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    Liebe Fortuna,

    ja, ich bin auch noch da . Schaue nur seltener rein, weil unterm Strich oft wenig Zeit da ist und ich die Prio dann so setze, dass Job, Familie, Freunde, Freund und Zeit für MICH genügend berücksichtigt sind.

    Aber hier lese ich immer mal rein und möchte Dir einen lieben Gruß hier lassen und Dir Mut machen, Deine neue Entdeckung weiterzuverfolgen, dass Du Dich und Deine Belange in den Vordergrund stellst.

    Das heißt ja nicht, rücksichtslos zu sein, sondern letztendlich für sich selbst einzustehen. Das Beispiel mit dem iphone ist hierfür ein guter Aufhänger. Du bist ja nicht auf den Mund gefallen - also mache ihn sinnvoll auf und so, wie es Deinem Inneren entspricht. Dir kann niemand den Kopf abreißen .

    Gut finde ich auch, wenn Du für Dich definierst, dass Du Dich in keine Opferposition begeben möchtest. Warum auch? Du bist nicht für das Lebensglück Deiner Eltern verantwortlich - sie aber auch nicht für Deins.
    Jeder für sich.
    Das Wort "Beziehung" ist in diesem Zusammenhang m. E. auch ein gutes Bild: es beinhaltet "ziehen". Und das tut oft nicht gut. Jeder hält seine eigenen Fäden in der Hand, dann noch kombiniert mit Zufall und evt. dem lieben Wesen da oben... das reicht fürs eigene Leben.

    Liebe Grüße von Lorien

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      Liebe Fortuna,

      du sorgst dafür, dass du deine Harmonie finden kannst. Das imponiert mir sehr. Ich denke, du bist auf einem sehr guten Weg.

      Liebe Grüße und alles Gute

      Sabine

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        Zitat von Wolle0401 Beitrag anzeigen
        Hallo Sabine nrw,

        ich danke Dir für Deinen Beitrag, denn ich finde, Du hast damit völlig Recht.

        Ich denke mal, in dem Du die Aussage Deiner Mutter akzeptiert hast, hat sie gesehen, dass das endgültig ist und das hat sie vielleicht auch nicht geollt. Vielleicht war das ja der Türöffner.
        Hallo Wolle,

        ja, wenn es so gewesen wäre, wäre es eine gute "Lernübung" gewesen. Wenn nicht sogar meine (und ihre?) größte. Bisher, und das möge dann auch so bleiben. Danke dir, dass du das so formuliert hast, es macht mir deutlich, wie wichtig das Akzeptieren dessen, was ist, so wichtig ist (ohne dass man sich selber verbiegt oder gar aufgibt, um dem anderen zu imponieren oder ihn dazu zu bringen, seine Liebe so zu zeigen, wie man es selber "erwartet").

        Es war zuerst hart und dann aber letztlich sehr gut.

        Ich denke, man "müßte" mehr vertrauen können, dass diese Härte "gut ausgeht". Unsere Zweifel stehen uns so oft selber im Weg.

        Danke nochmal.

        LG und einen schönen Sonntag

        Sabine

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          danke ihr lieben.

          liebe Sabine,

          ja, das mit dem urvertrauen, davon würd ich auch sofort einen ganz ganz großen löffel nehmen wollen!

          tja, was ist härte? vielleicht ist es sogar weniger hart, den anderen so zu nehmen wie er ist. einen zustand, der erst als missstand erscheint, zu akzeptieren, vielleicht ist nicht akzeptieren eigentlich härter, als loszulassen...?

          wer nicht mehr an etwas rumzerrt, hat die energien für anderes frei...neue energien können entstehen. wie es ja bei euch passiert ist. ich bin gerade noch dahinter gekommen, dass ich mir gerade ruhe vor meinen eltern wünsche und muss feststellen, dass ich genau diesen wunsch gerade erfüllt bekomme. und das es gut so ist. ich will die zeit für mich arbeiten lassen. besser, als selber immer irgendwie "rumzudoktern"...

