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Oktober - zu sich stehen

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    Oktober - zu sich stehen

    Guten Morgen,

    ich wünsche allen ein schönes langes wochenende. zeit, sich gedanken um ein "neues" thema zu machen. wie wäre es damit?

    zu sich stehen -
    das ist für mich ein prozess, der vermutlich bis an mein lebensende aktiv sein wird.

    zu sich stehen -
    und zwar vor allem an den punkten, die total unbedeutend, ja sogar lächerlich wirken.

    zu sich stehen -
    und sich nicht mehr länger verleugnen. sich selbst nicht toller oder interessanter machen. machen wollen.

    zu sich stehen -
    und dabei in kontakt mit anderen menschen sein.

    ja, es sieht gut aus, sich als sportlich aktiv, vielseitig interessiert, liebenswürdig, kooperativ zu präsentieren. mit hobbies, die jeder gut findet.

    ich oute mich: ich finde paddeln total langweilig. ich hab lang vegetarisch gelebt und heute esse ich wieder fleisch, mit genuss. gerade stehe ich voll auf plüschfüchse und kugelschreiber mit niedlichen schweinchen drauf. ich glaub nicht mehr dran, dass nur weil man etwas wirklich will, sich der wunsch auch erfüllt (hab zu viele scheitern sehen). ich hab mein leben lang gekämpft, erst für andere, dann für mich, und inzwischen hab ich die schnauze voll. ich weiß, dass ich ein schlaues kerlchen bin, ich kann rechnen und komplex denken, und lass mir kein X mehr für ein U vormachen. wenn ich ein blödes gefühl bei etwas habe, bestätigt sich das oft. ich bin emotional, ich kann keine sozialen ungerechtigkeiten leiden und hab ne schwäche für umweltschutz und minimalismus. sollen mich andere doch für eine öko-emanze halten, i don´t care! ich steh dazu!

    mit zu sich stehen meine ich ganz viele verschiedene aspekte und ich würde mich freuen, wenn ihr eure hinzufügt!

    #2
    *I don't care*
    Das ist schön und will unabdingbar mit dem 'zu sich stehen' verbunden.

    Wenn ich durch die Gegend fliege, ziehe ich mich praktisch an ... man muss darin schlafen koennen, die Kleidung muss alle TTemperaturunterschiede abpuffern. Das machen die meisten, wenige werfen sich nach einem Interconti - Flug in einen Anzug (wohl nur die, die ohne Dusche ins Meeting muessen).

    Als ich gestern endlich in FRA meinen Anschlussflieger jagte, fiel ich auf. Pink Hose, Sternchen im Schal - und so frech in der Fastlane um Beschleunigung zu bitten und dann noch als eine dee ersten beim Boarding an der BizClass anzustellen.
    .in Deutschland wird extremst wegen Kleidung gewertet, fällt mir immer wieder auf.

    I don't care / naja: I care little.
    Das Schöne ist, wenn man freundlich (uu bestimmt) mit dem Persobal & Umfeld umgeht, ich Ich selbst bin, dann ist der Service gleich auch viel freundlicher.
    Und das beweist mir wieder, letztlich geht es um Sein, authentisch sein - nicht um die Fassade.

    Genau so wie ich es liebe, an freien Tagen noch eine Weile im Schlafanzug rumzurennen, ggf zu kochen und danach erst zu duschen.
    DAS Gefühl ist dabei unvergleichlich: einfach im Fluss sein!
    Auch wenn man mir mal suggeriert hat: Du musst Dich erst für den Tag richten...

    I don't care.


    -》schönes Thema!

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      #3
      freut mich liebes Küstenkind!

      mir fiel noch einer ein: heute ein spießer!

      weil meine neuen nachbarn sich als sehr feierfreudig bewiesen die letzten wochen, rang ich mit mir. bloß kein spießer sein, sei eine nette, großzügige nachbarin!!!!

      nein, my home ist my castle, keine technohölle!

      wenn die jungspunds feiern wollen, sollen sie ausgehen. oder am besten gleich in einen stadtteil ziehen, in dem junge, feierfreudige WGs sind. ich bin von dort hierher gezogen, um RUHE zu haben. und dazu stehe ich!

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        #4
        Hallo Fortuna,

        vielen Dank für das spannende Monatsthema!

