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    Liebe Träumerin,

    deine Atmenbeschbwerden hören sich für mich nach einer Verspannung im Rücken an, zumal du auch nichts über eine Verschleimung, Atemnot oder anderen Symptomen, die auf eine Erkrankung der Lunge hinweisen, erwähnst. So eine Verspannung kann höllisch weh tun. Und dass du momentan verspannt bist, ist kein Wunder.

    Ergo noch ein Grund, es mit der heißen Badewanne zu versuchen. Alternativ kannst du dich auch auf ein Körnerkissen, eine Wärmflasche oder eine Heizdecke legen - Hauptsache, die Muskulatur wird entspannt.

    Beobachte das Ganze aber weiter. Wenn's nicht besser wird, geh zum Arzt. Bzw. nimm den Arzttermin (den du hoffentlich noch vor dem Wochenende bekommen hast) auch wahr - auch wenn die Schmerzen nachgelassen haben! Und wenn der Doc auch so nix finden kann, zeig ihm, wie besch*** es dir geht. Vielleicht kann er da auch noch irgendetwas ausrichten.

    Küstenkinds Idee mit der Archivierung finde ich klasse. Egal, welches System du verwenden wirst (Softfile oder Pappkarton), Hauptsache, du kriegst diesen Aktenberg vor deiner Nase weg. Und wenn's die Akten von der Firma sind, lagere sie auch in der Firma.

    Zum Heulen zumute: Da schoss mir spontan in den Kopf "Dann heul doch!". Nicht böse sein, ich weiß, wie schwer es Kontrollmenschen fällt, die Kontrolle zu verlieren und sich ganz ihren (verletzlichen) Gefühlen hinzugeben. Aber glaub mir, wenn du dich einmal so richtig schön unter der dicken Bettdecke ausgeheult und leergerotzt und Kissen verkloppt hast, wird es dir ein wenig besser gehen. Ist wohl etwas hormongesteuertes im Hirn, weiß ich nicht genau, aber wenn der Druck weg ist, dass sieht die Welt hinterher nicht mehr GANZ so grau aus. Ist so... *schulterzuck*

    Jetzt mal im Ernst: Doch, meine Liebe, das mit der Klinik wird klappen! Sollst mal sehen! Wenn du bei Klinik X die Bewilligung bekommen hast (hast du doch, oder? Ich habe es so verstanden, denn weswegen solltest du dir sonst wegen Zuzahlung Gedanken machen?), bekommst du sie auch bei Klinik Y und Klinik Z. Eine solche Therapie ist bei dir indiziert, es geht halt "nur noch" darum, wo - und wieviel du zuzahlen musst.

    Was hältst du davon, wenn du mir die Bescheide mal mailst? Du kannst ja alle persönlichen Daten (Name, Adresse, Vorgangsnummern, Kliniknamen etc) unkenntlich machen. Schreib mir einfach eine PN, dann schicke ich dir meine Mailadresse. Ich will versuchen, da durchzublicken und dir das auseinander zu klamüsern.

    Ansonsten glaube ich, dass du dich (auch wenn's superschwer fällt) einfach noch ein wenig gedulden musst.

    Um auf einige Argumente einzugehen: natürlich muss einem die Gesundheit etwas wert sein. Nur: man muss es sich auch leisten können ... Jeden Tag 70 - 90 @ KANN (und mag) ich nicht aufbringen; das ist meiner Meinung (bitte - nur meiner Meinung nach) zu viel. Also bitte so stehen lassen.
    Hm *nachdenklichguck* natürlich ist es dein gutes Recht, so zu denken. Ich halte nur die Beweggründe für falsch bzw. glaube, dass du immer noch nicht den Ernst der Lage erfasst hast.

    Denn es geht bei dir nicht um eine momentane, vorübergehende Schwäche. Du bist im Gegenteil jetzt schon kaum noch in der Lage, zu funktionieren, Entscheidungen zu treffen oder zu arbeiten. Und hier kommt noch einmal die schlechte Nachricht: ES WIRD SCHLIMMER WERDEN, wenn du nichts dagegen unternimmst!!! Auch wenn du dir das kaum vorstellen kannst, dur wirst irgendwann dahin gelangen, wo du jetzt noch fassungslos mit dem Kopf schüttelst und dich fragst, wie es solchen Menschen wohl geht, die so krank sind. Dann wirst du an einen Punkt gelangen, wo dir das Warten auf einen Therapieplatz und er damit verbundene Papierkram wie ein laues Sommerlüftchen vorkommen werden.

