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    Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
    Ich verstehe Dein Dilemma, Du bist sauer auf Deine Mutter, wehrst Dich halbherzig dagegen, ihr immer wieder beistehen zu müssen und wenn Du dann wieder räumlich getrennt von ihr bist, tut es Dir leid, dich nicht viel mehr um sie gekümmert zu haben.
    Solche Situationen kenne ich auch zu gut.
    Da bleibt Dir nur abzuwägen, mit welcher Entscheidung Du besser leben kannst.
    Ich habe das Gefühl, wir müssen die Konsequenzen beide zu gleichen Teilen tragen. Nur weiß ich für meinen Teil, warum ich mich so verhalte. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und übergeht sämtliche Hinweise meinerseits.

    Jetzt gerade weiß ich, dass es ihr den Umständen entsprechend gut geht, sie nur Angst vor der OP und dem Krankenhausaufenthalt hat. Sie ist nach wie vor traurig, dass das passiert ist und sie nun auf Hilfe angewiesen ist.
    Sie kann es nicht bleiben lassen sich in ihr Horrorszenario reinzusteigern, worauf ich keine Lust habe und vorhin deswegen auch das Telefonat beendet habe und ihr sagte, dass ich morgen wieder anrufe.

    Abzuwägen, womit man besser leben kann, ist schwer. Ich ärgere mich so oder so tierisch. Aber ich grenze mich nach wie vor eher von ihr ab. Und bislang war das für meinen Gemütszustand langfristig besser.

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      Wir haben heute wieder den ganzen Tag draussen verbracht. sooo schön wars:
      [IMG]http://*************/scaled/thumb/835/dsc1679i.jpg[/IMG]

      Jette probiert den Teich aus:
      [IMG]http://*************/scaled/thumb/20/dsc1362f.jpg[/IMG]

      Was ist das für ein Blümchen? Das ist nun innerhalb von wenigen Tagen gewachsen und aufgeblüht!
      [IMG]http://*************/scaled/thumb/823/dsc1710i.jpg[/IMG]

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        guten morgen,

        wow was für schöne hunde ihr doch habt
        ist der teich bei euch im garten? der sieht echt toll angelegt aus.
        und die blümchen die da blühen sind leberblümchen

        LG ulrike

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          Hallo Ulrike,

          danke für den Hinweis mit dem Leberblümchen. Ich glaube das hat mir schonmal jemand gesagt, warum kann ich mir das nicht merken
          Ja, der Teich ist im Garten angelegt und ist ca. noch 3 Mal so groß wie das Stück, das man sieht. Ich habe nun das Wochenende einiges an Schilf und Gräsern herausgenommen, weil es einfach viel zu viel ist. Deswegen kam Jette auf die Idee auch mal reinzugehen und zu gucken, was ich da so mache

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            Heute ist was komisches passiert.
            Ich hatte zwei Freistunden zwischendurch und weil heute noch Dienstberatung anstand wollte ich mir noch was zu Essen besorgen. Also fragte ich die anderen, ob ich jemandem etwas mitbringen sollte. Meine Kollegin (ja, oben besagte) fragte, ob sie nicht mitkommen könnte.
            Ich nahm sie natürlich mit und dachte mir noch im Auto, das wäre doch eine gute Gelegenheit, mal den Zwist anzusprechen. Und das tat ich dann auch. Sie sagte mir, sie wollte mit mir auch noch darüber sprechen und sagte, dass das alles nicht gegen mich persönlich gerichtet sei, sie es aber bemängele, dass keinerlei Kommunikation zwischen der Leitung und uns stattfindet, dass sie es nicht verstehe, warum sie von der Leitung diesbezüglich nicht einmal kontaktiert wurde, um ihr zu erklären, warum sie nicht berücksichtigt wurde und dass sie es weiterhin aber auch nicht versteht, warum ich nun diese Fkt. ausfülle, wo ich nur eine der insgesamt 7 Klassen in dieser Ausbildung habe, die Schüler also nicht kenne und bislang nur sporadisch an den Sitzungen teilnehmen konnte, weil ich eben auch in der anderen Fachgruppe aktiv bin.
            Ich habe ihr gesagt, dass ich sie verstehen kann. Sie sicherte mir aber weiterhin ihre Unterstützung zu und darüber habe ich mich gefreut
            Ich hatte nicht erwartet, dass sie auch auf mich zukommen wollte, ich denke also, sie hat darin auch eine Chance gesehen und ist deswegen mitgekommen. Sie meinte ebenfalls, dass es bisher nicht gepasst hat, weil immer jmd. mit im Raum war oder wir uns beide einfach immer verpasst haben. Ich bin ganz froh darüber, dass wir das jetzt besprochen haben und möchte sie beim Wort nehmen!

