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    #61
    ein schöner Tag!

    Heute muss ich mal wieder etwas schreiben. Gestern und heute war wieder mal offiziell arbeiten angesagt, am Montag beginnt hier in Thüringen das neue Schuljahr und es waren Vorbereitungen angesagt. Eigentlich kann ich ja nach Pausen im Schuljahr den Wecker stellen und jemand meldet sich in mir, der äußerst unglücklich damit ist, wieder anfangen zu müssen. Dann zweifle ich stark, stelle alles in Frage und ziehe mich gerne Stück für Stück nach unten. Nichts ist dann richtig, keiner kann es mir recht machen. Würde ich es bildlich darstellen wollen, fühle ich mich dann, als würde ich in einem Boot ohne Motor oder Ruder sitzen und mit schnellem Tempo auf einen Wasserfall/ Abgrund zutreiben. Ich bin hilflos, kann nichts machen. Wie man sich dabei fühlt braucht wohl nicht gesagt zu werden.
    Gestern dann: Gesamtschulkonferenz. Alle Kollegen aller Standorte wieder gesehen, sich ausgetauscht und (endlosen) Reden der Geschäftsführer über vergangene und das kommende Schuljahr gelauscht. Nebenher was für mich wichtiges getan: Schulferien und unterrichtsfreie Tage in den Planer eingetragen und die Wochen gezählt
    Wider Erwarten habe ich mich doch gefreut meine Kollegen wieder zu sehen, es hat auch schon Spaß bereitet sich grobe Pläne zum kommenden Schuljahr mit Kollegen festzulegen, über die kommende Einführungswoche mit dem Lehrer meiner Parallelklasse zu beratschlagen etc.
    Heute dann: Dienstberatung an meinem Standort. Einiges hat sich für mich geändert:
    Ich bin nur noch an einem Standort. Vorher pendelte ich 70km in die eine und 70 km in die andere RIchtung, wobei beide Standorte unterschiedlich mit Praktika und auch der Stoffverteilung umgehen. Da umzuschalten war nicht immer einfach.
    Ich arbeite nun Vollzeit: vorher 24 Unterrichtsstunden, nun 28. Ich hatte zunächst überlegt, ob ich das schaffe. Mein Freund wies mich dann aber auf den doch zutreffenden Umstand hin, dass ich vor allem in den letzten Monaten soviele (für mich zusätzliche) Vertretungsstunden gemacht hatte, dass ich auch locker regulär mehr Stunden übernehmen kann, die sich dann eben auch im Gehalt nieder schlagen.
    Meine Fächer haben sich geändert: Ich mache KEIN MEdien mehr Das war mein größter Wunsch, nie hätte ich gedacht, dass das tatsächlich klappt. Ich unterrichte nur noch, wovon ich wirklich Ahnung habe! Ich habe insgesamt nur 4 Klassen und habe hier weitere pädagogische Fächer hinzu bekommen: Bei den Sozialassistenten den Fachpraktischen Unterricht und bei den Erziehern des 1. Ausbildungsjahres "Kurse und Projekte", hier kann ich zwischen 5 verschiedenen Themen wählen, habe mich aber heute bereits mit der Kollegen, die die dritte Klasse des 1. Jahres hat auf ein Thema geeignet, was wir möglichst einheitlich gestalten wollen. Ich stehe dieses Schuljahr in keinster Weise mehr alleine da, kann mich absprechen! Ich kann bei den 1. Ausbildungsjahren in Erziehungswissenschaft auf meine bisher ausgearbeiteten Sachen verlassen. Ich kann mein Glück gerade kaum fassen !!!!

    Und auch der restliche Tag war toll: Ich freue mich die ganze Zeit, dass ich seit ein paar Tagen endlich mein Positiv Tagebuch führe. Heute war ich dann mit einer Freundin noch shoppen, das war richtig schön :) und ich bin glücklich, dass mein Baby (unsere Hündin) alles gut überstanden hat und wieder wild in der Gegend herum springt.

    Ich könnte gerade alles umarmen! Ich will diese Stimmung am Wochenende so gut es geht ausnutzen um restliche Vorbereitungen für meine Stundengestaltungen zu treffen.
    Sooooo toll gerade :)

    Liebe Grüße
    Jannes

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      #62
      Oh Jannes, ich wünschte, ich könnte so voller (Vor-)Freude ins neue Schuljahr starten ... Ich habe eher Bauchgrummeln deswegen. Früher war das anders: da war schon so eine Art positive Aufregung vor dem ersten Schultag und was dann wieder so auf einen zukommt. Und ja, auf die Kollegen hatte ich mich (teilweise) auch wieder gefreut.

