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Das Leben zu Ende leben

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    Zum Fühlen muss mein Denken ins Herz rutschen.
    Die Erkenntnis habe ich ja bereits.
    Zum Rutschen ist noch etwas Sand auf der Bahn, den muss ich noch wegfegen.

    Mein Gewissen regelt bei mir die "Schuldfrage".
    Ich bin nicht Schuld an diesem Zustand bei ihr. In diesem Punkt gibt es keine persönliche Schuld. Höchstens Fehlentscheidungen, die aber auch nicht bei mir liegen.

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      Ich muss dir ehrlich sagen, die Frage von Schuld verwischt sich bei mir in den letzten Jahren immer mehr - ich kann die Verursacherin von etwas sein, meine Meinungen können andere treffen, auch meine Handlungen. Wenn ich sie besten Wissens und Gewissens gesetzt habe, sind sie ok, egal was sie verursachen.

      Außerdem habe ich entdeckt, dass ich eigentlich nur mir selber etwas schuldig bin - sobald die anderen meinen ich wäre ihnen etwas schuldig wollen sie mich meist nur ausnützen.

      Wobei ich mich auch immer wieder mit meinem Gewissen auseinandersetzten muss - das hat noch nicht alle meine neuen Erkenntnisse mitbekommen und fordert immer wieder zu viel ....

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        Das hängt bei uns beiden wahrscheinlich mit der streng religiösen Erziehung zusammen.
        Ich hab mir die Schuld auch praktisch abgewöhnt, jedenfalls die, die andere mir zuschieben wollen.

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          Bei mir war es nicht die religiöse Erziehung, die war liebevoll und helfend. Ich kenne keinen strafenden Gott - meiner ist der große Helfer und Vertrauensspender.

          Bei mir war es meine Deutung vom Leben - in der Schule ein Streit und die Frage der Lehrerin wer hat angefangen, wer ist Schuld. In der Gesellschaft - Autounfall, der Schuldige zahlt; Gerichtsbarkeit - kaum Einigungen immer Suche nach dem Schuldigen, der soll zahlen (neben der Wiedergutmachung auch ein gutes Stück Rache)....

          Mein Gewissen ist noch von einigen gesellschaftlichen Vorurteilen geprägt - ich will sie gar nicht aufzählen, weil mein Herz stimmt sowieso nicht mehr damit überein - manchmal muss ich nur aufpassen, dass nicht die schnelle Automatik durchschlägt...

          Ich versuche immer wenn ich mich bei ungesunden Gedanken erwische "querzudenken" - zu schauen wie sich ein anderere Gedanke, manchmal genau das Gegenteil des ursprünglichen anfühlt - da habe ich oft spannende Entdeckungen.
          Aber ich weiß dafür braucht man Zeit und nicht zuviele Ansprüche von Außen...

          Liebe Gedanken für den heutigen Tag - wünsch dir zumindest eine gute Nachricht!!
          Amelie

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            Oh ja - liebe Mensch,
            in der "streng religiösen Erziehung" sind die Ursachen für viele spätere Verhaltensweisen zu finden - ich durfte eine solche auch "genießen"
            und heute weiß ich , dass dieser religiöse Zwang u.a. mit ursächlich für meine spätere Alkoholkrankheit war.
            Inzwischen habe ich mich von diesem Zwang befreien können und mit dem lieben Gott meinen Frieden geschlossen.

            Was Schuld betrifft, die andere mir zuschieben wollen, damit kann ich auch bestens leben - doch erst seit gar nicht so langer Zeit....
            Dieser Lernprozess dauerte bei mir etwa die letzten drei Jahre an: immer wieder Zweifel und immer wieder aufkommende Schuldgefühle - hervorgerufen von anderen.
            Jetzt hab ich verinnerlicht: Ich bin nicht schuld und nicht verantwortlich für das, was andere denken oder fühlen!
            Ich will hier nicht in's Detail gehen - nur so viel: eine diesbezüglich jüngst gemachte Erfahrung (ein sehr schlimmer Vorwurf - noch dazu von einem mir sehr Nahestehenden) hat o. erw. Verinnerlichung in keinster Weise erschüttert.
            Im Gegenteil: ich staune gar über mich selber wie gut ich damit klarkomme und mit einer liebevollen Sichtweise gar verzeihen kann: denn sie wissen nicht, was sie tun!

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              So, jetzt ham wir den Salat!
              Mein Schwager ist zusammengeklappt, meine Schwester hat termin beim Onkologen (im Krankenwagen), ich muss hin, alles regeln. Is ja sonst keiner da!
              Oder soll ich mich hinsetzen und sagen: Ist nicht meine Sache?

              Applaus, Applaus!

