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NICHT ständig denken? Frage

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    Zitat von missisara Beitrag anzeigen
    : Ich muss doch aber irgendwie wahrnehmen (im Sinne von bewusst registrieren), dass ich da gerade etwas whrgenommen habe... Wie mache ich das, wenn ich doch nicht denken (und deuten und bewerten) soll...?
    Zum denken gehört "bewußt registrieren", interpretieren, Begriffe zuordnen, mit schon Gesehenen (Erinnerung) vergleichen, ...... Das hat alles seinen Zweck wenn man beobachtet um Aufgaben zu lösen, o.ä.

    Bei der Wahrnehmung mit Nicht-Denken sollte kein Vorsatz, Nutzen, Vorteil, .... angestrebt werden. Man versucht aufmerksam zu sein und läßt alles zu. Günstig ist eine Umgebung in der die Objekte nicht so alltäglich sind. Da drängen sich nicht so schnell Begriffe durch ungewolltes Denken auf.

    Der momentane Eindruck muß nicht verarbeitet werden.
    Man müßte spüren wie man selbst Teil dieser Gesamtsituation ist.
    So was ist aber nicht anzustreben, so was kommt von selbst.
    Keinesfalls irgend etwas erzeugen wollen. Aber auch nichts unterdrücken.
    Denken mischt sich ständig ein. Das muß man tolerieren und man darf sich nicht darüber ärgern. Man geht nicht auf die Störung (Begriff, Gedankeninhalt) ein, kehrt zur Aufmerksamkeit zurück und schon hat man (meißt) dieses angenehme Gefühl (evtl. auch mal so was wie ein mildes Glück), was dieses Praktizieren des Nicht-Denkes erstrebenswert macht.

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      hi,

      Währenddem ich dieses Thema durchlas - einiges hab ich übersprungen - schwirrte mir für einen kurzen Moment der Kopf und ich erinnerte mich ziemlich deutlich an mein eigenes Verhalten, als ich eine wichtige Etappe in meinem Leben abschliessen und eine neue angehen musste oder sollte, wie auch immer: den Ruhestand.
      Es dauerte einige Monate, bis ich nicht bloß mein äusserliches Verhalten, sondern auch meine innere Einstellung zu den Möglichkeiten und Konsequenzen, welche der Ruhestand mit sich bringt, verändern, oder besser umwandeln konnte. Nicht, dass ich vom Arbeitsalltag und seinen Erfordenissen keinen bewußten Abstand hätte nehmen können, das hatte schon stattgefunden, als ich mir bewußt geworden war, dass ich in einem Jahr oder so "ein anders Leben" führen würde. Es war vielmehr das Abschaltenkönnen, das nicht so richtig funktionnierte.

      Missisare schrieb:
      Jetzt hat aber (warum auch immer) irgendwas in mir eine Höllenangst vor dieser eventuellen Veränderung. Also schickt die Angst mal ein paar schöne Gedanken ins Gedankenkarussell - und kann sich ganz entspannt zurücklehnen, weil ich ja einfach nicht die Ruhe habe, die eventuell gefährliche Entscheidung zu treffen, sie ergo auch nicht treffen werde.
      So könnte man es beschreiben. Bei mir war es nicht die Angst, die viele befällt, wenn sie in den Ruhestand gehen, nämlich die, plötzlich nutzlos zu sein, aufs Abstellgleis geschoben zu werden und auf das Ende warten zu müssen. Es waren - wie eingangs dieses Themas beschrieben - die unerwartet große Menge an scheinbar unzusammenhängenden Gedankengängen, im Grunde auch eine Form von Angst (diese Gedanken nicht zu bewältigen) die mich daran hinderten durch zu schlafen und den Tag in seinem ganzen Umfang ruhig und besonnen anzugehen und zu beenden. Die Gedanken verfolgten mich bis in meine Träume hinein, was dazu führte, dass ich mehrere Nächte "wälzend" anstatt schlafend verbrachte und an einem bestimmten Moment kaum noch konzentrationsfähig war.

