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    Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
    Nur: wie erkäre ich das meinen Eltern?
    Warum solltest Du das erklären müssen? Du musst Dich doch nicht rechtfertigen. Es ist Deine Entscheidung, Dein Leben.


    Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
    Warum nur akzeptieren sie nciht endlich einmal MEINE Entscheidungen als (einigermaßen) erwachsene Frau?
    Tust Du das denn? Akzeptierst Du Deine Entscheidungen (und heißt sie gut)? Vertraust Du Deinem Gefühl?

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      @ Wolle: Es sollte allerdings nicht in Spielchen ausarten!

      Ich kenne diese Kleinhalterei nur zu Genüge! Man traut einem nichts zu. Ich frage mich immer wieder: Meine Elterngeneration war ja Mitte zwanzig schon "erwachsen", sprich in ihrem Fall verheiratet, Kinder etc. Sie haben ja auch ihre eigenen Entscheidungen getroffen und ließen sich von den Eltern wohl nicht hineinreden. Warum also bei uns?

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        Zitat von Die_Reifende Beitrag anzeigen
        @ Wolle: Es sollte allerdings nicht in Spielchen ausarten!
        Stimmt. Es ist aber eine wirksame Methode. So ähnlich habe ich es mal mit meiner Mutter gemacht und seit dem geht es einigermaßen.

        Zitat von Die_Reifende Beitrag anzeigen
        Ich kenne diese Kleinhalterei nur zu Genüge! Man traut einem nichts zu. Ich frage mich immer wieder: Meine Elterngeneration war ja Mitte zwanzig schon "erwachsen", sprich in ihrem Fall verheiratet, Kinder etc. Sie haben ja auch ihre eigenen Entscheidungen getroffen und ließen sich von den Eltern wohl nicht hineinreden. Warum also bei uns?
        Das ist ein Problem, was wohl vom Generation zu Generation so sein wird/könnte. Meine Mutter z. B. verhält sich meinem Bruder und mir gegenüber so, wie sie es bei meiner Oma nie gut geheißen hat. Sie hat genau das Verhalten meiner Oma eingenommen.

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          Zitat von Die_Reifende Beitrag anzeigen
          Sie haben ja auch ihre eigenen Entscheidungen getroffen und ließen sich von den Eltern wohl nicht hineinreden. Warum also bei uns?
          Auch wenn ich vielleicht zu der Minderheit(?) derer gehöre, deren Eltern die Meinung "mach was Du willst, es ist Dein Leben" vertreten - ich finde es recht "normal", dass sich Eltern darüber sorgen, was aus ihren Kindern wird und dass es ihnen möglichst gut geht. Normal auch, dass Eltern und Kinder wahrscheinlich unterschiedlicher Ansicht darüber sind, wie die "richtige" Entscheidung aussieht. Normal auch, dass Eltern den Kindern den Weg zur "richtigen" Entscheidung zeigen / mitreden wollen (eben weil sie (hoffentlich) das "Beste" für ihr Kind wollen).

          Und warum sollte das bei den Eltern unserer Eltern anders gewesen sein? Die wollten sicher auch mitreden und haben ihren Senf dazugegeben. Ob er (von unseren Eltern) gehört und befolgt wurde, ist dann wieder etwas anderes.

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            Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
            Und warum sollte das bei den Eltern unserer Eltern anders gewesen sein? Die wollten sicher auch mitreden und haben ihren Senf dazugegeben. Ob er (von unseren Eltern) gehört und befolgt wurde, ist dann wieder etwas anderes.
            Das ist ja auch soweit ok. Doch wenn die Eltern dieses versuchen, indem sie nur Vorwürfe machen, läuft irgendetwas vekehrt. Bei Vorwürfen wird nur kritisiert, was verkehrt läuft, es kommt aer dabei kaum ein Lösungsvorschlag heraus.

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              Zitat von Die_Reifende Beitrag anzeigen
              Warum also bei uns?
              Also, meine Eltern sind so von der Richtigkeit ihres Tuns ueberzeugt, dass sie von mir (nach wie vor) erwarten, dass ich mich anpasse.
              Gut, meine Stiefma ist kein Masstab - aber generell machen sie sich auch wenig bis gar keine Muehe, sich in meine Gedanken und Gefuehle zu versetzen - nicht zuletzt, weil sie ja in mir als Spiegel einige ihrer Fehler sehen.

              Deswegen ist wohl an uns, nunmehr einen Generationenwechsel druchzufuehren - aber ich finde es zugegebenermassen auch in einigen Bereichen schwer. Dabei ist es so befreiend.

