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    Liebe Träumerin,

    Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
    uff, das Gespräch heute mit meiner Chefin hat stattgefunden. Ich habe es "geschafft"/hinter mir und Bescheid gegeben, dass ich evtl. in nächster Zeit ausfalle.
    Wie gut, dass Du es hinter Dir hast! Fühlst Du schon etwas Erleichterung?

    Shit. Leider habe ich bei ihr auf ihre Anfrage hin, was der Auslöser war/ist, angefangen zu heulen ...
    Mach Dir nicht allzu viel daraus - das scheint in solchen Situationen gerne mal dazuzugeören. Als ich damals meinem Chef von meinen Depressionen erzählt habe, habe ich auch geweint.
    Nur soviel: sie hat meiner Ansicht nach sehr viel Verständnis gezeigt.
    Das ist doch ein sehr guter Ausgang dieses Gesprächs! Es freut mich sehr für Dich, dass es so gelaufen ist!

    Alles Liebe,
    Chaja

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      Hey Träumerin,

      Du siehst, nicht wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird.
      Du hast es hinter dich gebracht und dabei warst du DU selbst. Das ist ein Erfolg !! Freu dich über die guten Dinge, dann können die weniger guten so fest ziehen, wie so wollen, ... du gehst einfach nicht unter.

      gute Nacht

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        Ich gebe Shepherd recht und finde gut, dass es so gelaufen ist. Vielleicht hast Du eine Chefin ja so auf Deine Seite bekommen

        Kommentar


          Hallo Träumerin > herzlichen Glückwunsch! Wieder eine Stufe geschafft, auf der Treppe zur höchstpersönlichen ZuFRIEDENheit.

          ++++

          Da es Dich sehr zu belasten scheint, dass Du alleine lebst, möchte ich Dich einmal anregen, darüber nachzudenken, welche Vorteile denn das Singledasein hat. Mir hilft das immer, wenn ich meinen Fokus auf das richte was ich habe, anstatt darauf, was ich nicht habe.

          Fällt Dir dazu etwas ein?

          Grüßle

          Legendenwind

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            Kuckuck liebe Traeumerin,

            es findet sich alles - auf z.T. interessante ARten.
            Schoen, dass es (wider Deinem Warten und somit zum positiven) ein gutes Gespraech mit Deiner Chefin war!

            Einen schoenen und entspannten Weg ins WE wuensche ich Dir!

            Kommentar


              Hallo ihr Lieben,

              danke euch allen sehr für eure lieben Worte.

              irgendwie seltsam, ich kann mich gar nicht richtig freuen, oder wenn dann nur kurzfristig. Mir geht es überhaupt grad jeden Tag anders. Ich glaube fast, ich habe das Freuen verlernt!?

              Gerade höre ich über Y...e irische Musik und habe ganz stark das Gefühl, dass ich da irgendwann in meinem Leben wieder hin will. Der Urlaub damals hat mir total gut gefallen, die Landschaft, die Natur, die Ruhe, die Stille, die irischen Vollblutmusiker in den Pubs. Ob das heute immer noch alles so ist?

              Ach ja, hab euch noch gar nicht erzählt, dass meine Chefin gestern selber von "Kur" sprach. Scheine ich also nicht die einzige zu sein, die dafür dieses Wort verwendet. Ist mir auch gleich aufgefallen (nach den Beiträgen hier über meine Wortwahl), als ich ihr sagte, dass ich wohl voraussichtlich ein paar Wochen ausfallen werde.

              Mal eine ganz banale Frage: gibt es das denn heute noch so - eine Kur? (oder eben den Begriff?) Oder ist (und war) das derselbe Begriff für weitere Maßnahmen und Behandlungen heute wie früher? Ich selber kenne den Begriff von früher her, wo es hieß, dass jemand in Kur geht.

              Jetzt heißt's für mich Warten. Und viele viele Gedanken über alles Mögliche.