      Ich habe damals die Methode, die Tintenweberin hier angeführt hat, angewandt und mich versuchweise mit Reizen regelrecht überflutet. Es half zwar für den Moment (es war wirklich "göttlich" ) und manchmal auch über eine längere Zeitspanne des "Denken müssens" hinweg, half aber nicht nachhaltig.

      Mein Sohn machte mich darauf aufmerksam, dass ich manchmal völlig "geistesabwesend" war, also völlig in meine Grübeleien verstrickt, keine weltbewegenden Überlegungen, sondern allerhand Kram, den ich bewußt eigentlich als nicht so wichtig empfand.

      Es dauerte seine Zeit, bis ich realisierte, dass ich in demselben gedanklichen Teufelskreis gefangen war, den ich bei anderen Menschen quasi auf Anhieb erkannte. Die schlimmste Erkenntnis war, dass ich die Hilfssmittel und Methoden, die ich bei anderen Menschen bislang ziemlich erfolgreich anwenden, anbringen konnte, bei mir selbst nicht fruchteten.
      Ich begann mich physisch zu fordern (joggen und meinen Hunden nachjagen bis zum Umfallen u.d.gl. mehr) und konnte einiges abbauen, aber die Gedanken an sich nicht zum Bremsen kriegen.

      AufdemWeg meinte:
      ... an das Thema nicht biologisch-physikalisch sondern eher philosophisch ranzugehen?


      Was ich dann auch getan und einige alte Denker wieder nachgeschlagen habe, nicht um meine philosophischen Kenntnisse aufzufrischen, sondern um durch das Lesen und Verinnerlichen der komplizierten Schreib- und Denkweise dieser interessanten Menschen meine Gedanken zu sammeln und auf "etwas anderes" zu richten. Dabei stolperte ich über einen Begriff, den ich im Wusel meiner Gedanken völlig verdrängt hatte, über den es sich aber (bei mir nachweislich) lohnt, sich Gedanken zu machen: die Vernunft.

      Ich wurde mir bewußt, dass meine kreuz- und querfliegenden Gedankengänge an sich nur die Konsequenz meines unvernünftigen Handelns im Umgang mit mir selbst waren. Die Kopfarbeit lohnte sich und die neuerliche Kontaktaufnahme mit Menschen, mit denen ich vorher ziemlich intensiv zu tun hatte, erbrachten die praktische Umsetzung der Kopfarbeit.

      Ich habe anschließend zwar nicht meditiert (ich schlafe dabei immer ein ) aber mich auf die Tips und Tricks von Alexander Lowen (Bioenergetik) verlassen, mich auf einige Erkenntnisse des alten Mannes aus der Wiener Berggasse besonnen und im Alleingang ziemlich mühselig einiges zutage befördert .... und schließlich definitiv entsorgt. Wäre ich nicht der sture Holzkopf der ich bin, hätte ich mir wohl Hilfe geholt. So musste ich - ich wollte es ja nicht anders - allein da durch. Die Pferdekur war ziemlich schmerzlich, aber umso nachhaltiger.

      Es funktionniert. Nomada hat es auf ihre Weise beschrieben:
      Eine "einfache" (meditative) Technik besteht darin, sich selbst beim Denken zuzuschauen. Du stellst Dich quasi neben Dich selbst und guckst Dir wohlwollend zu:

      Gut das sie "einfache" zwischen Gänsefüsschen gesetzt hat.

      Abgesehen von den Spuren, die der Zahn der Zeit an mir hinterlassen hat, geht es mir seit ein paar Jahren wieder sehr gut. Jeder hat seine Methoden, bei mir lief es über die Kopfarbeit an und vereinte sich mit dem Physischen zu einem angenehmen Ende. Es wäre müssig, das alles in Worte zu fassen, aber wenn es einigen hier Mut macht, zu wissen, dass man "da raus" kann, dann freut mich das.

      lieben Gruß

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        Hallo an alle,
        ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber doch einiges und zunächst möchte ich Euch danken, bzw. sagen wie froh ich bin, dass es noch mehr Menschen gibt, die sich damit "herumschlagen" und aktiv versuchen, andere an ihrem Lösungsweg teilhaben zu lassen