        Zu mir zu stehen, also das zu vertreten, was in irgendeiner Weise sowieso schon Fakt ist (meine Kleindung, meine Reaktionen etc.) fällt mir weniger schwer als Für mich einzutreten, was aber vermutlich nur eine aktivere Variante des Zu-mir-Stehens ist, oder wie seht Ihr das?

        Für mich eintreten wird für mich vor allem dann relevant, wenn es um widerstreitende Wünsche und verschiedene Optionen geht: Ich neige dazu, das was anderen Menschen wichtig ist, wichtiger zu nehmen, als das, was ich selbst gerne möchte. Ich trete damit seltener als vielleicht nötig für mich und meine Bedürfnisse ein.

        Im harmlosen Fall hat das früher bedeutet, dass ich mich als einzige Vegetarierin einer Gruppe nach einem "Wohin wollen wir gehen?" plötzlich in einem Steakhouse wiederfand. Es kann aber auch existentieller werden, wenn man über längere Zeiträume hinweg mehr zurücksteckt, als man tatsächlich verkraften kann. Und dashabe ich damals zugelassen und mich in eine Depression hineinmanövriert.

        Deswegen ist es für mich wichtig geworden, in solchen Gruppen-Entscheidungssituationen stärker bei mir zu bleiben und die vorgebrachten Wünsche der anderen stärker mit meinen eigenen Bedürfnissen abzugleichen.

        Liebe Grüße,
        Chaja

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          #5
          Was bedeutet zu sich stehen ? Seine negativen Seiten akzeptieren und zu Ihnen stehen ? Was genau ist das bei Euch ? Ich lese immer nur allgemein "ich stehe zu mir" ... und dann untermalt mit harmlosen Beispielen, dass man z.B. seine Ruhe haben möchte oder dass man keine Marmelade kochen kann und ähnliches.
          Welche Eigenschaften fallen euch schwer, an euch zu akzeptieren ?

          Und wie verhält sich es mit der Toleranz anderen gegenüber, wenn man sich selbst gegenüber auch toleranter ist ? Oder umgekehrt ?

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            #6
            Im harmlosen Fall hat das früher bedeutet, dass ich mich als einzige Vegetarierin einer Gruppe nach einem "Wohin wollen wir gehen?" plötzlich in einem Steakhouse wiederfand.
            liebe Chaja,

            eine super ergänzung, danke! ja, zu sich stehen und für sich eingestehen sollte zusammen gehören. ja, WIE äußert sich dieses zu sich stehen/ für sich einstehen?

            dein beispiel ist genial. hätte mir auch passieren können. solche situationen finde ich heute spannend. ich würde in dem fall sagen: räusper* ich bin vegetarierin ... (und dann würde ich aber ganz genau beobachten, wer wie reagiert!) und ich würde wohl nicht außer acht lassen, gibts denn machbare alternativen? wenn nicht, könnt ich auch mal nen abend mit ofenkartoffel und salat überleben. klar.

            liebes Schaf,

            mit zu sich stehen meine ich, den mut zu haben, anzuecken. oder spießig rüberzukommen. peinlich. langweilig. zu sagen, boah ich bin ne frostbeule, bitte fenster zu. zu seinen gefühlen und vorlieben zu stehen, auch wenn sie eben nicht cool und allgemein anerkannt sind.

            und ja, je toleranter ich mir selber gegenüber bin, umso besser kann ich mit den eigenheiten anderer umgehen. sie sind doch das salz in der suppe, wenn man es so sehen will!

            liebe grüße

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              #7
              Das heißt aber noch lange nicht, dass man sich mit seinen negativen Eigenschaften, die man an sich akzeptiert, hier outen muss.

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                #8
                Liebe Fortuna,
                Was für ein passendes Thema für diesen Monat, danke.
                Ich stehe gerade dazu, dass ich Chaos brauche und Rückzug und self-indulgence, und dass ich auf einem guten Weg bin, trotz oder gerade wegen des Sumpfes, den ich so um mich wahrnehme.
                Zu mir stehen. Wichtig.

