer wieder gebessert hatte und ich wieder zu Gefühlen in der Lage war. Aber worauf kann ich mich denn eigentlich verlassen und worin soll ich Vetrauen haben, wenn nicht in meine Gefühle?
          Ich hasse mich selbst dafür und dann will ich einfach nicht mehr
          Momentan erscheint mir einfach vieles sinnlos.
          Ausgelöst wurde das denke ich dadurch, dass ich vor zwei Wochen erfahren habe, dass die Lebensgefährtin meines Patenonkels an Speiseröhrenkrebs erkrankt ist. Ich kenne keine Person, die gesünder lebt. Natürlich ist das nie eine Garantie, aber ist das denn fair? Sie ist auch noch nicht so alt. Die Endlichkeit hat mal wieder angeklopft. Ich habe keine sehr enge Beziehung zu ihr und dennoch will ich seitdem einfach nicht mehr.
          Was hilft euch denn in solchen Phasen, gibt es etwas, womit ihr euch wieder Mut machen könnt?

          Kommentar


            #50
            Lieber Janes,

            hast du in deinem privaten Umfeld jemanden mit dem du über den Speiseröhrenkrebs reden kannst? Diese Sorge allein mit sich aus zu machen ist nicht gesund.
            lg

            Kommentar


              #51
              Liebe Jannes,

              nein, es ist bestimmt nicht fair, wenn jemand an solch einer schlimmen Krankheit leidet. Andererseits ist für mich immer die Frage - wieso reden wir immer von "Fairness", wenn mal etwas passiert, was uns aus der Bahn wirft? Wer war "nicht fair" mit uns, gegen wessen Ungerechtigkeiten lehnen wir uns da eigentlich auf?

              Ich sehe das Leben inzwischen als Fluss und in diesem Fluss gibt es wundervoll klares Wasser, ruhige Stellen aber auch eine Strömung und scharfkantige Felsen, spitze Steine usw. Manchmal verletzt man sich an einem dieser Steine, manchmal dümpelt man in ruhigem Fahrtwasser herum und manchmal fliesst man einfach mit der Strömung und geniesst diesen Fluss. Das alles hat nichts mit Fairness zu tun - es ist einfach das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Das zu akzeptieren fiel auch mir unendlich schwer, vorallem weil ich das Leben nicht kontrollieren kann und als "Kind", das missbraucht und misshandelt wurde, hätte ich auch gerne eine Garantie auf lebenslanges Glück, Gesundheit und Freude. Die gibt es aber leider nicht.

              Die "Endlichkeit" ist wohl eine Tatsache, die die meisten Menschen nur schwer akzeptieren können. Sich mit ihr auszusöhnen ist nicht immer möglich, auch mir ist es nicht ganz gelungen, aber ich habe sie zumindest akzeptiert. Wenn sie da ist, werde ich gehen. Und bis dahin widme ich mich diesem Fluss, der ja doch inzwischen viele schöne Momente für mich parat hat.

              Deine Traurigkeit braucht vielleicht derzeit einfach nur Raum. Und eine tröstende Umarmung?

              Dass Dein Partner eine Partnerin verdient hat, die zu dauerhaften und tiefgreifenden Gefühlen fähig ist, ist richtig. Aber die hat er auch mit Dir an seiner Seite. Ich kenne niemanden, der tiefer fühlen könnte, als Menschen, die den Schmerz so fühlen und wahrnehmen wie Du. Es mögen schmerzhafte Gefühle sein und vielleicht nicht die von der Sorte, die Du meinst. Aber die Fähigkeit so zu fühlen, wie Du es beschrieben hast, ist doch vorhanden.

              Ich war jahrelang hochgradig depressiv, hatte Angst- und Panikattacken und habe mich vor der Welt versteckt. Ich kann Dir wirklich gut nachfühlen. Aber ich kann Dir auch aus Erfahrung sagen, dass man - natürlich mit Therapie und Arbeit an sich selber - an einen Punkt kommen kann, an dem man wieder gerne lebt, Spaß und Freude zum Alltag gehören und es mehr gute als schlechte Momente gibt.

