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    Liebe Mensch, liebe Sonnenfell und liebe Tamina,

    vielen Dank für eure Beiträge und auch v. a. für eure Ermutigungen. Ich selber weiß gerade gar nicht mehr, wo ich überhaupt noch stehe ... Ich habe auch erhebliche Zweifel, ob das alles noch klappt mit einer Kur/Reha - Behandlung vollstationär eben.

    Beruflich ist es gerade sehr schwer für mich; dabei habe ich schon immer (so viel wie andere wahrscheinlich auch!?) mehr oder weniger gerne gearbeitet.

    Oft denke ich (zu) viel über alles nach; v. a. den Beruf/meine Arbeit seit dem Termin bei meiner Chefin im Herbst. Manches Mal denke ich inzwischen, dass ich wirklich eine schlechte Lehrerin bin und nur wenig gemacht habe!?

    Manchmal überlege ich, ob meine Wahrnehmung inzwischen getrübt ist. Mich wundert es, dass ich zum Beispiel nur noch als einzige auf die Berufsschulklassen "losgelassen" werde - Bürokaufleute - die eine Prüfung machen müssen, in der sie sehr unter Zeitdruck stehen, v. a. in einem meiner beiden Unterrichtsfächer.Diese Klassen sehe ich nur alle zwei Wochen (außer die im 3. Ausbildungsjahr), so dass ich wirklich "durchpowern" muss. Fest steht, dass ich seit diesem Gespräch fast selber nicht mehr hinterdreinkomme mit allem, was ich machen möchte/muss usw.

    Ob ich davor wirklich inzwischen zu langsam war? Zu wenig gemacht habe? Vielleicht stimmt ja auch alles, was mir in dem Gespräch gesagt wurde und meine Kolleginnen (vom Fach oder eben auch mit anderen Fächern) sind viel kompetenter/machen alles viel schneller?

    Bisher war ich davon überzeugt, dass meine Schüler mehr lernen, wenn ich ihnen die Inhalte gründlicher/häufiger nahebringe. Vielleicht ist das wirklich ein Trugschluss? Es ist/war halt selber meine Erziehung, dass erst Gründlichkeit zum Erfolg geführt hat ...

    Da ich ein volles Deputat habe (für die, die sich damit auskennen), habe ich wirklich - wenn ich es RICHTIG machen will - einiges an Arbeit, an Korrekturen usw.

    Aber ich weiß: es hat ja schon (irgend-)ein Politiker gesagt "Lehrer sind faule Säcke" oder so ähnlich eben ...

    @mysty: Manchmal glaube ich, du bist noch viel verletzter als ich zum Beispiel. Oder die andere Option: du weißt nicht, was es heißt, verletzt worden zu sein. Also bitte, dann halte dich raus!

    Träumerin

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      Vielleicht hilft es Dir, wenn Du weniger versuchst, es gut zu machen sondern dass Du erst mal wieder versuchst, zu entdecken, was Dir an Deiner Arbeit Spaß macht.

      Ich war in meiner Lehrtätigkeit (allerdings keine klassischen schulischen Inhalte) immer so gut, wie ich begeistert von dem war was ich vermittelte; oder auch davon, wie ich meine Schüler zum mitdenken/mitmachen bewegen konnte. Also das Gefühl, gemeinsam Wissen zu entdecken, Erfahrungen zu machen. Ist natürlich nicht einfach, wenn es um knallharte Vorgaben geht, die erfüllt werden müssen.

      Vielleicht setzt Du Dich selbst unter zu viel Druck?

      (irgendwie ist meine Schriftsprache heute etwas verkorkst.. hoffe Du verstehst mich trotzdem)

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        ohhhh je

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          @sonnenfell: bei mir ist im Moment beides der Fall - ich setze mich enorm unter Druck und meine, immer noch mehr machen zu müssen. Gleichzeitig macht mir die Arbeit mit meinen Schülern (meistens) Spaß. Kommt ja auch auf die Klasse, die Gegebenheiten, die Besonderheiten und - na ja - mehrere Faktoren an. Ansich habe ich mich meine Arbeit schon immer mehr oder weniger gerne (wie wahrscheinlich andere auch???) gemacht.

