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    #61
    Hallo Tintenweberin!
    Was meinst du könnte ich Dir denn erklären ?
    Etwa was eine Gleichung ist ?

    @sskkyy
    ..nein ich fühle mich durch den Thread nicht in meinem Glauben verletzt

    LG Erich

    Kommentar


      #62
      Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
      Hallo Tintenweberin!
      Was meinst du könnte ich Dir denn erklären ?
      Etwa was eine Gleichung ist ?
      Die Hoffnung, dass ich jemals "genau" verstehen werde, was eine Gleichung ist, habe ich längst aufgegeben.

      Aber vielleicht könntest du ja die Grundlagen dessen erläutern, was mich (und vielleicht auch die anderen "Schüler", die sich in diesem Faden geäußert haben) dazu in die Lage versetzt, etwas fundierter daüber zu diskutieren, "wer Jesus Christus eigentlich ist, und warum er er auf der Welt war, und was das für GLÄUBIGE bedeutet"... - oder so...

      Nur eine bescheidene Bitte
      von der Tintenweberin


      P.S.: Und wenn ich schon beim Wünschen bin... - Könntest du mir bitte noch erklären, was ein "Taferlklassler" ist. Ich habe diesen Begriff bisher noch nie gehört oder gelesen... - Danke...

      Kommentar


        #63
        Hallo Tintenweberin,
        deiner "Bescheidenen Bitte" die Fragen zu beantworten komme ich gerne nach.

        Zunächst zum Taferlklassler...
        Sorry, ich habe vergessen, dass dieses Forum überwiegend von Deutschen Mitgliedern besucht wird.
        Taferlklassler ist ein öster. Ausdruck für Kinder die die erste Klasse Volksschule besuchen.

        Aber vielleicht könntest du ja die Grundlagen dessen erläutern, was mich (und vielleicht auch die anderen "Schüler", die sich in diesem Faden geäußert haben) dazu in die Lage versetzt, etwas fundierter daüber zu diskutieren, "wer Jesus Christus eigentlich ist, und warum er er auf der Welt war, und was das für GLÄUBIGE bedeutet"... - oder so...
        Nun, das ist nicht in aller Kürze zu beantworten, ich empfehle Dir am besten das Lukas oder Matthäus Evangelium zu lesen. Der Stoff ist in der Länge von etwa 60 Buchseiten,...sollte also für Dich kein Problem sein das mal "nur Interessehalber" zu lesen.

        Falls du keinen Zugriff zur Bibel hast..
        ..hier du es auch online Lesen..
        Bibleserver.com - Ihre Bibel im Netz
        ..... und da gibst einfach Lukas 1 im Suchfeld an. Man kann die Bibelübersetzung auswählen, ...ich Empfehle dir die "Gute Nachricht" Übersetzung, diese ist am einfachsten zu lesen.

        Eine kurze Zusammenfassung warum Jesus auf der Welt war anhand eines Artikels . Der Artikel erklärt auch kurz was "Sünde" bedeutet und etwas weiter unten weshalb Jesus auf der Welt war.

        Hier noch ein Artikel der ganz gut beschreibt was es bedeutet Christ zu sein. In dem Artikel wird auch näher auf Jesus und sein wirken eingegangen.

        LG Erich

        Kommentar


          #64
          Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen

          Hier noch ein Artikel der ganz gut beschreibt was es bedeutet Christ zu sein. In dem Artikel wird auch näher auf Jesus und sein wirken eingegangen.

          LG Erich
          Hallo Erich
          Auszug aus obigem Link:
          Auch eine kleine Sünde genügt um uns von Gott zu trennen - ewig.

          Auferstehung Jesu: Er hat den Tod ein für alle Mal besiegt und die Trennung zwischen uns und Gott weggenommen.

          Gott will Beziehung mit Dir!
          Wenn Du also Christ werden willst, musst Du nur an Jesus Christus glauben, daran, dass er für Deine Schuld gestorben ist und, dass Du selber nichts tun kannst um Gott zu gefallen. Er liebt Dich so wie Du bist: Ohne Einschränkung, ohne Vorbedingung. Selbst wenn Du Dich selber nicht liebst, Dich selber nicht leiden kannst, Dich sogar hasst: Jesus liebt Dich trotzdem. Es ist kein Zufall, dass Du auf der Welt bist, er hat Dich so geschaffen wie Du bist (
          Jesaja 44, 24) und er WOLLTE Dich so wie Du bist.

