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Die Kunst des Fliegens

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    Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
    Ach Jannes, immer dieser Kreislauf, die Achterbahn der Gefühle

    (Ich will mich nicht ständig wiederholen) wie gut kenne ich das.

    Aber dass Du mit dem Rauchen aufgehört hast, und zwar mehr oder weniger von selbst, so hört es sich an, ist wirklich eine sehr gute Sache

    Ich möchte Dir noch sagen, dass ich immer sehr interessiert in Deinem Faden mitlese. Danke für Deine Offenheit.

    (Momentan kann ich nicht so gut tippen, da ich mir kurz vor Weihnachten die Fingerkuppe des linken Zeigefingers schräg abgeschnitten habe. Es war schon heftig, wird jedoch langsam besser)

    LG Tamina
    Gute Besserung, liebe Tamina!

    Hier kann ich ja offen sein, vermutlich wären Menschen aus meinem Umfeld erstaunt, wenn sie das lesen würden. Ich glaube, dass man solche Dinge von mir nicht erwartet, wenn man mich so kennt. Immer wieder bekomme ich zu hören, wie strukturiert, entschlossen und ausgeglichen ich wirken würde. Das überrascht mich immer und gleichzeitig denke ich, dass ich das nicht im geringsten bin.
    Heute ist wirklich kein guter Tag. Ich bin ziemlich oben auf und wütend auf mich selbst. Dabei ist mir vorhin aufgefallen, dass die Dinge, die ich meinem Partner an den Kopf knalle, wohl eher mir gelten. Ich sollte mir also Gedanken darüber machen, was für Dinge ich mir quasi selbst an den Kopf schmeiße, denn ich denke, sie treffen ins Schwarze.

    @Glühwürmchen: Da kannst du recht haben. Und ja: Ich bin diesmal nicht so leicht bereit mich wieder ins Getümmel zu stürzen Obwohl ich nun Stunden weniger habe, da meine Klasse ja nun nicht mehr da ist. Vermutlich wird das wieder ein/ zwei Wochen dauern.

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      Es geht um Nähe und Distanz, um das Zulassen von Gefühlen und die Probleme damit. Würde ich ihm davon so erzählen, wie ich darüber denke und was ich fühle und empfinde, würde ich ja einem Teil von mir das Messer in den Rücken rammen.
      Du würdest dich öffnen, vertrauen in den Partner setzen und evtl. eine Enttäuschung erfahren,
      Messer in den Rücken, das wäre es schlimmstenfalls, oder? Muss es gleich zum worst case kommen.

      Nämlich dem Teil, der diese Gefühle gerne zurück hält, sie verbannt und der Meinung ist, er lebt lieber allein und abgeschieden, denn niemand darf von seinen Gefühlen für den Anderen wissen.
      Die waren dir ja eine ganze Weile nützlich diese Gefühle, haben dich unter anderen auch geschützt.

      Wieso hälst du den diesen Teil zurück, weil du Angst vor Enttäuschung hast.

      Du selbst bist ja unzufrieden wie es ist, findest das nicht gut.
      Dann ist es mE in Ordnung, wenn der Partner auch sagt, ok ist nicht schön, für meine liebe Jannes fühlt es sich auch nicht gut an.
      Du würdest ihm Vertrauen entgegenbringen.
      Er ist doch nicht blöd und erzählt dem Anderen, was er für ihn empfindet, wenn er eigentlich solche Angst vor diesen Gefühlen hat und auch davor, was passiert, wenn der andere weiß, wie groß diese Gefühle vielleicht sind. Das würde er niemals zugeben…
      Ich habe in Erinnerung, das dein Partner ein sachlicher, rationaler Typ ist, der gefühlsmäßig nicht so ein breite Vielfalt von Gefühlen zeigt.
      Das heißt aber doch noch lange nicht, das er mit deinem Gefühl nicht umgehen kann.

      Überträgst du deine „Strengheit“ auf ihn, weil du glaubst das er so reagiert?

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        Liebe Muttutgut,

        Zitat von Muttutgut Beitrag anzeigen
        Muss es gleich zum worst case kommen.



        Du würdest ihm Vertrauen entgegenbringen.

        Ich habe in Erinnerung, das dein Partner ein sachlicher, rationaler Typ ist, der gefühlsmäßig nicht so ein breite Vielfalt von Gefühlen zeigt.
        Das heißt aber doch noch lange nicht, das er mit deinem Gefühl nicht umgehen kann.

