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Schweigen ist ... ja was, außer Gold?

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    #16
    Es gibt noch einen negativen Aspekt des Schweigens, der hier glaube ich, noch nicht erwähnt wurde:

    Schweigen ist feige!

    Aber die positiven Aspekte überwiegen auch für mich. Man macht mehr mit Worten kaputt als mit "Nichtworten".

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      #17
      Hej


      Schweigen kann feige sein, so wie es so vieles Andere auch beinhalten kann.
      Ja es ist so kraftvoll, man kann sogar jemanden "totschweigen"!

      Kap Horn
      der nie gedacht hätte, dass Schweigen so reichhaltig ist.

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        #18
        Ja, und Einige möchten sogar ihre eigene Vergangenheit totschweigen.

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          #19
          Gestern bin ich lange unterwegs gewesen und hatte viel Zeit zum Nachdenken.

          Da kam mir das Wort "inneres Schweigen" in den Sinn.

          Gelegentlich wäre ich ganz froh und erleichtert, wenn gewisse innere Stimmen -die alten und völlig überholten Glaubenssätze- endlich und für immer schweigen würden....

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            #20
            ich finde, die kunst ist, im richtigen moment zu schweigen....

            tendenziell neige ich eher zum reden als zum schweigen

            ein schweigen kann auch sehr viel ausdrücken, dahinter kann wut, ohnmacht, angst, usw stecken...schweigen kann dann sehr dominant und "laut" sein...

            mit einem menschen, den man sympathisch findet, in einem raum zu sein und einvernehmlich harmonisch zu schweigen, kann etwas sehr schönes sein...

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              #21
              liebe Wilson,

              im ernst? spontan wollte ich dir zustimmen, diese bekloppten alten glaubenssätze braucht kein mensch...aber ist es nicht die summe derer, die uns ausmacht, so wie wir sind? ist es nicht so, dass es um so wichtiger ist, dass sie erkannt, entlarvt und präsent sind, um sich damit zu beschäftigen und dinge endlich auch mal anders machen zu können?

              hey Simon,

              passend dazu, die eigene vergangenheit totschweigen, gruselige vorstellung. dass muss schiefgehen. da sehe ich tickende zeitbomben vor mir...

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                #22
                Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                hey Simon,
                passend dazu, die eigene vergangenheit totschweigen, gruselige vorstellung. dass muss schiefgehen. da sehe ich tickende zeitbomben vor mir...
                Hallo Fortuna,

                ganz so extrem sehe ich es nicht! Manche leben damit bis zum natürlichen Tod, aber sehr ungesund!

                LG Simon

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                  #23
                  Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                  liebe Wilson,

                  im ernst? spontan wollte ich dir zustimmen, diese bekloppten alten glaubenssätze braucht kein mensch...aber ist es nicht die summe derer, die uns ausmacht, so wie wir sind? ist es nicht so, dass es um so wichtiger ist, dass sie erkannt, entlarvt und präsent sind, um sich damit zu beschäftigen und dinge endlich auch mal anders machen zu können?
                  Liebe Fortuna,

                  das sind interessante Gedanken und Ansichten dazu.
                  So habe ich das noch nie gesehen.

                  Allerdings bleibe ich dabei: Ich mache bereits vieles in meinem Leben anders...da brauche ich überholte Glaubenssätze als "Mahnwache" keineswegs

                  Werden wir nun off-topic, da wir uns den Glaubenssätzen nähern??? *hmmmdenkdenk*

                  Also: "Schweigt, ihr inneren Stimmen!"

                  Liebe Grüße von
                  Wilson
                  Zuletzt geändert von wilson; 20.12.2008, 17:34. Grund: ergänzt

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                    #24
                    Dank in Gold

                    Die Zeit „zwischen den Jahren“ lädt besonders zum Schweigen und Stillwerden ein, zum schweigend Wandernlassen der Gedanken und

                    zum Danken!

                    Dafür muß ich aber jetzt das wohlige, nachdenkliche, einvernehmliche, fruchtbare, tiefe Schweigen einen Augenblick unterbrechen und zum Silber greifen: nein eigentlich sind es ja „geschwiegene" Worte, also doch Gold, die genau zum Thema des Faden passen und mit denen ich mich bei allen laut und leise Mitschweigenden bedanken möchte:

                    „Fruchtbare Stille
                    Innehalten ist Saatgut
                    für das Lebensglück“
                    (aus Ernst Ferstl: Ein Augenblick Ewigkeit)

                    Daß das neue Jahr – in Abwandlung des Mottos, das uns in dieses Forum führt – allen auch „Zeit zu schweigen“ schenkt und damit all das Gute, das im Schweigen wachsen kann,


                    wünscht von Herzen
                    Pippa

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                      #25
                      Es gibt Situationen im Leben, die sind so schön, da bin ich voller Ehrfurcht und Demut vor der Schöpfung, der Schönheit der Natur oder einfach weil ich das Leben grad schön finde. Dann schweige ich. Warum soll ich durch Worte die Situation zerreden, dadurch geht oft die Magie des Augenblicks weg. Ich kann dann nur fühlen, mich glücklich fühlen den Augenblick erleben zu dürfen.

                      Reden ist Silber - Schweigen ist Gold.
                      Ein weiser Satz.

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                        #26
                        Ich war ja nun eine zeitlang krank.

                        Als kleines "Geschenk" ist eine Reibeisenstimme zurückgeblieben, die mich zum Schweigen "zwingt". Das Sprechen strengt mich an und klingt fürchterlich.

                        Aus diesem Grund lasse ich das Reden einfach so weit wie möglich...und schweige eben.