          Empfindest Du das nicht als Widerspruch? Einerseits soll uns eine Sünde von Gott für ewig trennen und andererseits nimmt Jesus die Trennung zwischen uns und Gott weg und Gott liebt uns so wie wir sind, wollte mich/Dich/uns so wie wir sind?

          Weißt Du wie es sich für mich anfühlt? So, als wenn ich zu meinen Jungs sagen würde "ich liebe euch so wie ihr seid, aber tut gefälligst das was ich will, benehmt euch wie ich will, befolgt meine Anordnungen!" Liebe ich sie dann tatsächlich so wie sie sind????

          Glaubst Du eigentlich an einen Gott der bedingungslos liebt?

          Sehr nachdenkliche Grüße
          Anneliese

          Kommentar


            #65
            Hallo Anneliese,
            genau Deine Fragen sind ganz wesentlich, und ganz genau das macht den Glauben an Gott und die Bibel aus.

            Die Betonung liegt darauf, dass Gott jeden Menschen liebt, genauso wie er eben ist. Er will die Beziehung zu jedem Menschen, er streckt die Hand aus, er will allen helfen "sich selbst" mit seiner Unterstützung zu helfen.

            Das einzige was Gott nicht akzeptiert und nicht akzeptieren kann ist die Sünde. Er hasst die Sünde.
            Er hasst aber nicht den SÜNDER !!!

            Die Sünde trennt aber den Menschen von Gott, und somit muss die Sünde aus der Welt geschaffen werden, sonst kann es keine Beziehung zu Gott geben.
            Das sind seine Bedingungen wenn du es so nennen willst.
            Das Problem ist aber, dass jeder Mensch ständig in irgend einer Art und Weise sündigt, es gibt nicht einen einzigen der nicht sündigt oder gesündigt hat, oder noch sündigen wird.

            Daher hat er Jesus gesandt, seinen eigenen Sohn, um alle Sünden der Menschheit zu vergeben, die Menschheit zu erretten.
            Der Mensch Jesus hat sein ganzes Leben lang nicht ein einziges Mal gesündigt, daher hatte er eine ständige Beziehung zu Gott.
            Gott hat seinen eigenen Sohn für die Errettung der Menschen gegeben, so sehr liebt er die Menschen.

            Der Unterschied zum alten Testament ist ab diesem Zeitpunkt (der Kreuzigung, dem Tod Christus bzw. der Auferstehung) dass jeder einzelne Mensch direkt mit Gott in Verbindung kommen kann. Bis dahin war dieser direkte Kontakt mit Gott, nur von ihm auserwählten möglich, wie Königen (zB David) oder Stammes bzw. Volksführern.

            Gott will Beziehung mit Dir!
            Wenn Du also Christ werden willst, musst Du nur an Jesus Christus glauben, daran, dass er für Deine Schuld gestorben ist und, dass Du selber nichts tun kannst um Gott zu gefallen. Er liebt Dich so wie Du bist: Ohne Einschränkung, ohne Vorbedingung. Selbst wenn Du Dich selber nicht liebst, Dich selber nicht leiden kannst, Dich sogar hasst: Jesus liebt Dich trotzdem. Es ist kein Zufall, dass Du auf der Welt bist, er hat Dich so geschaffen wie Du bist (
            Jesaja 44, 24) und er WOLLTE Dich so wie Du bist.

            Empfindest Du das nicht als Widerspruch? Einerseits soll uns eine Sünde von Gott für ewig trennen und andererseits nimmt Jesus die Trennung zwischen uns und Gott weg und Gott liebt uns so wie wir sind, wollte mich/Dich/uns so wie wir sind?

            Weißt Du wie es sich für mich anfühlt? So, als wenn ich zu meinen Jungs sagen würde "ich liebe euch so wie ihr seid, aber tut gefälligst das was ich will, benehmt euch wie ich will, befolgt meine Anordnungen!" Liebe ich sie dann tatsächlich so wie sie sind????

            Glaubst Du eigentlich an einen Gott der bedingungslos liebt?
            Nehmen wir nun mal das Beispiel mit zwei Jungs.
            Natürlich werden die Eltern sie immer lieben, man versucht die Kinder auch in eine bestimmte Richtung zu erziehen, man erstellt ja auch sowas wie einen Lebensplan für das Kind, schafft Rahmenbedingungen damit es auch eine Chance hat alles das was realistisch möglich ist zu erreichen.
            Doch was wenn es trotzdem schief geht, was wenn das Kind das niemals annimmt, sonder alles mit Füßen tritt ???

