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Wenn ich auf diesem Weg wäre, müsste ich verrückt sein. Und ich habe schon als Kind geschrieben, um andere Menschen mit in die Welt meiner vielen Ideen einzuladen, ihnen eine Auszeit von der echten Welt zu schenken. Ich liebe das Publikum und den Applaus. Ich bin eine Rampensau oder ein Clown. Kennst du einen Clown, der auf die Idee käme, um seiner selbst Willen sein Kostüm und seine Maske anzulegen und in einer leeren, dunklen Manege seine Scherze zu treiben?
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Perfekt ausgewichenZitat von Tintenweberin Beitrag anzeigenNein, ich bin der Ansicht, dass ich für einen Teil dieses Geldes einen Autoren (oder eine Autorin) anheuern könnte, der (oder die) genau das schreiben kann, was der Kunde lesen will ...
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Hmmm das eine hat mit dem anderen für mich nichts zu tun. Natürlich möchte man als Künstler die Anerkennung von anderen, den Applaus. Die Grundfrage war doch, beginne ich mit dem Gedanken was ich dafür tun kann den zu erhalten, ist das meine erste Prämisse. Oder freue ich mich, wenn andere meine Innenwelten "gut" finden. Kein Clown würde sich auf eine dunkle Bühne stellen und Scherze treiben. Aber er würde auch nicht unbedingt Politiker werden nur um auf einer Bühne zu stehen und Applaus zu erhalten.Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigenWenn ich auf diesem Weg wäre, müsste ich verrückt sein. Und ich habe schon als Kind geschrieben, um andere Menschen mit in die Welt meiner vielen Ideen einzuladen, ihnen eine Auszeit von der echten Welt zu schenken. Ich liebe das Publikum und den Applaus. Ich bin eine Rampensau oder ein Clown. Kennst du einen Clown, der auf die Idee käme, um seiner selbst Willen sein Kostüm und seine Maske anzulegen und in einer leeren, dunklen Manege seine Scherze zu treiben?
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Olé ...Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigenPerfekt ausgewichen

Deswegen schreibe ich Fantasy-Geschichten und keine Sachbücher.Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigenKein Clown würde sich auf eine dunkle Bühne stellen und Scherze treiben. Aber er würde auch nicht unbedingt Politiker werden nur um auf einer Bühne zu stehen und Applaus zu erhalten.
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Da ist mir auch eine witzige Geschichte passiert. Ich war so mit ca. 20 in München in einer Diskothek und kam mit einem Studenten aus Afrika ins Gespräch. Irgendwann kamen wir auf Suaheli und ich sagte ihm, das ich auch ein wenig Suaheli könne. Nach dem ungläubigen Blick kam die erste Frage. Was denn "Freund" auf Suaheli heisse. Naja, war nicht wirklich ein Problem für michZitat von Chaja Beitrag anzeigen
Dafür habe ich die Bücher von Berte Bratt geliebt! Ich weiß nicht, wie oft ich von meinem 10. Lebensjahr an die Anne-Trilogie und vor allem die Reihe "Bleib bei uns, Beate", "Hab' Mut, Katrin" usw. gelesen habe. Die Zwillinge Sonja und Senta haben jedenfalls ihren festen Platz in meinem Kopf. Und als mein Mann mich neulich fragte, woher um alles in der Welt ich ein paar Worte Suaheli übersetzen könnte, wusste ich nur meine Berte Bratt-Lektüre anzugeben. Sonja lernt ja so fleißig für ihre Kenia-Aufenthalte
Schnell schob ich noch einige Wörter hinterher und am Schluss meinte ich ganz locker, verhungern würde ich auch nicht, ich könne mir ja schliesslich jederzeit ein Paprikahuhn bestellen.
Die Anne Trilogie mochte ich auch sehr. Besonders gefiel mir ihre sichere Art mit der "Kopiererin" umzugehen. Das hat mich schwer beeindruckt. Mein absoluter Favorit war aber "Zwei Briefe für Britta". Kennst du das auch?
