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Oktober - zu sich stehen

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    #61
    mir drängt sich gerade ein bild auf, während ich eure beiträge lese...

    ________oder___________

    zu sich stehen. bei sich sein.__________beim anderen sein. dazu gehören.

    ja, das eine muss das andere überhaupt nicht ausschließen, genau so wie es grenzen ziehen und grenzen öffnen kann (auch ein prima bild, danke liebe Bonny).

    dazu passt das bild von hobbes, mit dem sich auf den boden legen. völlig absurde vorstellung bei einer "ordentlichen" veranstaltung. ich würde sofort hinterher hobbsen und mich auch bequem auf den boden setzen. hurra!
    dein regler war in dem moment wohl mehr bei dir, weil wie du schreibst, dass für dich megawichtig war. aber klar, gleichzeitig warst du teil einer gruppe, die dich bestimmt total unterschiedlich wahr genommen hat.

    hmmm, weitergesponnen. mit einer entscheidung für mich, wie die obige, kann ich mich unbewusst voll in die herzen der anderen seminarteilnehmer katapultieren. oder das krasse gegenteil, es könnten auch alle konsterniert sein. ein stück weit lässt es sich wohl vorher abschätzen. aber niemals ganz. und da liegt wohl die krux drin, gell?

    liebe grüße

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      #62
      Freundin der Weisheit, meinst Du vielleicht hochbegabte Soziopathen?

      Ich beobachte das öfter, dass Menschen, die weniger empathisch sind, offenbar einfacher Grenzen ziehen als ich, ihre eigenen Bedürfnisse besser positionieren können.
      Manchmal wünsche ich mir dann sehr, mir davon eine Scheibe abzuschneiden.
      Dabei ist die Fähigkeit, mich in andere hineinzudenken eine Stärke, die ich gerne habe und darum stehe ich auch dazu, dass ich sie gerne anwende.
      Ein delikates Ringen um Balance.

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        #63
        In meiner schlaflosen Nacht (Vollmond naht!) hab ich mir einiges überlegt, was ich jetzt mal versuche, mit dem unausgeschlafenen Kopf hier in Worte zu fassen.
        Ist es nicht viel einfacher und entspannter, sich so zu zeigen, wie man ist, anstatt ständig zu überlegen: Bin ich das? Setze ich Grenzen? Sollte ich Grenzen setzen? Stehe ich zu mir selbst? Wie mache ich das?
        Ich finde das fürchterlich anstrengend, das raubt mir Kraft.
        Ich denke öfter: Grübele doch nicht so viel herum, analysiere nicht ständig dein Verhalten.
        Ich bin mehr fürs Machen, fürs Tun; ich will ins Handeln kommen, das bringt mich wesentlich weiter und macht mich zufriedener.
        Um bei dem Beispiel mit dem Chirurgen zu bleiben:
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass der sich vor einer OP überlegt, wie wenig oder wie viel empathisch er an die Sache herangehen darf/sollte, er tut es einfach und macht sich nicht weiter Gedanken über seine Einstellung.
        Manchmal beneide ich Menschen, die einfacher gestrickt sind als ich (das ist keine Abwertung!), sie leben ihr Leben, ergehen sich nicht in philosophische Analysen ihres Tuns, sondern machen das, was nötig ist, ohne weiter darüber nachzudenken.
        Wir sind hier unheimlich "verkopft"; ich lebe lieber nach meinem Bauchgefühl. Das ist wesentlich unkomplizierter.

        Vielleicht meine ich das aber auch nur, weil ich die "Verkopfung" schon hinter mir habe und mir die Erkenntnisse bereits in den Bauch gerutscht sind.