              Kopf hoch - und ich würde Dir auch empfehlen, mit jemandem aus Deinem Umfeld über die Krankheit der Lebensgefährtin Deines Patenonkels zu reden. Es ist ganz normal, dass man, wenn man solch eine Diagnose im Umfeld hat, das erstmal verarbeiten muss. Meine Tante ist vor einiger Zeit an Magenkrebs gestorben, sowas nimmt einen halt mit.

              Lg
              Lane

              Kommentar


                #52
                Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                Was hilft euch denn in solchen Phasen, gibt es etwas, womit ihr euch wieder Mut machen könnt?
                Hallo Jannes,

                es gibt Momente, in denen geht mir mein Popo ganz schön auf Grundeis. Ich bin nicht gut darin, mir selbst Mut zu machen. Aber bisher ist es mir immer gelungen, Dinge auf ein handliches Maß zu reduzieren. Und darin liegt aus meiner Sicht ein Schlüssel, den Widrigkeiten des Lebens begegnen zu können.
                Nur Mut!

                Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                (...)und dennoch will ich seitdem einfach nicht mehr.
                Was willst Du nicht mehr?

                Kommentar


                  #53
                  Erst einmal danke für eure Antworten!

                  Liebe Muttutgut,
                  Zitat von Muttutgut Beitrag anzeigen
                  hast du in deinem privaten Umfeld jemanden mit dem du über den Speiseröhrenkrebs reden kannst?
                  Mit meinem Freund habe ich bereits darüber gesprochen und auch mit meinem Patenonkel und der Betroffenen selbst. Sie ist da sehr offen und hat glücklicherweise auch eine sehr positive Lebenseinstellung, wofür ich sie sehr bewundere. Es ist aber das erste Mal, dass ich so etwas bewusst mit erlebe. Mein Opa ist zwar an Kehlkopfkrebs gestorben als ich 8 Jahre alt war, aber das Leiden der Therapien habe ich nicht mitbekommen.
                  Jetzt komme ich mir schon wieder doof vor, weil ich wahrscheinlich mehr jammere und Angst habe als die Lebensgefährtin meines Patenonkels selbst.

                  Liebe Lane,
                  Zitat von Lane777 Beitrag anzeigen
                  wieso reden wir immer von "Fairness", wenn mal etwas passiert, was uns aus der Bahn wirft? Wer war "nicht fair" mit uns, gegen wessen Ungerechtigkeiten lehnen wir uns da eigentlich auf?
                  Das ist eine gute Frage... ich persönliche finde es nicht fair, dass manches ungerecht verteilt ist. Ich habe das Gefühl, für bestimmte Dinge im Leben entschädigt werden zu müssen bzw. wohnt auch der Gedanke in mir, dass Dinge, die man tut oder nicht tut mit etwas belohnt werden.
                  Ich weiß, dass dieser Gedankengang und dieses Gefühl ein sehr altes ist und ein sehr kindliches außerdem. Und die meiste Zeit habe ich das gut im Griff, bis wieder etwas Unvorhergesehenes passiert.

                  Zitat von Lane777 Beitrag anzeigen
                  Das zu akzeptieren fiel auch mir unendlich schwer, vorallem weil ich das Leben nicht kontrollieren kann und als "Kind", das missbraucht und misshandelt wurde, hätte ich auch gerne eine Garantie auf lebenslanges Glück, Gesundheit und Freude. Die gibt es aber leider nicht.
                  Leider. Ich bin leider noch nicht soweit das akzeptieren zu können. Aber deine Worte haben mir gezeigt, dass es auch nicht fair ist anderen aus dieser "Fairness - Geschichte" einen Strick zu drehen, was im Umkehrschluss unweigerlich der Fall ist. Denn wenn ich mich oder andere unfair behandelt sehe, dann gibt es eben auch Menschen, die aus meiner Sicht bevorteilt sind. Aber es ist wie es ist, sie haben letztendlich auch keinen Einfluss darauf (jedenfalls nicht mehr/ weniger, als jeder andere Mensch).
                  Das führt mich wieder dazu, dass ich absolut unvollkommen bin und meine Persönlichkeitsentwicklung ausbaufähig ist..