Die Nebel von Avalon habe ich zwar gelesen, aber sie haben mich nicht "umgehauen". Ich mag ihre Fantasy-Serie Darkover sehr. Das sind über 20 Romane.Zitat von Chaja Beitrag anzeigenZimmer-Bradley hat meine Mutter zu einer Zeit gerne gelesen, zu der ich nicht dasselbe lesen wollte, wie meine Mutter. Deswegen kenne ich die Nebel von Avalon nur vom Hören-Sagen. Eddings musste ich eben erst einmal googlen
Ich finde das nun nicht verwunderlich. Denn du musst ja letztendlich zwei völlig verschiedene "Familien" vereinen. Die reale in deinem Leben. Und die Romanfigurenfamilie in deinem Kopf. Da kommt es zwangsläufig zu Kollisionen der beiden Welten. Das ist sicherlich auch mit ein Grund das ich, als meine Kinder klein waren, so gut wie nichts geschrieben habe. Heute habe ich es da vergleichsweise einfach. Ich bin zwar nicht ohne soziale Verpflichtungen, aber ich habe eine Menge Zeit für mich alleine.Zitat von Chaja Beitrag anzeigenSo geht es mit auch! Während ich mit meinen Ideen schwanger gehe, bin ich übrigens für andere oft ziemlich ungenießbar, weil ich eigentlich jeden, der von außen kommt, stört, auch wenn ich gar nicht so empfinden will. Das ist mir dann ungeheuerlich - schließlich bin ich Teil einer Familie. Als Schreiberin wäre ich am liebsten Single ohne soziale Verpflichtungen
Wie ist das eigentlich bei dir? Siehst du Bilder vor dir, die du dann beschreibst? Also, hast du z.b. ein Bild von dieser Frau vor deinem inneren Auge? Weißt du wie sie aussieht?Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
Noch füllt sie nicht mehrere Seiten, aber dafür, dass ich die Frau, über die ich da geschrieben habe, bisher noch gar nicht kannte, hat sie mir schon einiges über sich verraten. Ich mag sie! Und ihren Namen brauchte sie mir gar nicht erst zu sagen
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Von meinen eigenen Figuren kenne ich das nicht. Die kann ich ohne Probleme loslassen. Ich denke zwar ab und an an sie, aber der Wunsch etwas weiterzuspinnen ist nicht da.Zitat von hobbes Beitrag anzeigenVon Kurzgeschichten kenne ich das nicht so, dieses Festhalten an den Figuren, so ein nicht-loslassen-wollen.
Kennt ihr das und wenn ja, wie geht ihr damit um?
Ein Freund von mir schreibt gerade an einem ausführlichen Romanprojekt und genau da habe ich seltsamerweise das Problem. Es neigt sich dem Ende zu und ich mag von seinen Figuren nicht lassen. Ich will sozusagen überhaupt nicht das es aufhört. Es soll weitergehen. Warum das so ist, weiß ich selber nicht.
Es gibt genau zwei Autoren denen ich gerne schreiben würde. Die sind leider beide schon verstorben.Zitat von hobbes Beitrag anzeigenNoch eine Frage - schreibt ihr eigentlich an Autoren, die (bzw. deren Geschichten) euch begeistern? Geht natürlich nur mit denen, die noch leben
. Ich hab vor ein paar Jahren damit angefangen. Zu Internet-Zeiten kann man ja quasi jeden irgendwie kontaktieren. Und ich mache das auch nicht oft, nur bei denen, die mich ganz besonders berühren - bei denen ich mich quasi ganz persönlich bedanken will.
Die meisten schreiben sogar zurück.
Fiel mir gerade ein, weil ich auch dem hier erwähnten Zoran Drvenkar geschrieben habe. Das erstaunt mich ja immer wieder, wenn ich so ein Gefühl von einem Menschen habe und es bestätigt sich. Kann das gerade gar nicht so genau beschreiben, ist ja aber auch wieder ein völlig anderes Thema. Jedenfalls hat mir seine Antwort über einen ansonsten ziemlich dunklen Tag hinweg geholfen
.
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Kann da jeder mitmachen? Wenn ja, bin ich im nächsten Jahr vielleicht auch mit dabeiZitat von Tintenweberin Beitrag anzeigenDanke fürs Nachfragen ...
Vorgestern waren es etwas mehr als dreitausend und gestern etwas weniger als zweitausend Wörter. Ich weiß nicht, ob Nicht-Naniten auf meine Seite kommen, aber du kannst es ja mal probieren:
National Novel Writing Month
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Das erinnert mich nun ein wenig an den Roman: Das Bildnis des Dorian Grey. Der Jüngling selbst bleibt ewig schön egal was er anstellt. Dafür altert sein Abbild.Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigenIch vermag das nicht zu beurteilen, denke allerdings, dass es durchaus Wechselwirkungen gibt, die in Ausnahmefällen soweit gehen können, dass die Figur sogar den Autor beeinfluss, bzw. ändert.