          Seit diesem bescheurten Gespräch setze ich mich selber total unter Druck und komme kaum noch hinterher. Ich habe ein volles Deputat. Das heißt, dadurch, dass ich alleine lebe, alles hier alleine bewältigen will/muss, muss ich natürlich auch voll arbeiten. Ich schleppe seitdem immer wahnsinnig viele Unterlagen mit mir rum. Für eine Klassenstufe hieß es, die wollen nachher studieren gehen (also in zwei Jahren), das heißt, sie müssen viel selbst erarbeiten usw. Jetzt mache ich wahnsinnig viel Theorie, teile ihnen Blätter zum Lernen aus. Übungen gibt es nur noch wenige, wenn dann Hausaufgaben.

          Für mir ist das ein irrer Aufwand. Nur noch Papier auszuteilen. Alles nur noch theoretisch zu erklären .... Zurzeit hetze ich nur noch durch und sage meinen Schülern, "in Kürze studiert ihr ja, da müsst ihr euch auch vieles/alles alleine erarbeiten" ...

          Außer an @sonnenfell war das jetzt auch @alle gedacht, die hier überhaupt noch mitlesen und gerne antworten möchten.

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            liebe Träumerin,
            ich lese Deinen Faden mit.
            Doch ich meine, ich kann nicht so viel Konstruktives beitragen, deshalb melde ich mich wenig zu Wort Ich bin selbst nicht mehr berufstätig. Aber auch jemand wie Du, die sehr viel nachdenkt/zerdenkt und dann schnell mal 'ganz unten' ist.
            Deshalb verstehe ich Deine Reaktionen gut und auch die vielen Selbstzweifel, die Du mitunter hast. Die bald beginnenden Gespräche werden Dir sicherlich helfen, wieder sicherer zu werden.

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              Ich habe ja erst spät zugelesen und weiß nicht, ob diese Idee schon geäußert wurde- aber vielleicht könnte ein coaching helfen?
              Also nur, um wieder auf Spur für Dich zu kommen, damit Du wieder mit weniger Gepäck in jeder Hinsicht weiter laufen kannst. Der Vorteil ist, dass im Vergleich zum Psychologen vorwiegend praktische Lösungen gesucht würden, und ich denke, dass wenn ein Teil wieder funktioniert, sich unter Umständen auch wieder was im ganzen System richten kann.

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                Zitat von mystery Beitrag anzeigen
                Hier gibt es eine Seite mit Anleitungen, falls das mit Deiner Ablenkungskur noch länger geht und Du nicht immer das gleiche schreiben willst.
                Mystery, hast du dich eigentlich wegen deiner Sexsucht schon mal behandeln lassen?

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                  bei mir ist im Moment beides der Fall - ich setze mich enorm unter Druck und meine, immer noch mehr machen zu müssen. Gleichzeitig macht mir die Arbeit mit meinen Schülern (meistens) Spaß.
                  Frage zum Selberklären: Würde dir die Arbeit mit den Schülern denn genauso viel Spaß machen, wenn du mal weniger machen würdest = etwas Druck bei dir rausnehmen würdest? Oder würde es dann weniger Spaß machen? Worin liegt der Spaß an der Arbeit für dich begründet?

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                    Mystery, hast du dich eigentlich wegen deiner Sexsucht schon mal behandeln lassen?
                    Bin ich derjenige, der hier ständig heult und jammert, oder wer denn? Ich bin nicht depressiv!
                    Wenn manche so verklemmt und langweilig sind, dass sie noch nicht einmal mehr die (humorvoll gemeinte) Erwähnung ohne Frust ertragen, soll ich mich behandel lassen? Warum?

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                      Bin ich derjenige, der hier ständig heult und jammert, oder wer denn?
                      Nein, aber du bist der Einzige hier, der sich von dem "Heulen und Jammern" gestört, provoziert und/oder angegriffen fühlt. Alle anderen scheinen Träumerins Beiträge offenbar als das sehen zu können, was sie sind: ein ganz normaler Teil ihres Entwicklungsprozesses, den sie gerade durchlebt. Du hingegen scheinst der Einzige hier zu sein, der Träumerins Depression nicht ertragen kann (neben Träumerin selbst vermutlich... ).

