Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Die Kunst des Fliegens

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Mir fällt auf, wie hilflos ich bin, wenn ich Freizeit habe. Zeit für mich habe ich mir herbei gesehnt, weil es die letzte Zeit wieder unheimlich stressig war und nach den Ferien auch bleibt. Wenn ich dann aber tatsächlich freie Zeit habe, weiß ich damit nichts anzufangen. Klar, die ersten Tage habe ich genutzt, um auszuschlafen, was dringend nötig war. Der plötzliche Wechsel von 100 auf gefühlte 25% hat mir auch dieses Mal wieder zu schaffen gemacht. Aber gut, es war ja dann auch wieder viel zu tun. Ich habe unheimlich viel gekocht, gebacken, vorbereitet, gebastelt und genäht. Heute hatten wir den letzten Besuch, jetzt wäre Zeit zum Entspannen. Was macht man mit seiner freien Zeit? Ich habe das Gefühl, ich kann gar nicht ohne etwas zu tun, nur mit mir sein. Wenn alles „erledigt“ ist hätte man doch genug Zeit ein Bad zu nehmen, ein Buch zu lesen… Toll! Juchu! Das ist gerade unbefriedigend
    Jetzt überlege ich schon, ob ich meine LKs raushole und sie korrigiere…so weit ist es schon. Aber dadurch verschiebt sich das „Problem“ ja nur, falls man das überhaupt so nennen kann. Wiederum fühle ich mich gehetzt, wenn es dann „weiter“ geht, wenn dann bspw. die nächsten Besuche anstehen, dann wünsche ich mir wieder meine Ruhe. Ich bin unzufrieden, ein wenig klingt das mal wieder wie bei einem kleinen Kind.
    Wie nutzt ihr denn diese freie Zeit, wenn ihr all das bedient habt, was euch so vorschwebte? Vielleicht bin ich nur schlecht organisiert, man könnte sich fragen, ob es bspw. nötig ist, wirklich zwei Tage durchweg zu nähen. Vielleicht muss ich mir das besser einteilen. Wiederum aber: warum nicht durchmachen, was mich fesselt und warum eine Pause machen?! Allerdings kann es auf Dauer nicht gesund sein, immer nach Arbeit zu suchen.

    Kommentar


      Was spricht dagegen, einfach einmal nichts zu tun? Angst vor möglicher Langeweile oder verplemperter Lebenszeit?

      Wenn ich alles erledigt habe, mache ich erst mal gar nichts Zielgerichtetes! Ich braue mir einen feinen Tee, lege eine gute CD ein und träume einfach etwas den Wolken nach. Dabei lasse ich mich treiben, wohin es mich gerade zieht. Vielleicht verspüre ich nach einer Weile Lust auf einen Spaziergang, hole die Gitarre hervor oder Farbe und Pinsel. Nach und nach kommen mir dann die kreativsten Ideen, aber dafür muss zuerst einmal ein gewisser Raum entstehen, wo sich die Inspiration entfalten kann.
      Der grösste Killer ist eigentlich, jeden entstehenden Freiraum sofort zuzuleistern mit irgendwelcher Unterhaltung, Arbeit, Aktivismus, Sport oder Beziehungspflege, wenn es nur darum geht, die aufkommende Leere zu füllen.

      Kreativität spricht mit leiser Stimme. Es geht nicht darum, diese Zeit geplant zu "nutzen", sondern der wahre Wert erschliesst sich gerade eben im nichts-Tun!

      Als ich früher noch Jugendlager geleitet habe, haben wir immer bewusst eine lange Siesta ohne Programm eingeplant. Am ersten Tag hockten jeweils viele Kids gelangweilt herum, unfähig mit der Zeit etwas anzufangen. Ab dem zweiten Tag jedoch begannen sie plötzlich selber Spiele zu erfinden, Flöten zu schnitzen, Theater zu improvisieren, Hütten zu bauen oder einfach im Wald herumzutollen. Dass die verschütteten Qualitäten des "Spielens" so einfach wieder geweckt werden konnten, hat mich jedes Mal wieder begeistert.
      Erwachsene tragen diese Fähigkeit auch noch in sich. Nur muss man sich darauf einlassen.