Ich glaube, das es diese Wechselwirkung gibt. Mit meinen Geschichten erfahre ich auch mehr über mich selbst. Und somit komme ich mir selbst näher, was zwangsläufig auch Veränderung nach sich zieht.
Für mich muss ein gutes Buch das Rad nicht neu erfinden. Letztendlich wurde alles schon einmal irgendwann beschrieben. Mich interessiert der Blick des Autors auf das was er beschreibt. Ich will nicht den x-ten Bericht über Venedig lesen, ich möchte es durch die Augen des Autors sehen. Seine Gefühle mitempfinden.Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigenDass sie nicht die Welt enthüllen und dass der Autor sie (die Texte) nicht als Hingabe an den Leser versteht.
oder anders ausgedrückt:
stink langweilig und nicht die Spur einer Ahnung wovon er schreibt.
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Hallo Ihr Lieben,
ui, da gab es heute ja viel zu diskutieren!
Lieber Hubert,
Vielen Dank, mit dieser Erklärung kann ich bedeutend mehr anfangen. Für mich bleibt der Unterschied zwischen einem Eintauchen in die Innenwelt einer Figur (die ich für notwendig halte) und einer Symbiose/Verschmelzung mit ihr (die ich für tendentiell gefährlich halte) weiterhin wichtig, aber wir müssen da ja nicht auf einen Nenner kommen.Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigenÖffnen wäre vielleicht etwas wenig, wenn Dir das Wort "Symbiose" was ja griechisch ist und zusammen bzw. zusammenleben bedeutet in diesem Zusammenhang nicht behagt kann man dazu auch verschmelzen sagen.
Es ist das Eintauchen in die Innenwelt der Figuren oder des Textes was ich meine inclusive der möglichen Wechselwirkungen.
Das selbe gilt natürlich für die Frage, ob ein Autor seine Texte als "Hingabe an den Leser" verstehen sollte. Ich denke, dass das Bewusstsein, für eine (bestimmte) Leserschaft zu schreiben, noch nicht mit "Hingabe" gekoppelt sein muss. Vermutlich gibt es zwischen der totalen Leserignoranz und der völligen Hingabe an den Leser ein sehr großes, gut funktionierendes Abstufungsspektrum
Liebe Hobbes,
Vielen Dank für diese interessanten Einblicke! Ja, es ist merkwürdig, wenn die Figuren sich anders entwickeln, als man sie sich wünscht. Es ist eben wie im richtigen LebenZitat von hobbes Beitrag anzeigenInteressante Frage, da musste ich erst mal drüber nachdenken. Ich glaube, in diesem Fall fing die Geschichte gar nicht mit einer Figur an, sondern mit einer Idee. Oder einem Wunsch, einem Thema. Dann erst die Figur, dann ganz viel Vergangenheit der Figur, verbunden mit der Frage, ob die Geschichte der Großmutter nicht viel interessanter wäre. Aber die (Großmutter) ist auch nicht wesentlich sympathischer. Komisch, es geht so in die Richtung, dass ich die Figur gern anders gehabt hätte, als sie ist und im Lauf der Geschichte habe ich dann gemerkt, dass sie eben nicht so ist, wie ich sie will. Was dann wiederum überhaupt nicht zu meiner angedachten Handlung gepasst hat. Tatsächlich. Mir geht gerade ein Licht auf. Sie würde sich nämlich ganz genauso wie ihre Großmutter verhalten. Was mir ganz und gar nicht gefällt.
So ein Autorendasein ist schon sehr seltsam.
Liebe Nordhimmel,
Ja, oder Haifisch oder Pudding!Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigenDa ist mir auch eine witzige Geschichte passiert. Ich war so mit ca. 20 in München in einer Diskothek und kam mit einem Studenten aus Afrika ins Gespräch. Irgendwann kamen wir auf Suaheli und ich sagte ihm, das ich auch ein wenig Suaheli könne. Nach dem ungläubigen Blick kam die erste Frage. Was denn "Freund" auf Suaheli heisse. Naja, war nicht wirklich ein Problem für mich
Schnell schob ich noch einige Wörter hinterher und am Schluss meinte ich ganz locker, verhungern würde ich auch nicht, ich könne mir ja schliesslich jederzeit ein Paprikahuhn bestellen.