              Träumerin

              Kommentar


                Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
                Mal eine ganz banale Frage: gibt es das denn heute noch so - eine Kur? (oder eben den Begriff?) Oder ist (und war) das derselbe Begriff für weitere Maßnahmen und Behandlungen heute wie früher? Ich selber kenne den Begriff von früher her, wo es hieß, dass jemand in Kur geht.
                Das ist mir auch schon aufgefallen. Früher sprach niemand von einer psychosomatischen o.ä. Klinik. Ich kenne auch nur "Krankenhaus" und "Kur". Aber ich denke, das gesellschaftliche Verständnis von "krank sein" hat sich in den letzten Jahren/zwei Jahrzehnten schon gewandelt. Wenn jemand psychisch krank war, so ließ man das eben so oder kam eben ins "Irrenhaus". Das sind meine Erfahrungen. Psychische Erkrankungen sind ebenfalls schlimm, nicht nur ein gebrochenes Bein. Die gesellschaftliche Akzeptanz hat sich schon mehr verbreitet, wenn auch noch lange nicht ganz, "neumodische" Erkrankungen unserer Leistungsgesellschaft wie "Burnout" etc. sind ja in aller Munde.

                Kommentar


                  Den Begriff Kur gibt es immer noch, aber genauso den Begriff Reha. Psychatrische Behandlung wird meistens nur genommen, wenn jeman in eine Psychatrie geht. Das geht freiwillig, stationär, oder auch ambulant, oder per Zwangseinweisung. Aber die Kur, die Du liebe Träumerin antrittst, findet sehr wahrscheinlich in einer psychosomatischen Klinik statt und dafür ist der Begriff Kur gut angebracht.

                  Kommentar


                    @ Träumerin

                    Begriffe wandeln sich im Lauf der Zeit oder sie werden durch andere ersetzt, weil sie nicht mehr genau das aussagen, was sie wirklich bedeuten.

                    Wer heute in eine Kur geht, versteht darunter meistens eine Wellnesskur, eine Kur für seinen schlimmen Rücken (Schlammbäder, Teilkörper-Massage, Wirbelsäulengymnastik usw.), eine angeleitete und überwachte Abmagerungskur, Lungenkur, Hautkur, Magen-Darmtrakt-Kur .... dabei handelt es sich in der Regel immer um die Heilung, die "Ent-Schlimmerung" rein körperlicher Krankheiten oder es geht um Vorbeugung.

                    Ein Alkoholiker (z.B.) macht heute keine "Entziehungs-Kur" mehr, er geht "auf Entzug" in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses um dort mit Medikamenten wäharend idR einer Woche die schlimmsten Schmerzen des Direktentzugs hinter sich zu bringen, die Entgiftung. Ohne den Entzug, bzw. die Entgiftung ist er im Prinzip nicht therapiefähig (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel) Anschließend kann er in eine Klinik für Suchtkranke, eine Akut-Klinik oder eine psychotherapeutische/psychosomatische Klinik gehen um dort eine Therapie zu absolvieren.
                    Für Drongenabhängige gilt in der Regel ein ähnlicher Ablauf.

                    Menschen mit starken Schlaf- und/oder Essstörungen, solche mit diversen Abhängigkeitskrankheiten (exessive Sexualbedürfnisse, Spielsucht z.B.) oder starken Phobien/Angststörungen/Angstneurosen, Schizophrenie, parnoide Zustände, manische Depression, bipolare Depression, schwere Depression, Burnout .... werden in psychosomatischen/psychotherapeutischen Kliniken behandelt.
                    Die Behandlungsdauer ist unterschiedlich. Die "Kliniken" sehen in der Regel nicht mehr so aus, wie "Krankenhäuser".

                    Seelische Störungen mit kriminellen Folgen (wiederholte Vergewaltigung, Kinderschändung, Stalking, allgemein: Sexualverbrechen und andere schwere Delikte im Verbund mit einer psychischen Störung/Krankheit werden zwangsweise (durch Gerichtsurteil) in geschlossene Psychiatrie-Anstalten (meist mit Gefängnischarakter) eingewiesen und dort behandelt.

                    Merke auch: Psychotherapie ist nicht gleich Psychiatrische Therapie. In dem meisten psychotherapeutischen Kliniken wird weitgehendst auf Medikamente verzichtet.

                    Der Patient, der auf Überweisung seines Hausarztes oder eines Spezialisten eine Kur - Therapie macht, macht dies in der Regel freiwillig und im eigenen Interesse.