          dabei ist mir eine neue idee gekommen...die erbsache lässt mich ja nichts los...ich hab heute der frau meines bruders eine sms geschickt, dass ich gern mit ihr telefonieren würde, wie es ihr geht. das entspringt einem bedürfnis, dass in mir reifen konnte. ich möchte, ich kann es nun ganz in ruhe mit ihr klären, ohne groll oder whatever. ich vermute, dass sich längst einer seiner freunde das iphone unter den nagel gerissen hat, aber darum geht es nicht. seine frau hat "mein" auto bekommen, und ich hätte gern was persönliches von meinem bruder. vielleicht hat sie eine idee. sie ist die richtige ansprechperson dafür...sie stand ihm am schluss am nächsten. bekloppt, dass wir es beide zugelassen haben, dass meine eltern sich da eingemischt haben. egal. JETZT möchte ich gern mit ihr sprechen. ich wünsche mir, dass sie sich bei mir meldet. und wenn sie es nicht will, akzeptiere ich es. vielleicht meldet sie sich dann irgendwann bei mir. was ist schon zeit in manchen fällen...

          ich glaube, das ist gut so, oder? fühlt sich irgendwie gut an, jedenfalls...

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            Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
            ...ich glaube, das ist gut so, oder? fühlt sich irgendwie gut an, jedenfalls...
            Dieser Satz, liebe Fortuna, wirkt auf mich als ob du sehr verunsichert wärst, wie du dich nun verhalten sollst. Aber wenn es sich für dich gut anfühlt, dann ist es (für dich) auch das richtige im Moment.

            Zur Erbsache möchte ich noch sagen, dass rechtlich gesehen das Auto dir gehört und deine Mutter kein Recht hatte, es jemand anderem zu geben und dir als Entschädigung Geld zu versprechen (das du wahrscheinlich nicht bekommen wirst, da deine Mutter dich kennt und weiss, dass du nicht um Geld oder sonstwas betteln wirst, und sie die versprochene Entschädigung gefliessentlich vergessen wird). Genau genommen hat sie dir das Auto gestohlen.

            Und wegen dem iPhone: Sprich doch mit deiner Schwägerin. Sie weiss doch noch gar nichts davon, dass du das iPhone so gerne haben möchtest. Warte nicht ab bis sie sich vielleicht irgendwann mal meldet. Geh mit ihr einen Kaffee trinken und sag ihr, wie sehr du dir ein Andenken an deinen Bruder wünscht, und dass es dein grösster Wunsch ist und es dir viel bedeuten würde, sein iPhone zu bekommen. Und wenn es sein muss, darfst du auch ruhig das Auto erwähnen, das (rechtlich gesehen) dir gehört.

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              Liebe Fortuna,

              eben, manchmal ist "neinsagen" nacc außen hart aber nach innen weich. Oder das Jasagen. Egal, Hauptsache das Nein oder ja ist ehrlich, authentisch, stimmig gemeint.

              Ach, das I-Phone, worum geht es, um "mein Auto", "dein Auto"? Irgendwie geht es doch um etwas anderes, oder sollte ich mich so irren?

              Du bist seine Schwester und möchtest als solche akzeptiert sein. Wenn man dir die materiellen Dinge, an denen du hängst, nehmen wollte (oder sie genommen hat): ok, dann war das so. Aber wenn die Dinge ans sich gerissen hatte, nur damit man ihm und seiner Liebe verzweifelt durch materielle Dinge nahe sein wollte, dann hast du etwas verloren, das man dir nicht nehmen wollte, weil man dich ärgern wollte, sondern weil man selber nicht wußte, wie man sonst überleben sollte?

              *örgs*

              Ich hänge auch an völlig obstrusen Dingen von meinen verstorbenen (verschiedenen) Familienmitgliefern (ein Kreuz, ein Ehering, ein Goldanhänger, eine Perlenkette (die wurde nun eindeutig mir geschenkt), uralte Dias, Fotoalben...)