                  Bin ich denn zu weinerlich? Übertreibe ich es? Steigere ich mich hinein? Selbst schöne Dinge werden zur Zeit zur Katastrophe. Mein Bruder will nächsten Monat überraschenderweise heiraten. Ich freue mich natürlich für ihn. Gleichzeitig erscheint das für mich wie der nächste Schritt näher an den Tod. Wahrscheinlich gibt es nichts, das ferner liegen könnte als dieser Gedanke und ich denke dabei auch nicht an meinen Bruder(wie kann ich sowas nur denken?). Nur dachte ich, dass ich nie in dieses Alter kommen würde, in dem alle Menschen um mich herum heiraten und Kinder kriegen. Ich frage mich, in welche Welt ich eigentlich bislang gelebt habe???!!! Warum habe ich damit nur so ein riesiges Problem?
                  Natürlich kann ich mir diverse Erklärungen aus meinen Therapien ableiten. Aber sollte es nicht auch irgendwann einmal gut damit sein??

                  Zitat von Lane777 Beitrag anzeigen
                  Ich kenne niemanden, der tiefer fühlen könnte, als Menschen, die den Schmerz so fühlen und wahrnehmen wie Du.
                  Da ist was Wahres dran.

                  Zitat von Lane777 Beitrag anzeigen
                  Aber ich kann Dir auch aus Erfahrung sagen, dass man - natürlich mit Therapie und Arbeit an sich selber - an einen Punkt kommen kann, an dem man wieder gerne lebt, Spaß und Freude zum Alltag gehören und es mehr gute als schlechte Momente gibt.
                  Das war in letzter Zeit überwiegend der Fall. Aber es braucht immer nicht viel, um mich umzuwerfen. Dann könnte ich alles hinschmeissen.

                  Liebe Mistral,
                  Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
                  Nur Mut!
                  Was willst Du nicht mehr?
                  Danke dir! Ich hab dann einfach keine Lust mehr auf das alles. Würde mich am liebsten eingraben. Nur für mich sein. Das geht natürlich nicht.

                  Ich danke euch erstmal. es hat schon gut getan es auch nochmal so los zu werden.

                  Liebe Grüße,
                  Jannes

                  Kommentar


                    #54
                    So, da bin ich wieder!

                    Mittlerweile läuft es wieder besser. Ich durchschaue nur noch nicht genau, was es immer ist, was mich runterreißt bzw. warum ich mich runterreißen lasse un was es dann ist, was ich tue, damit es wieder besser wird.
                    Ich tippe erstmal natürlich darauf, die Dinge rauszulassen, auch wenn sie rückblickend wieder einmal sehr übertrieben und unverständlich sind. Wenn ich das Posting von vor zwei Wochen lese ist mir das schon unangenehm. Aber vielleicht ist es ja das, was ich brauche. Nochmal zu sehen, was ich dann eigentlich veranstalte. Denn sonst ist das immer ziemlich schnell aus dem Kopf.
                    Jedenfalls bin ich jetzt glückliche Trauzeugin in voller Vorfreude und Vorbereitung Ich bin für den Schmuck des Hochzeitsauto zuständig und habe mir auch schon ein schönes Hochzeitsgeschenk überlegt.
                    Auch mit den Umzugsplänen mit meinem Freund kann ich mich inzwischen identifizieren und nun fühlt es sich gut an, auch darauf freue ich mich mittlerweile sehr.
                    Etwas, was mir die Zeit momentan ungemein erleichtert und sicherzur gesteigerten Stimmung beiträgt sind die Sommerferien, von denen ich profitiere. Das ist der Vorteil von Lehrern .
                    Ich frage mich auch manchmal, gerade in Anbetracht der letzten Postings, dass ich zu dieser Tätigkeit in der Lage bin. Aber, abgesehen von dem Stress und dem Ärger, der einem da so entgegen schlägt (ich habe es mit Jugendlichen/jungen Erwachsenen und Erwachsenen zu tun - da läuft es manchmal anders als gedacht) funktioniere ich da.
                    Ich habe mir fest vorgenommen in diesen Ferien vorzuarbeiten, meine Lehrpläne rechtzeitig sehr ausführlich auszugestalten. Zu Beginn konnte ich das nicht, da ich 2 Monate nach Schuljahresbeginn eingestiegen bin und das als eigentlich ungelernte Lehrerin, die nicht mal in Traum vorher daran dachte, sowas zu machen/ machen zu können (ich habe Erziehungswissenschaft und Soziologie studiert). Da ging ich damals wirklich auf dem zahnfleisch, Unterrichtsvorbereitung bis morgens früh um 2 war wirklich mehr als grenzwertig. Aber rückblickend kann ich sehr stolz auf mich sein, ich habe es durchgehalten und geschafft Meine Hoffnung liegt nun darauf, dass ich durch die zeitige Vorbereitung mehr Freiraum im Schuljahr habe und dann längerfristig stressfreier bin. Das ist denke ich ein realistisches Ziel.
                    Auch wenn sich einer vielleicht hier manchmal seinen Teil über das Zeug denkt, was ich hier so loslasse, möchte ich dennoch danken, dass es dafür hier Platz gibt und auch ab und zu ein Kommentar. Also Danke

