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Medikamente - Unverträglichkeiten - Kontraindikationen

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    #76
    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
    Insofern ist es verantwortungslos, dass die 400er Ibuprofen rezeptfrei zu bekommen sind.
    Es ist genauso verantwortungslos, wie die meisten Menschen mit ihrer Gesundheit umgehen ... obwohl sie es eigentlich - bei dem aktuellen für jeden zugänglichen Informationsangebot - ein bisschen besser wissen müssten.
    Das enthebt selbstverständlich die Kliniker nicht von deren Verantwortung.

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      #77
      Also entschuldige mal: Wer weiß denn schon, dass er nach einem Infarkt kein Ibu nehmen darf? Die Ärzte im KH sagen einem das nicht, das war bei uns die Hausärztin.
      Wenn der Patient das nicht weiß, kommt er doch nie auf die Idee, dass bereits 1 Tablette den Re-Infarkt auslösen kann. Das hat mit dem verantwortungslosem Umgang mit der Gesundheit nichts zu tun. Ibu gilt als das Schmerzmittel der Wahl.

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        #78
        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
        Also entschuldige mal: Wer weiß denn schon, dass er nach einem Infarkt kein Ibu nehmen darf? Die Ärzte im KH sagen einem das nicht, das war bei uns die Hausärztin.
        Wenn der Patient das nicht weiß, kommt er doch nie auf die Idee, dass bereits 1 Tablette den Re-Infarkt auslösen kann. Das hat mit dem verantwortungslosem Umgang mit der Gesundheit nichts zu tun. Ibu gilt als das Schmerzmittel der Wahl.
        Genau. Das hat mit dem eigenen verantwortungslosen Umgang mit der Gesundheit nichts zu tun.

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          #79
          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
          Also entschuldige mal: Wer weiß denn schon, dass er nach einem Infarkt kein Ibu nehmen darf? Die Ärzte im KH sagen einem das nicht, das war bei uns die Hausärztin.
          Wenn der Patient das nicht weiß, kommt er doch nie auf die Idee, dass bereits 1 Tablette den Re-Infarkt auslösen kann. Das hat mit dem verantwortungslosem Umgang mit der Gesundheit nichts zu tun. Ibu gilt als das Schmerzmittel der Wahl.
          Doch liebe Bonny, hat es! Als mein Mann seinen Infarkt hatte, da haben wir uns ausgiebig belesen, die verordneten Medikamente kritisch hinterfragt und zu großen Teilen bereits abgesetzt oder ersetzt (z. T. in Absprache mit dem Arzt, z. T. aber auch auf eigene Kappe, denn Ärzte sind auch nur Menschen und machen Fehler) und uns darüber hinaus genau über Wechselwirkungen informiert. Ibu (und auch Paracetamol u. ä.) landeten forglich für meinen Mann auf der privaten roten Liste. Internet sei Dank, ist das Informieren heute viel einfacher.

          Ich selbst habe hier ein "Waffenarsenal" bis hin zur Tavor liegen, denn ich bin chronisch schmerzkrank. Dennoch bleibe ich die meiste Zeit bei Ibuprofen und notfalls Diclo, das ich mir jedoch meist als Creme verabreiche. Meiner Ansicht nach ist man als Patient aufgerufen alles kritisch zu hinterfragen, es geht schließlich um das eigene Leben. Wer das nicht tut, der begibt sich in Gefahr, so wie es auch beim Essen ist, beim Trinken, beim Rauchen (wir haben nach dem Infarkt beide unverzüglich aufgehört, nach jahrzehntelangem Kettenrauch und halten das seit fast drei Jahren problemlos durch) und bei allem, das man seinem Körper unmittelbar verabreicht.

          Das fällt für mich klar unter Eigenverantwortung.

          Lieben Gruß!
          Frau Mond

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            #80
            Wenn du nach den Beipackzetteln gehst, dürftest du überhaupt kein Medikament mehr nehmen. Ich habe nicht Medizin studiert und muss mich da auf meine Hausärztin verlassen, die den Überblick hat über alle Medis, die ich einnehmen muss. Die kontrolliert auch, was sich womit verträgt und was nicht.
            Weder mein Mann noch ich nehmen irgendetwas ein, auch nichts Pflanzliches oder Homöopathisches, was nicht von unsrer Ärztin abgesegnet ist. Denn auch da kann es unangenehme Unverträglichkeiten geben.