            Ein Beispiel wie es wohl Millionenfach im Leben vorkommt.

            Eine Mutter hat 2 Kinder, sie tut alles was nur möglich ist sie gut zu erziehen, sie spart Geld um ihnen beiden den gleichen Start ins Leben wenn sie Erwachsen sind zu erleichtern.
            Beide werden nun zB 23 Jahre alt, das eine Kind entwickelt sich genauso wie man es sich wünschen kann. Es kommuniziert, nimmt Hilfe und Unterstützung an. Es schliesst die Schulen ab, beginnt zu arbeiten findet einen Partner, ist für die Familie da.

            Das zweite Kind nimmt Drogen, stiehlt, wird zum Alkoholiker, wird Gewalttätig, schmeisst das Geld zum Fenster raus und nimmt keine Unterstützungen (ausser Finanzielle) an, lehnt die Familie ab.

            Irgendwann muss nun die Mutter zu dem einen Kind sagen...
            Liebes Kind, jetzt ist Schluss, du bekommst nichts mehr von mir, du ruinierst dich und mich wenn ich dich weiter unterstütze. Geh weg, und komm wieder mit einem Beweis, dass du dich geändert hast. Du bist jederzeit herzlichst wieder aufgenommen, aber Beweise es mir.
            Ich liebe Dich Bedingungslos, so wie Du bist, ich kann aber deinen derzeitigen Lebenswandel nicht weiter unterstützen
            .

            Gott macht es genauso, er will nur dass man sich ehrlich und innerlich zu ihm und seiner Vorstellung zu verhalten hat bekennt, weil es einfach gut so ist, für den einzelnen Menschen und für die Gemeinschaft.
            Wichtig ist, dass man ihn nicht täuschen kann.

            Man braucht nicht zu beichten
            Man braucht nicht gute Werke zu verrichten usw... um zu Gott zurückzukehren, man braucht sich nur tief innerlich zu bekennen

            Bitte niemals vergessen, Gott ist der Schöpfer von allem er kann uns auch wieder alles nehmen, er wird es tun wenn es so wie bisher weitergeht auf der Welt. Nur diejenigen die sich zu ihm ehrlich bekennen werden gerettet (errettet) sein.

            Um das zu verstehen gibt er uns auch auch ein Hilfsmittel, die Bibel. In der Bibel ist die gesamte Geschichte zusammengefasst wie es dann im neuen Testament zu dem oben beschriebenen gekommen ist.

            LG Erich

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              #66
              Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
              Das einzige was Gott nicht akzeptiert und nicht akzeptieren kann ist die Sünde. Er hasst die Sünde.
              Er hasst aber nicht den SÜNDER !!!

              Die Sünde trennt aber den Menschen von Gott, und somit muss die Sünde aus der Welt geschaffen werden, sonst kann es keine Beziehung zu Gott geben.

              Lieber Erich,
              hier bin ich nicht mit Deiner Meinung konform. Ich fühle mich mit Gott immer in Beziehung - egal ob ich sündige oder nicht, so wie ich immer in Beziehung bin mit meinen Jungs - egal wie sie sind, vielleicht einfach deshalb weil sie ein Teil von mir sind.
              Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
              Das sind seine Bedingungen wenn du es so nennen willst.
              Das Problem ist aber, dass jeder Mensch ständig in irgend einer Art und Weise sündigt, es gibt nicht einen einzigen der nicht sündigt oder gesündigt hat, oder noch sündigen wird.

              Dann liebt er nicht bedingungslos! Außerdem: Er ist doch der Schöpfer von allem. Wenn er die 'Sünde' haßt, wieso hätte er sie dann geschaffen?
              Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
              Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
              Ein Beispiel wie es wohl Millionenfach im Leben vorkommt.

              Eine Mutter hat 2 Kinder, sie tut alles was nur möglich ist sie gut zu erziehen, sie spart Geld um ihnen beiden den gleichen Start ins Leben wenn sie Erwachsen sind zu erleichtern.
              Beide werden nun zB 23 Jahre alt, das eine Kind entwickelt sich genauso wie man es sich wünschen kann. Es kommuniziert, nimmt Hilfe und Unterstützung an. Es schliesst die Schulen ab, beginnt zu arbeiten findet einen Partner, ist für die Familie da.

              Das zweite Kind nimmt Drogen, stiehlt, wird zum Alkoholiker, wird Gewalttätig, schmeisst das Geld zum Fenster raus und nimmt keine Unterstützungen (ausser Finanzielle) an, lehnt die Familie ab.

