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Tintenweberin: Im Streifelsfall...

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  • Tintenweberin
    antwortet
    Dieser angefangene Dialog passt meines Erachtens viel besser hier her...

    Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
    Jeder noch so vage Kontakt beinhaltet ja ein insgeheimes: Ach, vielleicht ja doch. Auch für den Anderen können sich da ja auch Erwartungen wieder aufbauen, die man dann letztlich doch nicht erfüllt.
    Klarheit könnte dann entstehen, wenn jeder von Euch einen Weg findet, sich im Guten von seinen früheren Partnern zu verabschieden und ihn seinen Weg gehen zu lassen.
    Oft tun wir das aber nicht, weil es auch bedeutet, den Schmerz über den Verlust dieses einmal geliebten Menschen zuzulassen.
    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
    Nachdem ich diese Aussage oft genug gelesen habe, möchte ich jetzt endlich einmal ein ot-isches "Quatsch!" dazu loswerden.

    Ich war mit meinem früheren Partner befreundet bevor wir uns als Liebespartner entdeckt haben und ich bin froh, dass wir es geschafft haben, nach unserer Trennung zu einer herrlich entspannten Freundschaft zurück zu kehren. In meinem Leben wird es weiterhin einen Platz für ihn geben und ich wage sogar, zu behaupten, dass ein potentieller neuer Partner, dem mein Umgang mit diesem Mann so viel Bauchweh bereiten würde, dass ich einen guten Freund um der Liebe Willen in die Wüste schicken müsste, keine große Chance bei mir hätte...
    Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
    Liebe Tintenweberin,

    Du wertest das, was ich da gesagt habe, als Quatsch.

    Gleichzeitig sagst Du, dass eine neue Liebe, die diese Freundschaft nicht akzeptieren würde, keine Chance hätte.

    Was für eine wundervolle Bestätigung meines "Quatsch"-Argumentes:
    Denn Du wärst ja erst frei für eine ganz neue Liebe und Partnerschaft, wenn Du diese Freundschaft beenden würdest.

    An jeden potentiellen "Neuen" besteht also vorneweg die Erwartung, dass er das akzeptieren muss. Dies wird aber kein Mann tun.

    Liebe Grüße
    Wolfgang

    P.S.: Und wir werten etwas oft, wenn wir etwas nicht wahrhaben wollen.

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  • steppenwolf
    Ein Gast antwortete
    *zustimm* ... spannend finde ich auch die Fragen im ZUsammenhang mit Authentizität. Wäre glatt nochmal ein eigenes Thema.

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  • Tintenweberin
    antwortet
    Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
    Deshalb plädiere ich dafür, seine Worte generell sehr sorgfälig zu wählen; gerade im virtuellen Raum, wo das Missverständnis ein ständiger Begleiter ist.
    Ich wähle meine Worte in der Regel sehr sorgfältig aus. Aber wenn ich mich auf die Worte beschränken müsste, die ganz bestimmt niemanden verprellen oder verletzen, dann müsste ich schweigen.

    Selbst wenn ich in den höchsten und zartesten Tönen von der wundersamen Macht der Liebe schwärmen würde, würde ich vermutlich denjenigen verletzen, der seine Liebste gerade an einen erfolgreichen Nebenbuhler verloren hat...

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  • Serafin
    antwortet
    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
    Harte Worte brechen keine Knochen...!
    Zu dieser Aussage im Titel habe ich eine etwas andere Meinung, liebe Tintenweberin. Harte Worte können sehr wohl gewaltigen Schaden anrichten, der nur schwer wiedergutzumachen ist!
    Deshalb plädiere ich dafür, seine Worte generell sehr sorgfälig zu wählen; gerade im virtuellen Raum, wo das Missverständnis ein ständiger Begleiter ist.

    (Das bezieht sich jetzt nicht auf Nitens Posting und den Mod-Eingriff, sondern sind grundsätzliche Gedanken)

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  • Niten
    Ein Gast antwortete
    Liebe Tintenweberin, liebe A* ...

    nun habt Ihr mich mit Euren Worten hier und im Fragen-an-die-Moderation-Faden doch noch mal aus dem Schweigen geholt.