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              Endlich war ich bei meiner Therapeutin, nachdem sich der Termin leider durch ein Missverständnis verschoben hatte.
              Es war schön, sie wieder zu sehen. Sie freute sich genauso und meldete mir nach kurzer Zeit unmittelbar zurück, dass ich seit unserem letzten Treffen verändert wirke. Mir fiel auch auf, dass ich (im Gegensatz zu sonst) kein Problem hatte, sie beim Gespräch anzuschauen und ihr in die Augen zu sehen.
              Ich schilderte ihr, warum ich gekommen bin. Auslöser für meine Überlegung war das ständige Augenzucken. Ich beschrieb meine derzeitige Arbeitssituation, die sich im Übrigen in letzter Zeit noch zugespitzt hat. Ich weiß derzeit nicht, wo vorne und hinten ist und mein Nervenkostüm ist so dünn, dass in den letzten Wochen kaum einen Tag gab, an dem ich keine Tränen vergossen habe. Leider nun auch auf Arbeit, ausgelöst durch eine völlig belanglose Situation, aber irgendwann ist es eben einfach ein Tropfen zu viel.
              Gott sei Dank habe ich liebe Kollegen, die kurzerhand meinen Unterricht übernommen haben.
              Der erste Gedanke meiner Therapeutin dazu war, die Arbeitsbelastung zu reduzieren. Es ist nicht so, dass ich mit reduzierter Stundenzahl nicht über die Runden komme, aber mit Teilzeit hatte ich letztendlich genauso viel zu tun, als wäre ich Vollzeit beschäftigt, weil man gerne in Klappstunden zu Vertretungen heran gezogen wird. Dann lieber doch Vollzeit und die entsprechende Bezahlung mit höherem, festem Stundenkontingent. Meine Therapeutin konnte das verstehen, sagt aber im Grunde genommen, dass ich mich ja auch dafür entschieden habe und es somit auch selbst in der Hand habe, die Belastung zu reduzieren. Nun gehe ich aber mittlerweile sehr gerne auf Arbeit, dennoch.
              Es sind die vielen Dinge, an die ich gleichzeitig denken muss und der Druck, der durch die Dinge entsteht, die sich wie ein riesen Berg vor mir auftürmen.

              Der andere große Schwerpunkt unserer Stunde war mein Verhalten meinem Freund gegenüber, das in letzter Zeit doch sehr extrem war. Wir hatten ständig sehr heftige Auseinandersetzungen, meistens war ich dafür verantwortlich. Es entsteht aus einer Banalität und plötzlich bin ich auf 180 und schon gehts los. Ich führe die Auseinandersetzungen zwar herbei, es wird mir aber genauso schnell viel zu viel und viel zu anstrengend. Ich bin aggressiv, laut, beleidigend und verletzend. Ich fühle mich dann nicht mehr in der Lage die Situation zu lösen oder überhaupt noch ein Wort zu sagen. Alles ist so verdammt anstrengend. Vor einigen Wochen war es mir soviel, dass ich es für praktischer hielt allein zu leben. Gut, dass mein Freund hartnäckig ist, mich nicht zu ernst nimmt und dran bleibt. Meine Therpeutin schlug vor, ein Zeichen zu vereinbaren, was er in einer derartigen Situation machen kann, um mir zu signalisieren "es ist soweit, hör auf". Aber ich sagte ihr gleich, dass ich glaube, dass er das missbrauchen würde, nur, damit ich ruhig bin. Das habe ich ihm auch gesagt Sowas haben wir schonmal probiert und ich fühle mich dadurch nur noch mehr provoziert. Sie schlug vor, er könnte sagen "du schadest dir damit gerade selbst, denk daran, dass du es nachher vermutlich anders siehst". Damit konnte ich eher leben und ich suche trotzdem noch nach einem Satz oder einem Zeichen, was mich richtig überzeugt und ich akzeptieren kann.
              Außerdem berichtete ich ihr von meinen Flashbacks und meinen kürzlich gemachten Erfahrungen mit meinem inneren Kind.
              Zuvor konnte ich es nie beruhigen, nie trösten und es stürzte mich in diese unglaubliche Traurigkeit, dass ich es nicht ertragen konnte. Beim letzten Mal tröstete ich nicht nur das Kind, ich sagte auch meiner Mutter, dass das, was sie tut, nicht in Ordnung ist. Ich konnte für das Kind ein Ansprechpartner sein, es weinte nicht mehr. Beim nächsten Mal dann etwas Erstaunliches: Meine PErspektive beim Durchgehen durch unser damaliges Haus hatte sich verändert. Ich sah es aus der Perspektive eines Erwachsenen, die Räume waren plötzlich kleiner. Ich hatte mir nicht versucht, das vorzustellen, es passierte einfach. Offenbar passiert auch etwas in mir! Das Tolle daran war, dass ich die Gewissheit hatte nicht dort bleiben zu müssen sondern als Erwachsene gehen zu können wohin ich auch will.

