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Monat Juni: Veränderungen?!

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    #31
    Oh ja, so ist es!
    Vor allem Angst kann mit Wut hervorragend nieder gemacht werden. Diese Erfahrung hab ich lange gemacht.
    Ich hatte damals mit meinem Psychotherapeuten darüber gesprochen. Das gilt auch für andere Gefühle, es geht immer nur eins; zwei Gefühle gleichzeitig sind intensiv nicht machbar.

    Wenn ich z.B. depressiv war und dann in Wut geriet, war die depressive Phase vorbei.

    Ich muss mir mal noch mal angewöhnen, die Wut hervorzuholen, damit ich meine nächste Veränderung auch wirklich konsequent durchziehe!

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      #32
      Liebe Nordwind,

      Zitat von Nordwind Beitrag anzeigen
      Irgendwo habe ich gelesen, Wut hebt die Angst auf, beide Emotionen gleichzeitig zu haben geht nicht.
      Ich kenne einige Leute, die tatsächlich durch ihre Wut ins Handeln und damit ins Verändern gekommen sind, so wie Du es an Dir erlebst.

      Ich kenne aber auch Leute, deren Angst so groß ist, dass auch enorme Wut ihnen nicht heraushilft. Insofern würde ich sagen: Doch, man kann beide Emotionen gleichzeitig haben. Manche Menschen sind voller Wut und voller Angst, auch wenn ich damit nicht unbedingt meine, dass sie beides zum gleichen Zeitpunkt gleichstark spüren können. Aber enorm große Angst kann auch enorm große Wut so dominieren, dass sich letztere nur im privaten Rahmen austobt und äußerlich alles bleibt wie es ist.

      Vielleicht kommt es auch darauf an, wann (in welchen Situation) man Wut empfindet bzw. welche Art von Wut man in sich spürt? Bei manchen Menschen nehme ich deren Wut als Selbstbefreiung wahr, wenn sie z.B. endlich einmal für sich selbst einstehen und ihre Interessen gegen andere behaupten. Bei anderen scheint mir die Wut aber auch selbstblockierend zu wirken, weil sie dann in ihrem Wüten gar nicht in der Lage sind, ihre tatsächlichen Chancen wahrzunehmen, die eine positive Veränderung ermöglichen könnten. Das ist so eine Art von "blinder Wut".

      Für mich selbst kann ich nicht behaupten, dass Wut mich irgendwie weitergebracht hätte. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht der Typ dafür. Bedauern und aufrichtiges Mitleid mit mir selbst (mit meinem inneren Kind oder wie man es eben nennen will) haben bei mir mehr Veränderungen angeschoben.

      Liebe Grüße,
      Deine Chaja

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        #33
        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
        Oh ja, so ist es!
        Vor allem Angst kann mit Wut hervorragend nieder gemacht werden. Diese Erfahrung hab ich lange gemacht.

        Ich muss mir mal noch mal angewöhnen, die Wut hervorzuholen, damit ich meine nächste Veränderung auch wirklich konsequent durchziehe!
        Liebe Bonny,
        ich vermute, das mit der Wut ist schon situationsbedingt - hast Du sie so gut unter Verschluss?
        Der Ärger über eine unbefriedigende Situation ist doch sicher schon eine Zeitlang am köcheln.

        Dann wünsche ich Dir, dass Du genügend Druck aufbauen kannst, um den Deckel zum tanzen zu bringen!

        Liebe Grüße von Nordwind

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          #34
          Leben in der Warteschleife?!

          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
          Liebe Nordwind,
          Ich kenne einige Leute, die tatsächlich durch ihre Wut ins Handeln und damit ins Verändern gekommen sind, so wie Du es an Dir erlebst.

          Ich kenne aber auch Leute, deren Angst so groß ist, dass auch enorme Wut ihnen nicht heraushilft. Insofern würde ich sagen: Doch, man kann beide Emotionen gleichzeitig haben. Manche Menschen sind voller Wut und voller Angst, auch wenn ich damit nicht unbedingt meine, dass sie beides zum gleichen Zeitpunkt gleichstark spüren können. Aber enorm große Angst kann auch enorm große Wut so dominieren, dass sich letztere nur im privaten Rahmen austobt und äußerlich alles bleibt wie es ist.

