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    #61
    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
    Bringt aber nur dann was, wenn Du es nicht selber abtippen musst.
    Tja, einen Abtipper kann ich mir leider noch nicht leisten, das müsste ich schon selbst machen.

    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
    Eine Diktierfunktion haben die meisten Mobiltelefone, die Smatphones, glaube ich ,ausnahmslos.
    Das fällt auch auch, meins gehört eher in die Kategorie: Uraltding.

    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
    Es gibt auch Programme, die es erlauben direkt in das Mikro des Computers zu sprechen, ...
    Und das fällt auch aus. Dann müsste ich ja den Computer mit in den Wald schleppen ...

    Da hast Du anscheinend auch einige Eindrücke von der Buchmesse mit nach Hause gebracht.
    Aber was macht eigentlich unser Präsident da - hat der jetzt auch schon seine Biographie geschrieben?
    Am Freitag habe ich Edmund Stoiber gesehen - der war auch ziemlich belagert. Das Gespräch mit ihm habe ich mir dann aber doch nicht angetan ...

    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
    sorry, dass ich das jetzt so in Deinen Faden hineingepostet habe, aber der letzte Samstag kam mir gerade wieder in Erinnerung, als ich hier diese Beiträge gelesen habe.
    Och, geht doch auch um Bücher. Oder um Büchermenschen. Mich interessiert das.
    Was hast Du denn sonst noch so an Eindrücken mitgenommen?
    Übrigens hab ich an Dich gedacht, als ich im Lesezelt saß. Das hatte ich in den letzten Jahren immer ignoriert. Jetzt habe ich erstaunt festgestellt, dass es das gleiche Zelt ist, das auch beim Heidelberger Literaturfestival aufgestellt wird.

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      #62
      Liebe Hobbes,

      Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
      Ich war gerade so dermaßen berührt von meiner eigenen Romanfigur bzw. davon, dass er diesen Moment mit mir teilt, dass er mich so tief in sich hineinschauen lässt.
      Herrje, das hört sich völlig bekloppt an.
      Egal.
      Der Arme. Gut, dass er nicht weiß, was ihm noch alles bevorsteht. Aber er ist stark, er wird es schon schaffen.

      So, jetzt sagt mir doch bitte, dass Ihr das kennt und ich mich nicht darum sorgen muss, noch alle Tassen im Schrank zu haben. Obwohl - wer will schon alle Tassen im Schrank haben ...
      Wenn Du Dich von Deinen Figuren nicht berühren ließest, sie nicht lieben und ihnen dankbar sein könntest, würdest Du nicht über sie schreiben, oder? Deswegen würde ich sagen: Nur derjenige, der über Figuren schreibt, auf die er sich nicht einlassen will, hat nicht alle Tassen im Schrank!

      Liebe Grüße,
      Chaja

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        #63
        Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
        Aber was macht eigentlich unser Präsident da -
        Keine Ahnung, da war plötzlich in der Halle 3 übermäßig viel Security; ich habe da einfach gewartet und geguckt, wer da kommt.


        Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
        Was hast Du denn sonst noch so an Eindrücken mitgenommen?
        Diese Messe hat einen internationalen Flair, man kommt mit sehr unterschiedlichen Menschen ins Gespräch. Da ich hier mehr oder weniger in einer intellektuellen Diaspora lebe ist das eine schöne Bereicherung.
        Ich bin immer wieder überrascht über was alles geschrieben wird, und worüber Bücher erscheinen.
        Es ist auch eine willkommene Flucht aus der Banalität des Alltags, die einen sonst so umgibt.


        Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
        Übrigens hab ich an Dich gedacht, als ich im Lesezelt saß.
        Warum ? Hatte ich das Lesezelt mal erwähnt?
        Schöne Atmosphäre dort ....

        Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
        Das hatte ich in den letzten Jahren immer ignoriert.
        Ja, man übersieht es leicht, ich habe daran eine besondere Erinnerung.
        1992 war ich das erste mal dort.

        [IMG]http://img441.*************/img441/514/vbnmd.jpg[/IMG]

        Ich war damals mit jemandem aus Bonn zusammen und sie hat mir einen "kostenlose" Eintritt beschafft.
        Gerade werde ich fast ein bisschen nostalgisch, oder wehmütig oder was auch immer.
        Aber nein, alte Zeiten soll man nicht aufwärmen, das Leben spielt vorwärts.

