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    Ich berichte nochmal kurz, wie es gelaufen ist.
    Mir fällt immer auf, dass mir Blickkontakt zu Beginn zu meiner Mutter sehr schwer fällt. Im Laufe des Tages wurde es leichter und auch die Gespräche wurden leichter. Sie bat mich ihr beim Haarewaschen zu helfen, da sie derzeit eine Platzwunde am Kopf hat, die nicht nass werden darf und sich das allein nicht zutraute. Natürlich half ich ihr. Von der Platzwunde und wie sie entstand wusste ich schon seit Dienstag, ich denke immer noch, dass meine Mutter große Probleme in der Wahrnehmung und mit ihrem Körperschema hat. Wie schafft man es sonst sich ständig nicht unerheblich am Bügeleisen oder am Herd zu verbrennen und sich beim Zubereiten von Essen wirklich tiefe Schnitte zuzufügen, weil sie Messer mit zuviel Druck ansetzt etc.
    Aber es geht ihr wieder ganz gut und bald können die Reste der Fäden gezogen werden.
    Später kamen dann mein Bruder und seine Frau. Die beiden haben sich sehr über meine Krabbeldecke gefreut und gleich eine zweite bestellt Wir haben uns gleich hingesetzt und Stoffe ausgewählt. Es kam später dann zu einem interessanten Themenpunkt. Meine Schwägerin ist gelernte Physiotherapeutin und arbeitet in derselben Kita, in der ich damals mein FSJ machte. Sie ist im Familienkreis die Einzige, mit der ich mich über Fachliches unterhalten kann und so tauschen wir uns eigentlich fast jedes Mal aus. Wir kamen auf Eltern, die ihren Kindern zuviel zumuten, indem sie eigene Bedürfnisse in den Vordergrund stellen und auch vor den Kindern ihre Ängste und Befürchtungen sowie Überlegungen dazu ungefiltert preisgeben. Plötzlich verfiel meine Mutter in eine Verteidigungshaltung, offenbar fühlte sie sich angesprochen, obwohl ich das Thema wirklich ohne Hintergedanken führte. Sie sagte, dass das immer leichter gesagt sei, als getan und wenn man in einer Überforderungssituation wäre man auch einfach nicht überlegt, was man tut. Sie sprach von sich selbst. Es ging noch einige Male hin und her, meine Schwägerin warf in die Wagschale, dass es Möglichkeiten gäbe die Kinder kindgerecht mit einzubeziehen. Auch hier fand meine Mutter ein passendes Beispiel und verteidigte, warum sie mir zunächst den Tod meines Opas verschwiegen und mich dann in keinster Weise später mit einbezogen geschweigedenn dass ich jemals zum Grab durfte etc. (das holte ich dann als Erwachsene nach). Plötzlich meinte mein Vater, dass man besser bestimmte Dinge vor den Kindern verheimlichen sollte. Auch hier bin ich grundsätzlich anderer Meinung, zumal ich weiß, was er damit ansprache.
    Meine Schwägerin bemerkte natürlich, worum es ging und setzte ein passendes Schlusswort Das konnte ich auch so stehen lassen und hatte diesmal nicht das Gefühl da drauf rumreiten zu müssen.
    Es war kein Streitgespräch, alles war recht ruhig und sachlich. Aber es verwundert mich, dass meine Mutter und dann später mein Vater sich angesprochen fühlten. die Beispiele, die wir besprachen, waren weit von unserer eigenen Geschichte entfernt. Überrascht bin ich, weil ich irgendwie nie das Gefühl habe, dass sie sich über all das noch Gedanken machen. Ich habe eher das Gefühl, dass gerade meine Mutter gute Beschäftigungsstrategien entwickelt hat, um einfach alles wegzuschließen und hinter sich lassen zu können.
    Die Sache war danach erledigt. Insgesamt war ich länger da als geplant, es war mal wieder ganz schön, reichte dann aber auch wieder. Gerade die Vorstellung dann allein mit meinen Eltern zu Abend zu essen ist für mich immer noch unbehaglich und frustrierend. Deswegen machte ich mich dann zusammen mit meinem Bruder und seiner Schwägerin wieder los.
    Ich denke, es ist ganz gut gelaufen.