                    Liebe Feriengrüße
                    Jannes

                    Kommentar


                      #55
                      Geht es euch auch manchmal so, dass sich auf einen Schlag soviel verändert, dass ihr euch plötzlich fragt, wessen Leben ihr eigentlich nun führt?
                      Ich fühle mich, als würde ich mit 180 in die Kurve fahren...

                      Zur Zeit sind ja Ferien, die ich sehr genieße, ich mache viel für mich. Dazu gehört aber auch der Bürodienst, den ich seit drei Tagen schiebe. Am ersten Tag, als ich hier ankam, ging es mir so gut hier (in der Schule) wie lange nicht. Ich war nicht angespannt, freute mich. Natürlich lässt sich nicht verleugnen, dass es auch daran liegt, dass beim Bürodienst nicht sonderlich viel Arbeit anfällt. Einige Leute rufen an, Postein- und ausgang muss gemacht werden, Bewerbungen etc. werden entgegengenommen... Alles kein Problem. Dann fiel mir aber auf, dass ich genauso gut auch endlos davon genervt sein könnte, hier im Büro meine Zeit abzusitzen, weil ich viel lieber anderes machen würde. Bin ich aber nicht, ich fühle mich wohl, obwohl ich hier auch was mache (habe noch einige Praktikumshefter, die durchgesehen werden müssen und natürlich muss die PLanung fürs nächste Jahr auch noch gemacht werden). Und als mir klar wurde, warum es mir damit so gut geht, war das wie ein Befreiuungsschlag. Es sind die vielen Menschen, die so eine Schule nunmal mit sich bringt. Es ist der fehlende Druck vor der Klasse zu stehen, immer präsent zu sein und immer eine Antwort haben zu müssen. Es ist die Zeit, die ich mich bei dieser Arbeit auch einmal zurückziehen kann. Im Schulbetrieb hat man ja keine Chance im Lehrerzimmer mal zur Ruhe zu kommen, immer gibt es jemanden, der etwas braucht oder etwas wissen will. Diese Dinge mache ich gerne für meine Schüler, aber es belastet eben auch sehr stark. Als mir das klar wurde, habe ich endgültig für mich beschlossen das nicht ewig zu machen und mich in absehbarer Zeit nach Alternativen umzusehen. Ich glaube damit lebe ich wesentlich ruhiger. Seit ich Ferien habe träume ich auch wieder von der Schule, dabei sind aber keine angenehmen Träume, ich bin jetzt schon wieder aufgeregt, dabei habe ich noch drei Wochen...
                      Das, was mich bislang davon abgehalten hat nicht sofort meine Schecke zu packen, sind meine Klasse und meine netten Kollegen. Für meine Klasse bin ich innerhalb des ersten Ausbildungsjahres schon die zweite Klassenlehrerin, weil der erste seine Chance nutzte um an eine staatliche Schule zu gehen. Meine Klasse ist sehr pflegeleicht, ich mag meine Schüler sehr und bin auch daran interessiert sie durch ihre Ausbildung zu begleiten. Durchgehalten habe ich bisher auch, weil ich meine anfänglichen (sehr großen) Probleme darauf schob, dass ich bei sowas generell dazu neige schnell den Kopf in den Sand zu stecken und nicht zu kämpfen. Das kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorwerfen. Ich habe wohl sogar ein Händchen dafür mit meinen Schülern umzugehen. Aber es kostet unheimlich viel Kraft und auf lange Sicht zehrt es mich zu sehr aus.