              Irgendwann muss nun die Mutter zu dem einen Kind sagen...
              Liebes Kind, jetzt ist Schluss, du bekommst nichts mehr von mir, du ruinierst dich und mich wenn ich dich weiter unterstütze. Geh weg, und komm wieder mit einem Beweis, dass du dich geändert hast. Du bist jederzeit herzlichst wieder aufgenommen, aber Beweise es mir.
              Ich liebe Dich Bedingungslos, so wie Du bist, ich kann aber deinen derzeitigen Lebenswandel nicht weiter unterstützen.
              Warum brauche ich einen Beweis dass er sich geändert hat? Ist dann das, was ich vom Leben glaube, so wie ich lebe, das einzig Richtige? Müssten dann nicht alle Menschen so denken und handeln wie ich es gut und richtig finde um von mir 'bedingungslos' geliebt zu werden? Aber dann ist es nicht mehr 'bedingungslos'!!! 'Bedingungslos' bedeutet für mich dass jeder so leben darf wie er es für sich passend empfindet. Ich liebe einen Menschen egal was er tut, wie er etwas tut, ohne ihm eine Bedingung zu stellen. Er muss nichts beweisen um von mir geliebt zu werden. Das ist für mich bedingungslos. Alles andere empfinde ich als Augenwischerei.

              Natürlich lasse ich ein Kind los wenn ich spüre dass es nicht anders geht - aber ich liebe es weiterhin und lasse 'nur' los damit es seinen Weg finden kann, damit es seine Erfahrungen machen kann, aber nicht um so zu werden wie ich es haben will. Ich muss es loslassen damit es seinen Weg gehen kann. Das Kind festhalten und sagen "sei und benimm Dich so wie ich es möchte" ist keine wirkliche Liebe!
              Liebe ist für mich ua auch, dass ich meinen Kindern vertraue dass sie ihren Weg finden, dass ich zwar einen Grundstock (in Bezug auf Werte) gelegt habe, aber weiß dass sie ihre Erfahrungen machen müssen um ihr Leben so zu leben wie sie es für richtig finden.
              Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen

              Bitte niemals vergessen, Gott ist der Schöpfer von allem er kann uns auch wieder alles nehmen, er wird es tun wenn es so wie bisher weitergeht auf der Welt. Nur diejenigen die sich zu ihm ehrlich bekennen werden gerettet (errettet) sein.

              Um das zu verstehen gibt er uns auch auch ein Hilfsmittel, die Bibel. In der Bibel ist die gesamte Geschichte zusammengefasst wie es dann im neuen Testament zu dem oben beschriebenen gekommen ist.
              Wenn er nur die retten würde die sich zu ihm bekennen, würde er nicht bedingungslos lieben. Dann wäre er auch kein liebender Gott sondern vor allem ein Strafender quasi "sei so wie ich es möchte und Du darfst zu mir, ansonsten verstoße ich Dich".

              Die Bibel ist für viele Gläubige ein wichtiges Buch, eine Grundlage zur Ausrichtung des eigenen Lebensweges. Aber auch die Bibel kann verschieden interpretiert werden - vor allem von der 'Obrigkeit' - so wie sie es grade braucht. Ich kann Stellen so interpretieren dass ich Gott als strafenden Gott darstelle, ich kann die gleichen Stellen aber auch so interpretieren dass ich Gott als Vater hinstelle der möchte dass seine Kinder ihr Leben selbst in die Hand nehmen, eigene Erfahrungen machen und dennoch wissen dass sie immer geliebt werden.

              Ich finde es sehr schade dass Du Gott vor allem wohl als 'strafenden Gott' empfindest.

              Mir selbst ist es wichtig den Kindern - aber auch Erwachsenen - in meiner Gemeinde zu vermitteln dass Gott sie immer liebt, immer für sie da ist, was immer sie auch 'anstellen'. Er ist die bedingungslose Liebe.

              Wenn ich mich geliebt fühle und angenommen fühle werde ich nicht so leicht am Leben verzweifeln, werde ich Freude am Leben empfinden, werde ich neugierig sein was die Schöpfung alles für mich bereit hält, werde ich dankbar sein für alles was um mich ist und nicht Angst davor haben 'zu versagen' oder 'schlecht zu sein' und die Liebe zu verlieren.
              Gott als liebenden Gott zu empfinden vermittelt mir Urvertrauen - einfach so sein dürfen wie ich bin, mit meinen Fehlern und Schwächen.