              Zu meiner Verwunderung fragte mich meine Therapeutin als erstes nach meinen Schilderungen zu den Flashbacks, ob ich derzeit mit dem GEdanken spiele ein Kind zu bekommen. Das tue ich wirklich, das Thema ist auch durch meinen Bruder sehr aktuell! Ich frage mich, wie meine Mutter als Oma mit den Kindern umgehen wird. Sie meinte, dass gerade bei solchen Veränderungen die Erinnerungen an die eigene Kindheit wieder aufkommen.
              Hinzu kommt der Hauskauf, die Kreditaufnahme, beides totale Trigger bei mir. Nimmt man den Stress noch dazu kommt das raus, was momentan meinen Tag bestimmt.

              Ich habe mich nicht besser gefühlt, aber ich fühle mich sicherer. Sie half mir auch bei meinem Selbsthass weiter, sie meinte, es wäre das alte Gefühl des Kindes. Ein Kind fühlt wohl so, wenn die Mutter versucht sich das Leben zu nehmen, es sucht den Grund bei sich und fühlt sich nicht geliebt und nicht gut genug. Ich habe es nicht als altes Gefühl wahrgenommen, nur als sehr bedrohlich. Es war sehr schlimm, ich habe mich als völlig überflüssig erlebt, weil ich allen scheinbar nur Leid zufüge so wie ich bin und so wie ich mich verhalte. Meiner Mutter kann ich auch nicht gerecht werden.

              Meine Therapeutin meinte, sie würde, wenn ich das will, versuchen wieder eine Kurzzeitthera zu beantragen. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich es so intensiv brauche, also nehmen wir die BEratungsstunden, die zur VErfügung stehen. Ich bin froh, dass ich sie jetzt erstmal wieder an meiner Seite habe.

              In Bezug auf die Arbeitssituation hat sie mir Mut gemacht und mich gelobt. Sie erzählte von ihrer Schwester, die etwas Ähnliches macht und weiß daher, wie stressig das alles ist. Sie meinte, wenn ich diese Situation meistere, kann ich wirklich stolz auf mich sein. Immerhin wäre es das erste Mal, dass ich so in diese ganze Abschlussphase involviert bin.

              Zum Schluss möchte ich lobend meinen lieben Freund erwähnen. Er entlastet mich so sehr, er leidet mit, auch wenn er es selbst nicht kennt.

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                Liebe Jannes,

                ich lese hier immer gerne mit, auch wenn ich mich zur Zeit nur punktuell einbringe. Aber ich will Dir wenigsten sagen, wie sehr es mich für Dich freut, dass Du so ein gutes Verhältnis zu Deiner Therapeutin hast und sie auch jetzt noch hin und wieder mit ihr reden kannst. Aus solchen Gesprächen lassen sich bestimmt immer wieder hilfreiche Anregungen gewinnen! Schööön!

                Was das Thema Kinderwunsch angeht: Wenn man Kinder bekommt, verschiebt das gewöhnlich die Prioritäten, die man bis dahin gesetzt hatte. Das gilt nicht zwingend für das, was einem bisher im positiven Sinne wichtig war. Aber für das, was man bisher wichtig genommen hat, weil es einen bedrückt hat, gilt es recht häufig. Schwerwiegende Sorgen werden dadurch natürlich nicht aus der Welt geräumt, aber Alltagsstress & Co relativieren sich doch sehr, wenn einem dieses Wunder passiert und man für so ein kleines Wesen verantwortlich sein darf. Reinhard Mey hat in einem seiner Lieder ("Keine ruhige Minute..") an sein Kind gerichtet formuliert:

                "Du kommst und gibst allen Dingen
                eine ganz neue Dimension.
                Und was mir nun die Jahre bringen
                mess' ich an dir, kleine Person."

