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Die Kunst des Fliegens

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    Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
    Nein, eine Mutterrolle übernehme ich nicht. Meine Mutter hat sich meinem Vater gegenüber auch nicht wie seine Mutter benommen
    Es ist auch keine unterwürfige, hilfesuchende Rolle.

    Meine Mutter zeichnete sich dadurch aus, dass sie immer völlig überreagierte, völlig aus dem Ruder lief, ein Theater vom Feinsten lieferte. Alles musste spuren, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf ging. Alle mussten die Köpfe einziehen, sonst konnte das böse enden. Dass dahinter ein kindliches Gemüt und im Grunde genommen Hilflosigkeit steckt, kann ich jetzt erst selbst aus meiner Perspektive sagen. Denn so zeige ich mich, wenn ich mich nicht genügend beachtet, übergangen fühle oder es nicht schaffe, angemessen mein Anliegen darzulegen und mein Partner dann mit seiner aus meiner Sicht herablassenden, tätschelnden Art darauf eingeht.
    Im Grunde ist es also ein Mantel, der das ziemlich kleine Ego größer, stärker und mächtiger erscheinen lassen soll.
    Sag mal, haben wir etwa die gleiche Mutter ?
    Meine ist auch so, manchmal wie ein Kind im Trotzalter "ich will aber, daß gemacht wird, was ich sage".

    Okay und wenn dein Partner dann "tätschelnd" ankommt, wirst du natürlich bissig - würde mir genauso gehen.

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      Ich dachte auch immer, solche Menschen kann es nicht so häufig geben, aber hier wurde ich eines anderen belehrt.

      Seit ich nicht mehr zu Hause lebe, hat sich die Lage allerdings entspannt. Ich stehe nicht mehr in ihrem Wirkungskreis, das muss nun nur noch mein Vater erdulden. Allerdings auch nicht mehr in diesem Ausmaß von früher. Dennoch muss ich mich regelmäßig zusammenreißen, sie nicht permanent abzuwerten. Aber auch das wird besser, ich habe letzte Woche tatsächlich eine halbe Stunde mit ihr am Telefon gesprochen, ohne den Verstand zu verlieren und sie fragte mal nach, wie es mir geht. Ich weiß gar nicht, wie lange das her ist, dass sie das mal ernst meinte. Sonst ist das eine Füllfrage, die sie stellt, damit sie schnell zum wesentlichen Punkt kommen kann: nämlich, wie es ihr geht.

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        Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
        Ich dachte auch immer, solche Menschen kann es nicht so häufig geben, aber hier wurde ich eines anderen belehrt.

        Seit ich nicht mehr zu Hause lebe, hat sich die Lage allerdings entspannt. Ich stehe nicht mehr in ihrem Wirkungskreis, das muss nun nur noch mein Vater erdulden. Allerdings auch nicht mehr in diesem Ausmaß von früher. Dennoch muss ich mich regelmäßig zusammenreißen, sie nicht permanent abzuwerten. Aber auch das wird besser, ich habe letzte Woche tatsächlich eine halbe Stunde mit ihr am Telefon gesprochen, ohne den Verstand zu verlieren und sie fragte mal nach, wie es mir geht. Ich weiß gar nicht, wie lange das her ist, dass sie das mal ernst meinte. Sonst ist das eine Füllfrage, die sie stellt, damit sie schnell zum wesentlichen Punkt kommen kann: nämlich, wie es ihr geht.
        Gibt es so was wie seelische Zwillinge?

        Meine Mutter spricht auch am liebsten über Dinge, die sie interessieren. Wenn ich etwas erzähle, kann ich sicher sein, daß keine Nachfrage kommt. Das macht Unterhaltungen natürlich ziemlich schwierig .

