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Mein Leben als Autist

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    Mitunter "verkauft" sich eine "Belehrung" besser, wenn sie in eine Geschichte verpackt ist, anstatt als reine und nackte Belehrung daher zu kommen.

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      Ich denke, es wäre für die Kinder, die Asperger Autisten sind, besonders wichtig, dass es für sie mehr schulisch kompetente Orte gäbe. Dafür bräuchte man natürlich viel besser ausgebildete Lehrer/innen und anderes pädagogisches Personal.

      Letztenendes unterscheidet uns alle, Autisten, wie NTs gleichermaßen, die Erziehung und unsere gemachten Erfahrungen.

      Auch unter Autisten ist das so. Die Erziehung und das, was sie aus uns gemacht hat, bestimmt, wer wir sind, wenn wir erwachsen sind. Dazu kommen unsere Erfahrungen, deren Ursprung und Verarbeitung wieder in der Erziehung münden.

      Die Freundschaft zu der Borderline Persönlichkeit funktionierte durch unsere gleichermaßen ähnlichen Erziehungserfahrungen. Jedoch wählten wir unterschiedliche Wege der Verarbeitung, die beide extrem und doch unnütz waren.

      Was nützt es, wenn ich erzähle, wer ich bin, wobei euch der Sinn des Seins nicht erschlossen wird, weil ihr es nicht seid?

      Condor

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        Zitat von Condor Beitrag anzeigen
        (...)Was nützt es, wenn ich erzähle, wer ich bin, wobei euch der Sinn des Seins nicht erschlossen wird, weil ihr es nicht seid?
        Es erhöht die Chancen zu gegenseitigem Verständnis.
        Vielleicht steht hinter Deinen Aussagen, die Sehnsucht verstanden zu werden gepaart mit der Furcht davor, verstanden zu werden.

        Kommentar


          Zitat von Condor
          Was nützt es, wenn ich erzähle, wer ich bin, wobei euch der Sinn des Seins nicht erschlossen wird, weil ihr es nicht seid?
          Es mag vielen nicht gelingen, deine Wesensart und deine Art zu leben zu verstehen, zu hinterschauen und akzeptieren zu können.

          In jedem von uns steckt ein Autist, ein Borderliner, ein Depressiver, ein Schizophrener, ein Lustmolch, ein Mörder, ein Rebell, eine gehorsame Null ... die Palette ist groß.

          Ich behaupte, dass es möglich ist, sowohl euch (die Autisten) als auch alle anderen zu verstehen. Das "Verständnis-Problem" liegt darin, dass die meisten ihre Gegenüber (das Betrifft auch die Genannten) mit ihren eigenen - auf sich selbst bezogenen - Maßstäben messen, anstatt zu kalibirieren und sich in den anderen hinein zu versetzen.
          Du sagst, das sei nicht möglich. Wieso nicht ? Vielleicht trifft das zu, was Mistral im Post vorher geschrieben hat?

          lG

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            Hallo Shepherd,

            Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
            Es mag vielen nicht gelingen, deine Wesensart und deine Art zu leben zu verstehen, zu hinterschauen und akzeptieren zu können.
            Ich denke, dass ist mir auch nicht mehr wichtig. Jeder Mensch hat das Recht auf Geheimnisse, mein Geheimnis ist eben Autist zu sein.


            Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
            In jedem von uns steckt ein Autist, ein Borderliner, ein Depressiver, ein Schizophrener, ein Lustmolch, ein Mörder, ein Rebell, eine gehorsame Null ... die Palette ist groß.
            Ich weiß nicht, wie du das meinst, aber ich finde es vermessen. Das steckt nicht alles in einem Menschen.

            Condor

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              Zitat von Condor
              Ich weiß nicht, wie du das meinst, aber ich finde es vermessen. Das steckt nicht alles in einem Menschen.

