Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Das Leben zu Ende leben

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
    ...Nee, ich mach da nicht mehr mit. ...Jetzt ist das Maß endgültig voll.
    Jau, darin gebe ich Dir meine volle Unterstützung.

    Und durch den weiteren Inhalt deines Beitrages ist für mich auch meine Frage beantwortet, woran bzw. an wem die Umsetzung ins Praktische scheitert.

    Liebe Grüße

    Kommentar


      Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
      Nee, ich mach da nicht mehr mit. Mir langts, ich hab die Nase voll und mir gehts körperlich schlecht, nicht nur psychisch.
      Jetzt ist das Maß endgültig voll.

      Ok, diesmal schaffst du es dich abzugrenzen!!

      In meinen Augen gibt es zwei Möglichkeiten: a) ganz abtauchen
      b) Forderungen stellen (z.B.Notrufknopf, Essen,...) - sonst keine Hilfe mehr - und dann Zähne zeigen!

      Du machst es!!! Halt dir die Daumen!!
      Amelie

      Kommentar


        Liebe Mensch!

        Habe diesen Deinen Faden erst jetzt gelesen und bin erschüttert.

        Den Eindruck durch die eigenen „Sozialgefühle“ (warum auch immer die so sind wie sie sind) in der Falle zu sitzen, kenne ich leider auch, und auch, dass Verstehen und Wissen allein nicht hilft sie loszuwerden. Und wenn dann auch noch Erwartungen im Raum stehen .. ..

        Meine Mutter hat mich immer wieder damit genervt, dass ich sie besuchen kommen soll, dann kam ich – vor ein paar Wochen - in einem Zustand, der sie erschreckt hat, weil sie gesehen hat, dass es mir schlechter geht als ihr – und seither ist Ruhe. Das ist natürlich keine brauchbare Lösung!

        Wünsche Dir alle Kraft, die Du benötigst, um da heil rauszukommen!
        Liebe Grüße
        Fjäril

        Kommentar


          Ich habe mir das alles noch einmal genau überlegt.
          Ich habe bestimmte Vorstellungen und Sehnsüchte hinsichtlich von Freiheit, von jeher schon. Wenn ich sie nicht leben kann, werde ich krank, physisch und psychisch.
          Diese Art zu leben bin ich, ganz authentisch.
          Und dann werde ich in eine Familie hineingeboren, die größten Wert auf familiäre Bindungen legt, die ich wiederum, aus welchen Gründen auch immer, nicht haben möchte.
          Die Pflege dieser familiären Bindungen entspricht auch noch weitgehendst den gesellschaftlichen Konventionen, so dass ich mit Ablehnung und Unverständnis rechnen muss, wenn ich mich dem nicht anpasse. Da werden dann auch Schuldzuweisungen ausgesprochen, und mein Weltbild in mir drin fängt an zu wanken.

          Dennoch will ich jetzt endlich so leben, wie ich bin.
          Mein Weltbild ist für mich das Richtige.

          Ich werde den Kontakt nicht abbrechen, aber ich werde auch nicht das Leben eines anderen Paares leben.

          Kommentar


            Zitat von Mensch
            Ich habe bestimmte Vorstellungen und Sehnsüchte hinsichtlich von Freiheit, von jeher schon. Wenn ich sie nicht leben kann, werde ich krank, physisch und psychisch.
            Diese Art zu leben bin ich, ganz authentisch.
            Und dann werde ich in eine Familie hineingeboren, die größten Wert auf familiäre Bindungen legt, die ich wiederum, aus welchen Gründen auch immer, nicht haben möchte.
            Mir scheint, das ist deine ganz persönliche Lebensaufgabe, dein Lernthema im Leben. Du machst diese Art Erfahrungen nun schon zum dritten Mal, bis du deine Lektion endlich gelernt hast. Ich kann mir denken, dass deine Seele genau das zu lernen hat in diesem Leben: Liebe andere wie dich selbst, aber nicht MEHR als dich selbst! Du wirst schon dein ganzes Leben mit dieser Herausforderung "gequält", so lange, bist du es gelernt hast, dass andere lieben bedeutet, auch sich selbst zu lieben, und zwar im Gleichgewicht mit den anderen!

            Aus meiner Perspektive... zugegeben, aus einer sehr distanzierten Perspektive... scheint alles darauf hinaus zu laufen, dass dich das Leben zwingt genau die obige Lektion zu lernen! Meinst du nicht auch, dass das nun Zeit ist, deine Lebensaufgabe zu meistern? Ist es nicht so, dass du nun das Wissen und die Kraft hast, den bisherigen Kreislauf im Leben zu durchbrechen?

            Ich glaube, tief in deinem Herzen weißt du was zu tun ist: Der Familie Grenzen zu zeigen! "Soviel kann ich geben.... den Rest müsst ihr selbst schaffen!" Und die Erfahrungen, die du dann damit machst, ist genau das, was zu erleben dir bestimmt ist? Glaubst du nicht auch, dass dein Leben einen Sinn hat? Es etwas ganz bestimmtes zu lernen gibt für dich?