                      Meinen "Traumjob" stelle ich mir aus einer Mischung von Schulbetrieb und Büroarbeit vor. Ich brauche definitiv meine Zeit für mich, in der ich für mich selbstständig und kreativ, aber relativ in Ruhe arbeiten kann. Kollegen im Büro habe ich dabei auch gerne. Ich habe schon an diverse Schulprojekte gedacht oder auch ans Jugendamt oder das Arbeitsamt. Mir ist klar, dass ich dadurch die Vorzüge des Lehrerdaseins aufgebe, die sich für mich nicht immer als Vorzüge erweisen (teilweise zeitiger "Feierabend", Ferien, Wandertage...). Für mich steht aber fest, dass ich spätestens nach "Zielführung" meiner Klasse diese Erfahrung des Lehrerdaseins als sehr wichtige für mich in eine neue Arbeit mitnehme.

                      Zum Schluss noch eine weitere positive Nachricht: Unsere beiden Hunde hatten sich unglücklicherweise verpaart...Das alles wäre kein Problem, wäre unsere Hündin kein so kleiner und unser Rüde kein so großer Hund (unglaublich, dass sie das überhaupt hinbekommen haben...). Es hieß also: Schwangerschaftsabbruch. Das war vor acht Wochen, gestern haben wir dann Bewegungen im Bauch festgestellt und sind natürlich zum Tierarzt...der uns das Wunder der Natur (2% Restrisiko) auf einer Röntgenaufnahme vorstellte...ein einziger Welpe, der auch nicht sonderlich groß ist und so hoffentlich alles gut gehen wird... Das sollte wohl einfach so sein, da wollte jemand unbedingt leben

                      Liebe Grüße
                      Jannes

                      Kommentar


                        #56
                        Liebe Jannes,

                        ich lese so gerne hier in Deinem Faden und möchte einfach einmal Danke sagen für Deine ausführlichen und spannenden Berichte!

                        Darf ich fragen, welche Fächer Du unterrichtest, wenn Du Pädagogik und Soziologie studiert hast?

                        Ich finde es klasse, dass Du Dich so genau an Deine Vorstellungen vom Traumjob herantastest! Je genauer Du weißt, was Dir liegt, was Du an welcher Arbeit magst und schätzt, desto größer sind bestimmt die Chancen, dass Du Dich auf eine bestens zu Dir passende Stelle zubewegst. Es gibt so viele bekannte und unbekannte Nischen, die Dir so einen Mix aus Menschenkontakten und ruhigem Arbeiten bescheren könnten. Und Du gehst so offen an Deine berufliche Zukunft heran, indem Du ganz unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht ziehst. Da wirst Du bestimmt Deine Chancen erkennen, wenn sie auf Dich zukommen!

                        Und Eure Hunde erwarten nun doch Nachwuchs? Wie schön! Da kommen ja spannender Zeiten auf Euch zu!