Da soll noch einer behaupten, Mädchenliteratur berge nichts Werthaltiges 
Nein, leider nicht! Ich habe zwar etliche Berte Bratt-Bücher gelesen, nicht nur die Reihen. Aber genau dieser Band ist mir nie begegnet.Die Anne Trilogie mochte ich auch sehr. Besonders gefiel mir ihre sichere Art mit der "Kopiererin" umzugehen. Das hat mich schwer beeindruckt. Mein absoluter Favorit war aber "Zwei Briefe für Britta". Kennst du das auch?
Wow! Fantasy scheint wirklich Dein Ding zu sein!Die Nebel von Avalon habe ich zwar gelesen, aber sie haben mich nicht "umgehauen". Ich mag ihre Fantasy-Serie Darkover sehr. Das sind über 20 Romane.
Ja, etwas mehr Zeit und Energie pro Tag wären wirklich hilfreich!Ich finde das nun nicht verwunderlich. Denn du musst ja letztendlich zwei völlig verschiedene "Familien" vereinen. Die reale in deinem Leben. Und die Romanfigurenfamilie in deinem Kopf. Da kommt es zwangsläufig zu Kollisionen der beiden Welten. Das ist sicherlich auch mit ein Grund das ich, als meine Kinder klein waren, so gut wie nichts geschrieben habe. Heute habe ich es da vergleichsweise einfach. Ich bin zwar nicht ohne soziale Verpflichtungen, aber ich habe eine Menge Zeit für mich alleine.
Das kann ich gar nicht so spontan beantworten. Ich sehe Räume, Farben, Details, habe die Körpersilhouette meiner Figur vor Augen, ihr Gesicht allerdings (noch) nicht. Allerdings kann ich Dir nicht sagen, ob ich zuerst diese Bilder hatte und sie dann beschrieben habe, oder ob die Bilder durch die Worte entstanden sind. Da ich nicht so ein visueller Typ bin, dafür Worte aber bei mir starke Eindrücke erzeugen, vermute ich eher die zweite Variante. Beschwören kann ich da aber nichts.Wie ist das eigentlich bei dir? Siehst du Bilder vor dir, die du dann beschreibst? Also, hast du z.b. ein Bild von dieser Frau vor deinem inneren Auge? Weißt du wie sie aussieht?
Wie geht es Dir damit?
Liebe Grüße in die Runde!
Eure Chaja
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Liebe Nordhimmel,
Deine Frage geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf, deswegen noch einmal hierzu:
Ich glaube, bei mir läuft vieles über das Hören. Und die Bilder, die in mir entstehen (sei es nun vor oder nach den Worten) werden auf jeden Fall von einer Art Soundtrack begleitet. Dadurch weiß ich dann auch, ob gerade Spannung in der Luft liegt, gleich etwas Unerwartetes passieren wird oder aber alles ruhig und friedlich seinen Gang geht.Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigenWie ist das eigentlich bei dir? Siehst du Bilder vor dir, die du dann beschreibst? Also, hast du z.b. ein Bild von dieser Frau vor deinem inneren Auge? Weißt du wie sie aussieht?
Liebe Grüße,
Chaja
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Tut mir leid, dass ich deine Frage im NaNo-Start-Trubel überlesen habe. Hobbes hat sie ja inzwischen schon beantwortet, und ich möchte nur noch noch hinzufügen, dass ich den NaNo auch im letzten Jahr schon nicht geschafft hätte, wenn ich allein unterwegs gewesen wäre.Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigenKann da jeder mitmachen? Wenn ja, bin ich im nächsten Jahr vielleicht auch mit dabei
Dieses Jahr ist der November so turbulent, dass schon längst mit Schuhen und Strümpfen untergegangen wärre, wenn mir nicht mein ortsansässiges Erfolgsteam den Rücken stärken und die anderen hundert Naniten aus dem Fantasy-Autoren-Forum, in dem ich ebenfalls mitlese und -schreibe, mit ihrer Begeisterung nicht eine Bugwelle erzeugen würden, die einfach nur mitreißend ist ...