                    Das, was du - liebe Träumerin - angehst ist an sich keine Kur, sondern eine echte Psychotherapie. Du weisst das auch und hast noch ein wenig oder gehörig Schiß davor. (Weshalb du die Zeit bis dahin mit einem "harmloseren und dem Umständen entsprechend verzeihlichen Namen" überbrückst )

                    Eine Therapie ist kein Unding. Dort wirst du nicht gevierteilt. Es geht darum, dass du mit einem nützlichen Paket an Erfahrungen und Selbsterkenntnissen wieder nach hause gehst und dein Leben neu ordnest.
                    Leider haben wir alle hier ein bisschen zu sehr auf die "Massnahmen" gepocht und nicht auf die Methoden. In einer Therapie wird in Gruppen und Grüppchen viel geredet, viel Feedback gegeben, gespiegelt, gegenseitig beraten ... usw. Daneben werden Therapiemethoden angewandt, die neben ihrem heilenden Charakter auch mitunter sehr lustig, erfreulich und unterhaltsam sind (Maltherapie, Tanztherapie, Sporttherapie, Arbeitstherapie, Kunsttherapie, Erlebnistherapie, Mini-Visionssuche ...) Hinter diesen allgemeineren Bezeichnungen verstecken sich Therapiemethoden von spezifische Disziplinen, die in gemischt oder präzise angewandter Form hervorragende Resultate zu erbringen imstande sind. (NLP, Gestalt, Hypno, Verhaltens- und Tiefenpsychologie, Psychoanalyse, Systemische Psychologie, Körpertherapie (Bioenergetik z.B.) und etliche andere mehr.

                    Du wirst sehen, es wird interessanter werden, als du dir es vorstellst.
                    Ach ja, in Therapien wird nicht nur geweint, dort viel auch viel gelacht und neue Freundschaften werden geschlossen, von denen manche die Therapiezeit lange überdauern.


                    lG

                    Kommentar


                      Liebe Träumerin,

                      Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
                      irgendwie seltsam, ich kann mich gar nicht richtig freuen, oder wenn dann nur kurzfristig. Mir geht es überhaupt grad jeden Tag anders. Ich glaube fast, ich habe das Freuen verlernt!?
                      Irgendwo habe ich mal die, wie ich finde, recht griffige Umschreibung gelesen: "Depression ist der Zustand der "Losigkeit": Freudlosigkeit,
                      Interessenlosigkeit, Engagementslosigkeit, Appetitlosigkeit, Libidolosigkeit,
                      Bewegungslosigkeit etc." Wenn man solche "Losigkeiten" an sich erlebt, die man früher so nicht kannte, kommt man sich selbst oft ganz fremd vor. Dieses Entfremdungsgefühl habe ich als sehr schmerzhaft empfunden, vor allem auch, weil es mir vorkam, als wäre diese Entwicklung unumkehrbar. Die Aussichts- bzw. Perspektivlosigkeit gehört schließlich auch zu den vielen "Losigkeiten", die bei Depressionen typisch sind.

                      Aber Du bist auf dem besten Wege, Dir die Hilfe zu organisieren, die Du brauchst, um Dir das Freuen wieder zurückzuerobern! Klasse, wie Du das derzeit alles angehst!!!

                      Gerade höre ich über Y...e irische Musik und habe ganz stark das Gefühl, dass ich da irgendwann in meinem Leben wieder hin will. Der Urlaub damals hat mir total gut gefallen, die Landschaft, die Natur, die Ruhe, die Stille, die irischen Vollblutmusiker in den Pubs. Ob das heute immer noch alles so ist?
                      Wie schön, dass Du die Musik genießen und dabei ein bisschen Sehnsucht empfinden kannst! Irland muss ein wunderschönes Land sein!

                      Mal eine ganz banale Frage: gibt es das denn heute noch so - eine Kur? (oder eben den Begriff?) Oder ist (und war) das derselbe Begriff für weitere Maßnahmen und Behandlungen heute wie früher? Ich selber kenne den Begriff von früher her, wo es hieß, dass jemand in Kur geht.
                      Soviel ich weiß, ist das Wort aus den "offiziellen" Bezeichnungen verschwunden, außer bei der sogenannten Mutter-Kind-Kur. Das, was damit umgangssprachlich meistens bezeichnet wird, sind offiziell Reha-Maßnahmen, also Anschlussbehandlungen an Krankenhausaufenthalte etc.. Die vorbeugenden "Kuren", die früher viel durchgeführt wurden, spielen heute kaum noch eine Rolle.