            Liebe Mensch, habe doch bitte Mut! Du schaffst das!


            Und mir ist ebenfalls aufgefallen, dass du bisher sehr, sehr ähnlich reagiert hast, wie deine Schwester und dein Schwager.
            Deine Schwester und dein Schwager finden immer wieder "Gründe" etwas nicht zu tun, nicht auf eigenen Beinen zu stehen (im übertragenen Sinne). Und du findest immer wieder Gründe, warum du nicht dein Leben leben kannst. Ihr alle habt das gleiche Muster. Die anderen wollen es bequem haben, und wälzen alles auf dich ab, und du willst es gern "schmerz- und gewissensbiss-frei haben" und wälzst die Verantwortung dafür ebenfalls auf deine Schwester ab. Das ist ein Hin- und Hergeschachere. Und hieraus gilt es auszubrechen. Nimm die Verantwortung für dein eigenes freies Leben an, so wie es sein sollte. Damit zwingst du deine Schwester und deinen Schwager auch endlich die eigene Verantworung zu tragen, und nicht weiter auf dich zu schieben! Brich aus!

            Ich find übrigens auch die Idee gut, dass dein Mann dir da raushilft und ein bisschen "Sündenbock" spielt. Er kann es ja wohl nicht gutheißen, was grad passiert, also kann er dich da ruhig weiter unterstützen und auch (mit dir zusammen) mal klare Worte reden. Zu zweit ist das bestimmt leichter.

            Alles Liebe für dich, Mensch!
            Trau dich endlich!

            - Vespi

            PS: Ein weiser Mann hat einmal gesagt, dass nicht Hass das Gegenteil von Liebe ist, sondern Angst! Wer vor etwas Angst hat, der kann es nicht lieben. Wer Angst vor Freiheit (und deren ev. Konsequenzen) hat, der kann die Freiheit auch nicht lieben (und leben).

            Kommentar


              Boah! Dein PS, das isses!
              Da geht mir ein ganzer Christbaum auf!
              Mein ganzes Leben hatte ich schon Angst, jetzt weiß ich endlich, warum!

              Kommentar


                Und ja, Vespi, es ist meine Aufgabe im Leben, deshalb passiert mir das jetzt zum 3. Mal!
                Ich habe alle Erkenntnisse, ich habe alle "Werkzeuge", ich muss nur noch.....springen!

                Kommentar


                  Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                  Und ja, Vespi, es ist meine Aufgabe im Leben, deshalb passiert mir das jetzt zum 3. Mal!
                  Ich habe alle Erkenntnisse, ich habe alle "Werkzeuge", ich muss nur noch.....springen!
                  Aber bitte nur im übertragenem Sinn ins kalte Wasser, ja?

                  Kommentar


                    Ja sicher.

                    Kommentar


                      Was sind denn nun eigentlich genau deine Befürchtungen, wenn du deiner Familie Grenzen zeigst? Was genau macht dir so Angst?

                      Hast du Angst, dass dich deine Schwester nicht mehr liebt?
                      Hast du Angst, dass dein Schwager sauer wird?
                      Hast du Angst vor dem Gefühl, als "böse" hingestellt zu werden?
                      Hast du Angst, dass deine Schwester dann Angst bekommt?

                      Und falls ja, ... wer sagt denn, dass du dafür zuständig bist, dass sie keine Angst in ihrem Leben hat? Dass sie keine Trauer oder Enttäuschung empfindet? Hat nicht auch sie eventuell ihre ganz eigene Lebensaufgabe? Ihre ganz eigene Herausforderung? Die sie nur meistern kann, wenn auch sie vom Leben (z.B. durch dich) dazu gezwungen wird, ins kalte Wasser zu springen und sich ihren (Angst-)Dämonen zu stellen?

                      Es ist nicht unbedingt immer gut, einem anderen Menschen alle eigene Verantwortung abzunehmen. Denn damit nimmt man ihnen auch ihr Potential zur Entwicklung und zum Lernen. Und vielleicht sogar dazu, ihr eigenes Schicksal, ihre eigene Lebensaufgabe zu erfüllen. Und wenn du deine Schwester so lieb hast, dann bin ich sicher, dass du auch möchtest, dass sie auch ihren eigenen Weg (weiter-)geht, ihre Herausforderungen im Leben meistert und dann auch stolz drauf sein kann.

                      Gewiss kann es auch mal sein, dass Menschen an ihren Herausforderungen zerbrechen... aber nicht, weil die Lebensaufgaben zu schwer sind, sondern weil man so lange mit davor Weglaufen beschäftigt ist, bis man völlig außer Puste zusammenbricht. Denn letztendlich kann niemand vor seinem eigenen Leben(ssinn) davonlaufen (wie auch A*star schon schrieb). D.h. dann auch, dass selbst wenn deine Schwester ihre eigenen Ängste nicht besiegt, dass dann nicht du daran Schuld hast weil du nicht auf sie aufgepasst hast, sondern im Gegenteil, du würdest ihr überhaupt erst die Möglichkeit geben sich der Entscheidung zu stellen. Ob sie dann kämpft oder nicht, ist ihre ganz eigene Entscheidung. Ebenso wie es deine eigene Entscheidung ist, ob du nun ins kalte Wasser springst und um dein Leben kämpfst, oder aus Angst weitermachst wie bisher und womöglich selbst zerbrichst (dich also deiner Angstmeisterung verwehrst).


