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    Zitat von Wolle0401 Beitrag anzeigen
    Wenn man nur noch Schmerz zulässt und deswegen nur noch Schmerzen hat, ist eine Depression vorprogrammiert, oder etwa nicht?
    Na ja, der Plan ist ja, dass der Schmerz dann weg ist (wenn man ihn zulässt) .

    Zitat von Wolle0401 Beitrag anzeigen
    Doch wie sollen die Menschen damit umgehen, wo der Schmerz, wenn man ihn zulässt, überhand nimmt?
    Ich kann das jetzt nicht irgendwie begründen, aber meine Idee ist, dass ich es jeweils mit so viel Schmerz zu tun bekomme, wie ich in dem Moment aushalten kann. Und dann bemerke ich "oha, ich habe es da hindurch geschafft" und dadurch stärkt sich dann wiederum mein Vertrauen in mich selbst.
    Aber wie gesagt, das ist meine Erfahrung. Für mich passt das. Muss ja nicht für alle so sein.

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      Zitat von Wolle0401 Beitrag anzeigen
      Auf der einen Seite richtig. Doch wie sollen die Menschen damit umgehen, wo der Schmerz, wenn man ihn zulässt, überhand nimmt? Ich denke, es gilt den Weg daraus und eine Lösung zu finden. Wenn man nur noch Schmerz zulässt und deswegen nur noch Schmerzen hat, ist eine Depression vorprogrammiert, oder etwa nicht?
      Das erste und heilsamste, was ich jemals in der Therapie gelernt habe war, den Schmerz endlich mal zuzulassen. Es nimmt nicht überhand, wenn man ihm gestattet da zu sein. Überhand nimmt der Schmerz dann, wenn man gegen ihn ankämpft. Alles was man bekämpft, wird stärker, weil man es füttert. Wenn man sich Gefühle - positiv wie negativ - wirklich von Herzen gestatten kann, ist es heilsam. Das nannte man in der Therapie auch "durchfühlen bis zu Ende" und das Loslassen kam dann ganz von allein. Das alles bitte nicht verwechseln mit "sich abfinden" oder "sich hängen lassen". Es geht nicht darum, sich im Schmerz zu verlieren sondern ihn anzunehmen und zu integrieren. Dann verschwindet er fast von allein.

      Es dauert allerdings bei jedem Menschen unterschiedlich lang, bis er den Schmerz zulassen kann. Der Abwehrmechanismus ist halt auch bei jedem anders stark ausgeprägt.

      Lg
      Lane

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        Zitat von Lane777 Beitrag anzeigen
        ...Es geht nicht darum, sich im Schmerz zu verlieren ...
        Genau das ist es, was ich bei vielen Leuten befürchte, wenn sie ihren Schmerz zulassen. Klar will er aufgearbeitet werden, damit er richtig verarbeitet wird. Jedoch ist genau das der Punkt, wo viele nicht wissen, wie es geht. "Wie lasse ich den Schmerz zum Verarbeiten richtig zu und wie lasse ich los?"

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          Hallo ihr Lieben, bin gerade im (Kurz-)Urlaub. Das I-Net funktioniert wohl nicht so richtig ... Deswegen nur eine kurze Meldung von mir.

          Also ich selber glaube schon, dass ich durch den Schmerz hindurch muss, ihn (eindlich einmal!) zulassen muss. Zu oft/zu lange habe ich ihn verleugnet und immer gemeint, ich muss "funktionieren" und habe ja doch so gar keinen Grund, einen Schmerz zu fühlen. Oft wird mir gesagt, wie schön ich es doch habe: so eine schöne Wohnung (was ja auch stimmt), usw. usf. Noch mehr solcher Sprüche eben, die mir nicht immer in allen Punkten usw. gut getan haben. Allerdings habe ich nie (!) gelernt für mich und meine Gefühle/Bedürfnisse einzustehen. Immer bin und bleibe ich ruhig! Und das macht - meiner Meinung nach - so vieles kaputt. Ich bin immer noch "das brave Kind", das funktioniert und keinerlei eigene Meinung hat/haben darf ... Es gelingt mir nicht und würde mich unendlich viel Kraft/Überwindung kosten. So sage ich weiterhin zu allem "ja", was mir für mich angedacht wird. Meine Meinung zählt nicht/wird übergangen.

          Was soll ich da sagen? SELBER SCHULD!!!

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            Träumerin, in vielem, das Du schreibst finde ich mich wieder. Ich nehme meine Gefühle und Bedürfnisse längst nicht immer ernst. Schlimm ist, ich weiß manchmal gar nicht, welches Bedürfnis ich habe und ob es 'angemessen' ist, weil ich als Kind gelernt habe, stark sein zu müssen.