                        Ganz liebe Grüße sendet Dir
                        Deine Chaja

                        Kommentar


                          #57
                          Liebe Chaja,

                          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                          Darf ich fragen, welche Fächer Du unterrichtest, wenn Du Pädagogik und Soziologie studiert hast?
                          natürlich darfst du Ich unterrichte Erziehungswissenschaft (für die zukünftigen Erzieher), Erziehungslehre (für die Sozialassistenten) und Medien (wiederum für Erzieher). Medien ist allerdings so gar nicht mein Ding. Warum ich dafür zugelassen bin ist mir ein Rätsel. An meiner Schule wird das aber dringend gebraucht und so wurde ich dafür einfach mal eingesetzt... Die Fächer Erziehungswissenschaft und Erziehungslehre sind sich im Grunde sehr ähnlich, nur legt Erziehungslehre einen Grundbaustein an Wissen und Erziehungswissenschaft ist für die Erzieher weitaus tiefgreifender und eben auch wissenschaftlicher. Damit komme ich sehr gut zurecht, obwohl ich so gut wie nichts aus meinem Studium dafür verwenden kann. Eigentlich unglaublich, da merkt man mal wieder, wie weit Theorie und Praxis voneinander entfernt sind. Ich musste mir quasi am Bildungsplan entlang alle Materialien und Themen selbst erarbeiten. Das allein war kein Problem, hat Spaß gemacht, ich musste mich dann nur erstmal an den Schülern "erproben", inwieweit sie für meine Aufarbeitungen empfänglich waren Natürlich hatte ich es anfänglich zu wissenschaftlich gestaltet und zu wenig praktische Anwendungen oder auch anschauliche Beispiele mit eingebaut. Das klappt inzwischen sehr gut, auch Komplexaufgaben entwerfe ich mittlerweile problemlos. Da bin ich recht kreativ und bin auch jedes Mal gespannt, was meine Schüler dazu sagen werden! Das fällt natürlich von Klasse zu Klasse immer unterschiedlich aus.
                          Diese selbstständige, kreative Arbeitsweise mit hohem Eigenanteil würde ich gerne beibehalten. Ich habe auch schon überlegt, ob man nicht vielleicht einen Angebotkatalog für Einrichtungen in der Art erarbeiten kann und diesen dann anbietet. Entweder als Handreichung oder als durchgeführte Projekte und Angebote. So etwas auszuprobieren wäre allerdings vielleicht als Nebentätigkeit günstig (da bietet sich sicherlich eine Elternzeit in den nächsten Jahren an).
                          Ansonsten interessiert mich auch sowas wie Casemanagement, wobei man sich auf den einzelnen Fall konzentrieren kann.
                          Trotz dessen, dass ich schon wieder mit einiger Aufregung an das nächste Schuljahr denke bin ich dennoch gespannt, ob ich mit der notwendigen Vorarbeit und Vorbereitung gelassener und entspannter im nächsten Schuljahr bin. Vielleicht reift es in der freien Zeit alles ein wenig nach und ich bin etwas gesetzter und gelassener in dieser Sache. Vielleicht träume ich jetzt auch "nach", in den letzten Wochen und Monaten habe ich selten bewusst geträumt, konnte mich selten an meine Träume erinnern, obwohl ich immer sehr intensiv träume. Mir kommt es so vor, als wäre es nicht nur Angst vorm neuen Schuljahr , sondern auch ein Stück Verarbeitung dessen, was ich schon erlebt habe.
                          Ein wenig lustig sind meine Träume ja zugegebenermaßen auch: der letzte drehte sich darum, dass ich fünf neue Schüler in meine Klasse bekomme. Alle fünf haben sehr exotische Namen, die ich mir partout nicht merken kann (ich habe so schon manchmal meine Probleme damit )und einer dieser Schüler beschwert sich dann bei einer Kollegin, die mich wiederum darauf anspricht, wie ich mir nur die Namen der Schüler nicht merken könne...so schwer könne das ja nun nicht sein! Im selben Traum kam mich auch mein Zahnarzt in der Schule besuchen... ein Übel jagt das nächste ;)
                          In diesem Traum habe ich auch das gemacht, was ich sonst sehr oft mache: Weil ich sehr niedergeschlagen war und völlig verunsichert saß ich im Lehrerzimmer und habe mich nicht in den Unterricht getraut. Im wirklichen Leben ist das natürlich undenkbar und ich bin IMMER gegangen, auch wenn ich manchmal nicht wollte. Aber so einen Mist träume ich derzeit zusammen, da hat sich einiges angehäuft...

                          Liebe Grüße
                          Jannes

                          Kommentar


                            #58
                            Liebe Jannes,

                            ielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Das klingt spannend! Ich kann mir gut vorstellen, wie man seinen Unterricht mit der Zeit immer passender für die jeweiligen Schüler gestaltet. Es ist ja eine riesige Umstellung, wenn man von der Uni kommt und dann Verantwortung für die Ausbildung anderer Berufsgruppen übernimmt! Aber Du scheinst das ja gut hinbekommen zu haben! Toll!

                            Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                            Diese selbstständige, kreative Arbeitsweise mit hohem Eigenanteil würde ich gerne beibehalten. Ich habe auch schon überlegt, ob man nicht vielleicht einen Angebotkatalog für Einrichtungen in der Art erarbeiten kann und diesen dann anbietet. Entweder als Handreichung oder als durchgeführte Projekte und Angebote. So etwas auszuprobieren wäre allerdings vielleicht als Nebentätigkeit günstig (da bietet sich sicherlich eine Elternzeit in den nächsten Jahren an).
                            Das klingt ja schon nach fortgeschritten Idee! Mir scheint, Du hast ganz viele Projekte im Kopf, die Du gerne noch verwirklichen würdet! Einfach klasse!