                      Jetzt heißt's für mich Warten. Und viele viele Gedanken über alles Mögliche.
                      Ja, das Warten darauf, dass es weitergeht, kann schrecklich sein, nicht wahr? Ich drücke Dir die Daumen, dass Du diese Zeit trotzdem gut herumbekommst und möglichst viele schöne Momente erlebst (vielleicht mit irischen Klängen?)!

                      Alles Liebe,
                      Chaja

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                        Darauf "freuen" trifft es vielleicht auch nicht ganz auf den Punkt. du musst dich schließlich auf eine Neuigkeit einlassen, und ein richtiger Urlaub ist das ja in der Tat nicht. Ich denke, die meisten haben davor ein mulmiges Gefühl. Man weiß ja auch nicht recht, was einen dort erwartet und ob es den gewünschten Effekt hat oder wie alles danach sein wird.

                        Ich bin mir aber ziemlich sicher, es wird dir professionell geholfen und du wirst eine Menge davon mitnehmen.

                        Kommentar


                          Liebe Träumerin,

                          ich habe gerade vorhin erst diesen Faden entdeckt und auch teilweise Antworten von Anderen nur überflogen, weil mich DEINE Beiträge und das, was da so zwischen den Zeilen (für mich zumindest) stand, mehr interessierten. Ich wollte ein Gesamtbild von DIR haben. Na ja,... Gesamtbild ist wohl sehr übertrieben, sagen wir mal eine Art von Überblick über deine aktuelle (Gefühls)Lage.

                          Hier
                          mein (!!!) Eindruck:
                          Ich spüre immer wieder, dass du dir Gedanken machts und dir dabei oft nicht das zugestehst, was du fühlst. Irgendwie scheint es (in deinen Augen) meist nicht sein zu dürfen, dass du traurig bist, dass du dich nicht gut fühlst, dass du Angst hast, eine neue Beziehung einzugehen, oder dass du Sorge hast, dass du deine Freundin verloren hast... Egal, welches Gefühl du gerade beschreibst, du gestehst es dir nie zu, dass dieses Gefühl nun mal da ist. Du erlaubst es nicht, dass du im Augenblick nun mal so empfindest. Du siehst zwar das Problem, da du jedoch offenbar keine Lösung dazu hast, versuchst du, das Problem mit Annahmen wie "das darf nicht sein" zu verdrängen.

                          Das kenne ich nur allzu gut von mir selber. Früher war ich auch so getsrickt. Denn wir (jetzt allgemein gemeint) werden dazu erzogen, bei jedem Problem sofort eine Lösung zu suchen. Was anfangs noch Entdeckergeist ist und Spaß macht ("Wie krieg ich das Dings dazu, durch das andere Dings zu gehen, damit das dritte Dings sich bewegt?"), wird irgendwann zur (scheinbar) einzigen Art, Schwierigkeiten anzugehen.

                          Ich habe jedoch erfahren, dass es echt wahnsinnig hilfreich ist, sich in so einem Moment, wo man nicht weiter weiß, erst einmal das, was man gerade empfindet, ohne Hinterfragen und Bewertung und Suche nach Lösungsmöglichkeiten stehen lässt. Einfach (haha, einfach...) akzeptieren, dass es jetzt gerade so IST. So, und nicht anders.

                          Du bist traurig. Punkt. Keine weitere Diskussion, hinterfragen, ändern oder ablenken wollen. Gar nichts. Nur annehmen, dass der Zustand, in dem du dich befindest, gerade so und so ist. Kein "Ja, aber...!". Einfach nur "Aha... ist wohl gerade so.". (Ich habe und werde weiterhin jetzt "traurig" als Beispel nehmen, dass in dir momentan mehrere Empfindungen sind (und teils auch miteinander kämpfen), sehe ich. Aber es ist so verständlciher zu erklären.)

