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    Frage:

    Würdet ihr nach einem schwer wiegenden Behandlungsfehler von einer Ärztin Schmerzensgeld verlangen, wenn es euch dadurch 4 Tage lang wirklich sehr schlecht gegangen ist? Die schlechten Werte sind von der Stationsschwester schriftlich dokumentiert, der Fehler der Ärztin ist nachgewiesen.
    Klagen möchte ich nicht, ich würde ihr nur sagen, dass mir eigentlich Schmerzensgeld wegen eines Behandlungsfehlers mit Körperverletzung zusteht und abwarten, dass sie mir etwas freiwillig anbietet. Schließlich ist sie versichert.
    Der Fehler hätte mich das Leben kosten können, wenn ich nicht selbst tätig geworden wäre und die von der Station bereitgestellten Tabletten nicht mehr genommen hätte. Stattdessen habe ich meine eigenen Tabletten genommen.

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      Das ist keine einfache Frage!

      Für mich allerdings sicher, ich würde es mit ihr besprechen. Ärzte sind Menschen, die Fehler machen und aus Fehler lernen ist für zukünftige Patienten u.U. lebenswichtig.

      Das wunderbare Gefühl, mich auf mich selbst verlassen zu können wäre mir genug, das lässt sich mit keinem Geld der Welt aufwiegen. Das würde für mich sogar dieses außerordentliche Gefühl, mich zu kennen, schmälern.

      Ich freu mich, dass Du für Dich selbst in dem Maße gesorgt hast!

      LG
      bante

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        Das muss man, Bante! Meine Hausärztin sagte mir mal, dass Patienten im Krankenhaus eh nicht geglaubt wird, genauso ist es.
        Ich hatte von Anfang an gesagt, dass mit den Tabletten etwas nicht stimmt. Geglaubt hat mir keiner. Sie hätten es überprüft, es wäre alles richtig. Es war nicht alles richtig!!!!!!!

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          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
          Das muss man, Bante! Meine Hausärztin sagte mir mal, dass Patienten im Krankenhaus eh nicht geglaubt wird, genauso ist es.
          Ich hatte von Anfang an gesagt, dass mit den Tabletten etwas nicht stimmt. Geglaubt hat mir keiner. Sie hätten es überprüft, es wäre alles richtig. Es war nicht alles richtig!!!!!!!
          Dass einem nicht geglaubt wird, begegnet einem leider oft. Und in vielen Fällen ist es einem auch nicht danach, noch "kämpfen" zu müssen, ein Dilemma. Solche Fehlentscheidungen entstehen nicht nur durch fachliches Unwissen, sondern auch durch "Druck" (persönl., zeitl. etc) . Nicht immer hilft dann Reden. Befreiend, dass es gut für Dich ausging.

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            Hat schon mal jemand von euch Schadenersatz von einem Arzt bekommen?

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              Liebe Bonny,

              nein, ich habe noch nie Schadenersatz von einem Arzt gefordert. ir geht es da ganz ähnlich wie Bante. Aber das ist natürlich auch eine Typsache, wie wichtig es einem ist, das einzufordern, was einem von Rechts wegen zusteht. Ich wäre vermutlich einfach froh, da heil herausgekommen zu sein, und würde mir nicht noch weiteren Stress mit solchen Forderungen oder gar einem Rechtsstreit machen wollen. Aber wenn es sich für Dich nicht gut abschließen lässt, solange Dir keine offizielle Gerechtigkeit widerfahren ist, ist es vielleicht der richtige Weg für Dich, eine entsprechende Forderung geltend zu machen, wer weiß.

              Weiterhin gute Besserung!
              Chaja

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                Ich schrieb ja, dass ich nicht klagen werde; ich wollte sie lediglich mal drauf ansprechen. Wenn sie ablehnt, belasse ich es dabei.