          Vielleicht kommt es auch darauf an, wann (in welchen Situation) man Wut empfindet bzw. welche Art von Wut man in sich spürt? Bei manchen Menschen nehme ich deren Wut als Selbstbefreiung wahr, wenn sie z.B. endlich einmal für sich selbst einstehen und ihre Interessen gegen andere behaupten. Bei anderen scheint mir die Wut aber auch selbstblockierend zu wirken, weil sie dann in ihrem Wüten gar nicht in der Lage sind, ihre tatsächlichen Chancen wahrzunehmen, die eine positive Veränderung ermöglichen könnten. Das ist so eine Art von "blinder Wut".

          Für mich selbst kann ich nicht behaupten, dass Wut mich irgendwie weitergebracht hätte. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht der Typ dafür. Bedauern und aufrichtiges Mitleid mit mir selbst (mit meinem inneren Kind oder wie man es eben nennen will) haben bei mir mehr Veränderungen angeschoben.

          Liebe Grüße,
          Deine Chaja
          Liebe Chaja,
          bei mir gibt es ein sowohl als auch.

          Bei äußeren Anlässen, wo sich mein Ärger auf bestimmte Personen bezieht, reicht bei mir der berühmte Tropfen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen bzw. um die Situation radikal und schlagartig zu ändern.

          Da gehört entweder eine Vorgeschichte dazu wie ein längeres Gefühl der Unzufriedenheit, das diffuse mehr oder weniger starke Grummeln im Bauch, da ist was nicht stimmig, ich fühle mich damit nicht gut.

          Oder wenn ich merke, ich soll über den Tisch gezogen – für dumm verkauft werden. Dann erwacht der Widder in mir und die Hörner wachsen mit Lichtgeschwindigkeit.

          Aber ich kenne auch das Gefühl, meine vertraute Welt ist total aus den Fugen geraten und ich muss mich neu definieren, um wieder meinen Platz im Leben finden. Das ist dann natürlich ein längerer Prozess, wo Trauer, Verzweiflung und Einsamkeit erst verarbeitet werden müssen, bevor eine Neuorientierung in kleinen Schritten begonnen werden kann.

          Leben in der Warteschleife, man weiß, man muss was ändern und hat keine Ahnung, was genau.

          Diese Ziel- und Planlosigkeit war für mich damals das Schlimmste. Das Gefühl, innerlich hin- und hergerissen zu sein, Bremse und Gas – ständig unter Spannung und man kommt (scheinbar) keinen Schritt weiter. Das lähmt, blockiert die Gedanken.
          Die Situation hat sich erst verändert, nachdem ICH mich verändert hatte.

          Liebe Grüße von Nordwind

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            #35
            Zitat
            von einem unbekannten Autor
            zum Thema "Veränderungen":

            Lieber unperfekt starten,
            als perfekt warten.

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              #36
              Mach ich grade: unperfekt starten...
              Dabei bin ich froh, dass ich überhaupt gestartet bin.

              Kommentar


                #37
                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                Ich kenne einige Leute, die tatsächlich durch ihre Wut ins Handeln und damit ins Verändern gekommen sind, so wie Du es an Dir erlebst.
                Solche Menschen kenne ich auch. Ich glaube es ist ein Stück weit eine Sache des Charakters ob man eher zur Wut neigt oder zur Angst. Wut ist eher aktiv, Angst eher passiv.
                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                Ich kenne aber auch Leute, deren Angst so groß ist, dass auch enorme Wut ihnen nicht heraushilft. Insofern würde ich sagen: Doch, man kann beide Emotionen gleichzeitig haben. Manche Menschen sind voller Wut und voller Angst, auch wenn ich damit nicht unbedingt meine, dass sie beides zum gleichen Zeitpunkt gleichstark spüren können. Aber enorm große Angst kann auch enorm große Wut so dominieren, dass sich letztere nur im privaten Rahmen austobt und äußerlich alles bleibt wie es ist.
                Ich kenne Menschen die flüchten sich in die Wut, weil sie Angst vor der Angst haben. Dadurch kommen sie in irgendeine Aktivität, die sich besser anfühlt, als das lähmende Gefühl der Angst.
                Wer aber richtige Probleme hat, der muss sich, um da rauszukommen, seine Angst schon mal ansehen. Also kann das ein Stück weit auch eine Vermeidungsstrategie werden.