      Kommentar


        Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
        Was spricht dagegen, einfach einmal nichts zu tun? Angst vor möglicher Langeweile oder verplemperter Lebenszeit?

        Wenn ich alles erledigt habe, mache ich erst mal gar nichts Zielgerichtetes! Ich braue mir einen feinen Tee, lege eine gute CD ein und träume einfach etwas den Wolken nach. Dabei lasse ich mich treiben, wohin es mich gerade zieht.
        Langeweile, ja und das Gefühl der Nutzlosigkeit und vertaner Zeit. Ich würde freie Zeit und nichts tun gerne auch besser genießen können.
        Da bin ich offenbar auch eingerostet, das fällt mir schwer. Und gleich gar nicht gelingt mir das, wenn ich nicht allein bin. Dabei muss der Andere nicht mal im selben Raum sein, ich fühle mich schnell gestört und bin wieder raus.
        Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
        Vielleicht verspüre ich nach einer Weile Lust auf einen Spaziergang, hole die Gitarre hervor oder Farbe und Pinsel. Nach und nach kommen mir dann die kreativsten Ideen, aber dafür muss zuerst einmal ein gewisser Raum entstehen, wo sich die Inspiration entfalten kann.
        Der grösste Killer ist eigentlich, jeden entstehenden Freiraum sofort zuzuleistern mit irgendwelcher Unterhaltung, Arbeit, Aktivismus, Sport oder Beziehungspflege, wenn es nur darum geht, die aufkommende Leere zu füllen.

        Kreativität spricht mit leiser Stimme. Es geht nicht darum, diese Zeit geplant zu "nutzen", sondern der wahre Wert erschliesst sich gerade eben im nichts-Tun!
        Na da mache ich es nachher ja wieder genau falsch. Wobei ich mich beim Laufen am ehesten entspannen und auch mal träumen oder abschweifen kann, vor allem bei langen ausgedehnten Läufen. Nach körperlicher Anstrengung ist es auch leichter, sich ein Buch zu nehmen, es sich irgendwo gemütlich zu machen und darin zu versinken.

        Kommentar


          Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
          Wobei ich mich beim Laufen am ehesten entspannen und auch mal träumen oder abschweifen kann, vor allem bei langen ausgedehnten Läufen. Nach körperlicher Anstrengung ist es auch leichter, sich ein Buch zu nehmen, es sich irgendwo gemütlich zu machen und darin zu versinken.
          Versteh mich nicht falsch, Sport und Lesen sind perfekt um abzuschalten! Nur kenne ich mehrere Leute in meinem Umfeld, die immer genau dann zu diesen Mitteln greifen, sobald sich die kleinste Aktivitätslücke auftut. Wie Süchtige, die Angst haben vor der Ruhe und sich präventiv schon mal den nächsten Kick verpassen!
          Aber das muss bei dir selbstverständlich nicht so sein!
          Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
          Und gleich gar nicht gelingt mir das, wenn ich nicht allein bin. Dabei muss der Andere nicht mal im selben Raum sein, ich fühle mich schnell gestört und bin wieder raus.
          Damit habe ich auch Mühe, weil immer ein Gedankenfaden bei den anderen in der Wohnung hängt. Am besten abschalten kann ich dann, wenn ich allein nach draussen gehe auf einen langen Spaziergang und vielleicht noch die Kamera mitnehme.

          Kommentar


            Du kannst das lernen, Jannes.
            Ich kann entspannen, auch wenn mein Mann im Raum ist. Er fragt zunächst: Was machst du?
            Ich sage dann: Ich mache den "Herrmann"! (Kennst sicher den Sketch von Loriot: Ich will nur hier sitzen. )
            Er lässt mich dann in Ruhe.

