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Chakra, Meditation, Psychotherapie

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    Ja, genau, Mistral,
    und das Buch erzählt das Gleiche in einfachen Worten (das ist im Englischen viel leichter als im Deutschen) und untermauert es mit ebenso einfachen Experimenten:

    Zur Behandlung von Epilepsie wurde vor Jahren manchen Patienten die Verbindung zwischen rechter und linker Hirnhälfte durchtrennt. Einem solchen Patienten wurde vor dem linken Auge das Wort: "Geh!" gezeigt. Das linke Auge wird von der rechten Hirnhälfte interpretiert. Der Patient stand auf und ging. Dann wurde er gefragt, warum er jetzt aufgestanden sei. Das Sprachzentrum in der linken Gehirnhälfte hatte von dem Befehl keine Ahnung. Aber es sagte nicht etwa: "Keine Ahnung", sondern erfand sofort und überzeugend eine Begründung, die mit der Realität nichts zu tun hatte.

    Diesen Phantasten, der alles interpretiert, was geschieht, versucht nicht nur der Buddhismus durch Meditation zum Schweigen zu bringen. Der Taoismus kultiviert in diesem Zusammenhang "namenlose Einfalt". Deshalb sagt Lao-Tse:

    Gewöhnliche Menschen sind hell und klar,
    nur ich bin trüb und dunkel.
    Gewöhnliche Menschen sind klug und schlau,
    nur ich bin dumm und einfältig.
    Ich treibe dahin wie das Meer, ohne Richtung
    wie der rastlose Wind.

    Die Menschen haben alle ein Ziel,
    nur ich bin ein unnützer Tölpel.
    Zuletzt geändert von Mietzekatze; 20.01.2020, 08:02.

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      Nachfolgend ein Artikel mit kurzem Video vom SWR zu der Frage:

      Wie wirkt Psychotherapie auf den Körper?

      „Weltweit größte Psychotherapie-Studie – die Vermessung der Seele
      Doch wie wirkt Psychotherapie? Subjektiv empfinden Patienten im Idealfall eine Besserung. Aber was ist mit der biologischen Wirkung? Lassen sich auch objektiv Veränderungen im Körper der Patienten nachweisen? Und auf welchen Ebenen?“

      Untersucht wurden u.a. die Schlafmuster, im Blut der Stoffwechsel, Hormone, das Immunsystem und die Gene. „Denn Psychotherapie kann genauso wie Stress und Trauma sogar Gene an- und abschalten. Davon ist Prof. Martin Keck überzeugt.“

      Mithilfe bildgebender Verfahren (MRT) sind Therapieerfolge im Gehirn daran ablesbar, dass die Gefühlszentrale (Amygdala), „nicht mehr so überempfindlich auf emotionale Reize reagiert. Die Hirnaktivität verringert sich in den Regionen, die für Angst und Furcht zuständig sind. Dieser Rückgang der Aktivität ist mit einem verbesserten psychischen Wohlbefinden verbunden.“

      https://www.swr.de/odysso/wie-wirkt-...tku/index.html

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        Nicht schlecht! Aber wer sich in der Meditation Himmel und Erde öffnet, bekommt das Gleiche maßgeschneidert von Vater und Mutter aller Psychotherapeuten jederzeit kostenlos und ohne aufwändige Terminvereinbarung.
        Ohne Öffnung des Patienten funktioniert ja auch Psychotherapie nicht.

        Kommentar


          Zitat von Mietzekatze Beitrag anzeigen
          Nicht schlecht! Aber wer sich in der Meditation Himmel und Erde öffnet, bekommt das Gleiche maßgeschneidert von Vater und Mutter aller Psychotherapeuten jederzeit kostenlos und ohne aufwändige Terminvereinbarung.
          Ohne Öffnung des Patienten funktioniert ja auch Psychotherapie nicht.