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                  Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                  Ich schrieb ja, dass ich nicht klagen werde; ich wollte sie lediglich mal drauf ansprechen. Wenn sie ablehnt, belasse ich es dabei.
                  Wenn Du möchtest, versuche Dich in die Lage der Ärztin zu versetzen. Wie würdest Du auf eine derartige Frage reagieren?
                  Vielleicht hilft es, eine etwaige Entscheidung (Frage oder nicht) zu treffen.

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                    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                    Ich schrieb ja, dass ich nicht klagen werde; ich wollte sie lediglich mal drauf ansprechen. Wenn sie ablehnt, belasse ich es dabei.
                    Was genau ist Dir denn daran wichtig? Dass die Ärztin Dir gegenüber noch einmal ihre Schuld eingesteht, egal ob Du finanziell entschädigt wirst oder nicht? Oder ist der finanzielle Aspekt doch wichtig für Dich? Oder etwas anders? Das erschließt sich mir noch nicht so richtig....

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                      Eine Entschuldigung (die übrigens noch nicht erfolgte) reicht mir eigentlich nicht aus, dazu ging es mir zu schlecht, ganz abgesehen von den weiteren Untersuchungen, die ich über mich ergehen lassen musste, weil man nach der Ursache suchte.
                      Ich möchte eine Wiedergutmachung. Wie sollte die sonst aussehen?

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                        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                        Ich möchte eine Wiedergutmachung. Wie sollte die sonst aussehen?
                        Dann wirst du wohl klagen müssen. Soweit ich weiß, zahlt die Haftpflichtversicherung eines Arztes nur, wenn dieser von seinem Patienten verklagt und von einem Gericht verurteilt wurden. Wenn der Arzt einen Behandlungsfehler einräumt, bevor ihm dieser vor Gericht nachgewiesen wurde, ist das ein Grund für einen Versicherungsausschluss. Wenn sich deine Ärztin also nicht vorsätzlich wirtschaftlich ruinieren will, wird mit keiner Silbe auch nur andeuten, dass ihr in deinem Fall ein Fehler unterlaufen sein könnte.

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                          Der Fehler liegt aber schriftlich vor, Tintenweberin. Es war ihre Medikamentenanordnung, die falsch war, und nach der die Stationsschwester sich gerichtet hat. Die Ärztin hatte ganz einfach falsch abgeschrieben. Auch die Anweisung, von der sie falsch abgeschrieben hatte, liegt vor. Außerdem die Dokumentation der Auswirkungen dieses Fehlers auf meine Gesundheit, die Suche nach der Ursache.
                          Die Dokumentationen liegen in meiner Patientenakte im Krankenhaus und ich habe sie daheim im Entlassungsarztbrief. Auch die falsche Medikamentenanordnung habe ich im Originalbrief zu Hause.

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                            Dann frag sie doch, was sie dir dafür zahlt, dass du sie nicht anzeigst.

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                              Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                              Dann frag sie doch, was sie dir dafür zahlt, dass du sie nicht anzeigst.
                              Das klingt in meinen Ohren nach Erpressung ...

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                                Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                                Eine Entschuldigung (die übrigens noch nicht erfolgte) reicht mir eigentlich nicht aus, dazu ging es mir zu schlecht, ganz abgesehen von den weiteren Untersuchungen, die ich über mich ergehen lassen musste, weil man nach der Ursache suchte.
                                Ich möchte eine Wiedergutmachung. Wie sollte die sonst aussehen?
                                Verstehe. Eine Bitte um Entschuldigung würde ich von der Ärztin auch erwarten. "Wiedergutmachungen" finde ich immer schwierig, denn inwiefern kann Geld Dich für die Leiden und die Gefährdung entschädigen? Aber wenn es für Dich als äußeres Zeichen wichtig ist, sehe ich auch keinen anderen als den Klageweg. Ohne einen Gerichtsprozess wird keine Schuld offiziell bestätigt werden, egal was der gesunde Menschenverstand sagt.

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