        Vor einigen Jahren habe ich mal ein Buch gelesen, in der Hoffnung, dass es mir dabei helfen kann, das ständige Denken abzuschalten und auch wenn ich es wohl nochmal lesen müsste, weiß ich doch noch, dass es ein paar interessante Ansätze geboten hat. Falls jemand Lust haben sollte und sich nicht vom Titel abschrecken lässt, es heißt:
        "Wie Sie Ihre Hirnwichserei abstellen und stattdessen das Leben genießen"

        und hier noch die Amazon-Beschreibung:
        "Klug und ohne Hirnwichserei zeigt der Doktor Methoden, wie wir Verdunkelungen im Kopf durch Denktricks für immer entfernen. Hilfreich." (GQ )

        Witzig, provokant, geistreich – freche Lebenshilfe der charmantesten Art ...
        Wir denken viel zu viel. Statt das Leben zu nehmen, wie es uns täglich neu entgegentritt, verlassen wir uns auf das, was wir planen, kalkulieren, erwarten, aufarbeiten et cetera. Dies nennt Giacobbe die Neurose der „Hirnwichserei“. Dieser Zeitkrankheit rückt der Psychologieprofessor mit pointiertem Witz und unerschöpflichem Fachwissen zu Leibe. Wir erfahren, wie wir positive Hirnwichsereien, zum Beispiel die Besessenheit von kreativen Projekten, zu unseren Gunsten nutzen können und vor allem: mit welchen Methoden wir unsere angeborenen Reaktionen überlisten, so dass wir das Leben endlich in seiner ganzen Fülle genießen können.

        Vielleicht kennt es ja noch jemand?
        Liebe Grüße,
        Shirley

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          Hallo Shirley

          Dieses Buch " "Wie Sie Ihre Hirnwichserei abstellen und stattdessen das Leben genießen" habe ich vor längerer Zeit entweder gelesen oder rein geschnuppert. Das Buch war gar nicht mal so schlecht. Gekauft habe ich es jedoch nicht.

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            Naja, ich weiß noch, dass ich es damals gut fand und so teuer war es ja nicht
            Aber im Endeffekt habe ich es damit auch nicht gelernt, das ständige Denken abzustellen. Ich glaube, das können Menschen, die so nachdenklich sind wie wir, nur sehr langsam lernen

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              Solltest jemals lernen, dass Denken abzustellen, so denk bitte daran, dass Denken rechtzeitig einzuschalten. Ich weiß was es heißt, zuviel zu denken bzw. nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Und ich weiß was es heißt, nix zu denken und das Gehirn verkümmern zu lassen.

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                Zitat von schneeblatt Beitrag anzeigen
                Und ich weiß was es heißt, nix zu denken und das Gehirn verkümmern zu lassen.
                Aus eigener Erfarung oder Beobachtung an anderen?

                Kommentar


                  Liebe Shirley

                  Alles was ich hier schreibe, sind eigene Erfahrungen. Ich hab lange gebraucht, meine Wunden zu lecken und sie zu verarbeiten. Manche Wunden werden nie wieder kommen, da ich inzwischen anders darüber denke, sollten diese Wunden nochmals wieder kommen.
                  So... Nun les ich nochmal alles was bisher in diesem Thread geschrieben wurde.