        Überträgst du deine „Strengheit“ auf ihn, weil du glaubst das er so reagiert?
        Nein, es muss nicht zum worst case kommen, aber das ist wohl meine Befürchtung. Oder ich erwarte vielleicht eine Reaktion, eine "Huldigung", wenn ich derart über meinen Schatten springe, von der ich von vornherein weiß, dass es Blödsinn ist, sowas zu erwarten.
        Ich würde ihm gern soviel Vertrauen entgegenbringen und das klingt auch erstmal toll. Aber ich kann es nicht.
        Du hast es richtig in Erinnerung. Allerdings glaube ich nicht bzw. unterstelle ihm nicht, dass er mit den Gefühlen nicht umgehen könnte, würde ich sie so äußern oder wüsste er davon. Aber Superman würde seinen Feinden auch nicht verraten, dass es Kryptonit gibt und erst recht würde er ihnen nicht erzählen, wo sie es finden können. Oder mit anderen Worten: Achilles zeigt auch nicht auf seine Ferse.

        Mir ist klar, dass ich damit implizit unterstelle, dass er dieses Wissen gegen mich verwenden würde. Das ist allerdings kein böser Wille.

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich umso mehr auf Distanz gehe, je mehr ich mich öffne.

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          Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
          Aber Superman würde seinen Feinden auch nicht verraten, dass es Kryptonit gibt und erst recht würde er ihnen nicht erzählen, wo sie es finden können.
          hallo Jannes,

          ist dein Partner denn dein Feind? Du willst doch eine Beziehung zu ihm und keinen Kampf, nehme ich einfach mal. Achill zeigt seine Ferse nicht, weil er im Kampf ist und getötet werden kann. Bist du im Kampf?

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            Hallo Maika,

            das ist er erstmal nicht, so nehme ich es nicht wahr.
            Doch offenbar fühlt sich ein Teil von mir bedroht von der Nähe und den Gefühlen. Es wäre dumm, in diese Richtung etwas zu offenbaren (sagt eine Seite). Wiederum möchte ich die Gefühle, die ich habe, natürlich auch mitteilen und zeigen, das funktioniert allerdings nur, wenn ich mit offenen Karten spiele (sagt die andere Seite). Und so bin ich eben doch in einem Kampf, vielleicht nicht mit meinem Partner, aber mit mir.

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              Wie würdest du dich fühlen, wenn du annehmen müsstest, dein Partner könnte so denken wie du?

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                Ich wäre frustriert, wäre hilflos und könnte nicht lange damit leben. Deswegen sage ich ja, er wäre ohne mich besser dran.

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                  Ich glaub das nicht!
                  Du hast Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser, weil du nicht merkst, wie schön warm es ist.

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                    Glaubs nur. Ich gehe schon schwimmen, aber ich halte mich am Rand und schwimme nur mit Schwimmflügeln. Tauchen funktioniert so nicht, ich weiß. Vielleicht bin ich zum Tauchen nicht geboren, vielleicht bin ich zum Schwimmen nicht gemacht.

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                      Liebe Jannes,

                      setz dich nicht zu sehr unter Druck. Es bewegt sich etwas und das ist gut. Dein Freund hat Geduld, also darfst du sie auch haben. Vielleicht verrätst (oder zeigst) du ja zunächst nur ein bißchen über die Gefühle und dann eventuell noch ein wenig mehr? So als Kompromiss für deine widerstreitenden Seiten .

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                        Schwierig. Gerade neige ich eher dazu mich zu zerfleischen und mich zu verdammen. Aber das kenne ich ja schon und falle euch damit auch nicht auf die Nerven

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                            Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen

