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    Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
    JIch entscheide früh immer spontan nach Verfassung was ich "ertragen" kann und was nicht.
    Ich auch. Diese Woche ausschließlich feminin. Ist bei mir ein gutes Zeichen.

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      Zitat von Die_Reifende Beitrag anzeigen
      Aber gut, dass wir beim Thema sind. Ein Kollegin meines Alters (32) ist recht klein, 1,58 oder 1,55? Neuerdings trägt sie Hacken mit 10 cm Absatz! Und stakst wie ein Storch im Salat... Naja, wahre Größe macht sich nicht durch hohe Absätze bemerkbar... Besonders in ihrem Fall...
      Ich bin auch 1.62 klein. Ich brauch aber wie gesagt keine hohen Hacken, du hast schon recht, wahre Größe strahlt von innen

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        Weißt du, ich find´s ja ok wenn man damit laufen kann. Kann sie aber nicht...

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          Ich kann sowas auch nicht...es gibt doch da irgendeine Formel, wie lang der Absatz maximal zu deinem persönlichen Fuß sein darf (hat irgendwas mit den Winkeln eines Dreiecks zu tun - soviel zu Mathematik und Geometrie). Ich bekomme die Beine bei sowas gar nicht gerade. Man kann sich vorstellen, wie das ungefähr aussieht...

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            Ich habe Schuhe mit 7 cm-Absätzen. Damit kann ich schon eine Weile laufen, weil der Absatz relativ breit ist. Wenn ich damit nicht laufen kann, dann lasse ich es normalerweise auch. Was ich allerdings auch schon hatte, bei Sandaletten, dass ich erst nach ein paar Stunden gemerkt habe, dass sie doch nicht soooo bequem waren, auf Dauer...
            Im Alltag habe ich Schuhe mit ca. 3-5 cm Absätzen. Wichtig ist, dass sie bequem sind.

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              Vielleicht hatte ich bislang auch einfach nicht den richtigen Schuh, das kann ja sein. Auch unter Jeans kann man ja sowas tragen. Sandaletten trage ich auch mal, aber eher die Outdoorvariante :p

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                Eigentlich müssten wir uns jetzt zum Kaffeeklatsch oder auf nen Prosecco treffen und mal unsere Schuh- und Kleiderschränke begutachten.

                Ich schreib dir mal eine PN, welche "Hackenschuhe" man normalerweise gut tragen kann.