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          #64
          Bonny, Dein letzter Post spricht mir sehr aus dem Herzen. Eigentlich in allen Punkten, einschließlich dem, wegen des nahenden Vollmonds kaum geschlafen zu haben

          Ich denke, es ist eine Sache des Alters. Früher habe ich auch viel mehr darüber nachgedacht, wie ich bin, ob ich so sein darf etc.
          Es ist weniger geworden, darüber freue ich mich und manchmal wundere ich mich auch darüber, meinem Vater in vielen Reaktionen ähnlicher zu werden

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            #65
            Ich finde, man sollte nicht die Macht von jahrelanger Einübung unterschätzen. Zu erkennen, dass ein bestimmtes Verhalten, welches man als völlig normal kennen gelernt hat und man sich daher Null Gedanken macht, ob wirklich jeder andere genauso denkt / empfindet, ist schon eine Riesenleistung.
            Und auch wenn einem bewusst wird, dass das eigene Verhalten / die eigene Einstellung nicht hilfreich / gut / whatever ist, ist das Ändern dennoch so schwierig, weil man mit dem Erlernen des "falschen" Verhaltens (ich weiß, das ein Verhalten nicht falsch ist, ich benutze dieses Wort lediglich zur besseren, klareren Darstellung) nur bestimmte Hilfsmittel zum Erhalt dieses Zustandes erlernt hat. Äh... mal als Verständnisbeispiel: Wenn ich nur gelernt habe, mit einem Automatikgetriebe zu fahren, werde ich ziemliche Schwierigkeiten haben, ein Schaltgetriebe zu bedienen.

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              #66
              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
              In meiner schlaflosen Nacht (Vollmond naht!) hab ich mir einiges überlegt, was ich jetzt mal versuche, mit dem unausgeschlafenen Kopf hier in Worte zu fassen.
              ach deswegen schlafe ich gerade so schlecht ...
              Ist es nicht viel einfacher und entspannter, sich so zu zeigen, wie man ist, anstatt ständig zu überlegen: Bin ich das? Setze ich Grenzen? Sollte ich Grenzen setzen? Stehe ich zu mir selbst? Wie mache ich das?
              Ich finde das fürchterlich anstrengend, das raubt mir Kraft.

              empfinde ich genauso, kostet enorm kraft. geht aber vielleicht manchmal nicht ohne?
              Ich denke öfter: Grübele doch nicht so viel herum, analysiere nicht ständig dein Verhalten.
              Ich bin mehr fürs Machen, fürs Tun; ich will ins Handeln kommen, das bringt mich wesentlich weiter und macht mich zufriedener.

              ich denke, je mehr ich anfange zu mir zu stehen, umso weniger wird das grübeln. weil ich zu mir stehe, muss ich mich nicht in endlosen selbstdiskussionen überzeugen, dass ich dies oder das jetzt "darf", es legititm ist oder so. ich sach dann: herrjeh, will ich jetzt so, dann ist das so. punkt.

              ...

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                #67
                @ Fortuna:
                Das mit den Selbstdiskussionen kenne ich nur allzu gut.
                Wenn es denn wenigstens um etwas gehen würde, bei dem (mir) klar ist, dass ich da ambivalent bin (z. B. mit jemandem zusammenarbeiten zu müssen, den ich nicht mag, so dass jeder neue Tag eine neue "Überzeugungsarbeit" meinerseits braucht).
                Aber was ist mit so einem Müll: Ich bin temperaturtechnisch recht zart beseitet und ziehe dementsprechend auf meiner Fahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit (auch im Winter, jawoll!) Handschuhen und Mütze an - auch wenn es gar nicht wirklich kalt, sondern allenfalls ein bisschen frisch ist (15 Grad oder so).
                Das ist so und geht auch nicht anders. Dennoch mache ich mich dafür immer wieder fertig mit Gedanken wie "Zimperliese" oder "Meine Güte, willste nicht NOCH eine Jacke drüberziehen!". Auch gehe ich grundsätzlich davon aus, dass alle Anderen, die mich so sehen, über mich lachen und ebenfalls denken "Ziemperliese".
                Ich habe mal Freunde gefragt, wie sie das finden, dass ich mich so dick anziehe. Der Tenor war "Ja Gott, es gibt halt menschen, die empfindlich sind...", wo ich dann zwischen den Zeilen lese "Na ja, ich find's jetzt nicht so toll, aber du kannst halt nix dafür, so ein unfassbares Weichei zu sein...". Sprich, eine Abwertung.
                Ich komme da einfach nicht weiter. Fast jeden Morgen kommen die selben, mich niedermachenden Gedanken. Und ich weiß gar nicht, warum. Denn an sich bin ich der Überzeugung, dass jeder so sein darf, wie er will. Jedoch scheint es so zu sein, dass ich mich selber nicht so sein lassen kann, wie ich will bzw. bin. Da stoße ich an meine Grenzen, zu mir selbst zu stehen.