              Aber das, worum es wirklich geht, ist eigentlich, das Bild der Verstorbenen zu wahren (so irgendwie). Und das hängt nur äußerlich an den materiellen Dingen.

              Das I-Phone wäre schön, ist aber nicht ein wirklicher "Liebesbeweis"

              Der Austausch mit deiner Schwägerin ohne materiellen Hintergrund gefällt mir sehr gut. Ich wünsche dir sehr, dass sie sich darauf einlassen kann.

              (Mein Streit mit meiner Schwester um die Erinnerungsstücke an meine Großeltern steht noch aus. Sie (die Erinnerungstücke) stehen bei meinem Vater, der noch lebt. Soll meine Schwester alles nehmen, so sehr ich mir manches Stück wünschen würde, die Erinnerungen in meinem Herzen haben letztlich wenig damit zu tun, auch wenn ich meine, ich müßte etwas "reelles" in der Hand haben... ) Aber meine Erinnerungen sind eigentlich unabhängig von allem. Ich brauche nicht zu streiten...

              Es war dein Bruder. Das ist viel mehr als ein I-Phone.

              Witzig, meine Schwester hat von meinem Goßvater so ein großes altes Telefon mit Wählscheibe, ich wollte es ihr nie streititg machen, es hat eine sehr, sehr große Bedeutung für sie. Wenn das mit dem I-Phone für dich auch so ist, sag es so, wie es ist. Aufrichtig, authentisch, ehrlich. Und wenn es nicht hinhaut, sei nicht zu enttäuscht.

              LG

              Sabine

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                liebe Sabine, liebe Lady Nivea,

                ja, ich bin da da momentan sehr unsicher, was ich da wie und warum mache...

                nein, meine schwägerin hat nicht auf meine sms reagiert, bis jetzt. aber das nehm ich ihr nicht krumm, gar nicht. hab mich schließlich selber auch ein halbes jahr nicht gemeldet. und tja, das iphone war einfah so ein spontaner gedanke (in echt kein stück spontan)...es steht symbolisch für uns, unsere familie, die sich nichts gönnt und immer für andere lebt und es allen recht machen will. das iphone war etwas, wo mein bruder sich sagte, egal, das will ich jetzt und deshalb hol ich es mir...ja, merkwürdige familiensymbolik

                und es geht nicht um das materielle, es geht um das übergangen werden. das nicht gefragt werden. wobei ich mir schon gedanken gemacht hab...aber egal, ich glaube ich hätte die letzten jahre auch kein geld von meinen eltern angenommen...meine tante hat mir da auch noch mal so einen floh ins ohr gesetzt...geht wohl auch eher darum, wenn ich braver wäre würds mehr geben...whatever, ich bin unabhängig seit ich 18 bin und geldsorgen hab ich nie, das ist einfach so. ich kann gut für mich sorgen in dieser hinsicht.

                und die anderen hinsichten bieg ich ja gerade hin... ich werds über kurz oder lang mit meiner schwägerin klären. aber nicht bei einem kaffee, da liegen einfach 700km zwischen uns, die nicht so leicht überwunden werden. und nein, besuchen soll sie mich nicht. wir sind nie warm miteinander geworden, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern...

                liebe grüße

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                  Liebe Fortuna,

                  dass ich immer gerne bei Dir mitlese, weisst Du.
                  Dass ich nur posten mag, wenn ich Dir einen kleinen Input geben kann, auch. Denke ich.

                  Heute ist so ein Tag, denn ich mag Dir eine Geschichte erzaehlen, die ein wenig Familienhistorie & eigene empfundene Historie spiegelt. Es mag nicht passend erschienen, aber ich vermute, da liegt ein Impuls fuer Dich - der auch wiederum so anders ist, als alle Bedeutungen fuer mich.