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                  Ich habe die letzte Woche allein verbracht, weil mein Partner berufsbedingt weg war.. Ich habe zunächst etwas gebraucht, um mich daran zu gewöhnen und die Tage zuvor ging es mir auch schon nicht gut damit. Nach der ersten Nacht besserte sich das und es ging mir besser.
                  Ich habe mich sehr gefreut, als er gestern endlich wieder da war. Aber ich bemerke auch, dass ich nicht mehr so entspannt und wieder schneller gereizt bin. Ich denke, ich bin unglaublich egoistisch und es fällt mir schwer, mich nach den Bedürfnissen eines andere zu richten oder diese wenigstens zu berücksichtigen.
                  Diese Woche konnte ich meine Zeit, die ich zu Hause verbrachte, so einteilen und so verbringen wie ich es wollte und wie es mir passte. ich brauchte zu keiner Zeit Rücksicht nehmen. Nun ist mein lieber Freund wieder da. Unsere Interessen oder auch unsere Vorstellungen der Tagesgestaltung gehen überhaupt nicht weit auseinander. Ich merke aber, wie es mich stresst. Dabei habe ich nun gemerkt, dass ich oft glaube ihn in Situationen berücksichtigen zu müssen, in denen er es nicht für notwendig hält. Ich unterstelle ihm dann, dass er die Erwartung hat, ihn in meine Handlung mit einzubeziehen oder ihn zu berücksichtigen.
                  Wiederum gibt es viele Situationen, in denen ich es nicht tue und er sich nicht beachtet oder einbezogen fühlt. Das nervt mich sehr. Mir fällt aber auch keine gute Lösung ein. Mir wurde nur mal wieder bewusst, wie stark meine eigenen Bedürfnisse im Vordergrund stehen und dass ich oft unfähig oder ungewillt bin diese zurückzustellen. Es ist absurd. Ich habe so lange gebraucht mich auf eine Bindung einzulassen, in dieser fällt mir das Fühlen so schwer, dass ich oft überlege, warum ich ihm das eigentlich manchmal antue. Ich bin dann so wütend auf mich selbst, dass ich bösartig werde.
                  Ich weiß, dass das Verhalten meiner Mutter bei mir eine Bindungsstörung zur Folge hatte. Seit ich therapeutisch gearbeitet habe, hat sich mein Verhalten und Erleben gebessert. Dennoch bin ich oft abweisend, abwertend und gefühlskalt. Das tut mir regelmäßig sehr leid und erst, wenn es zum Streit deswegen kommt kann ich auch wieder fühlen. Übersetzt würde ich sagen, stelle ich meine eigenen Bedürfnisse über die meines Partners und sichere damit ab, dass diese nicht (wie in der Vergangenheit) vernachlässigt werden. Bindung und Nähe ängstigen mich nach wie vor, vor allem, wenn die Beziehung bedroht erscheint, fühle ich. Ich bin abweisend und kalt und halte damit meinen Partner auf Abstand, um eine möglicherweise bedrohliche Nähe zu ihm unter Kontrolle zu halten. Weiterhin beobachte ich zurückblickend, dass ich sehr wohl auf die Bedürfnisse anderer eingehen kann, aber diesbezüglich vor allem die Erfahrung gesammelt habe, dass ich davon in keinster Weise profitiere. Hinzu kommt, dass ich in meiner Kindheit nur die Bedürfnisse anderer (meiner Mutter) erfüllt habe, weil ich sonst befürchtete, dass sie stirbt bzw. sich das Leben nimmt oder davon läuft. Eine gesunde Einstellung und eine empathischere Einstellung zum Erfüllen der Bedürfnisse anderer habe ich nicht gemacht. Oft schalte ich daher heute meinen Verstand ein. Das sieht dann so aus, dass ich mir sage: "Du musst ihn jetzt mal fragen, wie sein Tag war" usw. Eigentlich dreht sich die Welt um mich und ich bin der Nabel. Es kostet so viel Kraft da raus zu kommen.
                  Merkwürdigerweise sieht das auf Arbeit ganz anders aus. Hier kannich empathisch sein, hier frage ich wirklich interessiert nach und halte mich selbst nicht für so wichtig. Allerdings habe ich diesbezüglich auch etwas über neurotische Depressionen gelesen und dass Menschen mit derlei frühen traumatischen Erlebnissen oft soziale Berufe wählen, um sich Anerkennung über diesen Umweg zu holen.
                  Anerkennung erhielt ich von meiner Mutter, weil ich nicht auffiel, keine Probleme machte, ihr auch Partnerersatz und Beraterin war. Oft fragte sie mich um Rat oder schlimmer noch, ich sagte ihr, was sie zu tun hatte, weil sie völlig überfordert oder unfähig war.

                  Was sagt mir das jetzt alles? Ich fühle mich austherapiert. Ich habe gelernt gut zu reflektieren, ehrlich zu mir selbst zu sein. Um Gottes Wille, mittlerweile fallen mir sogar viele positive Erlebnisse aus meiner Kindheit ein, von denen ich dachte, dass diese eher selten waren. Ich kann weniger abwertend mit meiner Mutter umgehen.
                  Aber in Sachen Bindungsfähigkeit scheine ich auf der Stelle zu treten. Mir fällt nur ein diesbezüglich durch verstandsmäßig geleiteten empathischen Umgang mit meinem Partner positive Erlebnisse zu schaffe. Möglicherweise öffnet sich ja irgendwann das Tor und Verknüfungen können wieder stattfinden.
                  Es gab in den letzten Jahren, in meiner aktuellen Partnerschaft, immerhin wenige sehr intensive Momente, in denen ich das fühlte, wovon ich glaube, dass es Geborgenheit ist. Unglaublich schön und ich vermisse es

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                    Liebe Jannes.

                    Wie verhält er sich denn?
                    kannst Du mit ihm darüber reden?hat er Muster, die so ein eher egoistisches Verhalten der Partnerin suchen ggf fördern?

                    Worauf ich hinaus möchte, ist, dass einer Partnerschaft auch viel auf Gegenseitigkeit beruht.