              Ich meinte es so, dass jeder einzelne Mensch grundsätzlich alle psychischen und somatischen Vorbedingungen erfüllt, um das zu werden, was aus Menschen werden kann. Die Vorbedingungen werden nur nicht bei jedem "aktiv" weil die Erziehung und Sozialisierung des Einzelnen jeweils anders verläuft.

              In anderen Worten: es kommen keine bösen und keine guten Menschen zur Welt. Es kommen (nur) Menschen zur Welt, die durch ihre Entwicklung auf Lebensbahnen geraten, die von vorneherein nicht absehbar sind.


              Der Autist, der Borderliner, der Depressive, der Schizophrene, der Lustmolch, der Mörder, der Kinderschänder, der Vergewaltiger, der Zündler und Kleptomane ... und alle anderen sogenannten psychisch defizitären Menschen werden nicht als solche geboren und mit einem Zertifikat ausgerüstet, das sie zum Beispiel als zukünftiger Autist ausweist.

              Bei einzelnen von ihnen können Erbaktoren (genetisch, bzw. chromosomal) eine Rolle spielen. Die Nachweisbarkeit steht noch immer auf wackligen Füßen ... weil es keinen eindeutigen Mördergen, keinen Borderlinergen, keinen Autistengen, keinen Alkoholikergen, keinen Soziopathengen usw. gibt, sondern eben nur genetisch/chromosomale, ergo bio(chemisch)logische Prädispositionen, die nicht zwingend auch zum Tragen kommen. Eher schon sind pre- oder postnatale oder entwicklungsbedingte zerebrale Defizite oder Defekte als Ursachen in Betracht zu ziehen. Einige Ausnahmen bestätigen die Regel.

              Kommentar


                Hallo Shepherd,

                ich war davon ausgegangen, dass dies jedem klar ist, dass man nicht als Mörder geboren wird.

                Allerdings wirfst du Dinge in einen Topf, die nicht in den selbigen gehören.

                Autismus ist nicht dasselbe, wie z.B. Alkoholismus. Auch wenn du es anzweifeln magst, wärst du Autist, würdest du das nicht.


                @Mistral
                Interessanterweise wird die Sehnsucht, verstanden werden zu wollen, seit ich hier schreibe, immer kleiner.

                Condor

                Kommentar


                  Weißt Du warum? Ich finde das auch interessant...

                  (Anmerkung:Ich glaube der wichtigste Unterschied ist, dass ein Alkoholiker aussteigen kann, trotz seiner Veranlagung, für einen Autisten dürfte dürfte das kompliziert werden ... )

                  Kommentar


                    @ Condor

                    obwohl ich es versuche, fällt es mir offenbar doch schwer, mich verständlich zu machen ... sogar unter NT´s.

                    Zitat von Condor
                    Allerdings wirfst du Dinge in einen Topf, die nicht in den selbigen gehören.

                    Autismus ist nicht dasselbe, wie z.B. Alkoholismus. Auch wenn du es anzweifeln magst, wärst du Autist, würdest du das nicht.
                    Ich zweifle das nicht an und werfe auch nicht vieles in einem Topf, was nicht hinein gehört.

                    Ich versuche es nochmal

                    Jeder Mensch hat dieselben Voraussetzungen für sein Leben wie jeder andere

                    Mit relativ wenigen Ausnahmen (Beispiele: Hermaphroditen, verschiedene Blinden- Tauben- oder sprachlosen Ausnahmen, verschiedene sonstwie körperlich (Gelenke, Organe, Hirn usw) geschädigte oder fehlentwickelte Menschen) werden alle Menschen mit gleichen Voraussetzungen geboren. Sie unterscheiden sich lediglich durch ihre somatische Geschlechtlichkeit und entsprechenden Körper- und Organfunktionen.

                    (Gag) Von hinten gleichen sie sich und von vorne passen sie aufeinander. Sie ergänzen sich von Natur aus und zu natürlichen Zwecken.