                Ich bin selten wütend. Wenn ich wütend bin, habe ich mir angewöhnt, diese Kraft auch zu nutzen. Also schlage ich nicht auf irgendwelche Gegenstände oder Menschen ein, sondern ich fange an z.b. Fenster zu putzen.

                Um etwas zu ändern braucht man mMn. keine Wut sondern nur das Wissen um die Zusammenhänge und den festen Willen dazu. Angst ist für mich ein Zeichen das Zusammenhänge (noch) nicht erkannt sind. Und Wut ist manchmal ein Zeichen dafür, das man sich selbst die Angst nicht ansehen will.

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                  #38
                  Ein Beförderer von Veränderung ist der auch hier im Forum gelegentlich thematisierte Leidensdruck.

                  Wenn das Leiden und die Verzweifelung an der gegenwärtigen Situation größer sind als die Angst vor Veränderung, werden sie zum Motor, sich aus der Situation herauszubewegen.

                  Aktive Veränderung beinhaltet die Übernahme von Verantwortung und Konsequenzen der angestrebten Veränderung. Dies ist ein großer Felsbrocken, der mitten auf dem Weg zur Veränderung liegt und abschreckend wirkt.
                  Und dazu kommt, dass bekanntes Leid `besser´ ist, weil vertraut, als das unbekannte Leid.

                  Der Ausdruck ` Mut der Verzweifelung´ drückt die Tatkraft und ihren Ursprung aus.

                  Kommentar


                    #39
                    Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen

                    Der Ausdruck ` Mut der Verzweifelung´ drückt die Tatkraft und ihren Ursprung aus.
                    Veränderungen, die wir nicht bewusst herbeiführen wollen, die sich aber plötzlich in unser Leben schieben, erfordern unser Handeln. Hier erlebe ich Handeln und Tatkraft als Alternative zum Verzweifeln.
                    Grundsätzlich sehe ich zwei Möglichkeiten: Erstarren oder Handeln.
                    Das Handeln nimmt den immensen Druck, der auf uns liegt, wenn wir uns plötzlich mit etwas konfrontiert sehen. Wir haben das Gefühl aktiv etwas zu tun und nicht nur Spielball einer Situation zu sein. So versuchen wir uns unmittelbar den neuen Gegebenheiten anzupassen und eine mögliche Intervention zu erarbeiten. Die Veränderung wirkt dadurch weniger bedrohlich, weil wir das Gefühl haben, etwas tun zu können.
                    Mir fällt heute auf, dass ich besonders aktiv auf Veränderungen reagiere, wenn andere unfähig dazu sind. Die Veränderung tritt so plötzlich ein und alle anderen scheinen mir derart hilflos, dass ich mich nicht auch zusätzlich in die Starre begeben kann. Jemand muss handlungsfähig bleiben!
                    Gerade überlege ich, ob ich mich hierbei wieder oder immer noch in der Position befinde (bzw. mir diese Rolle zugeschoben wird) anstelle meiner Eltern für etwas Verantwortung zu übernehmen. Ich habe es mir heute mal schön geredet (aber vielleicht ist ja doch etwas Wahres dran): Ich bin nicht mehr das Kind meiner Eltern, das hier Verantwortung übernimmt, ich bin ein erwachsenes Familienmitglied mit grundsätzlich denselben Rechten und Pflichten meiner Familie gegenüber. Und es wird wohl immer Menschen geben, die eher Verantwortung übernehmen können als andere.
                    Vielleicht sollte man einfach froh darüber sein, zur anderen Sorte zu gehören.

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                      #40
                      Ohne jetzt den gesamten Faden gelesen was ich eigentlich noch tun sollte mein Gedanke zur Verantwortung als ich Jannes ihren Beitrag lass.