    Danke, von Herzen. Dafür, dass Ihr beide die Worte geschrieben habt, die ich gedacht habe und von denen ich mir sicher war, schriebe ich sie persönlich, würden sie als Retour- oder andere Kutschen abqualifiziert.

    Ich stimme Euch in allen Punkten zu und wünsche Euch eine schöne und lebendige Zeit, in der alles seinen Platz haben darf und Ihr in all Eurer Schönheit vorbehaltlos gesehen werdet

    Niten

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  • A*star
    antwortet
    :daumen_hoch: YESSS...

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  • Tintenweberin
    antwortet
    Harte Worte brechen keine Knochen...!

    Zitat von Niten Beitrag anzeigen
    Warum zum Teufel darf eine Moderatorin hier ungestraft ein Forenmitglied "Schleimscheißer"* titulieren aber mein Beitrag wird wegen der Begriffe "Arschloch"**, ohne mich davon in Kenntnis zu setzen oder gar um Verständnis zu bitten, geändert?

    Warum darf hier gleichzeitig auf dem Schreiplatz in aller Ruhe in Großbuchstaben beleidigt und geflucht werden, was das Zeug hält?

    Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

    Ist dieses Verhalten hier Konsenz und findet Beifall?

    Meinen findet es nicht. Ich bitte um sofortige Löschung meines Accounts. Die wenigen Tage hier als Schreibender und Sich-Zeigender haben mir gezeigt, dass dies kein Ort für mich ist. Ich bedauere die Trennung von Einzelnen, mit denen ich einen interessanten Austausch hatte. Aber das Gesamtkonzept ist hier für mich nicht stimmig und tut mir nicht gut.

    Niten

    -----------------------------------------------------------------------


    *(als Stilmittel)
    **(ebenfalls in diesem Zusammenhang als Stilmittel eingesetzt, noch dazu über eine Person, die es niemals zu Gesicht bekommen wird, es sei denn Mensch ließe mein Posting ihrem ehemaligen Schulleiter zukommen)
    Ich kann Nitens Protest sehr gut nachvollziehen. Ich wurde von dem selben Forumel aus genau den gleichen Gründen unter Beschuss genommen aber ich konnte meine Beiträge dadurch "retten", dass ich wusste, wo ich laut und vernehmlich "Nein!" schreien musste.

    Mein Fazit: Wenn in diesem Forum der Grundsatz einer gewissen literarischen Freiheit nicht mehr gelten würde, dann wäre das sicher auch nicht mehr der richtige Platz für mich. Es muss ja wohl erlaubt sein, erwachsenen Menschen, die sich frei in unserer Gesellschaft bewegen, in einem ansonsten einwandfreien Text die derb umgangssprachliche Form des Endprodukts eines ganz normalen Verdauungsvorgangs zuzumuten oder den Erscheinungsort dieses Produkts...

    Literaturschaffende (und unsere Forumsbeiträge gehören durchaus zur Gattung der Gebrauchsliteratur) wissen nicht erst seit Bukowski, dass sie durch einen beabsichtigten Stilbruch (und das ist es durchaus, wenn aus dem angenehmen Gleichmaß eines hochsprachlichen Textes ein derb umgangssprachliches Wort sein ungepflegtes Haupt erhebt) einen sanft entschlummerten Leser wieder aufwecken können.

    Mir erscheint es allerdings bedenklich, wenn bei einer grobianistischen Äußerung sofort nach einem Maulkorb geschrien wird, während man im offiziellen Schreifaden, seinem Mitmenschen die Pest oder Schlimmeres an den Hals wünscht. Wenn ich tatsächlich der Meinung bin, dass ich mich und mein Leben durch positive Annahmen zum Besseren wenden kann, muss ich dann nicht konsequenterweise davon ausgehen, dass ich durch einen Gedanken voller Hass und Häme das Leben des so bedachten (oder wahrscheinlicher meine eigenes) mitten in den stinkenden Sumpf einer Güllegrube hinein manövriere...?

