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Das Leben zu Ende leben

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    Ich fühle mich eher noch der jungen Generation zugehörig und bin dennoch mit meiner Zeit geizig. Und es ist ja nicht nur Zeitverschwendung, sondern auch sehr langweilig und wenig herausfordernd, wenn das Thema eigentlich durch ist.

    Andererseits muss Zeit für mich nicht immer effektiv genutzt werden - jede als positiv erlebte Lebenszeit ist für mich sinnvoll und nicht verschwendet, auch wenn kein "Ergebnis" bei rauskommt - wie z.B. einfach ein schönes Gespräch haben.

    Darüberhinaus gehöre ich zu den Menschen, die sich ziemlich bewusst sind, dass man im Normalfall den Zeitpunkt seines Todes nicht kennt - es kann ja immer passieren, auch in jungen Jahren - auch wenn die statistische Wahrscheinlichkeit geringer ist, aber was bedeutet das schon im Einzelfall.

    Sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu sein, ist sicher nicht das Verkehrteste - es sei denn Angst und Traurigkeit davor fangen an einen zu sehr zu bestimmen.

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      Da hast du Recht, positiv erlebte Lebenszeit ist nie verschwendet; nur ist das ja oft nicht der Fall.

      Ich bring jetzt mal ein blödes Beispiel, das aber typisch ist für mich:

      Wenn Kaiserslautern jetzt absteigt und das tun sie, werden mich etliche im Sportfaden trösten mit den Worten: Die steigen auch wieder auf.

      Sicher werden sie das tun, aber bei der derzeitigen finanziellen und personellen Ausgangssituation wird das gut und gerne seine 2 Jahre dauern. Und das ist lang.
      Da kann ich nicht drauf wetten, dass ich das noch erlebe. Vor 10 Jahren wäre ich mir dessen noch sicher gewesen, falls nichts Unvorhergesehenes passiert.

      Kommentar


        hm, reicht es nicht, zu wissen, dass sie wieder aufsteigen? ;)

        Beziehungsweise wer weiß, ob du es nicht in einer transzendentalen Welt doch noch irgendwie miterleben darfst.
        Mensch auf einer Himmelswolke sitzend und ihre Kaiserlautern anfeuernd :) Vielleicht eine verrückte Idee.
        Aber wer weiß das schon, wie es weitergeht. Gut möglich, dass es dir dann auch nicht mehr wichtig sein wird und ein neues spannendes Kapitel in deinem Leben losgeht.

        Ich denke, dass dieses Bewusstwerden des Älterwerden und näher-Rückens an das irdische Lebensende eigentlich eine Chance ist - für ein langsames Loslassen...und bald bist du die weiseste Userin im Forum. Für mich hat Loslassen jedenfalls viel mit Weisheit zu tun. Dass "Älter werden" bzw. bewusste "memento mori" lehrt einen das gut - meine ich.

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          Lotti, mich nicht! Leider. Ich werd wohl auch nie weise werden. Ich will mich aufregen, ich will die Spiele miterleben und Toooooooor schreien und mich ärgern, ich will leben und nicht abgehoben auf einer Wolke sitzen, Manna essen, luja singen und gelangweilt zur Seite gucken, wenn Kaiserslautern spielt.

          Und trotz aller Widrigkeiten in meinem Leben werde ich wohl bei meinem letzten Atemzug denken: Oh Gott, war das Leben so schön!

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            Liebe Mensch,

            da bin ich ganz und gar Deiner Meinung, was das Thema Zeit anbelangt.

            Ich werde im Sommer 35 und auch wenn das sicher nicht alt ist, überlege ich mir schon, wieviel Zeit ich mir für was nehme und wo ich lieber einfach "mache". Überhaupt merke ich, dass es viele Menschen gibt, die immer wieder sagen "ach, du bist jung, du hast ja zeit". Ich habe allerdings zwei Cousins verloren an den Tod, der eine war 10 und der andere 16. Wenn man das mitbekommt, dann wird einem bewusst - das Leben ist endlich. Und in dieser Endlichkeit liegt eigentlich die Antwort - "einfach machen". Nicht zuviel nachdenken.