    Ich frage mich deshalb, wieso dir deine Gesundheit und dein Wohlergehen für die restliche Zeit, die du hier auf Erden verbringen wirst, keine 90,- Euro pro Tag wert sind. Das wären pro Monat 2700,- Euro. Dass du lieber psychisch nur dahinvegetieren, dich mies fühlen und nie mehr so wirkliche Freude erleben willst, anstatt alles daran zu setzen, dass du dein Leben endlich (wieder) genießen kannst, das kann ich (selbst aus meiner eigenen depressiven Vorgeschichte heraus) nicht nachvollziehen.

    Wie verschiedentlich hier erwähnt, gibt es für solche Zuzahlungen eine Höchstgrenze. Keine Ahnung, wie hoch die Grenze ist, aber selbst wenn du drei Monate in der Klinik bleiben solltest (in der Regel sind es 4 bis 6 Wochen), würdest du auf keinen Fall 8000,- Euro zuzahlen müssen. Falls du keine finanzielle Hilfe vom Amt oder irgendwelchen Förderstellen kriegen solltest, nimm einen Kleinkredit auf! Wenn du ein geregeltes Einkommen hast, sind so 3000,- bis 4000,- Euro binnen zwei Jahren mit rund 150,- Euro im Monat ganz lässig abbezahlt.

    Ob du dir das allerdings wert bist, kannst wirklich nur du alleine entscheiden. Und da will ich dir auch nicht hineinreden.

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      So, dann will ich mal Klartext reden: Ich habe einen Beruf im sozialen Bereich, der superstressig ist. Dadurch, dass ich eine volle Stelle habe. Und wenn ich heimkomme, dann ist da NIEMAND. Seit Jahr und Tag. Und das obohl ich - meiner Meinung nach - ganz ansehnlich bin und na ja - oft - auch eine nette Frau. Ich kann lieb und charmant sein. Trotzdem ... Ich wurde nur sitzengelassen und belogen in den letzten Jahren. Es kam noch nicht einmal - zum Glück!!! - zu einer Beziehung. Aber das ist ja jetzt eh noch ein ganz anderes Thema.

      In meinem Beruf - obwohl wir letztendlich alle dasselbe arbeiten - gibt es Unterschiede: es gibt Leute, die studiert haben und eben Leute wie ich, die kein Studium haben. Das heißt, der Verdienst ist natürlich auch unterschiedlich. Nochmal: obwohl wir alle DIESELBE Tätigkeit haben!

      Dazu kommt, dass ich mir vor einigen Jahren eine eigene Wohnung gekauft habe, die ich abbezahlen muss/will. Deswegen bin ich auch kaum noch in Urlaub gegangen - einmal im Jahr zwei Wochen. Das war's dann. Abstand? Gleich null, wenn man immer daheim sitzt und seine Akten-/Papierberge/Unterlagen um sich rum sieht ...

      Ich habe keinen finanziellen Spielraum! Es ist so schon schwierig, das alles alleine "zu wuppen/managen". Manchmal frage ich mich, ob ich mich übernommen habe und ob bzw. was ich falsch mache!?

      So, und zur Krönung des heutigen Tages: heute hat mich der Versicherungsmensch angerufen und mir eine Absage für eine vollstationäre Therapie erteilt. Teilstationär für vier Wochen - ja.

      Ehrlich, ich habe am Telefon geheult. Ich kann nicht mehr! Er hat mir gesagt, es wurde abgelehnt, da die Indikation von meinem Therapeuten nicht ausreichen würde. Ich glaube, er war ganz erschrocken, weil ich am Telefon nicht mehr konnte. Zum ersten Mal seit Tagen kamen da die Tränen.

      Ich verstehe das alles nicht mehr. Ich dachte, mein Arzt, der ja auch (nebenher) noch eine psychotherapeutische Ausbildung hat, kennt sich aus, weiß, wie man so etwas formuliert, dass es garantiert bewilligt wird!???? Zumal er mir ja sofort diese Privatklinik empfohlen hat.

      Dem Versicherungsmenschen habe ich unter Tränen gesagt, dass ich nur noch auf dem Zahnfleisch daherkomme und nicht mehr kann. Und welchen Beruf ich habe, und dass ich dann ja wieder in meinem "Schlamassel" sitzenbleibe und nicht den nötigen Abstand bekomme, den ich mir so sehr gewünscht habe (also wenn ich abends dann wieder alleine hier sitze).

      Er hat gemeint, ich solle unbedingt noch einmal mit meinem Therapeuten reden. Er kann durchaus einen neuen Bericht an die Versicherung schicken und es wird erneut überprüft.

      Ich bin echt nur noch fertig. Im Beruf ist es momentan fast nur noch unerträglich mit den Kolleginnen und Kollegen. Morgen habe ich wieder einen irre langen Tag; weiß gar nicht ob ich die Möglichkeit habe, zwischendurch Kontakt zu meinem Arzt aufzunehmen. Und bis dann wieder alles läuft ... Monate, Jahre vergehen ...

