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Die Kunst des Fliegens

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    Ich muss gestehen, dass ich in Einkesselungssituationen Gefahr laufe, handgreiflich zu werden.
    Wenn man mich nicht weglässt, weiß ich mir anders nicht zu helfen.

    Gefängnis wäre mein Tod!

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      Ich finde es doppelt schlimm, einerseits nicht für mich allein sein zu können und andererseits an ihm vorbei/ zu ihm hin zu müssen in einer Situation, in der es mir sowieso nicht gut geht und in einer Zeit, in der ich sowieso Probleme habe auf ihn zu zugehen. Davon wird es sicher nicht besser.

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        Da die Diskussion um nichts und wieder nichts stattfand, wie du schreibst, bringt er es aber auch nicht fertig zu sagen, komm, wir lassen das jetzt, ist nicht so wichtig?

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          Ich denke es ging ihm darum, was sich dann erst in der Diskussion gezeigt hat, nämlich dass ich mich derzeit oft zurück ziehe, ihn allein lasse und wie er das empfindet. Er wollte von mir eine Erklärung und wollte hören, ob ich weiß, wie er sich damit fühlt.

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            Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
            Ich denke es ging ihm darum, was sich dann erst in der Diskussion gezeigt hat, nämlich dass ich mich derzeit oft zurück ziehe, ihn allein lasse und wie er das empfindet. Er wollte von mir eine Erklärung und wollte hören, ob ich weiß, wie er sich damit fühlt.
            Hast du mal überlegt, ein oder zwei Wochen allein Urlaub zu machen? Du denkst im Moment sehr viel über dich und dein Verhalten nach. Da ist alles drum herum irgendwie störend. Vielleicht möchte er auch unbewußt nicht, daß du zu viel nachdenkst.

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              Das würde es nicht besser machen, das macht es meiner Erfahrung nach nur schlimmer, weil schwerer, die Distanz wieder zu durchbrechen. Ich glaube auch nicht, dass es ein Problem ist, dass ich mein Verhalten überdenke.

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                Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                Ich habe die Tage gemerkt, was passiert, wenn das Lächeln nicht mehr da ist, wenn es fällt. In einer wilden Diskussion um nichts und wieder nichts, die darin endete auszudiskutieren, warum ich in manchen Situationen einfach den Raum verlasse und für mich allein sein will (gefolgt von Vorwürfen, ich wäre egoistisch, ich tue nur das, was ich möchte und bin rücksichtslos...) ließ er nicht locker.
                Hmm, er sieht sich (höchst)wahrscheinlich in einer "undankbaren" Position. Vielleicht fühlt er sich (aus seiner Sicht) nicht wirklich mit dem wahrgenommen, was er (in seinem Glauben) schon alles gemacht hat um dir zu Gefallen zu sein (dir zuliebe), um dir entgegen zu kommen, um die Gemeinsamkeit zu stabilisieren, usw.

                Dahinter steht das Gefühl der "Undankbarkeit", das Gefühl des "nicht-respektiert-werdens" für das, was er ja "gerne" tut >> und aus Hilflosigkeit schließlich der Zorn, wieso DAS nicht anerkannt wird, wo er sich doch redliche Mühe gibt usw.
                Möglicherweise kann er mit diesem "ihn aufwühlenden Zustand" nicht umgehen und blockiert in solchen Situationen wie eben jener hitzigen Diskussion.
                Nur Vermutungen.

                Wenn ich das so schreibe, heisst das keinesfalls, dass jetzt DU deinerseits auf deine Wünsche und Bedürfnisse verzichten müsstes oder sie ihm zuliebe modifizieren müsstest. Das würde nichts vernünftiges bewirken.


                Ferien (alleine) sind jetzt kontraproduktiv. Euer "Tisch ist jetzt und hier sozusagen mehr als üppig gedeckt", will sagen, ihr steht mitten im Prozess und seid "heiss", auch wenn ihr euch immer wieder abkühlt. Ferien, bzw. räumliche Distanz würden "das Essen erkalten lassen" um es dann nach deiner Rückkehr peu à peu wieder aufzuwärmen. Gar nicht gut.

                Euer Hauptproblem als Paar liegt in der "bedingten" Unfähigkeit/Unmöglichkeit (weil jeder auf seine Weise (vor)belastet ist) auf Augenhöhe zu kommunizieren. Ihr seid beide zu sehr in eure - nennen wir es ruhig so - Opferrolle verstrickt, als dass ihr erkennen würdet, dass ihr gleichzeitig auch Täter seid. (du wahrscheinlich weniger, nehme ich mal an, weil du hier und anderswo die Möglichkeit hast dich mitzuteilen und auch Feedback bekommst. Er hat diese Möglichkeit vielleicht nicht)

                Besuch im Haus und vorher ein Streit, das sind besonders erdrückende Zustände, weil - je nach Besuch - dieser von den intimen Problemen nichts zu wissen braucht und es daher - alle anderen damit zusammenhängenden Punkte mal ausgeklammert - ein mühseliges Geschäft ist, beides - Besuch und Streit - hinter einer Fassade einigermaßen verträglich auf einen Nenner zu bringen.

                Wenn der Besuch als solcher dir etwas positives gebracht hat, ist das wenigstens für dich - und vielleicht auch für deinen Partner - sowas wie Salbe auf eine(eure private) Wunde.

                Ihr beide seid euch "die Propheten im eigenen Land", ... und dort "taugen sie nichts".
                Es wäre auch mMn Nonsens über Trennung zu spekulieren, denn da ist zuviel Gutes in eurer Beziehung. Leider ist es oft/meist so (und beleibe nicht bei euch allein) dass das Nicht-so-Gute beharrlich in den Mittelpunkt gestellt wird und das Gute auf Dauer Gefahr läuft zu verkümmern.