    Und wie ist es mit der oft beschworenen Authentizität...?! Was immer ich bisher in diesem Forum geschrieben habe, könnte man mir auch im richtigen Leben unter die Nase reiben, ohne dass ich deswegen beschämt im Boden versinken müsste. Natürlich habe ich dem einen oder der anderen schon mal auf den Füßen gestanden und ich bin mit meinen dicken Stiefeln schon öfter in ein frisch angelegtes Beet getappt. Aber dafür kann ich um Entschuldigung bitten, ohne dass mir ein Zacken aus der Krone (oder ein Glöckchen von der Narrenkappe) fällt. Wie würde es denen gehen, die im Schreifaden großzügig garstige Wünsche verteilen wenn der Adressat mit dem virtuellen Briefchen in der Hand vor ihnen stehen würde...?

    Just my two cents (und eine Handvoll Fragen)
    von der Tintenweberin

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  • Hubert1
    antwortet
    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
    , dass nach vierzehn Stunden Dauerfeuer sogar mein Akku zu schwächeln anfängt...
    Du fängst einfach zu früh an..

    Ok, ich kenne die "Sachzwänge" oder glaube sie zu kennen und habe auch Verständnis dafür.

    Es ist einfach (die) meine "Launenhaftigkeit" des heutigen Tages, die ich nicht ganz kanalisieren kann.

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  • Tintenweberin
    antwortet
    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
    Was ist das für eine Welt?
    Es täte mich echt Leid, wenn ich jetzt das Beste verpasse, aber ich habe gerade schon an einer anderen Stelle geschrieben, dass nach vierzehn Stunden Dauerfeuer sogar mein Akku zu schwächeln anfängt...

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  • Hubert1
    antwortet
    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
    , muss ich sie jetzt leider schon ins Bett schicken...
    Was ist das für eine Welt?
    Vanillene hat das auch schon angedroht!

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  • Tintenweberin
    antwortet
    Wenn sich noch jemand ein bisschen streifeln will, könnt ihr das einfach in diesem Faden tun. Ich brauche ihn im Moment nicht.

    Wasser, Saft und Bier stehen noch im Kühlschrank, Kaffee und Tee müsst ihr euch selbst kochen... - Und die schmutzige Wäsche... - ähm... - das schmutzige Geschirr könnt ihr einfach in die Spüle stellen.

    Und jetzt wünsche ich fröhliches Streifeln und eine gute Nacht. Die Tintenweberin hatte heute ihren Großkampftag und wenn sie morgen früh um fünf an ihrer Geschichte weiter arbeiten soll, muss ich sie jetzt leider schon ins Bett schicken...

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  • ulrike207
    antwortet
    guten morgen liebe tintenweberin

    diese geschichte erinnert mich an die giraffensprache nach marshall.
    leider sprechen wir alle (mich eingeschlossen) zu oft wölfisch.
    is ja auch jahrelang antrainiert. dabei wäre es so viel produktiver
    soviel zielführender soviel bereichender wenn wir uns alle einen stab und
    ein offenes herz aneignen würden.
    aber wir sind ja alle lernfähig, nicht wahr?

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  • Tintenweberin
    antwortet
    Aber bevor es so weit ist, dass wir uns den Kopf über glatte Straßen zerbrechen müssen, möchte ich gerne die einzig gute Erfahrung, die ich mit emotionsgeladenen Auseinandersetzungen gemacht habe, mit euch teilen...

    Der Rahmen für diesen Konflikt war eine Fortbildung, bei der nur noch der Seminarleiter und zwei Teilnehmer (ein Mann und ich) übrig geblieben waren. Da wir beide ziemlich nah beieinander wohnten lag es auf der Hand, eine Fahrgemeinschaft zu gründen.

    Bei unserer ersten Verabredung kam es durch diverse Missverständnisse, meine Orientierungslosigkeit und sein nicht vorhandenes Handy zu einem echten Disaster. Mein Mitfahrer fuhr fast zwei Stunden lang auf den Autobahnkreuzen rund um Mannheim spazieren, bis er dann endlich (mit fürchterlich dickem Hals) in einer Tankstelle anhielt, um mich auf meinem Handy anzurufen. Danach kam das Treffen schnell zustande, aber wir waren alle beide nicht mehr in der besten Verfassung zumals noch viele Kilometer und ein drohender Wintereinbruch vor uns lagen. Die Stimmung im Auto war frostig - frostiger - eisig. Mein Fahrer schwieg stundenlang vor sich hin und ich hatte Angst, dass er mich an der nächsten Raststätte einfach rauswerfen würde...