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          #64
          Kleines OT:

          Hubert, hast du die Nacht durchgemacht?

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            #65
            Zitat von Die_Reifende Beitrag anzeigen
            Kleines OT:

            Hubert, hast du die Nacht durchgemacht?
            Ich bin um sechs schlafen gegangen, aber das ist bei mir nicht die Regel.

            Zugegeben, ich mag die Nacht lieber als den Tag, weil man da ungestörter ist, zumeist jedenfalls.

            Ich mag auch den Winter lieber als den Sommer, wobei ich den Sommer durchaus genießen kann, aber alles Laute und Hecktische und Lärmende wird mir zunehmend fremd.

            Gerade wäre mir danach mit einem Buch vor dem Fenster sitzend auf die Abenddämmerung der Ostsee zu schauen.
            Geht aber gerade nicht, da einige hundert Kilometer dazwischen das verhindern.
            Im Schwimmbad warten jetzt 1000 Meter auf mich...
            Bis dann...

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              #66
              Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
              Warum ? Hatte ich das Lesezelt mal erwähnt?
              Schöne Atmosphäre dort ....
              Ja, hattest du. Mit ungefähr genau diesen Worten. Ging mir übrigens genauso. Obwohl - fast. Die Vorleser lagen leider nicht so ganz auf meiner Wellenlänge.

              Hört sich tatsächlich ein wenig wehmütig an, was du da geschrieben hast. Tja, wer weiß. Vielleicht ziehst du ja mal noch an die Ostsee? Inklusive stiller Kultur?

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                #67
                Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
                Hast du einen Lieblingsschriftsteller?
                Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                Oh, die Frage gebe ich auch gleich mal zurück! Hast Du einen?
                Ich hatte immer mal wieder einen, das wechselt bei mir. Als Kind mochte ich Erich Kästner sehr. Später dann eine Jugendbuchautorin (Berte Bratt).
                Als ich studierte hatte ich eine Phase in der ich fast alles von Doris Lessing verschlang. Die hat sich übrigens auch an einer Science Fiction Reihe versucht und das nicht mal schlecht gemacht
                Aus Chajas Liste mag ich Astrid Lindgren und Paul Maar.
                Aus dem Fantasy-Bereich mag ich Marion Zimmer-Bradley sehr. Weniger wegen ihrer Art zu schreiben sondern mehr wegen ihrer Themen. David Eddings ist auch sehr gut, trockener Humor zuweilen fast sarkastisch.
                Mehr fällt mir gerade nicht ein.

                Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                . Vorhin habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, mir ein Diktiergerät (oder wie auch immer die Dinger heutzutage heißen) zu kaufen.
                Habt Ihr so was schon mal benutzt?
                Zum Diktiergerät kann ich leider nicht viel sagen. Ich würde es nicht benutzen, selbst wenn ich eines hätte.
                Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                Echt, so ist das bei Dir? Bei mir geht das gerade eher in Richtung: Schreib!Mich!Auf!
                Das hatte ich früher auch. Da steckte bei mir aber die Angst dahinter, etwas Wichtiges zu vergessen. Die habe ich heute nicht mehr. Ich wälze meine Ideen oft über Monate im Hirn hin und her um sie dann innerhalb kurzer Zeit aufzuschreiben. Ist bei mir so ein bisschen wie Schwangerschaft und anschließende Geburt
                Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
                Das mit der Gegenwart krieg ich auch erst seit ca. 3 Jahren hin. Vorher war mir das zu nah.
                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                Das finde ich spannend, liebe Nordhimmel! Weißt Du, wie Du dahin gekommen bist?
                Hmmm, letztendlich war es ein erkennen und eine daraufhin erfolgte Entscheidung. Nicht mehr. Ich weiß allerdings noch genau wie es dazu kam. Es war bei dem Roman von dem ich schon erzählte. Ich wollte ja ursprünglich nur wörtliche Rede üben und erdachte mir eine Situation für ein Zwiegespräch. Dann flossen relativ schnell und zügig etwa 8 Seiten Text. Damit war ich eigentlich zufrieden. Doch die Situation faszinierte mich und plötzlich weitete sie sich aus und es wurde gedanklich schnell eine laaaaaange Geschichte mit Handlung. Nach einiger Zeit entschloss ich mich weiterzuschreiben. Als ich etwa 30 Seiten hatte fiel plötzlich die Entscheidung, ich will das in der Gegenwart haben. Und ich hab die ersten Seiten umgeschrieben. Das war übrigens eine Heidenarbeit und extrem nervig.
                Seitdem mag ich die Gegenwart. Die Vergangenheit nutze ich nach wie vor da ich Texte sehr gerne mit Zeitsprüngen versehe. Also Rückblenden und ähnliches.

