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Bonnys Diskutiereckchen

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    #61
    Als ich noch in Hannover wohnte, fuhr ich mit meiner Hündin oft in die Region in einen Wald, meist war jemand mit, aber manchmal war ich auch allein dort unterwegs - meist war mir unheimlich: diese Stille, kein Mensch, huch, kommt gleich einer hinterm Baum hervorgesprungen, Geister, wilde Tiere .....
    Also, es war selten, das ich dort alleine war, obwohl ich es schade fand.
    In den tiefsten Straßen meiner Heimat hingegen bewegte ich mich einfach, egal welche Tages- oder Nachtzeit und alles war - meistens jedenfalls - OK.

    Nach vielen Jahren auf dem Land, direkt an Feld & Flur, besuchte ich eine Freundin in der Stadt, dort, wo ich früher auch gewohnt hatte und alles war mir etwas unheimlich: ich konnte die Jugendlichen nicht einschätzen, wer wartet dort in der Toreinfahrt, puh, sieht der Typ düster aus....

    Nach den Jahren der Ruhe hier und wo ich soviel Leute in einer Woche sehe, wie dort nur auf dem Weg zu meiner Freundin ist es jetzt zur Gewohnheit geworden - auch im Wald hier bewege ich mich ohne Angst - eher im Gegenteil: ich finde es himmlisch!

    Flora, das Landei

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      #62
      Mir als Stadtmensch geht es meistens eher andersrum. In großen Städten (Westeuropas) fühle ich mich in der Regel sicher. Unheimlich sind mir eher so manche Kleinstadt oder dörfliche Siedlung, wo ab 18 Uhr niemand mehr auf der Straße zu sehen ist. Ich mag es viel lieber, wenn viele Leute auf der Straße sind, denn sie geben mir ein Gefühl der Sicherheit. I

      In meinem Geburtsort (wo noch meine Mutter lebt) fühle ich mich oft unwohl und ich mag kaum das Haus verlassen. Die meistens leeren Straßen bedrücken mich, lösen depressive Gefühle in mir aus, sind mir unheimlich.

      Zwar mache ich gern Wochenendausflüge aufs Land, aber am Abend bin ich jedesmal froh, wenn ich wieder in der Stadt bin. Ich fühle mich in der Stadt geschützter als auf dem Land.

      Übrigens: ich bin bisher ein einziges Mal in meinem Leben auf der Straße überfallen und attackiert worden, und das ist ausgerechnet in dem malerischen kleinen Städtchen passiert, in dem ich studiert hatte.

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        #63
        Guter Gott, Solipsist, ich hab noch nie mit jemandem gesprochen, der in solch einer Lage war.
        Das muss doch furchtbar gewesen sein.

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          #64
          Es ist zum Glück schon lang her. Ich bin ja damals noch Student gewesen, und ich bin nicht konkret geschädigt worden. Aber es hat mich damals schon eine Zeitlang beschäftigt. Keine Ahnung, was der letztlich wollte, er hat mich dann nach einigen Schrecksekunden wieder losgelassen und ist weggerannt...

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            #65
            Das DiskuTiereckchen stell ich mir gerade recht gemütlich vor .... .

            Hmmm, zum Thema Sicherheit: In München habe ich mich wirklich wohl gefühlt, auch als meine Bekannte und ich vor Mitternacht durch die Straßen zur U-Bahn gingen, um nach Hause zu fahren. Anders ...
            Seit ich in Stockholm, aus welchem Grund auch immer, von einem Passanten einen Schlag auf die Schulter bekam (wir waren zu Fünft unterwegs), hat mein Vertrauen natürlicherweise gelitten. Die Stadt war ja mal eine der sichersten der Welt (sagt man?)

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              #66
              Zitat von bante Beitrag anzeigen
              Das DiskuTiereckchen stell ich mir gerade recht gemütlich vor .... .
              Stellst du dir vielleicht gerade ein Disco-Tier-Eckchen vor?
              Dinosaurier diskutiert mit Rennmaus über die Chancengleichheit im 100m-Lauf!

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                #67
                Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                Merke: Üben, üben, üben!
                Das geht tatsächlich.

