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    Hallo liebe Jannes,

    wo wohnst du denn bisher? Bei deinen Eltern (nach dem Studium)?

    Auf jeden Fall kann ich mir vorstellen, dass das ein großer Schritt ist und du noch gar nicht recht weißt, was überwiegt: Freude oder - hm, was!? Angst vor der Verantwortung oder evtl. sogar davor, dass ihr damit noch mehr/enger verbunden seid!?

    Ich für mich selber kann es mir gar nicht mehr vorstellen. Diesen Moment habe ich wohl "versäumt" bzw. eben nie erlebt. Deshalb wünsche ich jedem umso mehr, dass er diese Chance, die sich ihm bietet, wahrnehmen kann. Wie gerne hätte ich es damals so erlebt/gehabt mit meinem damaligen Freund (ist schon eine Ewigkeit und noch viel länger her - bestimmt 15 Jahre!). Jedoch gab es gravierende Hindernisse ...

    In diesen (jungen) Jahren bietet sich wohl am meisten die Chance (wenn z. B. keine Mutter dazwischen steht wie bei mir damals seine Mutter). Da kann man noch aneinander wachsen (meine ich!???) und sich miteinander entwickeln. Später wird das immer schwieriger (also in meinem Alter z. B.!!!).

    Viel Glück für dich, deinen Partner und das Häuschen!

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      Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
      Danke, liebe Tamina, das tat jetzt richtig gut
      Das freut mich sehr

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        Herzlichen Glückwunsch zum Hauskauf

        Ich wünsche Dir / Euch viele glückliche Stunden im neuen Heim.
        Ja, Eigentum bringt Verantwortung mit sich - aber auch eine wunderbare Freiheit im Gestalten und Ankommen.

        Jetzt ist Deine Zeit, und das ist gut und richtig.
        Deine Eltern hatten ihre Zeit.

        Viel Freude beim gestalten und einrichten!

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          @Träumerin: Ich wohne seit ziemlich genau einem Jahr mit meinem Freund zusammen, ich bin nach dem Studium mit zu ihm in seine Wohnung gezogen. Wir hatten im Sommer nach einer größeren Wohnung gesucht, weil die Wohnung mit zwei Hunden und keinem Garten einfach zu wenig ist und hatten auch eine schöne gefunden, die wir aber nicht bekamen. Da kamen wir zu dem Entschluss, dass es Blödsinn ist erst nochmal eine "Zwischenstation" zu nehmen, wenn wir dann vielleicht nächstes Jahr sowieso in ein Haus ziehen wollten und so haben wir uns immer umgeguckt und jetzt auch was gefunden
          Es steht nichts zwischen uns und ich kann mir vorstellen, dass es richtig gut funktionieren kann, bisher hat es auch wunderbar geklappt. Er weiß auch, dass ich damit so meine Probleme habe und macht kein Drama daraus und nimmt es Gott sei Dank auch nicht persönlich. Als ich zu ihm in die Wohnung gezogen bin war es genau dasselbe, aber da kam auch alles zusammen (Ende des Studiums, Berufseinstieg und Umzug). Veränderungen sind eben nicht einfach.

          @Kuestenkind:
          Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
          Jetzt ist Deine Zeit, und das ist gut und richtig.
          Deine Eltern hatten ihre Zeit.
          Diesen Satz habe ich schonmal gehört, vielleicht von meiner Therapeutin?! Danke, dass du mich daran erinnerst ! Es ist gar nicht so einfach, das nicht aus den Augen zu verlieren, das Bild meiner Eltern drängt sich immer wieder auf. Ich muss beides wohl etwas energischer voneinander trennen und diese Gedanken/Erinnerungen weiterziehen lassen, Ändern kann ich daran ja jetzt heute auch nichts mehr.

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            Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
            Vielleicht kannst Du ja sogar ein Zimmer für Dich persönlich einrichten, quasi als einen Rückzugsort für Dich.
            Ich verstehe auch Deine Sorge um zu viel Nähe, weil ich sie nicht gut ertragen kann. Seit meine Kinder erwachsen sind, habe ich ein eigenes Zimmer, mein Mann auch. Und ich liebe es darin ganz für mich zu sein. Wer sagt eigentlich, dass man als Paar plötzlich so viel Zeit, Gedanken und Aktivitäten zusammen verbringen muss?
            Oh ja, ich möchte unbedingt meinen eigenen Rückzugsort Und mein Freund ist mir in der Hinsicht sehr ähnlich. Wir brauchen beide unsere Freiräume und auch mal Zeit für uns ganz persönlich. Ich finde, dass man dann gemeinsame Zeit anders verbringt und genießt. Das Haus bietet in der Hinsicht viele Möglichkeiten. Im Gästezimmer richte ich mir einfach ganz egoistisch mein Bastel-Paradies ein

            Wir fahren heute wieder hin, das erste mal allein. Das Haus hat eine Holzheizung und wir müssen das Anfeuern üben.

