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Oktober - zu sich stehen

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    #91
    Zu sich selbst stehen - kann das vielleicht ganz einfach heißen, seine eigenen Regeln aufzustellen und auf die anderer (wenn möglich) zu pfeifen?

    Ich finde, nicht auf jeden Mist zu hören, den "man" tun oder lassen soll oder der gerade total "in" ist, schon einen großen Schritt. Und das bei allem, denn mit den Jahren wird es (zumindest mir) unwichtiger, was andere erwarten. Gleichzeitig lasse ich andere sein, wie sie wollen, ärgere mich vielleicht manchmal darüber, aber warum auch nicht?

    Und eine von außen betrachtet schlechte Eigenschaft an mir (glücklicherweise endlich): Meine Meinung ist mir wichtig, ich stehe dazu, auch wenn ein anderer mich deswegen dumm findet. Manche nennen das dann stur, aber viel zu lange war die Meinung anderer viel "wichtiger, klüger, durchdachter", als meine eigene.

    Ach ja - ich finde nicht, daß zu sich stehen ein abgeschlossenes "Projekt" ist. Ändern wird man sich immer wieder und sei es, weil der Körper einen (altersbedingt) dazu zwingt . Also, obwohl wir niemals "fertig" sein werden, können wir zu jedem Zeitpunkt mit uns selbst im Reinen sein und genau das ist für mich "zu sich stehen".

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      #92
      Dank Freundin der Weisheit. Den Film hab ich nie gesehen, aber darüber gelesen.

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        #93
        Zu sich selbst stehen:

        z.B. vor einer Gruppe seine persönliche, auch abweichende, Meinung selbstbewußt, deutlich und ruhig vertreten, ohne die Zuhörer zu verletzen, zu belehren oder unbewußt zu provozieren, und ausdrücklich deren abweichende Meinung akzeptieren.

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          #94
          Dieser Beitrag ist natürlich auch nicht belehrend zu verstehen. Ich finde ja, dass eine Diskussion auch mal von einer gewissen Hitzigkeit LEBT. Beziehungsweise sehe ich einen Unterschied zwischen Meinungsausstausch und Diskussion.

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            #95
            Zitat von hobbes
            Ich, für mich allein, habe wenig Probleme, zu mir zu stehen, weil ich mich gar nicht in Frage stelle.
            Zitat von Nordhimmel
            Warum solltest du das auch, das tun die wenigsten Menschen. Wir stellen uns erst in Frage im Spannungsfeld zwischen den eigenen Wünschen und den Wünschen anderer.
            Wenn ich mich "immer" ohne irgendwelche Bedenken oder Hemmungen jeweils so geben kann, wie ich fühle und denke - also ganz bei mir bin - stehe ich so fest zu mir, dass ich mich für mich und im Vergleich mit meinen Mitmenschen nicht mehr "immer" in Frage zu stellen brauche.
            Ich kann dann auch die Konsequenzen meines Seins und meines "Auftretens" akzeptieren. Ich stehe dann ebenfalls da-zu.

            Ich stelle mich auch nicht mehr zwingend in Frage, wenn ich - wie Nordhimmel schreibt - in ein "Spannungsfeld" komme. Genau in solchen Situationen zeigt es sich, wie fest ich zu mir stehen kann, wie gut ich mein "Sosein" leben kann ... und will ... und auf Herausforderungen anspreche ... wie gut ich meine Schatten und blinden Flecken kenne und mit ihnen umzugehen weiss.

            Ob mein Verhalten nun in den Augen der Anderen genehm oder nicht genehm ist, ob der Andere sich "anders" als ich verhalten würde oder sich sonstwie an meinem Auftreten stört, ist seine persönliche Angelegenheit, die er vielleicht sogar mit vielen anderen teilt ... und vielleicht - wie Jannes schon erwähnte - eine Möglichkeit ist, seine eigenen Problemlösekompetenzen zu entwickeln.