                        Anfänglich habe ich das als ein wenig "belastend" empfunden.
                        Inzwischen genieße ich jedoch mein Schweigen.

                        Es tut mir tatsächlich gut und hat etwas ganz Besonderes.

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                          #27
                          Ich lese das Thema grad noch zufällig, möchte dazu aber auch grad nicht *schweigen*, weil ich's doch sehr interesannt und auch bewegend finde...

                          Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                          Ich schweige oft, wenn ich vermuten muss, dass niemand hören will, was ich zu sagen hätte...


                          die Tintenweberin
                          Damit hab' ich offen gesagt, etwas Schwierigkeiten, auch wenn ich mich mit dem meisten hier bereits gesagtem anschließen kann und selbst hier ja einige Zeit nichts geschrieben, also geschwiegen habe. Für mich hat Schweigen etwas mit Demut zu tun, Annahme. Wenn ich vermute, das niemand hören will, was ich zu sagen habe, setze ich ja auch das Unvermögen des anderen vorraus, das derjenige überhaupt etwas zu sagen hat. Mir persönlich ist die Meinung anderer zwar wichtig und ich nehme sie durchaus an, aber nicht zwangsläufig in dem Sinne, das sie *wichtig*für mich sein muß. Und dieses Recht hat der andere für mich ebenso.

                          Mein Nick ist ebenfalls nicht *zu*-fällig. Ich muß nicht zu allem meinem Senf dazugeben, aber wenn ich der Ansicht bin, zu einem Thema etwas sagen zu müssen/wollen, dann tue ich das. Der andere nimmt sich davon, was er möglicherweise für sich gebrauchen kann, oder er läßt es eben.

                          Schweigen bedeutet für mich vieles, auch die Stille, egal woher sie kommt, von Menschen, aus der Natur, was auch immer. Ich kann sie als wohltuend und angenehm, oder auch verletztend empfinden, aber in beiden Fällen, denke ich, habe immer ich die Wahl dabei. Jemanden durch *bewußtes* Schweigen zu verletzen, das kenne ich selbst gut genug, habe ich früher selbst oft genug getan. Aber sicherlich kann man auch jemand mit Worten verletzen (wollen), was ich schlicht als unreif bezeichnen würde und zumindest heute auch nicht mehr möchte. Auch wenn es mir sicher nicht immer gelingt.

                          Ich denke, ich kann auch verletzen, wenn ich schweige. Aber ich übergehe schnell Fragen oder Antworten, die mir dumm, unreif oder verletzend erscheinen. Nur lasse ich mir nicht meinen Mund und meine Meinung verbieten.

                          Lieben Gruß,

                          der Silencer

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                            #28
                            Schweigen auf ein neues

                            Gestartet wurde dieser Faden in der hektisch-lauten Vorweihnachtszeit.

                            Der Dank für die vielseitigen Anregungen wurde in der stillen Zeit zwischen den Jahren geschrieben.

                            Jetzt ist die laute Fröhlichkeit des Karneval dabei ihren Höhepunkt zu erreichen.

                            Weshalb ich den Faden noch einmal aufnehme?

                            Weil ich Schweigen, als ich hier das Gespräch darüber anregte, vorwiegend als positiv voraussetzte. Aber ich würde jetzt gerne den Blick auf das Phänomen lenken, daß sich mit zunehmendem "äußerem" Schweigen ein "Lautwerden" der inneren Stimmen einstellt oder einstellen kann, statt der angestrebten inneren Stille, die eigentlich immer tiefer werden sollte.

                            Kennt Ihr diese Erfahrung? Und wenn ja, wie geht Ihr damit um? Wie geht es weiter, wenn es innen "laut wird" vor Schweigen außen?

                            Mögt Ihr den Faden weiterspinnen und dazu schreiben?

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                              #29
                              Hej Pippa!

                              Das kann ja gar nicht anders sein, denn vor lauter Lautsein aussen, kommt die innere Stimme ja kaum zu Wort.
                              Und warum soll sie nicht zu Worte kommen?
                              Warum wenden wir so viel Energie auf um sie oder uns zu zerstreuen?

                              Nicht immer sagt unsere innere Stimme nur schöne Worte, sondern sie kann unbequem und ganz einfach die nackte Wahrheit sagen.

                              Kein Wunder, dass wir sie nicht hören wollen.
                              Kein Wunder dass sie erstmal "laut" wird, jetzt wo sie endlich mal zu Worte kommen darf.
                              Aber irgendwann hat auch sie wohl mal genug aus sich raugehaspelt, wird ruhiger und verliert ihren Drang alles auf einmal sagen zu wollen.

                              So zumindest erscheint mir das mit der wenigen Erfahrung die ich bisher gesammelt habe.

                              Uebrigens, wer sagt denn dass sich die innere Stille immer mehr vertiefen soll
                              Das ist doch wohl jedem selbst ueberlassen, vielleicht bist ja gerade Du ein "geschwätziger Typ" und es gefällt Dir damit.

                              Kap Horn
                              der sich jetzt in das "blaue Zimmer der Nachtgeborgenheit" zurueckzieht

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                                #30
                                Ich finde die inneren Stimmen ja sowas von spannend!!!!!!!!!!
                                Da kommt der beste Krimi nicht mit.
                                Was die alles zu sagen und zu erzählen haben ist fas-zi-nie-rend!
                                Wenn ich dann noch aufschreibe, was sie sagen, und mich mit ihnen unterhalte, dann habe ich wirklich das Gefühl, ich bin ich, ich bin bei mir, und ich lebe.
                                Und erst dann kann ich auch das äußere Leben z.B. im Karneval genießen, denn dann ist das Ausdruck meiner inneren Fröhlichkeit!

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