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      Liebe Anne,
      wenn ich das so lese kannst du dich glücklich schätzen, das du so eine Schwägerin hast und das ihr so einen Draht zueinander habt.

      Was mir zu deinen Worten einfällt,
      ich würde eher denken, dass sich deine Eltern viel mit der Vergangenheit beschäftigen, zumindestens ihre Erziehung mit dem jetzigen Stiel vergleichen, aufgrund das sie schnell in eine Verteidigungsposition geraten.
      Wenn es sie nicht berühren würde, würden Ihnen das doch völlig egal sein.

      Auf jeden Fall freut es mich, das du den Besuch gut über die Bühne gebracht hast.Die Strategie, das du gut für dich sorgst hat funktioniert.

      Kommentar


        Liebe Jannes,

        auch ich freue mich mit Dir, dass alles letztlich so gut über die Bühne gegangen ist und Du für Dich selbst das Gefühl haben durftest, nicht auf einer Fortführung des Gesprächs bestehen zu müssen. Das zeigt ja, wie gut Du bereits damit umgehen kannst, auch wenn sicherlich die innere Anspannung immer wächst, wenn solche Situationen entstehen. Aber das Bedürfnis, solche Dinge mit Deinen Eltern ausfechten zu müssen, ist ganz offensichtlich zurückgegangen, und das ganz einfach deswegen, weil Du für Dich mit dieser Sache ein Stück weit durch bist und entsprechend damit umgehen kannst, selbst wenn sie in eine Verteidigungshaltung geht. Klasse!

        Wenn Deine Mutter so oft mit versehentlichen Verletzungen zu tun hat, kann ich mir ebenfalls gut vorstellen, dass sie mit Körperschemastörungen zu tun hat. Vermutlich hat sie auch irgendwie mit Depressionen zu tun, oder? Hat sie da zur Zeit irgendeine therapeutische Unterstützung? Es klingt ja eher so, als würde sie versuchen, die Auseinandersetzung damit von sich fern zu halten..

        Dass Dein Bruder und seine Frau sich über die Baby-Decke gefreut haben, will ich doch hoffen! Sie ist so schön geworden! Aber es stimmt schon: Etwas, worin so viel Arbeit steckt, sollte man auch nur jemandem schenken, der das auch zu würdigen weiß! Schön, dass Du Dich mit Deiner Schwägerin so gut verstehst! Sie ist sicherlich auch froh, Dich dabei zu haben, wenn Ihr dort seid!

        Meine Kinder haben von meiner Mutter auch Patchwork-Quilts zur Geburt bekommen (bzw. kurz danach, weil die Decke zur Geburt noch nicht ganz fertig war). Mein Sohn war völlig vernarrt in diese Decke. Seit er gezielt greifen konnte, hat er immer den Rand der Decke angefasst und sich daran bis zur nächsten Ecke "gehangelt". Mit dieser Ecke hat er sich dann die Nase gerieben und konnte nur mit dieser Decke einschlafen. "Dette" war sein erster Wort (ja, vor "Mama" und "Papa"). Das gute Stücke ist über die Jahre völlig "zerliebt" worden, und obwohl meine Mutter die Decke irgendwann noch einmal neu einfasst hat, sind heute nur noch Fetzen des dünngeliebten Stoffes übrig. Diese Fetzen haben aber immer noch einen festen Platz im Bett meines inzwischen 13jährigen Sohns.

        Liebe Grüße von Deiner Chaja

        Kommentar


          Liebe Muttutgut,

          Zitat von Muttutgut Beitrag anzeigen
          Liebe Anne,
          wenn ich das so lese kannst du dich glücklich schätzen, das du so eine Schwägerin hast und das ihr so einen Draht zueinander habt.

          Was mir zu deinen Worten einfällt,
          ich würde eher denken, dass sich deine Eltern viel mit der Vergangenheit beschäftigen, zumindestens ihre Erziehung mit dem jetzigen Stiel vergleichen, aufgrund das sie schnell in eine Verteidigungsposition geraten.
          Wenn es sie nicht berühren würde, würden Ihnen das doch völlig egal sein.