            Ich konzentriere mich ganz auf mich, lasse die Schultern sacken, entspanne ganz gezielt alle Muskeln, dabei merke ich meistens, wie angespannt ich bin.
            Ich höre auf meinen Herzschlag, rede mit: bumm, bumm, bumm, bumm, fühle innerlich nach meinen anderen Organen, spreche teilweise in Gedanken mit ihnen, lasse die Gedanken ziehen.
            Dann schaue ich einfach ins Außen, ins Grün des Gartens und versinke darin.
            Wenn der Kater auf meinem Schoß sitzt, streichele ich ihn, ganz automatisch geht das. Er schnurrt dann, auch das gibt mir ein ruhiges Gefühl.
            Ich erinnere mich an schöne Erlebnisse, lächele stumm vor mich hin....irgendwann stehe ich dann auf.

            Kommentar


              Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
              Versteh mich nicht falsch, Sport und Lesen sind perfekt um abzuschalten! Nur kenne ich mehrere Leute in meinem Umfeld, die immer genau dann zu diesen Mitteln greifen, sobald sich die kleinste Aktivitätslücke auftut. Wie Süchtige, die Angst haben vor der Ruhe und sich präventiv schon mal den nächsten Kick verpassen!
              Aber das muss bei dir selbstverständlich nicht so sein!

              Damit habe ich auch Mühe, weil immer ein Gedankenfaden bei den anderen in der Wohnung hängt. Am besten abschalten kann ich dann, wenn ich allein nach draussen gehe auf einen langen Spaziergang und vielleicht noch die Kamera mitnehme.
              Nichts tun, also Aktivitätslücken, können schon beängstigend sein Man stellt es sich immer so schön vor, nur diesmal fiel mir ganz besonders auf, dass ich damit gar nichts anfangen kann und ich eher versuche, diese Lücke zu füllen. Ob ich mir davon jetzt einen "Kick" verspreche, weiß ich nicht. Ich glaube es geht mehr darum, in Bewegung zu bleiben, irgend etwas zu tun.

              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
              Er fragt zunächst: Was machst du?
              Ich sage dann: Ich mache den "Herrmann"! (Kennst sicher den Sketch von Loriot: Ich will nur hier sitzen. )
              Er lässt mich dann in Ruhe.
              Unglaublich, dass du das in seiner Gegenwart kannst. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das überhaupt will, wenn jemand dabei ist.

              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
              Ich konzentriere mich ganz auf mich, lasse die Schultern sacken, entspanne ganz gezielt alle Muskeln, dabei merke ich meistens, wie angespannt ich bin.
              Ich höre auf meinen Herzschlag, rede mit: bumm, bumm, bumm, bumm, fühle innerlich nach meinen anderen Organen, spreche teilweise in Gedanken mit ihnen, lasse die Gedanken ziehen.
              Dann schaue ich einfach ins Außen, ins Grün des Gartens und versinke darin.
              Wenn der Kater auf meinem Schoß sitzt, streichele ich ihn, ganz automatisch geht das. Er schnurrt dann, auch das gibt mir ein ruhiges Gefühl.
              Ich erinnere mich an schöne Erlebnisse, lächele stumm vor mich hin....irgendwann stehe ich dann auf.
              Das klingt ein wenig nach autogenem Training. Du hast recht, das kann ziemlich entspannend sein und kann einen gut runter bringen. Nur leider wird mir gerade mal wieder klar, dass ich das zwar erlernt habe (ich habe auch vor ein paar Jahren einen Wiederauffrischungskurs gemacht, weil ich mir immer wieder vorgenommen habe, mehr zur Entspannung zu tun), es aber nie geschafft habe, in meinen Alltag zu integrieren. Ich nehme mir einfach nicht die Zeit bzw. glaube ich, habe ich in einer normalen Woche kaum Zeit dafür und die Zeit, die ich mir erarbeite, die will ich anders nutzen (lesen, laufen gehen, Pilates etc...). Wenn mans so nimmt, steht man so immer unter Strom, kein Wunder, dass man dann aufgeschmissen ist, wenn einem die Aktivitäten ausgehen. Aber mit guten Vorsätzen ist es immer so eine Sache, ich nehme mir immer vor, etwas mehr in Richtung Entspannung zu tun, aber dabei bleibt es auch.

