Ich berichte nochmal kurz, wie es gelaufen ist.
Mir fällt immer auf, dass mir Blickkontakt zu Beginn zu meiner Mutter sehr schwer fällt. Im Laufe des Tages wurde es leichter und auch die Gespräche wurden leichter. Sie bat mich ihr beim Haarewaschen zu helfen, da sie derzeit eine Platzwunde am Kopf hat, die nicht nass werden darf und sich das allein nicht zutraute. Natürlich half ich ihr. Von der Platzwunde und wie sie entstand wusste ich schon seit Dienstag, ich denke immer noch, dass meine Mutter große Probleme in der Wahrnehmung und mit ihrem Körperschema hat. Wie schafft man es sonst sich ständig nicht unerheblich am Bügeleisen oder am Herd zu verbrennen und sich beim Zubereiten von Essen wirklich tiefe Schnitte zuzufügen, weil sie Messer mit zuviel Druck ansetzt etc.
Aber es geht ihr wieder ganz gut und bald können die Reste der Fäden gezogen werden.
Später kamen dann mein Bruder und seine Frau. Die beiden haben sich sehr über meine Krabbeldecke gefreut und gleich eine zweite bestellt
Wir haben uns gleich hingesetzt und Stoffe ausgewählt. Es kam später dann zu einem interessanten Themenpunkt. Meine Schwägerin ist gelernte Physiotherapeutin und arbeitet in derselben Kita, in der ich damals mein FSJ machte. Sie ist im Familienkreis die Einzige, mit der ich mich über Fachliches unterhalten kann und so tauschen wir uns eigentlich fast jedes Mal aus. Wir kamen auf Eltern, die ihren Kindern zuviel zumuten, indem sie eigene Bedürfnisse in den Vordergrund stellen und auch vor den Kindern ihre Ängste und Befürchtungen sowie Überlegungen dazu ungefiltert preisgeben. Plötzlich verfiel meine Mutter in eine Verteidigungshaltung, offenbar fühlte sie sich angesprochen, obwohl ich das Thema wirklich ohne Hintergedanken führte. Sie sagte, dass das immer leichter gesagt sei, als getan und wenn man in einer Überforderungssituation wäre man auch einfach nicht überlegt, was man tut. Sie sprach von sich selbst. Es ging noch einige Male hin und her, meine Schwägerin warf in die Wagschale, dass es Möglichkeiten gäbe die Kinder kindgerecht mit einzubeziehen. Auch hier fand meine Mutter ein passendes Beispiel und verteidigte, warum sie mir zunächst den Tod meines Opas verschwiegen und mich dann in keinster Weise später mit einbezogen geschweigedenn dass ich jemals zum Grab durfte etc. (das holte ich dann als Erwachsene nach). Plötzlich meinte mein Vater, dass man besser bestimmte Dinge vor den Kindern verheimlichen sollte.
Auch hier bin ich grundsätzlich anderer Meinung, zumal ich weiß, was er damit ansprache.
Meine Schwägerin bemerkte natürlich, worum es ging und setzte ein passendes Schlusswort
Das konnte ich auch so stehen lassen und hatte diesmal nicht das Gefühl da drauf rumreiten zu müssen.
Es war kein Streitgespräch, alles war recht ruhig und sachlich. Aber es verwundert mich, dass meine Mutter und dann später mein Vater sich angesprochen fühlten. die Beispiele, die wir besprachen, waren weit von unserer eigenen Geschichte entfernt. Überrascht bin ich, weil ich irgendwie nie das Gefühl habe, dass sie sich über all das noch Gedanken machen. Ich habe eher das Gefühl, dass gerade meine Mutter gute Beschäftigungsstrategien entwickelt hat, um einfach alles wegzuschließen und hinter sich lassen zu können.
Die Sache war danach erledigt. Insgesamt war ich länger da als geplant, es war mal wieder ganz schön, reichte dann aber auch wieder. Gerade die Vorstellung dann allein mit meinen Eltern zu Abend zu essen ist für mich immer noch unbehaglich und frustrierend. Deswegen machte ich mich dann zusammen mit meinem Bruder und seiner Schwägerin wieder los.
Ich denke, es ist ganz gut gelaufen.