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                  #9
                  Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                  Das heißt aber noch lange nicht, dass man sich mit seinen negativen Eigenschaften, die man an sich akzeptiert, hier outen muss.
                  liebe Bonny,

                  outen muss sich keiner. interessanter gedanke, hm. meine intention dahinter war die, dass es mich in der regel ungeheuer entlastet, wenn menschen sich freimütig zu etwas bekennen. dann denke ich meist: wow, was für ein freier geist. wenn der/die das kann, kann ich das auch (so machen/so sehen/ so sein).

                  liebe Tar Retaw,

                  wahrnehmen, auch ein wichtiges stichwort. seine bedürfnisse wahrnehmen.

                  das klingt so, als wäre dein sumpf gerade schutz und aufregung zugleich? wow...

                  liebe grüße

                  Kommentar


                    #10
                    Ich muss mal schauen, ob ich es so formuliert bekomme, wie ich es meine:

                    Also erstens mal stehe ich zu mir.
                    Auch zu meinen "negativen" Seiten, die ich wahrscheinlich nur deshalb negativ empfinde, weil die Gesellschaft sie so sieht.
                    Aber auch das bin ich. Auch wenn ich diese negativen Seiten auslebe.
                    Dass ich in dieser Hinsicht zu mir stehe, ist mir wichtig, was aber nicht gleich bedeutend ist mit "überall hinausposaunen".
                    Man kann sehr wohl zu sich stehen, ohne das öffentlich zu machen.

                    Es ist für mich nicht wichtig zu sagen oder zu schreiben: Schaut mal, wie freigeistig ich denke oder lebe.

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                      #11
                      Interessantes Thema. Sehr spannend auch.


                      Ich dachte immer, ich hätte frühzeitig gelernt, "zu mir zu stehen". Ich meine, es gab für mich nicht so viele Optionen, entweder kaputtgehen oder mich auf die Hinterfüße stellen. So hab ich mit Eintritt der Volljährigkeit drauf gepfiffen, was "man so macht", keinen Führerschein gemacht, keinen Freund angeschleppt. Hab offen gelebt, hab mich geoutet und ziemlich viele Böcke auch geschossen. Viele Jahre lang hab ich immer wieder gesagt und gedacht, daß es in gewisser Weise ein Luxus ist, wenn man so absolut gar niemanden hat - so schmerzhaft einerseits, bringt das auch mit sich, daß man keine Rücksichten nehmen muß. Es konnte mir schlicht egal sein, ob jemand meinen Lebensstil mistig findet, ob ich private Rentenvorsorge betreibe oder meine letzten 20 Öcken einem Straßenkünstler schenke, weil: keine Familie, keine Kinder, für die ich sorgen muß usw. - also Freiraum. Und damit auch: "Zu mir stehen".


                      Jetzt frag ich mich, ob ich das wirklich gemacht hab. Ich hab sehr stark "nach Bauchgefühl" gelebt, dachte ich.

                      Aber naja, in den letzten Wochen...

                      Mein Mann hat mich während der 12 Jahre, die wir zusammen sind, nicht oft weinen gesehen. Aufgeweckt, weil es mir nicht so gut ging, hab ich ihn in all den Jahren zwei Mal - einmal, weil ich so Angst hatte, und kürzlich, weil ich das Gefühl hatte, daß mein Körper grad die Hufe hochschmeißt.

                      Was heißt zu sich stehen? Sich in allem zeigen, was einen so angeht?

                      Das hab ich versäumt, glaub ich. Ich meine, mir hingen oft Leute an den Hacken, die meinten, ich wäre so "ehrlich" und direkt und weiß-nicht-alles.

                      Aber zeigen, daß ich Angst hab, konnte ich nie so gut. Und ich weiß nicht ob das auch "zu sich stehen" heißt, oder ob "zu sich stehen" vielleicht auch nur so'ne idealistische Sache ist, so wie "authentisch sein" oder "mutig sein" oder was es da so alles gibt.


                      Insgesamt find ich mich eigentlich ganz gut gelungen, dachte ich. Aber ich weiß nicht so richtig - zu sich stehen hätte ja auch heißen müssen, mich bissl besser um mich selber zu kümmern. Das kann ich bis heute nicht so besonders. Oder nicht? Was heißt das genau, "zu sich stehen"?

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                        #12
                        ich habe das Gefühl, dass das ich die Denkweise und die Antworten von "das Schaf" in letzter Zeit immer öfter besonders passend finde ...
                        leider gab es auch dieses Mal darauf wieder kaum eine Reaktion.