              Kommentar


                Du, mein Mann beobachtet mich ja dann nicht. Der liest etwas oder ist was am Rumknuddeln, manchmal geht er auch in ein anderes Zimmer.
                Er ist dann also nicht auf mich fixiert oder so.

                Kommentar


                  Ja, das dachte ich auch. Alles andere wäre auch komisch Aber ich könnte es trotzdem nicht. Ich war so schon gedanklich immer damit beschäftigt, ob mich jetzt nicht eventuell jemand stören könnte und rein kommt etc. Ich finds klasse, dass du das kannst!

                  Kommentar


                    Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                    Nichts tun, also Aktivitätslücken, können schon beängstigend sein Man stellt es sich immer so schön vor, nur diesmal fiel mir ganz besonders auf, dass ich damit gar nichts anfangen kann und ich eher versuche, diese Lücke zu füllen. Ob ich mir davon jetzt einen "Kick" verspreche, weiß ich nicht. Ich glaube es geht mehr darum, in Bewegung zu bleiben, irgend etwas zu tun.
                    Ich kenne das auch. Entspannen ist bei mir schlafen .
                    Auch das Alleinseinwollen kenne ich gut und wenn es dann so ist, weiß ich nicht, wie ich die Zeit totschlagen soll. Ich weiß aber auch, woher das kommt. Meine Eltern wurden so erzogen, daß sie nur dann ein Anrecht auf z.B. Essen haben, wenn sie den lieben langen Tag arbeiten. Das hat auf uns abgefärbt.

                    Kommentar


                      Guter Gott! Dann dürfte ich kaum was essen!

                      Kommentar


                        Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                        Unglaublich, dass du das in seiner Gegenwart kannst. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das überhaupt will, wenn jemand dabei ist.
                        Steht hier vielleicht auch das Gefühl dahinter, immer für die anderen da sein zu müssen? Also dass du die Bedürfnisse der Umwelt höher gewichtest, als deine eigenen?
                        Das kann einen natürlich auch dazu bringen, alle Antennen ständig auf Empfang zu haben.

                        Kommentar


                          Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigen
                          Ich weiß aber auch, woher das kommt. Meine Eltern wurden so erzogen, daß sie nur dann ein Anrecht auf z.B. Essen haben, wenn sie den lieben langen Tag arbeiten. Das hat auf uns abgefärbt.
                          Das kann schon mit rein spielen. Als Kind habe ich gerne in den Tag geträumt, das war großartig! Es gab meine absolut eigene Welt. Auch später als Jugendliche klappte das noch ganz gut, allerdings hat mich das bei vielen Dingen unheimlich aufgehalten. Wenn man plötzlich "einfriert" und eine Stunde lang seinen Gedanken nachhängt, während man eigentlich etwas ganz anderes tun sollte, konnte das böse Folgen haben Meine Mutter hat mir das dann recht gut ausgetrieben.

                          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                          Guter Gott! Dann dürfte ich kaum was essen!
                          Du hast doch dein Soll schon weg


                          Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
                          Steht hier vielleicht auch das Gefühl dahinter, immer für die anderen da sein zu müssen? Also dass du die Bedürfnisse der Umwelt höher gewichtest, als deine eigenen?
                          Das kann einen natürlich auch dazu bringen, alle Antennen ständig auf Empfang zu haben.
                          Das hat sich in letzter Zeit schon ein wenig gelegt. Ich bilde mir immer ein, zu wissen, was andere wollen und was sie brauchen. Allerdings glaube ich, wiegt das beim Thema Entspannung nicht so schwer.