      Inzwischen ist das anders. Seit 21 (!) Jahren arbeite ich dort Vollzeit mit 27 Stunden. Jetzt habe ich Wiedereingliederung. Ich bin sowas von demotiviert, es ist unglaublich. Manchmal frage ich mich, ob dieser Beruf überhaupt noch zu mir passt ...

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        #63
        Hallo Träumerin.

        Ich für meinen Teil befinde mich noch in der Findungsphase. Vielleicht hält die Stimmung ja mal an.
        Was unterrichtest du denn und an welcher Schule? Was ist es denn bei dir genau, was dir daran Bauchschmerzen bereitet?

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          #64
          Hm. Das ist eine lange Geschichte. In meinem (langen!) Faden steht sie irgendwo.

          Im letzten Jahr ist so vieles schiefgelaufen, was mir irre wehgetan hat. Damit habe ich immer noch zu kämpfen, v. a. je näher das neue Schuljahr rückt ...

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            #65
            Ich habe mich noch nicht ganz durchgelesen, aber ich werde es mal in Angriff nehmen! Es tut mir allerdings sehr leid, dass du nun so in die Wiedereingliederung startest, fühl dich gedrückt ! Vielleicht besteht ja aber auch für dich die Hoffnung, dass es wider Erwarten besser wird als gedacht? Wenn ich nur eine Woche zurück denke hätte ich nicht gedacht, dass es mir diesbezüglich so gut gehen könnte und ich mich damit wohl fühle. Ich wünsche dir, dass du dich wieder wohler in deiner Haut als Lehrerin fühlen kannst. Oder auch, dass sich dir vielleicht ein anderer Weg eröffnet!

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              #66
              Die ersten beiden Schultage verliefen ganz gut. Ich habe insgesamt fünf neue Schüler in meiner Klasse, insgesamt sind es jetzt 30. Ganz schön viele, aber die neuen Schüler scheinen ganz nett zu sein :) Unsere erste Woche ist noch Projektwoche, das finde ich mittlerweile anstrengender als normalen Unterricht. Man rennt hin und her und wieder hin und wieder her, muss an zig Stellen gleichzeitig sein und kann es doch nicht allen recht machen. Von daher freue ich mich auf nächste Woche, wenn ich wieder nach Plan arbeiten kann. Ab nächster Woche lerne ich dann auch zwei neue Klassen kennen, da heisst es noch gespannt sein. Mit den beiden verbringe ich neun Stunden in der Woche, wir lernen uns als in jeder Hinsicht gut kennen Ich hoffe, dass es also passen wird.
              Mittlerweile bin ich diejenige, die auch neuen Kollegen helfen kann und Auskunft geben kann. Das fühlt sich gut an und gibt auch Sicherheit.
              Ich hoffe dass es so weiter läuft!

              LG
              Jannes

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                #67
                Liebe Jannes,

                das klingt spannend .. da bin ich geradezu neugierig, wie es weitergeht.
                Die Welt in der Schule ist mir ja komplett fremd.

                Gute Nacht.

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                  #68
                  Hallo Kuestenkind,

                  ich auch Ein bisschen aufgeregt bin ich ja schon, ich hoffe wirklich, dass es mit den neuen Klassen gut läuft... Aber ich gehe es erstmal langsam an. Ich lerne beide morgen kennen und mach erstmal ne Kennenlernrunde.
                  Ansonsten saß ich nun Freitag Abend und gestern den halben Tag an meiner Grobplanung und Stoffverteilung bis zu den Herbstferien. Ein wenig ist noch offen, vor allem was meine eigene Klasse betrifft. Die ist jetzt im 2. AJ und das habe ich noch nicht unterrichtet. Da muss ich mir morgen erstmal noch ein paar Tipps zu bestimmten Themen einholen. Auf ein Fach bin ich nach wie vor völlig unvorbereitet (Kurse und Projekte). Ich habe mich mit der anderen Lehrerin auf das Thema Jugend und Kinder- und Jugendhilfe geeignet. Trotzdem muss ich mich erst noch einarbeiten, das wird morgen auch erstmal noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da ich Dienstag die ersten Stunden habe. Ansonsten steht aber der Plan für die restliche Woche erst einmal. Ein gutes Gefühl

                  Liebe Grüße
                  Jannes

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                    #69
                    Hallo Jannes,

                    wie ich die letzten Beiträge gelesen habe, sehe ich, du bist auch Lehrerin. Ich finde es immer wieder erstaunlich und auch irgendwie beruhigend, dass es vielen ähnlich geht.
                    Ich finde, das Lehrerdasein ist kein Zuckerschlecken. Nach den Ferien anzufangen, ist wohl für einige nicht ganz leicht.