    Irgendwann am Rande einer tiefverschneiten Nacht kamen wir bei unserem ersten Trainingswochenende als Jugendvisionssucheleiter an und die Stimmung blieb eisig!

    Am nächsten Morgen lud uns unser Seminarleiter zu einer ganz besonderen Klärungsrunde ein. Einer durfte reden und die anderen beiden sollten ihm mit offenem Herzen zuhören. Wenn der Redner alles gesagt hatte, was ihn in diesem Moment bewegte, legte er den Redestab zurück in die Mitte und alle Teilnehmer der kleinen Runde lauschten ihrem eigenen Herzen. Der nächste, der etwas sagen wollte, nahm den Redestab auf, wartete einen Moment bis alle aus ihrem eigenen Herzen in die Runde zurück gekehrt waren und sagte dann, was es zu sagen gab.

    Ich habe an diesem Morgen viele bewegende Geschichten gehört und ebensoviele erzählt. Ich habe Menschen erlebt, die nicht nur sich selbst sondern auch mir zuhörten. Ich musste gegen niemanden streiten, keine besseren Argumente suchen, eine rhetorischen Tricks auspacken, keine Allianzen schmieden. Ich durfte einfach bei mir und bei den anderen bleiben, mit dem Herzen zuhören und aus dem Herzen heraus sprechen. Es wurden keine Fragen gestellt (nur Verständnisfragen waren erlaubt), es gab keine Erwiderungen, keine Wertungen... - Es gab nur Geschichten und die Menschen, die diese Geschichten erzählten.

    Es dauerte fast zwei Stunden, bis so viel gesprochen, so viel gehört, so viele Tränen vergossen und so viel gelacht worden war, dass unsere Herzen wieder ruhig und ganz weit offen waren. Danach konnten wir wieder aufeinander zugehen und uns offen-herzig in die Arme nehmen.

    Eigentlich waren wir - dieser Mann und ich - so unterschiedlich wie man nur sein kann. Wo er verschlossen und hart war, war ich verletzlich, wo ich bissig und biestig war, war er empfindlich und fluchtbereit, wo ich stark war, war er schwach und wo er mutig war, bekam ich es mit der Angst zu tun... - Wir waren eigentlich wie Hund und Katze und trotzdem war er der erste Mann, in dessen Hände ich mein Leben völlig vorbehaltlos gelegt hätte, wenn es jemals nötig gewesen wäre. Und als wir zum letzten Mal miteinander aus dem Bayerischen Wald nach Hause fuhren, sagte er mir, dass es ihm umgekehrt ganz genau so ging...

    Ohne diese derben Rumpler und die wunderbare Art damit umzugehen, wären wir niemals auf diese innige Weise miteinander in Kontakt gekommen. Wir hätten uns immer einigermaßen misstrauisch beäugt, wir hätten auf einen angemessenen Sicherheitsabstand geachtet, uns gelegentlich angefaucht und ziemlich viele Schatten mit in unsere Zeremonien genommen. Aber vor dem Licht dieser Herzensrunde hatten die Schatten keinen Bestand...

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  • Tintenweberin
    antwortet
    Zitat von Nomada Beitrag anzeigen
    Du kannst vorbeugend ein paar Huftiere als Alternative bereitstellen....
    *anmeld*
    Wenn es so weit ist, werde ich ein paar Schlittenhunde engagieren...

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  • Nomada
    antwortet
    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
    ...Aber wehe ihr lasst mich auf auf meinen heißen Kartoffeln sitzen weil ein paar Schneeflocken aus den Wolken purzeln und eure verwöhnten Stadtautos vor der steilsten asphaltierten Straße von Rheinland-Pfalz kapitulieren...
    Du kannst vorbeugend ein paar Huftiere als Alternative bereitstellen....
    *anmeld*

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