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In dem Film ist zu sehen, dass da etwas kaputt gegangen ist. Sowas passiert immer wieder mal. Und dann muss das repariert werden, in diesem Fall wieder aufgebaut werden. Das kostet Geld und irgendeiner muss bezahlen. Das machen dann immer mehrere, weil sich das einer allein nicht leisten kann. Um da mitzumachen, anderen zu helfen, muss man aber zuerst mal sich selber helfen.
Frage an Dich: Machste mit oder machste das lieber "mal ohne Geldausgeben"?
Du hast entweder meine Frage nicht beantwortet oder ich hab die Antwort nicht verstanden.
Es ist eher so das Gedanken anschließend kommen.
anschliessend? also danach? wonach? was war davor?
Man kann auch das Nicht-Denken für einen kurzen Moment erzwingen.
Das ist aber nicht sehr effektiv.
wie geht das?
und was bedeutet hier effektiv?
Aufmerksamkeit und Wahrnehmung ist ohne Denken möglich.
Nur nicht die Verarbeitung, das Ablegen in Schubladen, das Werten, Interpretieren, ...das ist mit Denken verbunden.
also ich kann aufmerksam sein und wahrnehmen, ohne zu denken?
ich geh in die Vorlesung, denke an nichts, dann geh ich nach Hause und bereite mich auf die Klausur vor, das aber dann mit Denken? so etwa?
Wenn man sich für später etwas zurechtlegen will, also mit einem Vorsatz an etwas heran geht, eine Erinnerung anstrebt, dann ist das Denken von Anfang an beteiligt.
Denken ist also vorsaetzlich und Nicht-Denken unbeabsichtigt?
Bloße Aufmerksamkeit, erfordert kein Denken. Sie wird aber immer wieder durch Denken gestört.
Wenn ich also denke, dann wird meine Aufmerksamkeit gestört? Bin ich dann nicht aufmerksamer, weil ich mich auf meine Gedanken besser konzentriere?
also ich kann aufmerksam sein und wahrnehmen, ohne zu denken?
[...]
Wenn ich also denke, dann wird meine Aufmerksamkeit gestört? Bin ich dann nicht aufmerksamer, weil ich mich auf meine Gedanken besser konzentriere?
Ich weiß nicht, ob du es kannst, lieber Lukas, aber buddhistische Mönche üben diese Form der Wahr-Nehmung ihr Leben lang...
Eine der einfachsten Übungen, mit der es auch einem westlicher Kopffüßler einigermaßen leicht fallen sollte, sich der angestrebten Grundhaltung der wertungsfreien Aufmerksamkeit anzunäheren ist die Konzentration auf den eigenen Atem. Die Atemluft verbindet dich genau wie das Wasser und die Nahrung, die du zu dir nimmst mit allem, was wirklich (also nicht eingebildet oder vorgestellt) ist.
In dem Moment, in dem du darüber nachdenkst, was du wahrnimmst, trennst du Wichtiges von Unwichtigen, Angenehmes von Unangenehmen, Erwünschtes von Unerwünschtem und dich von der Wirklichkeit ab...
mit einem freundlichen
zwei Cent von der Tintenweberin
Ich weiß nicht, ob du es kannst, lieber Lukas, aber buddhistische Mönche üben diese Form der Wahr-Nehmung ihr Leben lang...
Ich kanns nicht. Und ich kann auch nicht glauben, dass die da an nichts denken, weil das biologisch unmöglich ist. Auch Buddhisten sind Menschen und deren Organismus funktioniert nicht anders als der der "westlichen Kopffüssler". Oder doch? Wenn ja, wie ist das möglich?
Eine der einfachsten Übungen, mit der es auch einem westlicher Kopffüßler einigermaßen leicht fallen sollte, sich der angestrebten Grundhaltung der wertungsfreien Aufmerksamkeit anzunäheren ist die Konzentration auf den eigenen Atem. Die Atemluft verbindet dich genau wie das Wasser und die Nahrung, die du zu dir nimmst mit allem, was wirklich (also nicht eingebildet oder vorgestellt) ist.
Wenn ich mich auf meine Atmung konzentriere, denke ich, und zwar an meine Atmung, an den Rhythmus, an die Geschwindigkeit, an das Einatmen, an das Ausatmen, zig Gedanken.
In dem Moment, in dem du darüber nachdenkst, was du wahrnimmst, trennst du Wichtiges von Unwichtigen, Angenehmes von Unangenehmen, Erwünschtes von Unerwünschtem und dich von der Wirklichkeit ab...
Meine Gedanken sind ein Abbild der Wirklichkeit, genauer meiner Wirklichkeit, denn da hat jeder seine eigene. Ohne die Gedanken hab ich keine Wirklichkeit, ergo ist es doch umgekehrt, von der Wirklichkeit getrennt bin ich doch dann, wenn ich nicht darüber nachdenke.
Ich kanns nicht. Und ich kann auch nicht glauben, dass die da an nichts denken, weil das biologisch unmöglich ist. Auch Buddhisten sind Menschen und deren Organismus funktioniert nicht anders als der der "westlichen Kopffüssler". Oder doch? Wenn ja, wie ist das möglich?
Schau dir einfach mal eine Vorführung der Shaolin-Mönche an. Dabei wirst du dich sicher öfter fragen, ob der Organismus dieser Menschen nicht vielleicht doch ganz anders funktioniert als deiner oder meiner. Aber gönn dir einen Platz in der ersten Reihe sonst glaubst du das, was du da siehst, sowieso nicht...
Meine Gedanken sind ein Abbild der Wirklichkeit, genauer meiner Wirklichkeit, denn da hat jeder seine eigene. Ohne die Gedanken hab ich keine Wirklichkeit, ergo ist es doch umgekehrt, von der Wirklichkeit getrennt bin ich doch dann, wenn ich nicht darüber nachdenke.