            Jedoch, man nähme Dich nicht ernst, stimmt ganz sicherlich nicht. Wenn Du genau sagen könntest, was Du willst, und dazu auch stehst, wird Dich jeder ernst nehmen. Vllt. könnte ein erster Schritt sein zu erspüren was Du möchtest, auch Kleinigkeiten im Alltag und für Dich ganz allein. So lernst Du Dich besser kennen und dann kannst Du Deine Meinung und Wünsche besser kundtun anderen Menschen und Situationen gegenüber.

            Ich bin der Meinung wir sind nicht schuld an unserem Verhalten, unter dem wir leiden, sondern sind in der Kindheit so geprägt worden.
            Jetzt liegt es an einem selbst, diese Prägungen zu erkennen und daran zu arbeiten. Ich beschäftige mich derzeit mit meinem störenden Verhalten.

            Ich wünsche Dir noch einen schönen Kurzurlaub
            Tamina

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              Hallo liebe Tamina,

              seit wenigen Stunden bin ich wieder zurück.

              Ich habe die Zeit (meistens) genossen. Meistens (in den letzten Jahren) ist mir mein Urlaub zu kurz. Im Jahr gehe ich meistens höchstens (!) zwei Wochen in Urlaub ... In meinem Job spüre ich, dass ich viel mehr Erholung brauche/bräuchte ... Nur: wohin alleine???? Sooo lange (was ein echter Luxus ist, ich weiß)???? Ständig, in jedem Urlaub/in jeden Ferien (!) - mit Ausnahme die letzte Woche - bin ich alleine ... Letztes Jahr war ich gerade mal 10 Tage im gesamten Jahr im Urlaub. An den anderen freien Tagen bekomme ich - leider - dank fehlendem räumlichem Ortswechsel kaum bis gar keinen Abstand ...

              Für heute höre ich einfach einmal auf hier.

              Eine gute Nacht wünsche ich dir.

              Träumerin

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                Liebe Träumerin,

                schön, dass Du wieder hier bist!

                Ich kenne eine Menge Leute, die sich freuen würden, wenn sie 10 Tage im Jahr wegfahren könnten.

                Aber ich kann trotzdem verstehen, was Du meinst. Die Seele braucht einfach viel, viel länger, um sich zu erholen, als ein gebrochener Arm oder ein verknackster Fuß. Eigentlich muss sie täglich an ihre Quellen laufen und sich dort stärken, um wieder Kraft für den nächsten Tag zu gewinnen. Wenn die Seele gesund ist, kann sie sich auch in kurzen Pausen wieder erholen, schnell ein Schlückchen aus ihrer Quelle trinken und wieder erfrischt sein. Wenn sie aber zu lange leidet, wird sie immer schwächer und schafft irgendwann den Weg zur Quelle nicht mehr. Sie dürstet und das macht den Weg für sie umso härter. Sie hat Zeit, aber für sie reicht die Zeit nicht aus, weil sie nicht an ihre Quelle gelangt. Sie leidet an der Zeit, in der sie starken Durst verspürt. Sie schafft es in all den Stunden nicht bis zur Quelle und das laugt sie aus.

                Aber Deine Seele wird es wieder bis zur Quelle schaffen und sich wieder stärken können. Irgendwann wird sie sich wieder in einem wesentlich kürzeren Zeitraum wesentlich besser regenerieren können. Das wird!

                Alles Gute wünscht Dir
                Chaja

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                  Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
                  Träumerin, in vielem, das Du schreibst finde ich mich wieder. Ich nehme meine Gefühle und Bedürfnisse längst nicht immer ernst. Schlimm ist, ich weiß manchmal gar nicht, welches Bedürfnis ich habe und ob es 'angemessen' ist, weil ich als Kind gelernt habe, stark sein zu müssen.
                  Ja, @Tamina, so verhält es sich. Ich habe keine Ahnung, welche Gefühle ich habe/haben kann evtl. bzw. ich weiß dann nicht damit umzugehen, da ich es nie gelernt habe - z. B. mit Wut. Wobei sich diese Wut, die ich seit ca. einem Jahr heftiger verspüre immer wieder, immer/meistens gegen mich richtet ... Manchmal entläd es sich dann bei anderen Leuten (Bekannten/Freunden); es ist wie ein Ventil. Und dabei zerdeppere ich so viel - ich weiß das. Und trotzdem kann ich manchmal nicht anders.

                  Meine Bedürnisse? Die kenne ich gleich schon gar nicht (mehr). Irgendwie habe ich das alles verloren/vergessen und laufe momentan nur ziellos durch's Leben. Ich weiß nicht einmal mehr, was ich will ...

                  @Liebe Chaja,

                  schön, dass du an mich glaubst. Ich tue das schon lange/länger nicht mehr ... Und ja, ich habe das Gefühl, noch viel mehr Zeit zu brauchen. Nur: wofür??? Wofür brauche ich so immens viel Zeit? Und: ich weiß ja nicht einmal, was mit meiner vielen Zeit anzufangen ...