                Ihr braucht meiner Meinung nach einen (Ver)Mittler, der euch aus diesem (bei Paaren recht häufigen) Zerreiss-Spiel befreit und euch auf das (für euch) Wesentliche zurückführt.

                lG

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                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Hmm, er sieht sich (höchst)wahrscheinlich in einer "undankbaren" Position. Vielleicht fühlt er sich (aus seiner Sicht) nicht wirklich mit dem wahrgenommen, was er (in seinem Glauben) schon alles gemacht hat um dir zu Gefallen zu sein (dir zuliebe), um dir entgegen zu kommen, um die Gemeinsamkeit zu stabilisieren, usw.

                  Dahinter steht das Gefühl der "Undankbarkeit", das Gefühl des "nicht-respektiert-werdens" für das, was er ja "gerne" tut >> und aus Hilflosigkeit schließlich der Zorn, wieso DAS nicht anerkannt wird, wo er sich doch redliche Mühe gibt usw.
                  Möglicherweise kann er mit diesem "ihn aufwühlenden Zustand" nicht umgehen und blockiert in solchen Situationen wie eben jener hitzigen Diskussion.
                  Nur Vermutungen.
                  Und sicher auch, warum es nicht nur nicht anerkannt wird, sondern warum es auch zu keiner "Besserung" führt. Wahrscheinlich erwartet er, dass ich durch sein Entgegenkommen irgendwann mal zufrieden gestellt bin und alles ein Ende hat.

                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Ferien (alleine) sind jetzt kontraproduktiv. Euer "Tisch ist jetzt und hier sozusagen mehr als üppig gedeckt", will sagen, ihr steht mitten im Prozess und seid "heiss", auch wenn ihr euch immer wieder abkühlt. Ferien, bzw. räumliche Distanz würden "das Essen erkalten lassen" um es dann nach deiner Rückkehr peu à peu wieder aufzuwärmen. Gar nicht gut.
                  Das ist sicher auch der Grund dafür, warum plötzlich ganz andere Themen auf den Tisch kommen, als sie sich eigentlich zeigen. Im Grund wirkt der Besuch im Haus auch ähnlich. Der Streit wird zum Wohle des Haussegens beendet, liegt auf Eis, ein nettes Gesicht wird aufgesetzt. Man hat hier genug Platz und Gelegenheiten um sich aus dem Weg zu gehen und muss nun auch kooperieren, damit der Laden hier läuft und die Familie sich nicht wundert.

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                    Ich möchte mal positiv festhalten (man darf ja nicht nur immer jammern ), dass mir beim Gedanken daran, dass nächste Woche die Ferien vorüber sind, nicht die Tränen in die Augen schießen. Sonst hatte ich nach so langer Abstinenz immer große Probleme wieder einzusteigen. Und das, obwohl es bis zur Weihnachtszeit wieder ziemlich stressig werden wird. Wahrscheinlich sehe ich das in zwei Wochen wieder anders, aber den Fortschritt sollte ich wohl zu schätzen wissen. Auch meine nervösen Symptome sind seit zwei/ drei Tagen endlich weg. Die Auswertung folgt zwar erst noch, aber es ist gut zu wissen, dass es sich bei genug Ruhe abstellen lässt.
                    Ich hatte letzte Woche eine schwierige Situation, bei der mich mein Partner nicht allein gelassen hat und das, obwohl ich ihm gegenüber wieder unfair und ungerecht war. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, weil ich weiß, dass vieles von dem, was ich fühle, nicht wirklich nachvollziehbar ist. Mich beunruhigt ein wenig, dass ich seither abends, wenn ich allein bin, Angstzustände bekomme. Es gab eine ziemlich lange Zeit, in der sich jeden Abend Angst bis hin zur Panik über mich gelegt hat. Die Welt scheint dann ein ganzes Stück größer zu sein, ich hingegen winzig. Ein beklemmendes Gefühl in der Brust erscheint. Die Angst drehte sich dabei eigentlich immer um meine Eltern, in meinem Kopf entwickelten sich die wildesten Geschichten, was ihnen, wenn ich nicht wach bin (also wahrscheinlich selbst nicht für ihre Sicherheit sorgen konnte), zustoßen könnte. Ich hoffe, dass ich das wieder in den Griff bekomme und es sich nicht wieder so massiv festsetzt. Morgens ist der Zauber dann meist vorbei, dass ich aufwache bedeutet auch, dass ich selbst die Nacht überstanden habe (und mich kein Axtmörder aufgesucht hat...).

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                      Lebe nicht das Leben deiner Eltern, lebe dein eigenes!

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                        Diesmal sind es nicht meine Eltern, Bonny. Es betrifft mich selbst.

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                          Ok!

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                            Ich fühle mich derzeit so weit entfernt von allem, von der Welt mit ihren Menschen. Es ist, als würde ich lediglich auf die Erde nieder schauen und dem Leben der anderen folgen. Ich schaue dem regen Treiben zu, alle gehen sie ihrer Wege, eifrig, fleißig, mit einem Ziel. Für die Menschen scheint das Sinn zu machen, mir erscheint das alles ziemlich sinnlos zu sein. Ich frage mich, wie sie glücklich sein können. Ich fühle mich so abgetrennt, wie ein Außerirdischer, ich kann damit nichts anfangen. Und alles ist unglaublich schwer und anstrengend, man schleppt sich von einer Sache zur nächsten und versucht irgendwie den Kopf oben zu halten. Da erscheint der letzte Post wie der blanke Hohn.

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                              Das ist so, Jannes, wenn man in einer depressiven Phase steckt.
                              Das geht aber auch wieder vorbei.

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