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        Liebe Traeumerin,

        das klingt nicht gut.

        Die Option, die mir einfaellt:
        Du gehst morgen frueh zum Arzt ... und simst die kollegen an, dass Du spaeter kommst.
        Dann hast Du erst mal was fuer Dich getan - und bei Bedarf kann er Dir was zur Beruhigung geben oder Dich krankschreiben.
        Aber im wesentlichen kannst Du erst mla die die Dinge fuer die Versicherung mit dem Arzt klaeren.

        So wuerde ich es wahrscheinlich machen, wenn es mir ginge wie Dir.

        Kopf hoch

        Kommentar


          Nachdem sich hier doch so viele "um meinen Faden reißen" ... - Ich habe gerade entschieden, so weiterzumachen wie bisher. Oftmals war das ja gar nicht das Schlechteste, nur eben, wenn ich "angegangen" werde von Kolleginnen und Kollegen wegen angeblich zu schlechter oder eben zu wenig Arbeit, die ich geleistet habe.

          Heute abend ist wieder vollkommen mein Ehrgeiz angestachelt, es ALLEN (ob sie es sehen wollen ODER NICHT!!!!) zu zeigen. Ich bin auch wer mit meiner Arbeit, auch wenn ich sie evtl. anders/in einem anderen Tempo erledige ...

          Seit über 20 Jahren (!) habe ich offensichtlich meine Arbeit mehr oder weniger (wie alle anderen eben auch) ordentlich gemacht!??? Nie/selten habe ich SO OFFENSICHTLICH KRITIK ERHALTEN (v. a. von der Chefin, die alle Informationen "UNGEFILTERT" aufgenommen hat; aber es war ja schon immer so - und wird immer so bleiben - diejenigen, die GUT REDEN KÖNNEN, die HABEN DAS SAGEN. Wer "normal" arbeitet, hat den Kürzeren gezogen.

          Hole mir gleich noch eine Flasche Vino, um alles nicht mehr spüren zu müssen.

          Kommentar


            Ja, mag ein passender Plan fuer heute sein...

            Leckt mich doch alle am Aermel und nach mir die Sintflut.


            Fuer die naechsten 20 Jahre wuerde ich mir dennoch was anderes ueberlegen - die letzten beiden Jahrzehnte haben Dich nicht wirklich froh gestimmt.

            Aber nun Cheers!

            Kann Dir fuer seltsame Stimmungen wirklich die Anschaffung eines Tuschkastens empfehlen ... von Piss=off bis Herzen habe ich in dieser Woche schon vieles gemalt und darueber die Zeit und Wut und Trauer vergessen (und meinen gluehwein .. 2x erhitzt, um dann die haelfte wirklich wegzuschuetten)

            Anyhow.
            Dir ist heute eh nach nix mehr als Weltschmerz.
            Alles Liebe und dennoch eine friedliche nacht.

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              Liebe Träumerin,

              ach Sch***...! Menno, das tut mir jetzt unendlich leid für dich. Denn auch wenn ICH (für mich!) sagen würde "Scheiß was drauf, kämpf weiter!", kann ich nur zu gut verstehen, dass DU momentan - kämpfen, hoffen, entscheiden, egal was - einfach nicht mehr kannst. Dass du vor einem für dein Empfinden schier unüberwindbaren Berg stehst, und nicht mehr weißt, wo du anfangen und aufhören sollst.

              Zumal es so viele äußere Faktoren gibt, auf die DU keinen Einfluss hast: ungerechte Berhandlung im Job, Papiere, die nun mal einfach irgendwann erledigt werden müssen, ein Therapeut, der sich nicht genügend für dich eingesetzt hat (für IHN ist es eine Frage der Formulierung - für DICH die Frage, ob Voll- oder Teiltherapie -> sage nicht ich, sondern meine frühere Therapeutin!), finanziell nicht gerade rosige Situation... das ist wirklich nicht gerade die optimale Ausgangslage, um entspannt für sich selber zu kämpfen.

              Wobei ich durchaus einen Lichtblick sehe:
              Er hat gemeint, ich solle unbedingt noch einmal mit meinem Therapeuten reden. Er kann durchaus einen neuen Bericht an die Versicherung schicken und es wird erneut überprüft.
              Das bedeutetalso, der Versicherungsmensch hat durchaus begriffen, dass du eigentlich eine Vollzeittherapie brauchst. ER kann sie dir nicht genehmigen, weil er nicht der Fachmann ist, der deinen Zustand beurteilen kann. Aber ER hat dir den Tipp gegeben, wie du vielleicht doch noch an die VZ-Therapie kommst. Also ist er deinem Antrag prinzipiell durchaus positiv gesonnen. Er braucht halt etwas Schriftliches von deinem Therapeuten...

