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    #91
    Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
    Der Unterschied zwischen uns beiden ist, ich verdiene meine Brötchen nicht mit der Schreiberei. Du bist, so wie ich das sehe, auf dem Weg dorthin.
    Wenn ich auf diesem Weg wäre, müsste ich verrückt sein. Und ich habe schon als Kind geschrieben, um andere Menschen mit in die Welt meiner vielen Ideen einzuladen, ihnen eine Auszeit von der echten Welt zu schenken. Ich liebe das Publikum und den Applaus. Ich bin eine Rampensau oder ein Clown. Kennst du einen Clown, der auf die Idee käme, um seiner selbst Willen sein Kostüm und seine Maske anzulegen und in einer leeren, dunklen Manege seine Scherze zu treiben?

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      #92
      Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
      Nein, ich bin der Ansicht, dass ich für einen Teil dieses Geldes einen Autoren (oder eine Autorin) anheuern könnte, der (oder die) genau das schreiben kann, was der Kunde lesen will ...
      Perfekt ausgewichen

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        #93
        Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
        Wenn ich auf diesem Weg wäre, müsste ich verrückt sein. Und ich habe schon als Kind geschrieben, um andere Menschen mit in die Welt meiner vielen Ideen einzuladen, ihnen eine Auszeit von der echten Welt zu schenken. Ich liebe das Publikum und den Applaus. Ich bin eine Rampensau oder ein Clown. Kennst du einen Clown, der auf die Idee käme, um seiner selbst Willen sein Kostüm und seine Maske anzulegen und in einer leeren, dunklen Manege seine Scherze zu treiben?
        Hmmm das eine hat mit dem anderen für mich nichts zu tun. Natürlich möchte man als Künstler die Anerkennung von anderen, den Applaus. Die Grundfrage war doch, beginne ich mit dem Gedanken was ich dafür tun kann den zu erhalten, ist das meine erste Prämisse. Oder freue ich mich, wenn andere meine Innenwelten "gut" finden. Kein Clown würde sich auf eine dunkle Bühne stellen und Scherze treiben. Aber er würde auch nicht unbedingt Politiker werden nur um auf einer Bühne zu stehen und Applaus zu erhalten.

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          #94
          Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
          Perfekt ausgewichen
          Olé ...
          Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
          Kein Clown würde sich auf eine dunkle Bühne stellen und Scherze treiben. Aber er würde auch nicht unbedingt Politiker werden nur um auf einer Bühne zu stehen und Applaus zu erhalten.
          Deswegen schreibe ich Fantasy-Geschichten und keine Sachbücher.

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            #95
            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen

            Dafür habe ich die Bücher von Berte Bratt geliebt! Ich weiß nicht, wie oft ich von meinem 10. Lebensjahr an die Anne-Trilogie und vor allem die Reihe "Bleib bei uns, Beate", "Hab' Mut, Katrin" usw. gelesen habe. Die Zwillinge Sonja und Senta haben jedenfalls ihren festen Platz in meinem Kopf. Und als mein Mann mich neulich fragte, woher um alles in der Welt ich ein paar Worte Suaheli übersetzen könnte, wusste ich nur meine Berte Bratt-Lektüre anzugeben. Sonja lernt ja so fleißig für ihre Kenia-Aufenthalte
            Da ist mir auch eine witzige Geschichte passiert. Ich war so mit ca. 20 in München in einer Diskothek und kam mit einem Studenten aus Afrika ins Gespräch. Irgendwann kamen wir auf Suaheli und ich sagte ihm, das ich auch ein wenig Suaheli könne. Nach dem ungläubigen Blick kam die erste Frage. Was denn "Freund" auf Suaheli heisse. Naja, war nicht wirklich ein Problem für mich Schnell schob ich noch einige Wörter hinterher und am Schluss meinte ich ganz locker, verhungern würde ich auch nicht, ich könne mir ja schliesslich jederzeit ein Paprikahuhn bestellen.
            Die Anne Trilogie mochte ich auch sehr. Besonders gefiel mir ihre sichere Art mit der "Kopiererin" umzugehen. Das hat mich schwer beeindruckt. Mein absoluter Favorit war aber "Zwei Briefe für Britta". Kennst du das auch?
            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
            Zimmer-Bradley hat meine Mutter zu einer Zeit gerne gelesen, zu der ich nicht dasselbe lesen wollte, wie meine Mutter. Deswegen kenne ich die Nebel von Avalon nur vom Hören-Sagen. Eddings musste ich eben erst einmal googlen
            Die Nebel von Avalon habe ich zwar gelesen, aber sie haben mich nicht "umgehauen". Ich mag ihre Fantasy-Serie Darkover sehr. Das sind über 20 Romane.
            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
            So geht es mit auch! Während ich mit meinen Ideen schwanger gehe, bin ich übrigens für andere oft ziemlich ungenießbar, weil ich eigentlich jeden, der von außen kommt, stört, auch wenn ich gar nicht so empfinden will. Das ist mir dann ungeheuerlich - schließlich bin ich Teil einer Familie. Als Schreiberin wäre ich am liebsten Single ohne soziale Verpflichtungen
            Ich finde das nun nicht verwunderlich. Denn du musst ja letztendlich zwei völlig verschiedene "Familien" vereinen. Die reale in deinem Leben. Und die Romanfigurenfamilie in deinem Kopf. Da kommt es zwangsläufig zu Kollisionen der beiden Welten. Das ist sicherlich auch mit ein Grund das ich, als meine Kinder klein waren, so gut wie nichts geschrieben habe. Heute habe ich es da vergleichsweise einfach. Ich bin zwar nicht ohne soziale Verpflichtungen, aber ich habe eine Menge Zeit für mich alleine.
            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen

            Noch füllt sie nicht mehrere Seiten, aber dafür, dass ich die Frau, über die ich da geschrieben habe, bisher noch gar nicht kannte, hat sie mir schon einiges über sich verraten. Ich mag sie! Und ihren Namen brauchte sie mir gar nicht erst zu sagen
            Wie ist das eigentlich bei dir? Siehst du Bilder vor dir, die du dann beschreibst? Also, hast du z.b. ein Bild von dieser Frau vor deinem inneren Auge? Weißt du wie sie aussieht?

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              #96
              Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
              Von Kurzgeschichten kenne ich das nicht so, dieses Festhalten an den Figuren, so ein nicht-loslassen-wollen.
              Kennt ihr das und wenn ja, wie geht ihr damit um?
              Von meinen eigenen Figuren kenne ich das nicht. Die kann ich ohne Probleme loslassen. Ich denke zwar ab und an an sie, aber der Wunsch etwas weiterzuspinnen ist nicht da.
              Ein Freund von mir schreibt gerade an einem ausführlichen Romanprojekt und genau da habe ich seltsamerweise das Problem. Es neigt sich dem Ende zu und ich mag von seinen Figuren nicht lassen. Ich will sozusagen überhaupt nicht das es aufhört. Es soll weitergehen. Warum das so ist, weiß ich selber nicht.
              Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
              Noch eine Frage - schreibt ihr eigentlich an Autoren, die (bzw. deren Geschichten) euch begeistern? Geht natürlich nur mit denen, die noch leben . Ich hab vor ein paar Jahren damit angefangen. Zu Internet-Zeiten kann man ja quasi jeden irgendwie kontaktieren. Und ich mache das auch nicht oft, nur bei denen, die mich ganz besonders berühren - bei denen ich mich quasi ganz persönlich bedanken will.
              Die meisten schreiben sogar zurück.
              Fiel mir gerade ein, weil ich auch dem hier erwähnten Zoran Drvenkar geschrieben habe. Das erstaunt mich ja immer wieder, wenn ich so ein Gefühl von einem Menschen habe und es bestätigt sich. Kann das gerade gar nicht so genau beschreiben, ist ja aber auch wieder ein völlig anderes Thema. Jedenfalls hat mir seine Antwort über einen ansonsten ziemlich dunklen Tag hinweg geholfen .
              Es gibt genau zwei Autoren denen ich gerne schreiben würde. Die sind leider beide schon verstorben.

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                #97
                Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                Danke fürs Nachfragen ...

                Vorgestern waren es etwas mehr als dreitausend und gestern etwas weniger als zweitausend Wörter. Ich weiß nicht, ob Nicht-Naniten auf meine Seite kommen, aber du kannst es ja mal probieren:
                National Novel Writing Month
                Kann da jeder mitmachen? Wenn ja, bin ich im nächsten Jahr vielleicht auch mit dabei

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                  #98
                  Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                  Ich vermag das nicht zu beurteilen, denke allerdings, dass es durchaus Wechselwirkungen gibt, die in Ausnahmefällen soweit gehen können, dass die Figur sogar den Autor beeinfluss, bzw. ändert.
                  Das erinnert mich nun ein wenig an den Roman: Das Bildnis des Dorian Grey. Der Jüngling selbst bleibt ewig schön egal was er anstellt. Dafür altert sein Abbild.
                  Ich glaube, das es diese Wechselwirkung gibt. Mit meinen Geschichten erfahre ich auch mehr über mich selbst. Und somit komme ich mir selbst näher, was zwangsläufig auch Veränderung nach sich zieht.