                          Deinen Ist-ZUstand anzunehmen nimmt dir den Druck. Den Druck, perfekt, stark, autark oder was weiß ich nicht alles sein zu müssen. Du darfst das gerne nach außen hin sein. Aber ZU DIR SELBER solltst du offen und ehrlich sein dürfen. Du solltest dir zugestehen dürfen, dass du gerade traurig bist. Denn jetzt traurig zu sein bedeutet ja nicht, dass zu auch in Zukunft jetzt nur noch traurig sein wirst.

                          Im Gegenteil! Du wirst dann sehen (frag mich nicht, wieso; den Zusammenhang habe ich auch noch nicht so ganz begriffen), dass sich (in der Regel still und leise, aber dennoch mit Nachdruck) ein neuer Weg auftut, den du (und jetzt obacht, das ist wichtig!!!) genau in dem Moment erkennen wirst, in dem er gut für dich ist und in dem du ihn annehmen kannst und dich traust, den Weg zu gehen. Stell es dir so vor: Uns stehen in jeder Sekunde unseres Lebens zig Wege offen. Wir sehen (oder vielleicht besser: akzeptieren) aber immer nur die, die gerade für uns wichtig sind.

                          Wenn wir uns aber nicht hinsetzen und mal in uns hineinhorchen, was gerade unser Zustand ist (z. B. traurig), wie sollen wir da herausfinden, was wir brauchen oder tun müssen, damit es uns wieder besser geht?

                          Und dann sehen wir dieses Wege nicht. Oder vielleicht besser: wir vertrauen nicht mehr darauf, dass es gut ist, einfach mal nur loszugehen. Loszugehen, ohne zu wissen, wohin uns der Weg führt. Und dann auch irgendwann nicht mehr ziel- (und lösungs-)orientiert zu denken, sondern den Weg mal einfach zu nehmen, wie er ist. Ihn sich anzuschauen, zu gucken, was es da eventuell Interessantes oder Neues zu sehen gibt.

                          Hm... ich habe jetzt einiges geschrieben, was mir zu dem "Gesamteindruck" eingefallen ist. Mag sein, dass ich daneben liege oder doch ein wenig am Thema vorbei geschliddert bin. Ich habe nur beim Lesen deiner Beiträge eine Verbundenheit mit dir, eine Art gemeinsame Erfahrung und ein diffuses, nicht greif- oder in Worte fassbares Verstehen
                          gespürt. Ich hoffe, ich konnte dir irgendwie helfen - oder dir in Zukunft auch irgendwie helfen zu können.

                          Ich schick mal einfach eine virtuelle Knuddelumarmung zu dir rüber.

                          Kommentar


                            Herzlichen Dank wiederum an alle (Reifende, Wolle ...!)

                            @ Lieber Sheperd:

                            Eine Therapie ist kein Unding. Dort wirst du nicht gevierteilt. Es geht darum, dass du mit einem nützlichen Paket an Erfahrungen und Selbsterkenntnissen wieder nach hause gehst und dein Leben neu ordnest.

                            So ähnlich hat es mir mein Hausarzt gestern auch gesagt. Er hat mich gestern doch nochmal sehr ermutigt. Das für mich Wichtigste, was ich mir bewusst machen will: ich kann jederzeit "Nein" sagen, wenn mir etwas zu viel wird.

                            Das ist auch eine meiner Sorgen bzw. Gedanken: kann ich überhaupt anschließend mein Leben "neu ordnen"? Ich komme dann anschließend (wenn mir das nun überhaupt bewilligt wird!?) heim, kehre zurück in den Alltag. Da fragt doch dann niemand danach, wie ich was neu sortieren kann. Ich "muss" arbeiten - Vollzeit - da ich hier für mich alleine lebe. Mir wird auch anschließend niemand etwas abnehmen, alles läuft dann wieder seinen gewohnten Gang ...

                            Un ob sich in drei/vier Wochen (oder wie lange es dauern wird, wirklich so vieles (grundlegend) (ver-)ändern kann? Und ob ich dem allem im Alltag dann standhalte(n kann)?


                            Fragen über Fragen.

                            @ Liebe Chaja:

                            Ja, das Warten darauf, dass es weitergeht, kann schrecklich sein, nicht wahr? Ich drücke Dir die Daumen, dass Du diese Zeit trotzdem gut herumbekommst und möglichst viele schöne Momente erlebst (vielleicht mit irischen Klängen?)!