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            Zitat von Mietzekatze Beitrag anzeigen
            Nicht schlecht! Aber wer sich in der Meditation Himmel und Erde öffnet, bekommt das Gleiche maßgeschneidert von Vater und Mutter aller Psychotherapeuten jederzeit kostenlos und ohne aufwändige Terminvereinbarung.
            Ohne Öffnung des Patienten funktioniert ja auch Psychotherapie nicht.
            Da gebe ich dir vollkommen Recht, wären da nicht unsere blinden Flecken und Gruselecken, wo wir auf gar keinen Fall selber hinschauen können oder wollen. Da ist ergänzend eine menschliche Begleitung sehr hilfreich in Form eine Coaches oder Therapeuten. Wobei ich in vielen Fällen eine körper- und emotionsbasierte Traumatherapie zielführender finde als eine reine Gesprächstherapie, um besser an die tiefen Schichten heranzukommen, in denen sich die frühkindlichen Entwicklung- und Bindungstraumata festgesetzt haben.

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              Hallo MIetzekatze und Faszinosum,

              das ist ein bisschen wie das offene Scheunentor einzurennen…

              Gerade in diesem Faden wurde auf den Nutzen und therapeutischen Wert der Meditation hingewiesen.
              Aber ich vermute, euch geht es besonders darum, zu betonen, dass Psychotherapie überflüssig ist, wenn man den rechten Zugang zur Meditation gefunden hat.
              Aber ob das tatsächlich so ist? Ich kenne keine diesbezügliche Untersuchung. Kennt ihr eine, oder verallgemeinert ihr eigene Erfahrungen?
              Ich höre den Stolz darauf, es allein (!) und ohne Therapeuten (!) geschafft zu haben, und auch höre ich eine Prise Überheblichkeit, die Gefahr läuft, sich selbst zum Maßstab zu machen.

              In der buddhistischen Psychotherapie ist Meditation ein ganz zentrales, aber auch nicht alleiniges Mittel. In der westlichen Psychotherapie kann sie ein wichtiger ergänzender Therapiebaustein sein. Dazu liegen mittlerweile zahlreiche Untersuchungen vor.

              Eure Aussage beinhaltet den Punkt, dass man sich alleine therapieren kann. Bis zu einem gewissen Grad ist das möglich, aber irgendwann ist die Grenze erreicht, die bspw. durch das Problem/die Störung selbst, die eigene Persönlichkeitsstruktur, die eigenen Schemata gesetzt wird.

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                Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
                Hallo MIetzekatze und Faszinosum,

                das ist ein bisschen wie das offene Scheunentor einzurennen…

                Gerade in diesem Faden wurde auf den Nutzen und therapeutischen Wert der Meditation hingewiesen.
                Aber ich vermute, euch geht es besonders darum, zu betonen, dass Psychotherapie überflüssig ist, wenn man den rechten Zugang zur Meditation gefunden hat.
                Aber ob das tatsächlich so ist? Ich kenne keine diesbezügliche Untersuchung. Kennt ihr eine, oder verallgemeinert ihr eigene Erfahrungen?
                Ich höre den Stolz darauf, es allein (!) und ohne Therapeuten (!) geschafft zu haben, und auch höre ich eine Prise Überheblichkeit, die Gefahr läuft, sich selbst zum Maßstab zu machen.

                In der buddhistischen Psychotherapie ist Meditation ein ganz zentrales, aber auch nicht alleiniges Mittel. In der westlichen Psychotherapie kann sie ein wichtiger ergänzender Therapiebaustein sein. Dazu liegen mittlerweile zahlreiche Untersuchungen vor.

                Eure Aussage beinhaltet den Punkt, dass man sich alleine therapieren kann. Bis zu einem gewissen Grad ist das möglich, aber irgendwann ist die Grenze erreicht, die bspw. durch das Problem/die Störung selbst, die eigene Persönlichkeitsstruktur, die eigenen Schemata gesetzt wird.
                Interessant, was du da alles herausliest oder hineininterpretierst.

                Erst wollte ich was dazu schreiben. Aber es ist müßig, wenn man schon in (d)eine Interpretationsschublade geschoben worden ist.