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              #81
              Bonny, es ist schön, wenn Ihr eine Ärztin gefunden habt, die sich wirklich umfassend auskennt (das hoffe ich jetzt einfach mal für Euch). Wir hingegen, haben beide in unseren Leben wiederholt die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte selbst nicht durchblicken und spätestens als uns unsere Onlineapotheke einen Begleitbrief zu unserer Bestellung schickte, in der sie uns auf mannigfaltige Wechselwirkungen hinwies, wurde uns bewusst, dass wir dringend selbst ins Prüfen kommen mussten.

              Viele Ärzte werden durch Pharmavertreter informiert und Schulungen finden durch eben diese Unternehmen statt. Es gibt viel Lobbyarbeit auf dem Sektor und Ärzte sind eben auch nur Menschen. Insofern ich arge Bedenken habe, ein so fragiles Gut, wie mein eigenes Leben (und das meiner Lieben), all zu vertrauensvoll in die Hände eines Anderen zu leben, wenn es nicht unbedingt sein muss.

              Natürlich kann ich dem Chirurgen nicht erzählen, wie er seine Arbeit zu verrichten hat. Aber im Anschluss, wenn es darum geht, welche Medikationen gegeben werden, da kann ich dann wieder ein Wörtchen mitreden. Ich selbst nehme gar keine Dauermedikamente, sondern nur im Akutfall und dann auch nur so minimal wie möglich. Mein Mann beschränkt sich ebenfalls auf das Allernötigste. Protonenpumpenhemmer z. B. sind brandgefährlich, werden aber sorglos verordnet, ebenso wie Statine. Als wir uns dazu umfassend informierten, wurde uns schlecht. Der Internist wollte jedoch keinesfalls davon abweichen, ergo taten wir es in Eigenregie und siehe da, meinem Mann geht es sehr viel besser.

              Nein, Ärzte sind für uns keine wirkliche Instanz mehr. Beipackzettel können durchaus als Richtlinie hilfreich sein und, wie gesagt, das Internet ist in diesem Kontext ebenfalls ein Segen.

              Lieben Gruß!
              Frau Mond

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                #82
                liebe Frau Mond (und alle),

                Das Nachstehende von mir ist nicht gedacht um dich zu maßregeln, zu belächeln oder sonstwie in Verlegenheit zu bringen. Ich will mit meinem Beitrag lediglich versuchen, die Diskussion auf die Sachebene zu lenken, jenseits von Anklagen oder Belobigungen. Mein Beitrag ist demnach nicht an dich persönlich gerichtet.

                Die angeführten Einwände und Statements sind schon fast Legende und aus einem befangenen (involvierten) Blickwinkel betrachtet durchaus verständlich und auch nachvollziehbar.

                Zitat von FrauMond Beitrag anzeigen
                Insofern ich arge Bedenken habe, ein so fragiles Gut, wie mein eigenes Leben (und das meiner Lieben), all zu vertrauensvoll in die Hände eines Anderen zu leben, wenn es nicht unbedingt sein muss.
                Macht die Schlußfolgerung aus einer Erfahrung immer klüger ... stimmt sie immer?
                Wenn es "denn sein muss", dass wir um unser Leben willen dieses fragile Gut in die Hände von Anderen geben, dann setzt das doch voraus, dass wir selbst mit diesem fragilen Gut nicht (immer) achtsam und fürsorglich (respektvoll) umgegangen sind, oder das Opfer von Umständen wurden. Das heisst, dass wir jetzt womöglich entsprechende Konsequenzen zu tragen haben und gegebenenfalls die Hilfe von Anderen, im besten Fall von fachkundigen Menschen in Anspruch nehmen müssen.
                So in etwa das habe ich einige Post zuvor ausdrücken wollen. Umgangssprachlich hieße das; wenn wir die Karre in den Dreck gefahren haben und uns selbst keinen Rat mehr wissen, brauchen wir jemand, der die Karre wieder flott macht, beziehungsweise uns dabei hilft, sie wieder flott zu machen.
                Die Ärzte und Kliniker sind in dem Fall - um zum Thema zurück zu kommen - gewissermaßen Troubleshooter.
                Die Geschichte lehrt uns, dass der hilfsbedürftige Mensch seine Troubleshooter (in allen möglichen Lebenslagen, nicht nur der gesundheitlichen) nach erfolgreichem Einsatz gerne auf ein Podest stellt, ihnen Orden verleiht und sie angemessen entlohnt. Den erfolglosen oder nicht ganz erfolgreichen Troubleshooter behandelt er gerne und meist unbesehen wie den Überbringer von schlechten Nachrichten. Früher wurde sie hingerichtet, heute "nur noch" verunglimpft.
                Troubleshooter sind jedoch auch nur Menschen und nicht gegen Fehler, Irrtümer und unvorhersehbare Intermezzi geimpft. Im Feld führen solche Fehler uns. nicht selten zu Kollateralschäden .... nicht immer nur aus Unwissenheit oder Fahrlässigkeit des Troubleshooters ...