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                      Hallo Kuestenkind,

                      wir können sehr gut über alles mögliche reden.
                      ich empfinde es so, dass sein Verhalten manchmal sehr widersprüchlich erscheint. Er sucht Nähe zu mir, aber mag es auch selbst seinen eigenen Raum zu haben. Ich erinnere mich, dass zu Beginn der Beziehung es Thema war, dass ich vor allem diejenige war, die Nähe suchte und ihm das vielleicht zu viel war und er oft alleine raus ging, weil er die Ruhe genoss. er ist Förster und Jäger und ist somit auch viel allein draussen unterwegs. Anfangs fiel mir das unglaublich schwer und ich litt darunter. Aber wir pendelten uns ein. Nur glaube ich, gab es eine Zeit, in der ich mich mehr ihm anglich und wir uns nicht in der Mitte trafen. ich fühlte mich nicht gesehen. Das war vor zwei Jahren, da stand es mal auf der Kippe. Aber nach vielen Diskussionen traf ich auf seine Einsicht und seither war er sehr bemüht und wir bewegten uns wieder aufeinander zu.
                      Ich glaube momentan kommt noch ein weiterer Punkt hinzu. Ich genieße es so sehr unabhängig zu sein. Ich weiß nicht warum, ich bin schon seit einer Weile unabhängig, arbeite, verdiene mein Geld. Aber wenn ich Dinge so mache, wie ich es will, dann auch, weil ich mich so lange so stark darin eingeschränkt gefühlt habe. Damit meine ich vor allem die Zeit, in der ich zu Hause bei meinen Eltern lebte. Rückblickend fühlt sich das an wie eine Zwangsjacke.

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                        Warum stört Dich Deine Selbstaendigkeit und Freiheit dann so sehr?
                        wo liegt die Grenze zum Egoismus und warum?

                        ... und wenn doch alles im.Fluss ist, auch in Eurer Beziehung. Warum sollte Dein Geniessen des Freiraums (mit Dich selbst ausprobieren kombiniert) denn so falsch sein?

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                          Das weiß ich nicht genau. Vielleicht erinnert mich seine Anwesenheit einfach nur an meine Unfähigkeit auf ihn einzugehen. Das ist für mich schon Egoismus und das macht mich wütend und unglücklich und lässt mich erstarren. Das ist mir auch aufgefallen. Ich bleibe dann in diesem Gefühl stecken, auch wenn es überhaupt nicht angebracht ist und er mir auch signalisiert, es ist alles in Ordnung, ich soll mein Ding machen. Dann kann ich aber nicht mehr. Letzte Woche war das kein Problem, weil dieses Problem einfach nicht bestand. Da konnte ich auch in den Gedanken frei Dinge beginnen, ohne schlechtes Gewissen und kam auch wirklich zu etwas!

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                            Liebe Jannes,

                            ich bin gerade ziemlich baff. Was Du hier beschreibst, kenne ich von mir fast aufs i-Tüpfelchen genau so, nur dass bei mir nicht das Verhalten meiner Mutter für mein Unauffälligsein in der Kindheit gesorgt hat, sondern stattdessen die Behinderung meiner Schwester, die mich denken ließ, ich dürfe meine Eltern nicht noch mit meinen Bedürfnissen und Angelegenheiten stressen.