                      Tsss, was bin ich heute philosophisch drauf....

                      Kommentar


                        Mein Schwager ist mir egal. Der kann von mir denken und sagen und glauben, was er will.

                        Ich habe Angst, dass meine Schwester unglücklich ist, sich von mir verlassen fühlt, im Stich gelassen sieht, mich nicht mehr als verlässlich einschätzt, enttäuscht ist.

                        Das sind alles die Dinge, die ich bereits als Kind vermittelt bekam. Ich hatte mich immer so zu verhalten, dass die anderen diese Empfindungen nicht hatten.
                        Sehr gut gelernt habe ich das!
                        Ich war durch mein Verhalten stets zuständig für die Gefühle der anderen, obwohl ich natürlich weiß, dass das nicht so ist.

                        Meine Schwester wird sich nicht mehr ändern, diese Versuchsphase haben wir schon durch. Sie sagt, ich kann das nicht, ich bin nicht so.
                        Sie hat sich noch nie ihren Dämonen gestellt und wird das auch nicht mehr tun.
                        Die andere Vorgehensweise ist leichter.
                        Ich war ja auch immer da.
                        Nur jetzt bin ich eben hoffnungslos überfordert.

                        Ich will nicht zerbrechen.

                        Kommentar


                          Sag ihr das so.

                          Sie wird es verstehen. Sprecht darüber (oder habt ihr das schon erledigt). Nur so könnt ihr eine Lösung finden, die euch beiden gerecht wird?

                          Wollte Hallo sagen und dein Faden war geschlossen.

                          Sage also hier Hallo.

                          Liebe Menschin,

                          du hast das Recht, auch nein zu sagen. Mal oder dauerhaft. So wie du es für richtig hältst.

                          Ich kenne das Gefühl, dass man vor Sorge, etwas falsch zu machen, dann doch ja sagt. Obwohl man nein meint. Weil man Angst hat, auch nur eine Minute mit dem geliebten Menschen zu verlieren, die man mit einem ja noch hätte erleben können. Weil man Angst hat, ganz wichtige Momente im Leben zu verpassen, auch wenn diese Momente im Sterben des Anderen liegen.

                          Aber: unser Leben ist endlich.

                          Immer.

                          Es könnte auch sonst etwas passieren und dann wäre der Mensch "wie aus dem Leben gerissen"

                          So ist der Ausstieg langsam.

                          Entscheide dich für ein ehrliches ja oder nein, und zwar mit ihr, irgendwie. Du musst nicht immer zu allem ja sagen.

                          Alles Liebe für dich.

                          Kommentar


                            Zitat von Mensch
                            Ich habe Angst, dass meine Schwester unglücklich ist, sich von mir verlassen fühlt, im Stich gelassen sieht, mich nicht mehr als verlässlich einschätzt, enttäuscht ist.
                            Und selbst wenn sie das wäre.... ginge davon die Welt unter?

                            Ich glaube eher, dass wenn du darauf bestehst, dass sie sich irgendwann daran gewöhnen würde, dass du weniger oft da bist. Mag sein, dass es vielleicht anfangs sehr schwierig für sie wäre. Aber sie würde es überleben

                            Zitat von Mensch
                            Das sind alles die Dinge, die ich bereits als Kind vermittelt bekam. Ich hatte mich immer so zu verhalten, dass die anderen diese Empfindungen nicht hatten.
                            Umso mehr solltest du es ablegen. Kümmere dich weiter um deine Schwester, aber nur so viel, wie für dich gut ist. Deine Schwester ist auch erwachsen!! Sie wird es verstehen, wenn du mit ihr darüber redest. Auch wenn sie vielleicht traurig ist. Das ist kein Beinbruch.

                            Kommentar


                              Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                              Ich habe Angst, dass meine Schwester unglücklich ist, sich von mir verlassen fühlt, im Stich gelassen sieht, mich nicht mehr als verlässlich einschätzt, enttäuscht ist. ....

                              Ich hatte mich immer so zu verhalten, dass die anderen diese Empfindungen nicht hatten.
                              Unter dem Blickpunkt der Projektion ein interessanter Ansatz.
                              Schützt Du Dich nicht auch vor diesen Empfindungen? Wenn Du Dich wie gewohnt verhältst, ersparst Du Dir vielleicht auch, Dich unglücklich und als Verlassende, im Stich Lassende zu fühlen.

                              Konfrontation mit den eigenen Gefühlen. Ja, es tut erst weh, sie zuzulassen und zu spüren.

                              Alles Gute

                              Kommentar


                                Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
                                Wenn Du Dich wie gewohnt verhältst, ersparst Du Dir vielleicht auch, Dich unglücklich und als Verlassende, im Stich Lassende zu fühlen.
                                Wer möchte das schon gerne?

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X