              Und wie sieht das aus mit der Teilzeittherapie? Kommt das für dich nicht in Frage? Und wenn das so ist, warum nicht? Ich meine, ist doch besser als gar nichts, oder? Bestenfalls könnte es sogar sein, dass du dort nachträglich noch "hochgestuft" wirst auf Vollzeit und entsprechende Schritte bei deiner Krankenkasse in die Wege leiten...?

              Danke auch, dass du kurz deine aktuelle Problemlagemal kurz überrissen hast; so habe ich ein besseres Bild, um was es geht.

              Zum Schluss noch eine Wahrnehmung von mir, bei der ich mir nicht ganz sicher bin: Fühlst du dich von mir zu sehr bedrängt? Fordere ich (dich) zu viel? Bist du davon genervt oder willst du das so in der Form nicht? Gehe ich dir auf den Geist? Ich spüre da so einen leicht gereizten Unterton (der auch völlig okay für mich wäre) und ich habe ein wenig das Gefühl, dass du in Ruhe gelassen und nicht weiter mit "Schlachtrufen" gedrängt werden willst.

              Ich halte zwar
              für dich den Druck von außen, nicht aufzugeben, gerade für sehr wichtig, habe aber kein Problem damit, wenn du sagst "Lass mich bitte in Ruhe.". Da wir ausschließlich schriftlich kommunizieren, kann ich nicht verlässlich einschätzen, was du willst und würde mich freuen, wenn du mir eine ehrliche und aufrichtige Antwort geben könntest - egal wie sie ausfällt!

              Ich möchte dir halt helfen. Und im Gegensatz zu dir ich sehe auch, wie ich dir helfen könnte, wo du ansetzen könntest. Aber helfen kann ich (oder wer auch immer) letztendlich nur, wenn du es auch zulässt. Und es gibt Momente, dass weiß man zwar, dass die Anderen es doch nur gut mit einem meinen, man ist aber selber so total angepisst von allem, dass man "einfach verdammt noch mal" diese Hilfe nicht will. Ich hatte solche Phasen auch, wo Bettdecke-über-den-Kopf-ziehen das einzige war, was ich noch wollen konnte - obwohl ich wusste, dass die angebotene Hilfe das war, was ich eigentlich hätte annehmen sollen. Aber ich wollte nicht...

              *dichnochmalganzfestedrück*
              Missy


              Nachtrag:
              Ich bin auch wer mit meiner Arbeit, auch wenn ich sie evtl. anders/in einem anderen Tempo erledige ...
              Ab dem Tag, ab dem DU SELBER das ehrlich und aufrichtig glaubst, ohne dich darum zu scheren, wie und was Andere darüber denken, ab dem Tag brauchst du keine Therapie mehr...
              Zuletzt geändert von ; 27.01.2012, 15:37. Grund: Nachtrag

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                Liebe @alle Forumels,

                für alle: nein, ich fühle mich (meistens) in keiner Form bedrängt, und wenn, dann sage ich es.

                Freitag abend war der totale Zusammenbruch ... Stress von mehreren Wochen Arbeit. Kaum Luft für irgendwas anderes, kaum Privatleben ...

                Freitag, nachdem der größte Batzen Arbeit vorerst mal geschafft war, nur noch Tränen, fertig sein, kein Vertrauen mehr in alles (und dass das mit meinem Klinikaufenthalt überhaupt noch irgendwann mal läuft ... .-().

                Dieses Wochenende, also Samstag und Sonntag war ich unterwegs und habe mich ein wenig "auffangen" lassen. Das tat gut; allein schon der Ortswechsel. War in einer wunderschönen Winterlandschaft. Gestern sah alles aus wie leicht gezuckert und selbst beim Spaziergang wurde es warm. Es war auch relativ mild und alles sah recht freundlich aus.

                Heute war es sehr kalt (- 4° C auf der Höhe oben), neblig. Und trotzdem war es sooo schön, in dieser Landschaft draußen zu sein, sich zu bewegen in bester/nettester/lustigster Gesellschaft. Wie sehr ich das vermisst habe die letzen Wochen: Lachen in meinem Leben! Heute war es übrigens recht eisig durch die fehlende Sonne und - na ja, ich glaube mal, diesen Winter ist/war man das auch nur wenig gewohnt). Allerdings soll es ja offensichtlich die nächsten Tage klirrend kalt werden!?