          Auf jeden Fall freut es mich, das du den Besuch gut über die Bühne gebracht hast.Die Strategie, das du gut für dich sorgst hat funktioniert.
          ja, offenbar geistert doch oft noch etwas in ihren Köpfen herum. Vielleicht kommt es deswegen wieder herauf, weil sie nun Großeltern werden, das soll ja wiederbelebend auf die eigenen Erfahrungen mit den eigenen Kindern wirken. Ich komme mit meiner Schwägerin wirklich gut zurecht, wir kennen uns schon sehr sehr lange (die beiden waren ja schonmal zusammen, als beide 7 waren und ich dementsprechend 9 Jahre alt ) und wir haben letztens erst festgestellt, dass wir noch viel mehr auf einer Wellenlänge liegen, als wir bisher wussten. Ich glaube hieraus kann eine noch viel tiefere Vertrauensbasis erwachsen als ich bislang dachte.


          Liebe Chaja,

          Zitat von Chaja
          Das zeigt ja, wie gut Du bereits damit umgehen kannst, auch wenn sicherlich die innere Anspannung immer wächst, wenn solche Situationen entstehen. Aber das Bedürfnis, solche Dinge mit Deinen Eltern ausfechten zu müssen, ist ganz offensichtlich zurückgegangen, und das ganz einfach deswegen, weil Du für Dich mit dieser Sache ein Stück weit durch bist und entsprechend damit umgehen kannst, selbst wenn sie in eine Verteidigungshaltung geht. Klasse!
          Genau so empfinde ich es auch Und das ist so toll! Es ist auch kein Gefühl der Genugtuung da, nach dem Motto: Ich musste die ganze Zeit leiden, jetzt bist du mal dran und das geschieht dir ganz recht!
          In keinster Weise.

          Zitat von Chaja
          Wenn Deine Mutter so oft mit versehentlichen Verletzungen zu tun hat, kann ich mir ebenfalls gut vorstellen, dass sie mit Körperschemastörungen zu tun hat. Vermutlich hat sie auch irgendwie mit Depressionen zu tun, oder? Hat sie da zur Zeit irgendeine therapeutische Unterstützung? Es klingt ja eher so, als würde sie versuchen, die Auseinandersetzung damit von sich fern zu halten..
          Ich glaube schon, dass es Depressionen sind, wenn sie ihre "Phase" hat. Sie selbst kann sich sehr schlecht ausdrücken. Rückblickend würde ich aber deutlich sagen, dass sie viele Jahre schwer depressiv war. Derzeit geht es ihr aber gut, sie lacht viel und ist glücklich.

          Zitat von Chaja
          Dass Dein Bruder und seine Frau sich über die Baby-Decke gefreut haben, will ich doch hoffen! Sie ist so schön geworden! Aber es stimmt schon: Etwas, worin so viel Arbeit steckt, sollte man auch nur jemandem schenken, der das auch zu würdigen weiß! Schön, dass Du Dich mit Deiner Schwägerin so gut verstehst! Sie ist sicherlich auch froh, Dich dabei zu haben, wenn Ihr dort seid!

          Meine Kinder haben von meiner Mutter auch Patchwork-Quilts zur Geburt bekommen (bzw. kurz danach, weil die Decke zur Geburt noch nicht ganz fertig war). Mein Sohn war völlig vernarrt in diese Decke. Seit er gezielt greifen konnte, hat er immer den Rand der Decke angefasst und sich daran bis zur nächsten Ecke "gehangelt". Mit dieser Ecke hat er sich dann die Nase gerieben und konnte nur mit dieser Decke einschlafen. "Dette" war sein erster Wort (ja, vor "Mama" und "Papa"). Das gute Stücke ist über die Jahre völlig "zerliebt" worden, und obwohl meine Mutter die Decke irgendwann noch einmal neu einfasst hat, sind heute nur noch Fetzen des dünngeliebten Stoffes übrig. Diese Fetzen haben aber immer noch einen festen Platz im Bett meines inzwischen 13jährigen Sohns.