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                  #68
                  Liebe Nordhimmel,

                  ich wollte schon längst geantwortet haben, kam aber einfach nicht dazu.
                  Nun aber endlich:

                  Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
                  Ich hatte immer mal wieder einen, das wechselt bei mir. Als Kind mochte ich Erich Kästner sehr. Später dann eine Jugendbuchautorin (Berte Bratt).
                  Die Kästner-Klassiker sind mir zwar auch begegnet, aber irgendwie war mir in diesen Geschichten zu vieles düster. Vor allem gab es so viele Erwachsene ohne das geringste Verständnis für Kindersorgen. Das fand ich als Kind, das in einem sehr verständnisvollen Umfeld aufgewachsen ist, bedrückend.

                  Dafür habe ich die Bücher von Berte Bratt geliebt! Ich weiß nicht, wie oft ich von meinem 10. Lebensjahr an die Anne-Trilogie und vor allem die Reihe "Bleib bei uns, Beate", "Hab' Mut, Katrin" usw. gelesen habe. Die Zwillinge Sonja und Senta haben jedenfalls ihren festen Platz in meinem Kopf. Und als mein Mann mich neulich fragte, woher um alles in der Welt ich ein paar Worte Suaheli übersetzen könnte, wusste ich nur meine Berte Bratt-Lektüre anzugeben. Sonja lernt ja so fleißig für ihre Kenia-Aufenthalte

                  Als ich studierte hatte ich eine Phase in der ich fast alles von Doris Lessing verschlang. Die hat sich übrigens auch an einer Science Fiction Reihe versucht und das nicht mal schlecht gemacht
                  Spannend! Das wusste ich nicht!

                  Aus dem Fantasy-Bereich mag ich Marion Zimmer-Bradley sehr. Weniger wegen ihrer Art zu schreiben sondern mehr wegen ihrer Themen. David Eddings ist auch sehr gut, trockener Humor zuweilen fast sarkastisch.
                  Mehr fällt mir gerade nicht ein.
                  Zimmer-Bradley hat meine Mutter zu einer Zeit gerne gelesen, zu der ich nicht dasselbe lesen wollte, wie meine Mutter. Deswegen kenne ich die Nebel von Avalon nur vom Hören-Sagen. Eddings musste ich eben erst einmal googlen

                  Ich wälze meine Ideen oft über Monate im Hirn hin und her um sie dann innerhalb kurzer Zeit aufzuschreiben. Ist bei mir so ein bisschen wie Schwangerschaft und anschließende Geburt
                  So geht es mit auch! Während ich mit meinen Ideen schwanger gehe, bin ich übrigens für andere oft ziemlich ungenießbar, weil ich eigentlich jeden, der von außen kommt, stört, auch wenn ich gar nicht so empfinden will. Das ist mir dann ungeheuerlich - schließlich bin ich Teil einer Familie. Als Schreiberin wäre ich am liebsten Single ohne soziale Verpflichtungen

                  [...]
                  Seitdem mag ich die Gegenwart. Die Vergangenheit nutze ich nach wie vor da ich Texte sehr gerne mit Zeitsprüngen versehe. Also Rückblenden und ähnliches.
                  Vielen Dank für's Berichten! Es ist so spannend zu lesen, wie es anderen mit diesen Dingen ergangen ist!

                  Liebe Hobbes,

                  wie läuft es bei Dir gerade? Hast Du inzwischen ein Diktiergerät oder bist Du auf Bleistift und Kladde umgestiegen?


                  Liebe Tintenweberin,

                  gestern hat ja der November begonnen. Wieviel Wörter schreibst Du zur Zeit pro Tag?