                Was ich sagen wollte: das Wochenende war total schön; irgendwie wäre ich gerade am liebsten dort geblieben anstatt hier heute abend wieder alleine rumzusitzen. Ja, ich HASSE das Alleinsein! Ich liebe Leute/Familie um mich rum. Trotzdem wollte ich nicht täglich - hm, wie soll ich sagen - "unter Kontrolle" stehen.

                Manchmal denke ich, ich weiß auch gar nicht mehr, was ich überhaupt noch will. Vielleicht habe ich es auch noch nie gewusst!? Habe immer oder oft (bewusst oder auch unbewusst?) das gemacht, was von mir - gefühlt - erwartet wurde!? Nein, ich weiß es nicht (mehr).

                Träumerin

                Kommentar


                  PS: Ich habe mich und meinen Weg verloren (oder auch noch nie gehabt/gekannt!????)

                  Kommentar


                    ... Ein noch ganz anderes Thema:

                    Ich habe nie gelernt "zu reden". Bis zum heutigen Tag nicht ... Deswegen weiß ich wohl gerade auch manchmal nicht, wohin mit all meinen Gefühlen/Emotionen/Gedanken ... In unserer Familie (also Eltern und Geschwister) wurde noch nie "geredet". Wird mir jetzt nach dem vergangenen Wochenende wieder ganz stark bewusst.

                    Bei einem meiner jüngeren Geschwister war ein Vorfall, den mir meine Eltern erzählt haben. Gleich mit dem Zusatz, ja nicht darüber zu reden bei einem gemeinsamen Treffen ... Genauso bei mir: sie wissen, dass es mir momentan nicht gut geht und - erstaunlicherweise - raten sie mir zu einer Behandlung zu. Allerdings haben sie nie nach dem Auslöser gefragt (gut, vllt wollen sie sich selber schützen, da sie als Eltern das alles gar nicht mehr auffangen können/wollen). Das ist ja auch okay. Ein wenig wundert es mich halt trotzdem.

                    Na ja. Nach wie vor glaube ich, dass sie (also unsere Eltern) die Kontrolle über vieles/alles haben wollen. Das haben sie auf jeden Fall bei einer Person erreicht ... Bei mir? Ich glaube, ich bin immer noch (trotz meinem "hohen" Alter abhängig von ihnen/mache mich abhängig von ihnen), da ich hier ja sonst auch niemanden zum Reden habe, alleine wohne. Ich denke, das ist der "Status", den sie genießen, auf diese Art und Weise gebraucht zu werden. Zwei "Kinder", die sie "brauchen", die keine Partner (mehr) haben ...

                    Manchmal frage ich mich natürlich auch, ob ich alles nur noch "schwarz" sehe und nicht mehr die richtige Relation zu den Dingen habe!?

                    Trotzdem: reden fällt mir schwer. Auch jetzt am WE, wo ich bei meinen Eltern war."Natürlich" habe ich ihnen nichts von dem letztendlichen Auslöser (im Beruf - Gespräch bei der Chefin) erzählt. Wahrscheinlich (?) hätten sie mich noch nicht mal ernst genommen/verstanden und - wie so oft - gemeint, dass ich übertreibe usw. usf.!???? Vlllt. habe ich das ja auch. Nur: es sind/waren immer noch meine Gefühle zu dieser ganzen Geschichte. Und nach wie vor, fühle ich mich bei der Arbeit oft unwohl ... Obwohl ich ansonsten meistens meine Arbeit ganz gerne mache (so wie jeder andere wahrscheinlich auch - mit Höhen und Tiefen!?).

                    Träumerin

                    Kommentar


                      Ich denke Deine Eltern sind für Deinen Kommunikationsbedarf die völlig falschen Gesprächspartner.
                      Wenn Du Dich dazu entschlossen hast, keine Klinik aufzusuchen, würde ich in Deiner Stelle überlegen, ob ich nicht zu einem Gesprächspartner hin gehe, der das beruflich macht.
                      Manche nennen sich Coach, Lebensberater, etc. etc.
                      Die erste Stunde ist in der Regel kostenlos.
                      Ich würde Dir das selbst dann raten, wenn Du einen Lebenspartner hättest. Partner taugen hierfür nicht, ihnen fehlt die hierfür notwendige Distanz, wie natürlich den Eltern auch.

                      Kommentar


                        Liebe Träumerin,

                        mir fällt gerade auf, wieviel unbestätigte (!) Annahmen und Vermutungen dich momentan offenbar beschäftigen. Was deine Eltern wohl denken, was du für sie bist, wozu sie dich wohl brauchen, dass sie dich wahrscheinlich nicht ernst genommen hätten, wenn du ihnen von deinem Auslöser (Gespräch mit der Chefin) erzählt hättest... ganz schön viele Vielleichts und Könnte-seins, findest du nicht auch?