                    Aber wir schaffen das! Bei uns in B.-W. geht es morgen los.

                    Die_Reifende

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                      #70
                      Hallo Reifende!
                      Hier scheinen ja einige Lehrer rumzugeistern (vielleicht kein Zufall ). Für deinen ersten Tag morgen viel Erfolg!
                      Einerseits denke ich, dass man das Ganze lockerer und entspannter angehen sollte. Wiederum erfordert es unheimlich viel Organisationstalent und Disziplin. Aufschieberitis sollte man nicht haben und ich habe mir fest vorgenommen, dass das dieses Schuljahr besser wird (es ist ja erst mein zweites, Steigerungen dürften also kein Problem sein!). Bist du denn gelernte Lehrerin?
                      Ich möchte dieses Schuljahr mit To-Do Listen arbeiten und diese auch täglich abarbeiten und meinen Stoff am We für die Woche vorbereiten und auch einen Langzeitfahrplan haben. Allerdings bin ich nach wie vor auch überrascht um nicht zu sagen schockiert wie "wild" Lehrer in Gebieten eingesetzt werden, von denen sie keinen blassen Schimmer haben, wie oft Lehrer wechseln etc.

                      Liebe Grüße
                      Jannes

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                        #71
                        Ja, ich bin Lehrerin von Beruf, mittlerweile im vierten Jahr dabei, und als ich anfing, habe ich bis auf drei Stunden (!) alles fachfremd unterrichtet! Irgendwie mache ich mehr das, was ich gar nicht gelernt habe. Im Ernst. Aber so schlecht scheint´s nicht zu laufen, es hat sich bisher noch keiner beschwert.

                        Und ja, auch ich habe mir vorgenommen, das ganze lockerer zu nehmen, denn vor den Ferien hat es mich fast weggespult... mir ging´s echt schlecht... aber das ist weitgehend vorbei und es kommen ja - ganz wichtig - auch wieder Ferien...

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                          #72
                          Drei Stunden facheigener Unterricht ist ja wirklich heftig!
                          Aber wenn es gut läuft (oder überhaupt erstmal läuft) ist das auch eine schöne Bestätigung für die eigene Arbeit. Ich bin mal gespannt wie es weiter laufen wird und werde weiterhin berichten...
                          Dass es dir schlecht ging kann ich mir gut vorstellen. Ich wollte eigentlich auch im Februar am liebsten alles hinschmeissen und das erst vier Monate nach Berufsbeginn. Aber es gibt seitdem auch immer wieder Phasen, in denen es wirklich Spaß macht und es mir gut geht und natürlich die Ferien .

                          Liebe Grüße
                          Jannes

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                            #73
                            Was für ein schöner Tag Ich hatte gestern Abend und heute früh wirklich Angst, dass es wieder so eine Katastrophe wird, wie ich letztes Schuljahr mit einer Klasse erlebt hatte. Aber dem war nicht so, beide Klassen haben eine überschaubare Größe und sind auf den ersten Blick wirklich nett und vor allem interessiert! Wir haben heute ewig diskutiert und Erfahrungen zusammen getragen, das war super! Ebenfalls habe ich für das Fach, auf das ich nicht im geringsten vorbereitet bin, einen Stoffverteilungsplan von ner Kollegin bekommen!!! Wie nett, ich freu mich so! Ist aber auch dringend nötig, da ich morgen die ersten Stunden halte. Dafür muss ich mich also heute noch einarbeiten.
                            Aber große Bilanz des Tages: positiv. Mir ist vor allem aufgefallen dass ich trotz Bedenken, Angst und Zweifeln viel souveräner und sicherer aufgetreten bin. Ich bin sicherer geworden.