            Ein Mensch, der vollauf zu sich steht, zieht (wie es scheint) in der Regel nicht viele "Freunde" an, eher Neider oder ideologisch geprägte Feinde. Wer Menschen, die zu sich stehen, über den Daumen als Psychopathen bezeichnet, sollte seine eigenen Feindbilder oder seine insgeheimen Ängste dringend hinterfragen.
            (Nicht an dich gerichtet, liebe Freundin der Weisheit, sondern an diejenigen, die solche abwertende Pauschalstigmatisationen auf die Menschheit loslassen. )

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              #96
              Hier fehlt mir gerade mal wieder der "Gefällt mir"-Knopf. Danke für diesen Beitrag, Shepherd

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                #97
                Danke auch.

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                  #98
                  Shepherd, ich finds schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen hier

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                    #99
                    ich habe in diesem faden nicht alles gelesen; vielleicht wiederhole ich bereits geschriebenes - egal.
                    mir fällt es schwer, auf deibel komm raus zu mir selbst zu stehen. dafür bin ich zu harmoniesüchtig und zu bequem. außerdem ist die grenze zwischen 'notwendig' und 'peanuts' für mich schwammig. wenn jemand z. b. unbedingt meint, daß ich eine frau wäre, sage ich mir: 'soll er doch, das kratzt mich nicht'. dann stehe ich nicht zu mir als mann. oder?

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                      Zitat von benno Beitrag anzeigen
                      ich habe in diesem faden nicht alles gelesen; vielleicht wiederhole ich bereits geschriebenes - egal.
                      mir fällt es schwer, auf deibel komm raus zu mir selbst zu stehen. dafür bin ich zu harmoniesüchtig und zu bequem. außerdem ist die grenze zwischen 'notwendig' und 'peanuts' für mich schwammig. wenn jemand z. b. unbedingt meint, daß ich eine frau wäre, sage ich mir: 'soll er doch, das kratzt mich nicht'. dann stehe ich nicht zu mir als mann. oder?
                      hallo benno,

                      interessantes beispiel. spontan fällt mir dazu ein:" glaub doch was du willst"...
                      für mich hat zu sich stehen nicht unbedingt etwas damit zu tun, sich an anderen abzuarbeiten. die oft fragwürdige beweggründe haben...? ich bekomme meist eh ganz fiese kreuz-und-quer-falten auf der ganzen stirn, wenn mir jemand eine eigenschaft beginnend mit "du bist..." zu weist. was soll denn das? ich bin offener, wenn jemand fragt: warum bist du so/handelst du so? oder, allerdings schon leicht grenzwertig: "wem willst du damit etwas beweisen?

                      notwendig oder peanuts. wieso sich provozieren lassen? wenn ich so überlege, dann ist für mich "zu sich stehen" oftmals etwas aktives. etwas (ggf mich selbst oder andere) schützen. etwas neues kreieren. etwas verteidigen. aus mir heraus.

                      was meinst du dazu?

                      schöne grüße

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                        Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                        notwendig oder peanuts. wieso sich provozieren lassen? wenn ich so überlege, dann ist für mich "zu sich stehen" oftmals etwas aktives. etwas (ggf mich selbst oder andere) schützen. etwas neues kreieren. etwas verteidigen. aus mir heraus.
                        hi fortuna,
                        nach meiner meinung sind unsere ansichten garnicht so weit auseinander. vielleicht war das beispiel mit dem 'mann-sein' unglücklich gewählt. es ist primär egal, wen oder was ich schütze/verteidige, wenn ich merke, daß dem jeweiligen unrecht getan wird. aber oft lasse ich das um des lieben friedens willen. neues kreieren macht mir spaß. ich erzähle oft abstruse geschichten, die andere verwirren und vor den kopf stoßen. 'beleidigung' des anderen weltbilds. dann ist es natürlich etwas traurig, daß wir nicht auf gleicher wellenlänge sind, aber die freude über meine kreativität obsiegt.

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