                        Was glaubst du würde passieren, wenn du mal für einen Tag nur alles, was man dir sagt und erzählt, einfach so (an)nehmen würdest, ohne irgendwelche Hintergedanken bei deinem Gegenüber zu vermuten, ohne dich zu fragen, ob der oder die das wohl so gemeint hat, wie er/sie es gesagt hat?

                        Wie wäre das für dich? Wie würde sich das anfühlen?

                        PS: Ich habe mich und meinen Weg verloren (oder auch noch nie gehabt/gekannt!????)
                        Mag sein. Aber du bist du. Und das wirst du immer bleiben.
                        Du wirst vielleicht den Weg, den du bislang gegangen bist, nicht mehr wiederfinden. Aber du wirst einen neuen Weg finden.
                        Ich muss da gerade an ein wunderbares Buch denekn von der australischen Fotografin Pia Jane Bijkerk, die ein großartiges Buch darüber gemacht hat, wie sie ihrem Herzen gefolgt ist (sinnigerweise mit dem Titel "My heart wanders"). Als Einleitung erzählte sie folgenden Traum: Sie stünde an einer Weggabelung. Der linke Weg würde so aussehen, wie ihre Wege immer ausgesehen haben, alles sei bekannt und auch nett, jedoch auch voraussehbar. Der rechte Weg sah hingegen unbekannt aus, aber sie konnte von ihrem Standpunkt an der Weggabelung sheen, dass da total viele interessante Dinge zu sehen waren. Sie wollte den Weg so gerne erkunden, hatte aber Angst, dass sie vom Weg abkommen und sich verirren würde. Und sie fragt sich, wieso sie nicht beide Wege gehen kann.
                        Sie erkennt irgendwann, dass diese Phase der Unentschlossenheit und Verzagtheit notwendig ist. Und so holt sie tief Luft und geht vorsichtig, aber mit offenen Augen und ohne Vorurteile und Erwartungen den unbekannten, spannenden Weg. Und sie nimmt sich vor, "I would take note of anything that presented itself in helping me to decide which path was to define my future. I would be wide-eyed and open to all possibilities."

                        Ich wünsche dir, dass auch du unvoreingenommen alles betrachten kannst, um dann deinen Weg zu finden.

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                          Oh Hubert, Parallelbeitrag! Ja, da pflichte ich dir bei, keine Eltern oder Partner als Therapeut! Außer dass sie einen ganz gut kennen (oder das zumindest glauben) haben so enge Bezugspersonen keinen Vorteil beim therapieren.

                          Aber wie sieht das denn jetzt aus, liebe Träumerin? Ich habe dich so verstanden, dass die Teilzeittherapie bewilligt wurde. Wwikllst du die auch nicht wahrnehmen? Gar keine professionelle Hilfe???

                          Kommentar


                            @Liebe missy:

                            Was glaubst du würde passieren, wenn du mal für einen Tag nur alles, was man dir sagt und erzählt, einfach so (an)nehmen würdest, ohne irgendwelche Hintergedanken bei deinem Gegenüber zu vermuten, ohne dich zu fragen, ob der oder die das wohl so gemeint hat, wie er/sie es gesagt hat?

                            Ja, wenn ich das so sehe mit einigermaßen Distanz inzwischen, dann glaube ich sogar daran, dass ich meine Arbeit teilweise "nachlässig" oder "schlecht" gemacht habe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!11

                            Nur: jetzt verliere ich mich darin, immer noch mehr machen zu müssen, genüge mir und meinen Ansprüchen selber nicht merh. Ich verrenne mich. Aber macht ja jetzt wohl auch nichts mehr. Außer, dass man mich loswerden will/wollte und das nun noch leichter gelingt!?

                            Am Freitag abend, als mir mein Hausarzt nochmal angerufen hat, hatte ich bereits zuviel Alk. intus. Ich war sowas von fertig. Viele Wochen nur heftigster vieler Arbeit, dann die Absage am Donnerstag von der Versicherung. Freitag: ein langer Arbeitstag von früh morgens bis spät abends, zwischendrin Arztbesuch. Abends: totaler Zusammenbruch.

                            Heute habe ich auf der Tel.-Liste gesehen (auf dem Display), dass mein Arzt versucht hatte, mich zu erreichen. Da ich erst spät abends wieder heimgekommen bin, keine Chance ...

                            Irgendwie habe ich auch keine Lust mehr - hört sich jetzt komisch an. Ich schäme mich für meinen "Ausbruch" - meinen "Zusammenbruch" - am Freitag abend und weiß nicht, was ich ihm sagen/erklären soll.

                            Momentan bin ich wirklich so weit und lasse alles sein - es nützt ja doch nichts. Vielelicht geht's mir von selber in ein paar Tagen/Wochen/Monaten wieder besser. Und wenn nicht, wen interessiert's dann schon?

