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    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
    Das Hauptproblem sehe ich im Schwarz-Weiß-Denken vieler Menschen und in ihrer Annahme, ein Problem lasse sich leicht lösen, von jetzt auf gleich.
    Die Tendenz zum Schwarz-Weiß-Denken erlebe ich auch gerade wieder einem anderen Forum, wo sich in einem der Ausländer/Flüchtlingsthreads einige Teilnehmer sehr stark in diese Denkweise versteifen. Einige beharren recht hartnäckig auf Aussagen, dass Ausländer per se krimineller als Deutsche seien, alle Flüchtlinge sowieso, und alle Moslems seien radikal-fundamentalistisch, und wer nicht strikt gegen Flüchtlinge sei, wäre am Untergang Deutschlands mit schuld. Wenn man diesen Schreibern nicht vorbehaltlos zustimmt, dann ist man deren Ansicht nach "ideologisch verblendet".

    Schreibt man Gegenargumente mit Abstufungen und in verschiedenen Differenzierungen, werden diese in der Regel ignoriert.

    Dabei fällt mir auf, dass gerade diese Leute ihre Meinung sehr lautstark kund tun. Wenn sie sich erst einmal so einen Thread geschnappt haben, dann können sie ihn bald dominieren, weil sie viel Zeit in die Verbreitung ihrer Meinung investieren, viel mehr als die anderen Schreiber. Am Ende sind die Beiträge mit radikaler Meinungsäußerung zahlenmäßig am stärksten vertreten, und sie fallen stärker auf, weil sie sehr vehement formuliert sind.

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      Solipsist: Einige beharren recht hartnäckig auf Aussagen, dass Ausländer per se krimineller als Deutsche seien, alle Flüchtlinge sowieso, und alle Moslems seien radikal-fundamentalistisch, und wer nicht strikt gegen Flüchtlinge sei, wäre am Untergang Deutschlands mit schuld. Wenn man diesen Schreibern nicht vorbehaltlos zustimmt, dann ist man deren Ansicht nach "ideologisch verblendet".
      Das erlebe ich auch jeden Tag am Arbeitsplatz, seeeeehr anstrengend, schon beim zuhören. Egal, ob es um Ausländer oder die sonstige aktuelle Politik geht.

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        Igitt! Da würde ich wahnsinnig, ich kann da ja nicht meinen Mund halten und käme vermutlich gar nicht mehr zum Arbeiten.

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            Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
            Igitt! Da würde ich wahnsinnig, ich kann da ja nicht meinen Mund halten und käme vermutlich gar nicht mehr zum Arbeiten.
            Ach Bonny, wenn ich mich jedesmal streiten würde, wäre mein Stress ja noch einmal so hoch, wie er sowieso schon ist.

            Außerdem sind diese Menschen so zu, wie man nur zu sein kann.

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              Zitat von spark Beitrag anzeigen
              Außerdem sind diese Menschen so zu, wie man nur zu sein kann.
              Das denken die von dir vielleicht auch... alles Ansichtssache.

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                Zitat von Condor2 Beitrag anzeigen
                Das denken die von dir vielleicht auch... alles Ansichtssache.
                Na Du wirst sie ja bald selbst kennenlernen, Berlin ,und da bestimmte Gegenden besonders, ist voll davon.

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                  Ich liebe im Grunde meines Herzens alle Menschen und freue mich auf die Menschen in Berlin.

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                    schon ok

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                      Zitat von spark Beitrag anzeigen
                      Das erlebe ich auch jeden Tag am Arbeitsplatz, seeeeehr anstrengend, schon beim zuhören. Egal, ob es um Ausländer oder die sonstige aktuelle Politik geht.
                      Ich halte ja ansonsten nicht so viel von meinem Job, aber einen Vorteil gibt es an meinem Arbeitsplatz: die Leute in meinem Team sind erstaunlich offen und aufgeschlossen gegenüber Ausländern, Schwulen und sonstigen Gruppen, was vielleicht auch daran liegt, dass es sich um eine bunte Mischung aus ebensolchen Leuten handelt. Es ist also eine heterogene Gruppe, die sich deshalb meiner Ansicht nach nicht so "zusammenrotten" kann, um über andere herzuziehen.

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                        Ich komme noch mal auf die "dummen Amerikaner" zurück. Dumm ist sicher nicht der richtige Ausdruck; aber sie haben doch von vielem eine völlig andere Vorstellung als wir in Europa z.B. Wenn ich jetzt mitkriege, dass die Gesundheitsreform mit den Krankenversicherungen wieder abgeschafft werden soll, so steh ich sprachlos da davor. Wie kann sich ein Land das leisten, das sich für fortschrittlich und modern hält?
                        Wenn mein Mann und ich nicht krankenversichert gewesen wären, wir wären nach unseren zahlreichen Klinikaufenthalten in den letzten beiden Jahren und durch die OPs entweder total pleite oder bereits tot.