                Da ist eine Menge dran. Und ja, wenn man sich mit Kindern auseinandersetzt, kommt immer auch das, was die eigene Kindheit geprägt hat, mit hoch. Aber warum soll man nicht auch miteinander und aneinander wachsen?

                Alles Liebe und Gute für Dich!
                Deine Chaja

                Kommentar


                  liebe Jannes,

                  wie Chaja lese ich auch immer gerne Deine Gedanken hier und bin beeindruckt, was Du alles fühlst, verarbeitest und auch beruflich geschafft hast.
                  Ein wenig erstaunt bin ich jedoch, dass das Thema eigene Kinder Dich (schon) beschäftigt. Nach meinem Gefühl heraus hab ich gedacht, Du würdest erstmal noch Deine 'Baustellen' einer weiteren Lösung zuführen und dann...........
                  Klar, den richtigen Zeitpunkt gibt es wohl nicht.... (Mir kommen gerade Bedenken, ob ich Dir meine Gedanken überhaupt so schreiben darf, es geht mich doch eigentlich gar nichts an).
                  Liebe Grüße
                  Tamina

                  Kommentar


                    Liebe Chaja,

                    Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                    Liebe Jannes,

                    ich lese hier immer gerne mit, auch wenn ich mich zur Zeit nur punktuell einbringe. Aber ich will Dir wenigsten sagen, wie sehr es mich für Dich freut, dass Du so ein gutes Verhältnis zu Deiner Therapeutin hast und sie auch jetzt noch hin und wieder mit ihr reden kannst. Aus solchen Gesprächen lassen sich bestimmt immer wieder hilfreiche Anregungen gewinnen! Schööön!
                    Ja, ich hätte es auch nicht gedacht. Sie freut sich richtig mit mir! Es ist auch etwas anderes nach einem Jahr wieder hinzugehen und um Rat zu bitten. Zum Ende der Therapie war es schon merkwürdig. Durch die Dauer zog es sich so hin und ich wollte auch endlich mal wieder ohne Therapie und Therapeutin sein. Andererseits war es das Schlimmste, was ich mir vorstellen konnte, ohne sie zu sein. Danach hat es wiederum aber ganz gut geklappt und es stellte sich heraus, dass es eher die Angst war, die hier im Vordergrund steht. Auch hier erlebe ich mich nun erwachsener, ich kann nach einigen Vorüberlegungen nun ihren Rat als Hilfestellung annehmen und fühle mich auch hier weniger wie ein Kind, mit dem etwas gemacht wird und mit dem etwas geschieht.

                    Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                    Was das Thema Kinderwunsch angeht: Wenn man Kinder bekommt, verschiebt das gewöhnlich die Prioritäten, die man bis dahin gesetzt hatte. Das gilt nicht zwingend für das, was einem bisher im positiven Sinne wichtig war. Aber für das, was man bisher wichtig genommen hat, weil es einen bedrückt hat, gilt es recht häufig. Schwerwiegende Sorgen werden dadurch natürlich nicht aus der Welt geräumt, aber Alltagsstress & Co relativieren sich doch sehr, wenn einem dieses Wunder passiert und man für so ein kleines Wesen verantwortlich sein darf. Reinhard Mey hat in einem seiner Lieder ("Keine ruhige Minute..") an sein Kind gerichtet formuliert:

                    "Du kommst und gibst allen Dingen
                    eine ganz neue Dimension.
                    Und was mir nun die Jahre bringen
                    mess' ich an dir, kleine Person."

                    Da ist eine Menge dran. Und ja, wenn man sich mit Kindern auseinandersetzt, kommt immer auch das, was die eigene Kindheit geprägt hat, mit hoch. Aber warum soll man nicht auch miteinander und aneinander wachsen?