                Ich habe in jungen Jahren Selbstverteidigung trainiert, weil Freunde besorgt waren, dass ich mit meiner direkten und nicht ängstlichen Art mal "an den Falschen" geraten könnte und dann mit einem Messer im Bauch ende.

                Seither weiß ich, dass ich auf keinen Fall falsches Mitleid mit einem Angreifer haben darf: er bedroht meine Gesundheit und mein Leben - ich habe das absolute Recht, mich auf gleicher Ebene zu verteidigen. Er will keinen fairen Kampf sondern um jeden Preis siegen - es wäre Selbstmord selbst fair zu kämpfen. Und ich habe gesehen, was ich "kann". Nämlich den Trainer auf die Matte schicken, wenn er mir sagt "Komm schon, Mäusle, nicht wie ein Mädchen schlagen! Du sollst mich nicht streicheln sondern Deine ganze Kraft in den Schlag legen. Ich kann das schon ab" Er konnte nicht. Jedenfalls hat er die Bauchmuskeln angespannt (alle Mädchen schlagen waagrecht ) und ich habe aufs Kinn gezielt und durchgezogen wie befohlen. Er war danach zwar ziemlich bedröppelt, meinte dann aber "Im Ernstfall genau so machen! Der Schlag endet nicht am Kinn sondern hinter dem Kopf des Gegners und wenn er dann liegt nochmal kräftig in die ... treten, damit er so schnell nicht die Verfolgung aufnehmen kann, und erst dann Richtung Hilfe rennen."

                Ich gehe deshalb mit der Ausstrahlung "wird schon nix passieren und wenn doch krieg ich schon die Kurve" durch die Welt.

                Hilfreich ist es sicher auch, wenn man sich vorher überlegt, wie man sich in einer "brenzligen" Situation verhalten möchte. Da gibt es ja Abstufungen: Mein präparierter Geldbeutel ist für eine "bedingungslose Kapitulation" ausgelegt. Für ein paar Euro riskiere ich keinen Kampf. Bei den Papieren würde ich schon versuchen, sie zumindest durch Worte zu retten und für meine Autoschlüssel würde ich mich wahrscheinlich prügeln. Und sobald eine sexuelle Komponente im Spiel ist, kommt "Totstellen" für mich sowieso nicht in Frage. Egal wie schlecht die Chancen stehen: wenn ich mich nicht wehre, ist mein Leben auf jeden Fall versaut. Wenn ich mich wehre habe ich wenigstens eine geringe Chance davon zu kommen.

                Ich habe auch schon mal einem Grapscher im Schwimmbad, der mich kopfüber bis in eine Rutsche verfolgt hat und den ich dann mit einem Tritt auf Abstand halten wollte, versehentlich die Nase gebrochen. Das Schwimmbad war voll und die Leute haben mir trotz Hilferufen nicht geholfen, weil sie das für ein Spiel gehalten haben. Erst als der Kerl eine Blutspur durchs Auslaufbecken der Rutsche gezogen hat, haben alle kapiert, dass ich tatsächlich "Nein" meinte als ich "Nein" sagte.

                Erst hatte ich ein schlechtes Gewissen. Er hatte mich ja "nur" angefasst und ich konnte nicht wissen, ob er weiter gegangen wäre. Und ihn dafür "sichtbar" zu verletzen, schien mir zunächst übertrieben. Bis dahin hatte ich mich aus brenzligen Situationen immer "heraus reden" können. Nach meinem Selbstverteidigungstraining habe ich mir dann gesagt, dass ich es lange genug mit Worten versucht hatte, die er nicht verstehen wollte und dass ich damit vielleicht ein anderes Mädchen vor Schlimmerem gerettet habe, weil der Kerl so einen Scheiß nach so einer Reaktion wohl nicht nochmal macht. Und von da an hat es mich mit Stolz erfüllt, dass irgendwo auf dieser Welt eine schiefe Nase rumläuft, die ich erschaffen habe und die den Träger täglich an das Recht der Frauen auf sexuelle Selbstbestimmung erinnert.