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          zweimal habe ich mich vergewissert:
          ich bin doch hier im faden: "die Kunst des Fliegens"

          aber leider geht es hier nicht ums Fliegen....
          Für mich, der ich in der Jugendzeit Segelflieger gewesen bin, eine Enttäuschung

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            Matzi, dieser Faden ist die Fortsetzung von "Endlich flügge werden" und hat mit der Fliegerei nichts zu tun.
            Der Titel ist im übertragenen Sinn zu verstehen.

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              aha... dann werde ich demnächst vielleicht einen Faden
              "morgen wollen wir zur Sonne steigen" eröffnen

              (aus dem refräng eines alten segelfliegerliedes )

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                Hallo Matzi,

                Zitat von Matzi Beitrag anzeigen
                zweimal habe ich mich vergewissert:
                ich bin doch hier im faden: "die Kunst des Fliegens"

                aber leider geht es hier nicht ums Fliegen....
                Für mich, der ich in der Jugendzeit Segelflieger gewesen bin, eine Enttäuschung
                mein ganz persönlicher Flug durchs Leben genügt mir

                Vielleicht findest du hier noch jemand anderen, mit dem du dich übers tatsächliche Fliegen austauschen kannst.

                LG

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                  Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                  Hallo Matzi,



                  mein ganz persönlicher Flug durchs Leben genügt mir

                  Vielleicht findest du hier noch jemand anderen, mit dem du dich übers tatsächliche Fliegen austauschen kannst.

                  LG
                  Solange es kein "Fluch" durchs Leben ist, ist ja gut!
                  Sorry, ich krieg heute einfach kaum ernsthafte Beiträge hin.

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                    In meinem heimatlichen Dialekt (Sachsen-Anhalt) würde das tatsächlich Sinn ergeben

                    Fluch würde ich es nicht unbedingt nennen, aber es geht wieder mal heiß her derzeit.

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                      Na, dann frierst du wenigstens nicht im rauen Oktober!

                      Ups,

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                        Stimmt, hauptsache die Funken setzen das Haus nicht in Brand.

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                          Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andre an!

                          So Bonny, jetzt ist aber Schluss mit dem Blödsinn, ich werde jetzt ganz ernsthaft!

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                            Bei dem Sturm draußen ist fast schon egal, welches brennt. Die Flammen würden übergreifen.


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                              Bei uns ist (noch) nichts mit Sturm.

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                                Ich habe die Tage gemerkt, was passiert, wenn das Lächeln nicht mehr da ist, wenn es fällt. In einer wilden Diskussion um nichts und wieder nichts, die darin endete auszudiskutieren, warum ich in manchen Situationen einfach den Raum verlasse und für mich allein sein will (gefolgt von Vorwürfen, ich wäre egoistisch, ich tue nur das, was ich möchte und bin rücksichtslos...) ließ er nicht locker. Was ich absolut nicht leiden kann, ist "eingekesselt" zu werden, wenn mir nämlich die Möglichkeit zum gehen genommen oder verwehrt wird. Was folgte war ein Wechsel aus Lachen und schließlich auch aus heulen. Und das Gefühl dabei war einerseits Hilflosigkeit, die Situation selbst betreffend, aber auch Hilflosigkeit mein Muster betreffend (wegzugehen, den Raum zu verlassen, mich dieser Diskussion zu entziehen, weil ich dafür keine Lösung habe und mich nicht verstanden fühle). So ging das einige Male hin und her. Wir sind zu keinem Ergebnis gekommen und das Thema ist wieder mal vertagt, weil wir derzeit volles Haus haben (oder vielleicht doch lieber Gott sei Dank...). Die Gemüter haben sich beruhigt und so fällt es mir auch leichter, wieder auf ihn zu zugehen. Allerdings merke ich auch jetzt, dass ich mich bei so vielen Menschen im Haus eingeengt fühle, weil ich, wenn wirklich alle Räume "belegt" sind, kaum eine Ausweichmöglichkeit habe. So schlecht habe ich lange nicht mehr geschlafen.

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