                    Alles Liebe und Gute für Dich!
                    Deine Chaja
                    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich der Blickwinkel mit Kindern verschiebt Und ich glaube wir alle (mein Bruder, meine Mutter und mein Vater) wachsen an dem gemeinsamen Erlebnis, dass bald Enkelkinder da sind.
                    Was mich selbst betrifft, so habe ich mittlerweile keine Angst mehr Eifersucht auf mein eigenes Kind zu entwickeln. Ich erwarte gespannt, wie meine Mutter sich als Großmutter machen wird und bin immer noch froh, das an den Kindern meines Bruder beobachten zu können.
                    wir sprechen mittlerweile auch ab und zu mal über unsere Mutter. Erst letztens, als sie sich den Fuß gebrochen hat und ich meinte, dass ich zwei derartige Unfälle kurz hintereinander merkwürdig finde, erzählte er, dass sie schon immer ungeschickt war und er auch ihre Reaktion völlig überzogen empfand. Nun haben wir gemeinsam zum Muttertag nach einem geeigneten Geschenk für sie gesucht und haben uns nun für ein Buch für Großeltern entschieden. Ich habe es gestern mal durchgeschaut, wir nahmen es, weil in den Rezensionen davon gesprochen wird, dass die Quintessenz des Buches ist, das richtige Maß an allem zu finden, sich nicht aufzudrängen und auch Ratschläge etc. nicht aufzudrängen. Meine Mutter war Krankenschwester, allerdings zu DDR Zeiten und vergisst sehr oft, dass sich auch in diesem Bereich mittlerweile einiges geändert hat. Schon in der Schwangerschaft wartete sie mit allerhand Ratschlägen auf, die wiederum auch allgemein bekannt sind. Das kann sehr anstrengend sein.
                    Vielleicht ist das eine Methode, wie meine Mutter symbolisch an unseren eigenen Kindern stellvertretend uns etwas zu Gute kommen lassen kann. Von Wiedergutmachen möchte ich nicht reden, aber vielleicht kann man das, was sie den Kindern an Zuwendung schenkt, nachträglich integrieren. Allein die Tatsache, dass wir als Enkelkinder keine Großeltern hatten, die entweder greifbar waren oder zu denen ein guter Draht bestand, wird sich in dieser Generation definitiv ändern. Eigentlich doch ein schöner Gedanke!
                    Da mein Bruder weitaus geduldiger im Umgang mit meiner Mutter ist bin ich froh, dass er derjenige ist, der sie zuerst an seinen Kindern als Oma erlebt. Nach der Erfahrung mit Zwillingen wird sie schon sehr wachsen!

                    Liebe Tamina,


                    Zitat von Tamina
                    liebe Jannes,

                    wie Chaja lese ich auch immer gerne Deine Gedanken hier und bin beeindruckt, was Du alles fühlst, verarbeitest und auch beruflich geschafft hast.
                    Ein wenig erstaunt bin ich jedoch, dass das Thema eigene Kinder Dich (schon) beschäftigt. Nach meinem Gefühl heraus hab ich gedacht, Du würdest erstmal noch Deine 'Baustellen' einer weiteren Lösung zuführen und dann...........
                    Klar, den richtigen Zeitpunkt gibt es wohl nicht.... (Mir kommen gerade Bedenken, ob ich Dir meine Gedanken überhaupt so schreiben darf, es geht mich doch eigentlich gar nichts an).
                    Liebe Grüße
                    Tamina
                    Das sind berechtigte Gedanken und die stelle ich mir auch von Zeit zu Zeit Schon vor einem Jahr habe ich mit meiner Therapeutin darüber gesprochen, das heißt nicht, dass das Thema aktuell war, aber es beschäftigt mich schon lange. Es war immerhin meine Mutter, die mich so sehr prägte und vermutlich wird es bei den eigenen Kindern sehr ähnlich sein. Mir ist bewusst, dass man sowas nie wirklich verhindern kann und so hatte ich schon immer Bedenken, welche "Schäden" denn mein Kind mal von mir mitnehmen wird.
                    Auch diesmal haben wir wieder darüber gesprochen. Nachdem meine Therapeutin meinte, mit einem eigenen Kind kommt sowas dann auch nochmal zum Tragen, meinte ich, dass ich schon Angst hätte, was mein armes Kind erdulden muss. Sie lächelte und sagte: "Auch das werden Sie sehr gut meistern, auch wenn es mal schwierig wird!". Woher sie ihre Zuversicht nimmt? Das habe ich sie nicht gefragt. Ich kann nur sagen, dass sie mir vor einem Jahr noch durch die Blume sagte, dass dies nicht die passende Zeit war. Immerhin standen so viele Veränderungen ins Haus, mit denen man erstmal zurecht kommen musste. Und wie gesagt erlebte sie mich sehr verändert, offenbar traut sie es mir mittlerweile ohne größere Bedenken zu.
                    Entscheidend aber ist für mich, dass sie mir damals zum Ende der Therapie sagte, dass ich mit diesen Problemen immer zu kämpfen haben werde. Die Gefühle von damals werden nicht verschwinden, es wird immer wieder Situationen geben, in denen das alles hochkommt und ich wieder den Drang verspüre mich auf eine bestimmte Art und Weise zu verhalten. Zunächst empfand ich das als sehr frustrierend, warum denn dann die ganze Therapie?
                    Sie sagte, es ginge nicht darum, die Dinge so aufzuarbeiten, dass sie verschwinden, denn das funktioniert nicht. Es geht darum für mich geeignete Strategien zu entwickeln alte Gefühle zu erkennen, mich in meinen Reaktionsweisen darauf zu durchschauen und zu entlarven und in der Folge angemessene Strategien zu finden, diese Reaktionen umzulenken.
                    Ich kann also nicht warten, bis sich diese Baustellen erledigen, aber ich kann mir für meine Baustellen qualifiziertere Arbeiter, hochwertigere Materialien und Werkzeuge beschaffen. Das tue ich die ganze Zeit, auch wenns immer mal wieder stark schwankt. Die neuen Arbeiter müssen sich natürlich erstmal einarbeiten und möglicherweise muss man auch nochmal den ein oder anderen austauschen, weil er nichts taugt Ich habe nun festgestellt, dass ich unbedingt noch daran arbeiten muss alte Gefühle besser zu erkennen, sie einzuordnen und dann danach zu handeln. Die Intensität ist es wohl, die einen deutlichen Hinweis darauf gibt, jedenfalls habe ich das letztens irgendwo gelesen. Ein sehr intensives Gefühl, das plötzlich eintritt und wir uns so nicht richtig erklären können, käme wohl sehr wahrscheinlich aus Kindheitstagen.