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                Hm. Weiß gar nicht, was ich euch allen gerade so schreiben soll: die Ereignisse überschlagen sich: gerade haben mene Eltern bzw. meine Mutter noch einmal/wieder angerufen, um mir zu sagen, was ich dann unbeidingt nun als nächstes tun soll ...

                Zum ersten Mal/gerade habe ich ihr gerade erklärt, dass sie einfach mal auf mich vertrauen soll. Und dass ich eben ein Bauchgefühl deswegen hatte gegen die Klinik (was ich noch nicht einmal erklären kann).

                Sie erwiderte, dass ich endlich einmal auf meinen Verstand hören soll.

                Zum Glück konnte ich sie beruhigen, dass mir all das (Therapie usw.) genauso wichtig ist wie ihr/meinen Eltern und dass ich mich weiterhin darum kümmern werde.

                Sie gab mir gleich Tipps, was ich als nächstes zu tun habe ....

                Ein Teil von dem stimmt natürlich. Das meiste habe ich ihnen eh erzählt vor ca. einer Woche. Ansonsten können sie (eigentlich) diese Infos gar nicht haben ...

                Na ja, ich hoffe, ich konnte sie einigermaßen beruhigen und ihnen verklickern, dass es mir genauso wichtig ist wie ihnen, in eine Behandlung zu kommen. Nur eben - und das sage ich jetzt einfach euch - dass ich bestimmte Vorstellungen/Wünsche habe, nachdem es sooo viele Kliniken gibt. Und mit den Zuzahlungen/Geld, das wird sich alles finden, da es sehr unterschiedliche Preiskategoirien gibt ...

                Aber: so schnell gebe ich nicht auf; da kennt ihr mich sonst schlecht.

                Kommentar


                  mal etwas, das mir in den Sinn schoss.

                  Waere es Dir lieber, Deine Ma wuerde sich ins Auto schwingen und einfach mal 3-4 Tage bei Dir bleiben. Dich betuetteln oder in den Arm nehmen?

                  Von so etwas traeume ich seitdem meine Mutter starb. Ratschlaege (Verstand) gab es immer reichlich -aber nie Trost. Einfach nix sagen und waermen.

                  angenommen, Du haettest ein aehnliches Beduerfnis ... wuerde Deine Ma Dir den Wunsch erfuellen koennen? Oder geht es wirklich nur per Verstand?

                  Kommentar


                    ...oder würdest DU so etwas überhaupt von deiner Ma wollen...?

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                      @Kuestenkind und @missy:

                      ich glaube, das will/wollte ich inzwischen nciht mehr. Es wäre inzwischen doch sehr befremdlich für mich, wenn meine Mutter einfach so hier her kommen würde. Wir haben uns seit Jahren kilometerweit voneinander entfernt. Außerdem würde ich mich mehr als unwohl fühlen: erstens mal, weil ich das Gefühl habe/hätte, dass sie nur alles kontrollieren will, alles "in der Hand haben will". So wie jetzt eben auch.

                      Zu blöd, dass ich jetzt (nach so langer Zeit) "Farbe bekannt habe" bei meinen Eltern, was der Auslöser war für meinen momentanen Zustand.Letztes Wochenende hatte ich das Bedürfnis.

                      Ich fühle mich nun um Jahre zurückversetzt. Jahrzehnte. Ich, das Sorgenkind ... Letztes WE waren sie ganz bestürzt/betroffen, dass ich ihnen so lange nichts davon erzählt habe. Ich meinte nur, ich bin so und so alt und ich habe gedacht, ich schaffe es "allein". Als sie gehört haben, dass ich beim Arzt war und krankgeschrieben war, waren sie wohl sehr überrascht. Ja, ich handle doch - trotz allem - eigenverantwortlich für mich. Auch wenn nicht alles nach Plan läuft wie es meine Eltern machen würden/gemacht hätten in diesem Fall.

                      Tja, und anstatt, dass sie mit mir wütend sind auf diese Art und Weise wie ich behandelt wurde, werde ich - meiner Meinung nach - in diese Ecke/Schiene gedrängt, dass sich meine Probleme ja nur verschlimmern würden usw. usf. Und ich auf meine Vernunft hören soll ...

                      Nochmal: ich HASSE es. Ich möchte endlich als erwachsen angesehen werden und auch so behandelt werden.

                      Vllt. war mein Satz vorher ja auch ganz gut, dass sie mir einfach auch mal vertrauen sollen!?