                        Was bedeutet zu sich stehen ? Seine negativen Seiten akzeptieren und zu Ihnen stehen ? Was genau ist das bei Euch ? Ich lese immer nur allgemein "ich stehe zu mir" ... und dann untermalt mit harmlosen Beispielen, dass man z.B. seine Ruhe haben möchte oder dass man keine Marmelade kochen kann und ähnliches.
                        Welche Eigenschaften fallen euch schwer, an euch zu akzeptieren ?
                        und darunter:
                        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                        Das heißt aber noch lange nicht, dass man sich mit seinen negativen Eigenschaften, die man an sich akzeptiert, hier outen muss.
                        Macht Euch nichts vor, die Dinge zu denen IHR Ihr steht, sind doch alle Pillepalle und die Auswirkungen auf die Gesellschaft dadurch doch eigentlich sowas von egal.

                        Tatsächlich kann im Ernstfall kein Einziger zu mehr wie 3% zu sich selbst stehen und tut es auch nicht. Wir tun vielleicht so, als wären wir ein wenig anders.

                        Und da sich keiner mit wirklich interessanten Dingen outet, outen sich halt alle nur mit Pillepalle, wie immer. Nur nicht auffallen und immer schön konform sein, damit man ja nicht aneckt.
                        Vielleicht ist einer Veganer oder fährt ein pinkfarbenes Auto, oder läuft als Mann mit Vollbart und Minirock spazieren, aber das ist ja nur ein minimaler Bereich und bezieht sich auch nur auf das, was man zeigt, aber nicht das, was man eigentlich IST. Zu 99% verstecken wir das Tier, was wir SIND und zeigen maximal eine spezielle Verkleidung, aber niemals UNS SELBST. ... und stehen auch nicht zu uns.

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                          #13
                          Hallo Ihr Lieben,

                          dieses Zu-sich-Stehen wird wohl erst da relevant, wo man sich mit dieser Eigenschaft, diesem Reaktionsmuster etc. noch irgendwie unwohl fühlt, in der Regel, weil man von irgendeiner "Norm" (die auch ein gängiges Idealbild sein kann) abweicht, oder?

                          Zum Beispiel kann man sich unwohl fühlen...
                          • ....weil alle anderen es anders machen. Wenn alle besonders schick gekleidet sind und man meinte, mit Jeans und T-Shirt zu dem Anlass erscheinen zu können, kann es einem leicht passieren, dass man sich dann doch unwohl fühlt.

                          • .... weil eine bestimmte Gruppe es anders macht, der man angehören will. Viele Teenager haben ja diesen starken Gruppendruck: da ist es vielen egal, ob sie sich in anderen Klamotten wohler fühlen würden: es ist einfach viel unerträglicher, sich durch andere Kleidung von der Gruppe abzuheben und vielleicht ausgrenzende Blicke, Worte oder Kontaktvermeidung zu riskieren.

                          • ... weil andere (in der Regel die Eltern) einem eingeimpft haben, dass man dieses oder jenes nicht tut oder das diese oder jene Seite an einem nicht besonders liebenswert sei.

                          • ...weil man selbst schlechte Erfahrungen mit dieser oder jener eigenen Eigenschaft gemacht hat.

                          • etc..

                          Es gibt natürlich noch viele andere Gründe. Aber ich denke, es gilt jedesmal abzuwägen, ob man gerade mit etwas aneckt, zu dem man eigentlich stehen möchte, weil es der eigenen Überzeugung entspricht, man es selbst an sich mag etc., das heißt, ob der Druck zur "Anpassung" nur von außen kommt, oder ob es etwas ist, was man selbst an sich gar nicht so mag und ändern möchte.

                          Wenn man nur aus "Trotz" zu bestimmten Verhaltensweisen steht, z.B. weil man damit gegen die Eltern aufbegehrt, ist das ja auch eine Form von Abhängigkeit vom Ausgangsmuster. Im Extremfall kann ein solches Zu-sich-Stehen bedeuten, dass man sehr unangenehme Eigenschaften oder Verhaltensweisen kultiviert und gar nicht auf die Idee kommt, diesbezüglich an sich selbst zu arbeiten oder irgendetwas zu ändern: Manche Menschen sagen einfach: "So bin ich halt. Wer damit nicht klarkommt, hat Pech gehabt!". Und das kann - je nachdem in welcher Position sich derjenige befindet bzw. wie sehr es anderen möglich ist, den Umgang mit ihm zu meiden - für das Umfeld sehr stressig sein.


                          Liebe Grüße,
                          Chaja

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                            #14
                            Zitat von Tellerrand Beitrag anzeigen
                            ...So hab ich mit Eintritt der Volljährigkeit drauf gepfiffen, was "man so macht", ...

