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Sooo viel Glück, das ich täglich aus meiner Wohnung befördere! Seit Dezember schmeisse ich täglich etwa 50 Marienkäfer aus meiner Wohnung, die sich in den Fensterrahmen und Ritzen zum Überwintern eingenistet haben!
Wenigstens kommen jetzt keine neuen mehr dazu, seit ich die Fenster mit Fliegengittern abgedichtet habe. Aber diese Plage nervt schon gewaltig.
Die Menge in diesem Becher stammt allein von der zweiten Razzia am Mittag im Arbeitszimmer!
Jetzt, wo es wieder wärmer wird, hat das Gekrabbel wieder massiv angezogen. Aber ich hoffe, dass jetzt dann bald auch die letzten Winterschläfer aus ihren Löchern kommen und den Weg wieder nach draussen finden.
Wenn es wenigstens einheimische Käfer wären. Aber es sind alles eingeschleppte, asiatische Arten, wie sie im Gemüse- und Obstbau als "natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel" eingesetzt werden. Aber dass sich aus den Larven auch irgendwann Käfer entwickeln, die nicht einfach verschwinden, sondern sich in der Natur ausbreiten und prächtig vermehren, daran hat natürlich niemand gedacht.
Sowas aber auch!
Wenn es wenigstens einheimische Käfer wären. Aber es sind alles eingeschleppte, asiatische Arten, wie sie im Gemüse- und Obstbau als "natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel" eingesetzt werden. Aber dass sich aus den Larven auch irgendwann Käfer entwickeln, die nicht einfach verschwinden, sondern sich in der Natur ausbreiten und prächtig vermehren, daran hat natürlich niemand gedacht.
Sowas aber auch!
Tintenweberin schrieb
Marienkäfer mit Migrationshintergrund ...
Migration in allen Lebensbereichen
Manche machen sich selber auf den Weg, andere werden eingeschleust.
Ob Mensch, ob Tier.
Was macht den Unterschied?
Unterwanderung, ein verdrängen, ein sich einnisten/einleben und/oder übernehmen?
Kurz, es bedeutet Veränderung, arrangieren und akzeptieren?!
Die Erde gehört uns doch allen.
@ Tintenweberin. Komme deinem Einwand per PN selbstverständlich nach. War vermutlich auf die automatische Korrektur zurückzuführen.
Zuletzt geändert von Faszinosum; 27.03.2021, 09:01.
Migration, Neophyten, Anpassung, konstante Veränderung - ja, wahrlich grosse Themen, auf die es keine einfache Antwort gibt - wenn überhaupt.
Auf der einen Seite setzen eingeschleppte Pflanzen und Tiere und Pflanzen die einheimische Flora und Fauna schlagartig unter einen grossen Anpassungsdruck, weil die Neuankömmlinge hier noch keine natürlichen Feinde haben. Entweder gelingt es den angestammten Arten sich unter den neuen Bedingungen zu behaupten, oder sie verschwinden.
Das Verschwinden einer Art zieht aber weitere Kreise, weil deren Funktion nicht zwangsläufig von der neuen Art übernommen wird. Das führt auch zu Veränderungen im gesamten Ökosystem mit zum Teil weitreichenden Folgen. Bis sich ein neues Gleichgewicht eingestellt hat, kann es ziemlich chaotisch zu und her gehen und der neue Zustand kann ganz anders aussehen.
Bestes Beispiel sind ganz normale, europäische Regenwürmer, die u.a. von Anglern in Nordamerika eingeschleppt wurden, und die nun mangels natürlicher Feinde nun den ganzen Waldboden richtiggehend umpflügen. https://www.spektrum.de/news/regenwu...merika/1494459
Ist das nun gut oder schlecht? Der Mensch selber ist ja der grösste Neophyt auf diesem Planeten! Überall wo er auftaucht, verändert er die Umwelt radikal.
Durch den globalen Handel und die Reisetätigkeit verbreiten sich heute neue Arten aber ungleich viel schneller als noch zu früheren Zeiten, wo die Leute viel weniger mobil waren und nicht schnell ein Gadget aus China bestellen konnten. Entsprechend hatte die Natur deutlich mehr Zeit um sich anzupassen. Wir haben es heute mit einer beispiellosen Beschleunigung zu tun, mit der weder die Natur noch wir Menschen klar kommen. Bestes Beispiel ist die Klimaveränderung, die sich in so kurzer Zeit vollzieht, dass die meisten Arten Mühe mit der Anpassung haben, inklusive wir Menschen.
Ich glaube, es wäre schon viel gewonnen, wenn wir als Gesellschaft und auch als Einzelperson nicht ständig aufs "Gas" drücken würden. Nicht nur was die Mobilität anbelangt, sondern auch das, was gemeinhin als "Fortschritt" bezeichnet wird. Fortschritt ist ja rundum positiv konnotiert, dabei geht das stets mit einer Ausweitung der Tätigkeit einher, mit noch mehr Rohstoffen, ausgefeilteren Dienstleistungen, noch komplexeren Systemen, noch mehr Abhängigkeiten von Lieferketten und Warenströmen, noch mehr Plastikmüll.
Wohin dieses angestrebte unendliche Wachstum auf einem endlichen Planeten führt, sehen wir inzwischen zur Genüge.
Bescheidenheit, sich mit dem zufrieden geben was man hat - tönt unspektakulär, wenn nicht gar spiessig. Aber das wahre Glück ist nicht in der Ferne und im Aussen zu finden, sondern da, im Hier und Jetzt.
