Hallo Chaja,
Ich empfinde diese Art der Einteilung nicht als moralisch, sondern als praktisch. Ich mag alles, was praktisch ist. 
Für mich sind Gut und Böse die Zusammenfassungen von freundlich oder unfreundlich mir gegenüber. Warum sollte ich es so kompliziert machen, wenn es doch auch viel einfacher geht.
Natürlich ist es meine Ansicht, die auf meinen Erfahrungen beruht und andere haben vielleicht eine andere Ansicht von dieser Person, aber die Ansicht der anderen Menschen interessiert mich nicht, weil sie auf deren Erfahrungen beruht und nicht auf meinen.
Bitte erklären, verstehe ich nicht.
Das ist bei mir nicht so.
Die Borderline-Freundin ist böse, oh-ja und wenn du sie kennen würdest, könntest du mir vielleicht zustimmen. 
Bei meiner Frau bin ich mir nicht sicher, entweder ist sie gut, aber verhält sich meistens böse oder sie ist böse und verhält sich ab und zu gut, damit niemand sie für böse hält. Das wird vermutlich noch einige Zeit dauern, bis ich das durchschaue.
Ich gehe nicht leichtfertig mit der Einteilung um, es kann Jahre dauern, bis diese Einteilung fällt, aber dann ist sie endgültig, weil meine Erfahrungen diesbezüglich dann ausreichend sind.
Die Borderline-Ex-Freundin hat sehr an meinem Menschenbild gerüttelt.
Eigentlich gehe ich erstmal immer davon aus, dass ein Mensch gut ist. Ich bin sehr naiv und leichtgläubig, ein autistisches Merkmal, welches ich nicht abstellen kann.
Ich sage zwar oft, dass ich niemandem vertraue, aber das stimmt nicht, das ist eher ein Selbstschutz. Die Wahrheit ist, dass ich jedem Menschen, der sich mir gegenüber nett verhält, bereits nach 5 Minuten völlig vertraue. Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie oft ich schon enttäuscht, verraten und hintergangen wurde? - Ich mach den Leuten, die das getan haben, keinen Vorwurf mehr, ich weiß ja, dass es bei mir ganz einfach ist, weil ich die zwischenmenschliche Kommunikation einfach nicht beherrsche und diesbezüglich keine empathischen Fähigkeiten besitze.
Ich würde fast alles dafür geben, ein Mal den richtigen Riecher im Umgang mit meinen Mitmenschen zu haben... ein Mal nicht raten müssen, ein Mal nicht enttäuscht werden, ein Mal wissen, ja, das ist richtig, ein Mal keine Balance auf einem Drahtseil, wo jedes Wort falsch sein kann, wo jede Betonung wichtig ist, wo jede Mimik zum Wort passend sein muss, wobei ich keine Ahnung von dem habe, was passend ist und was nicht... nur ein Mal... aber das ist nun mal nicht so.
Deswegen versuche ich mir seit fast 40 Jahren die Welt ein wenig einfacher zu machen. Das ist doch nicht falsch...
Unterschiedlich.
Gut ist, dass meine Frau derzeit viel auswärts arbeitet und somit die ganze Woche nicht zu Hause ist.
Schlecht ist dabei, dass sie an den WE auch nicht viel zu Hause ist.
Gut ist, dass ich einen möglichen Weg gefunden habe, um mit meiner Frau besser auszukommen, bzw. mir nicht immer alles so zu Herzen zu nehmen, was sie tut und sagt und nicht tut und nicht sagt.
Bei mir laufen im Innern immer Geschichten ab, den ganzen Tag lang, in der mein männlicher und mein weiblicher Teil miteinander kommunizieren. - Das habe ich selbst erst vor ein paar Jahren festgestellt, wofür diese Geschichten dienen.
Die jeweilige Geschichte (man kann sich das auch wie einen Film vorstellen) ist ein Spiegelbild dessen, wie ich mich in der Realität fühle. Da ich selten benennen kann, wie ich mich fühle, schaue ich auf die Geschichten und deute daraus, wie ich mich fühle.
Die Geschichten entstehen immer von selbst und handeln von meinem männlichen und meinem weiblichen inneren Anteil. Es sind Abenteuergeschichten, basierend auf den Figuren einer Fernsehserie von 1981. Damals war ich 11 Jahre alt. Diese Serie hat mir damals mein Leben gerettet und ich habe schon Leute getroffen, bei denen das genauso war. Die Hauptakteure dieser Serie (bitte nicht raten, ich verrate es sowieso nicht
) waren ein Mann und eine Frau, die sich so sehr in meine Seele gebrannt haben, dass sie inzwischen jeweils ein Teil meiner Seele geworden sind.
Anfangs hat mich das erschreckt und ich dachte, ich sei nun komplett verrückt, aber so nach und nach habe ich mich damit arrangiert, sie sind ja nun mal ein Teil von mir und helfen mir, warum sollte ich sie also entfernen.
Ich stehe mir ihnen auf und ich gehe mit ihnen ins Bett und manchmal gehen sie miteinander ins Bett.
Bisher kamen diese Geschichten automatisch, jetzt versuche ich aber die Art der Geschichten zu steuern, wenn ich mit meiner Frau zusammen bin, denn ich habe schon gemerkt, dass ich dadurch entspannter bin. Ich kann meine Frau dann viel besser um mich haben und ich bin viel freundlicher zu ihr.
Und wie gehts dir?
____________________
Hallo Mistral,
Ich meinte nicht, ob sich ein Mensch gut oder böse verhält, sondern ob er im Kern seiner Seele, also wenn man alles andere drumherum weggenommen hat, gut oder böse ist.
Zumindest geht man wissenschaftlich davon aus, dass in den ersten 3 Jahren die Grundbausteine für den Rest des Lebens gelegt werden. Ich kann dazu nur sagen, dass dies bei den Menschen, die ich kennen gelernt habe, zu 100% zutrifft.
____________________________
Hallo Hubert1,
Genau! 
Condor
Zitat von Chaja
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Für mich sind Gut und Böse die Zusammenfassungen von freundlich oder unfreundlich mir gegenüber. Warum sollte ich es so kompliziert machen, wenn es doch auch viel einfacher geht.