                  Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                  Dass sie nicht die Welt enthüllen und dass der Autor sie (die Texte) nicht als Hingabe an den Leser versteht.
                  oder anders ausgedrückt:

                  stink langweilig und nicht die Spur einer Ahnung wovon er schreibt.
                  Für mich muss ein gutes Buch das Rad nicht neu erfinden. Letztendlich wurde alles schon einmal irgendwann beschrieben. Mich interessiert der Blick des Autors auf das was er beschreibt. Ich will nicht den x-ten Bericht über Venedig lesen, ich möchte es durch die Augen des Autors sehen. Seine Gefühle mitempfinden.

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                    #99
                    Hallo Ihr Lieben,

                    ui, da gab es heute ja viel zu diskutieren!

                    Lieber Hubert,

                    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                    Öffnen wäre vielleicht etwas wenig, wenn Dir das Wort "Symbiose" was ja griechisch ist und zusammen bzw. zusammenleben bedeutet in diesem Zusammenhang nicht behagt kann man dazu auch verschmelzen sagen.
                    Es ist das Eintauchen in die Innenwelt der Figuren oder des Textes was ich meine inclusive der möglichen Wechselwirkungen.
                    Vielen Dank, mit dieser Erklärung kann ich bedeutend mehr anfangen. Für mich bleibt der Unterschied zwischen einem Eintauchen in die Innenwelt einer Figur (die ich für notwendig halte) und einer Symbiose/Verschmelzung mit ihr (die ich für tendentiell gefährlich halte) weiterhin wichtig, aber wir müssen da ja nicht auf einen Nenner kommen.

                    Das selbe gilt natürlich für die Frage, ob ein Autor seine Texte als "Hingabe an den Leser" verstehen sollte. Ich denke, dass das Bewusstsein, für eine (bestimmte) Leserschaft zu schreiben, noch nicht mit "Hingabe" gekoppelt sein muss. Vermutlich gibt es zwischen der totalen Leserignoranz und der völligen Hingabe an den Leser ein sehr großes, gut funktionierendes Abstufungsspektrum

                    Liebe Hobbes,

                    Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                    Interessante Frage, da musste ich erst mal drüber nachdenken. Ich glaube, in diesem Fall fing die Geschichte gar nicht mit einer Figur an, sondern mit einer Idee. Oder einem Wunsch, einem Thema. Dann erst die Figur, dann ganz viel Vergangenheit der Figur, verbunden mit der Frage, ob die Geschichte der Großmutter nicht viel interessanter wäre. Aber die (Großmutter) ist auch nicht wesentlich sympathischer. Komisch, es geht so in die Richtung, dass ich die Figur gern anders gehabt hätte, als sie ist und im Lauf der Geschichte habe ich dann gemerkt, dass sie eben nicht so ist, wie ich sie will. Was dann wiederum überhaupt nicht zu meiner angedachten Handlung gepasst hat. Tatsächlich. Mir geht gerade ein Licht auf. Sie würde sich nämlich ganz genauso wie ihre Großmutter verhalten. Was mir ganz und gar nicht gefällt.

                    So ein Autorendasein ist schon sehr seltsam.
                    Vielen Dank für diese interessanten Einblicke! Ja, es ist merkwürdig, wenn die Figuren sich anders entwickeln, als man sie sich wünscht. Es ist eben wie im richtigen Leben

                    Liebe Nordhimmel,

                    Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
                    Da ist mir auch eine witzige Geschichte passiert. Ich war so mit ca. 20 in München in einer Diskothek und kam mit einem Studenten aus Afrika ins Gespräch. Irgendwann kamen wir auf Suaheli und ich sagte ihm, das ich auch ein wenig Suaheli könne. Nach dem ungläubigen Blick kam die erste Frage. Was denn "Freund" auf Suaheli heisse. Naja, war nicht wirklich ein Problem für mich Schnell schob ich noch einige Wörter hinterher und am Schluss meinte ich ganz locker, verhungern würde ich auch nicht, ich könne mir ja schliesslich jederzeit ein Paprikahuhn bestellen.
                    Ja, oder Haifisch oder Pudding! Da soll noch einer behaupten, Mädchenliteratur berge nichts Werthaltiges