                      Auf jeden Fall fühle ich mich nun schon wieder schlecht; anders schlecht als bei der beruflichen Situation. Ich fühle mich schuldig und habe mich auch bei meiner Mutter/meinen Eltern entschuldigt und ihnen gesagt, dass es mir leid tut ...

                      Ach Sch....! Alles ist gerade sowas von verfahren. Nicht nur die berufliche, sondern jetzt auch nur die familiäre Situation mit meinen Eltern! Das hat mir gerade noch gefehlt. Bis hierher habe ich es doch auch geschafft; wenn auch - wie gesagt - in meinem Tempo, mit meinen Schritten, mit meiner Hilfe, die ich mir bisher SELBER gesucht habe; auch wenn es bis hierher ein mühsamer Weg war und noch nicht so zum Ziel geführt hat wie ich mir das wünsche ....

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                        PS: In der Hinsicht bin ich wohl ähnlich wie meine Eltern: ich habe einen eisernen Willen ...

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                          Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
                          PS: In der Hinsicht bin ich wohl ähnlich wie meine Eltern: ich habe einen eisernen Willen ...
                          Meine Assoziation dazu:

                          Der Apfel fällt nicht weit vom Baum

                          Liebe Träumerin!
                          Ich habe meinen Eltern seinerzeit nichts von meinen
                          Problemen erzählt, damit sie sich nicht um mich sorgen sollten.
                          Hätte nicht noch zusätzlich die Kraft gehabt, sie zu trösten.
                          Im Nachhinhein halte ich es nicht für richtig.

                          Meiner Tochter habe ich nach dieser Erkenntnis gesagt, sie
                          möge mich NIE schonen. Wenn sie mich ins Vertrauen zieht,
                          brauche ich mir nichts Schlimmeres auszumalen, denn ich
                          würde schon merken, wenn etwas nicht stimmt.
                          Meine Tochter möchte nur einen Rat haben, wenn sie danach
                          fragt. Ja, das ist so und mir fällt es manchmal schwer, denn
                          Eltern möchten Erfahrungen weitergeben, während die Kinder
                          ihre eigenen machen wollen.

                          Ich finde gut, dass Du Deine Eltern von Dir erzählt hast. Jetzt
                          darfst Du auch Grenzen setzen, dass sie Dich nicht mit ihren
                          Ratschlägen bedrängen. Ich denke, wenn Du sie hin und wieder
                          informierst, werden sie Dir Vertrauen schenken und sicher sein,
                          dass Du für Dich gut sorgen wirst.

                          Liebe Grüße
                          birdy

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                            Liebe Träumerin,
                            ich bin hier erst seit ein paar Tagen angemeldet - und habe inzwischen Deinen kompletten Faden gelesen.
                            Vieles in Deinem Verhalten kommt mir nur allzu vertraut vor: mir geht es seit Monaten nämlich ähnlich.
                            Und weil ich immer nur dachte, funktionieren zu müssen, auch wenn es mir absolut besch... ging und mich nur noch über Leistung definert habe, bin ich ausgebrannt.
                            Nicht durch meinen Beruf - der ist für mich Berufung und macht mir Spaß (von einigen Kleinigkeiten abgesehen). Daß irgend was nicht mit mir stimmt, merkte ich aber daran, daß ich mich nur noch an die Arbeit schleppte, widerwillig meinen "Job" (als solchen habe ich das vorher nie gesehen) machte und irgendwann vor meinem Bildschirm saß und gar nichts mehr ging. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. Abends ging ich zu meinem Hausarzt, der mich dann für einige Wochen aus dem Verkehr zog. Als ich aus der Arztpraxis mit der Krankmeldung rauskam, war ich erleichtert, nicht an die Arbeit gehen zu müssen. Das kannte ich bisher gar nicht.