                    Alle - Weiblein und Männlein und die sogenannten dritten Geschlechter - erfahren alle ohne Ausnahme durch ihre Erziehung, ihre Sozialisierung, durch indirekte Einflüsse aus ihrem Kulturellen Umfeld und unbewusst durch die archetypische Prägung durch das kollektive Gedächtnis Eindrücke (werden geformt), die ihr WESEN fortan als solches ausmachen.

                    Die Sozialisierung ist (peinlich genau gesehen) bei keinem Menschen gleich, ergo ist das "Endprodukt" der Sozialisierung auch nicht gleich obwohl jeder Einzelne dieselben Voraussetzung mit ins Leben brachte.

                    Wenn wir uns selbst wertfrei und ohne Vorbelastung beobachten, erkennen wir an uns vage Anzeichen dafür, dass wir (zum Beispiel) fähig wären, jemand umzubringen.
                    Dass wir es nicht tun, liegt zum Teil an unserer Grund-Sozialisierung und an unserer Reflektion, die auch durch die Sozialisierung geformt und geschult wurde.
                    Dass jemand anders zum Mörder wird, hängt ebenfalls von seiner Sozialisierung/Erziehung/kulturelle Einflüsse ... ab. Auch er reflektiert und sein Organismus funktioniert genauso wie jener eines Menschen, der kein Mörder ist/wird.
                    Beide hatten dieselbe Voraussetzung zum Leben. Ihre Erziehung und Sozialisierung trugen dazu bei, dass bei beiden jeweils "andere" vorhandene (ich sag mal) Eigenschaften/Möglichkeiten stärker entwickelt, gefördert oder ausgebildet wurden.

                    Wäre es nicht so, dann wären alle Menschen eine (farbenfrohe) Unisono-Herde, die wie ein Haufen Roboter einander ähneln, genauso reagieren wie der andere, genauso reflektieren wie der andere .... Es gäbe keine seelischen Unterschiede und womöglich auch nur wenige physische Abweichungen.
                    Unsere Art würde sich - wie beispielsweise Hunde - lediglich durch die Rasse unterscheiden. Intrinsisch würden wir alle gleich "funktionieren".

                    Bildlich gesehen sind wir ab der Zeugung alle Lehmkugeln. Unser kollektiver Mensch-Hintergrund (die evolutionsbedingte geistig-kulturelle Erbschaft = kollektives Gedächtnis) und die Skulpteure (z.B. unsere Eltgern/Erzieher) machen aus uns unterschiedlich Kunstwerke, die in ihrem Wesen, ihrem So-Sein (nicht in ihrem Sein) unterschiedlich werden/sind.

                    Autisten und welche wie auch immer "anders geratenen" Menschen als die Mehrheit sind weder minderwertig noch mehrwertig.
                    Die Mehrheit hat vom philosophischen Standpunkt her dieselben menschlichen (sozialen) Auflagen wie die Minderheiten. Die Mehrheit hat durch ihr Mehrheitsverhalten keine Sonderrechte. Die Minderheiten ebenso.

                    Vom ethischen Standpunkt aus betrachtet, gibt es keine minder- oder mehrwertigen Menschen. Es gibt nur Menschen.

                    Vom öffentlich-rechtlichen Standpunkt aus betrachtet, sind nicht alle gleich, da sich die Mehrheit das Recht nimmt, solche Exemplare ihrer Spezies aus der Gesellschaft zu entfernen, die dieselbe stören.

                    Ob letztere Maßnahmen human vertretbar sind, ist und wird wohl ein Streitthema beliben, da es wiederum von der Reflektion des Einzelnen abhängt, wie er sozial geprägt wurde und wie er sich in der Masse und entsprechend deren Einfluß auf ihn verhält.