            Ich gebe zu, ich neige dazu, Dinge zu zerpflücken. Ich bemühe mich, sie nicht zu zerreden, weil ich das schlimm finde, wenn alles zerredet wird. Aber ich gehe gerne in die Tiefe, auf den Grund sozusagen.

            Und auch wenn mir diese Eigenschaft im Hinblick auf meine eigene Entwicklung schlichtweg den "Popo" gerettet hat - jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich oft denke "ich will einfach nur leben" und nicht mehr nachdenken oder sagen wir es so - nicht mehr zuviel nachdenken, nicht zuviel reden, lieber umsetzen. In Ergebnisse und Lösungen denken. Zum Punkt kommen. Tacheles reden. Und nicht ständig über mögliche Blockaden nachdenken. Kostet nur unnötig Zeit

            Danke für Deinen Beitrag

            Lg
            Lane

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              [quote=Mensch;66017
              Und trotz aller Widrigkeiten in meinem Leben werde ich wohl bei meinem letzten Atemzug denken: Oh Gott, war das Leben so schön![/quote]

              Das wünsche ich dir!!!

              Finde ich sehr erstrebenswert! Wenn es mich derzeit ereilen würde, würde ich bedauern, dass es schon vorbei wäre und traurig sein, die mir wichtigen Menschen erst mal zu verlieren. Aber ich wäre auch zufrieden mit meinem Leben und Dankbarkeit wäre da, darüber überhaupt gelebt haben zu dürfen und über viele schöne, glückliche Momente.

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                Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                Stattdessen hat man viel geschwätzt, ohne dass wirklich was passiert ist.
                Bei über 30.000 Beiträgen in 4einhalb Jahren gehe ich mal stark davon aus, dass da nicht nur "Nicht-Geschwätz" dabei war....genauso wie übrigens bei meinen vergleichsweise wenigen Beiträgen.
                Ist ja auch gut so: Ich finde, dass Schwätzen enorm wichtig ist und KEINE Zeitverschwendung.

                Ansonsten ist mir aber die Geisteshaltung, die ich hier rauslese ("Ich hab nur noch einen Rest zu verleben") sehr fremd. Ich finde sie pessimistisch und das entspricht so gar nicht meinem Naturell.
                Das meine ich nicht böse, Mensch.

                Ich halte es jedenfalls lieber mit Martin Luther: "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen."

                Schnuckengruß

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                  Das ist nicht pessimistisch, Schnucke,das ist realistisch.
                  Das Leben geht leider ab einem gewissen Zeitpunkt dem Ende zu, ob das jetzt noch 2 Jahre sind oder 5 spielt dabei keine Rolle.
                  Das ist Fakt und hat mit Pessimismus nichts zu tun.
                  Ich lebe ja noch eifrig, verschließe mich aber durchaus nicht der anderen Seite und negiere sie auch nicht.

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                    Nachdem Schnucke mich gestern auf meine 30 000 Beiträge aufmerksam gemacht hat, habe ich mal ein bisschen gerechnet.
                    Also die Hälfte geht garantiert auf 1-Wort-Beiträge wie z.B. in den Rätselfäden, im Assoziationsspiel oder mit 1 Smilie weg. Das sind dann noch 15 000. Geteilt durch (fast) 5 Jahre, sind noch 3000. Davon garantiert 1000 in meinem Erfolgsteam, macht 2000.
                    Wenn man dann noch 1000 abzieht für Wortplänkeleien mit Mystery und anderen, dann bleiben noch etwa 1000. Die habe ich wirklich für meine persönliche Entwicklung gebraucht.