                            Ansonsten interessiert mich auch sowas wie Casemanagement, wobei man sich auf den einzelnen Fall konzentrieren kann.
                            "Casemanagement" habe ich noch nie gehört, wie ich gestehen muss. Ich kann mir natürlich zusammenreimen, dass da irgendwer irgendeinen Fall managet, aber ich habe keine Ahnung, in welchem Kontext.

                            Vielleicht träume ich jetzt auch "nach", in den letzten Wochen und Monaten habe ich selten bewusst geträumt, konnte mich selten an meine Träume erinnern, obwohl ich immer sehr intensiv träume. Mir kommt es so vor, als wäre es nicht nur Angst vorm neuen Schuljahr , sondern auch ein Stück Verarbeitung dessen, was ich schon erlebt habe.
                            Das kann ich mir sehr gut vorstellen! Mir gehen Stress & Co auch oft im wörtlichen Sinne nach.

                            Ein wenig lustig sind meine Träume ja zugegebenermaßen auch: der letzte drehte sich darum, dass ich fünf neue Schüler in meine Klasse bekomme. Alle fünf haben sehr exotische Namen, die ich mir partout nicht merken kann (ich habe so schon manchmal meine Probleme damit )und einer dieser Schüler beschwert sich dann bei einer Kollegin, die mich wiederum darauf anspricht, wie ich mir nur die Namen der Schüler nicht merken könne...so schwer könne das ja nun nicht sein! Im selben Traum kam mich auch mein Zahnarzt in der Schule besuchen... ein Übel jagt das nächste ;)
                            In diesem Traum habe ich auch das gemacht, was ich sonst sehr oft mache: Weil ich sehr niedergeschlagen war und völlig verunsichert saß ich im Lehrerzimmer und habe mich nicht in den Unterricht getraut. Im wirklichen Leben ist das natürlich undenkbar und ich bin IMMER gegangen, auch wenn ich manchmal nicht wollte. Aber so einen Mist träume ich derzeit zusammen, da hat sich einiges angehäuft...
                            Ja, scheint so! Offenbar träumst Du aber auch sehr kreativ und tust Dinge, die Du in der Wirklichkeit nicht tun würdest. Weißt Du noch, wie es weiterging, als Du nicht zum Unterricht gegangen bist? Hatte das irgendwelche Konsequenzen oder war der Traum da zuende?

                            Viele liebe Grüße sendet Dir
                            Deine Chaja

                            Kommentar


                              #59
                              Hallo liebe Chaja,

                              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen

                              "Casemanagement" habe ich noch nie gehört, wie ich gestehen muss. Ich kann mir natürlich zusammenreimen, dass da irgendwer irgendeinen Fall managet, aber ich habe keine Ahnung, in welchem Kontext.
                              Für Casemanagement gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: So gibt es Unternehmen, die Menschen nach längerer Auszeit durch Krankheit etc. versuchen individuell wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu gehört natürlich die "Bestandsaufnahme" sowie die Einschätzung, ob die Fähigkeiten/ Fertigkeiten und der aktuelle Ausbildungsstand geeignet sind. Das heißt: auch die Suche nach möglichen Alternativausbildungen oder Zusatzqualifikationen und die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Stellen.
                              Eine andere Möglichkeit: Der TÜV Rheinland leistet auch Fallmanagement in Bezug auf die absoluten "Härtefälle", die bislang durch unterschiedliche Ursachen keine Ausbildung haben und keiner Tätigkeit nachgehen.
                              Letztendlich ist die Arbeit als Sozialarbeiterin beim Jugendamt ja auch Fallmanagement. Naja die Zeit wird es zeigen