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              Jannes, das klingt so schön, ihr seid Euch einig und habt Verständnis füreinander.
              Viel Freude beim Kennenlernen Eures neuen Zuhauses.

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                hai jannes, bei mir ists schon a weile, genau gesagt 14 jahre her,
                als wir unser eigenheim bezogen haben.

                gottseidank waren zwischen der mietwohnung und dem neuen eigenheim
                nur 5 gehminuten, als nämlich der große umzugslaster dastand,
                alles sperrige und wichtige zu transportieren, haben wir bei der
                abfahrt meinen, heutigen ex samt werkzeugkiste *vergessen*

                es fiel ja lange nicht auf, weil wir mit entladen und noch nicht mit zusammenbauen
                beschäftigt waren. die werkzeugkiste hätte echt gefehlt

                ich wünsche euch genauso viel freude und spaß und vorallem
                den respekt, wenn ihr den ersten nagel in euer eigentum schlagt,
                wie wir es damals empfunden haben.
                es ist was ganz andres ob du einen nagel in eine mietwohung oder
                in deine eigenen wände schlägst

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                  Das ist ja eine lustige Geschichte
                  Respekt haben wir wirklich. Aber wir tasten uns allmählich an die Sache ran.
                  Ich habe am Wochenende einiges geputzt, auch wenn die Vorbesitzer das Haus sauber verlassen haben. Aber man möchte sich ja gerne selbst davon überzeugen, wie sauber gemacht wurde und daher mache ich das bei sowas immer gerne nochmal selbst. Ich habe noch einiges aussortiert und entsorgt, was mir nicht gefiel und habe auch schon ein paar Dinge von uns mit hin genommen.
                  Nächstes Wochenende habe ich mir eine Freundin eingeladen, die mit mir den Ofen und den Herd einweihen soll Ich möchte Kekse backen und auch schon ein Zimmer streichen. Darauf freue ich mich schon !

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                    Gerade bin ich froh, dass wohl alle meine Kollegen auch nur Menschen sind. Ich bin heute mit einer meiner Kolleginnen über dieses Schuljahr ins Gespräch gekommen und sagte ihr, dass ich schon etwas Angst habe das alles dieses Schuljahr nicht zu schaffen. Sie erzählte mir, dass sie in ihrem ersten Jahr völlig am Ende war und die Sommerferien quasi komplett flach lag und gar nichts mehr ging. Sie plant auch immer nur von Woche zu Woche und blendet den Rest komplett aus, sonst würde es sie verrückt machen.
                    Ich freue mich, dass ich sowas inzwischen auch einfach erzähle und nachfrage, ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass gerade diese Kollegin absolut souverän auftritt und dahingehend überhaupt keine Probleme hat.
                    Ich hoffe mir gelingt das auch, meinen Horizont und mein "Sichtfeld" dahingehend etwas einzuschränken.

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                      Derzeit ist es auf Arbeit wirklich sehr stressig, die Aufgaben häufen sich. Als Klassenlehrerin war es heute meine Aufgabe die Mentoren aus den Praxiseinrichtungen meiner Schüler einzuladen und eine Mentorenschulung zu machen. Ich! Letztes Schuljahr hat das eine Kollegin für mich übernommen und ich saß brav dabei und habe alles verfolgt. Ich war denkbar aufgeregt, mein linkes Augenlid zuckte seit gestern Abend in einer Tour vor sich hin. Das ist das erste Mal, dass ich ein Praktikum im 2. Ausbildungsjahr begleite und ich habe mir einen Tag vorher auch mal den Praktikumsauftrag zu Gemüte geführt, eher war einfach keine Zeit.
                      Trotz aller Bedenken und Ängste hat das heute sehr gut geklappt. Ich hatte eine PowerPoint von einer Kollegin dazu bekommen und habe darin die Praktikumsaufgaben abgearbeitet und auch den Mentoren verständlich gemacht und ihre Hilfe und Unterstützung eingefordert. Zudem habe ich noch positives Feedback bzgl. meiner Schüler bekommen, was mich natürlich auch freut. Einige der heute Anwesenden sind auch Mentoren von Schülern, die ich selbst in den Einrichungen besuchen werde und wir haben gleich Sichtstundentermine vereinbart.
                      Ich war danach erleichtert, es war sogar ganz nett Danach fand mein Augenlid auch wieder Ruhe...