          Liebe Grüße von Deiner Chaja
          Aus Gesprächen mit meiner Schwägerin weiß ich, dass sie auch ab und an ihre Probleme mit meiner Mutter haben und dass sie es genauso anstrengend und belastend empfinden. Wir haben erst vor einiger Zeit das erste Mal wirklich offen darüber gesprochen. Insofern können wir uns dabei gut unterstützen! Leider haben mein Bruder und ich immer noch keine Gelegenheit gefunden auch mal darüber zu sprechen. Aber da mache ich mich nicht verrückt, ich denke, das wird noch kommen und unnatürlich herbeiführen muss man sowas auch nicht.

          Es klingt so schön, welche Bedeutung die Decke deiner Mutter für deinen Sohn hatte und hat Ich finde auch, dass das etwas ganz besonderes ist und umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie sich auch so darüber gefreut haben! Und noch mehr, dass sie gleich eine zweite haben wollte und ich sie diesmal mit einbeziehen konnte Ich glaube, dass die Kinder sich von Anfang an dann willkommen fühlen und auch spüren, ob und wie man sich beteiligt. Ich hatte als Kind auch ein Kuschelkissen, was überall mit hin musste. Meine Mutter hatte es mir mal genäht und es stand stellvertretend für sie. Ich freue mich, dass ich nun auch die Möglichkeit habe so etwas zu machen

          Liebe Grüße euch beiden
          von der Jannes

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            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
            Hat sie da zur Zeit irgendeine therapeutische Unterstützung? Es klingt ja eher so, als würde sie versuchen, die Auseinandersetzung damit von sich fern zu halten..
            Huch, das hatte ich jetzt ganz vergessen Sie geht sporadisch, einmal im Monat, zu ihrer Therapeutin. Ihr wurde damals ein Burnout diagnostiziert, vor zwei Jahren. Sie war auch medikamentös eingestellt, ich weiß gar nicht, ob sie immer noch was nimmt. Es ist mehr ein Coaching, was sie da macht, tiefenpsychologisch arbeitet sie jedenfalls nicht.

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              Liebe Jannes,

              es ist schön zu hören, dass es Deiner Mutter heute so viel besser geht! Und dass sie nach wie vor , wenn auch in größeren Abständen, eine Therapeutin zur Unterstützung hat, scheint mir eine gute Sache zu sein.


              Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
              Genau so empfinde ich es auch Und das ist so toll! Es ist auch kein Gefühl der Genugtuung da, nach dem Motto: Ich musste die ganze Zeit leiden, jetzt bist du mal dran und das geschieht dir ganz recht!
              In keinster Weise.
              ...was wiederum zeigt, dass Du WIRKLICH damit durch bist und es Dir nicht nur einzureden versuchst! Das ist wirklich klasse! Freut mich sehr für Dich!

              Aus Gesprächen mit meiner Schwägerin weiß ich, dass sie auch ab und an ihre Probleme mit meiner Mutter haben und dass sie es genauso anstrengend und belastend empfinden. Wir haben erst vor einiger Zeit das erste Mal wirklich offen darüber gesprochen. Insofern können wir uns dabei gut unterstützen! Leider haben mein Bruder und ich immer noch keine Gelegenheit gefunden auch mal darüber zu sprechen. Aber da mache ich mich nicht verrückt, ich denke, das wird noch kommen und unnatürlich herbeiführen muss man sowas auch nicht.
              Finde ich gut! Die Gelegenheit zu so einem Gespräch wird sich sicherlich finden! Und wenn Du schon mit Deiner Schwägerin darüber gesprochen hast, wird das sicherlich auch auf die eine oder andere Art bei Deinem Bruder angekommen sein. Vielleicht seid Ihr diesbezüglich schon fast in einem "stillen Einvernehmen"?

              Es klingt so schön, welche Bedeutung die Decke deiner Mutter für deinen Sohn hatte und hat Ich finde auch, dass das etwas ganz besonderes ist und umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie sich auch so darüber gefreut haben! Und noch mehr, dass sie gleich eine zweite haben wollte und ich sie diesmal mit einbeziehen konnte Ich glaube, dass die Kinder sich von Anfang an dann willkommen fühlen und auch spüren, ob und wie man sich beteiligt.
              Ja, solche Unikate sind dabei auch unübertroffen!