                    Ein Beispiel aus meinem Innern.
                    Manchmal spüre ich Beweggründe, die mich zum Mörder machen könnten. Manchmal habe ich das Bedürfnis die Welt zu retten. Manchmal habe ich Lust zu fressen. Ein ander Mal habe ich Lust Unfug zu machen. Mitunter passiert es, dass ich kindisch bin, ein ander Mal bin ich ein peinlicher Haarspalter. Wenn jemand nicht versteht, was ich sage, kann ich traurig werden, kann ich wütend werden, kann ich den Kopf schütteln, kann ich nachhaken, gebe ich auf, bin ich hartnäckig belehrend usw...
                    Ich kann meine Libido zügeln, ich kann ihr jedoch auch freie Bahn lassen. Ich kann mich entscheiden, etwas so oder so zu tun, bzw. es überhaupt zu tun oder zu lassen.

                    Im Prinzip kann das jeder von uns und noch viel mehr. Ob wir es tun und weshalb wir es tun, hängt letzten Endes von unserem Wesen (unserem Sosein) ab. Es hängt davon ab, wie unsere Prägung ausgefallen ist ... und selbst auf unsere Prägung können wir noch Einfluss nehmen, ... wenn wir es wollen, ...
                    Unser Wille etwas zu tun oder nicht zu tun usw. ist ebenfalls von unserer Prägung abhängig ... und trotzdem noch beeinflussbar.

                    Das was ich hier schreibe ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Alles wurde schon gedacht, niedergeschrieben, verworfen, ausgebaut, erweitert ... ich habe lediglich eigene Erfahrungen und Erkenntisse mit einbezogen und von meiner Eigenschaft des Reflektierens Gebrauch gemacht.
                    Ich bin mir auch bewusst, dass das, was wir heute wissen, nicht der Weisheit letzter Schluß ist. Ich gehe jedoch davon aus, dass wir tatsächlich nicht mehr auf einer Scheibe herumlaufen und schon erkannt haben, dass wir ausnahmslos alle mehr oder weniger regelmässig aufs Klo müssen - sowohl die/der Eine als auch die/der Andere.

                    liebe Grüße

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                      Hallo Shepherd,

                      Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                      Mit relativ wenigen Ausnahmen (Beispiele: Hermaphroditen, verschiedene Blinden- Tauben- oder sprachlosen Ausnahmen, verschiedene sonstwie körperlich (Gelenke, Organe, Hirn usw) geschädigte oder fehlentwickelte Menschen) werden alle Menschen mit gleichen Voraussetzungen geboren. Sie unterscheiden sich lediglich durch ihre somatische Geschlechtlichkeit und entsprechenden Körper- und Organfunktionen.
                      Relativ wenig? Vor 20 Jahren ging man von mindestens 250.000 bis dato bekannten und mindestens noch von 250.000 unbekannten Erbkrankheiten aus. Wenig finde ich das nicht.


                      Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                      Alle - Weiblein und Männlein und die sogenannten dritten Geschlechter - erfahren alle ohne Ausnahme durch ihre Erziehung, ihre Sozialisierung, durch indirekte Einflüsse aus ihrem Kulturellen Umfeld und unbewusst durch die archetypische Prägung durch das kollektive Gedächtnis Eindrücke (werden geformt), die ihr WESEN fortan als solches ausmachen.
                      Hier ist ein Fehler drin.
                      Aus 100% sicherer Quelle weiß ich, dass z.B. Transsexualität keine psychische Erkrankung ist, sondern eine biologische Abweichung. Diese Menschen werden so geboren. Weder ihre Sozialisation, noch ihre gemachten Erfahrungen und auch nicht die Erziehung kann daran etwas ändern.
                      Transsexualität ist körperlich. Und die einzige Therapie ist die Geschlechtsangleichung an das "gefühlte" Geschlecht.
                      Die medizinische/biologische Abweichung könnte man mit einer Kernspintomographie im Gehirn nachweisen. Da diese Methode aber sehr teuer ist, wird sie nicht gemacht und allgemein wird verbreitet, Transsexualität sei eine psychische Erkrankung.