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                          Ich vermute, dass es genau so viele 'einfache' Wähler in D gibt, die dumpf allgemein formulierte Forderungen raushauen wie: Die Politiker tun nichts mehr für uns,das Volk. Gesehen bei Panorama, exemplarisch an der Kleinstadt Haßloh in der Pfalz. Sie soll die 'deutscheste aller Städte sein, rein statistisch.

                          Auf Nachfrage der Reporter und sogar der zuständigen Bürgermeister was genau denn getan werden müsse, kamen dann so Wünsche wie: die Ampelschaltung muss geändert werden, die Autos rasen so an dieser Stelle und ähnlich einfach zu lösende Probleme.
                          Es leben dort ca. 240 Asylanten/Flüchtlinge, also eine geringe Prozentzahl. Trotzdem ist die AfD dort so erstarkt, dass die anderen Parteien um ihr Bürgermeisteramt fürchten müssen.

                          Also langer Rede kurzer Sinn, die Antworten der Bürger waren z.T. so unreflektiert und kurz gedacht......... bestimmt sehr ähnlich der Amerikamer.

                          Ich denke, wir in der westlichen Welt haben uns so sehr an unsere Freiheit, den Aufstieg, den Frieden gewöhnt, dass wir immer mehr Erleichterungen im Leben erwarten. Aber die Demokratie ist auch nur bis zu einem bestimmten Punkt dehnbar, fruchtbar. Diesen Punkt haben wir längst erreicht und sollten diese Staatsform jetzt verteidigen und mit Leben erfüllen. Verantwortlich für dieses Überstrapazieren halte ich den grenzenlosen Finanzmarkt. Da muss wirklich etwas regulierend getan werden.

                          Der Fisch stinkt vom Kopf aus. Wenn da was Positives/Moralisches passieren würde, vllt. wäre dann die Unzufriedenheit der Bevölkerung nicht so groß.
                          Bloß mit dem Wählen der falschen Partei ist dieses Problem nicht zu lösen. Es scheint mir, als sehen die Menschen in dem Wählen der Rechten den einzig möglichen Protest gegen die oberen Zehntausend. 'Weil man ja sonst nichts machen kann'. Und so falsch ist diese Aussage ja nicht.

                          Bloß die Folgen dieses Wahlverhaltens, die werden nicht gesehen.

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                            Hallo Tamina,
                            ich stimme Dir grundsätzlich zu, bis auf

                            Zitat von Tamina
                            Aber die Demokratie ist auch nur bis zu einem bestimmten Punkt dehnbar, fruchtbar. Diesen Punkt haben wir längst erreicht und sollten diese Staatsform jetzt verteidigen und mit Leben erfüllen. Verantwortlich für dieses Überstrapazieren halte ich den grenzenlosen Finanzmarkt. Da muss wirklich etwas regulierend getan werden.
                            Ich finde das nicht stimmig. Was verstehst Du unter dehnbarer Demokratie?

                            ME ist die Demokratie bei uns geschrumpft. Die Staatsgewalt geht schon lange nicht mehr vom Volk aus, das zwar immer noch seine Politiker wählen darf (mMn ohne zuviel Verstand einzusetzen), die Politiker aber schon lange nicht mehr dem Willen der Wähler umsetzen, noch sonst irgendwie interessiert daran zu sein scheinen.

                            Es ist ja nicht alles rassistisch, rechts oder sonstwie gefärbt oder einfach nur dumm und verwöhnt, was wir, die Wähler möchten. Ich möchte z. B., dass mehr Geld in den Bereich Bildung fließt. Ich werde in meinem Leben keine Bildungseinrichtung mehr benötigen. Oder die Renten nicht immer kleiner werden. (OK, das ist jetzt sehr selbstsüchtig von mir.) Das alles und noch viel mehr ist möglich, es gibt Menschen, die das Wissen haben, um das zu beurteilen.

                            Und wenn die Menschen sich eine Ampel an der Strasse wünschen, nachdem zum dritten Mal ein Kind dort ums Leben gekommen ist, ist das für mich legitimer Wunsch. Und wenn dieses Bedürfnis von der Staatsmacht (in diesem Fall der - gewählte - Bürgermeister) nicht erfüllt wird (obwohl finanziell möglich), ist das für mich genauso ein Zeichen für das Schrumpfen der Demokratie.

                            Trotzdem geht die Politik in eine ganz andere Richtung, es ist uns wohl allen bekannt. Und das liegt mE daran, dass die Macht schon lange nicht mehr in den Händen des Volkes oder seiner gewählten Vertreter liegt. Es gibt mittlerweile ganze Bücher über die Lobby-Politik, da muss man gar nicht mehr groß suchen. Die Unternehmen geben ja auch zu, dass sie Ihre "Interessenvertreter" in die Politik entsenden.

                            In anderen Ländern tritt dieses Phänomen offener zutage, häufig mit Gewalt. Bei uns schaffen sie es, das Schwinden der Demokratie mit irgendwelchen Alibizuschüssen hier und Alibiprojekten dort zu vertuschen.