                    Die Anne Trilogie mochte ich auch sehr. Besonders gefiel mir ihre sichere Art mit der "Kopiererin" umzugehen. Das hat mich schwer beeindruckt. Mein absoluter Favorit war aber "Zwei Briefe für Britta". Kennst du das auch?
                    Nein, leider nicht! Ich habe zwar etliche Berte Bratt-Bücher gelesen, nicht nur die Reihen. Aber genau dieser Band ist mir nie begegnet.

                    Die Nebel von Avalon habe ich zwar gelesen, aber sie haben mich nicht "umgehauen". Ich mag ihre Fantasy-Serie Darkover sehr. Das sind über 20 Romane.
                    Wow! Fantasy scheint wirklich Dein Ding zu sein!

                    Ich finde das nun nicht verwunderlich. Denn du musst ja letztendlich zwei völlig verschiedene "Familien" vereinen. Die reale in deinem Leben. Und die Romanfigurenfamilie in deinem Kopf. Da kommt es zwangsläufig zu Kollisionen der beiden Welten. Das ist sicherlich auch mit ein Grund das ich, als meine Kinder klein waren, so gut wie nichts geschrieben habe. Heute habe ich es da vergleichsweise einfach. Ich bin zwar nicht ohne soziale Verpflichtungen, aber ich habe eine Menge Zeit für mich alleine.
                    Ja, etwas mehr Zeit und Energie pro Tag wären wirklich hilfreich!

                    Wie ist das eigentlich bei dir? Siehst du Bilder vor dir, die du dann beschreibst? Also, hast du z.b. ein Bild von dieser Frau vor deinem inneren Auge? Weißt du wie sie aussieht?
                    Das kann ich gar nicht so spontan beantworten. Ich sehe Räume, Farben, Details, habe die Körpersilhouette meiner Figur vor Augen, ihr Gesicht allerdings (noch) nicht. Allerdings kann ich Dir nicht sagen, ob ich zuerst diese Bilder hatte und sie dann beschrieben habe, oder ob die Bilder durch die Worte entstanden sind. Da ich nicht so ein visueller Typ bin, dafür Worte aber bei mir starke Eindrücke erzeugen, vermute ich eher die zweite Variante. Beschwören kann ich da aber nichts.

                    Wie geht es Dir damit?

                    Liebe Grüße in die Runde!
                    Eure Chaja

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                      Liebe Nordhimmel,

                      Deine Frage geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf, deswegen noch einmal hierzu:

                      Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
                      Wie ist das eigentlich bei dir? Siehst du Bilder vor dir, die du dann beschreibst? Also, hast du z.b. ein Bild von dieser Frau vor deinem inneren Auge? Weißt du wie sie aussieht?
                      Ich glaube, bei mir läuft vieles über das Hören. Und die Bilder, die in mir entstehen (sei es nun vor oder nach den Worten) werden auf jeden Fall von einer Art Soundtrack begleitet. Dadurch weiß ich dann auch, ob gerade Spannung in der Luft liegt, gleich etwas Unerwartetes passieren wird oder aber alles ruhig und friedlich seinen Gang geht.

                      Liebe Grüße,
                      Chaja

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                        Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
                        Kann da jeder mitmachen?
                        Ja.

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                          Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
                          Kann da jeder mitmachen? Wenn ja, bin ich im nächsten Jahr vielleicht auch mit dabei
                          Tut mir leid, dass ich deine Frage im NaNo-Start-Trubel überlesen habe. Hobbes hat sie ja inzwischen schon beantwortet, und ich möchte nur noch noch hinzufügen, dass ich den NaNo auch im letzten Jahr schon nicht geschafft hätte, wenn ich allein unterwegs gewesen wäre.

                          Dieses Jahr ist der November so turbulent, dass schon längst mit Schuhen und Strümpfen untergegangen wärre, wenn mir nicht mein ortsansässiges Erfolgsteam den Rücken stärken und die anderen hundert Naniten aus dem Fantasy-Autoren-Forum, in dem ich ebenfalls mitlese und -schreibe, mit ihrer Begeisterung nicht eine Bugwelle erzeugen würden, die einfach nur mitreißend ist ...