                            Und seither durchlebe ich die gleiche Achterbahn wie Du. Immer mal wieder kommen Phasen, in denen ich denke, ich brauche keine Hilfe und es ist ja besser geworden und geht alles vorüber. Aber ich lasse mich nicht blenden davon. Auch nicht durch das Antidepressivum, das ich nach vier Wochen Krankschreibung (ohne Besserung, aber mit dem Druck, wieder an die Arbeit gehen zu müssen wg. möglichem drohenden Arbeitsplatzverlust) mir verordnen ließ, weil meine Eigenbehandlungen mit Gartenarbeit, Sport, Aufräumen usw mich zwar täglich physisch müde machten, aber psychisch nicht zur Ruhe kommen ließen.
                            Durch das SSRI-Medikament, das ich jetzt seit November nehme, bin ich zumindest in eine halbwegs stabile Grundstimmung versetzt worden. Und vor allem kann ich nach acht (!) Jahren mit nur vier Stunden Nachtschlaf endlich wieder sieben Stunden am Stück durchschlafen.
                            Aber es ersetzt keine Therapie. Und die Suche nach einem ambulanten Therapeuten war für mich ein Spießrutenlauf: In meinem Kreis gibt es insgesamt 20 dieser Fachleute. Die Reaktionen auf meinen Anruf waren von "ich nehme keine neuen Patienten mehr an" bis Wartezeiten von 9 Monaten (Ok, ich bin halt gesetzlich versichert, zahle aber fast den Höchstbeitrag).
                            Was meinst Du, was mich diese Anrufe und die permanente Abweisung für eine Kraft gekostet haben...
                            Insofern kann ich Dein Hadern mit dem System nur allzu gut nachvollziehen.

                            Auch Deine "Wutanfälle" sind mir vertraut. Ich muß mich manchmal derart zusammenreißen, um nicht aus der Rolle zu fallen...
                            Wenn ich diese Wut und Agression in mir spüre, dann muß ich mich bewegen. Dann muß ich nach Feierabend (hier im Büro geht das ja nicht) mit meinen Hunden laufen gehen oder am Wochenende mit der Motorsäge Bäume sägen oder Nordic Walking machen.
                            Auf jeden Fall muß ich ständig was zu tun haben, kann nicht tatenlos herumsitzen - denn sonst fange ich wieder an zu grübeln.

                            Und auch ich habe bisher keinen Weg zu mir gefunden, hadere mit mir selbst - mußte immer stark sein. Habe auch ein elterliches Päckchen zu tragen. Auch ich wurde nie als Erwachsene von meiner Mutter akzeptiert, obwohl ich sie über Jahre hinweg gepflegt habe und auch Entscheidungen für sie treffen mußte. Aber als "vollwertige Frau" mit einem eigenen Leben hat sie mich wohl auch nicht anerkannt.
                            Hinzu kommt, daß ich sie auch nicht mit meinen Problemen (oder das, was ich dafür hielt) belasten wollte. Ich habe bis zu ihrem Tod auch nie viel über meine Arbeit gesprochen.
                            Ich denke, sie wollte mich immer vor der "bösen Welt da draußen" beschützen und daß ich nicht von einem anderen Menschen ausgenutzt werde. Und wir stritten uns, als ich 37 Jahre alt war, über Dinge, über die andere mit 17 mit ihren Eltern streiten.

                            Und auch ich verbringe meine Zeit allein, es warten nur meine beiden Hunde abends auf mich. Und die sind in den letzten Monaten zu meinem einzigen Halt geworden. Sie verhalten sich authentisch - nicht so, wie es viele Menschen tun, die ich kennengelernt habe.

                            Du siehst, alles nicht fremd für mich - ich erkenne Dich ein Stück weit in Deinem Empfinden und Verhalten wieder.

                            Laß Dich mal lieb umarmen!

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                              Hm @liebe birdy:

                              Ich habe meinen Eltern seinerzeit nichts von meinen
                              Problemen erzählt, damit sie sich nicht um mich sorgen sollten.

                              Ich bin mir da nicht so ganz sicher, ob es richtig war, sie "einzuweihen"; seit gestern fühle ich mich - hm, wie soll ich es sagen - anders schlecht. Jetzt fühle ich mich auch noch vollkommen schuldig meinen Eltern gegenüber, ihnen "das" anzutun, diesen Kummer eben, diese Sorgen um mich.

                              Ehrlich gesagt, empfinde ich es nun also total übertrieben, da ich meinen Weg bis hierher (heute) doch auch (meistens) alleine gegangen bin. Seit Jahren habe ich mir abgewöhnt, mich ihnen anzuvertrauen, ihnen irgendetwa zu erzählen, was mich bewegt. Meistens war es (oder eben nur ich habe es so empfunden) so, dass ich dann Kritik geerntet habe und 100 "Verbesserungsvorschläge" oder ihre Sichtweise hätte übernehmen sollen, was ich oft nicht kann ... Dabei bin ich ja (evtl.!?) erwachsen, zumindest vom Alter her ...

                              Das wäre etwas ganz Neues für mich, wenn sie einmal Vertrauen in mich und meine Handlungen hätten ... Ja, wäre, hätte, könnte usw. - so kann das eh nix werden ...

