Mir ist gerade etwas klar geworden.
Ich bin jemand, der sehr viele Dinge beginnt, sie aber nur selten zum Ende bringt. Ich habe gefühlte tausend angefangene Projekte, habe bspw. viele Paar Handschuhe oder Socken angefangen, aber von jedem Paar nur einen, habe viele angefangene Bücher etc. Bislang dachte ich, jedenfalls bei den eher kreativen Projekten, dass es mir oft darum geht etwas auszuprobieren und sobald ich merke, ich kann es, die Lust daran verliere.
Gestern Abend habe ich dann in einem wirklichen Flow eine Krabbeldecke fertig gestellt. Mein erstes Nähprojekt. Insgesamt hat es ca. 1.5 Monate gebraucht und manches Mal hatte ich auch einfach keine Lust dazu. Immer im Hinterkopf: Mein Freund, der das Ganze schon argwöhnisch beobachtete, weil er mich mittlerweile kennt und der zwischendurch, wenn es mal länger lag, immer fragte, was nun damit wird und auf der anderen Seite mein Bruder, dem ich schon von meinem Vorhaben erzählt hatte...Das mache ich mittlerweile schon bewusst, um mich selbst zum Beenden zu verpflichten.
Jetzt habe ich mir zum wiederholten Male stolz meine Decke von allen Seiten betrachtet, sie gefällt mir sehr gut. Und jetzt? Jetzt merke ich, dass dieses Aufschieben noch einen ganz anderen Nutzen für mich hat: Potentiell könnte ich ja etwas tun, soviele Projekte, wie ich hier liegen habe. Nach diesem beendeten fühle ich aber ein Stück Leere, mir fehlt die Aufgabe. Das klingt jetzt etwas übertrieben, denn ich könnte mir ja eines meiner anderen tausend Dinge vornehmen und weiter daran arbeiten. Allerdings ist es gerade ein Moment der Erkenntnis: Könnt ihr euch vorstellen, dass man Dinge beginnt und sie nicht beendet, damit man für den Fall der Fälle eine Aufgabe hat?
Das Absurde daran ist, dass ich von diesen anderen etlichen Projekten noch keines Zu Ende geführt habe, dieser Druck und dieses Wissen schwebt ja immer über mir. Ich habe ganz tolle Decken und Kopfkissenbezüge begonnen zu häkeln, das ist nun drei Jahre her...
Vielleicht muss ich mir einfach immer wieder sagen, dass das Produkt als solches erstrebenswert ist und auch es zu Ende zu führen und dass es nicht schlimm ist, wenn ich etwas beende, weil ich mir immer wieder neue Ziele setzen kann! Und ich muss auch nicht zwangsläufig gleich danach nach etwas suchen, was ich neues tun kann... Mein nächstes Ziel hatte ich mir aber schon vorgestern gesichert, indem ich mir einiges an Wolle bestellt habe, weil ich für die Zwillinge auch noch Häkeldecken machen will....
Naja, immerhin habe ich mich durchschaut..
Ich bin jemand, der sehr viele Dinge beginnt, sie aber nur selten zum Ende bringt. Ich habe gefühlte tausend angefangene Projekte, habe bspw. viele Paar Handschuhe oder Socken angefangen, aber von jedem Paar nur einen, habe viele angefangene Bücher etc. Bislang dachte ich, jedenfalls bei den eher kreativen Projekten, dass es mir oft darum geht etwas auszuprobieren und sobald ich merke, ich kann es, die Lust daran verliere.
Gestern Abend habe ich dann in einem wirklichen Flow eine Krabbeldecke fertig gestellt. Mein erstes Nähprojekt. Insgesamt hat es ca. 1.5 Monate gebraucht und manches Mal hatte ich auch einfach keine Lust dazu. Immer im Hinterkopf: Mein Freund, der das Ganze schon argwöhnisch beobachtete, weil er mich mittlerweile kennt und der zwischendurch, wenn es mal länger lag, immer fragte, was nun damit wird und auf der anderen Seite mein Bruder, dem ich schon von meinem Vorhaben erzählt hatte...Das mache ich mittlerweile schon bewusst, um mich selbst zum Beenden zu verpflichten.
Jetzt habe ich mir zum wiederholten Male stolz meine Decke von allen Seiten betrachtet, sie gefällt mir sehr gut. Und jetzt? Jetzt merke ich, dass dieses Aufschieben noch einen ganz anderen Nutzen für mich hat: Potentiell könnte ich ja etwas tun, soviele Projekte, wie ich hier liegen habe. Nach diesem beendeten fühle ich aber ein Stück Leere, mir fehlt die Aufgabe. Das klingt jetzt etwas übertrieben, denn ich könnte mir ja eines meiner anderen tausend Dinge vornehmen und weiter daran arbeiten. Allerdings ist es gerade ein Moment der Erkenntnis: Könnt ihr euch vorstellen, dass man Dinge beginnt und sie nicht beendet, damit man für den Fall der Fälle eine Aufgabe hat?
Das Absurde daran ist, dass ich von diesen anderen etlichen Projekten noch keines Zu Ende geführt habe, dieser Druck und dieses Wissen schwebt ja immer über mir. Ich habe ganz tolle Decken und Kopfkissenbezüge begonnen zu häkeln, das ist nun drei Jahre her...
Vielleicht muss ich mir einfach immer wieder sagen, dass das Produkt als solches erstrebenswert ist und auch es zu Ende zu führen und dass es nicht schlimm ist, wenn ich etwas beende, weil ich mir immer wieder neue Ziele setzen kann! Und ich muss auch nicht zwangsläufig gleich danach nach etwas suchen, was ich neues tun kann... Mein nächstes Ziel hatte ich mir aber schon vorgestern gesichert, indem ich mir einiges an Wolle bestellt habe, weil ich für die Zwillinge auch noch Häkeldecken machen will....
Naja, immerhin habe ich mich durchschaut..




Kommentar