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                  #68
                  Donnerwetter! Da muss "Mann" sich ja warm anziehen bei dir.
                  Ich hab erstens kein solches Training absolviert und bin leider durch meine rechte Ersatzschulter nicht wirklich abwehrfähig.
                  Ob ein linkslastiger Schlag auf die Nase ausreichen würde?
                  Was ich allerdings sehr gut kann: Beißen!

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                    #69
                    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                    Donnerwetter! Da muss "Mann" sich ja warm anziehen bei dir.
                    Aber nicht doch. Ich bevorzuge eine Auseinandersetzung mit Worten. Das hat bisher in den meisten Fällen ausgereicht. Immer schön de-eskalieren. Aber es ist gut zu wissen, dass ich im Notfall auch anders kann. Das verbessert meine Verhandlungsposition ungemein.

                    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                    Ich hab erstens kein solches Training absolviert und bin leider durch meine rechte Ersatzschulter nicht wirklich abwehrfähig.
                    Ob ein linkslastiger Schlag auf die Nase ausreichen würde?
                    Was ich allerdings sehr gut kann: Beißen!
                    Wenn der Gegner nicht mit einem Linkshänder rechnet, steigert das Deine Chance auf einen guten Treffer sogar. Und beim Beißen immer schön auf die Kehle zielen. Der Kerl rennt vor Schreck so schnell wie nie zuvor!

                    Ernsthaft: es ist nie zu spät, sich in einem Selbstverteidigungskurs über die eigenen Fähigkeiten und Grenzen klar zu werden. Probieren geht über Studieren.

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                      #70
                      Heute wird im Saarland gefeiert! 60 Jahre Abstimmung Saarstatut.
                      Die Ablehnung damals bedeutete, dass der Weg zur Eingliederung des Saargebietes in die Bundesrepublik als Saarland möglich wurde.
                      Zustimmung hätte bedeutet, dass wir das erste europäische Land geworden wären (also weder zu Frankreich noch zu Deutschland gehörig). Die Angst vor einem zu starken Einfluss Frankreichs war aber zu groß.
                      Angela Merkel wird zum Staatsakt kommen heute.
                      Und was hat der Saarländische Rundfunk dazu zu sagen? Dass die Saarländer jetzt die Möglichkeit haben zu sehen, ob Merkels Jäckchen sitzt!
                      Provinz eben!

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                        #71
                        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                        Heute wird im Saarland gefeiert! 60 Jahre Abstimmung Saarstatut.
                        Sehr interessant, so genau habe ich das nicht gewusst. Das Saarland dürfte allerdings auch dasjenige Bundesland sein, in dem ich bisher am seltensten gewesen bin (es ist eben relativ weit entfernt).

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                          #72
                          Ach ja... das Saarland! *in Erinnerungen schwelg*

                          Ewige Debatten um Kohlesubventionen, leere Autobahnen, Überschwemmung und totale Befriedigung meiner Elstergene in Idar-Oberstein, Belgische Pralinen, überraschende Konfrontation mit einem Panzer und einer Gewehrmündung am Truppenübungsplatz Baumholder, idyllische gelegene Kurkliniken und natürlich Gerd Dudenhöfer und der Dialekt.

                          Oft war ich ja nicht da, aber es war jedesmal abenteuerlich und interessant.

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                            #73
                            Zitat von solipsist Beitrag anzeigen
                            Das Saarland dürfte allerdings auch dasjenige Bundesland sein, in dem ich bisher am seltensten gewesen bin (es ist eben relativ weit entfernt).
                            Der erste Teil dieser Feststellung gilt auch für mich obwohl ich direkt nebenan wohne. Aber ich kenne gaaaaaanz viele Witze über die Saarländer ...

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                              #74
                              Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
                              ... und totale Befriedigung meiner Elstergene in Idar-Oberstein ...
                              Bitte keine feindliche Übernahme in diesem Forum ...
                              Idar-Oberstein ist eine Große kreisangehörige Stadt im Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist das Ergebnis umfassender Verwaltungs- und Strukturreformen der Jahre 1933, 1969 und 1970. Wikipedia

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                                #75
                                Idar-Oberstein und Baumholder liegen eigentlich in Rheinland-Pfalz, gehörten ganz früher mal zum damals so benannten Saar-Gau.
                                Sehr wechselhafte Geschichte bei uns, auch in der Namensgebung.

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