Das Höhlengleichnis zeichnet ein recht gutes Bild davon, was ich von diesem Abbild der Wirklichkeit halte. Wenn ich andere Beiträge von dir lese, bist du sehr erfolgreich in der Disziplin, die Bilder auf deiner ganz persönlichen Höhlenwand so angenehm wie möglich zu gestalten. Das übe ich - wie viele andere in diesem Forum - auch. Manchmal habe ich damit Erfolg und an anderen Tagen stolpere ich dabei über meine eigenen Füße...
Schau dir einfach mal eine Vorführung der Shaolin-Mönche an. Dabei wirst du dich sicher öfter fragen, ob der Organismus dieser Menschen nicht vielleicht doch ganz anders funktioniert als deiner oder meiner. Aber gönn dir einen Platz in der ersten Reihe sonst glaubst du das, was du da siehst, sowieso nicht...
Was auch immer die da in ihrer Vorführung veranstalten, auch ein Platz in der ersten Reihe waere zu weit entfernt, um "sehen" zu können, ob die denken oder nicht. Dazu müsste man so einen medizinischen Apparat mitnehmen (EKG oder sowas, hab da keine Ahnung, wie die Dinger alle heissen), dann könnte man das feststellen.
Das Höhlengleichnis zeichnet ein recht gutes Bild davon, was ich von diesem Abbild der Wirklichkeit halte. Wenn ich andere Beiträge von dir lese, bist du sehr erfolgreich in der Disziplin, die Bilder auf deiner ganz persönlichen Höhlenwand so angenehm wie möglich zu gestalten. Das übe ich - wie viele andere in diesem Forum - auch. Manchmal habe ich damit Erfolg und an anderen Tagen stolpere ich dabei über meine eigenen Füße...
Lerne Erfolg, dann stolperst du viel seltener.
Selbstverstaendlich möchte ich angenehme Bilder an meiner Höhlenwand haben, muss aber auch ein paar unangenehme anbringen, damit ich sehe, wie ich die irgendwie verbessern kann.
Motivation funktioniert in beiden Richtungen, positiv funktioniert besser, aber auch negativ kann hilfreich sein.
Das habe ich im letzten Leben gemacht, für dieses habe ich mir vorgenommen, den Ausgang zu finden. Aber ich habe mir fest versprochen, dass ich nicht böse mit mir bin, wenn ich noch zwei oder drei Runden brauche, um zu lernen, ihn gelegentlich auch zu benutzen...
Ich kanns nicht. Und ich kann auch nicht glauben, dass die da an nichts denken, weil das biologisch unmöglich ist. Auch Buddhisten sind Menschen und deren Organismus funktioniert nicht anders als der der "westlichen Kopffüssler". Oder doch? Wenn ja, wie ist das möglich?
Wenn ich mich auf meine Atmung konzentriere, denke ich, und zwar an meine Atmung, an den Rhythmus, an die Geschwindigkeit, an das Einatmen, an das Ausatmen, zig Gedanken.
Ist es für Dich möglich, an das Thema nicht biologisch-physikalisch sondern eher philosophisch ranzugehen? Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Du Dich da ganz bewusst gegen wehrst in diesem Faden.
Unsere Synapsen werden gereizt, auch wenn wir uns im Zustand des Nichtdenkens befinden, sicher. Ich denke in gewisser Weise auch, wenn ich mich auf meine Atmung konzentriere. Wichtig ist glaube ich dabei, dass es eher darum geht, was ich in dem Moment wahrnehme und fühle. Wertfreies Beobachten und Wahrnehmen. Ohne den meistens an einen Sinneseindruck gebundenen Rattenschwanz an Gedanken (Situation wahrnehmen, mit Erlebtem vergleichen, bewerten...).
Das habe ich im letzten Leben gemacht, für dieses habe ich mir vorgenommen, den Ausgang zu finden. Aber ich habe mir fest versprochen, dass ich nicht böse mit mir bin, wenn ich noch zwei oder drei Runden brauche, um zu lernen, ihn gelegentlich auch zu benutzen...
Ich finde Deine Einstellung sehr schön. Stolpern gehört auch zum Leben, finde ich. Und ich lerne grad, auch in solchen Situationen nett zu mir zu sein. In mir keimt die leise Ahnung, dass das Leben mit dieser Einstellung viel schöner sein kann.
Ist es für Dich möglich, an das Thema nicht biologisch-physikalisch sondern eher philosophisch ranzugehen? Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Du Dich da ganz bewusst gegen wehrst in diesem Faden.
Wenn du mir erklaerst, wie man das philosophisch macht, versuch ich das gerne mal.
Für mich ist das eindeutig. Ich nehme etwas wahr, kurz darauf setzt das Denken ein.
Als Benennen (Begriff), Interpretieren, Werten, Assozieren.
Blicke ich in eine Landschaft, so kann ich gar nicht alles durch Denken erfassen.
Ich nehme erst alles einfach so auf. Eine Gesammtsituation wäre schwierig zu beschreiben. Beim detaierten Betrachten kommen nach und nach Begriffe.
Für mich ist überall dieser kurze Moment der Wahrnehmung (noch ohne Begriff) bis zum Wahrnemen in Begriffen und Denken spürbar.
Die meisten (alle?) kennen es, ständig Gedanken im Kopf zu haben. Es ist also doch in der Tat eine Art "Normalzustand".
Das "Sein" ohne Gedanken, das Verweilen im Jetzt, ist eine Bewusstseinsebene, die für viele erstrebenswert ist. Es erfordert Übung und Achtsamkeit, diesen Zustand herbeizuführen.
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