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                      Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                      Nachdem Schnucke mich gestern auf meine 30 000 Beiträge aufmerksam gemacht hat, habe ich mal ein bisschen gerechnet.
                      Also die Hälfte geht garantiert auf 1-Wort-Beiträge wie z.B. in den Rätselfäden, im Assoziationsspiel oder mit 1 Smilie weg. Das sind dann noch 15 000. Geteilt durch (fast) 5 Jahre, sind noch 3000. Davon garantiert 1000 in meinem Erfolgsteam, macht 2000.
                      Wenn man dann noch 1000 abzieht für Wortplänkeleien mit Mystery und anderen, dann bleiben noch etwa 1000. Die habe ich wirklich für meine persönliche Entwicklung gebraucht.
                      Wenn ich mir das so durchlese, ist es doch, wie im richtigen Leben. Es wird zuviel Zeit verplempert, anstatt sich auf das Wichtigste zu konzentrieren.

                      Scherz bei Seite denn da steckt doch viel drin. Deine Rechnung leuchtet mir ein, aber waren die 5000 Postings nicht genauso wichtig für Dich?

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                        Welche 5000 meinst du jetzt?

                        In 99% der Postings hat es jedenfalls viel Spaß gemacht!

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                          Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                          Welche 5000 meinst du jetzt?
                          30000 / 5 Jahre = 6000 - 1000 gescheite Beiträge pro Jahr = 5000 mal verschwendeter Beitrag im Jahr

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                            Hallo sehr menschliche Mensch,

                            du musst hier nichts rechtfertigen, ich schrieb ja, dass ich die Zeit, die man "vertrödelt", nicht für verschwendet halte.
                            Manchmal wünschte ich mir ja auch, ich hätte mehr davon.

                            Aber dein Titel und auch was du schreibst klingt fast so, als würdest du fest damit rechnen, nur noch 2 oder 5 Jahre zum Leben zu haben?

                            Gibt es dafür einen gesundheitlichen Grund?

                            Ich bin jetzt 52 und habe fest vor, mindestens so alt wie meine Mama zu werden, die ist jetzt 82 und bei guter Gesundheit.
                            Du hättest dann also noch mindestens ein Viertel des Lebens vor dir....das klingt doch viel eher nach "halbvollem Glas", oder?

                            Schnuckengruß

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                              Nun ja, mir geht es gesundheitlich nicht wirklich gut. Bis jetzt wird alles noch einigermaßen in Schach gehalten; aber ein einziger größerer Ausreißer kann sehr schnell alles auf den Kopf stellen.

                              Du hast sicher nicht den ganzen TR gelesen; der Fadentitel entstand nicht aus pessimistischen Überlegungen heraus, sondern aus der Tatsache, dass ich in meinem Leben eigentlich alles gehabt habe, was ich erleben wollte. Das, was noch an Schönem passiert, nehme ich als Zugabe.
                              Das hängt natürlich mit der Intensität des Lebens zusammen, das man geführt hat.Bei mir war halt alles dicht gedrängt; andere brauchen wohl noch mehr Zeit, um all das zu erleben, was sie sich noch wünschen.
                              Ich bin zwar Kaiserslautern-Fan, aber ich kann / will ja nicht mein Leben am Aufstieg des Vereins festmachen. Das geht selbst mir als Fan zu weit.

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                                Hallo Mensch,
                                ich schreibe dir hier, um kein OT im Faden "forumskultur" zu machen:

                                Ja - du sorgst nicht nur heute, auch an vielen anderen Tagen, die ich hier lese, regelmäßig für Lacher (wohlgemerkt: kein Auslachen!) meinerseits. Es sind deine knappen, "trockenen" Kommentare, die doch immer gleichzeitig auch treffend sind (sie treffen halt den Nagel auf den Kopf) - sie wecken regelmäßig meinen Sinn für Humor und dafür einmal mehr ein Danke!

                                ....und wenn diese obigen Worte nun den ein oder anderen denken lassen "alles nur A.....kriecherei" - dann ist mir das sowas von egal
                                denn: wenn ich als A...kriecher auf die Welt gekommen wäre, wär ich ein Zäpfchen geworden!
                                So aber bin ich auch nur ein Mensch wie du und ich!

                                PS: ich drück in deinem Sinne für K'lautern die Daumen!

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