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Es war ja nicht eilig, es ist ja noch (fast) ein JahrZitat von Tintenweberin Beitrag anzeigenTut mir leid, dass ich deine Frage im NaNo-Start-Trubel überlesen habe. Hobbes hat sie ja inzwischen schon beantwortet
Genau das ist es was mich reizt. Ich kann mir aus heutiger Sicht nicht vorstellen, das ich das Ziel erreiche, dafür schreib ich einfach zu wenig. Aber es würde mir sehr gefallen, meine Grenzen auszuloten und zu sehen, wieviel ich mit so viel unterstützender Begeisterung hinkriegen würde.Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen....und die anderen hundert Naniten aus dem Fantasy-Autoren-Forum, in dem ich ebenfalls mitlese und -schreibe, mit ihrer Begeisterung nicht eine Bugwelle erzeugen würden, die einfach nur mitreißend ist ...
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Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
Das kann ich gar nicht so spontan beantworten. Ich sehe Räume, Farben, Details, habe die Körpersilhouette meiner Figur vor Augen, ihr Gesicht allerdings (noch) nicht. Allerdings kann ich Dir nicht sagen, ob ich zuerst diese Bilder hatte und sie dann beschrieben habe, oder ob die Bilder durch die Worte entstanden sind. Da ich nicht so ein visueller Typ bin, dafür Worte aber bei mir starke Eindrücke erzeugen, vermute ich eher die zweite Variante. Beschwören kann ich da aber nichts.
Wie geht es Dir damit?
Deine Frage geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf, deswegen noch einmal hierzu:
Ich glaube, bei mir läuft vieles über das Hören. Und die Bilder, die in mir entstehen (sei es nun vor oder nach den Worten) werden auf jeden Fall von einer Art Soundtrack begleitet. Dadurch weiß ich dann auch, ob gerade Spannung in der Luft liegt, gleich etwas Unerwartetes passieren wird oder aber alles ruhig und friedlich seinen Gang geht.
Liebe Grüße,
Chaja
Liebe Chaja,
über eine Antwort mußte ich nun eine ganze Weile nachdenken. Bei mir war es früher so, das Wörter einfach in meinen Kopf "erschienen" und ich sie aufgeschrieben habe. Beim Durchlesen, also im zweiten Durchgang, habe ich dann nur noch die Form verbessert.
Heute ist das anders. Ich sehe oft regelrechte Filme vor meinem inneren Auge ablaufen. Mir gefällt das nicht mal sonderlich, da ich oft nicht zufrieden bin, wenn ich versuche diese Bilder in Worten auszudrücken. Es erscheint mir dann oft so bruchstückhaft.
Ich halte mich übrigens auch nicht für den "visuellen" Typen. Bei mir geht im normalen Leben auch viel mehr übers Gehör.
Komischerweise "höre" ich beim Schreiben nix. Es sind also Stummfilme die ich sehe
Wie kann ich mir diesen "Soundtrack" vorstellen den du dann hörst? Sind es Stimmen, Geräusche, Musikfetzen? Hörst du "bekannte" Musik also z.b. Lieder die du aus dem Radio kennst?
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Ich habe mich heute noch für den nanowrimo angemeldet! Ich weiß, völlig verrückt! Nachdem ich von Dir, Tintenweberin, davon zum allerersten Mal was gehört habe hier, ging es mir irgendwie nicht aus dem Kopf. Die letzten Tage fühlte ich mich ein wenig fremdgesteuert und hatte das Gefühl, unbedingt etwas kreatives tun zu müssen und habe mir heute mal die Webseite angeguckt. Und da ich diesen Monat ja immer meinen Erstimpulsen folgen möchte, hab ich mich angemeldet mit der Prämisse "Ein Wort schreiben ist besser als keins" und "Dabeisein ist alles".
Dann hab ich dort ein bißchen im Forum rumgestöbert und Leute gefunden, die schon fertig sind und nun hat mich der Ehrgeiz gepackt - vielleicht schaff ich's ja sogar noch!
Bin jetzt von Null (nicht mal ne Plotidee oder ne Hauptperson) auf 1500 Wörter.
Und das war's jetzt schon wert, würde ich sagen.
Außerdem - in dem Forum steht, dass die zweite Woche die kritische Blockadewoche ist - und die hab ich ja nun übersprungen. *g*
Also, nochmal vielen Dank, Tintenweberin!
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