Unser "Streit"
Liebe Tintenweberin,
ohne auf Details einzugehen - der Kopf ist nämlich schnell, aber oft daneben! -, nehme ich mal die Essenz dessen, was hier geschieht:
Ich habe etwas gesagt. Es erzeugte bei Dir sehr heftigen Widerspruch.
Ich habe da also ein Thema bei Dir angerührt, dass ja sehr viel mit Dir zu tun hat. Denn sonst wäre Dein Widerspruch ja nicht da.
Sonst könntest Du Dich ganz entspannt zurücklehnen, und bräuchtest das Alles hier nicht schreiben.
Der Widerspruch bei Dir kann also ein sehr guter Hinweis sein für Dich.
Deshalb auch keine Argumente mehr meinerseits, da sie nicht wirklich weiterführen würden.
"Der Kopf sagt zum Herz: 'Du bist naiv!'
Das Herz antwortet dem Kopf: 'Aber Du bist ein Tyrann!' "
Gruß Wolfgang
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Tintenweberin: Im Streifelsfall...
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Ein Gast antwortete
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Und ich finde es schade, dass du an einer flapsigen Randbemerkung hängen bleibst, anstatt deine Sichtweise zu meiner Forderung an einen möglichen Lebenspartner nach Toleranz und Verständnis zu erläutern...Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigenHallo liebe Tintenweberin,
schade, dass Du das so siehst. Denn eine Beziehung beenden, weil da keine Liebe ist, und jemanden nicht mehr kennen - dies ist ja Deine Interpretation.
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Ich glaube dir sogar, dass du das wirklich bedauerst, ... und was sagt das uns ?Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigenHallo liebe Tintenweberin,
schade, dass Du das so siehst.
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Finde ich auch, schließlich heißt Du nicht Beckenbauer und Weihnachten ist auch noch nicht.Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigenWenn mir ein Mann nicht zutraut, dass ich eine alte Liebesbeziehungen tatsächlich auch beendet habe, wird er mir womöglich auch nicht zutrauen, dass ich es zuverlässig vermeiden kann, mit dem attraktiven, jungen Kollegen, der auf unseren Betriebsfeiern bevorzugt zweideutige Witze erzählt, bei der erstbesten Gelegenheit in die Kiste zu hopsen...
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Ich gehe einfach mal davon aus, dass ihr beide eure Beziehung damals geheim gehalten habt. In diesem Fall macht es wenig Sinn, im Nachhinein die schlafenden Hunde dadurch zu wecken, dass man eine Freundschaft (möglicherweise mit den Ehepartnern) pflegt und dabei noch im Nachhinein die Entdeckung der längst beendeten Liebschaft (und jede Menge Stress) riskiert...Zitat von Mensch Beitrag anzeigenAaaaaaalso: Ich hatte mal vor meiner Ehe mit einem Mann eine wunderbare Beziehung, die aber dann zu Ende gehen musste, weil er verheiratet war.
Mein früherer Partner und ich sind beide als Solisten in der Welt unterwegs. Warum sollten wir uns nicht gegenseitig besuchen? Warum sollte ich nicht meinen Hund zu ihm bringen, wenn ich mal weg bin? Und warum sollte ich nicht seine beruflichen Pläne mit ihm besprechen, wenn er mich nach wie vor als eine kluge, kreative Mitdenkerin schätzt...?
Ich denke, es gibt ebensoviele verschiedene Umstände wie es Menschen gibt und es macht keinen Sinn die Lösung, die bei einem (Ex-)Paar vielleicht bestens funktioniert, für richtig zu erklären und allen anderen auch verordnen zu wollen...
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Ein Gast antworteteAaaaaaalso: Ich hatte mal vor meiner Ehe mit einem Mann eine wunderbare Beziehung, die aber dann zu Ende gehen musste, weil er verheiratet war.
Wir sind im Guten auseinandergegangen und wenn wir uns heute mal zufällig treffen, verstehen wir uns auch immer noch gut.
Wir würden aber beide keine Freundschaft wollen, denn das ist dann wieder eine engere Angelegenheit, und mein Mann würde das auch nicht akzeptieren. Seine Frau übrigens auch nicht.
Ich denke, das kommt eher dem nahe, was Wolfgang meint.
Die beziehung ist vorbei,sie war sehr schön, wir haben auch keine Probleme miteinander, aber auch nicht mehr.
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Das verstehe ich jetzt gar nicht. Aber das macht nichts. Dinge, die ich nicht verstehe, kommen in meinem Leben öfter vor...Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigenSo wie ich es verstehe, ist es nicht stimmig.
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Ein Gast antworteteHallo liebe Tintenweberin,Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
Wenn es für Wolfgang richtig und wichtig ist, eine Frau, die er einmal geliebt hat, nicht mehr zu kennen, wenn sich die Liebe verflüchtigt hat, dann finde ich das zwar bedauerlich (und ein bisschen unreif),...
schade, dass Du das so siehst. Denn eine Beziehung beenden, weil da keine Liebe ist, und jemanden nicht mehr kennen - dies ist ja Deine Interpretation.