                            Träumerin

                            Kommentar


                              Zitat von Träumerin!?
                              Ich habe nie gelernt "zu reden". Bis zum heutigen Tag nicht ... Deswegen weiß ich wohl gerade auch manchmal nicht, wohin mit all meinen Gefühlen/Emotionen/Gedanken ...
                              Ich finde hier in deinem Faden "redest" du wie ein Wasserfall - und das ist gut so !! Hier darfst du dir alles (oder fast alles) von der Seele reden und hast du sogar den Vorteil, dass du selbst trotzdem im Hintergrund bleibst. Du kannst auswählen, was du annimmst, ausprobierst und (für dich) für gutbefindest ... und was du liegen läßt.

                              Du hast deinen Weg nicht verloren ! Du bist noch immer drauf. Du warst in deinem "Tal" angelangt. Jetzt geht es aufwärts, zwar langsam und anstrengend, aber immerhin. Bleib dran !

                              Bis deine Therapie und das rundherum geklärt ist (das kann wirklich manchmal lange dauern) würde ich auch >>
                              Zitat von HUbert1
                              an Deiner Stelle überlegen, ob ich nicht zu einem Gesprächspartner hin gehen, der das beruflich macht.
                              Ich denke, dein Arzt könnte dir sogar eine Überweisung zu einem Therapeuten austellen, so dass deine Kasse dir die Kosten teilweise rückvergütet.

                              lG

                              Kommentar


                                Vielelicht geht's mir von selber in ein paar Tagen/Wochen/Monaten wieder besser. Und wenn nicht, wen interessiert's dann schon?
                                So so. Interessant. Dein Arzt hat also Freitag Abend vermutlich nur angerufen, weil er in seiner Praxis tagsüber nicht genug ausgelastet ist und am Abend mit dir ein wenig plaudern wollte, weil er sonst nix mit seinem Abend anzufangen weiß. Na ja, und hier in diesem Faden schreibe ja zumindest ich auch nur, weil ich 'ne neue Tastatur habe und sie ein wenig "eintippen" möchte. Interessieren tust du selbstverständlich weder deinen Arzt noch mich noch sonst irgend jemanden in deiner Umgebung. Um DICH (und dass man dir helfen will), geht es natürlich ÜBERHAUPT nicht...!!!
                                /* Ende Sarkasmusmodus */

                                Meine Liebe, ich kann mich inzwischen des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass du gar nicht willst, dass es dir besser geht. Klinikaufenthalt? "Oh nee, ich halte das Warten auf den Bescheid nicht aus!". Bewilligung nur für eine Teilzeittherapie? "Oh nee, das bringt doch sowieso eh nix!". Fragt man dich, was man denn für dich tun kann, wo man dir helfen kann, kommt keine Reaktion. Alles, was man erfährt, sind unbegründete Selbstanklagen gepaart mit blindem Aktionismus, um diese oder jede zweit- und drittrangige Krise zu lösen. Du drehst dich im Kreis, traust aber keinem der Hinweisschilder, die den Weg aus dem Kreis heraus zeigen. Du stehst vor deinem brenndenen Haus und bist der Meinung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, die Garage auszumisten.

                                Verstehe mich nicht falsch: MICH belasten DEINE Probleme nicht. DEINE Probleme machen MEIN Leben nicht besser oder schlechter. MEIN Leben ist in Ordnung und ICH bin damit zufrieden genauso, wie es ist. DEIN Leben ist es, um das es hier geht, und darum, dass es DIR schlecht geht.
                                Dass ich hier in diesem Faden schreibe, liegt daran, weil DU mich interessierst und weil ich ganz viele Parallelen zu meiner eigenen Entwicklung sehe und weiß, wie man (ich) dir helfen könnte. Solltest du dich dazu entscheiden, diese Hilfe und Erfahrung nicht annehmen zu wollen - für MICH ist das wirklich und wahrhaftig okay. Ganz ehrlich!

                                Denn ja, klar möchtest du, dass es dir besser geht, das weiß ich! Ich kenne genau diese Situation aus eigener Erfahrung (siehe "mein Weg zu mir")! Ich weiß, wie sich alles falsch anfühlen kann, kein Rat für einen selber passend zu sein scheint und die Anderen einen nie wirklich und wahrhaftig 100-%ig zu verstehen scheinen. Andere können dir sicher besser erklären, WIE das alles zusammenhängt - ICH weiß vorrangig, DASS es so ist.

                                Ich weiß aber auch, dass ich damals professionelle Hilfe WOLLTE, weil ich wusste, dass ich es alleine nicht mehr hinkriege. Un ddas wurde mir auch von verschiedenen Seiten (hier und anderswo) bestätigt.