Zitat von Chaja
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Zitat von Chaja
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Zitat von Chaja
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Bei meiner Frau bin ich mir nicht sicher, entweder ist sie gut, aber verhält sich meistens böse oder sie ist böse und verhält sich ab und zu gut, damit niemand sie für böse hält. Das wird vermutlich noch einige Zeit dauern, bis ich das durchschaue.
Ich gehe nicht leichtfertig mit der Einteilung um, es kann Jahre dauern, bis diese Einteilung fällt, aber dann ist sie endgültig, weil meine Erfahrungen diesbezüglich dann ausreichend sind.
Die Borderline-Ex-Freundin hat sehr an meinem Menschenbild gerüttelt.
Eigentlich gehe ich erstmal immer davon aus, dass ein Mensch gut ist. Ich bin sehr naiv und leichtgläubig, ein autistisches Merkmal, welches ich nicht abstellen kann.
Ich sage zwar oft, dass ich niemandem vertraue, aber das stimmt nicht, das ist eher ein Selbstschutz. Die Wahrheit ist, dass ich jedem Menschen, der sich mir gegenüber nett verhält, bereits nach 5 Minuten völlig vertraue. Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie oft ich schon enttäuscht, verraten und hintergangen wurde? - Ich mach den Leuten, die das getan haben, keinen Vorwurf mehr, ich weiß ja, dass es bei mir ganz einfach ist, weil ich die zwischenmenschliche Kommunikation einfach nicht beherrsche und diesbezüglich keine empathischen Fähigkeiten besitze.

Ich würde fast alles dafür geben, ein Mal den richtigen Riecher im Umgang mit meinen Mitmenschen zu haben... ein Mal nicht raten müssen, ein Mal nicht enttäuscht werden, ein Mal wissen, ja, das ist richtig, ein Mal keine Balance auf einem Drahtseil, wo jedes Wort falsch sein kann, wo jede Betonung wichtig ist, wo jede Mimik zum Wort passend sein muss, wobei ich keine Ahnung von dem habe, was passend ist und was nicht... nur ein Mal... aber das ist nun mal nicht so.
Deswegen versuche ich mir seit fast 40 Jahren die Welt ein wenig einfacher zu machen. Das ist doch nicht falsch...
Zitat von Chaja
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Gut ist, dass meine Frau derzeit viel auswärts arbeitet und somit die ganze Woche nicht zu Hause ist.
Schlecht ist dabei, dass sie an den WE auch nicht viel zu Hause ist.
Gut ist, dass ich einen möglichen Weg gefunden habe, um mit meiner Frau besser auszukommen, bzw. mir nicht immer alles so zu Herzen zu nehmen, was sie tut und sagt und nicht tut und nicht sagt.
Bei mir laufen im Innern immer Geschichten ab, den ganzen Tag lang, in der mein männlicher und mein weiblicher Teil miteinander kommunizieren. - Das habe ich selbst erst vor ein paar Jahren festgestellt, wofür diese Geschichten dienen.
Die jeweilige Geschichte (man kann sich das auch wie einen Film vorstellen) ist ein Spiegelbild dessen, wie ich mich in der Realität fühle. Da ich selten benennen kann, wie ich mich fühle, schaue ich auf die Geschichten und deute daraus, wie ich mich fühle.
Die Geschichten entstehen immer von selbst und handeln von meinem männlichen und meinem weiblichen inneren Anteil. Es sind Abenteuergeschichten, basierend auf den Figuren einer Fernsehserie von 1981. Damals war ich 11 Jahre alt. Diese Serie hat mir damals mein Leben gerettet und ich habe schon Leute getroffen, bei denen das genauso war. Die Hauptakteure dieser Serie (bitte nicht raten, ich verrate es sowieso nicht
) waren ein Mann und eine Frau, die sich so sehr in meine Seele gebrannt haben, dass sie inzwischen jeweils ein Teil meiner Seele geworden sind.Anfangs hat mich das erschreckt und ich dachte, ich sei nun komplett verrückt, aber so nach und nach habe ich mich damit arrangiert, sie sind ja nun mal ein Teil von mir und helfen mir, warum sollte ich sie also entfernen.
Ich stehe mir ihnen auf und ich gehe mit ihnen ins Bett und manchmal gehen sie miteinander ins Bett.

Bisher kamen diese Geschichten automatisch, jetzt versuche ich aber die Art der Geschichten zu steuern, wenn ich mit meiner Frau zusammen bin, denn ich habe schon gemerkt, dass ich dadurch entspannter bin. Ich kann meine Frau dann viel besser um mich haben und ich bin viel freundlicher zu ihr.

Und wie gehts dir?
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Hallo Mistral,
Ob ein Mensch gut oder böse wird bzw. handelt, hängt mit all seinen Erfahrungen etc. zusammen und wird nicht ausschließlich in den drei ersten Lebensjahren in Stein gemeißelt.
Zumindest geht man wissenschaftlich davon aus, dass in den ersten 3 Jahren die Grundbausteine für den Rest des Lebens gelegt werden. Ich kann dazu nur sagen, dass dies bei den Menschen, die ich kennen gelernt habe, zu 100% zutrifft.
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Hallo Hubert1,
Des einen Tod ist des anderen Brot.

Condor







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