              Weißt Du was mir gerade an Menschen in meiner Gemeinde auffällt die fast schon 'fanatisch gläubig' sind? Sie verurteilen andere Menschen leichter, weil sie glauben zu wissen wie Gott uns haben möchte, wie wir sein sollen. Sie richten über andere Menschen, sie reden über andere, sie stellen sich dadurch über sie indem sie sich 'besser' finden als die anderen.
              Aber haben andere Menschen wirklich das Recht zu verurteilen? Sind sie wirklich 'besser' als die anderen? Würden sie nicht dann im Grunde schon eine Sünde begehen indem sie andere verurteilen????

              Lieben Gruß
              Anneliese

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                #67
                Hallo Anneliese,
                ich finde es wirklich schade, dass du das so verstehst, dass ich Gott als strafenden Gott empfinde.

                LG Erich

                Kommentar


                  #68
                  Hallo nochmal Anneliese,
                  die Sache mit dem strafenden Gott beschäftigt mich, und ich habe mir deswegen eine Geschichte ausgedacht...

                  Stell dir bitte mal folgendes vor:
                  Gott gibt dir ein Universum, dein ganz eigenes persönliches Universum.
                  Er gibt dir Wasser damit du deinen Durst stillen kannst, er gibt dir Nahrung (Tiere die du jagen darfst) damit du nicht Hungern musst, er gibt dir Pflanzen die deine verbrauchte Luft reinigen damit du gut Atmen kannst.
                  Er sagt dazu: Ab nun hast du alle Voraussetzungen um gut zu Leben, sprich mit mir wenn du etwas brauchst, und vertraue mir, ich gebe dir immer alles was du brauchst.
                  Ich gebe dir auch eine Anleitung die alle die Möglichkeiten beschreibt die ich dir geben werde. Du kannst dich frei in deinem Universum das ich dir gegeben habe bewegen, du darfst es aber nicht ausbeuten, denn es ist mein Universum, und ich werde dir nicht erklären was ich mit diesem Universum vorhabe.

                  Ich habe es geschaffen, und ich möchte dass es gedeiht und sich in meinem Sinne weiterentwickelt.
                  Wenn Du dich in deinem Universum bewährst wirst du immer von mir unterstützt werden, und du wirst das Ewige Leben bekommen, und in ein anderes Universum eingehen. Wenn du dich nicht bewährst nicht wirst du sterben.

                  Und sei ganz vorsichtig, es wird einer kommen und sagen dass ich nicht der Schöpfer bin, glaube ihm nicht, doch wenn du ihm glaubst wird alles vernichtet werden.
                  Du lebst nun in dem Universum, und plötzlich passiert es, .. es kommt jemand und sagt: Es gibt den Schöpfer nicht, ich weiß wie das Universum in Wahrheit geschaffen wurde, und du kannst damit machen was du willst. Du brauchst es nur zu versuchen. Schneide mal die Größte Pflanze ab, du wirst sehen sie wächst wieder nach.
                  Du sagst: Aber nein, Gott schreibt in seiner Anleitung dass ich das nicht darf. Ich frage ihn, denn er hat ja gesagt ich kann ihn fragen.

                  Du fragst Gott: Darf ich die Pflanze nun abschneiden ? Ich brauche sie, denn ich würde mir gerne ein größeres Haus bauen.
                  Keine Antwort kommt….
                  Der andere sagt: Siehst du, er antwortet nicht, schneide sie ab, dein Schöpfer ist gar nicht da, und du wirst sehen sie wächst wieder.