                  Also.
                  Ich war so in den Mitneunzigern Aschenputtel im Schickimickiviertel meiner (neu erstaerkten Elternkombi aus Vater aus Stiefma). Ein Leben mit bestem Wein, 2 Autos + Firmenwagen + Escada & Co + Haus in Frankreich.
                  Bzw. 2 passenden Hosen/Pullis, selfservice Waschen, Putzen auch fuer eben jene & endlose Radtouren zur Schule bei drohendem Abi mit selbstmorddrohender repraesentativer umsichschlagender Stiefma und Vater als Gegner.

                  Wie auch immer. die Lederroecke, -kleider waren suendhaft teuer & chic ... ihrs, nicht meins, die auch noch vom Taschengeld Buecher, Hefte, Drogerie, Kleidung abdecken sollte, .... und nicht mal Geld fuers Busticket beinhaltete.

                  Diese Lederkleidung, darum geht"s ... sie ist fett geworden. ich habe Geld verdient.
                  Es kam der Zeitpunkt, wo ich gebeten wurde, mal zu gucken. Und ja, der Hintergedanke war Geld. Ich gab es ihr, ich habe dieeleganten Ledersachen von Frankreich nach china geschippert. Und nein, ich trage sie nicht. Sie waren irgendwie in diesem ganzen Befreiungsprozess fuer mich wichtig. Es mag arm klingen ... aber ich hatte das Geld, auf das meine Stiefma so scharf war .. damit habe ich sogar ihr geholfen. Die Sachen, so what.

                  Ich erzaehle Dir das, weil ich vermute in Deinem Befreiungsprozess von Deiner Familie mag auch etwas Materielles auftauchen. Du brauchst es nciht, nutzt es nicht. Aber: es hilft Dir, frueheres AUUUU zu relativieren. Und es mag sein, dass Dein Gefuehl von richtig & falsch es bremst "gierig erscheinen" z.B. Dabei steht rein Heiliung oder Ausgleich in Deinem Beduerfnis.

                  somit mag meine (zugegeben langatmig gewordene, daher hellgrau) Schilderung meines Weges Dir vielleicht einen kleinen impuls fernab von Bruedern, Schwaegerinnen und Ipods fuer Dein Beduerfnis gegeben haben ... das wiederum ganz woanders sein kann und rein die Parallele hat " ich gebe mir die Erlaubnis nicht"

                  ganz herzliche Gruesse von der Ostsee
                  & pass auf Dich auf

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                    Mein Therapeut sagte mal: Wenn jemand Geld sowie Materielles bekommt, ist es ein Symbol der Zuwendung oder Liebe. Das hat jetzt aber Fortunas Schwägerin bekommen. Das ist aber das, was sich Fortuna so sehr von ihren Eltern wünscht.
                    Deswegen ist das IPhone "nur" ein Symbol.

                    Ich denke es wird noch eine Zeit vergehen bis sie sich innerlich wirklich klar ist, um überzeugt ihren Standpunkt vor der Familie oder Schwägerin zu vertreten. (falls Du das überhaupt willst, Fortuna?)

                    Wie Fortuna damit umgeht, wird ihre ganze eigene, individuelle, aus der Phase eines Reifeprozesses gewachsene Entscheidung sein.

                    Wie "die anderen" damit umgehen, ist wieder eine ander Sache.
                    Hat aber nix mit Fortuna zu tun.

                    Das ist meine Erfahrung.

                    Vor kurzem habe ich ein paar, für mich wahre, Sätze von einem Workshop gelesen.

                    1. Veränderungen sind nicht kalkulierbar.
                    2. Erfolgreiche Veränderung des Systems braucht Zeit und Achtsamkeit.
                    3. Jede Veränderung hat Auswirkungen ausserhalb des eigenen Systems.
                    4. Kollateralschäden sind möglich
                    5. Der große Wurf ist selten.
                    6. Impulse setzen - dort wo´s angenehm ist.
                    7. Basis stärken.

                    Viele Grüße!
                    Margit
                    Zuletzt geändert von ; 07.04.2011, 17:19.