                      Ganz ernsthaft: Hast du wirklich auch nur eine Millisekunde angenommen, dass dein Link in irgendeiner Form eine Hilfe für Träumerin ist? Was soll daran bitteschön hilfreich sein, sein Ding dauernd in irgendetwas reinstecken zu wollen? Oder sich dauernd irgendein Ding reinstecken zu lassen? Das zerstreut und betäubt allenfalls und lenkt von dem ab, was für einen wirklich wichtig ist. Zu echten Lösungen für echte Probleme führt es nicht - hat es nie getan und wird es auch nie tun.

                      Oder wolltest du nur mal die Stimmung etwas auflockern und ein bisschen lustig sein, weil dir das hier alles viel zu ernst war? Dann lass dir gesagt sein: der Schuss ist megamäßig nach hinten losgegangen!

                      Versuchs mal zur Abwechslung mit etwas echter Empathie. Du wirst vermutlich überrascht sein, wie positiv deine Umwelt darauf reagieren wird...

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                        @alle:

                        Ja, ich weiß, mir kommt es ja selber vor wie "Die unendliche Geschichte" ... Anfang des Jahres habe ich mich bereits im Februar in einer Kur/Reha (oder wie man auch immer das alles bezeichnen will) gesehen.

                        Wenn ich nur geahnt hätte, wie lange das alles dauert, dass für privat Versicherte sämtliche Beiträge seit Juni/Juli letztes Jahr gekürzt worden sind und dass die Versicherung (also meine) mir nur alles teilstationär gewährt, dann hätte ich mich schon längst hier vor Ort um einen Therapeuten gekümmert. Es k.... mich gerade eh alles an! Das ganze Thema.

                        Habe nun seit vielen Tagen die "Johanniskraut Laif" eingenommen, merke allerdings nicht wirklich eine (Ver-)Änderung; außer, wenn die Sonne scheint .... Seit heute nehme ich sie nicht mehr ein, da man anscheinend mit dem Sonnenlicht aufpassen muss. In der Allergiezeit (Heuschnupfen) bin ich eh oft schon lichtempfindlich mit meinen Augen. Und die letzten zwei Tage habe ich die Sonne (ohne Sonnenbrille) kaum (v)ertragen, musste ständig extrem meine Augen zusammenkneifen.

                        So langsam bin ich soweit, dass ich mir sage, dass ich eh keine Lust/Laune/Energie habe, nochwas in die Richtung zu unternehmen ... Selbst mein Arzt, der mir ja ursprünglich empfohlen hatte, eine mehrwöchige Auszeit zu nehmen, hatte ja keinen Widerspruch eingelegt.

                        Nun habe ich die nächste Woche einen erneuten Termin bei ihm, wo er alles neu(!) beantragen will. Widerspruch wollte er wohl nicht einlegen wegen der Wortwahl (!?), wie er mir erklärt hat.

                        Wenn ich momentan so die Situation an unserer Schule anschaue, denke ich immer mehr, bei uns stimmt vieles nicht. Vieles hat sich zum negativen geändert. Sämtliche Besprechungen/Termine usw. haben bereits ein viertel bis halbes Jahr keine Gültigkeit mehr ... Im Moment habe ich das Gefühl, wenn ich mich kümmere, "teamfähig" zu sein, dass eigentlich keiner weiß, was er will, wann er es will usw. Es ist nur schwierig!

                        Und nein - ich brauche mir echt keine Vorwürfe machen! Noch immer habe ich meinen Job nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Selbst wenn sich jemand (oder mehrere, wenn es denn so ist/war) über mich beschwert haben (sollten), dann weiß ich echt nicht warum! Ich mache meinen Job/meine Arbeit so gut oder so schlecht wie andere auch! Das ist mir inzwischen bewusst!

                        Klar, verbessern/verändern kann man immer etwas; schon immer versuche ich auf dem Laufenden zu sein/bleiben durch neue Bücher/Fortbildungen (sofern sie es überhaupt noch gibt). Allerdings: verbessern können auch andere etwas (die sich evtl. über mich beschwert haben - auch die Leute "kochen nur mit Wasser").



