Keine Ahnung. Es rührt sich nichts.
Ankündigung
Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
Bonnys Diskutiereckchen
Einklappen
X
-
Gast -
Gast
Organspendeausweis?
Na klar, wir beide haben einen.
Die Leute, die das hören, sind zufrieden.
Nur: Wir haben beide ein "Nein" angekreuzt. Das kann man nämlich auch.
Mein Mann darf nicht spenden, weil er als Jugendlicher Tuberkulose hatte.
Ich will nicht spenden, sondern ganz verbrannt werden. Ich würde allerdings auch kein fremdes Organ annehmen.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr einen Ausweis und was habt ihr angekreuzt?
Kommentar
-
Ich habe keinen, überlege aber, mir einen zuzulegen und dann "ja" anzukreuzen...Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigenWie sieht es bei euch aus? Habt ihr einen Ausweis und was habt ihr angekreuzt?
Kommentar
-
Gast
Da das Interesse - wie auch in der Realität - am Organspendeausweis so gering ist, hier meine nächste Frage:
Macht ihr es euch auch manchmal selbst schwerer, als es eigentlich ist?
Mit "es" ist nichts Bestimmtes gemeint, die Auswahl obliegt euch.
Kommentar
-
Gast
Können wir denn überhaupt erkennen, ob wir es uns schwer machen? Könnten wir den einfachen Weg sehen, würden wir ja nicht den schweren aussuchen, oder?
Kommentar
-
Wenn wir die Erkenntnis zulassen, ja. In einer "chronifizierten" Opferhaltung ist das im Alleingang kaum noch möglich.Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigenKönnen wir denn überhaupt erkennen, ob wir es uns schwer machen?Rhetorik hilft da auch nicht.Könnten wir den einfachen Weg sehen, würden wir ja nicht den schweren aussuchen, oder?
Kommentar
-
Gast
Schlecht geschlafen und grummliger als sonst?
Ich halte mich durchaus für einen "faulen" Menschen, der eher zum einfachen Weg tendiert. Nur komme ich "unterwegs" nicht einfach so auf die Idee, dass es einen "bequemeren" Weg geben könnte. Braucht es dazu wirklich eine Opferhaltung? Bei mir ist es mehr Gewohnhet. Glaube ich jedenfalls.
Kommentar
-
Gast
Ich hab's so verstanden, dass die Opferhaltung verhindert, dass wir den bequemeren Weg erkennen, wenn wir es uns schwer machen. Ich kenne es aber von mir, dass ich gar nicht auf die Idee komme, den Weg, den ich gerade gehe, zu hinterfragen, und ich halte mich nun nicht für eine ausgesprochenes "Opfer".Zitat von Tamina Beitrag anzeigenDie Opferhaltung ist doch nicht der bequemere Weg?
Kommentar
-
Wer (beispielsweise) in seiner Opferhaltung von anderen immer gut bedient wird, wird auf diese Aufmerksamkeitsgaben nicht verzichten wollen, ... weil es auf diese Weise für ihn relativ "einfach ist" seinen Leidensdruck im Status Quo zu halten. Für ihn wäre dann paradoxerweise der schwere, der einfache Weg. Das kann auch zu einer "Gewohnheit" werden, bzw. "chronifizieren".Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigenKönnten wir den einfachen Weg sehen, würden wir ja nicht den schweren aussuchen, oder?
Kommentar
-
Gast
Mir fallen ja manche Dinge sehr schwer. Wenn ich sie dann doch getan habe, fällt mir auf, dass es ganz einfach war, also meist rückwirkend. Dann frage ich mich, warum ich es mir so schwer gemacht habe.
Ich könnte jetzt nicht sagen, dass das was mit Opferhaltung zu tun hat.
Wenn doch, klärt mich dann mal bitte jemand auf?
Kommentar
-
Gast
Ok, jetzt wird's mir klar. Spontaner Gedanke "Chronische Opfer sind ja auch Ausnahmen". Aber zugegebenermaßen kenne ich keine statistischen Werte, das ist nur eine "gefühlte Einschätzung". Ich halte es für "die Norm", Vereinfachungsmöglichkeiten, die man (er)kennt, zu nutzen.Zitat von Shepherd Beitrag anzeigenFür ihn wäre dann paradoxerweise der schwere, der einfache Weg.
Andererseits zeigt es, dass es eine Frage der Perspektive ist, wie man "leicht" und "schwer" definiert. Macht man es sich schwer, wenn man seinen pesönlichen "leichten Weg" nimmt, den ein Betrachter (für sich selbst?) als schwer einorden würde? Jeder Weg hat Vor- und Nachteile.
Bei mir liegt der Knackpunkt eher in der Frage des Erkennens. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich's mir irgendwo schwer mache, halte aber für möglich, dass ich das nur so sehe, weil ich mir ja nicht aus der Perspektive eines Betrachters zugucken kann, der Alternativen kennt oder dem etwas auffällt, für das ich längst "betriebsblind" bin.
Kommentar
-
Ich habe das auch oft gehabt, schon als Kind. Wenn mir jemand erklären wollte, dass das, was ich gerade tue doch so oder so viel einfacher gehen würde, schaltete ich auf stur.
Ich wollte einfach meinen Weg gehen. Und schon damals konnte ich zwar erkennen dass es wohl stimmt, dass ich umständlich "handle", aber das war mir egal.
Meine Eltern nannten das Sturheit. Immerhin sind sie damit auch reichlich gesegnet und hatten ein gewisses Verständnis dafür.
Auch heute geht es mir manchmal noch so.
Falls du auf deinen Widerstand gegen die Aktion anspielst, da sind es sicherlich "alte" Dinge. Hier hilft oft einfach die Erkenntnis dass es so ist. Und das Gefühl der "Freiheit" beim Entscheiden.
Was nun die Opfer-Haltung angeht. Ich kenne auch Menschen die sich selbst unendliches Leid schaffen weil sie lieber Opfer sind als sich der Angst auszusetzen, überhaupt nicht mehr beachtet zu werden. Und die Erfahrung zeigt ihnen ja, dass genau das irgendwann passiert. Niemand hält so eine Opferhaltung ewig aus. Meistens gibt es dann die befürchteten Kontaktabbrüche. Die wiederum werden dann auf die gefühlte eigene Wertlosigkeit bezogen und nicht auf das unendlich anstrengende Verhalten eines Menschen der die Opfer-Haltung lebt. Sehr schwieriges und komplexes Thema.
Kommentar


Kommentar