                      Zitat von Jannes Beitrag anzeigen
                      Gerade überlege ich, ob ich mich hierbei wieder oder immer noch in der Position befinde (bzw. mir diese Rolle zugeschoben wird) anstelle meiner Eltern für etwas Verantwortung zu übernehmen.
                      Liebe Jannes,
                      das war mein 1. Gedanke, da schlüpft Jannes in die alte Rolle, übernimmt Verantwortung die nicht die Ihre ist.

                      Das was du schreibst über die Verantworung, das es im Familiensystem jemanden geben muß der sie übernimmt finde ich trotz alledem einleuchtend.


                      In diesem Zusammenhang, ist es evtl. entscheidend wie es sich anfühlt, die Verantworung zu übernehmen?
                      Verantwortung kann auch abgegeben und delegiert werden.


                      Zum Thema des Monats
                      Ich konnte mit Veränderungen schon immer nicht so gut umgehen.
                      Je älter ich werde um so schwieriger wird es.

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                        #41
                        Zitat von Muttutgut Beitrag anzeigen


                        Zum Thema des Monats
                        Ich konnte mit Veränderungen schon immer nicht so gut umgehen.
                        Je älter ich werde um so schwieriger wird es.
                        Das wundert mich jetzt. Je älter ich werde, desto leichter fällt es mir, weil ich es als ungemein beglückend empfinde, endlich so zu sein, wie ich wirklich bin.

                        Was ist für dich so schwierig dabei?

                        Kommentar


                          #42
                          Je älter ich werde um so vorsichtiger,
                          da der Mut der Jugend verflogen ist.

                          Ist interessant, das du das anders erlebst bonny.

                          weil ich es als ungemein beglückend empfinde, endlich so zu sein, wie ich wirklich bin.
                          da ist ein Schlüssel.
                          Sich so annehmen wie man ist, das ist zur Zeit nicht gerade meine Stärke.
                          Da kann man, je älter man wird noch hinkommen,
                          das finde ich beruhigend.

                          Kommentar


                            #43
                            Du hast aber doch den richtigen Nick, Muttutgut!

                            Und: Ich hab mich eben nicht mehr so angenommen, wie ich war, sondern ich habe mich - mit Hilfe - verändert.
                            Jetzt fühle ich mich richtig, und es bedarf auch keinen Muts mehr, so zu leben.

                            Kommentar


                              #44
                              Zitat von success Beitrag anzeigen
                              Zitat
                              von einem unbekannten Autor
                              zum Thema "Veränderungen":

                              Lieber unperfekt starten,
                              als perfekt warten.
                              Hallo succes -
                              der Spruch ist klasse, den kannte ich noch nicht!

                              Liebe Grüße von Nordwind

                              Kommentar


                                #45
                                Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
                                Solche Menschen kenne ich auch. Ich glaube es ist ein Stück weit eine Sache des Charakters ob man eher zur Wut neigt oder zur Angst. Wut ist eher aktiv, Angst eher passiv.


                                Ich kenne Menschen die flüchten sich in die Wut, weil sie Angst vor der Angst haben. Dadurch kommen sie in irgendeine Aktivität, die sich besser anfühlt, als das lähmende Gefühl der Angst.
                                Wer aber richtige Probleme hat, der muss sich, um da rauszukommen, seine Angst schon mal ansehen. Also kann das ein Stück weit auch eine Vermeidungsstrategie werden.

                                Ich bin selten wütend. Wenn ich wütend bin, habe ich mir angewöhnt, diese Kraft auch zu nutzen. Also schlage ich nicht auf irgendwelche Gegenstände oder Menschen ein, sondern ich fange an z.b. Fenster zu putzen.