                  Du denkst. Naja was solls, ist ja nur eine Pflanze, es gibt sooo viele davon, und auch wenn die nicht nachwächst ist es nicht so schlimm.
                  Du schneidest sie ab, und baust dir dein Haus bequemer aus. Nichts passiert. Nach einer Weile denkst du, ….hmmm ein zusätzliches Gartenhaus wäre auch gut, und fragst Gott wieder.
                  Nachdem du Gott, beim letzten mal nichts gesagt hast als ich die Pflanze abgeschnitten habe wirst du bestimmt auch nichts dagegen habe wenn ich noch ein paar weitere abschneide, es gibt ja so viele davon.
                  Wieder keine Antwort, du schneidest die Pflanzen ab.
                  Als du beim nächsten mal jagen gehst bemerkst du, dass plötzlich viel weniger Tiere da sind, du musst länger jagen, weiter gehen als bisher,…aber das geht schon noch.
                  Nach einer Weile bemerkst du, dass es insgesamt wesentlich wärmer wird, dass die Luft nicht mehr so leicht zu atmen ist, du beginnst zu husten.
                  Du wendest dich wieder an Gott:
                  Hallo, mir geht’s nicht gut, du hast mir doch versprochen auf mich zu achten, möchtest du wirklich dass ich krank werde, warum bestrafst du mich ?
                  Keine Antwort: Das kommt dir komisch vor, du nimmst mal die Anleitung zur Hand, und plötzlich liest du, dass es eigentlich verboten ist zu viele Pflanzen abzuschneiden, denn die Pflanzen versorgen auch die Tiere mit Nahrung und Atemluft und sind unersätzlich.
                  Er hat es als Gesetz niedergeschrieben, dass wenn du mehr Pflanzen als du brauchst abschneidest wirst du auch Hunger leiden, und das Klima wird immer schlechter. Du hast das zwar gelesen, - am Anfang, - aber vergessen.
                  In der Anleitung steht auch:
                  Du kannst das nur wieder-gut-machen, in dem zu ihm betest, er solle dir verzeihen, und wenn du diese Verfehlungen zutiefst bereust wird er dir helfen die Pflanzen wieder richtig wachsen zu lassen, und die Tierwelt wird sich auch wieder erholen. So steht es in der Anleitung.
                  Du bekommst Angst, du findest das ungerecht, du bist von völlig anderen Voraussetzungen ausgegangen, und stellst nun fest dass du dich geirrt hast.


                  Du sagst letztendlich. Also gut, wenn du es nicht so machst WIE ICH ES VON DIR ERWARTE dann brauche ich das nächste Universum auch nicht mehr, ich glaube dir nicht mehr, denn du hast gesagt dass du auf mich achten wirst….

                  Tja, was meinst du wie die Geschichte ausgehen wird ?

                  Ich weiß es
                  LG Erich

                  Kommentar


                    #69
                    Hallo Wayfinder,

                    erst mal vorab: Deine Geschichte gefällt mir, ist ein wirklich gutes Gleichnis!

                    Ohne Deinen Glauben in Frage stellen zu wollen, möchte ich aber doch anhand der Geschichte eine Frage in den Raum stellen.

                    Er sagt dazu: Ab nun hast du alle Voraussetzungen um gut zu Leben, sprich mit mir wenn du etwas brauchst, und vertraue mir, ich gebe dir immer alles was du brauchst.

                    Du kannst dich frei in deinem Universum das ich dir gegeben habe bewegen, du darfst es aber nicht ausbeuten, denn es ist mein Universum, und ich werde dir nicht erklären was ich mit diesem Universum vorhabe.

                    Wie würde Gottes Antwort lauten, wenn ich darauf sagen würde: „Das ist lieb von Dir Gott, und Dein Angebot klingt verlockend, aber ich würde gerne in ‚meinem’ Universum bleiben, ich fühle mich wohl hier, obwohl ganz sicher nicht alles so ist, wie es sein sollte. Ich weiß, daß mir hier nichts geschenkt wird, aber ich möchte mich gerne mit meiner Kraft dafür einsetzen, daß es – wenigstens in den kleinen Dingen, die ich regeln kann – ein wenig besser wird. Für mich und für Andere.“

                    In Deiner Geschichte sprichst Du davon, daß ich das Angebot bekomme, ein „eigenes“ Universum geschenkt zu bekommen. Wenn da „eins“ ist, dann scheint es ja mehrere zu geben, sonst könnte er mir kein weiteres (oder anderes) anbieten.

                    Wenn ich ein Angebot bekomme, dann habe ich die Wahl. Ich kann annehmen, oder ablehnen.

                    Auf Deine Geschichte bezogen, befinden sich Menschen in unterschiedlichen Universen. Die einen fühlen sich hier wohl, die anderen dort und wieder andere leben eine Zeitlang in dem einen Universum und entscheiden sich dann vielleicht, ihr Leben zu ändern und ein anderes aufzusuchen.

                    Wichtig bei all dem ist für mich, daß ich die Menschen, egal in welchem Universum sie leben, annehmen kann. Und wenn ich das Christentum richtig verstanden habe, ist genau das von Gott gewollt.

                    Oder?

                    LG
                    Spunk

                    Kommentar


                      #70
                      Hallo Spunk,
                      es freut mich wenn dir dieses Gleichnis gut gefällt, nur gibt es offenbar ein Missverständnis.

