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Heute hab ich 2 Termine; passt mir nicht, ist eigentlich zuviel für 1 Tag, ließ sich aber nicht anders regeln.
Kater muss zum Tierarzt, heut Nachmittag bin ich bei meiner Schwester.
Mein Mann fällt aus, starke Erkältung und Humpelknie.
Sie fallen bereits wieder über mich her: Kannst du morgen auch, und dann, und dann....
Ich sollte umschulen auf Krankenschwester, mich privat bezahlen lassen und für daheim eine ganztägige Haushaltshilfe einstellen und für meinen Mann eine "Gespielin"!
Gestern Notiz in der Tageszeitung: der regionale Pflegedienst bietet Informationsveranstaltungen zum Thema "Burn out" und "Lernen, nein zu sagen".
Meiner Ansicht nach dreht sich die Problematik im Kreis: solange selbstverständlich erwartet wird, daß die Pflegearbeit von (weiblichen) Angehörigen geleistet wird, solange ist es auch sehr schwer, sich gegen diesen Erwartungsdruck zu wehren.
Schiebe doch imaginäre Termine vor, warum Du nicht kannst
Nein.
Wenn ein Termin in einer Autowerkstatt, den ich noch nicht mal vorschieben müsste, als wichtiger angesehen wird als meine Gesundheit, dann werte ich mich selbst ab.
Im Übrigen entspricht das nicht meiner Denk- und Handlungsweise. Ehrlichkeit und Offenheit sind meine Devise, und dabei bleibe ich auch, selbst wenn mir das zugegebenermaßen große Schwierigkeiten einbrockt.
Wenn ich jetzt noch anfange, mich selbst zu verraten, habe ich gleich verloren...nämlich mich selbst.
Steht auch schon in der Bibel: Eure Rede sei ja,ja..nein,nein.
Wenn ich jetzt noch anfange, mich selbst zu verraten, habe ich gleich verloren...nämlich mich selbst.
Selbst verraten sollst Du Dich ja nicht, aber auf Dich achten solltest Du. Du bist meiner Meinung nach sogar verpflichtet auf Dich zu achten, Dich selbst zu schützen und zu sorgen, dass es Dir gut geht. Wenn Du wegen irgend einer Krankheit, die Du bekommst, weil Du immer nur für andere da bist, in der Ecke liegst und nicht mehr kannst, dann ist den jetzigen Hilfesuchenden auch nicht geholfen, oder?
Das versuche ich ja, aber nicht mit Ausreden!
Ich halte nichts vom Leitspruch der Jesuiten: Der Zweck heiligt die Mittel.
Mal abgesehen, dass es kleine Notlügen wären, die erlaubt sind, finde ich da nicht unverwerfliches dabei.
Klar kannst Du mit einem knallharten "Nein" Dich behaupten. Doch dann kommt erst einmal eine Gegenargumentation, warum Du ausgerechnet jetzt springen musst und wenn Du nicht willst, kommt dann die Mitleidsschiene: Ich würde es ja gerne selber machen, bin aber nicht im Stande dazu. Wenn Du stark genug bist, dass alles auszuhalten und standhaft zu bleiben, ok. Aber wenn nicht, weil Du eh schon ausgepowert bist, darfst Du das ruhig machen
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