                Jeder lebt und erschafft seiner Interpretationswelt und macht sich das Leben leicht oder schwer.

                Therapeut ist jeder von uns tagtäglich, 24 Stunden lang, in dem er sich seine Vorstellungen, von wie es ist/sein soll, suggeriert.

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                  Ich denke es braucht beides, Mediation und menschliche Supervision.
                  Ist das nicht gerade ein schönes Beispiel einer zwischenmenschlichen Reibungsfläche, die zur Reflexion und zum Wachstum einlädt, die so auf kontemplativem Weg allein garantiert nicht zum Vorschein gekommen wäre?

                  Ich habe lange geglaubt, dass ich mich mit Meditation allein heilen könne, mit der Vorstellung eines "reinen spirituellen Weges", der mich über das ganze materielle Gewusel enthebt.
                  Bis ich irgendwann erkannt habe, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Das schliesst sich überhaupt nicht aus, sondern ergänzt sich im Gegenteil erst zu einem runden Ganzen. Wobei meistens ja keine professionelle Therapie nötig ist, sondern einfach ein vielfältiger zwischenmenschlicher Kontakt, und dann und wann ein Blick von der Metaebene auf die Situation, wenn es wieder mal knirscht in der Kommunikation.

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                    Wer Psychotherapie für Wellness auf Kassenleistung hält, hatte keinen passenden Psychotherapeuten / Psychologen.
                    In dem Video geht es ja darum die Auswirkungen darstellbar/ nachweisbar zu machen.
                    Genau dann kann man Missbrauch von Krankenkassentöpfen verhindern. Wenn der Nutzen sichtbar/ messbar ist.
                    Was leider oft zutrifft ist das unpassende Ärzte keine oder ungenügende Besserungen bringen.
                    Im schlimmsten Fall gar schaden können.
                    Nach erfolgreicher Therapie zur Nachsorge und zur Prävention ist Meditation ein wirksamer Begleiter.
                    Nutz aber nichts wenn die Kriese da ist.

                    vielfältiger zwischenmenschlicher Kontakt, Bewegung ( Sport ) und günstigere Ernährung gehören zu einem ausgewogenen Konzept.
                    Um nichts anderes geht es in dem Video. ich bin schon gaaaanz ruhig, ein und ...

                    1.000 Patienten, 8 Jahre das ist schon enorm viel Aufwand. Was ich nicht verstehe ist, die Patienten werden zufällig ausgewählt, ob das gut ist?


                    ooooh sch..... schon 3:00 ihr sollt mich nicht immer verführen .. ztztzt

                    Habt Alle einen schönen Sonntag
                    macht was für euch gut ist

                    Möglichkeiten !?

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                      Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
                      Da gebe ich dir vollkommen Recht, wären da nicht unsere blinden Flecken und Gruselecken, wo wir auf gar keinen Fall selber hinschauen können oder wollen. Da ist ergänzend eine menschliche Begleitung sehr hilfreich in Form eine Coaches oder Therapeuten. Wobei ich in vielen Fällen eine körper- und emotionsbasierte Traumatherapie zielführender finde als eine reine Gesprächstherapie, um besser an die tiefen Schichten heranzukommen, in denen sich die frühkindlichen Entwicklung- und Bindungstraumata festgesetzt haben.
                      Ja, auch ich habe erst vor anderthalb Jahren wieder erlebt, dass Psychotherapie als Anstoß zur Meditation unersetzbar ist. Aber seit die wieder funktioniert, laufe ich von alleine. Gruselecken sind meine Lieblingsplätze in der Meditation. Witzigerweise habe ich im August 2014 in einem Tantraseminar in der Toscana einer unmöglichen(!?) Seminarteilnehmerin an einem Abend in meiner bekannt überheblichen Art gespiegelt, was mich an ihr nervte. Das traf! Daraufhin erklärte mir die Leiterin, ich hätte einen riesigen blinden Fleck. Auf die Frage: "Wo?" bekam ich keine Antwort. Bis heute habe ich ihn nicht gefunden. Aber so ist das halt mit blinden Flecken.