                  Da ich am gestrigen Feiertag frei hatte, hat mich der Gedanke an diesen NaNoWri... (wie auch immer, Du weißt schon) gepackt, und ich habe ganz spontan mit einer völlig neuen Geschichte angefangen. Noch füllt sie nicht mehrere Seiten, aber dafür, dass ich die Frau, über die ich da geschrieben habe, bisher noch gar nicht kannte, hat sie mir schon einiges über sich verraten. Ich mag sie! Und ihren Namen brauchte sie mir gar nicht erst zu sagen


                  Viele liebe Grüße in die Schreiberrunde!
                  Eure Chaja

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                    #69
                    Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                    Liebe Hobbes,

                    wie läuft es bei Dir gerade? Hast Du inzwischen ein Diktiergerät oder bist Du auf Bleistift und Kladde umgestiegen?
                    Danke, (wieder) gut. Ich hatte einen kleinen Durchhänger und war mir einen Moment lang nicht sicher, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin oder in eine Sackgasse hineinlaufe. Kann sein, dass ich ein paar Umwege gemacht habe.
                    Das Diktiergerät habe ich aufgegeben, nachdem ich gemerkt habe, dass es gar nicht schadet, eine Idee eine Weile im Kopf herumzutragen. Bzw. - viel wichtiger - dass sie nicht einfach verschwindet.

                    Außerdem habe ich festgestellt, dass jetzt, wo ich die Figuren schon viel besser kenne, auch der Drang, alles sofort aufzuschreiben, nachlässt. Vielleicht, weil ich nicht mehr so neugierig darauf bin, was sie mir noch alles enthüllen. Vielleicht auch, weil die Geschichte dem Ende zugeht und bei mir schon ein bisschen Melancholie mitschwingt.

                    Von Kurzgeschichten kenne ich das nicht so, dieses Festhalten an den Figuren, so ein nicht-loslassen-wollen.
                    Kennt ihr das und wenn ja, wie geht ihr damit um?

                    Noch eine Frage - schreibt ihr eigentlich an Autoren, die (bzw. deren Geschichten) euch begeistern? Geht natürlich nur mit denen, die noch leben . Ich hab vor ein paar Jahren damit angefangen. Zu Internet-Zeiten kann man ja quasi jeden irgendwie kontaktieren. Und ich mache das auch nicht oft, nur bei denen, die mich ganz besonders berühren - bei denen ich mich quasi ganz persönlich bedanken will.
                    Die meisten schreiben sogar zurück.
                    Fiel mir gerade ein, weil ich auch dem hier erwähnten Zoran Drvenkar geschrieben habe. Das erstaunt mich ja immer wieder, wenn ich so ein Gefühl von einem Menschen habe und es bestätigt sich. Kann das gerade gar nicht so genau beschreiben, ist ja aber auch wieder ein völlig anderes Thema. Jedenfalls hat mir seine Antwort über einen ansonsten ziemlich dunklen Tag hinweg geholfen .

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                      #70
                      Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                      Liebe Tintenweberin,

                      gestern hat ja der November begonnen. Wieviel Wörter schreibst Du zur Zeit pro Tag?
                      Danke fürs Nachfragen ...

                      Vorgestern waren es etwas mehr als dreitausend und gestern etwas weniger als zweitausend Wörter. Ich weiß nicht, ob Nicht-Naniten auf meine Seite kommen, aber du kannst es ja mal probieren:
                      National Novel Writing Month

                      Kommentar


                        #71
                        Liebe Hobbes,

                        Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                        Außerdem habe ich festgestellt, dass jetzt, wo ich die Figuren schon viel besser kenne, auch der Drang, alles sofort aufzuschreiben, nachlässt. Vielleicht, weil ich nicht mehr so neugierig darauf bin, was sie mir noch alles enthüllen. Vielleicht auch, weil die Geschichte dem Ende zugeht und bei mir schon ein bisschen Melancholie mitschwingt.
                        In welcher Größenordnung ist denn Deine Geschichte angesiedelt? Weißt Du schon, wie die Geschichte enden wird?

                        Mir fallen übrigens einige Schriftsteller ein, die sich nicht gänzlich von ihren Figuren verabschieden konnten der wollten. Damit meine ich jetzt nicht nur Autoren von Fortsetzungsgeschichten, sondern auch solche, die Einzelfiguren in späteren Werken wieder auftreten lassen.