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                  #68
                  Interessanter und wirklich etwas zum zu sich stehen wäre es vielleicht, wenn jemand nur in der Unterhose auf dem Fahrrad fahren würde. Ob jemand bei 15 Grad Mütze und Handschuhe trägt ist doch wirklich sowas von uninteressant, damit wird man nicht zum Gesprächsstoff.

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                    #69
                    Warum sollte ich bei 15 Grad nur in der Unterhose draußen sein? Das wäre für mich wegen der Temperatur unangenehm. Das steht auch so in meinem Beitrag und daher würde ich es begrüßen, wenn du vor einer Antwort erst einmal genau liest. So bin ich enttäuscht, dass du meinen ernsthaften Beitrag zu diesem Thema mit völlig irrelevanten Zusammenhängen ins Belächelnswerte ziehst.

                    Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht habe ich dir einfach nur (unbeabsichtigt!) vor Augen geführt, wie wenig du selber zu dir stehen kannst, wie wenig du es selber schaffst, das zu leben, was du nicht müde wirst zu predigen. Dass du nicht einfach nur mal Leben kannst, sondern immer einen (meist sexuell motivierten) Kick brauchst, um dich überhaupt zu spüren. Ich habe nämlich ehrlich gestanden noch nie solch einen zornigen, selbstgerechten, misstrauischen, launischen, unzufriedenen Menschen wie dich erlebt, der schnell bei der Hand ist mit einem Urteil über Andere, während er gar nicht merkt, wie gerne er doch wenigstens ein bisschen so wäre wie die, auf die er immer draufhaut.

                    Ich bitte dich daher darum, entweder in Zukunft (meine) Beiträge sorgfältiger zu lesen. Oder aber, wenn dir nichts das Thema erleuchtendes oder weiterführendes einfällt, einfach die Klappe zu halten. Denn dein Kommentar ist vieles - intelligent, witzig oder relevant ist er jedoch nicht.

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                      #70
                      Zitat von doe_maar Beitrag anzeigen
                      wo ich dann zwischen den Zeilen lese
                      warum liest Du dort???
                      Zitat von doe_maar Beitrag anzeigen
                      Sprich, eine Abwertung.
                      Aber die liest Du z w i s c h e n den Zeilen, warum???

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                        #71
                        liebe doe-maar,

                        du brauchst dir selbst gegenüber das gleiche selbstbewusstsein, dass du gerade mystery gegenüber an den tag gelegt hast.

                        dein beispiel finde ich klasse! wie geht es dir, wenn du andere mit handschuhe und mütze bei 15 grad radeln siehst? denkst du dann: weichei? oder freust du dich daruber, dass es anderen genau so wie dir geht? oder siehst du die vll gar nicht?

                        ich vermute mal, hier steckt ein verinnerlichter glaubenssatz (aus der kindheit?) dahinter. hat dich irgendwann jemand aufgezogen, dich lächerlich gemacht? hattest du eine familie, in der es als heldenhaft galt, bloß abgehärtet zu sein?
                        ich könnte mir gut vorstellen, dass du dich längst in einem konstruktiven prozess befindest? du hast freunde gefragt und hast KEINE fiese reaktion erhalten. super! ein klein bisschen lächelst du auch schon über deine allmorgendliche arie. dass du weißt, dass du die kuschelige wärme brauchst, ist doch viel wert. ich will nicht wissen, wie viele sich lieber die finger und ohren frostig frieren, nur um cool rüber zu kommen.