                Natürlich kann ich dem Chirurgen nicht erzählen, wie er seine Arbeit zu verrichten hat. Aber im Anschluss, wenn es darum geht, welche Medikationen gegeben werden, da kann ich dann wieder ein Wörtchen mitreden.
                Das liest sich so, als fielen chirurgische Eingriffe nicht in unseren Kompetenzbereich. In der Pharmakologie hingegen kennen wir uns aus, ... naja, zumindest ein bisschen?? (Wie lange braucht eigentlich ein Apotheker, bis er dafür geeignet ist, eine Apotheke verantwortungsvoll zu führen?)

                Nein, Ärzte sind für uns keine wirkliche Instanz mehr.
                Wenn das so ist, wer oder was ersetzt dann diese Instanz?
                Beipackzettel können durchaus als Richtlinie hilfreich sein und, wie gesagt, das Internet ist in diesem Kontext ebenfalls ein Segen.
                Beipackzettel können "hilfreich" sein, sie bieten jedoch nur selten die Informationen, die der Verbraucher von Medikamenten "erwartet". Sollten sie ergo ausführlicher werden, ... so ausführlich, dass am Ende kaum noch einer sie liest und/oder das nachvollziehen kann, was dort angeführt wird. Wie müsste ein Beipackzettel verfasst sein, dass JEDER dadrin die Informationen erhält, die er glaubt erhalten zu müssen?

                Das Internet kann sicherlich hilfreich sein, hat sich izwischen (auch in Sachen Gesundheits-Information) zu etwas anderem als einem Segen entwickelt. Es ist hilfreich für diejenigen, die dort auf Anhieb das finden, was sie an Informationen wirklich brauchen, ... nicht zu vergessen, was sie an Informationen "suchen und erwarten", ... um ihre negative oder auch positive "Meinung" zu untermauern.
                Das Internet ist nicht per se DIE Instanz, der ich mich anvertrauen würde. Letzten Endes stehe ich mit einigen Erklärungen und Hinweisen (die ich meist gar nicht überprüfen kann) genauso verloren da, als würde ich mein Wissen aus einem Beipackzettel schöpfen.
                Außerdem ist nicht immer ersichtlich, wer die Webseite betreibt, betreut und welche Zwecke, außer kommerziellen, da wirklich im Hintergrund maßgebend sind.

                Viele Ärzte werden durch Pharmavertreter informiert und Schulungen finden durch eben diese Unternehmen statt. Es gibt viel Lobbyarbeit auf dem Sektor und Ärzte sind eben auch nur Menschen.
                Jetzt wissen wir es! die pöse Pharmaindustrie (ehrlich, ich mag sie auch nicht) ... und die doofen weil allzu menschlichen Ärzte.

                In einem anderen Thread wurde viel über Vorstellungen und Erwartungen diskutiert. Wir sind uns (beinahe alle) einig, dass Körper und Seele interdependent zusammenhängen. Wenn ich also (nur als Beispiel) ein bestimmtes Medikament einnehme, reagiert nicht nur kein Körper, sondern auch meine Seele, ... und genau dort liegt oft der Haken, wenn es um Verträglichkeit und um Unverträglichkeit von Medikámenten geht.

                Ganz grob zusammengefasst, sollten wir (nicht nur) die Medikamente in Bezug auf ihre Wirkung aus "ganzheitlicher Sicht" betrachten, ergo eher psychosomatisch als nur auf den Wirkstoff und seine subjektiven Wirkungen und Bewertungen beschränkt.