                          Kommentar


                            Ich für meinen Teil stelle wieder seit einigen Tagen fest, dass es mir schwer fällt, die Dinge positiv zu betrachten. Ich schwanke unheimlich in meinen Stimmungen und schaffe es nicht lang, zuversichtlich zu sein, weil ich mir selbst und dem Leben misstraue. Wie ich das dauerhaft in den Griff bekomme, weiß ich noch nicht. Ich weiß nur, dass ich unglaublich genervt und angestrengt von diesem Zirkus bin und es leid bin, mich im Kreis zu drehen. Dabei brauche ich eine Weile, um das Gefühl auszumachen, es in Worte zu fassen und zu schauen, woher es wieder einmal kommt. Ständig stelle ich mir selbst ein Bein. Mit der Ehrlichkeit zu mir selbst komme ich in letzter Zeit an meine Grenzen, nämlich dann, wenn ich meinen Partner gern darüber in Kenntnis setzen möchte, was mich wurmt und mir auf der Seele brennt. Ich bin schlecht im Verbergen und irgendwann ist seine Laune so davon in Mitleidenschaft gezogen, dass ich ihm eine Erklärung schuldig bin. Wenn ich für mich selbst eine gefunden habe, geht’s mir deswegen nicht besser, geschweige denn kann ich das mit ihm teilen. Es geht um Nähe und Distanz, um das Zulassen von Gefühlen und die Probleme damit. Würde ich ihm davon so erzählen, wie ich darüber denke und was ich fühle und empfinde, würde ich ja einem Teil von mir das Messer in den Rücken rammen. Nämlich dem Teil, der diese Gefühle gerne zurück hält, sie verbannt und der Meinung ist, er lebt lieber allein und abgeschieden, denn niemand darf von seinen Gefühlen für den Anderen wissen. Er ist doch nicht blöd und erzählt dem Anderen, was er für ihn empfindet, wenn er eigentlich solche Angst vor diesen Gefühlen hat und auch davor, was passiert, wenn der andere weiß, wie groß diese Gefühle vielleicht sind. Das würde er niemals zugeben…
                            Leider reißt mich das mal wieder rein und auch dafür habe ich natürlich meine ganz persönliche Erklärung: Liebe, Glück, Zufriedenheit – alles Märchen.


                            Wenigstens etwas Gutes konnte ich mit ins neue Jahr nehmen: Ich hab aufgehört zu rauchen, aus freien, eigenen Stücken. Ich habe natürlich vor es beizubehalten, so läuft es sich auch um einiges leichter.

                            Kommentar


                              Ach Jannes, immer dieser Kreislauf, die Achterbahn der Gefühle

                              (Ich will mich nicht ständig wiederholen) wie gut kenne ich das.

                              Aber dass Du mit dem Rauchen aufgehört hast, und zwar mehr oder weniger von selbst, so hört es sich an, ist wirklich eine sehr gute Sache

                              Ich möchte Dir noch sagen, dass ich immer sehr interessiert in Deinem Faden mitlese. Danke für Deine Offenheit.

                              (Momentan kann ich nicht so gut tippen, da ich mir kurz vor Weihnachten die Fingerkuppe des linken Zeigefingers schräg abgeschnitten habe. Es war schon heftig, wird jedoch langsam besser)

                              LG Tamina

                              Kommentar


                                Liebe Jannes,

                                das Langsam-Machen, das In-sich-Reinhören, das Mal-garnichts-machen...das fällt mir auch total schwer. Man ist so auf Aktion und Erledigen getrimmt, daß es einen richtig schockiert, wenn man dann mal Zeit hat. Ich glaube aber, daß es kein Dauer-Problem wäre, sondern eher ein Umstellungs-Problem ist. Weil man aus voller Fahrt abbremst und dann natürlich nicht sofort Slow-Geschwindigkeit erreicht. Und bevor wir dann in den Schleich-Gang und den Langsam-Modus kommen, ist die Zeit auch schon wieder rum und es wird wieder volle Fahrt verlangt. Ich denke, DAS ist das Problem. Daß wir die wenige wirklich freie Zeit für eine maximal Entspannung und Entschleunigung nutzen wollen, was natürlich so nicht funktioniert. So empfinde ich das jedenfalls bei mir.

                                Liebe Grüße
                                Glühwürmchen

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X