                      Ich meine natürlich nicht, dass jeder Mensch sein eigenes Universum hat oder haben sollte, sondern ich wollte mit der Geschichte einfach nur klarer machen dass die Menschen manches als "Strafe Gottes" empfinden, obwohl sie sich selber die Lebensgrundlage nehmen, indem sie die Regeln die in der Bibel niedergeschrieben sind brechen.
                      Wenn dann eine Katastrophe passiert sind sie der Überzeugung dass Gott sie bestraft hat, oder meinen, dass es keinen Gott geben kann, denn er würde die Katastrophe verhindert haben.
                      Manche Menschen tun es bewusst, manche tun es unbewusst. Und viele brechen die Regeln auch weiterhein obwohl sie immer wieder ermahnt werden es nicht zu tun. Es wird einfach negiert.
                      Viele Glauben auch gar nicht dass es Gott gibt, und dass er der Schöpfer ist, sie beschäftigen sich auch nicht mit der Bibel.
                      Viele beschäftigen sich sogar mit der Bibel und sagen dass das was drinnen steht erstunken und erlogen ist, - oder nichts anderes als eine Täuschung.

                      Wir alle Leben in Gottes geschaffenen Universum, er hat die Regeln für alles was im Universum passiert aufgestellt. Wenn die Regeln gebrochen werden dann haben wir das selbst zu verantworten (siehe in meiner Geschichte die Pflanzen die abgeschnitten werden obwohl sie gar nicht gebraucht werden).
                      Die Pflanzen hat nicht er abgeschnitten, sondern der der in dem Universum lebt. Er schneidet die Pflanzen ab obwohl er weiss dass er sie zum atmen braucht. Er hat die Anleitung einfach nicht ernst genommen.

                      Ich habe noch ein ähnliches Gleichnis parat.
                      Es stammt von Charles C Ryrie, einem Theologen.
                      Gott hat als Architekt einen Plan erstellt, der alle Einzelheiten umfaßt und dennoch eine Vielzahl von Beziehungen zuläßt. Der Plan eines Architekten ist detailliert, das trifft auch auf den Plan Gottes zu. Fachleute können ziemlich genau vorhersagen, wie viele Arbeiter bei der Errichtung eines Gebäudes Verletzungen erleiden oder gar ihr Leben lassen werden.
                      Solche unschönen Statistiken sind im Plan des Gebäudes inbegriffen, doch
                      niemand würde den Architekten für die Verletzten und Toten verantwortlich
                      machen (solange die Sicherheitsvorkehrungen stimmen). Die meisten Unfälle
                      sind auf Sorglosigkeit, Mißachtung von Bestimmungen oder gar Verletzung
                      der Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen. Wessen Schuld sind sie? Die
                      schuld derer, die sorglos oder unachtsam waren.
                      So ist es auch mit dem Plan Gottes: Die Verantwortung für die Sünde liegt beim Sünder, obwohl Gott die Sünde in seinem Plan eingeschlossen hat.
                      LG Erich

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                        #71
                        hallo Anneliese,
                        ich gebe dir in vielem recht, denn ähnlich fühle ich auch

                        @Erich und Anneliese: Es ist ein interessantes Thema, das ihr gerade besprecht (u.a. Sünde und was bedingungslose Liebe ist), aber ich zögere derzeit noch, hier mitzumischen, weil ich das Gefühl habe, dass es sich zu weit vom ursprünglichen Thema wegbewegt. Vielleicht eröffnet ihr einen eigenen Faden dazu (natürlich nur, wenn noch Gesprächsbedarf besteht)

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                          #72
                          OT:

                          Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
                          Hallo Spunk,
                          es freut mich wenn dir dieses Gleichnis gut gefällt, nur gibt es offenbar ein Missverständnis.

                          Wir alle Leben in Gottes geschaffenen Universum, er hat die Regeln für alles was im Universum passiert aufgestellt.

                          Wenn die Regeln gebrochen werden dann haben wir das selbst zu verantworten
                          Hallo Wayfinder,

                          wenn Du sagst, daß wir selbst dafür verantwortlich sind, wenn wir "die Regeln" brechen (wer auch immer sie aufgestellt hat), dann gibt es kein Mißverständnis, denn da stimme ich absolut mit Dir überein.

                          Und das wir eigentlich alle in einem Universum leben, ist auch richtig. (Gerade deshalb kann mir ja auch gar kein anderes angeboten werden.)

                          Wenn Du aber sagst, daß Gott das Universum geschaffen und die Regeln aufgestellt hat, dann ist das Deine Sicht der Dinge (was für mich auch völlig in Ordnung ist); aber es ist nicht meine.