                              Ich denke, wenn Du sie hin und wieder
                              informierst, werden sie Dir Vertrauen schenken und sicher sein,
                              dass Du für Dich gut sorgen wirst.


                              In meinem Alter könnten sie das schon lange haben. Seit Jahren bewältige ich hier mein Leben alleine, komme nur mit irgendwelchen Dingen/Problemen/Fragen zu ihnen ... Leider. Manchmal finde ich das schade; allerdings, wenn sie dann immer gleich so überreagieren und mir prophezeien, dass es nur alles schlimmer wird, wenn ich nicht endlich einmal nach meinem VERSTAND handle. Und mir dazu gleich noch einmal anrufen und Anweisungen geben, was ich nun alles zu tun habe ...

                              Jetzt ist's ja fast noch schlimmer als vorher.

                              @Lucky Ronja:

                              vielen Dank für deinen Beitrag. Das war bestimmt einiges an "Arbeit" sich den ganzen Faden durchzulesen.

                              Ich bin froh, dass es Menschen gibt, denen es ähnlich ergeht wie mir. Vielleicht ist es ja bei unseren Eltern auch so wie oft in der sonstigen Gesellschaft (meine Erfahrung zumindest), dass man als alleinstehender Mensch einfach nicht als so vollwertig angesehen wird!? Ich selber habe auf jeden Fall keine Erklärung für dieses Verhalten. Meine beiden Geschwister sind verheiratet, haben Kinder. Mit dem jüngeren Geschwister haben sie seit Jahren das totale Mitleid, weil die Ehe nicht so funktioniert (hat) ... Meiner Meinung nach wird da auch NIE kritisiert, sondern nach allen Kräften unterstützt und viel Verständnis gezeigt ...

                              Ich fühle mich einfach oft der Kritik meiner Eltern ausgesetzt. Das macht mich oftmals traurig; allerdings mag ich auch nur noch in seltenen Momenten (so wie es mir eben jetzt passiert ist) meinen Eltern auch nur irgendwas von mir erzählen.

                              Meistens unterhalten wir uns noch über Belanglosigkeiten, die Reisen meiner Eltern oder eben ihre Enkel. Für mein Leben interessieren sie sich sehr wenig bzw. sie meinen als Single ist ja alles okay und so einfach. Dass ich hier auch alles neben dem Beruf her noch regeln muss, das sehen sie nicht oder wollen es nicht sehen; in ihren Augen habe ich ja alle Zeit der Welt.

                              Nur: wer z. B. hilft mir, wenn ich Probleme mit meinem Rechner habe? Oder kleinere Reparaturen? Ich muss ehrlich gestehen, ich mache echt viel allein, nur denke ich auch, ich muss mich nciht mit allem auskennen und alles lernen ... Also kommt es mich oft teuer zu stehen, wenn ich jemanden bestellen muss oder eben bei Nachbarn "betteln".

                              Ach, ich könnte/kann echt Romane darüber schreiben.

                              Ja, mir kommt es auch so vor, als würde ich (m) eine Pubertät bzw. manche Verhaltensweisen nachholen (wollen). Mein Leben lang war ich angepasst (wiederum eine lange Geschichte).

                              Danke @alle für's Lesen.

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                                Auf jeden Fall fühle ich mich nun schon wieder schlecht; anders schlecht als bei der beruflichen Situation. Ich fühle mich schuldig und habe mich auch bei meiner Mutter/meinen Eltern entschuldigt und ihnen gesagt, dass es mir leid tut ...
                                Na, dann hat deine Mutter ja erreicht, was sie wollte: Kontrolle über dich und dein Verhalten. Und wieder einen Fuß in deiner (seelischen) Tür, um dich weiterhin zu bemuttern.

                                Ehrlich gesagt, empfinde ich es nun also total übertrieben, da ich meinen Weg bis hierher (heute) doch auch (meistens) alleine gegangen bin. Seit Jahren habe ich mir abgewöhnt, mich ihnen anzuvertrauen, ihnen irgendetwa zu erzählen, was mich bewegt. Meistens war es (oder eben nur ich habe es so empfunden) so, dass ich dann Kritik geerntet habe und 100 "Verbesserungsvorschläge" oder ihre Sichtweise hätte übernehmen sollen, was ich oft nicht kann ... Dabei bin ich ja (evtl.!?) erwachsen, zumindest vom Alter her ...
                                Jede Mutter und jeder Vater wird dir sagen, dass ihr Kind - egal wie alt es ist - für sie immer KIND sein wird.