                        Von Kurzgeschichten kenne ich das nicht so, dieses Festhalten an den Figuren, so ein nicht-loslassen-wollen.
                        Kennt ihr das und wenn ja, wie geht ihr damit um?
                        Ja, ich kenne das gut - allerdings in zwei unterschiedlichen Versionen: Zum einen kann es sein, dass ich eine Figur nicht loslassen kann, obwohl ihre Geschichte bereits erzählt ist. Es passiert dann nichts Neues mehr mit dieser Figur und ich suhle mich sozusagen nur noch in dem, was ich an meiner Figur für gelungen halte. Das ist aber dann völlig unproduktiv. Die andere Variante ist die, dass die Figur nicht so schnell mit allem herausrückt, was sie erlebt hat. Dann scheint die Geschichte zwischenzeitlich nur abgeschlossen, aber die Figur überrascht schließlich doch noch mit einer weiteren Enthüllung, die zu einer Fortführung der Geschichte zwingt. Im Zweifelsfall fällt mir nichts anderes ein, als weiterzuschreiben und zu sehen, ob dieses weitere Textstück noch etwas Substantielles beiträgt oder einfach nur lahm oder angehängt wirkt.

                        Noch eine Frage - schreibt ihr eigentlich an Autoren, die (bzw. deren Geschichten) euch begeistern?
                        Ich habe es bisher einmal gemacht, was mir einen sehr interessanten mehrtägigen E-Mail-Wechsel beschert hat. In einem weiteren Fall habe ich es oft überlegt, aber da hält mich bisher der Umstand zurück, dass ich den Brief auf Englisch schreiben müsste und ich in dieser Sprache zwar im Alltag zurechtkomme, mir aber die vielen Nuancen fehlen, die ich ausdrücken wollen würde.

                        Liebe Tintenweberin,

                        Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                        Danke fürs Nachfragen ...

                        Vorgestern waren es etwas mehr als dreitausend und gestern etwas weniger als zweitausend Wörter. Ich weiß nicht, ob Nicht-Naniten auf meine Seite kommen, aber du kannst es ja mal probieren:
                        National Novel Writing Month
                        Oh ja, da ist die Anzahl Deiner Wörter zu lesen! Gratulation zu diesem guten November-Einstieg und weiterhin viel Erfolg!!!

                        Ihr Lieben, ich bin gerade ganz glücklich über mein neues Spontanprojekt! Gestern abend habe ich noch lange daran weitergeschrieben und es ging wie von selbst. Als ich die Augen nicht mehr offen halten konnte, bin ich ins Bett gegangen, aber mein Kopf hat immer weiter Text produziert. Meine bisher einzige Figur hat so ungewöhnliche Schrullen (von liebenswert bis grenzwertig), dass ich noch nicht die leiseste Ahnung habe, wie sie sich in Gesellschaft anderer Menschen verhalten wird.

                        Beste Grüße,
                        Eure Chaja

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                          #72
                          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                          sondern auch solche, die Einzelfiguren in späteren Werken wieder auftreten lassen.
                          ja, "Gottlieb Zürn" z. B. mir ist er das erste Mal im "Schwanenhaus" begegnet, aber Walser benutzt diese Figur immer wieder.
                          Letztlich ist Zürn Walser, so etwas kann man nicht überwiegend erfinden so etwas muss man sein.
                          Ich denke, wer schreibt, schreibt immer (auch) über sich selbst, sonst kommt nichts wirklich gutes dabei heraus.

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                            #73
                            Lieber Hubert,

                            Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                            Letztlich ist Zürn Walser, so etwas kann man nicht überwiegend erfinden so etwas muss man sein.
                            Dem möchte ich energisch widersprechen! Und ob man "so etwas" erfinden kann! Und noch viel mehr!

                            Wie nah die Figur Zürn der Person Walsers ist, weiß ich nicht. Aber aus literaturwissenschaftlicher Sicht ist es entscheidend, dass es einen kategorialen Unterschied zwischen den Figuren eines Textes und der Person des Autors gibt. Diese Kategoriengrenze kann auch nicht übersprungen werden, wenn die Figur in ihren inneren und äußeren Merkmalen ein genaues Abbild des Schreibers wäre.

                            Ich denke, wer schreibt, schreibt immer (auch) über sich selbst, sonst kommt nichts wirklich gutes dabei heraus.
                            Das ist etwas anderes. Ich denke auch, dass das, was man schreibt, mit einem zu tun haben muss - aber man nimmt sicherlich auch nicht die Mühe des Schreibens auf sich, wenn die Geschichte nichts mit einem zu tun hat...

                            Liebe Grüße,
                            Chaja

                            Kommentar


                              #74
                              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                              Dem möchte ich energisch widersprechen!