                      Komisch, Serafin, gerade gestern hat mir jemand diesen Bestseller empfohlen:
                      https://www.amazon.de/Body-Keeps-Sco.../dp/0143127748

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                        (Am Tag nach dem Streit hat sich diese Seminarteilnehmerin bei mir für ihre heftige Reaktion entschuldigt. )

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                          Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
                          (...) Erst wollte ich was dazu schreiben. Aber es ist müßig, wenn man schon in (d)eine Interpretationsschublade geschoben worden ist. ...)
                          Schade, dass Du die Kommunikation abbrichst – das macht es ungleich schwerer, zu einer Annäherung und gegenseitigem Verständnis zu kommen. Möglicherweise würden wir feststellen, dass ich mich geirrt habe oder auch, dass wir beide uns geirrt haben. Wer weiß? Jedenfalls lassen sich viele meiner Schubladen leicht öffnen.

                          Serafin hat schon auf die Bedeutung eines Gegenübers hingewiesen, wenn man etwas bearbeiten möchte. Dazu möchte ich ergänzen, dass gute Freunde und der Fremde im Zug ganz hervorragende Therapeuten sein können.



                          Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
                          (...) Nach erfolgreicher Therapie zur Nachsorge und zur Prävention ist Meditation ein wirksamer Begleiter. Nutz aber nichts wenn die Kriese da ist. (...)
                          Meditation kann heutzutage ein sehr wichtiger Bestandteil während der Therapie sein und kann bei der gegenwärtigen Krisenbewältigung und danach, wie Du erwähnt hast, als Prävention helfen. (Z.B. Stichwort achtsamkeitsbasierte Stressreduktion=MBSR wird während der Therapie eingesetzt)



                          Zitat von Mietzekatze Beitrag anzeigen
                          (...) an einem Abend in meiner bekannt überheblichen Art gespiegelt, was mich an ihr nervte.(...)
                          Das von mir Unterstrichene klingt nach Bearbeitung und Integration einer persönlichen Eigenschaft gepaart mit einer Prise Humor und Selbstironie.



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                            Meditation : nach und während der Therapie. Meinte ich doch auch.


                            Mistral ist pinggelich, ich muss noch besser werden. habe es notiert.

                            Kommentar


                              Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
                              Das von mir Unterstrichene klingt nach Bearbeitung und Integration einer persönlichen Eigenschaft gepaart mit einer Prise Humor und Selbstironie.
                              Vielen Dank, Mistral, für Dein Wohlwollen! Mit der Selbstironie und der Integration hast Du recht. Aber weder mit der persönlichen Eigenschaft noch mit der Bearbeitung: Überheblichkeit benutze ich als Stilmittel wie die Zen-Meister die Stockschläge. Ich selbst bin leer. Wahrscheinlich ist auch das in Deinen Augen schon wieder überheblich.

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                                Zitat von Mietzekatze Beitrag anzeigen
                                (...) Ich selbst bin leer. Wahrscheinlich ist auch das in Deinen Augen schon wieder überheblich.
                                Und wie, Du Angeber!

                                Das interessiert mich jetzt sehr. Meinst Du Leerheit im buddhistischen Sinn? Leerheit, die nicht dadurch gekennzeichnet ist, dass man dumpf vor sich hin wabert, sondern dass ihre Konsequenz ist, sich nicht so leicht mitreißen und überschwemmen zu lassen und sich nicht so sehr an die vorgestellte Welt zu klammern.

                                Weil Leerheit eben nicht bedeutet, dass die Dinge nicht existieren, sondern, dass alles von veränderlicher, subjektiver, komplexer Natur ist und nicht in der konkreten Form existiert, wie wir sie wahrnehmen.
                                Leerheit ist ein Gewahrsein dieser Komplexität mit der oben genannten Konsequenz.

                                Meinst Du Leerheit in diesem Sinne oder was meinst Du, wenn Du sagst, "Ich selbst bin leer." ?






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