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                              hallo Spark,
                              ja 'dehnbar' im Kontext mit der Demokratie. Bestimmt nicht der richtige Begriff.
                              Ich hab nochmal nachgedacht, was genau ich damit meine.
                              Ich hab den Eindruck, dass immer mehr Rechte vom Staat verlangt/eingeklagt werden. Jede kleinere Gruppe erwartet finanzielle Mittel, mehr individuellen Schutz, Verantwortung vom Staat, alles frühere private Angelegenheiten werden heute öffentlich gefördert gefordert.
                              Ja, ich merke, ich bin in einer anderen Zeit groß geworden, in der es alle diese heute öffentlich geforderten und geförderten Maßnahmen nicht gab.
                              Sicherlich haben diese Forderungen ihre Berechtigung, doch wer soll sie alle finanzieren? Die Mittelschicht, die immer kleiner wird.

                              Im Gegensatz dazu die Reichen, die sich immer weiter vom normalen Leben entfernen. Die Finanzgeschäfte, die sehr unmoralisch und nur noch auf Gewinnmaximierung aus sind. Die quasi die Politik bestimmen.

                              Diese für mich große Unübersichtlichkeit, das Ungleichgewicht sind m. M. ein Grund dafür, dass viele Menschen sich nach einer regulierenden Hand sehnen. (Die Globalisierung hab ich mal nicht mitgenannt). Und als möglichen Ausweg dann rechte Parteien wählen.

                              Um auf Deine Frage zurückzukommen:
                              In dem Städtchen Haßloh waren es einfach zu erfüllende Wünsche, (z.B. Verkehrsregulierung) deretwegen man nicht die AfD wählen muss. Die Verantwortlichen haben sich ja auch gekümmert, nachdem sie mit den Bürgern gesprochen haben.
                              Aber die Bürger gaben diese Gründe an, um sich von den alten Parteien abzuwenden.

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                                Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
                                hallo Spark,
                                ja 'dehnbar' im Kontext mit der Demokratie. Bestimmt nicht der richtige Begriff.
                                Ich hab nochmal nachgedacht, was genau ich damit meine.
                                Ich hab den Eindruck, dass immer mehr Rechte vom Staat verlangt/eingeklagt werden. Jede kleinere Gruppe erwartet finanzielle Mittel, mehr individuellen Schutz, Verantwortung vom Staat, alles frühere private Angelegenheiten werden heute öffentlich gefördert gefordert.
                                Ja, ich merke, ich bin in einer anderen Zeit groß geworden, in der es alle diese heute öffentlich geforderten und geförderten Maßnahmen nicht gab.
                                Sicherlich haben diese Forderungen ihre Berechtigung, doch wer soll sie alle finanzieren? Die Mittelschicht, die immer kleiner wird.

                                Im Gegensatz dazu die Reichen, die sich immer weiter vom normalen Leben entfernen. Die Finanzgeschäfte, die sehr unmoralisch und nur noch auf Gewinnmaximierung aus sind. Die quasi die Politik bestimmen.

                                Diese für mich große Unübersichtlichkeit, das Ungleichgewicht sind m. M. ein Grund dafür, dass viele Menschen sich nach einer regulierenden Hand sehnen. (Die Globalisierung hab ich mal nicht mitgenannt). Und als möglichen Ausweg dann rechte Parteien wählen.
                                100% Zustimmung meinerseits. Mich beschäftigt die Frage:
                                Wie kannn man den rechten Wählern begreiflich machen, dass sie sich mit einer "Rechts"wahl ins eigene Fleisch schneiden?
                                Dass die rechten Politiker, wenn sie erstmal an der Macht sind, bestimmt nicht die Interessen der Unter- und Mittelschicht vertreten?

                                Um auf Deine Frage zurückzukommen:
                                In dem Städtchen Haßloh waren es einfach zu erfüllende Wünsche, (z.B. Verkehrsregulierung) deretwegen man nicht die AfD wählen muss. Die Verantwortlichen haben sich ja auch gekümmert, nachdem sie mit den Bürgern gesprochen haben.
                                Aber die Bürger gaben diese Gründe an, um sich von den alten Parteien abzuwenden.
                                Ich verstehe, was Du sagst und denke, dass diese Reaktion aber auch erst aus dem Gefühl entstehen konnten, ungerecht behandelt zu werden. Und das müssen sich die noch amtierenden Politiker vorwerfen lassen.

                                Vielleicht gibt es zu große Anspruchshaltung. Ich denke, sie ensteht zum Teil auch durch den Blick auf die Vermögensverschiebung in unserer Gesellschaft. Die auf der untersten Sprosse der Leiter möchten auch ein Stück vom Kuchen der immer reicher werdenden Leute haben.

                                Und ich finde, sie haben recht. Die Mittel dafür wären vorhanden, wenn nur Steuergerechtigkeit herrschen würde. Eine sehr gute Freundin ist Finanzbuchhalterin in einem großen Buchhaltungs- und Steuerberatungsunternehmen und ihr sträuben sich so oft die Haare, wenn sie die Riesentrickserei mit dem Finanzamt beobachtet.
                                Das sind alles Gelder, die dem Staat vorenthalten werden.

                                Aber für mich bleibt die wichtigste Frage die der Aufklärung der Wähler.

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