                        hm, oder lenkst du dich von was ganz anderem ab? ich hab mit mir auch lange diskutiert, weil ich momentan täglich mit der bahn fahre anstatt das rad zu nehmen. ja, ein paar mal bin ich geradelt, brauche dafür aber doppelt so lange. hab ich dann als argument für morgens akzeptiert. ne halbe stunde länger schlafen? unbedingt! dann aber heimweg. boah, die strecke ist so ätzend, nur an mindestens 6-spurigen hauptverkehrsadern längs, wechselweise mit übelstem kopfsteinpflaster. kein spaß. hat ne weile gedauert, bis ich frieden mit mir und der bahn schließen konnte. heute entscheide ich je nach gusto (meist für die bahn), und weißte was: ich genieße die wahlfreiheit, weiß die vorteile des gewählten dadurch viel besser zu schätzen. (und ich darf ein faules faulitier sein!!!!)

                        liebe grüße

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                          #72
                          So bin ich enttäuscht, dass du meinen ernsthaften Beitrag zu diesem Thema mit völlig irrelevanten Zusammenhängen ins Belächelnswerte ziehst.
                          das hat ja Fortuna wieder mehr wie gut gemacht.
                          Vielleicht fällt Dir ja noch ein, weshalb Dich noch so eine unlustige Antwort erwartete. Hättest Du Dich mal vor ein paar Wochen nicht so primitiv dazu eingemischt, dann hätte ich Dein Problem wahrscheinlich einfach übersehen, wie das meiste andere, wo es mich in den Fingern juckt ja auch.

                          Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht habe ich dir einfach nur (unbeabsichtigt!) vor Augen geführt, wie wenig du selber zu dir stehen kannst, wie wenig du es selber schaffst, das zu leben, was du nicht müde wirst zu predigen.
                          wenn Du vorher genauer gelesen hättest, würdest Du wissen was ich dazu geschrieben habe. Das habe ich sehr ehrlich und ziemlich klar beschrieben.

                          Dass du nicht einfach nur mal Leben kannst, sondern immer einen (meist sexuell motivierten) Kick brauchst, um dich überhaupt zu spüren.
                          Das ist bei nicht kastrierten Lebewesen ganz normal. Das Leben ist ein Gedeihen und dazu gehört auch das säen. Ohne das wird man krank und äussert sich in meist naturfernen, schädlicheren, teuren und trotz allem langweiligeren Ticks, wie z.B. bei 15 Grad nur in Unterhose ... .

                          Ich habe nämlich ehrlich gestanden noch nie solch einen zornigen, selbstgerechten, misstrauischen, launischen, unzufriedenen Menschen wie dich erlebt, der schnell bei der Hand ist mit einem Urteil über Andere, während er gar nicht merkt, wie gerne er doch wenigstens ein bisschen so wäre wie die, auf die er immer draufhaut.
                          den ersten Teil dieses Abschnitts sehe ich eher als Kompliment. Du hast nur das Wort "ehrlichen" noch vergessen. Klar ist ein Leben, wenn man besser wie ich nett scheinen kann, meistens weniger anstrengend. Wer wollte das nicht besser wie ich gelernt und beibehalten haben?

                          Ich bitte dich daher darum, entweder in Zukunft (meine) Beiträge sorgfältiger zu lesen. Oder aber, wenn dir nichts das Thema erleuchtendes oder weiterführendes einfällt, einfach die Klappe zu halten. Denn dein Kommentar ist vieles - intelligent, witzig oder relevant ist er jedoch nicht.[/QUOTE]

                          Dass etwas in der Art als Antwort kommt, wenn man Dir nicht nach dem Mund redet, wusste ich auch vorher. So intelligent bin ich schon noch, keine Bange.

                          Kommentar


                            #73
                            Liebe Leute.

                            Ich war gerade 3 Tage auf Seminar: es ging um die eigene Wirkung und alle anderen durften Feedback geben. Die Gruppe war wild gemischt. Und auch wenn es im beruflichen Kontext stand, aufgrund der räumlichen Nähe auch abends im Hotel, hat man sich schnell gut kennengelernt.