                            Ansonsten ist bei mir alles haargenauso:
                            • Ich empfinde die Anwesenheit von anderen immer als Appell an mich, ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen. Bei meinen Kindern erlebe ich das zum Glück als "natürlich" in der Mutter-Kind-Beziehung, aber bei meinem Mann nervt es mich leider sehr oft. Da denke ich manchmal, er könnte sich als Erwachsener doch einfach mal selbst um sich kümmern Dabei ist es wie bei Dir: er erwartet oft gar nicht, von mir speziell berücksichtigt zu werden, aber ich stresse mich mit der vermeintlichen Forderung, die ich alleine durch seinen Anwesenheit so stark (auch körperlich bedrängend) spüre. Deswegen bin ich - auch wenn ich meinen Mann immer wieder schnell vermisse - auch gerne alleine. Ich fühle mich viel freier und entspannter.
                            • Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                              Wiederum gibt es viele Situationen, in denen ich es nicht tue und er sich nicht beachtet oder einbezogen fühlt.
                              Auch das kenne ich gut von mir bzw. von uns. Am Anfang hat es mich auch wahnsinnig irritiert, dass er das einfach so äußern konnte. Ich hatte mich schließlich in meiner Kindheit darauf eingerichtet, solche Gefühle mit mir alleine auszumachen. Dass da einfach jemand kommt und offen sagt, dass er gerne in die Entscheidung einbezogen oder dazu gefragt worden wäre, habe ich anfangs als extreme Härte und als puren Egoismus empfunden, den ich bedrängend, fordernd und verletzend fand. Ich habe mich in meiner Freiheit extrem beschnitten gefühlt. Inzwischen bin ich ganz froh, dass er diese Dinge problemlos äußern kann und mich damit auch dazu auffordert, ebenso klar meine Bedürfnisse zu nennen. Seit ich auch von meiner Seite offener äußere, was ich will und was ich nicht will, haben sich zwischen uns viel mehr Differenzen als früher offenbart. Aber dafür haben sich auch andere Qualitäten in dem Gemeinsamen ergeben. Es ist schwer zu beschreiben, aber zwischen uns herrscht in mancherlei Hinsicht mehr Klarheit als vorher.
                            • Was die Gefühlskälte angeht: Bei mir stellt sie sich auch immer dann ein, wenn ich mich zu stark gefordert, zu eng gebunden, zu sehr verpflichtet, zu unfrei fühle. Das findet fast ausschließlich im Privaten statt, denn die Pflichten im Beruflichen haben meistens Grenzen "nach oben hin", die ich für mich nicht als zu hochgesteckt empfinde. Es gab Jahre, da war mir die Anwesenheit meines Mannes so sehr zuviel, dass ich mich sicherlich von ihm getrennt hätte, wenn wir nicht bereits ein gemeinsames Kind gehabt hätten, dem ich das nicht antun wollte. Inzwischen bin ich froh, mich nicht getrennt zu haben, aber damals haben mich die vermeintlichen Forderungen, die von seiner Anwesenheit ausgingen, irgendwie in Hassgefühle hineingetrieben, die ich so noch nie irgendjemandem gegenüber empfunden haben. Das war mir selbst ganz schrecklich, aber ich habe so viel "Forderung von außen" einfach nicht mehr ausgehalten...
                            • Dennoch bin ich oft abweisend, abwertend und gefühlskalt. Das tut mir regelmäßig sehr leid und erst, wenn es zum Streit deswegen kommt kann ich auch wieder fühlen.
                              Auch das kommt mir so unglaublich bekannt vor....
                            • Übersetzt würde ich sagen, stelle ich meine eigenen Bedürfnisse über die meines Partners und sichere damit ab, dass diese nicht (wie in der Vergangenheit) vernachlässigt werden. Bindung und Nähe ängstigen mich nach wie vor, vor allem, wenn die Beziehung bedroht erscheint, fühle ich. Ich bin abweisend und kalt und halte damit meinen Partner auf Abstand, um eine möglicherweise bedrohliche Nähe zu ihm unter Kontrolle zu halten.
                              Das muss ich wohl leider auch so für mich konstatieren...
                            • Weiterhin beobachte ich zurückblickend, dass ich sehr wohl auf die Bedürfnisse anderer eingehen kann, aber diesbezüglich vor allem die Erfahrung gesammelt habe, dass ich davon in keinster Weise profitiere.
                              Hier sehe ich mal einen Unterschied: Ich habe durchaus sehr, sehr gute Erfahrungen damit gemacht, aber nur, wenn ich mein "Geben" jederzeit als völlig freiwillig erleben kann. Sobald mir jemand daraus eine Verpflichtung zu "mehr" oder "immer so weiter" strickt, wird es für mich schnell zur Last. Deswegen kann ich, glaube ich, weiter entfernten Menschen oft viel leichter aufrichtig herzlich begegnen, weil sie meine Freiheit noch in keiner Weise bedrohen können....
                            • Oft schalte ich daher heute meinen Verstand ein. Das sieht dann so aus, dass ich mir sage: "Du musst ihn jetzt mal fragen, wie sein Tag war" usw. Eigentlich dreht sich die Welt um mich und ich bin der Nabel. Es kostet so viel Kraft da raus zu kommen.
                              Das wiederum kenne ich vor allem aus der Beziehung zu meinem Mann.
                            • Merkwürdigerweise sieht das auf Arbeit ganz anders aus. Hier kannich empathisch sein, hier frage ich wirklich interessiert nach und halte mich selbst nicht für so wichtig. Allerdings habe ich diesbezüglich auch etwas über neurotische Depressionen gelesen und dass Menschen mit derlei frühen traumatischen Erlebnissen oft soziale Berufe wählen, um sich Anerkennung über diesen Umweg zu holen.
                              Da mag natürlich, was die Berufswahl angeht, einiges dran sein. Aber ich erlebe es auch immer so: Im Beruflichen kann keiner so starke, persönliche Forderungen an einen stellen. Da gibt es äußere Grenzen, die ich nicht erst selbst setzen muss. Das gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, was das "Näheproblem" angeht. Deswegen kann ich mich da viel ungehemmter verhalten und auch problemlos meine herzliche, anteilnehmende Seite ausleben, was mir wiederum das Gefühl gibt, ohne "Gefahr" sehr stark ich selbst sein zu können..