                      Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                      Die Sozialisierung ist (peinlich genau gesehen) bei keinem Menschen gleich, ergo ist das "Endprodukt" der Sozialisierung auch nicht gleich obwohl jeder Einzelne dieselben Voraussetzung mit ins Leben brachte.
                      Das sehe ich eigentlich genauso, nur, dass ich denke, dass in diesem Fall Autismus weder anerzogen, noch durch eine entsprechende Sozialisation und auch nicht durch gemachte Erfahrungen, sondern ausschließlich als genetische Vererbung zustande kommt.
                      Autismus ist angeboren.
                      Ob du das glaubst oder nicht, ist mir persönlich egal.

                      Als ich meine Diagnose als Asperger Autist bekam, habe ich mich und mein Leben hinterfragt, ob mein Autismus nicht auch anerzogen sein könnte. Ich habe alles durchleuchtet und ich kann mich, ähnlich wie Axel Brauns, an die meisten Begebenheiten meines bisherigen Lebens erinnern.

                      Ich bin schließlich zu dem Schluss gekommen, dass zumindest mein Asperger Autismus angeboren ist. Meine Eltern haben beide autistische Züge. Es ist einfache Vererbungslehre, um heraus zu finden, was aus uns zwei Kindern geworden ist. Bei uns ist es so gekommen, dass meine Schwester kein Autist ist (sie ist NT) und ich sogesehen ein "ganzer" Autist geworden bin. Meine Mutter hat ihre autistischen Züge von ihrem Vater, der ebenfalls ein Autist war, allerdings ohne es zu Lebzeiten zu wissen.

                      Ich muss mich hier nicht beweisen, dass ich Autist bin und was Autismus für mich bedeutet.

                      Wenn du es anders siehst, bitteschön, aber ich schreib es gern noch einmal... wärst du selbst Autist, dann würdest du die Vererbungstheorie nicht in Frage stellen, weil du die ganzen Zusammenhänge mit anderen Augen sehen würdest.

                      Condor

                      Kommentar


                        Zitat von Condor
                        Ob du das glaubst oder nicht, ist mir persönlich egal.
                        Wenn ich genau so selektiv, streng rational und weitgehend emotionsfrei denken und reflektieren würde wie du, wäre für mich jetzt durch deine Äußerung unser Austausch beendet.

                        n.b.1: Hermaphoridtismus und Transsexualität sind zwei paar Schuhe:
                        • Transsexualität - ist eine Form der Geschlechtsidentitätsstörung bei einem Mensch, der körperlich eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht angehörig ist, der sich jedoch geistig/seelisch/emotional als Angehöriger des anderen Geschlechts fühlt und danach strebt , sich auch körperlich diesem Geschlecht so gut wie möglich anzunähern. Neben der rein morphologischen Umwandlung (Mann zu Frau und umgekehrt) ist auch die anatomische Umwandlung legitim und seit den 80er Jahren Praxis.

                        • Intersexualität - zeitgemässer Begriff für Hermaphroditismus, Chimären- und Zwittertum usw. Die mangelnde Trennschärfe des Begriffes insbesondere zur Transsexualität wurde in der Medizin beanstandet und führte 2005 zu dem medizinischen Begriff DSD (disorders of sex development) > gestörte Entwicklung des Geschlechts mit der Ausbildung eines komplexen klinischen Spektrums zwischen männlich und weiblich:
                          Echter Hermaphroditismus: Individuum mit Ovar- und Hodengewebe - mit ausgeprägten oder unbestimmten Geschlechtsorganen beider Geschlechter.
                          Männlicher Pseudohermaphroditismus: Individuum mit chromosomal männlichem Geschlecht und Hoden, aber unbestimmten oder weiblichen Geschlechtsmerkmalen.
                          Weiblicher Pseudohermaphroditismus: Individuum mit chromosomal weiblichem Geschlecht und Ovarien, aber unbestimmten oder männlichen Geschlechtsmerkmalen.
                          Psychischer Hermaphroditismus: Hermaphrodit, der zu seiner physischen Doppelidentität die psychische Unfähigkeit entwickelt, sich bezüglich seiner Identitätswahl für eines von beiden möglichen Geschlechtern zu entscheiden.
                          Zwitter: veraltete und heute meist pejorativ belastete Bezeichnungen für zweigeschlechtliche Menschen.
                          Chimären: übliche Bezeichnung in der Medizin und Biologie für einen Organismus, der aus genetisch unterschiedlichen Zellen bzw. Geweben aufgebaut ist und dennoch ein einheitliches Individuum darstellt, ergo vergleichbar der Intersexualität.