                        Eure Träumerin

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                          Schönes Wochenende allen Betroffenen.
                          Zuletzt geändert von mystery; 16.03.2012, 14:36.

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                            So langsam bin ich soweit, dass ich mir sage, dass ich eh keine Lust/Laune/Energie habe, nochwas in die Richtung zu unternehmen ... Selbst mein Arzt, der mir ja ursprünglich empfohlen hatte, eine mehrwöchige Auszeit zu nehmen, hatte ja keinen Widerspruch eingelegt.
                            Ich kann dich hier einerseits sehr gut verstehen. Mach dir aber bitte (wirklich als Bitte, als Aufforderung gemeint!) klar, dass nicht andere dafür zuständig sind, dass es dir besser geht, sondern nur du ganz allein. DU musst (= solltest) für dich eintreten, für dich sorgen. Jemand anderes tut das nicht mehr. Das war mal (oder sollte zumindest gewesen sein) in der Kinderzeit. Heute als erwachsene Frau bist du selber gefragt.

                            Ich kann dir nur immer wieder genau das sagen, weil es der Ansatz ist, mit dem du ein Grundproblem angehen kannst. Grundproblem insofern, weil nicht du alleine mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen hast, sondern weil es mittlerweile ein gesellschaftliches Phänomen ist, die Verantwortung für sich selber nicht mehr übernehmen zu wollen, sondern jemanden zu suchen, der dafür zuständig ist, dass es einem gut geht.

                            Das ist nämlich ein Trugschluss. NIEMAND außer dir kann dafür sorgen, dass es dir gut geht. Und auch, wenn du dich "nur" jetzt sofort hinsetzt und sämtliche Therapeuten in der Gegend aus dem Telefonbuch suchst und sie alle wegen eines Termins anrufst. Selbst wenn du nirgendwo einen Termin bekommst: aber du hast etwas für dich getan. Du bist aktiv geworden und hast dich nicht nur in deinem Schmerz bemitleidet (ganz wertfrei gemeint).

                            Versuch's mal einfach. Trau dich! Was hast du zu verlieren?

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                              Die Laif Tabletten sind doch wirklich harmlos! Was dir wohl passieren könnte ist, dass du schneller einen Sonnenbrand als gewöhnlich bekommen könntest, mehr nicht. Mir haben die Tabletten wohl geholfen - ich gehe zumindest davon aus.
                              Ich werde sie wohl spätestens im November wieder nehmen.

                              Kommentar


                                Liebe Träumerin,

                                mir kamen beim Lesen spontan folgende Ideen:

                                Wenn ich dich richtig verstanden habe, unterrichtest du Bürokaufleute und musst viel Inhalt in kurzer Zeit rüberbringen. Ich lese aus deinem Beitrag heraus, dass dich das unter Druck setzt, weil du den Anspruch an dich hast, wirklich alles unterzubringen und dass du dich für den Erfolg verantwortlich fühlst.

                                Die Verantwortung liegt aber auch bei deinen Schüler/innen. Wie wäre es, wenn du Inhalte (vermutlich für euch alle) entspannt durchnimmst und deutlich machst, dass du sie nur anreißen kannst. Die Schüler/innen könnten die Inhalte dann zu Hause durch Übungen, Vertiefungsliteratur etc. weiter aufnehmen. Du wärst entlastet und deine Schüler/innen hätten auch mehr davon.

                                Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen

                                Bisher war ich davon überzeugt, dass meine Schüler mehr lernen, wenn ich ihnen die Inhalte gründlicher/häufiger nahebringe. Vielleicht ist das wirklich ein Trugschluss? Es ist/war halt selber meine Erziehung, dass erst Gründlichkeit zum Erfolg geführt hat ...

                                Hier siehst du dich wieder alleinig in der Verantwortung. Deine Schüler/innen sind m.E. auch in der Pflicht. Wie geht es dir, wenn du Einheiten so gestaltest, dass sich die Schüler/innen die Inhalte selbst erarbeiten? Dann hättest du auch innerhalb der Unterrichtseinheiten Luft für dich.

                                Ich wünsche dir alles Gute!

                                Liebe Grüße

                                jule

                                Kommentar

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