                          Mikamu, Du hast Recht: das hat sich jetzt schon sehr weit von just_me's Eingangsposting entfernt (sorry!), und von mir jetzt hier deshalb auch

                          OT-Ende

                          LG
                          Spunk

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                            #73
                            Hallo Spunk,
                            ok ist akzeptiert, ich verstehe dich.

                            Hallo Mikamu,
                            der ursprüngliche Thread hat den Titel "Charismatische Bewegung", und es wurde recht rege diskutiert.
                            Mir ist halt aufgefallen, dass es wohl nicht allzuviel Sinn hat über die Charismatische Bewegung zu diskutieren wenn man gar nicht genau weiss wer Jesus ist/war.

                            Ich möchte mein erstes Posting dazu nicht wiederholen, nur offensichtlich lag ich mit meiner Auffassung nicht so falsch (Gleichnis ---> Taferlklassler/Mathematische Gleichung lösen).

                            just-me hat sich dazu leider nicht geäussert.

                            Du hast natürlich recht wenn du sagst, ---> ein neuer Thread... zB Sünde und bedingungslose Liebe würde ganz gut passen.

                            Eröffne ihn, ich meine Anneliese, Spunk und ich haben schon einiges dazu geschrieben.

                            LG Erich

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                              #74
                              Ich hab dazu einen neuen Faden eröffnet, der "Gedanken über Religion, Sünde, Gott und die Welt" heisst (oder so ähnlich) ebenfalls hier unter Philosopie und Spiritualität


                              Auf diese Frage/Aussage möchte ich mich aber hier äußern, da es ja wieder zum Thema charismatische Bewegung passt:

                              Hallo Mikamu,
                              der ursprüngliche Thread hat den Titel "Charismatische Bewegung", und es wurde recht rege diskutiert.
                              Mir ist halt aufgefallen, dass es wohl nicht allzuviel Sinn hat über die Charismatische Bewegung zu diskutieren wenn man gar nicht genau weiss wer Jesus ist/war.

                              Ich möchte mein erstes Posting dazu nicht wiederholen, nur offensichtlich lag ich mit meiner Auffassung nicht so falsch (Gleichnis ---> Taferlklassler/Mathematische Gleichung lösen).
                              Woher weisst du, dass die, die sich an der Diskussion beteiligt haben, nicht genau wissen, wer Jesus war oder ist? Genau wissen kann es eh nur jemand, der Jesus damals gekannt hat. Und selbst der, wird es wohl nicht genau wissen. Ich weiss ja noch nicht einmal genau, wer meine Schwester in Wirklichkeit ist oder wer ich in Wirklichkeit bin (aber ich arbeite daran)


                              Und warum muss man vorher wissen, wer Jesus war/ist, um über charismatische Bewegung zu diskutieren? Ich glaube (sprich ich weiss nicht), dass es in den meisten Religionen vor allem darum geht, Gottes Nähe zu spüren. Wissen allein wird uns bei der Suche nach Gott nicht weiter bringen. Da ist Hinspüren, Gottes Gegenwart in sich zu spüren weitaus erfolgversprechender. Nicht umsonst geht es hier um Glauben.
                              Und auch im Christentum geht es fast immer um Glauben. Es wird bei der Taufe nie gefragt "wisst ihr von Gott?", sondern immer "glaubt ihr an Gott?" und es gibt nur ein Glaubensbekenntnis und kein Wissensbekenntnis

                              Fazit: ich weiss, dass ich von Gott und von Jesus nicht viel weiss. Und dennoch wage ich es, hier mitzudiskutieren.

                              ach ja: und Gott ist für mich keine Gleichung mit nur einem Ergebnis. Ich glaube, damit würden wir dem Wesen Gott nicht gerecht werden.

                              Wenn schon ein Bild/Gleichnis, dann vergleiche ich Gott eher mit einem Gefühl als mit einer Gleichung. Und ob jemand z.B. Hunger hat und wie er diesen Hunger stillt, darüber kann jeder mitdiskutieren, auch ein Erstklässler oder jemand, der sich noch gar nicht richtig artikulieren kann. Und zwar ohne, dass er vorher ein Kochbuch oder eine Menükarte gelesen haben muss

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                                #75
                                spannend, wie sich dieser faden entwickelt hat. und das sich ein thema erweitert und dann in eine etwas andere richtung läuft, ist doch völlig okay.

                                ja mikamu, das mit der gleichung würde ich sofort unterschreiben.

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