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                              Kennt ihr das, wenn man an einer Weggabelung steht und man das Gefühl hat, man muss sich nun entscheiden, wo es nun weiter lang gehen soll.
                              Um es noch ein wenig treffender zu beschreiben: Um den Ausblick genießen zu können, müsste ich demnächst ein paar Treppenstufen nehmen. Einmal oben kann es dort unheimlich schön sein, allerdings kann ich den Weg bergab nicht mehr so leicht zurück gehen, nicht ohne Schäden zu hinterlassen. Aus diesem Grund drücke ich mich die ganze Zeit da unten am Weg rum, wo es die Stufen rauf geht. Dort oben, am Ende der Treppen gibt es so viele schöne Dinge, die ich mir wünsche und die vermutlich die Erfüllung bedeuten. Aber wie das so ist, mit Treppen (vor allem den langen und steilen, die nicht enden wollen) ist es unter Umständen kein Kinderspiel, sie zu nehmen. Will ich oben ankommen, muss ich anderes zurück und hinter mir lassen. Und dazu bin ich nach wie vor nicht bereit. Es zerreißt mich. Ich will unbedingt weiter nach oben, mir oben den Wind um die Nase wehen lassen. Aber der Weg, seine Anstrengungen und vor allem die Tatsache, nicht mehr zurück zu können - das macht mich noch wahnsinnig! Und das Schlimme daran ist, dass ich aus rein egoistischen und egozentrischen Beweggründen nicht hoch gehen will. Ich bin faul, bequem und habe einfach Angst. Dabei kann ich mir vorstellen (und habe ich gehört) dass man, einmal oben angekommen, gar nicht mehr zurück möchte.
                              Dieses ständige Hin und Her, diese Unentschlossenheit und vor allem ich selbst, wie ich bin, dass ich mich nicht entscheiden kann, dass ein Teil von mir auf keinen Fall gehen will, der andere aber den Fuß schon auf der ersten Stufe hat - ich hasse das!!!! Das ruft in letzter Zeit derartige Aggressionen hervor, dass ich meistens am Ende am liebsten gar nichts mehr tun und alles hinschmeißen würde!
                              Was, wenn ich den Ausblick nicht zu schätzen weiß? Was, wenn ich es doch bereue? Nichts wird mehr sein wie vorher.
                              Das ist der Grund, warum sich in letzter Zeit alles bei mir immer wieder nur ums selbe dreht, ich mich im Kreis drehe und nicht voran komme. Natürlich bin ich selbst es, die das verursacht, wer sonst.
                              Jetzt könnte man sagen: Warum die Eile, wenn die Entscheidung eben jetzt gerade nicht eindeutig ist, dann ist die Zeit noch nicht reif. Aber ich bin unzufrieden mit dem jetzigen Zustand. Tatsächlich bin ich im einen Moment außerordentlich zufrieden, so wie es gerade ist. Es genügt mir, mich unten an der Treppe rumzudrücken, mich auszuruhen, zu verharren. Zwei oder drei Tage später weht aber eine Brise runter oder jemand winkt mir von oben zu oder ruft zu allem Überfluss noch nach mir.

                              Ich akzeptiere nicht, dass ich so wechselhaft bin. Ich empfinde mich als unberechenbar und genau aus diesem Grund kann ich den Weg nicht auf mich nehmen.
                              Dieses Wechselspiel trage ich natürlich auch in meine Beziehung. Im einen Moment ist die Beziehung zu meinem Partner für mich das Größte, was ich kenne und habe. Dann bin ich glücklich. Es genügt meistens ein Wort, eine Situation und ich bin vollkommen raus. Aus, vorbei. Ich kann immer noch schwer annehmen, dass so etwas dazu gehört, ich lechze nach diesem Gefühl des Glücks, der Zufriedenheit und Erfüllung. Mein Verstand sagt mir, dass es völlig logisch nicht immer so sein kann und dass es auch nicht normal wäre, würde alles rund laufen, gäbe es keine Meinungsverschiedenheiten oder Abweichungen. Mich erschreckt immer noch, wie viel Macht ich über meine Gefühle habe. Sicher nicht bewusst, aber doch ziemlich zielsicher und schnell lassen die sich abstellen. Auch hier: Unberechenbarkeit.


                              Noch etwas ist mir aufgefallen. Meine Konflikte in sich sind selbst schon sehr hartnäckig. Aber ich stehe mir beim Lösen dieser Konflikte auch zusätzlich zu meiner Blindheit im Weg: Was wäre ich ohne sie, ohne meine Probleme?
                              Ich frage mich das nicht im positiven Sinn. Etwas in mir fürchtet diese Probleme und Konflikte zu brauchen, um zu sein, umsonst würde ich mich selbst nicht so unnötig quälen. Da ruft jemand immer noch ziemlich laut, um gehört zu werden und fürchtet nie mehr gehört zu werden, wenn es mir, der erwachsenen Jannes, gut geht und gelingt diese Probleme hinter sich zu lassen.


                              Ich fürchte, ihr werdet aus meinem Gefasel hier nicht schlau Jedoch möchte ich gerade nur so darüber schreiben.

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                                Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                                Ich fürchte, ihr werdet aus meinem Gefasel hier nicht schlau Jedoch möchte ich gerade nur so darüber schreiben.
                                Könnte bis auf eine Passage von mir sein. Vor ein paar Jahren schrieb ich eine "Geschichte" dazu. Ich fühlte mich damals ganz genau so wie du

                                Was soll ich sagen. Es wird besser. Die Gefühle schwanken weiterhin aber du verlierst deine Ruhe nicht mehr. Es ist verflixt schwer zu beschreiben was genau sich ändert.

                                Am schnellsten geht es, wenn du dich weder hetzt noch bremst.

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