                                Um etwas zu ändern braucht man mMn. keine Wut sondern nur das Wissen um die Zusammenhänge und den festen Willen dazu. Angst ist für mich ein Zeichen das Zusammenhänge (noch) nicht erkannt sind. Und Wut ist manchmal ein Zeichen dafür, das man sich selbst die Angst nicht ansehen will.
                                Liebe Nordhimmel,
                                Du hast recht, es ist eine Frage des Charakters, ob man eher zur Wut neigt oder ob die Angst überwiegt. Sinnlose, (selbst)zerstörerische Wut ist natürlich nicht empfehlenswert, sondern eher eine „konstruktive“ Wut, (sofern man das so bezeichnen kann) die den Widerstand, den Kampfgeist anregt.
                                Ich flippe auch nicht aus
                                , sehe nicht rot, sondern fühle mich eher eiskalt, wahrscheinlich bin ich dann schneeweiß im Gesicht. Also keine Explosion, eher Implosion?

                                Cholerische Wutanfälle finde ich abstoßend – habe so etwas leider jahrelang bei meinem ersten Chef und Ausbilder und dessen Sohn miterleben müssen. Da habe ich mir vorgenommen: SO willst Du niemals werden!

                                Schon im ersten Lehrjahr „durfte“ ich die komplette Büroarbeit einschließlich Lohnabrechnung alleine übernehmen. Die Anleitung war ein: "Guck, wie es Deine Vorgängerin gemacht hat!" und das einzige „Lob“, zu dem sich durchgerungen wurde, war ein: "Warum denn nicht gleich so!" wenn etwas gut gelungen war.

                                Ich ging oft mit Magenschmerzen hin, aber aufgeben und hinschmeißen stand irgendwie auch nicht zur Diskussion. Lehrjahre sind keine Herrenjahre usw.

                                Natürlich habe ich meine Abschlussprüfung 8 Monate vorverlegt, aber das Gehalt war auch nachher einfach lächerlich. In den 5 Jahren habe ich 7 neue Kräfte anlernen dürfen… Lohnerhöhung war nicht drin, da reduzierte ich lieber die Arbeitszeit. „Eigentlich“ machte die Arbeit ja Spaß, war vielseitig und abwechslungsreich, weil ich alles machen musste, aber das Betriebsklima….

                                Dann kann der bewusste Vorfall, der bei mir den Schalter umlegte:
                                Ich hatte die Papiere und die Lohnabrechnung April für einen nur kurzfristig bei uns beschäftigten Monteur vorbereitet und irgendwie kam der Juniorchef auf die abwegige Idee, ich hätte diesem möglicherweise den folgenden Feiertag= 1. Mai mit ausbezahlt.

                                Das wurde aber nicht bei mir direkt nachgefragt sondern lieber vor anderen rumgebrüllt: Wenn DIE dem den Feiertag mit bezahlt hat usw.

                                War ja völliger Blödsinn, da der Monteur seinen Job bei uns bereits zum Ultimo April beendet hatte.
                                Ich bekam den Vorfall von meiner Kollegin erzählt und wollte es erst als das übliche Gekreische abtun. Dann sickerte es aber ein und mir wurde die Unverschämtheit immer bewusster. Was bildete sich der Kerl eigentlich ein, solche Verdächtigungen lautstark zu äußern anstatt am nächsten Tag direkt bei mir nachzufragen?!

                                HALLO??? Wie werde ich hier gesehen, welche Wertschätzung wird mir und meiner Arbeit entgegengebracht?

                                Ich hatte dem Betrieb schließlich jahrelang mit meinem Lehrlingsgehalt die Kosten für eine ausgelernte Kraft erspart, schob inzwischen 6 Wochen Urlaub vor mir her, weil es nie „passte“ und ich für Monatsabschluss und Lohnabrechnung auch nie länger wie 14 Tage am Stück nehmen konnte.
                                Das war dann der berühmte Tropfen, der dass Fass zum Überlaufen brachte und ich mir sagte: Mit MIR nicht!
                                Nachdem ich Feierabend hatte, ging ich heim, rechnete mir die finanzielle Einbuße durch, schrieb meine ausführlich begründete schriftliche Kündigung und stellte meinen Mann abends vor vollendete Tatsachen (er hat es natürlich voll unterstützt).

                                Danach fühlte ich mich wie von einer schweren Last befreit und habe diesen Befreiungsschlag nie bereut.

                                Kleiner Nachtrag: Bei meinem Nachfolger wurde später allerdings meine Arbeit in den höchsten Tönen gelobt und als vorbildlich hingestellt...

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