                              Ich möchte meine letzen beiden Sätze schon im Zusammenhang verstanden wissen.
                              Natürlich ist Zürn nicht Walser und auch nicht umgekehrt. Das zu behaubten wäre das Verwechseln von Fiktionen und Fakten.

                              Rowling kann auch nicht zaubern - und schreibt trotzdem darüber (ich betrachte das jetzt einfach mal als Literatur) und in ihr muss auch ein großes Stück Potter sein, wie in den anderen Figuren auch ein großes Stück Rowling sein muss. Das meine ich damit, dass Walser letztlich Zürn ist, so wie er letztlich auch die anderen Figuren des Romans ist.


                              Vielleicht entsteht schlechte Literatur dadurch, wenn diese Symbiose nicht gelingt, wenn die "Identifikation" mit den Figuren nicht möglich ist, oder zu weit weggeholt ist oder auch erscheint.

                              Kommentar


                                #75
                                Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                                Vielleicht entsteht schlechte Literatur dadurch, wenn diese Symbiose nicht gelingt, wenn die "Identifikation" mit den Figuren nicht möglich ist, oder zu weit weggeholt ist oder auch erscheint.
                                Das finde ich ja auch mal eine spannende Frage. Was ist schlechte Literatur und gibt es sie überhaupt?

                                Natürlich gibt es schlechtes Handwerk. Also Rechtschreib- und Grammatikfehler, merkwürdige Absätze, merkwürdige Zeichensetzung und allerhand andere Dinge, über die man als Leser derart stolpern kann, dass man keine Lust mehr zum Weiterlesen hat.

                                Aber davon abgesehen? Ist das dann nicht immer etwas subjektives, etwas, was man vom eigenen Blickwinkel aus betrachtet?
                                Ich habe zum Beispiel schon einige Bücher beiseite gelegt, weil sie mich langweilen, nerven, weil ich sie nicht verstehe oder weil sie mich einfach nicht berühren.
                                Jemand anderem könnte es doch ganz anders gehen. Und das ist ja glücklicherweise auch meistens der Fall.



                                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                                In welcher Größenordnung ist denn Deine Geschichte angesiedelt? Weißt Du schon, wie die Geschichte enden wird?
                                Momentan habe ich ungefähr 37.000 Wörter und auch, wenn ich merke, dass es geht dem Ende zugeht, gibt es noch allerhand zu erzählen. Das Ende - tja. Ich weiß ein paar Dinge, aber ich glaube, es gibt noch mehr, die ich (noch) nicht weiß.

                                Jedenfalls weiß ich jetzt, warum das mit der anderen Geschichte,die ich vorher angefangen hatte, nicht klappen konnte. Ich kann meine Hauptfigur nicht leiden. Mit etwas Abstand kann ich mir das eingestehen.
                                Mit etwas Abstand und der Idee, irgendwann noch einen Versuch zu starten und die Geschichte aus Sicht des Mannes zu erzählen. Dann darf sie die fiese, böse, kalte Hexe sein und ihm das Leben zur Hölle machen. Das könnte klappen und würde sicher mehr Spaß machen, auch wenn er mir dann jetzt schon leid tut.


                                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                                Ihr Lieben, ich bin gerade ganz glücklich über mein neues Spontanprojekt! Gestern abend habe ich noch lange daran weitergeschrieben und es ging wie von selbst. Als ich die Augen nicht mehr offen halten konnte, bin ich ins Bett gegangen, aber mein Kopf hat immer weiter Text produziert. Meine bisher einzige Figur hat so ungewöhnliche Schrullen (von liebenswert bis grenzwertig), dass ich noch nicht die leiseste Ahnung habe, wie sie sich in Gesellschaft anderer Menschen verhalten wird.
                                Das hört sich ja auch spannend an. Und nach viel Spaß. Ich bin jedenfalls schon neugierig darauf, wie es weitergeht.


                                Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                                Vorgestern waren es etwas mehr als dreitausend und gestern etwas weniger als zweitausend Wörter.
                                Achtung, ich erblasse mal kurz vor Neid. .... <- hier (natürlich sieht man mich nicht, weil ich so blass bin ...)
                                Aber nein, das ist geschwindelt. Ich freu mich, dass es so gut für Dich läuft. Und die Zusammenfassung der Geschichte hört sich auch sehr spannend an.

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