                            Aber in Sachen Bindungsfähigkeit scheine ich auf der Stelle zu treten. Mir fällt nur ein diesbezüglich durch verstandsmäßig geleiteten empathischen Umgang mit meinem Partner positive Erlebnisse zu schaffe. Möglicherweise öffnet sich ja irgendwann das Tor und Verknüfungen können wieder stattfinden.
                            Es gab in den letzten Jahren, in meiner aktuellen Partnerschaft, immerhin wenige sehr intensive Momente, in denen ich das fühlte, wovon ich glaube, dass es Geborgenheit ist. Unglaublich schön und ich vermisse es
                            Das kann ich gut nachvollziehen. Und es tut mir leid für Dich! Geborgenheitsgefühle kenne ich - im Unterschied zu Dir - sehr gut aus meiner Kindheit. Meine Mutter war und ist sehr gut darin, sie zu vermitteln. Ich konnte sie aber nie so intensiv in der Beziehung zu meinem Mann finden, obwohl wir uns wirklich lieben. Ich kann mich einfach nicht soweit hingeben, dass ich die Geborgenheit, die er geben kann und die die Kinder auch stark bei ihm empfinden, wirklich spüre. Da ist immer die Angst vor der Hingabe als Selbstpreisgabe, Selbstaufgabe etc, also die Angst vor dem Kontrollverlust. Ungehemmtes, Unkontrolliertes erlebe ich daher positiv nur mit mir alleine.

                            Ich habe leider auch noch keinen Ausweg aus alledem gefunden. Manches mildert sich durch Offenheit gegenüber dem Partner, manches bleibt aber einfach bitter und kompliziert. Ich weiß es einfach nicht, was man sonst noch tun könnte und kann Dir somit leider nicht weiterhelfen. Aber ich möchte Dir danken, dass Du darüber so offen geschrieben hast. Denn bei allem, was daran schwer ist, habe ich mich beim Lesen gerade irgendwie erleichtert gefühlt, dass ich mit diesen Empfindungen, Verhaltensweisen und Reflexionen darüber nicht alleine bin. Danke!

                            Liebe Grüße,
                            Deine Chaja

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                              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                              Liebe Jannes,

                              ich bin gerade ziemlich baff. Was Du hier beschreibst, kenne ich von mir fast aufs i-Tüpfelchen genau so, nur dass bei mir nicht das Verhalten meiner Mutter für mein Unauffälligsein in der Kindheit gesorgt hat, sondern stattdessen die Behinderung meiner Schwester, die mich denken ließ, ich dürfe meine Eltern nicht noch mit meinen Bedürfnissen und Angelegenheiten stressen.
                              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                              Aber ich möchte Dir danken, dass Du darüber so offen geschrieben hast. Denn bei allem, was daran schwer ist, habe ich mich beim Lesen gerade irgendwie erleichtert gefühlt, dass ich mit diesen Empfindungen, Verhaltensweisen und Reflexionen darüber nicht alleine bin. Danke!

                              Liebe Grüße,
                              Deine Chaja

                              Ich möchte dazu gerne später mehr schreiben, gerade kann ich aber nicht.
                              Denn mir geht es wie dir, ich bin einfach froh, dass es nicht nur mir so geht und ich an dir sehe, dass ich auch kein Unmensch bin. Danke dir auch für deine Offenbheit diesbezüglich, das hilft mir sehr!!!

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                                @ Jannes

                                Ich gehe bewusst nicht auf deinen Post ein, der sich übrigens schon fast wie eine Selbstanalyse (allerdings nur über deinen Kopf) und teilweise wie eine dem Leser dargebotene Anamnese liest.

                                Was ich aus deinen Post (auch in anderen Fäden) herauszulesen glaube, bist du "ein Opfer" diverser seelischer Blockaden (klingt sehr gewichtig, ich weiss ). Sie hindern dich einerseits daran, "du selbst" zu sein (also authentisch DU zu sein, inwieweit du dich selbst überhaupt kennst, zu kennen glaubst, bzw. davon überzeugt bist, dass du bist, bzw. wie du sein "möchtest") und werfen dir andrerseits - um deinen Erwartungen an dich selbst gerecht werden zu können - Knüppel in die Beine, .