Um den Bogen wieder zurück zu schlagen. Es ist es gar nicht nötig, aktiv auf noch mehr Beschleunigung hinzuwirken. Die gegenwärtig ablaufenden Veränderungen fordern uns eigentlich schon genug. Und als Teil der Natur tun wir gut daran, auch uns so gut es geht an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Sonst werden auch wir eines Tages vom Erdboden verschwinden. "Survival of the fittest" gilt immer noch, auch für den Homo Sapiens, auch wenn wir das in unserem zivilisatorischen Rausch und Grössenwahn vergessen haben. Das wird uns gerade von einem mickerigen Virus vor Augen geführt.
deine Fotos machen mal wieder richtig Lust, bei Spaziergängen noch genauer hinzusehen und auf versteckte Schönheiten zu achten. Gestern bin ich bei der Gartenarbeit auf einen einzelnen einheimischen Glückskäfer gestoßen und obwohl auch bei uns die "Einwanderer" in den letzten Jahren in der Überzahl waren, sind mir in diesem Jahr noch keine untergekommen.
Bescheidenheit, sich mit dem zufrieden geben was man hat - tönt unspektakulär, wenn nicht gar spiessig. Aber das wahre Glück ist nicht in der Ferne und im Aussen zu finden, sondern da, im Hier und Jetzt.
Vielleicht war für einige Menschen das letzte Jahr auch eine "Probelauf" für ein Leben mit weniger Konsum. Eine Gelegenheit festzustellen, dass sie gar nicht so viel brauchen, wie sie bisher dachten, einfach weil sie mangels Gelegenheit ohne auskommmen mussten und es ohne Probleme funktioniert hat. Ich habe heute einen Bericht gelesen, nach dem der pandemiebedingte "Konsumstau" unter anderem dazu geführt hat, dass weniger Menschen ihre Konten überzogen haben. Das betrifft sicher nicht alle, aber die, die bisher Schulden für "überflüssige" Dinge gemacht haben, denken jetzt vielleicht um und lassen sich auch in Zukunft nicht mehr allzu leicht dazu verführen, Dinge zu kaufen, nur weil "man" sie hat (obwohl "man" sie überhaupt nicht braucht), sondern handeln bewusster nach den eigenen Bedürfnissen.
In Deinem Beitrag hast Du, Serafin, Begriffe gefunden, die kurz und schnörkellos auf Wesentliches hinweisen. Ich greife die Worte "Anpassung – mickriges Virus" auf.
Ja, es geht um unser Überleben und das beinhaltet Anpassung. Und das uns! Wir sollen uns anpassen, uns ändern, zurückstecken? Und das wegen so einem „mickerigen Virus? Welche Schmach! Der Mensch fliegt zum Mond, erkundet das Weltall, die Tiefen der Meere, operiert an Herz und Hirn. Und jetzt kommt so ein popeliges Virus und weist uns in die Schranken. Wir sollen uns und unser Verhalten ändern!? Ist hier etwa eine Therapie gefragt?
Um auf den therapeutischen Zusammenhang und diesbezügliche Parallelen zurückzugreifen und hinzuweisen, kann Therapie (Corona?) als ein Prozess verstanden werden, der bspw. den Erwerb von `Selbstregulation´ beinhaltet. Ein Prozess, in dem gelernt wird, einen Konsens zu bilden aus den verschiedenen Anforderungen, Wünschen, Motiven und Möglichkeiten. Es wird versucht, Anforderungen der Realität mit möglichst vielen eigenen Motiven und Zielen zu realisieren. Dabei werden Kompromisse geschlossen, die Verzichte beinhalten.
Dies geschrieben an einem Sonntag verbunden mit der Hoffnung, dass wir unsere Anpassung zusätzlich zu anderen Faktoren vielleicht auch über Selbstregulation hinkriegen.
Vielleicht war für einige Menschen das letzte Jahr auch eine "Probelauf" für ein Leben mit weniger Konsum. Eine Gelegenheit festzustellen, dass sie gar nicht so viel brauchen, wie sie bisher dachten, einfach weil sie mangels Gelegenheit ohne auskommmen mussten und es ohne Probleme funktioniert hat. Ich habe heute einen Bericht gelesen, nach dem der pandemiebedingte "Konsumstau" unter anderem dazu geführt hat, dass weniger Menschen ihre Konten überzogen haben. Das betrifft sicher nicht alle, aber die, die bisher Schulden für "überflüssige" Dinge gemacht haben, denken jetzt vielleicht um und lassen sich auch in Zukunft nicht mehr allzu leicht dazu verführen, Dinge zu kaufen, nur weil "man" sie hat (obwohl "man" sie überhaupt nicht braucht), sondern handeln bewusster nach den eigenen Bedürfnissen.
Hach, ich tue mich also schon schwer, nicht mehr nach der neustesten Mode gekleidet zu sein! Zum Glück habe ich die Yacht schon vor dem Lockdown bestellt. Och, nur etwas ganz Bescheidenes, wenn man vom kleinen Luxus des Helikopterdecks absieht. Die paar Milliönchen Aufpreis sind kaum der Rede wert.
Und das uns! Wir sollen uns anpassen, uns ändern, zurückstecken? Und das wegen so einem „mickerigen Virus? Welche Schmach!
Ja, die höchste "Krone der Schöpfung" wird von einem der elementarsten Wesen - noch nicht mal ein echtes "Lebewesen!" - schachmatt gesetzt! Und dann sollen wir uns auch noch anpassen an diese unwürdige Situation?! Das ist an Ironie fast nicht zu übertreffen.
Ich verpflanze ja meine Gänseblümchen sogar, damit sie sich weiter ausbreiten.
Allerdings müssen sie hier wegen der vielen Hundepfoten auch ganz schön was aushalten
Die sind hart im Nehmen!
Du kannst ja mal ein Gänseblümchen markieren, z.B. mit einem Wollfaden, damit du es wieder findest, wenn es verblüht ist und Samen gebildet hat. Das könnte ich eigentlich hier im Garten auch machen.
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