                              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                              Ja, scheint so! Offenbar träumst Du aber auch sehr kreativ und tust Dinge, die Du in der Wirklichkeit nicht tun würdest. Weißt Du noch, wie es weiterging, als Du nicht zum Unterricht gegangen bist? Hatte das irgendwelche Konsequenzen oder war der Traum da zuende?
                              Im Traum habe ich so lange im Lehrerzimmer gesessen, bis meine Zeit vorbei war Danach war ich erleichtert, weil ich ja nicht mehr hin musste. Das hatte im Traum keine Konsequenzen, es kam auch keiner der anderen Lehrer vorbei und hat mich gefragt, warum ich nicht im Unterricht bin
                              Insofern lebe ich vielleicht aus, was ich manchmal gerne machen würde
                              Denn es gab leider wirklich eine schlimme Zeit am Anfang, in der ich so unter Druck stand, bevor ich in den Unterricht musste, dass ich mir vorher ein paar Tränen verdrücken musste. Den Grund genau kenne ich nicht, ich schätze eben, dass es dieses im Mittelpunkt stehen ist. Eigentlich bin ich ein Mensch, der gerne für sich ist. Hinzuzufügen muss ich aber auch, dass ich in der Zeit ein großes Problem mit einer Klasse hatte (nicht nur ich, die Klasse gilt als generell schwierig). Die Schüler waren äußerst herausfordernd und respektlos, wobei es fast eine reine Frauenklasse war (ein Schüler), die größtenteils genauso alt und teilweise auch älter waren als ich. Zickenalarm... Erst nach einer direkten Konfrontation und der Auseinandersetzung lief es dann besser...Danach wurde die Klasse mir aber bgenommen. Der Kollege, für den ich wegen Burnout eigensprungen war, war wieder da... Schon etwas widersinnig das alles.


                              Liebe Grüße
                              Jannes

                              Kommentar


                                #60
                                Die Woche der vielen ersten Male

                                Letzte Woche habe ich viele Dinge zum ersten Mal gemacht. Mein Freund und ich waren zu einer Hochzeit nach England im schönen Oxford eingeladen. Da unsere Hündin ja schwanger und diese Schwangerschaft so risikobehaftet blieb er allerdings allein zurück. Eigentlich wollte ich dann auch nicht mehr denn das Hochzeitspaar und die restlichen Gäste kannte ich nicht. Nur die Eltern des Bräutigams und der Bruder meines Freundes mit seiner Lebensgefährtin. Doch nach langem Hin und Her und gutem Zureden bin ich dann doch mitgefahren. Das fand ich auch sehr lieb von meinem Freund, ich war noch nicht wirklich oft im Urlaub und schon gar nicht so weit. Daher bescherte mir das einige neue Erfahrungen

                                Und die Liste der ersten Male ist wirklich toll!
                                -Das erste Mal alleine in Urlaub gefahren (also ohne enge Freundin oder den Partner, sondern mit meinem Quasi Schwager und seiner Lebensgefährtin)
                                -zum ersten mal geflogen! (und überlebt)
                                -das erste Mal in England gewesen und soooo toll wars
                                -das erste Mal auf Englisch mit Muttersprachlern gesprochen
                                -das erste Mal auf Englisch etwas bestellt oder in einem Laden gekauft!
                                -das erste Mal typisch Englisch gegessen (das Frühstück bringt einen ja quasi über den ganzen Tag) und getrunken (Pimms!)
                                -zum ersten Mal auch alleine in einer englischsprachigen Stadt unterwegs gewesen und zurecht gefunden
                                -das erste Mal eine typisch englische Hochzeit miterlebt
                                -zum ersten Mal Croquet gespielt
                                -zum ersten Mal "gepuntet".

                                Alles in allem war es die richtige Entscheidung trotzdem zu fahren, obwohl es mir für meinen Freund sehr leid tat. Zumal es leider so gekommen ist, wie wir es eben nicht wollten, denn der Welpe ist während der Schwangerschaft gestorben und kam nicht zur Welt. Musste dann mittels Kaiserschnitt geholt werden. Unsere gute Hündin hat es mittlerweile wieder gut überstanden (Die OP war erst Sonntag) und ist auf dem Wege der Besserung. Ich war sehr traurig, aber bin auch froh, dass unserer Hündin nichts passiert ist. Wer weiß, warum es nun doch nicht sein sollte...vielleicht hatte der Welpe nun doch einen Schaden davon getragen.

                                Liebe Grüße
                                Jannes

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X