                                Ich muss gestehen, dass ich deshalb persönlich vor dieser Situation im Augenblick ziemlich hilflos stehe. Einerseits ist klar ersichtlich, dass es dir schlecht geht und du Hilfe brauchst. Und obwohl dir bewusst ist, DASS es dir schlecht geht, glaubst immer noch, dass das alles wie eine Erkältung irgendwann von alleine weggeht. Und selbst für eine ambulante Therapie scheinst du keine Notwendigkeit mehr sehen zu wollen, sondern glaubst (glaubst du das wirklich???), dass du all das alleine lösen kannst, obwohl dir durch die Bewilligung einer Teiltherapie bestätigt wurde, dass auch Fachleute dich für therapiebedürftig halten.

                                Und das ist es, was mich ehrlich gesagt momentan ziemlich fassungslos macht und auch ein wenig ärgert. Du suchst hier Hilfe und Leute, die vor dir durch deine Situation durchgegangen sind, geben dir jede Menge Rat. Du schlägst jedoch alles in den Wind, und wir alle hier müssen hilflos mitansehen, wie du dich weiter zerstörst - einfach indem du keine Hilfe annimmst und sogar (aus deiner - verständlichen - Unwissenheit heraus) glaubst, dass sich deine Probleme von alleine erledigen werden, wenn du sie nur ab sofort mit noch mehr Energie ignorierst.

                                Ich frage dich deshalb ganz konkret, was du speziell hier von diesem Faden erwartest. Möchtest du, dass wir dir Rat und Hilfestellung geben? Oder möchtest du lediglich online über deine Befindlichkeiten reflektieren, ohne eine Antwort haben zu wollen - quasi ein Online-Tagebuch? Ich persönlich kann beides akzeptieren, denn es ist DEIN Leben, nicht meines...

                                Ich denke an dich und bin weiterhin für dich da. Nur musst DU mir sagen, was du brauchst. Ich kann da nicht für dich wissen und entscheiden...

                                *dichganzfesteindenarmnehmundfesthalt*
                                Missy


                                Nachtrag:
                                Ich schäme mich für meinen "Ausbruch" - meinen "Zusammenbruch" - am Freitag abend und weiß nicht, was ich ihm sagen/erklären soll.
                                Ich bin jetzt mal ganz gemein: Wenn du dir endlich mal professionell helfen lassen würdest (egal ob Voll- oder Teilzeit oder ambulant), dann würdest du bald erkennen, dass es KEINEN GRUND gibt, dich für deinen Ausbruch oder Zusammenbruch (warum setzt du übrigens diese Worte in Anführungszeichen...?) schämen zu müssen! Du bist am Ende und fix und alle und kannst nicht mehr. Das würde dir kein Mensch vorwerfen - außer du dir selber!

                                Und ich glaube, dass da der springende Punkt liegt: Ansprüche an dich selber. DU glaubst, nicht fertig sein zu DÜRFEN!!! Und so kämpfst du weiter gegen dich selber an, während deine Seele gleichzeitig mit mindestens genauso viel Kraft darum kämpft, endlich von dir gehört, wahr- und ernstgenommen zu werden.

                                Wie wäre es, wenn du einfach nur akzeptieren (NICHT bewerten, reflektieren oder nach Lösungen suchen) würdest, dass die Ansprüche, die du an dich stellst, zu hoch sind? Was würde auf einer Liste stehen, auf die du schreiben würdest, weswegen du glaubst, deinen hohen Ansprüchen gerecht werden zu müssen?

                                Hast du Angst, dass dich jemand mögen (oder gar lieben!!!) könnte - obwohl du dich selber doch als überhaupt nicht liebenswert empfindest? Könnte es nicht sein, das deinem Arzt einfach etwas an dir liegt? Könnte es sein, dass es ihn traurig macht, dass es einem so netten Menschen wie dir schlecht geht und er dir nicht helfen kann? Warum denkst du auch nur EINE SEKUNDE darüber nach, dass du ihm erklären musst, weswegen er dich Freitag nicht erreicht hat? Weshalb solltest du ihm IRGENDEINE Erklärung schuldig sein, wie du deine Zeit verbringst??? Er hat dich nicht erreicht - und fertig! Egal, welchen Grund es gab, dass er dich nicht erreicht hat: er wird dich deshalb nicht weniger mögen und weniger für dich einsetzen!!!


                                Ich biete dir noch einmal an, dass wir daran gemeinsam arbeiten können (gerne auch per PN!). Nur WOLLEN musst du selber...
                                Zuletzt geändert von ; 31.01.2012, 11:49. Grund: Nachtrag

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