                                Versuch dich mal (nur wenn du willst) in deine Eltern reinzuversetzen, die monatelang dachten, dass es dir gut geht, das alles bestens ist und die plötzlich erfahren, dass du kurz vor'm Durchdrehen bist und dass es dir alles andere als gut geht. Ich habe auch kein besonders inniges Verhältnis zu meinen Eltern, aber solche Sachen erzähle ich ihnen schon. Weil ich weiß, wie besch*** es ist, wenn einem das eigene Kind (oder auch umgekehrt die eigenen Eltern) nicht mehr vertrauen. Das tut sehr weh, glaub mir.

                                Du schreibst
                                Meistens war es (oder eben nur ich habe es so empfunden) so, dass ich dann Kritik geerntet habe und 100 "Verbesserungsvorschläge" oder ihre Sichtweise hätte übernehmen sollen
                                Warum hast du das so empfunden? Warum nimmst du an, das sie von dir erwartet haben, dass du ihre Verbesserungsvorschläge annimmst (im Gegensatz zu "sie wollten vielelicht nur ihre Meinung dazu kundtun, um evtl. Hilfsimpulse zu geben"? Worin bestand ihre Kritik? Was haben sie an dir kritisiert? Was waren ihre Forderungen? Wie haben sie die zum Ausdruck gebracht? Was glaubst du, waren die Beweggründe deiner Eltern, sich so und nicht anders zu verhalten?
                                (Diese Fragen sind nicht als Kritik gemeint, sondern als ernsthafte Fragen, die dir helfen könnten, ein wenig Klarheit zu bekommen. Du sollst sie auch nicht mir beantworten, sondern dir selber...!
                                Nur damit keine Missverständnisse entstehen.)

                                Ich fühle mich einfach oft der Kritik meiner Eltern ausgesetzt.
                                Das klingt so hilflos (wie du dich zweifelsohne auch fühlst). Wie würde der Satz jedoch "aktiv" lauten? Anders gesagt: Welche Rolle hast DU bei diesem Zusammenspiel?
                                Worauf ich hinaus will: Deine Eltern mögen dich kritisieren - aber DU bist auch diejenige, die sich das gefallen lässt. Du MUSST dich nicht von ihnen kritisieren lassen! Du hast ein RECHT dazu, zu sagen "Liebe Eltern, ich verbitte mir vorerst jegliche Einmischung von euch in mein Privatleben, ich will es so machen, wie ICH es für richtig halte. Und ich will zur Not so scheitern, wie ich es für richtig halte. Haltet euch da raus. Erzählt mir etwas vom Wetter, von der Nachbarin oder von den Börsenkursen, - eure Meinung zu meinen Problemen will ich im Augenblick nicht hören".

                                Klar werden sie auf die Barrikaden gehen und sagen "Kind, aber du kannst doch nicht...!". Doch, kannst du! Und wenn sie es nicht anders begreifen wollen und es nicht schaffen, DEINE Wünsche und Bedürfnisse (nach Akzeptiertwerden, nach Ruhe, nach die-Situation-so-anerkennen-wie-sie-nun-mal-gerade-ist) zu respektieren, sondern IHRE Wünsche und Bedürfnisse (nach Kontrolle, nach "bemuttern") über DEINE Wünsche stellen, dann gibt es Türen, die man zumachen (oder gar nicht erst öffnen) kann, es gibt Telefonhörer, die man auflegen (oder gar nicht erst abnehmen) kann und es gibt Briefe, die man nicht beantworten muss. All das ist eine Entscheidung, die DU triffst.

                                Ich spreche diesen Punkt an, weil ich glaube, dass an diesem Punkt für dich ein Knackpunkt liegt, den zu lösen dir gut tun (weil weiterhelfen) würde. Du empfindest dich als hilflos (gegenüber deinen Eltern, deinen Kollegen, deiner Chefin) - in Wahrheit bist du es aber nicht! MÖGLICHKEITEN, sich gegen Eltern, Kollegen, Chefin, was-weiß-ich zur Wehr zu setzen, gibt es zuhauf. Du traust dich nur nicht, sie auch zu nutzen.
                                (Was ich - versteh mich bitte richtig - auch sehr gut verstehen kann und was als Ist-Zustand auch erst einmal okay ist. Nur willst du ja etwas ändern - und ich glaube, dass du an diesem Punkt ansetzen solltest. Und das kannst du auch ohne Therapie tun.)

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