                                Deine Weltsicht, bzw. deine Wahrnehmung und Beachtung von Dingen, Zusammenhängen und Umständen wird durch diese Blockaden - die sich gegeneinander ausspielen - "kompliziert". Rational kannst du klar erfassen, nachvollziehen und gleich oder kurz danach erkennen, was du deiner Meinung nach (und nur als Beispiel) mit deinem und durch dein Verhalten "anrichtest, bzw. angerichtet hast".

                                Ich glaube (ergo weiss ich es nicht), dass dein vorrangigsten Ziel die Auflösung deiner Blockaden sein sollte. Dadurch wirst du dir den Weg zu deinem Hang (und deinem Drang) zur Selbstverwirklichung (der eigentlich jeden Menschen innewohnt und auch noch Ent-Faltung genannt wird) freischaufeln und vieles (sicher nicht alles) wird sich dann (wie ein Wunder) sozusagen in "Wohlgefallen auslösen".

                                Man könnte die Menschen aus unserem Kulturkreis grob in zwei Schubladen packen (was ich nur ungern tue und wenn, dann nur zur bildhaften Erklärung) und zwar die einen in eine intelektuelle(rational reflektierende) und die anderen in eine emotionale(gefühlsorientierte).
                                Diejenigen, welche mit unterschiedlichen Anteilen in beide Kategorien passen sind an sich nicht besser dran, da sie (um die Chose zu komplizieren) sozusagen zwischen beiden hin und her gerissen sind, ein drittes Dilemma also.

                                Bei dir scheinen mir die Anteile eher zu Gunsten der rationalen Schublade verteilt zu sein, was (nehme ich mal an) durch deinen Beruf, in dem du "einen klaren Kopf" behalten musst/sollst/willst eigentlich nur noch unterstützt, bzw. gefördert wird.
                                Privat "möchtest" du am liebsten diese rationale Seite (zumindest für die Zeit mit dir selbst und die Zeit mit deinem Partner) "weghaben", um dich mehr deinem "Mensch-sein-dürfen" hingeben zu können, deiner eigentlichen Authentizität (was auch immer du darunter verstehst, wie auch immer du sie zu "spüren" glaubst). Du spürts das und weil deine "Bedürfnisse" keine Ruhe geben, jedoch von deinen "Abwägungen und Überlegungen" immer wieder eins auf den Deckel kriegen (indem du sie dir erklärst und "nur" erklärst) stehst du "in dir" sozusagen zwischen den Stühlen.
                                Dein Partner gehört "zu deinem Privatleben, zu der Sphäre deines Mensch-sein-wollens". Mach in bitte nicht zu deinem Messinstrument für deine Gemütsschwankungen ... oder zu deinem Interpretationsobjekt für deine Spiegelungen. (ist liep gemeint, also kein Vorwurf)

                                Um es mal ein wenig humorvoller auszudrücken:

                                Ein Schmalspur-Therapeut würde dir tief in die Augen schauen (in Wirklichkeit schaut er jedoch auf deine Nasenwurzel), sich nachdenklich zurücklehnen, oder den Kopf abstützen (nicht weil seine Reflexionen so schwer wiegen und er sich deswegen den Rücken oder den Kopf abstützen müsste), seine Stirn leicht in Falten legen (das kommt immer gut und besagt eigentlich nichts), sich eventuell räuspern und dann mit leiser und eindringlicher Stimme (scheinbar mehr zu sich selbst als zu dir, das wirkt dann "geistlicher") sagen, dass bei dir deine männlichen Anteile an Ausprägung deine weiblichen Anteile "irgendwie" beherrschten.
                                Er würde dann (so als geschähe es unbewusst) nur leicht den Kopf (mit einem verhaltenen Seufzer) schütteln und dir damit etwas (was denn bitteschön?) sagen wollen:?:?

                                Ja, du solltest darüber lachen, denn du nimmst dich selbst "auch" viel zu ernst. Trainiere bitte mal die schwerste gymnastische Übung die es gibt und versuche dich selbst auf den Arm zu nehmen.
                                Du wirst nach einigem Trainieren merken, dass "das" deine rationalen Überlegungen (keine Garantie) schon ganz leicht in andere Bahnen lenkt. Das hiesse, dass du dann zwar nur eine der kleinen, nichtsdestoweniger aber eine der ungemein hinderlichen Blockaden schon auf den Mond geschickt hättest.

                                In deinem Fall würde ich erst in der Vergangenheit graben, wenn du die Gegenwart im Griff hast. Wenn du es andersrum tust, wirst du zwar auch auf einen grünen Zweig kommen, frag mich jedoch nicht wann ?

                                alles Gute

                                Kommentar

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