Mir fällt immer auf, dass mir Blickkontakt zu Beginn zu meiner Mutter sehr schwer fällt. Im Laufe des Tages wurde es leichter und auch die Gespräche wurden leichter. Sie bat mich ihr beim Haarewaschen zu helfen, da sie derzeit eine Platzwunde am Kopf hat, die nicht nass werden darf und sich das allein nicht zutraute. Natürlich half ich ihr. Von der Platzwunde und wie sie entstand wusste ich schon seit Dienstag, ich denke immer noch, dass meine Mutter große Probleme in der Wahrnehmung und mit ihrem Körperschema hat. Wie schafft man es sonst sich ständig nicht unerheblich am Bügeleisen oder am Herd zu verbrennen und sich beim Zubereiten von Essen wirklich tiefe Schnitte zuzufügen, weil sie Messer mit zuviel Druck ansetzt etc.
Aber es geht ihr wieder ganz gut und bald können die Reste der Fäden gezogen werden.
Später kamen dann mein Bruder und seine Frau. Die beiden haben sich sehr über meine Krabbeldecke gefreut und gleich eine zweite bestellt
Wir haben uns gleich hingesetzt und Stoffe ausgewählt. Es kam später dann zu einem interessanten Themenpunkt. Meine Schwägerin ist gelernte Physiotherapeutin und arbeitet in derselben Kita, in der ich damals mein FSJ machte. Sie ist im Familienkreis die Einzige, mit der ich mich über Fachliches unterhalten kann und so tauschen wir uns eigentlich fast jedes Mal aus. Wir kamen auf Eltern, die ihren Kindern zuviel zumuten, indem sie eigene Bedürfnisse in den Vordergrund stellen und auch vor den Kindern ihre Ängste und Befürchtungen sowie Überlegungen dazu ungefiltert preisgeben. Plötzlich verfiel meine Mutter in eine Verteidigungshaltung, offenbar fühlte sie sich angesprochen, obwohl ich das Thema wirklich ohne Hintergedanken führte. Sie sagte, dass das immer leichter gesagt sei, als getan und wenn man in einer Überforderungssituation wäre man auch einfach nicht überlegt, was man tut. Sie sprach von sich selbst. Es ging noch einige Male hin und her, meine Schwägerin warf in die Wagschale, dass es Möglichkeiten gäbe die Kinder kindgerecht mit einzubeziehen. Auch hier fand meine Mutter ein passendes Beispiel und verteidigte, warum sie mir zunächst den Tod meines Opas verschwiegen und mich dann in keinster Weise später mit einbezogen geschweigedenn dass ich jemals zum Grab durfte etc. (das holte ich dann als Erwachsene nach). Plötzlich meinte mein Vater, dass man besser bestimmte Dinge vor den Kindern verheimlichen sollte.
Auch hier bin ich grundsätzlich anderer Meinung, zumal ich weiß, was er damit ansprache.Meine Schwägerin bemerkte natürlich, worum es ging und setzte ein passendes Schlusswort
Das konnte ich auch so stehen lassen und hatte diesmal nicht das Gefühl da drauf rumreiten zu müssen.Es war kein Streitgespräch, alles war recht ruhig und sachlich. Aber es verwundert mich, dass meine Mutter und dann später mein Vater sich angesprochen fühlten. die Beispiele, die wir besprachen, waren weit von unserer eigenen Geschichte entfernt. Überrascht bin ich, weil ich irgendwie nie das Gefühl habe, dass sie sich über all das noch Gedanken machen. Ich habe eher das Gefühl, dass gerade meine Mutter gute Beschäftigungsstrategien entwickelt hat, um einfach alles wegzuschließen und hinter sich lassen zu können.
Die Sache war danach erledigt. Insgesamt war ich länger da als geplant, es war mal wieder ganz schön, reichte dann aber auch wieder. Gerade die Vorstellung dann allein mit meinen Eltern zu Abend zu essen ist für mich immer noch unbehaglich und frustrierend. Deswegen machte ich mich dann zusammen mit meinem Bruder und seiner Schwägerin wieder los.
Ich denke, es ist ganz gut gelaufen.

Ich glaube, dass die Kinder sich von Anfang an dann willkommen fühlen und auch spüren, ob und wie man sich beteiligt. Ich hatte als Kind auch ein Kuschelkissen, was überall mit hin musste. Meine Mutter hatte es mir mal genäht und es stand stellvertretend für sie. Ich freue mich, dass ich nun auch die Möglichkeit habe so etwas zu machen
Sie geht sporadisch, einmal im Monat, zu ihrer Therapeutin. Ihr wurde damals ein Burnout diagnostiziert, vor zwei Jahren. Sie war auch medikamentös eingestellt, ich weiß gar nicht, ob sie immer noch was nimmt. Es ist mehr ein Coaching, was sie da macht, tiefenpsychologisch arbeitet sie jedenfalls nicht.

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