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    liebe jannes, ich wünsch dir von herzen alles gute für diese zeit, das klingt gar nicht einfach und ich kann mir vorstellen, wie schmerzhaft das alles ist - ihre krankheit und diese stimmungsschwankungen und das abschied nehmen müssen und es doch nicht aussprechen und ...

    ich wünsch dir, dass du dann am sterbebett auch den frieden erfahren darfst, der ganz oft bei frisch verstorbenen spürbar ist.....

    alles liebe

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      Ich danke auch dir, liebe Tanzende. Im Grunde bin ich sehr froh, dass ich das so bewusst erleben darf und bei ihr sein kann. Ich denke da zu sein ist alles, was man geben kann und kommt auch irgendwie an. Mal sehen wie es morgen aussieht.

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        Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
        Im Grunde bin ich sehr froh, dass ich das so bewusst erleben darf und bei ihr sein kann. Ich denke da zu sein ist alles, was man geben kann und kommt auch irgendwie an.
        Das ist schön, dass du das so sehen kannst, und dass du diese Chance nutzt. In meinem privaten Umfeld hatte ich bisher dreimal die Möglichkeit, Sterbende regelmäßig zu besuchen. Mein Eindruck war, das es sehr wichtig ist, einfach da zu sein, und wenn ich einfach auf einem Stuhl am Bett sitze, zuhöre und gar nichts sage.

        Liebe Grüße, mikie

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          Zitat von mikie Beitrag anzeigen
          In meinem privaten Umfeld hatte ich bisher dreimal die Möglichkeit, Sterbende regelmäßig zu besuchen. Mein Eindruck war, das es sehr wichtig ist, einfach da zu sein, und wenn ich einfach auf einem Stuhl am Bett sitze, zuhöre und gar nichts sage.

          Liebe Grüße, mikie
          Heute frage ich mich, inwieweit man in dem Zustand, in dem meine Oma derzeit ist, bleiben sollte. Ihr Lebensgefährte hat sie heute besucht, sie ist immer noch gelaunt wie gestern. Sie hat ihn wieder nach Hause geschickt, sie will niemanden sehen. Ich glaube er war überfordert und ist gleich wieder gegangen. Ich habe mir das gestern eine ganze Weile angehört, aber sie regt sich dabei eben auch sehr auf. Ich weiß nicht, was besser ist.

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            Wie geht es dir damit, wenn deine Oma schlecht gelaunt bist?

            Ich kann mich dadran erinnern, das ich nicht immer die Kraft hatte im Krankenzimmer zu sein.

            Das deine Oma ihren Frieden mit sich schließen kann und loslassen kann,
            das wünsche ich ihr

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              Bei mir kam das erst in der Nacht an, da ich bis spät noch arbeiten musste. Dann gings los, ich hab mich kaum noch eingekriegt. Es kommt gerade immer nur abends, wahrscheinlich ist sonst kein Platz dafür da.
              Sie hat, nachdem sie gestern das erste Mal wieder richtig gegessen hat, gestern Abend und die ganze Nacht Blut erbrochen. Heute waren nochmal ein paar Untersuchungen, es ist offenbar ein Magendurchbruch. Sie hat keine Schmerzen. Die Ärzte meinen, wenn sie operieren, müsste fast der gesamte Magen, die komplette Bauchspeicheldrüse und noch andere Sachen entfernt werden. Es ist sehr fraglich, ob sie das überleben würde. Eigentlich wollen sie sie so gehen lassen.
              Sie hat keinerlei Schmerzen und ist seit heute wieder klar im Kopf. Die Ärztin gab uns recht, es ist/ war wohl Delirium durch das langsame Versagen der Organe. Sie wird immer schwächer, hat sich heute aber über meine Eltern sehr gefreut, sie umarmt und ihre Hände gehalten.
              Ich fahre morgen gemeinsam mit meinem Bruder wieder hin.
              Ich bin tief traurig. Ich weiß, ich kann froh sein, dass ich sie kenne. Aber ich mache mir Vorwürfe, das ich mehr Zeit mit ihr hätte verbringen sollen. Und ich bedaure, dass wir generell so wenig Zeit hatten. Sie war mir mehr eine Oma als meine anderen, sie war lieb und herzlich und einfach meine Oma. Ich wünsche mir so sehr, dass dieser Zustand bald ein Ende hat.

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                Liebe Jannes,

                fühl Dich einfach mal ganz warm umarmt!

                Es ist sicherlich das Schwerste, wenn man angesichts des Todes das Gefühl hat, etwas versäumt, nicht genug getan oder einfach die gemeinsame Zeit nicht richtig genutzt zu haben. Aber ich finde, Du solltest Dir da keine Vorwürfe machen! Du konntest schließlich nichts für all die Querelen, die Deine Eltern und Deine Großmutter jahrelang voneinander getrennt haben. Und Dein Leben fordert von Dir so vieles - nicht nur die Pflege der Beziehung zu Deiner Großmutter. Niemand kann allen Menschen, mit denen er in Verbindung steht, gerecht werden. Und ich bin mir sicher, dass Deine Großmutter es sehr zu schätzen weiß, was Du aktuell für sie tust, indem Du für sie da bist, gerade in dieser schweren, letzten Lebensphase.

                Ganz viel Kraft wünscht Dir
                Deine Chaja

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