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                sch******!

                wäre für mich ein klarer moment, stop zu sagen und sie zu fragen, was sie gemacht hätten, wenn du im urlaub gewesen wärst... an dem beispiel kannst du ihnen aufzeigen, dass sie jetzt endlich fremde hilfe annehmen müssen...

                Kommentar


                  Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                  Mein Schwager ist zusammengeklappt, meine Schwester hat termin beim Onkologen (im Krankenwagen), ich muss hin, alles regeln. Is ja sonst keiner da!
                  Oder soll ich mich hinsetzen und sagen: Ist nicht meine Sache?
                  unter umständen: ja.
                  der hausarzt deiner schwester hat wahrscheinlich alle informationen und möglichkeiten im überblick.
                  für schwerkranke die nicht gehfähig sind, gibt es außer der resttung auch fahrten- und begleitdienste. die werden üblicherweise vom HA organisiert, jedenfalls von den onkologischen stationen, wo diese untersuchungen stattfinden. die haben oft sogar eigene vertragspartner. wenn sie der patient selbst nicht organisieren kann.
                  ebenso gibts in allen krankenhäusern sozialdienste (bei uns hei´ßen die überleitungs-pflege), die genau auf solche situationen spezialisiert sind, weil sie täglich damit zu tun haben und das alles wohl reht gut können.
                  nachfragen über diverse angelegenheiten wird das krankenhaus, der arzt oder sonstwer bei dem mann deiner schwester, sofern er bei bewußtsein ist) und ansonsten etwas veranlassen, wo/wie deine schwester vorübergehend pflege erhält. auch darin haben diese leute erfahrung.
                  je nach dringlichkeit der onkologischen untersuchung läßt sich auch ein anderer besser begleiteter termin festlegen.

                  wenn du vor einer woche einen herzinfarkt bekomme hättest und auf der intensiv liegen würdest, würde es auch ohne dich gehen (müssen)...

                  so. und jetzt zum rest:
                  zwischen "dahinmüssen" und "ist nicht meine sache" gibt es jedenfalls ein breites feld. man kann telefonisch etwas regeln, du kannst deinem mann was delegieren, du kannst beginnen, zu organisieren, wer danach weiterorganisiert, undundund...
                  du kannst viele pausen einplanen, und neben der organisiererei dinge tun, die dich auftanken,
                  ...
                  ...
                  auch wenns aussieht, als hättest du keine wahl (im großen wird das stimmen für dich, denke ich), in einzelheiten hast du wahlmöglichkeiten, wie du nicht alles völlig auf deine schultern nehmen mußt.
                  du wirst sicher finden. laß dir von deinem partner darin helfen und schau weiter auf dich.

                  deine schuldgefühle dürfen sich da auch in grenzen halten, denn deine schwester und ihr mann haben 6 jahre lang zeit gehabt, genau für solche situationen zu planen, was sie dann machen wollen.


                  liebe grüße, die windfrau


                  (gibts irgendwelche itzibitzikleinen schönen/ guten/ hilfreichen sachen auch zu berichten? ich hoffe, es ist so, auch wenn du vielleicht zu kraftlos bist, sie hier hereinschreibn.)

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                    Wir leben alle noch.
                    Ich bin groggy, habe aber alles gewuppt bekommen.

                    Meine Schwester und ihr Mann sind jetzt im Gespräch, ob nicht doch...oder überhaupt...prinzipiell...für den Fall...

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                      Na, das ist doch ein Anfang, oder? Kannst stolz auf Dich sein

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                        na wenn das keine prompte ablieferung einer gar nicht so itzibitzikleinen guten sache ist, will ich nicht windfrau heißen. anstrengend, aber es bewegt sich was. und du bist auch noch im stück... was will man mehr

                        und wie belohnst du dich jetzt?

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                          Ich habe feine Kohlehydrate gegessen, obwohl ich das wegen meines Diabetes eigentlich nicht tun sollte.

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                            unter bestimmten bedingungen und für gute gelegenheiten sind endorphine in der schokotorte oder andere seelenfutter mit blick auf die gesamtgesundheit förderlicher als das genaue aber ffreudlose einhalten einer diät.

                            (heißt auf deutsch: recht host!)

                            Kommentar


                              Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                              Meine Schwester und ihr Mann sind jetzt im Gespräch, ob nicht doch...oder überhaupt...prinzipiell...für den Fall...
                              ...dass sie fremde Hilfe annehmen?
                              Dass würde Euch allen gut tun. Ich wünsche es mir sehr für Euch. Besonders für Dich, liebe Mensch.

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                                Genau, ich schließe mich Manes Frage an und frage mit Interesse:
                                Was genau besprechen die beiden?

                                Ich freue mich mit Dir, dass Du alles für Sie gewuppt hast - wenn es denn das letzte Mal war und nicht ein Neubeginn des Altbekannten.

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