              Ich hatte als Kind auch ein Kuschelkissen, was überall mit hin musste. Meine Mutter hatte es mir mal genäht und es stand stellvertretend für sie.
              Hat sie auch so eine kreative Ader wie Du? Ich finde es schön, wenn man als Kind so ein besonderes Kuschel-Was-auch-immer hat (ob -kissen, -decke oder -tier ist dann wohl nachrangig).

              Ich freue mich, dass ich nun auch die Möglichkeit habe so etwas zu machen
              Das ist auch etwas Wunderschönes!

              Ganz liebe Grüße,
              Deine Chaja

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                Liebe Chaja,

                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                Vielleicht seid Ihr diesbezüglich schon fast in einem "stillen Einvernehmen"?
                Das ist möglich, aber es ist auch viel unausgesprochenes zwischen uns. Wir kommen nur leider bislang nur zum Andeuten. Vielleicht haben wir aber, wenn die Kinder da sind, mehr Zeit füreinander. Mir kam auch die Idee, dass ich dann sicher öfter bei meinen Eltern sein werde.

                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                Hat sie auch so eine kreative Ader wie Du?

                Ganz liebe Grüße,
                Deine Chaja
                Nicht in dieser Richtung, als Kind/ Jugendliche hat sie wohl geschrieben und macht auch nun wieder etwas in diese Richtung. Da liegt eher ihr Talent.


                Kennt ihr das, wenn man das Gefühl hat, man muss mal wieder etwas verändern? Bis gestern hatte ich ziemlich lange Haare und ich habe mich schon vor einigen Wochen dazu entschieden sie kurz schneiden zu lassen. Jetzt hab ich den klassischen Bob Vor zwei oder drei Jahren habe ich es schonmal genauso gemacht, damals war ich danach richtig erleichtert. Diesmal ist das Gefühl nicht so ausgeprägt, aber dennoch fühlt es sich gut an

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                  Liebe Jannes,

                  Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                  Kennt ihr das, wenn man das Gefühl hat, man muss mal wieder etwas verändern? Bis gestern hatte ich ziemlich lange Haare und ich habe mich schon vor einigen Wochen dazu entschieden sie kurz schneiden zu lassen. Jetzt hab ich den klassischen Bob Vor zwei oder drei Jahren habe ich es schonmal genauso gemacht, damals war ich danach richtig erleichtert. Diesmal ist das Gefühl nicht so ausgeprägt, aber dennoch fühlt es sich gut an
                  Da freue ich mich gleich mal eine Runde mit!
                  Ja, das Gefühl, mal etwas verändern zu müssen, kenne ich gut! Dass ich mit meinen dünnen, glatten Haaren (die ab Schulterlänge einfach von selbst ausfallen und deswegen noch nie lang waren) auch ein paar Variationsmöglichkeiten habe, habe ich allerdings erst vor etwa anderthalb Jahren entdeckt (in solchen Dingen bin ich ein echter Blitzmerker ).

                  Viel Spaß mit der neuen Frisur wünscht Dir
                  Deine Chaja

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                    Der neue Haarschnitt kam im Allgemeinen gut an Ich sehe dadurch jetzt älter aus. Generell schätzt man mich immer ziemlich jung, von meinen Schülern unterscheide ich mich nicht wirklich (und die sind 17 - Anfang 20 Jahre). Eigentlich ein Kompliment, nur kann einem das auch schnell mal auf die Füße fallen, wenn sie plötzlich meinen mich auch so anquatschen zu müssen etc. Es kam auch schon oft vor, dass bei Unterricht außer Haus, bei dem wir regelmäßig Einrichtungen besuchen, auf die Lehrerin gewartet wird "husthust"
                    Damit komme ich aber mittlerweile sehr gut zurecht! Ich sehe zwar nicht so aus, aber: Hallo, hier bin ich!