                            ich auch! und ich würde es nicht missen wollen. aber andere lebensentwürfe sind 100% genau so viel wert ...

                            Jetzt frag ich mich, ob ich das wirklich gemacht hab. Ich hab sehr stark "nach Bauchgefühl" gelebt, dachte ich. ...

                            also ich für mich kann heute sagen: ich bin zu der zeit viel für andere eingestanden, hab für und gegen andere gekämpft. weil ich gar keine ahnung hatte, was es heißt, bei sich zu sein und für sich zu agieren. und das war eine wenn auch unbewusste, so sehr kopfige entscheidung. oder doch bauch, ganz schwer zu sagen...

                            Was heißt zu sich stehen? Sich in allem zeigen, was einen so angeht?
                            sich sich selbst zeigen, das zuallerallererst. und dann denjenigen, denen wir das zeigen wollen!
                            Das hab ich versäumt, glaub ich. Ich meine, mir hingen oft Leute an den Hacken, die meinten, ich wäre so "ehrlich" und direkt und weiß-nicht-alles.

                            Aber zeigen, daß ich Angst hab, konnte ich nie so gut. Und ich weiß nicht ob das auch "zu sich stehen" heißt, oder ob "zu sich stehen" vielleicht auch nur so'ne idealistische Sache ist, so wie "authentisch sein" oder "mutig sein" oder was es da so alles gibt.

                            JA! bevor ich angst zeigte, zeigte ich verachtung! zu sich stehen, hat für mich ganz viel mit nicht funktionieren wie erwartet zu tun!!!! und dass nicht, weil es cool aussieht oder ich etwas damit erreiche, sondern weil etwas eine saite in mir zum klingen bringt. zu sich stehen bedeutet auch, sich gedanken zu machen: wie will ich mich zeigen? angst zu zeigen ist nicht immer gut.
                            ...
                            ich glaube ich habe mir das thema einfacher vorgestellt. aber ich bin sehr froh, über die ganzen facetten, die ihr zu tage bringt. wir sind hier schließlich nicht bei einer x-beliebigen frauenzeitschrift, die lustige motivationssprüche für starken frauen raushauen will!

                            AUSHALTEN. KÖNNEN.

                            nicht funktionieren können. oder wollen.

                            einen anderen weg nehmen.

                            beispiel: ich bin in kürze arbeitslos. weil mein chef mein arbeitsgebiet fies umgestalten wollte, und ich mich damit nicht einverstanden erklärt habe. ich habe dieses mal nicht gekämpft, weil ich schon viele monate zuvor gekämpft habe und gemerkt habe, wie absurd solche kämpfe sind. ich WILL konstruktiv zusammen arbeiten. ich kann das jemand anbieten. aber ich habe es nicht in der hand, ob der andere sich darauf einlässt. hat er in dem fall nicht getan. ich kann mich jetzt als starke, der das egal ist, präsentieren. oder als armes opfer (hab ich in der vergangenheit gemacht, will ich nicht mehr.). ich will auch kein mitleid. klar, mitgefühl und verständnis tun gut. keine frage. aber alles, was mir hierbei gerade klar wird: mein weg ist ein anderer, und wenn sich andere kollegen durch mein vorgehen motiviert fühlen, dann gut. wenn nicht, genau so gut. irgendwas wird kommen. ich weiß nur nicht, wann. und das macht auch mal angst. aber besser, als täglich mit magenschmerzen zur arbeit...MEINE entscheidung.

                            ist das irgendwie verständlich?

                            Kommentar


                              #15
                              hallo Mysty,

                              was ist dein weg? wie gut kennst du das tier in dir, deine 97%?

                              nein ,in meiner seele wohnt kein massenmörder. muss ich dich enttäuschen. bin auch nicht so der typ für schwerstkriminelle delikte. ist das nicht ellenbogen-gesellschaftsdenken, mein inneres ist aber fieser wie deins?

                              immer besser, fieser, cooler, abgedrehter, haupsache mehr, oder weniger von etwas, aber hauptsache, in bewegung?

                              was, wenn wir eigentlich voll langweilig sind und uns gar nicht so groß von einander unterscheiden, könntest du damit leben? viele menschen können schlecht damit leben, dass sie nur einer unter vielen sind, sie wollen der öltropfen im ozean sein, der sich ganz ganz bestimmt nicht mit den anderen verbindet, weil ER so anders ist...

                              wir sind immer beides.

                              schwer zu ertragen, wa?

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