Was ich meine, ist folgendes:
Dass ich einen Menschen, den ich einmal sehr geliebt habe, und mit dem ich eine sehr schöne Zeit hatte, in meinem Herzen mit allem einen Platz gebe. Denn Liebe heißt für mich auch: Ihn Loslassen können, ihm die Möglichkeit geben, wieder einen ganz eigenen Weg zu gehen.
Zu sagen, ich würde sie deshalb nicht kennen, und dies wäre unreif - was für eine Wertung! So wie ich es verstehe, ist es nicht stimmig.
Liebe Grüße
Wolfgang
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Nein, ich bin im Moment überempfindlich. Aber wenn das bei anderen Leuten ein Dauerzustand sein darf, dann darf es bei mir wenigstens ab und zu mal vorkommen...Zitat von Mensch Beitrag anzeigenHmm..bist du nicht ein wenig sehr empfindlich?
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Ein Gast antworteteHmm..bist du nicht ein wenig sehr empfindlich?
Ist kein Vorwurf, nur eine Frage.
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Ich streite nicht, ich stelle nur etwas klar...!Zitat von Mensch Beitrag anzeigenIch versteh gar nicht, wieso ihr euch überhaupt streitet.
Wolfgang hat seine Meinung, du hast deine. Was gibt es da zu streiten?
Ich mag es überhaupt nicht, wenn mir irgendjemand, der mich (noch) nicht einmal kennt, Motive unterstellt, die nichts mit mir zu tun haben.
Wenn es für Wolfgang richtig und wichtig ist, eine Frau, die er einmal geliebt hat, nicht mehr zu kennen, wenn sich die Liebe verflüchtigt hat, dann finde ich das zwar bedauerlich (und ein bisschen unreif), aber es ist ganz allein seine Angelegenheit. Aber wenn jemand seine persönliche Entscheidung zu einem allgemein gültigen "So-ist-es" macht und meine ebenso persönliche Entscheidung danach bewertet, dann ist mir das nicht mehr egal...
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Aber das...
...ist mir nicht egal!Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigenAn jeden potentiellen "Neuen" besteht also vorneweg die Erwartung, dass er das akzeptieren muss. Dies wird aber kein Mann tun.
Ja, ich erwarte von einem Mann, der mein Liebes- und Lebensgefährte sein will, dass er meine Vergangenheit und die Freunde aus meiner Vergangenheit akzeptiert. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, dann ist es ganz gewiss nicht der richtige Mann für mich. Denn wenn er mir heute den Umgang mit dem Mann verbietet, den ich irgendwann einmal geliebt habe, dann verbietet er mir vielleicht morgen den Umgang mit denen, die nicht den passenden sozialen Hintergrund haben oder nicht die passende politische Einstellung, deren Sprache nicht die gleiche ist wie unsere, deren Haut eine andere Farbe hat oder deren Nasen nicht dem handelsüblichen Schönheitsideal entsprechen.
Eine grundlegende Tugend, die ich nicht nur von meinen Freunden sondern auch vom meinem Partner fordere, heißt "Toleranz" und eine andere heißt "Vertrauen". Wenn mir ein Mann nicht zutraut, dass ich eine alte Liebesbeziehungen tatsächlich auch beendet habe, wird er mir womöglich auch nicht zutrauen, dass ich es zuverlässig vermeiden kann, mit dem attraktiven, jungen Kollegen, der auf unseren Betriebsfeiern bevorzugt zweideutige Witze erzählt, bei der erstbesten Gelegenheit in die Kiste zu hopsen...Zuletzt geändert von Tintenweberin; 18.06.2010, 16:14.
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Ein Gast antworteteIch versteh gar nicht, wieso ihr euch überhaupt streitet.
Wolfgang hat seine Meinung, du hast deine. Was gibt es da zu streiten?
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Wie bitte...??!Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigenWas für eine wundervolle Bestätigung meines "Quatsch"-Argumentes:
Denn Du wärst ja erst frei für eine ganz neue Liebe und Partnerschaft, wenn Du diese Freundschaft beenden würdest...
Na ja, egal. Über die wissenschaftliche Relevanz von Zirkelschlüssen müssen wir uns hier auch nicht streiten...
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Wenn du gesteigerten Wert darauf legst, kann ich an späterer Stelle gerne meine Vorstellung von Wertungen im Allgemeinen und Verallgemeinerungen im Besonderen darlegen. Aber das ist nicht das Thema, das mich dazu bewogen hat, diesen angestaubten Faden wieder einmal hervor zu kramen...Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigenDu wertest das, was ich da gesagt habe, als Quatsch.
P.S.: Und wir werten etwas oft, wenn wir etwas nicht wahrhaben wollen.
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