                    Ich bereite gerade eine Mentorenschulung für eine Kollegin vor. Sie bat mich um Hilfe, weil sie erst seit diesem Schuljahr dabei ist und davon noch keine Ahnung hat. Ich ändere also gerade die PPP ab und sehe am Datum: so ziemlich genau vor einem Jahr habe ich der ersten Mentorenschulung beigewohnt, die damals eine Kollegin für mich machte. Es ist ein schönes Gefühl, das erstens nun selbst machen zu können und zweitens auch meiner Kollegin damit zu helfen!
                    Mal abgesehen von teilweise wirklich sehr stressigen Arbeitsphasen habe ich mich inzwischen gut eingefunden. Ich erinnere mich noch an den Beginn dieses Schuljahres (August letzten Jahres), als ich hier schrieb, dass ich denke, dass ich das definitiv nicht weiter machen werde und mit dieser Erkenntnis die Anforderungen besser bewältigen kann, weil ich alternativ nach anderen Möglichkeiten suchen kann und mit meinem Abschluss nicht gebunden bin. Mhmm, es gefällt mir schon irgendwie Ich mag meine Kollegen total gerne, mittlerweile treffen wir uns teilweise auf privat, trinken Kaffee, gehen etwas essen oder auch mal zusammen bummeln. Ich habe dort viele, die ähnlich gerne kreativ arbeiten wie ich, das ist natürlich optimal
                    Wie schnell die Zeit vergeht. Nächstes Jahr um diese Zeit ist meine Klasse längst im Berufspraktikum und haben schon ihre Prüfungen hinter sich!
                    Mir fällt auch zunehmend auf, dass ich auch im Unterricht und im Umgang mit den Schülern nicht mehr so angepasst bin. Ein Lachen oder Tuscheln habe ich anfangs immer auf meine Person bezogen, als Kritik aufgefasst, es aber nie angesprochen. Heute bin ich da sehr offen, wenn ich Unmut bemerke, dann spreche ich es offen an und wir können darüber reden. Wenn mir etwas gar nicht in den Kram passt und jemand mir respektlos begegnet dann mache ich das auch deutlich! Ich muss nicht alles runter schlucken! Und ich finde es immer noch toll, dass ich kein Stück nachtragend bin und ich keine festgefahrenen Erwartungshaltungen an meine Schüler habe (jedenfalls meiner Einschätzung nach).
                    Im Kopf stelle ich mir schon vor, wie ich nächstes Jahr meinen Schülern ihre Zeugnisse überreichen kann und was ich ihnen dann sagen werde. Ich habe dank ihnen sehr viel gelernt, meine allererste Klasse! Wir sind miteinander gewachsen und ich bin wirklich froh, diese Menschen zu kennen!
                    Ich überlege auch ihnen etwas mit auf den Weg zu geben. Sie haben in ihrer Ausbildung verschiedene Möglichkeiten kennengelernt, die Entwicklung eines Menschen zu analysieren. Eine davon ist die so genannte Lerngeschichte, in der man kompetenzorientiert beschreibt, was man am Anderen beobachten konnte und was einem gefällt. Zum Schluss gibt man Anreize, was derjenige evt. noch ausformen kann. Ich glaube, ich werde für jeden meiner Schüler eine Lerngeschichte schreiben

                    ich weiß nicht, warum ich jetzt darauf komme. Das alles ist noch ein gutes Jahr hin. Aber die Zeit rast! Es ist schon wieder März. Und nach den Sommerferien sind sie nur noch wenige Monate in der Schule.
                    Ich glaube, ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen

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                      Zitat von Jannes Beitrag anzeigen


                      Kennt ihr das, wenn man das Gefühl hat, man muss mal wieder etwas verändern? Bis gestern hatte ich ziemlich lange Haare und ich habe mich schon vor einigen Wochen dazu entschieden sie kurz schneiden zu lassen. Jetzt hab ich den klassischen Bob Vor zwei oder drei Jahren habe ich es schonmal genauso gemacht, damals war ich danach richtig erleichtert. Diesmal ist das Gefühl nicht so ausgeprägt, aber dennoch fühlt es sich gut an
                      Ja, das kenne ich!

                      Und ja, auch ich hatte meine Haare im Januar zuerst auf Boblänge gekürzt, jetzt noch kürzer, und nächstes Mal wahrscheinlich noch kürzer.
                      Bei mir ist das ebenfalls Wochen/Monate gereift. Und es war eine gute Entscheidung.