                Mark Twain hat mal gesagt:
                "Wasser, in vernünftigen Mengen genossen, ist unschädlich".

                lG
                Zuletzt geändert von Shepherd; 15.03.2017, 13:11. Grund: Einfügung

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                  #83
                  Hallo Shepherd,
                  dafür, dass ich als Kind über Jahre missbraucht und vergewaltigt wurde, kann ich nichts. Dass danach "meine Karre im Dreck" hängt, ist leider gegeben. Ich habe sie jedoch nicht absichtlich dort hineingefahren. Fahrlässigkeiten mag es gegeben haben, dafür stehe ich gerade.

                  Zum Rest mag ich nichts mehr sagen, ich rege mich ungerne auf.

                  Einen schönen Tag noch.

                  Frau Mond

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                    #84
                    Liebe Frau Mond,

                    Zitat von Shepherd
                    Das Nachstehende von mir ist nicht gedacht um dich zu maßregeln, zu belächeln oder sonstwie in Verlegenheit zu bringen. Ich will mit meinem Beitrag lediglich versuchen, die Diskussion auf die Sachebene zu lenken, jenseits von Anklagen oder Belobigungen. Mein Beitrag ist demnach nicht an dich persönlich gerichtet.
                    Das verhindert selbstständlich nicht, dass etliches in dir ausgelöst wurde, ... von dem ich nichts wissen konnte. Das tut mir ehrlich leid, dass das doch der Fall war und ich verstehe und kann sehr wohl nachvollziehen, dass du zu deinem Thema hier nichts mehr mitteilen willst.

                    PN

                    lieben Gruß

                    Kommentar


                      #85
                      Antwort auf #82 von Shepherd:

                      Ich glaube, wir machen hauptsächlich den Fehler zu glauben, dass sowohl Arzt als auch Medikament alles richten können müssen, was in unserem Körper (und auch unserer Seele) zu Beschwerden geführt hat.
                      Es gibt aber auch da keine absolute Sicherheit, damit müssen wir leben und auch sterben.
                      Dass wir Vorsicht walten lassen, klar. Wenn ich mir aber mein Leben nicht versauen will mit Kontrollen von Medikamenten und Operationen, bleibt mir nichts anderes als eine gute Portion Vertrauen.
                      Was ein gesundes Leben ist, darüber gehen die Meinungen ja auch weit auseinander. Selbst meine pumperlgesunde Schwester starb an Krebs.
                      Und bei einer OP mitreden bzw. vorher?
                      Als ich meinen Katastrophensturz hatte, war die OP auch anders geplant, bis dem Operateur beim Aufschneiden die Bröckchen meines zertrümmerten Schultergelenks und Oberarms entgegenfielen.

                      Ich habe zwar diesen Thread hier eröffnet, warne aber davor, sich nur noch darum zu kümmern, und das eigentliche Leben an sich vorbeirauschen zu lassen.
                      Kontrolle ist gut, vertrauen ist besser. Und wenn's denn schief geht, dann hat es so sein sollen.

                      Kommentar


                        #86
                        Ich denke es ist - wie meiner Meinung nach auf allen Gebieten - eine Frage des Vertrauens. Wirklich "wissen" können wir nicht besonders viel. Was wir zu wissen glauben, hängt davon ab, ob wir Ärzten, Studien, Erfahrungwerten von Bekannten, Quellen im Internet oder unserer persönlichen Einschätzung trauen. Wer nun tatsächlich wie kompetent ist, merken wir meist erst, wenn wir uns verschätzt haben und sich das negativ auswirkt.

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                          #87
                          Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
                          Wer nun tatsächlich wie kompetent ist, merken wir meist erst, wenn wir uns verschätzt haben und sich das negativ auswirkt.
                          Wenn ich "negativ" durch "positiv" ersetze, stimmt es auch.

                          Kommentar


                            #88
                            Zitat von Shepherd
                            Nimm es nicht persönlich, wenn ich eine versteckte Verallgemeinerung von dir korrigiere: nicht alle Ärzte, bei weitem nicht alle
                            Ja, danke! Ich bin mal wieder über´s Ziel hinausgeschossen.


                            Grundsätzlich bin ich immer noch der Meinung, dass Ärzte und Ärztinnen von mehreren Seiten unter Druck gesetzt werden und dann nicht immer im Interesse der Patienten entschieden wird.