                        n.b.2:
                        Relativ wenig? Vor 20 Jahren ging man von mindestens 250.000 bis dato bekannten und mindestens noch von 250.000 unbekannten Erbkrankheiten aus. Wenig finde ich das nicht.
                        Sollte ich die Erbkrankheien alle aufzählen? Ich dachte mir, es genügt, wenn ich das hier schreibe: " verschiedene sonstwie körperlich (Gelenke, Organe, Hirn usw) geschädigte oder fehlentwickelte Menschen) "
                        Vererbte Diabetes ist auch eine Fehlentwicklung verglichen mit den "Standard".


                        Wenn ich mich in meinen Schreiben so darauf behaupten würde ein NT zu sein, wie du dich darauf behauptest ein Autist zu sein, kämen wir in der Kommunikation keinen einzigen Schritt weiter.
                        Ich muss mich hier nicht beweisen, dass ich Autist bin und was Autismus für mich bedeutet.
                        Für mich ist es Wurscht, ob ich mit einem BOrderliner, einem Depressiven oder einem Normalo mich austausche, ... solange es möglich ist und solange wie beide etwas aus dem Austausch gewinnen können. Ich muss mich auch nicht als NT beweisen. Ich weiss nicht einmal ob ich einer bin. Ich gehe lediglich davon aus, dass ich einer bin, und doch gebe ich mir Mühe, mich auch in Anderstickende hineinzuversetzen und ihren Gedanken und Empfindungen zu folgen ... so weit es mir möglich ist. Wenn mein Gegenüber jedoch keinen Schritt in meine Richtung macht, wird es auf Dauer unbefriedigend und unergiebig nur auf ihn zuzugehen.

                        So erschafft oder zementiert jeder, der es will, seine eigene Einsamkeit und die entsprechenden Verhaltensmuster.

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                          Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                          Wenn ich genau so selektiv, streng rational und weitgehend emotionsfrei denken und reflektieren würde wie du, wäre für mich jetzt durch deine Äußerung unser Austausch beendet.
                          Dann wünsche ich dir alles Gute.

                          Condor

                          Kommentar


                            Erneutes Missverstädnnis, diesmal aufgrund der Konjugation.
                            Ich schrieb "würde" und "wäre".

                            Aber was solls, nicht wahr?
                            Danke für die guten Wünsche. Dir dasselbe.

                            Kommentar


                              Interessanterweise kommen manche Menschen zu dem Schluss, dass Autisten, die ja logisch denken, weniger emotional sind.

                              Ich für mich kann nur sagen, dass ich so emotional bin, dass ich meine Emotionen meistens für mich behalte, weil ich weiß, dass meine Mitmenschen damit nicht umgehen können.

                              Condor
                              Zuletzt geändert von ; 21.03.2012, 13:18. Grund: Rechtschreibung

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                                Zitat von Condor Beitrag anzeigen
                                (...)Ich für mich kann nur sagen, dass ich so emotional bin, dass ich meine Emotionen meistens für mich behalte, weil ich weiß, dass meine Mitmenschen damit nicht umgehen können.
                                Kann sein oder auch nicht. Du wirst Deine Erfahrungen gemacht haben.
                                Ich beispielsweise behalte manchmal Emotionen für mich, weil ich Sorge habe, dass ich nicht mit ihnen umgehen kann oder will bzw. nicht damit umgehen kann oder will, wie andere Menschen auf meine Emotionen regieren.

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