                            Mal wieder habe ich das Gefühl, "mir läuft die Zeit davon". So viel mehr sollte ich tun; es ist mir aber nur ein Bruchteil davon gelungen ... Ich wollte doch meine Wohnung (weiter) in Ordnung bringen; statt dessen war ich heute nur wieder mit den üblich samstäglichen Dingen beschäftigt. Aber ich glaube, ich brauche eh doppelt so lange für alles wie viele andere. Wenn ich immer höre, was manche an so einem Tag wie heute erledigen, dann schäme ich mich immer ganz, dass ich so wenig auf die Reihe bekomme ... Und das obwohl ich - gefühlt - heute fleißig war: Spülmaschine ein- und ausgeräumt, Wäsche gewaschen und aufgehängt, Kehrwoche gemacht (fegen draußen - durch die Stürme der letzten Zeit hat es total viele Blätter vor und in (!) meiner Garage gehabt (selbst wenn ich sie schließe, weht es das Laub durch einen Spalt unten durch), sämtlichen Müll entsorgt (ist ein Stück weiter entfernt vom Haus), einkaufen gewesen, zwischendurch gegessen. Tja und das war's. Ich hab noch nichtmal durchgesaugt, Staub gewischt. Ah doch, was mir noch einfällt, meine ganze Weihnachtsdeko habe ich wieder in den Keller versorgt.

                            Für morgen nehme ich mir enen absoluten Frühstart vor, dass ich endlich einmal mehr als nur drei Dinge schaffe. Das ist so ätzend, immer allem hinterherzurennen ...! Und doch das Gefühl zu haben, nicht fertig zu werden.

                            Vor allem möchte ich ja meine Wohnung so hinterlassen, dass dann evtl. mal jemand rein kann, nach dem Rechten schauen.

                            @ Liebe missy:

                            Vielen Dank für die virtuelle Knuddelumarmung, die du mir geschickt hast.

                            Ich spüre immer wieder, dass du dir Gedanken machts und dir dabei oft nicht das zugestehst, was du fühlst. Irgendwie scheint es (in deinen Augen) meist nicht sein zu dürfen, dass du traurig bist, dass du dich nicht gut fühlst, dass du Angst hast, eine neue Beziehung einzugehen, oder dass du Sorge hast, dass du deine Freundin verloren hast... Egal, welches Gefühl du gerade beschreibst, du gestehst es dir nie zu, dass dieses Gefühl nun mal da ist. Du erlaubst es nicht, dass du im Augenblick nun mal so empfindest. Du siehst zwar das Problem, da du jedoch offenbar keine Lösung dazu hast, versuchst du, das Problem mit Annahmen wie "das darf nicht sein" zu verdrängen.

                            Ich denke mal, du bringst vieles "auf den Punkt" und hast mich ganz gut erkannt. Ständig meine ich, ich muss "funktionieren" und darf nur ja keine Schwäche zeigen.

                            PS: Ich glaube, ich brauche wieder einen guten Geist, um mein Smiley anzeigen zu lassen. Danke!

                            Liebe Grüße von Träumerin

                            Kommentar


                              Zitat von Träumerin!?
                              Da fragt doch dann niemand danach, wie ich was neu sortieren kann. Ich "muss" arbeiten - Vollzeit - da ich hier für mich alleine lebe. Mir wird auch anschließend niemand etwas abnehmen, alles läuft dann wieder seinen gewohnten Gang ...
                              Du kannst das auch anders, aus einem besseren Blickwinkel sehen. Viele von uns machen sich das Leben schwer, weil sie das Ganze immer nur aus einem einzigen Blickwinkel betachten, meist aus dem eines Opfers. Jetzt mal gucken wir mal aus einem anderen Blickwinkel rein:
                              • Du "musst" nicht arbeiten. Niemand zwingt dich dazu. Du hast keinerlei
                                Verpflichtungen anderen gegenüber (Kinder z.B.) Du tust es, weil du" leben willst", also gehst du arbeiten, weil "du es willst" - nicht weil du es "musst"
                                Dir wird sicherlich nachher niemand etwas wegnehmen und deine Arbeit wirst du tun wie vorher auch - nur wirst du es mit "einem neuen Gefühl" tun, (auch diesmal) aus einer anderen Perspektive und mit einer anderen (neuen) Motivation.