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                        Mir fällt gerade etwas auf.
                        Ich höre gerade wieder mal dieses Lied: The Cinematic Orchestra Arrival of the Birds & Transformation - YouTube

                        Ankunft der Vögel und Verwandlung - wunderschön! ich hatte es an anderer Stelle schon mal hier im Forum gepostet.
                        Mein Faden heisst Flüggewerden. Auch wenn längst nicht alles stimmt, rund läuft und es auch immer mal wieder starke Schwankungen gibt, so fühle ich mich gerade jetzt sehr lebendig.

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                          Liebe Jannes,

                          wunderschöne Klänge hast Du da eingestellt.

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                            Finde ich auch, Mane

                            Leider läuft es jetzt gerade wieder mal nicht so gut. Ich merke, dass es in mir brodelt, habe aber keine Zeit/ keinen Raum das rauszulassen. Immerhin soll man doch unter diesen Umständen gefälligst glücklich sein. Wenn ich nicht glücklich damit bin, warum habe ich das sonst auch gemacht?
                            Das Brodeln äußert sich so, dass ich extrem launenhaft bin und das alles mein lieber Freund ertragen muss. Ich bin sehr schnell auf 180, wegen jeder Kleinigkeit, schreie ihn an und mache ihn nieder. Wenn dann die Tränen fließen, dann wird es besser, aber ich kann nicht lange bei diesem Punkt bleiben. Selbst komme ich auch gerade nicht an diese Gefühlswelt ran. Es ist mir völlig klar, warum ich so bin wie ich bin, aber es kommt mir vor als hätte sich eine dicke Decke über meine Emotionen gelegt, die alles erstickt.
                            Wenn es dann "durchbricht" weiß ich wieder, dass ich Gefühle habe und empfinden kann.
                            Ich empfinde mich in diesem Punkt wirklich als einen kalten Menschen. Gestern wollte ich dann meine Sachen packen und erstmal gehen, weil es für mich gerade keinen Sinn mehr ergeben hat. Ich konnte mich nicht auf Diskussionen einlassen, weil ich nicht ran kam. Mein Freund war knall hart und legte die Fakten auf den Tisch ("Du hast wieder Angst, am liebsten willst du alles hinwerfen und weglaufen, aber das geht nicht!").
                            Die Angst äußert sich nicht als Angst, sondern als ein Fluchtinstinkt mit dem Gefühl, nichts empfinden zu können. Wenn es schlimm ist glaube ich manchmal, es würde mir gar nichts ausmachen einfach von jetzt auf gleich zu gehen und neu anzufangen. Nur wenn es ernster und enger wird wird es ungemütlich.
                            Wenn ich so in dieser Wunde bohre und es wieder aufbricht und ich soweit bin, dass ich mich auch damit beschäftigen kann, kann ich auch fühlen. Momentan muss ich mich wieder darauf verlassen und darauf vertrauen, dass ich weiß, dass ich meinen Freund liebe. Ich glaube irgendetwas ist in mir extrem abgeflacht. Ich kann mich oft nur auf mein Unterbewusstsein verlassen, dass schon Alarm schlagen wird, wenn ich etwas falsch mache, denn auf meine Gefühle kann ich mich nicht verlassen. Warum sollte ich mit jemandem ein Haus kaufen, den ich nicht liebe?
                            Was hat denn mein Kind später für eine Perspektive eine gesunde sozial-emotionale Entwicklung zu durchlaufen, wenn mir Nähe solche Angst macht?

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                              Womit genau bist du denn unzufrieden? Mit dem Haus? Oder sind da noch mehr Dinge?

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                                Unzufrieden bin ich eigentlich nicht.
                                Wenn ich zurück denke, dann war es genau dasselbe, als ich mit meinem Freund zusammengezogen bin, es war wirklich schlimm. Soviel Nähe und soviel Verpflichtung fand ich beängstigend und es stumpfte mich wie jetzt erst einmal ab.

                                Es ist eher Angst als Unzufriedenheit. Nicht die Angst, dass ich einen Fehler begehe, sondern die Angst, dass irgendwann etwas passiert, was alles zunichte macht. Auch darüber sprechen wir, mein Freund und ich, offen. Und wir sind auch beide der Meinung, dass man, ginge es nach diesem Aspekt, niemals etwas wagen dürfte, weil immer etwas schief gehen kann.
                                Jetzt muss ich das nur noch meinem inneren Kind irgendwie beibringen und es wieder beruhigen.

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