                            Die letzten Tage, als sich die Angst allmählich aufbaute, ist mir aufgefallen, dass ich diese Angst kenne. Es ist eine alte Angst. Es ist das selbe hässliche Gefühl wie das, was ich hatte, als ich früher von zu Hause weg musste (in den Kindergarten, in die Schule, auf Klassenfahrten, zu den Großeltern, beim Studium ...). Ich war absolut unsicher gebunden, habe immer geweint und nicht aufgehört, bis meine "Mama" wieder da war. Es war sehr schwer für mich das Gefühl auszuhalten und im Laufe der Jahre damit umzugehen, einfach eine Qual. Ich freue mich einerseits, dass ich mich am Wochenende nicht zu sehr in dieses Gefühl hab fallen lassen und es weitaus weniger schlimm ist als sonst. Aber es wundert mich doch etwas, dass es nun auftaucht. Ich habe es schon in unterschiedlichen Situationen bemerkt: Sehr oft am Sonntag, wenn sich offenbart, dass es der letzte Tag des Wochenendes ist (womit ich mir die Hälfte meines WEs regelmäßig versaut habe), nach den Ferien oder vor bestimmten Ereignissen (bestimmte KLassen, bestimmte Themen, bei denen ich mir unsicher war). Dann würde ich mich am liebsten verkriechen und daheim bleiben und kämpfte auch oft mit den Tränen. Ich habe versucht es zu verstehen und denke, dass mein sozialer Rückzugsort, mein Zu Hause mit meinem Freund und unseren Hunden, an die Stelle meiner Mutter getreten ist und ähnliche Funktionen erfüllt. Dass das nicht überhand nimmt und ich meinen Freund nicht als Mutterersatz missbrauche, daran arbeite ich regelmäßig und es ist mir schon ganz gut gelungen unabhängig zu agieren. Mich ärgert nur, dass es immer wieder auftritt. Wahrscheinlich verlange ich zuviel von mir, das scheint so tief verankert zu sein, dass die kleine Jannes immer wieder "Mama" will. Wie geht es euch mit solchen Erfahrungen? Schleppt ihr das oder ähnliches auch immer noch mit euch herum?

