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...die aber auch gefragt hat, weil du die Tür angeboten hattest. Und ich nun mal neugierig bin, ob so eine Tür was für mich ist...
Diese Tür ist allerdings nichts für mich...
Die Zeit des Testens liegt inzwischen hinter mir. Mit fast 39 Jahren habe ich es nicht mehr nötig, die Leute zu testen.
Um Türen zu zeigen, ist es vorteilhaft, einen Menschen erstmal kennenzulernen.
...Ich hätte auch total gern jemanden, der mich an die Hand nimmt und sagt: "Pass auf, aufdemWeg, so geht das, das und das musst du tun, und dann wird das so."...
...Vielen Dank für diese wunderbare Erkenntnis. Ich möchte gar nicht, dass mich jemand an die Hand nimmt. Ich möchte MEINEN EIGENEN Weg entdecken. Ganz allein, und frei. Danke!!!
Das, was du für dich erkannt hast, erinnert mich an das Gedicht "Ich will" von Jorge Bucay (ich hab's abgeändert, weil das Original für mich nicht gestimmt hat):
Ich wünsche mir jemanden... ...der mir zuhört, ohne über mich zu urteilen ...der seine Meinung sagt, ohne mir Ratschläge zu erteilen ...der mir hilft, ohne für mich zu entscheiden ...der für mich sorgt, ohne mich zu erdrücken ...der mich umarmt, ohne mir den Atem zu rauben ...der mir Mut macht, ohne mich zu bedrängen ...der mich hält, ohne mich festzuhalten
da fällt mir ganz spontan ein, dass ich dich (oder jeden anderen Menschen, der diese Wünsche hat) aber erst mal sehr gut kennen lernen dürfen muss. Und da hapert es in meinen Augen oftmals...
Du musst jemanden sehr, sehr gut kennen, um ihm z.B. zuzuhören ohne gleich über ihn zu urteilen? Was hat aktives und interessiertes zuhören mit 'jemanden gut kennen' zu tun?
Liebe Lady Nivea, genau das ist es.
Sehr schönes Gedicht.
Und ganz klar die Richtung, in die ich mich bewege. Ich möchte mit Anderen so umgehen, und wünsche mir, dass man mir mir so umgeht. Frei.
Jetzt sind wir allerdings total vom Thema ab, glaub ich.
Ich wünsche mir jemanden... ...der mir zuhört, ohne über mich zu urteilen ...der seine Meinung sagt, ohne mir Ratschläge zu erteilen ...der mir hilft, ohne für mich zu entscheiden ...der für mich sorgt, ohne mich zu erdrücken ...der mich umarmt, ohne mir den Atem zu rauben ...der mir Mut macht, ohne mich zu bedrängen ...der mich hält, ohne mich festzuhalten
Du musst jemanden sehr, sehr gut kennen, um ihm z.B. zuzuhören ohne gleich über ihn zu urteilen? Was hat aktives und interessiertes zuhören mit 'jemanden gut kennen' zu tun?
Hm, ich habe bis vor kurzem jemanden wohl offensichtlich immer festgehalten, wenn ich ihn nur halten wollte. Und ich habe mich um ihn gesorgt, während es sich dabei wohl schon erdrückt gefühlt hat.
Hätte ich ihn besser gekannt bzw. hätte er mich mehr in sich Einblick gewähren lassen (z. B. indem er sagt "Du, das ist mir jetzt zu eng." oder "Du brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen."), dann hätte ich mich da auch anders "dosieren" können - oder auch nicht.
Das wäre dann meine Entscheidung gewesen. Aber ohne die Information, dass es ihm zu eng ist und ich mir zu viele Sorgen mache, kann ich das nun mal nicht. (Klar, wenn jemand mir diese Info nicht geben will/kann, passt da auch etwas nicht zusammen und wird nie wirklich funktionieren. Aber darum geht es ja jetzt hier auch nicht.)
@ AufdemWeg:
Und ganz klar die Richtung, in die ich mich bewege. Ich möchte mit Anderen so umgehen, und wünsche mir, dass man mir mir so umgeht. Frei.
Hm... und was bedeutet "frei" für dich? Und deinen Nächsten? Und deine Mutter? Und deinen Kollegen? Und deinen Nachbarn? Und deine Putzfrau? Und, und, und...?
Kannst du dir sicher sein, das deren Definition von "frei" mit deiner übereinstimmt? Oder muss man da nicht auch erst in Erfahrung bringen, wie die Anderen den Begriff für sich definieren?
Das "frei" war definitiv meine Definition. Klar, jeder definiert das anders. Ich habe die Umgangsweise nur für mich so beschrieben. Das passt gut für mich, weil die Zeilen von Lady Nivea in mir das Wort "frei" assoziieren.
...Ich möchte mit Anderen so umgehen, und wünsche mir, dass man mir mir so umgeht. Frei...
Oh ja, das möchte ich auch! Zuerst muss man wohl bei sich selber anfangen. Gerade wird mir bewusst, dass ich viel zu oft urteile oder Ratschläge erteile und auch die Tendenz dazu habe, für andere entscheiden zu wollen (insbesondere bei unsicheren, antriebslosen Menschen. Wobei das wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass ich keine Geduld mit solchen Leuten habe). Aber ich möchte nun wirklich daran arbeiten und bin fast sicher, dass ich dadurch auch einen anderen Schlag Menschen anziehe.
...Hätte ich ihn besser gekannt bzw. hätte er mich mehr in sich Einblick gewähren lassen (z. B. indem er sagt "Du, das ist mir jetzt zu eng." oder "Du brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen."), dann hätte ich mich da auch anders "dosieren" können - oder auch nicht...
Ich denke, das hat mit Gespür zu tun. Ich bin in dieser Beziehung sehr feinsinnig und spüre, wenn sich jemand innerlich abwendet oder sich gegen etwas wehrt. Das sind minime unausgesprochene Botschaften, die sich in Körperhaltung, kleinste Muskelbewegungen im Gesicht, Tonfall oder Gesten bemerkbar machen können. Ich nehme Botschaften aber auch wahr, wenn man visuell keine Veränderung des Gegenübers sieht. Ich spüre das einfach. Das heisst aber noch lange nicht, dass ich auch angemessen damit umgehen kann.
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