                            Das Interessante war: es ist ein Vertrauen entstanden, so dass alle ein Stück weit aus sich heraus gegangen sind. Zu sich stehen hat mE auch damit zu tun, wie viel Platz da ist - und in wie weit man sich seinem Umfeld Preis geben möchte.

                            In einigen persönlichen Facetten mag da Verletzlichkeit folgen - oder Raum für schnelles Wachstum.

                            Alles in allem hatte ich heute nach den 3 Tagen den Eindruck, wir alle sind ein Stueckchen gewachsen, JedeR auf die eigene Weise - und zeitgleich ist die eigene Standfestigkeit im eigenen Leben gewachsen.

                            I don't care ist also nur eine Antwort.
                            Ich bin interessiert am ehrlichen Feedback eine andere. Denn mit Ehrlichkeit im Umfeld kann ich meine Flügel uU noch weiter ausbreiten.

                            Natuerlich kann so etwas nur Bruchteile beleuchten - aber diese Facetten sind im Gesamtbild auch helle scheinend.

                            Ich bin dankbar, dass ich in dieser Art von geschütztem Umfeld so sehr Ich sein konnte - und neue Flugtechniken ausprobieren konnte

                            Das sei mal eingeworfen - weil ich dies so vor 3 Tagen nicht erwartet oder als hier passend empfunden hätte; heute ja.

                            Kommentar


                              #74
                              Liebe Fortuna,

                              dein beispiel finde ich klasse! wie geht es dir, wenn du andere mit handschuhe und mütze bei 15 grad radeln siehst? denkst du dann: weichei? oder freust du dich daruber, dass es anderen genau so wie dir geht? oder siehst du die vll gar nicht?
                              Hm, der Witz ist, dass ich von einem Ort in einen anderen fahre. Das ist für die meisten Leute, die ich kenne, ungefähr gleichzusetzen mit einer Erdumrundung mit 'nem Schlauchboot.
                              Ergo: ich sehe kaum andere Radfahrer auf dem Weg. Ich bin allerdings mal aus einem (langsam) fahrenden Auto angemacht worden von so'n paar Jungochsen "Ey, Alte, zieh die Pelle aus, es ist Sommer!". Und darüber habe ich mich tierisch aufgeregt. Warum, verstehe ich aber immer noch nicht. Dennoch spüre ich immer noch den Groll darüber...

                              ich vermute mal, hier steckt ein verinnerlichter glaubenssatz (aus der kindheit?) dahinter. hat dich irgendwann jemand aufgezogen, dich lächerlich gemacht? hattest du eine familie, in der es als heldenhaft galt, bloß abgehärtet zu sein?
                              Ja, das ist passiert, wenn auch mit ganz anderen Themen. ich glaube, ich ringe viel mehr mit einerseits dem (rationoales) Wissen, dass es albern ist, sich mit irgend jemandem zu vergleichen, der ja doch anders ist als man selber und andererseits dem (emotionalen) Bedürfnis, für irgend etwas anerkannt, gelobt oder oft auch nur gesehen zu werden (im Sinne von Feedback für irgendetwas zu bekommen).

                              Dazu passt nämlich auch sehr gut Kaluas Beitrag:
                              Zitat:
                              Zitat von doe_maar
                              wo ich dann zwischen den Zeilen lese

                              warum liest Du dort???
                              Zitat:
                              Zitat von doe_maar
                              Sprich, eine Abwertung.

                              Aber die liest Du z w i s c h e n den Zeilen, warum???
                              Denn, ja, ich glaube inzwischen, dass ich viel zu sehr hinterfrage und analysiere und so meist etwas rein interpretiere, wo der Absender das Gesagte genau so gemeint hat, wie er es gesagt hat - und nicht so, wie ich es interpretiere.
                              ich glaube, das Zwischen-den-Zeilen-lesen ist etwas, mit dem ich herauszufinden versuche, ob der Andere mir wohlgesonnen ist. Ob er ehrlich zu mir ist oder mir nur Honig ums Maul schmiert und mich hinter meinem Rücken verarscht. Ja, das ist eine ganz konkrete Angst, die ich im Umgang mit Menschen habe - auch weil ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe.