                    Kommentar


                      liebe Küstenfrau, liebe Margit,

                      wow, das hellgrau ist hardcore...ja, ich vermute das auch, es geht auch um materielles, sich durchsetzen, mich behaupten...da ist eine sperre, ich fühl die...

                      und jepp, nagel auf den kopf...meine schwägerin hat bekommen, was mir zugestanden wäre...eine zeitlang fand ich das lustig und entlastend, ich mein sie zahlt einen hohen preis dafür, tägliche mehrere anrufen meiner eltern und ständige präsenz...ich fand die idee super, dass sie meinen part übernimmt... aber ich glaube so funktioniert das spiel nicht...so leicht kann ich es mir nicht machen oder es wär ein trugschluss..nicht der erste in meinem leben, aber so what, alles zu seiner zeit...

                      ja, gerade passiert viel dadurch, dass ich offen bin und schaue, was passiert. ich mache nicht mehr so viel, sondern lasse auch mal geschehen...irgendwie...ich lasse eure worte auf mich wirken und ich bin sicher, da passiert wieder einiges...halte euch auf dem laufenden. und ihr mich auch, eure geschichten helfen mir sehr!

                      liebe grüße

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                        Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                        ...und es geht nicht um das materielle, es geht um das übergangen werden. das nicht gefragt werden...
                        Liebe Fortuna

                        Es geht primär um das übergangen werden. Das tut sehr weh. Und vielleicht ist dann das materielle einfach nur ein kleiner, wenn auch unbefriedigender Ersatz dafür, dass man aus der "Familiengemeinschaft" ausgeschlossen wird, weil man sich nicht den Erwartungen entsprechend verhält.

                        Meine Eltern haben kürzlich ihr Haus verkauft... an meinen Bruder. Ganz sicher zu einem Schnäppchenpreis, da sich mein Bruder sonst das Haus nicht hätte leisten können. Ich wurde gar nicht erst gefragt. Es wurde mir erst mitgeteilt, als alles schon notariell abgesegnet war und die Umzugskisten bereits im Haus standen. Ich stelle mir gerade das Bild vor wie meine Geschwister im Haus herumwuselten und sich alles gekrallt haben, was meine Eltern nicht mitnehmen konnten. Als ich dies meiner Mutter gegenüber angesprochen habe meinte sie nur: Du bist ja selber schuld. Du warst ja nicht da, als wir über das Haus gesprochen haben.

                        Tja, so ist das halt bei uns. Bist du nicht so, wie wir es uns gewünscht haben, verhälst du dich nicht so, wie wir es möchten, dann wirst du halt bestraft. Sollen sie glücklich werden mit ihrer Einstellung. Mir können sie den Buckel runter rutschen .

                        Meine Mutter hat mir übrigens ein paar Zeilen geschrieben nach unserem Fiasko-Gespräch kürzlich. Sie schrieb sowas wie: Es sollte doch möglich sein miteinander zu reden... Sie wird es nie begreifen. Ich wollte reden. Sie hat nur abgewehrt und negiert und mir die Schuld an allem zugewiesen. Ich habe genug, ich mag nicht mehr. Sie will eine nette Antwort auf ihren Brief, damit sie danach den Kopf wieder ungehindert in den Sand stecken kann. Wenn man sich von seinen Eltern scheiden lassen könnte, dann würde ich das tun.

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                          Als ich dies meiner Mutter gegenüber angesprochen habe meinte sie nur: Du bist ja selber schuld. Du warst ja nicht da, als wir über das Haus gesprochen haben.

                          Tja, so ist das halt bei uns.
                          liebe Lady Nivea,

                          kenn ich...! unsere familien scheinen sich sehr ähnlich zu sein. diese "schuld-nummer"...

                          und ein bisschen haben sie recht. wir sind ja meist nicht da, und dann gehen solche dinge an einem vorbei. auf mich trifft das zu, so hatte ich das noch nicht betrachtet. das ist mein preis, den ich bezahle, dass ich den kontakt weitgehend meide...dann werden solche dinge eben ohne mich geklärt. selber schuld. jepp. wenn ich was will, muss ich die klappe aufmachen.