                      Ich habe gerade auch den Drang, bei mir optisch was verändern zu müssen. Jetzt habe ich mir gestern auch noch ein paar hübsche Kleider gekauft, die mir richtig gut stehen. Ein Traum, wenn man sowas mal findet.

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                        Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                        Der neue Haarschnitt kam im Allgemeinen gut an Ich sehe dadurch jetzt älter aus. Generell schätzt man mich immer ziemlich jung, von meinen Schülern unterscheide ich mich nicht wirklich (und die sind 17 - Anfang 20 Jahre). Eigentlich ein Kompliment, nur kann einem das auch schnell mal auf die Füße fallen, wenn sie plötzlich meinen mich auch so anquatschen zu müssen etc. Es kam auch schon oft vor, dass bei Unterricht außer Haus, bei dem wir regelmäßig Einrichtungen besuchen, auf die Lehrerin gewartet wird "husthust"
                        Damit komme ich aber mittlerweile sehr gut zurecht! Ich sehe zwar nicht so aus, aber: Hallo, hier bin ich!
                        Das ging mir auch so. Irgendwie geht das einigen Junglehrern so, dass man sie von den Schülern kaum unterscheiden kann.

                        Ja, irgendwie stört mich das gerade auch ein wenig. Deswegen verändere ich gerade etwas meinen Style. Morgen gehe ich gleich mal mit Kleid aus...

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                          Ja, der Haarschnitt allein macht es nicht, das stimmt. Noch dazu bin ich eher der sportliche Typ. Ich finde vieles im Alltag unglaublich unpraktisch, anfangs habe ich mich in Absatzschuhen und mit Bluse etc. zur Arbeit gequält. Nicht, dass ich das nicht auch mal gerne trage, aber ich kann mich da nicht wirklich frei bewegen und das bin nicht ich. Aber im Sommer trage ich auch mal was feminineres

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                            Ja, im Moment habe ich auch mehr Lust auf femininere Sachen. Ganz aktuell habe ich mir ein rot/buntes Kleid gekauft, das mir ausgezeichnet steht. Und ein ähnliches für den Sommer... es ist echt schön, wenn man etwas findet, was einem richtig gut steht.

                            Du beschreibst dich als eher sportlich angezogen. Bei mir weiß ich es gar nicht. Also was ich nicht mache ist, in der Schule mit Turnschuhen herumzulaufen. Da würde ich mich echt wie 16 fühlen. Schon gerne welche mit (leichtem) Absatz. Aber vom Style her? Hm, manchmal etwas sportlich, manchmal femininer... ich kann mich da schlecht irgendwo einordnen. Blusen habe ich aber schon öfters an.

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                              Ja, ich bin normalerweise der Tanktop, Jeans- und Bermudashorts Typ ;) Ich fühle mich in Kleidung schnell beengt.
                              Ich trage schon teilweise "Turnschuhe" in der Schule, aber das machen bei uns viele der Lehrer. Aber ich gehe auch gerne richtig schick bspw. zur Prüfungsabnahme etc.
                              Ich finde es praktisch, wenn du so flexible bist in deiner Kleiderwahl. Ich entscheide früh immer spontan nach Verfassung was ich "ertragen" kann und was nicht. Das wäre doch was für Chajas Faden "Mein Körper und ich".

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                                Bei uns haben auch einige Turnschuhe an. Auch die Frauen Mitte/Ende 20. Ich will das schon deshalb nicht, weil ich eh schon generell lange das Gefühl hatte und manchmal immer noch habe, "erwachsener" sein zu müssen, da ich da eh aufpassen muss. Zu mir passt es einfach nicht.

                                Aber gut, dass wir beim Thema sind. Ein Kollegin meines Alters (32) ist recht klein, 1,58 oder 1,55? Neuerdings trägt sie Hacken mit 10 cm Absatz! Und stakst wie ein Storch im Salat... Naja, wahre Größe macht sich nicht durch hohe Absätze bemerkbar... Besonders in ihrem Fall...

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