                  Kommentar


                    Zitat von aufdemWeg Beitrag anzeigen
                    Ich laufe durch die Stadt, und so sieht das in meinem Kopf aus:
                    Der sieht aber traurig aus ah da ist der Brunnen huch das Geschäft ist ja raus hab ich eigentlich dran gedacht die Mail rauszuschicken eben irgenwie hab ich Hunger was kommt heute abend eigentlich im Fernsehen morgen treff ich mich ja mit XY oh man ich freu mich auf mein Bett das gestern war irgendwie komisch mit XX. Stimmt, ich muss noch zur Bank. ...
                    Wo bist mit deiner Konzentration ?
                    Zitat von missisara Beitrag anzeigen
                    Falls also jemand brauchbare Tipps für Menschen wie AufdemWeg und mich hat, wie wir das ständige Gesurre in unserem Kopf abstellen oder zumindedst kontrollieren und/oder dimmen können: immer her damit...!
                    Konzentriere dich auf deinen Atem und spüre ihn.
                    Zitat von mystery Beitrag anzeigen
                    dreht oder nicht meistens eher eiert?
                    * schmunzel * Guter Humor. Gefällt mir.
                    Zitat von aufdemWeg Beitrag anzeigen
                    Und die Kunst ist es, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, und die Gedanken Gedanken sein zu lassen vielleicht?
                    Die Kunst ist nicht die Konzentration. Sondern das man sich " bewusst " ist.
                    Zitat von just me Beitrag anzeigen
                    denken = schubladisieren
                    Vorgefasste Meinungen sind Schubladendenken.
                    Zitat von aufdemWeg Beitrag anzeigen
                    Ich hätte auch total gern jemanden, der mich an die Hand nimmt und sagt: "Pass auf, aufdemWeg, so geht das, das und das musst du tun, und dann wird das so."

                    Und ich bin so ungeduldig
                    Dich mal an die Hand nehm und dir die Richtung zeige, wie das geht. Bist Widder ? Ich kenn Ungeduld aus eigener Erfahrung.
                    Zitat von Edgar Beitrag anzeigen
                    Das Ego bestimmt wie etwas sein soll (nicht sein soll)
                    Einspruch Euer Ehren. Es ist unsere Entscheidung, wie wir denken und was wir machen. Ob wir also z.B. nun Zähne putzen wollen oder nicht.
                    Zitat von missisara Beitrag anzeigen
                    Hallo Edgar,
                    Oder ich bin einfach auch anders gestrickt als du.
                    Frauen sind generell anders gestrickt wie Männer

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                      Zitat von schneeblatt Beitrag anzeigen
                      Frauen sind generell anders gestrickt wie Männer
                      Wenn das mal jetzt kein Schubladendenken ist

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                        Zitat von Shirley Beitrag anzeigen
                        Wenn das mal jetzt kein Schubladendenken ist
                        * lach * Das sind belegte und erwiesene Tatsachen
                        Erinnere Dich bitte an den Satz: Du Schatz. Welches Paar Schuhe / Kleid soll ich anziehen ?

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                          Nicht ständig denken, Fragen

                          einen hab ich noch; einen hab ich noch

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                            Zitat von aufdemWeg
                            Ich hätte auch total gern jemanden, der mich an die Hand nimmt und sagt: "Pass auf, aufdemWeg, so geht das, das und das musst du tun, und dann wird das so." Und ich bin so ungeduldig.
                            Zitat von schneeblatt Beitrag anzeigen
                            Dich mal an die Hand nehm und dir die Richtung zeige, wie das geht. Bist Widder ? Ich kenn Ungeduld aus eigener Erfahrung.
                            Weißte was grad passiert ist? Als ich das gelesen habe, was Du mir geantwortet hast, war ein riesengroßer Widerstand in mir, ich habe mich total gesträubt, an die Hand genommen zu werden, und in eine Richtung mitgenommen zu werden, die mir ein Anderer vorgibt.

                            Vielen Dank für diese wunderbare Erkenntnis. Ich möchte gar nicht, dass mich jemand an die Hand nimmt. Ich möchte MEINEN EIGENEN Weg entdecken. Ganz allein, und frei. Danke!!!

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                              Zitat von aufdemWeg Beitrag anzeigen
                              Ich möchte gar nicht, dass mich jemand an die Hand nimmt.
                              Ich zeige Dir/Euch Türen. Durchgehen müsst ihr selbst.
                              Ich kann Anregungen geben. Ob ihr diese Anregungen annehmt und ausprobiert, liegt bei dir/euch.
                              Zuletzt geändert von ; 18.03.2010, 14:04.

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                                Ja, gute Idee, zeigt doch mal eine Tür bzw. eine Anregung.

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