                            Liebe Grüße
                            Jannes

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                              #74
                              Ich bin gerade sehr traurig.
                              Ich komme von einem schönen Nachmittag mit einer sehr, sehr guten Freundin. Das ist eine der Freundinnen, bei der es nicht vieler Worte bedarf, wir verstehen uns schon seit Schulzeiten, da unsere Lebenserfahrungen recht ähnlich sind. Zusammen zu sein genügt meistens schon, die Gewissheit, dass da jemand ist, der einen ohne Weiteres versteht. Wir saßen also beim Kaffee und das Gespräch fiel auf eine weitere gute Freundin, meine ehemalige WG Mitbewohnerin. Wir leben ja nun seit nunmehr neun Monaten nicht mehr zusammen, sie zog zurück in ihre Heimat und geht dort jetzt ihrer Arbeit nach. Die Distanz ist leider so groß, dass man nicht mal eben vorbei fahren und sich besuchen kann, so dass wir Kontakt über Internet halten.
                              Seit geraumer Zeit meldet sie sich nur noch sporadisch, vor kurzem hatten wir auch eine Diskussion bzw. Auseinandersetzung. Ich besuchte sie (zusammen mit einer weiteren Freundin) in ihrer neuen Wohnung und verbrachten zwei Tage miteinander. Schon bei diesem Treffen merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Erst hinterher rückte sie allerdings mit der Sprache raus. Sie fühlte sich zurückgesetzt, weil sie bis zu diesem Zeitpunkt seit zwei Jahren keinen Partner mehr hatte und sie damit im Freundeskreis recht alleine stand. Nach ihrem Empfinden ging es bei Gesprächen nur um Partnerschaft, Hausbau und den Kinderwunsch. Außerdem berichtete mir, dass die Freundin, mit der ich sie besuchte, wohl in einem Gespräch geäußert hatte, dass das ja keine Themen wären, die für sie relevant wären und sie sich um Kinder etc. ja gar keinen Kopf machen braucht, weil sie keinen Freund hat. Ihre Traurigkeit und Betroffenheit darüber kann ich sehr gut verstehen, das war höchst unsensibel und rücksichtslos von der Freundin. Aber ich sagte ihr, dass sie das sicher nicht so gemeint hätte und ihr manchmal Dinge über die Lippen kommen, über die sie vorher nicht nachdenkt (sie betitelte mich auch mal als "rustikal"...).
                              Wiederum fühlte ich mich von diesem plötzlichen Gefühlsausbruch (alles über Chat, nicht persönlich) unfair behandelt, denn ich weiß, dass sie eine recht empfindliche Person ist und ich diese Themen bewusst vermeide bzw. nicht breit trete, wenn ich mit ihr spreche. Wir "versöhnten" uns, sprachen uns aus und die Sache war erledigt.
                              Nun meldet sie sich seit einigen Wochen nicht mehr, hat allerdings wohl nun auch einen Partner gefunden, worüber ich mich mit ihr sehr gefreut habe. Ich war auch erleichtert, weil ich es ihr sehr gönne und sie auch einen lieben Menschen in ihrem Leben verdient hat. Ich sprach sie nach einer Weile darauf an, ob etwas wäre, weil sie mir weder auf SMS noch auf Nachrichten antwortete. Sie entschuldigte sich und gelobte Besserung, sie hätte soviel zu tun und die restliche Zeit verbringt sie (schätze ich) mit ihrem Freund. Das verstehe ich natürlich, aber ich finde es ist doch nicht zuviel verlangt wenigstens ab und an mal ein Lebenszeichen von sich zu geben. Nun ist es schon wieder 6 Wochen her, dass sie sich mal gemeldet hat, obwohl sie regelmäßig online ist. Heute nun, beim Kaffee, fragte mich meine andere Freundin, ob ich schon wüsste, dass sie (meine WG Mitbewohnerin) anfang Oktober vorbei käme. Nein, wusste ich nicht Und ich bin darüber so traurig
                              als wir zusammen in der WG lebten verbrachten wir soviel Zeit, jeden Abend saßen wir beieinander, wir lernten zusammen, häkelten und strickten zusammen. Wir wälzten Probleme und ich denke sie hat in dieser Zeit viel mitgenommen. Auch sie begab sich dann nach einiger Zeit in Therapie. In ihre Heimat wollte sie auch wegen ihrer besten Schulfreundin zurück, zu der sie zu WG Zeiten täglich Kontakt hatte. Die beiden wohnen jetzt quasi nebeneinander und ich nehme an, dass sie, wenn sie nicht gerade Zeit mit ihrem Freund verbringt, sie bei ihrer Freundin ist (deren Freund ist oft auf Montage und daher ist sie nicht selten allein). Mir kommt es so vor, als geht sie gerade den bequemen Weg: Eine Freundin um die Ecke, den Freund, nach dem sie sichh sehnte. Da bleibt wohl keine Zeit mehr sich um die Freundin zu kümmern, die nun traurig ist Ich fühle mich unfair behandelt, ich habe soviel in diese Freundschaft invenstiert und habe angenommen, dass es hält. Ich werde sie nicht drängen, mich nicht aufdrängen. Ich kann es wohl kaum erzwingen...
                              Auch mit meinem Freund habe ich vorhin darüber gesprochen. Er vermutet, dass sie wahrscheinlich auch unbewusst den Kontakt meidet, weil sie mit mir viele dinge verbindet, die sie in ihrem eigenen Leben vermisst. Ich weiß nicht, ob das stimmt und fragen brauche ich sie das auch nicht.
                              Wie soll ich mich verhalten? Momentan bin ich einfach nur enttäuscht, ich dachte, ich wäre eine wichtige Person in ihrem Leben

                              Liebe Grüße
                              Jannes

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                                #75
                                Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                                .
                                Wie soll ich mich verhalten? Momentan bin ich einfach nur enttäuscht, ich dachte, ich wäre eine wichtige Person in ihrem Leben

                                Liebe Grüße
                                Jannes

                                Liebe Jannes.

                                ich kann gut nachvollziehen, dass Du traurig, verletzt und auch enttaeuscht bist.

                                Der eine Weg kann sein, dass Du es ansprichst. Dann liegen Deine Gefuehle und Wuensche klar auf dem Tisch.

                                Aber. Ich habe (wenngleich ich kaum solch intensive Freundschaften hatte, so doch sehr intensive Phasen verbrachter ZEit mit Freunden, Bekannten) fuer mich die Erfahrung gemacht, dass es Zeiten gibt. Da harmoniert man. Da schwingen Wellenlaengen und auch die Lebenswege zusammen.
                                Es laeuft sich aber oft auseinander ... haeufig einfach aufgrund unterschiedlicher Beduerfnisse.
                                Das heisst aber nicht, dass es fuer immer so ist - es gibt immer wieder Phasen, wo sich "alte" Leute wieder in mein Leben begeben. Das freut mich dann.
                                Paralle bekomme ich auch so recht viele neue Menschen in mein Leben. Es verbindet nicht der gemeinsame Lebensweg, die erlebten Erfahrungen - aber aktuelle Lebensaufgaben.

                                so. Nur als ein Gedankenansatz, warum es gerade nicht so eng ist.

                                Sei nicht zu traurig - auch wenn es ein schoenes Zeichen der Bedeutung fuer Dich ist.

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