                            Das einleuchtendste Beispiel ist die Tatsache, dass die Wirtschaftlichkeit der Krankenhäuser auch von der Anzahl der Operationen abhängig ist. Die Op´s müssen ausgelastet sein, in manchen Häusern Tag und Nacht, sonst rechnet sichs nicht. Das ist nicht die "Schuld" der Ärzte, aber sie gehorchen dem Druck und ordnen häufig OP´s an, die noch oder gar nicht nötig wären. (Das ist nicht meine Meinung, sondern wurde von mehreren offiziellen Seiten bestätigt.) Übrigens erhalten die Ärzte pro durchgeführter OP eine - wie soll man es nennen? - "Provision"! Das dieser Sachverhalt der ganzen Geschichte noch einmal Dampf macht, ist auch nicht verwunderlich.

                            Umso wichtiger ist es, dass wir uns vor geplanten Op´s versuchen, kundig zu machen und vielleicht auch eine zweite Meinung einholen. Insofern gilt für mich: Wunderbar, wenn ich einen Arzt habe, dem ich vertraue. Kontrolle ist dennoch angebracht.
                            Wobei das Internet hilfreich sein kann, aber alles mit Vorsicht zu genießen ist und lieber dreimal überprüft werden sollte.

                            Und was die Eigenverantwortung der Patienten angeht, möchte ich noch zwei Dinge loswerden:
                            1. Nicht jeder Mensch auf dieser Welt ist in der glücklichen Lage, soviel Bildung zu besitzen, dass er überhaupt abschätzen kann, was mit ihm passieren soll.
                            2. Was die Verantwortung für die eigene Gesundheit betrifft, möchte ich den Punkt, den Frau Mond beschrieben hat, noch etwas ausweiten. Auch Alkoholkranke und Süchtige sind nicht nur selber schuld. Es gibt immer Gründe, die nicht in ihrer Verantwortung liegen. Und sie haben ihren Karren nicht in den Dreck gefahren, weil sie es so toll finden.

                            Auch Patienten sind Menschen, genau wie Ärzte. Das mit der Sachlichkeit ist so eine Sache. Ja für die Diskussion, natürlich. Aber in der Sache selbst würde ich mir von den Entscheidungsträgern oft (keine Verallgemeinerung ) etwas mehr Menschenfreundlichkeit wünschen.

                            Ich versuche, soweit wie möglich, ohne Ärzte auszukommen. Geht leider nicht immer. Ich habe gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn es eine Hall of Fame für Ärzte gäbe, wüßte ich ein paar zu nennen. Aber das krasse Gegenteil habe ich auch erlebt.

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                              #89
                              Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                              Wenn ich "negativ" durch "positiv" ersetze, stimmt es auch.
                              Ich meinte es durchaus so, wie ich es geschrieben habe. Wir können uns (und andere) für unglaublich kompetent halten, weil wir gar nicht merken, wie knapp uns "Dummenglück" trotz unseres vermeintlichen "Wissens" an einer Katastrophe hat vorbeischliddern lassen. Dass ein anderer kompetenter war, weil er das Risiko gesehen hat, werden wir nicht merken. Oder dass das Risiko, dem wir "erfolgreich" ausgewichen seind, indem wir kompetenten Rat ausgeschlagen haben, niemals bestand, werden wir auch nicht erkennen.

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                                #90
                                Zitat von spark Beitrag anzeigen
                                ....Auch Alkoholkranke und Süchtige sind nicht nur selber schuld. Es gibt immer Gründe, die nicht in ihrer Verantwortung liegen. Und sie haben ihren Karren nicht in den Dreck gefahren, weil sie es so toll finden
                                .
                                Es wäre interessant, die "Gründe" zu beleuchten, die einen vermeintlich dazu gezwungen haben, süchtig zu werden.

                                Den tatsächlichen Steuermann ausfindig zu machen, der den Karren (für denjenigen??)in den Dreck gesteuert hat.

                                Wenn ich bei einem Nagel in die Wand schlagen, mir auf den Daumen haue, finde ich es mit Sicherheit nicht toll!

                                Nur, wer ist jetzt an meinen Schmerzen schuld?
                                Der Nagel, der Nagelhersteller, der Hammer, der Hammerhersteller, das Ding, weswegen ich den Nagel in der Wand haben wollte? Oder derjenige, für den ich den Nagel einschlagen wollte?

                                Oder letztendlich doch nur ich, weil ich mich in diese Situation manövriert habe, diese Handlungen zu vollziehen?

                                Was von alledem würde jetzt (bei diesem Beispiel) nicht in meinen Verantwortungsbereich fallen?

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