                          oder akzeptieren, dass der (familien-) hase so läuft. ich hab gerade das gefühl, mit meiner verweigerungshaltung auch genau das einbezogen-werden provozieren zu wollen...au mann und dabei wissen wir doch, dass es so ist. wie war das? die hoffnung stirbt zuletzt. und gerade hab ich gelesen. und sie stirbt...(eines tages)

                          wir können die verbindung kappen- innerlich äußerlich...wenn wir die sehnsucht aufgeben, doch noch eines tages in kontakt zu kommen. lassen wir die hoffnung sterben, dass es so laufen wird, wie wir es gerne hätten. und schauen wir, welchen weg dat ding dann einschlägt.

                          deine mutter meint es nicht bös. sie kann eben nicht anders. und solange du ja auch "verfügbar" bist und es immer wieder versuchst...bleibt alles beim alten..same procedere every year...nur wenn wir uns verändern, verändert sich das system....aber das ist so ein langer, krasser, harter prozess, wenn mir dass einer erzählt hätte vor einigen jahren, kein wort hätte ich geglaubt...

                          zahle viel geld dafür, wenn mir einer erzählt, wie ich dieses mistding hoffnung gekillt kriege... und bis dahin hunger ich es langsam aus...

                          liebe grüße

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                            Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                            ...und ein bisschen haben sie recht. wir sind ja meist nicht da, und dann gehen solche dinge an einem vorbei.
                            Da stimme ich dir voll und ganz zu. Nur, was war zuerst: Das Huhn oder das Ei? Das nicht-da-sein, oder das Gefühl, nicht akzeptiert zu werden wie man ist? Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass der Verkauf eines Hauses fairerweise allen mitgeteilt werden soll, auch wenn man dazu zum Hörer greifen muss um anzukündigen, dass eine grosse Veränderung ansteht. Wenn ich dann nicht hingehe, dann ist es mein Problem. Ein Haus ist etwas anderes als das Verschenken eines teuren Porzellanservice. Tatsache ist, dass meine Eltern mit solchen Aktionen auch das ihrige dafür tun, dass der Spalt zwischen uns immer grösser wird.

                            wie war das? die hoffnung stirbt zuletzt. und gerade hab ich gelesen. und sie stirbt...(eines tages)
                            Ich befürchte, meine Hoffnung auf ein annährend normales Miteinander ist tatsächlich gestorben. Nicht dass ich besonders traurig darüber wäre. Ich glaube, innerlich habe ich mich schon lange von ihnen losgesagt.

                            deine mutter meint es nicht bös. sie kann eben nicht anders. und solange du ja auch "verfügbar" bist und es immer wieder versuchst...bleibt alles beim alten..same procedere every year...
                            Nein, sie kann wirklich nicht anders. Ich habe aber bis vor ein paar Wochen doch noch gehofft, dass sie ihr Herz ein wenig öffnen kann und es mich auch spüren lässt. Diese Hoffnung habe ich nun endgültig aufgegeben. Um's Haus geht's wirklich nicht, das war nur ein Beispiel, wenn auch ein ziemlich krasses.

                            Liebe Fortuna, dies ist dein Thread und ich möchte es nicht mit meinen Erfahrungen und Enttäuschungen zumüllen. Mir hilft es wenn ich sehe, dass andere Menschen ähnliches erleben wie ich. Vielleicht empfindest du auch so und es tut dir auch gut zu sehen, dass andere ähnliche innere und äussere Kämpfe austragen müssen.

                            zahle viel geld dafür, wenn mir einer erzählt, wie ich dieses mistding hoffnung gekillt kriege...
                            Hoffnung ist gar nicht so schlecht. Solange es noch Hoffnung gibt, besteht noch immer die Möglichkeit auf (Ver-)Besserung.