                    Ich wünsche mir schon ein Kind, aber derzeit bin ich ein wenig in der Zwickmühle, weil eigentlich feststeht, dass ich mit Kind nicht mehr dort arbeiten kann, wo ich jetzt arbeite. Es sei denn teilzeit lässt sich so gut auf die Woche verteilen, dass ich vielleicht nur 3 Tage gehe. Und ich arbeite derzeit doch so gerne dort (das klingt jetzt absurd, wo ich doch erst beschrieben habe, wie schlecht es mir gerade geht, aber das betrifft eben nur die derzeitige Arbeitsbelastung, ich mag meine Schüler und auch meine Kollegen!).

                    Wir arbeiten nicht aktiv an einem Kind und ich denke es wird auch noch ein wenig dauern. Aber es ist ja wichtig, sich vorher Gedanken über alles zu machen und nicht, wenn es schon passiert ist

                    Liebe Grüße
                    Jannes

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                      Mein Fox, mein bester Freund, ein treuer Begleiter seit Kindheitstagen, hat uns heute verlassen.
                      Er war müde, ich würde sagen des Lebens müde. Er hatte ein glückliches, fröhliches Leben und das hat er uns tausendfach zurück gegeben. Er hat mich glücklich gemacht und es ist gut, dass wir als seine Menschen ihm etwas zurück geben und ein schwieriges Ende verkürzen konnten.
                      Es ist schwer zu glauben, dass er nun nicht mehr da ist und mich nicht mehr begrüßen wird, wenn ich komme. Am Wochenende habe ich ihn das letzte Mal gesehen und mich schon in Gedanken verabschiedet.
                      Ich hoffe dass es ihm gut geht!

                      [IMG]http://*************/scaled/thumb/842/dscf4591c.jpg[/IMG]
                      [IMG]http://*************/scaled/thumb/593/dsci0007d.jpg[/IMG]

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                        Ach, Jannes, was tut mir das leid.
                        Ich kann dir so gut nachempfinden, wie schwer das ist.
                        Ich drück dich mal feste!

                        Denk an die Regenbogenbrücke.....

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                          Danke Bonny. Wir haben ihn als Welpen zu uns geholt, als ich 12 Jahre alt war. Das ist so eine lange Zeit gewesen und er ist mit uns allen durch Dick und Dünn gegangen. Ich glaube fest an dei Regenbogenbrücke!!!

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                            Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                            Er hatte ein glückliches, fröhliches Leben und das hat er uns tausendfach zurück gegeben. Er hat mich glücklich gemacht .......

                            Liebe Jannes, ich finde, das ist so ziemlich das Schönste, was man über ein Hunde-mit-Menschen-Leben sagen kann. Und ich verstehe gut, dass Du ihn vermisst...

                            Kommentar


                              Danke Pitti

                              Kommentar


                                liebe anne,
                                ich denk an dich

                                Kommentar

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