                              Im Moment erlebst du das Leben, als hätte nichts mehr einen Sinn, alles ist zwecklos, niemand liebt dich, du bist allein ...
                              Diese Gedanken stimmen schon jetzt nicht mehr. Auch wenn wir alle hier nur virtuell daherkommen, so stecken dahinter trotzdem Menschen, die jeder auf seine Weise Anteil an deinem Leben und deinem Werden nehmen.

                              Alles - egal was - kannst du immer aus mehreren Blickwinkeln sehen und jedesmal etwas anderes erkennen, Dinge, die du aus deinem gewohnten Blickwinkel gar nicht wahrgenommen hättest.

                              Mache keine Voreinschätzungen, wie es nachher sein wird und denk an das was der olle Wilhelm Busch schon damals meinte: "Und ersten kommt es anders, und zweitens als man denkt".
                              Viele, vielleicht sogar die meisten deiner "Meinungen" und "Vorahnungen" werden im Mülleimer landen, weil vieles sich anders entwickeln wird, als du es heute abzuschätzen imstande bist.

                              Woher solltest du das auch jetzt schon wissen, du gehst ja erst hin

                              gute Nacht

                              Kommentar


                                @Sheperd, auf dein Geschriebenes gehe ich später noch ein. Danke für alles!

                                @alle: Haltet mich nun für komplett bescheuert. Jedoch werde ich den Gedanken nicht los: alles haben meine Eltern "initiiert"!? Schon immer - glaube ich - wollten sie alles unter Kontrolle haben. Eines meiner Geschwister konnte sich in jungen Jahren - meine ich - dem entziehen; hat in jungen Jahren geheiratet, immer schon Unterstütztung vom Partner/Ehemann erfahren.

                                Meine jüngere Schwester stand/steht - meiner Meinung nach - voll "unter der Fuchtel/dem Einfluss" unserer Eltern.

                                Und ich? Ich habe versucht, mich dieser "Kontrolle" zu entziehen, habe aber dauernd/oft den Eindruck, dass mir das noch nie gelungen ist - sprich: nie gelingt ... Sie wissen (zu) viel von mir, wo ich versichert bin - überhaupt eben (fast) alles. Alle Adressen, alle Anlaufstellen. Und denselben Nachnamen haben wir auch noch ... Theoretisch können sie alles über mich erfragen!???

                                Z. B., wenn ich meine Versicherungsnummer aktuell nicht da habe, fragen sie (also die Mitrbeiter der Vers.) nach meinem Namen und dann nach der dazugehörigen Adresse.

                                Ich weiß nicht, woher dieses Misstrauen kommt; jedoch habe ich ganz stark das Gefühl, dass ich in allem/vielem "kontrolliert" werde. Da spielt die Entfernung keine Rolle.

                                Ich bin eine sehr sensible Person (meine ich!?). Vieles spüre ich intuitiv!? Mir fehlt einfach in vieles das Vertrauen ... Schweigepflicht? Wie geht das, wenn man denselben Nachnamen hat? Hört das jemand von der Versicherung z. B., mit der ich eh so gut wie kaum tel. muss?

                                Wollen meine Eltern eine weitere Kontrolle über mich erfahren? Haben sie das alles initiiert (bei mir im Beruf) und/oder bei meinem Hausarzt? Gilt das denn wirklich mit der Schweigepflicht? Wenn z. B. meine Eltern bei meinem Hausarzt angerufen haben und eine Sorge über mich kundgetan haben (als Beispiel)!? Muss er da dann noch schweigen?

                                Dasselbe geht mir natürlich für die Klinik durch den Kopf. Wo habe ich einen Schutz? Z. B. irgendjemand ruft dort an, kennt meinen Nachnamen, jedoch meine Vers.-Nr./Behandlungs-Nr. usw. nicht, gibt dann "nur" seinen (bzw. eben MEINEN) Nachnamen aus), wer kann das denn nun beurteilen, ob das der Wahrheit entspricht?

                                Blöde Gedanken mitten in der Nacht, was? Haltet mich nun für komplett verrückt.

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