                            Liebe Grüsse
                            Lady Nivea

                            Kommentar


                              Hallo Fortuna und ihr lieben alle
                              Lese schon die ganze Zeit mit, habe schon einige male auch was geschrieben ist dann verschwunden und versuche es nun erneut.
                              Tja das Prinzip Hoffnung....ich würde eher meinen, dass wir nicht die Hoffnung killen wollen, denn die ist doch eher positiv (wie Lady Nivea auch anmerkte) sondern, wir wollen endlich nicht mehr den Schmerz und die Enttäuschung spüren. Zwar habe ich nicht SO massive Probleme mit meinen Eltern, aber ich beziehe die Zeilen aus euren postings auf meine Beziehung, die sich nun immer mehr dem Ende naht und da gibt es auch die Aufs und Abs und Hoffnung und Enttäuschung, Erwartung und lähmende Wut, wegen Sturheit, Hilflosigkeit und Veränderung.
                              Tja Mädels die Themen werden wir wohl im Leben nicht so schnell los und deshalb versucht eben jeder auf seine Weise damit klar zu kommen und ich finde es sehr hilfreich, dass wir uns hier austauschen können.
                              Besonders bei Fortuna, wo so deutlich die Entwicklung zu merken ist, weil sie so toll und unkompliziert schreiben kann. Hier mal ein Herzliches Danke schön für deinen Faden.
                              Hoffe in nächster Zeit mal wieder häufiger mitschreiben zu können
                              bis dahin
                              liebe Grüße
                              Cosmo

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                                Liebe Fortuna,

                                auch ich finde, dass die Hoffnung gar nicht sterben muss oder sollte, weil Hoffnung immernoch was Gutes ist. Aber vielleicht müssen die Erwartungen an unsere Familien einfach sterben?

                                Ich bin vor einigen Tagen meiner Schwester und Nichte im Supermarkt begegnet. Sie kamen mir entgegen, ich sah meiner Schwester in die Augen und entdeckte - Leere. Da war nichts, sie hat mich nicht mal wahrgenommen. Meine Nichte starrte nur und lief dann weiter. Es war, als hätten wir uns nie gekannt und ich war geschockt, weil meine Schwester inzwischen zu einem Klon unserer Mutter geworden ist - sie trägt sogar die selbe Frisur, hat die selbe Körperhaltung, den selben verkniffenen Gesichtsausdruck. Und meine Nichte erinnerte mich total an mich in dem Alter von 16.

                                Ich war traurig, weil alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Ich war traurig und entsetzt, weil meine Schwester nur noch ein Abklatsch unserer Mutter ist. Ich war traurig, weil meine Nichte nichts mehr mit mir zu tun haben will, seit ich mit ihrer Mutter nicht mehr rede. Ich war traurig darüber, dass ich nicht mehr dazu gehöre, obwohl ich ja zu dieser Familie - so wie sie nunmal ist - eh nicht dazu gehören wollte.

                                Erwartungen, wohin man sieht. Sie können nicht so sein, wie wir sie haben wollen und wir können nicht sein, wie sie uns wollen. Perfekt wäre, wenn die Liebe über allem stehen würde, wenn man sich gegenseitig so stehen lassen könnte, wie man ist. Wenn jeder so leben könnte, wie er wollte, ohne dass der andere ihn bewertet, dabei aber trotzdem bedingungslos liebt. Dann würde es funktionieren und wir wären noch "mittendrin".

                                Aber wir sind nur Menschen und wir haben Erwartungen, Wünsche, Abneigungen usw. Wir alle projizieren irgendwas aufeinander und gerade in der Familie ist das doppelt so heftig, weil all die Kindheitsdinger mit reinspielen.

                                Was ich damit sagen möchte ist, dass Du natürlich für Deine Rechte einstehen sollst und ich finde, egal ob Du nicht da warst, es gibt Dinge, da müssen sie auch Dich berücksichtigen, weil Du trotzdem noch immer ein Mitglied dieser Familie bist.

                                Aber Du solltest nichts mehr von ihnen erwarten. Hoffen darf man immer, aber es sind die Erwartungen, die enttäuscht werden können.

                                Lg
                                Lane

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