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                            Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                            Tut mir leid, dass ich deine Frage im NaNo-Start-Trubel überlesen habe. Hobbes hat sie ja inzwischen schon beantwortet
                            Es war ja nicht eilig, es ist ja noch (fast) ein Jahr
                            Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                            ....und die anderen hundert Naniten aus dem Fantasy-Autoren-Forum, in dem ich ebenfalls mitlese und -schreibe, mit ihrer Begeisterung nicht eine Bugwelle erzeugen würden, die einfach nur mitreißend ist ...
                            Genau das ist es was mich reizt. Ich kann mir aus heutiger Sicht nicht vorstellen, das ich das Ziel erreiche, dafür schreib ich einfach zu wenig. Aber es würde mir sehr gefallen, meine Grenzen auszuloten und zu sehen, wieviel ich mit so viel unterstützender Begeisterung hinkriegen würde.

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                              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen

                              Das kann ich gar nicht so spontan beantworten. Ich sehe Räume, Farben, Details, habe die Körpersilhouette meiner Figur vor Augen, ihr Gesicht allerdings (noch) nicht. Allerdings kann ich Dir nicht sagen, ob ich zuerst diese Bilder hatte und sie dann beschrieben habe, oder ob die Bilder durch die Worte entstanden sind. Da ich nicht so ein visueller Typ bin, dafür Worte aber bei mir starke Eindrücke erzeugen, vermute ich eher die zweite Variante. Beschwören kann ich da aber nichts.

                              Wie geht es Dir damit?


                              Deine Frage geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf, deswegen noch einmal hierzu:
                              Ich glaube, bei mir läuft vieles über das Hören. Und die Bilder, die in mir entstehen (sei es nun vor oder nach den Worten) werden auf jeden Fall von einer Art Soundtrack begleitet. Dadurch weiß ich dann auch, ob gerade Spannung in der Luft liegt, gleich etwas Unerwartetes passieren wird oder aber alles ruhig und friedlich seinen Gang geht.

                              Liebe Grüße,
                              Chaja

                              Liebe Chaja,

                              über eine Antwort mußte ich nun eine ganze Weile nachdenken. Bei mir war es früher so, das Wörter einfach in meinen Kopf "erschienen" und ich sie aufgeschrieben habe. Beim Durchlesen, also im zweiten Durchgang, habe ich dann nur noch die Form verbessert.
                              Heute ist das anders. Ich sehe oft regelrechte Filme vor meinem inneren Auge ablaufen. Mir gefällt das nicht mal sonderlich, da ich oft nicht zufrieden bin, wenn ich versuche diese Bilder in Worten auszudrücken. Es erscheint mir dann oft so bruchstückhaft.
                              Ich halte mich übrigens auch nicht für den "visuellen" Typen. Bei mir geht im normalen Leben auch viel mehr übers Gehör.
                              Komischerweise "höre" ich beim Schreiben nix. Es sind also Stummfilme die ich sehe
                              Wie kann ich mir diesen "Soundtrack" vorstellen den du dann hörst? Sind es Stimmen, Geräusche, Musikfetzen? Hörst du "bekannte" Musik also z.b. Lieder die du aus dem Radio kennst?

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                                Ich habe mich heute noch für den nanowrimo angemeldet! Ich weiß, völlig verrückt! Nachdem ich von Dir, Tintenweberin, davon zum allerersten Mal was gehört habe hier, ging es mir irgendwie nicht aus dem Kopf. Die letzten Tage fühlte ich mich ein wenig fremdgesteuert und hatte das Gefühl, unbedingt etwas kreatives tun zu müssen und habe mir heute mal die Webseite angeguckt. Und da ich diesen Monat ja immer meinen Erstimpulsen folgen möchte, hab ich mich angemeldet mit der Prämisse "Ein Wort schreiben ist besser als keins" und "Dabeisein ist alles".
                                Dann hab ich dort ein bißchen im Forum rumgestöbert und Leute gefunden, die schon fertig sind und nun hat mich der Ehrgeiz gepackt - vielleicht schaff ich's ja sogar noch!

                                Bin jetzt von Null (nicht mal ne Plotidee oder ne Hauptperson) auf 1500 Wörter.

                                Und das war's jetzt schon wert, würde ich sagen.

                                Außerdem - in dem Forum steht, dass die zweite Woche die kritische Blockadewoche ist - und die hab ich ja nun übersprungen. *g*

                                Also, nochmal vielen Dank, Tintenweberin!

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