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                    Träumerin, mir hat ein Arzt damals geraten, einen Boxsack anzuschaffen und dort meine Wut abzuarbeiten.
                    Ich habe einen und auch darauf rumgehauen, aber er ist so schwer irgendwo anzubringen...
                    Wenn ich jetzt wütend bin, oft auch auf mich selbst, dann schlage ich auf meine Kissen und schreie meine Wut raus. Und ein wenig hilft mir das..... vllt. auch Dir?

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                      Hallo @alle: Mir erscheint es ratsam, mich so langsam und allmählich aus diesem "Faden" zu verabschieden:

                      1. Ich drehe mich im Kreis ...

                      2. So viele Leute haben ihre Energie(n) in mich reingesteckt und ich habe es nicht gewusst, wie nutzen/umzusetzen ... Eine Freundin hat es mir erst gestern wieder gesagt ...

                      Euch wünsche ich alles Gute! Ich war/bin einfach unfähig, all diese vielen Tipps von vielen Forumels umzusetzen. Ich weiß es und schäme mich dafür!

                      Eure Träumerin

                      Kommentar


                        Alles braucht seine Zeit. Und für alles gibt es die richtige Zeit...

                        Also: Lass dir Zeit, das ist okay!

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                          Immer weiter machen, immer weiter schreiben, kämpfen!

                          Was glaubst du, wie lange ich gebraucht habe.Nicht aufgeben, nicht schämen.
                          Immer wieder aufstehen!

                          Liebe Grüße,Bonny

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                            Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
                            Hallo @alle: Mir erscheint es ratsam, mich so langsam und allmählich aus diesem "Faden" zu verabschieden:

                            1. Ich drehe mich im Kreis ...

                            2. So viele Leute haben ihre Energie(n) in mich reingesteckt und ich habe es nicht gewusst, wie nutzen/umzusetzen ... Eine Freundin hat es mir erst gestern wieder gesagt ...

                            Euch wünsche ich alles Gute! Ich war/bin einfach unfähig, all diese vielen Tipps von vielen Forumels umzusetzen. Ich weiß es und schäme mich dafür!

                            Eure Träumerin
                            Na nun aber.
                            Wer Dir schreibt, macht das gern. Und auch in Deinem Faden gilt das Buffet-Prinzip. Du darfst waehlen, was Dir jetzt gerade schmeckt. (andernfalls muesstest Du ja alles durchprobieren - und das macht garantiert wenig Freude).

                            Mein Findlingsfaden waehrt schon Ewigkeiten, die Fragestellungen wandeln sich wie mein Blickwinkel. Na und?

                            Dein Faden heisst Dein Weg!
                            Also passt er doch perfekt zu Dir und Deiner Entwicklung!

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                              Hallo liebe Träumerin,
                              ich habe das Gefühl, dass du in deinem Faden - irgendwie ein "Zuhause" gefunden hattest, in dem du deine Gedanken ablegen darfst. Und dass du wahrgenommen wurdest, siehst du an den Beiträgen.

                              Warum willst du dir die Möglichkeit nehmen, hier bei Lust oder Unlust
                              was zu schreiben ( von der Seele reden ) oder auch deine Fotos zu posten?

                              Du bist doch frei und hier wird nicht bewertet, dass du auch nur einen Grund für Scham hättest.

                              Wie schon gesagt wurde, lass dir Zeit -
                              du findest schon deinen Weg und wenn du in deinem "Mein Weg" und in deinem vorhergehenden Faden nachliest, wirst du die feinen Häppchen auf dem Buffet schon finden, die Denkanstöße sein könnten.

                              Liebe Grüße und schönen Sonntag
                              birdy

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                                Hallo @alle Schreiberinnen hier,

                                danke euch! Ich weiß ja selbst, dass ich mich im Kreis drehe. Und ich weiß, dass ich offensichtlich total lange für alles brauche ...

                                Was mir am schwersten fällt, ist diese besch... Einsamkeit. Seit drei Tagen habe ich kaum einen menschlichen Kontakt. Wenn ich nicht einkaufen gehen würde, müsste ich noch nicht einmal reden/etwas sagen. Ich habe das Lachen und das Reden verlernt.

                                Neulich war ich ja zweimal bei einer Gruppe für Singles und Alleinerziehende dabei. Für heute war angedacht, auf ein Dorffest zu gehen. Das ist absolut nicht mein Ding ... Also bin ich wieder daheim geblieben. 100mal lieber wäre ich mit jemandem rausgegangen in die Natur: Spaziergang oder Wanderung.

                                Heute abend MUSSTE ich noch raus. Ich hab's hier in meiner Wohnung nicht mehr ausgehalten. Wenigstens mal eine viertel Stunde. Und dann noch tanken, damit ich Menschen sehe und höre ...

                                Und ja, das Schreiben hier hilft mir. Und es tut mir leid für alle, die hier ihre Energie(n) reinsetzen und ich momentan so wenig bis rein gar nichts umsetzen kann.

                                Träumerin

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