                              hm, oder lenkst du dich von was ganz anderem ab? ich hab mit mir auch lange diskutiert, weil ich momentan täglich mit der bahn fahre anstatt das rad zu nehmen....
                              Nö, ich fahre wirklich gerne mit dem Rad - auch wenn es im Winter arschkalt und abends bereits zappenduster ist oder ich (wie meist) morgens Gegenwind habe. Daran liegt's nicht.
                              Wo ich jedoch gerade eine Unstimmigkeit bei mir erspüre, sind so Sachen wie ständiges Gemaule über z. B. hohe Spritpreise von anderen Mitmenschen. Schlage ich jedoch vor, das Fahrrad zu nehmen, ernte ich ein "Wie? Iiiich? Nö, das ist mir zu kalt/weit/dauert zu lange/dann schwitze ich ja/wie soll ich denn damit all meine Einkäufe mitkriegen...!".
                              Und mich kotzt es an, mir jedes unreflektierte und von Bequemlichkeit verursachte Dauergemaule über jeden Fliegenschiss anhören zu müssen - auch wenn ich es nicht hören will. Dieses Gequicke von wegen "Ogott, du bist ja völlig nass!", wenn ich mit nasser Regenkleidung (Hallo-ho, darunter bin ich trocken wie eine Scheibe Knäckebrot!!!) in die Firma komme und erst allen erklären muss, dass ich weder daran sterben werde noch eine Erkältung davon bekomme.
                              Weißt du, all dieses sinnentleerte, hohle Geplapper ohne vorher nachzudenken. Reflexe. Helfertourette - einfach nur, weil die Leute ein Problem machen, wo ich gar keines habe. Und was ich auch klar und deutlich sage.
                              Aber nein, man will unbedingt kundtun, wie schrecklich es doch ist, dass ich so nass bin, damit auch ja alle merken, wie einfühlsam sie sind. Und wenn ich versuche, eben das klar zu machen (dass ich kein Problem mit z. B. dem Nasswerden habe), mir keiner glaubt und daher trotzdem weiterdiskutiert wird.... woaaaaah!!! Dann denke ich immer "Ey Leute, sas ist MEINE Lebenszeit und MEINE Energie, die ihr mir da mit so einem Pille-Palle raubt!". Und ich glaube, dass ich letztendlich von mittlerweile so ziemlich jedem um mich herum erwarte (vermute), dass ich mit noch mehr belanglosem Pille-Palle zugetextet und mich damit zu beschäftigen genötigt werde. Und DAS nervt mich - weil ich nicht weiß, wie ich's abstellen soll, ohne unhöflich zu werden.

                              Liebes Küstenkind (dein Name verursacht bei mir übrigens immer einen Hauch von Fernweh... ),
                              deinen Beitrag empfinde ich sehr allgemein und ich bin mir daher nicht sicher, ob ich dich verstehe. Magst du das anhand eines Beispiels näher erklären?


                              @ Mystery:
                              Vielleicht fällt Dir ja noch ein, weshalb Dich noch so eine unlustige Antwort erwartete. Hättest Du Dich mal vor ein paar Wochen nicht so primitiv dazu eingemischt, dann hätte ich Dein Problem wahrscheinlich einfach übersehen, wie das meiste andere, wo es mich in den Fingern juckt ja auch.
                              Ach so, jetzt verstehe ich dich: Es ging dir mit deinem Beitrag lediglich darum, deine Rachsucht zu befriedigen. Na ja, wenn es dir dadurch besser geht, stehe ich dir gerne als Feindbild zur Verfügung.
                              Zuletzt geändert von doe_maar; 09.10.2014, 16:21.

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                                #75
                                ist ja gut jetzt.

                                https://www.youtube.com/watch?v=KkiB9ZIrhd4

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