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    Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die äußerliche Reizüberflutung durch das lange Anschauen eines Gesamtzusammenhangs (hier: Grün im Garten) wegfällt, das Hirn sich mit dem 1 Bild zufrieden gibt (weil es das als angenehm empfindet) und dann die vielen anderen Gedanken sein lässt und sich nur auf das 1 konzentriert.
    (oh Gott, was für ein Satz!)

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      (oh Gott, was für ein Satz!)
      *kicher* ich weiß, ... ich habe aber wohl begriffen, was du meinst. Plus das Wort "Reizüberflutung" ergibt sich da für mich ein ganz neuer Zusammenhang. Denn bei mir kommen immer alle Außenreize gleichstark an. Also momentan z. B. Tastaturklappern, Kollegen, die telefonieren, Vogelgezwitscher, der Drucker, Schritte auf dem Flur, Telefon nebenan... und da sind wir erst bei den akustischen Reizen.

      Ich habe oft das Gefühl, dass mir die Außenwelt zuviel wird. Zuhause läuft auch kein Radio oder Fernseher nebenbei, sondern es ist ruhig und ich genieße diese Ruhe...

      Vielleicht sollte ich mich darauf beschränken (im positiven Sinne), mich auf ein Bild zu konzentrieren...?

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        Zitat von missisara Beitrag anzeigen
        *grins* okay, ist klar soweit...! Aber ich frag mir hier schon in anderen Fäden 'nen Wolf, wo mir immer wieder gesagt wird, dass es so nicht geht. Aber keiner kann mir erklären, wie ich dann stattdessen vorgehen sollte. *ratlosguck*...
        Hab jetzt nicht im Kopf, ob das irgendwo schon erwähnt wurde. Eine "einfache" meditative Technik besteht darin, sich selbst beim Denken zuzuschauen. Du stellst Dich quasi neben Dich selbst und guckst Dir wohlwollend zu: ach ja, jetzt denkt sie über das Abendessen nach... mmh, ja, jetzt kreiselt sie um den Ärger heute morgen, ja, immer noch, ist ja ok, und jetzt... Ist natürlich Übungssache und geht nicht dauernd, manchmal sogar nur für kurze Augenblicke.
        Mir hat das Bild des jungen Hundes gut gefallen, der freundlich verspielt und wild rumspringt, man schaut ihm WOHLWOLLEND bis amüsiert zu, und mit der Zeit versucht man, ihn liebevoll immer häufiger zu sich heranzuholen und bei sich zu halten, bis er dann richtig lange Strecken bei Fuss gehen kann.

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          Cooler Trick...! Danke dir!

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            Oh, das probier ich mal aus.

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              Was ist mit unserem Club, AufdemWeg...?

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                Wenn man etwas über "Ich sehe", "Ich höre", ""Ich fühle" wahrnimmt, ist das Denken immer aktiv.

                "Ich höre einen Vogel singen" z.B.

                Wenn man nur die Wahrnehmung hat dann ist das

                "Einen-Vogel-Singen-Hören"

                Man muß das Ich ruhen lassen. Nur dann entsteht dieser Einklang mit dem Wahrgenommenen. Man wird auch diese Wahrnehmung ohne ein "Ich" nicht lange störungsfrei halten können. Das macht nichts weil man sofort wieder ohne das "Ich" weiter machen kann, bis zur nächsten Störung.

                Die Dinge sind ohne Ich-Wahrnehmung (ohne Denken) nicht als Dinge wahrnehmbar. Es entsteht Harmonie. Man könnte das z.B. beim Spazierengehen etwas trainieren. Es sind dann bestimmt ein paar recht angenehme kurze Momente dabei in denen man sich im Einklang mit seiner Umgebung fühlt. Im Hier und Jetzt.

                Kommentar


                  Zitat von Edgar Beitrag anzeigen
                  Wenn man etwas über "Ich sehe", "Ich höre", ""Ich fühle" wahrnimmt, ist das Denken immer aktiv.

                  "Ich höre einen Vogel singen" z.B.

                  Wenn man nur die Wahrnehmung hat dann ist das

                  "Einen-Vogel-Singen-Hören"

                  Man muß das Ich ruhen lassen. Nur dann entsteht dieser Einklang mit dem Wahrgenommenen. Man wird auch diese Wahrnehmung ohne ein "Ich" nicht lange störungsfrei halten können. Das macht nichts weil man sofort wieder ohne das "Ich" weiter machen kann, bis zur nächsten Störung.

                  Die Dinge sind ohne Ich-Wahrnehmung (ohne Denken) nicht als Dinge wahrnehmbar. Es entsteht Harmonie. Man könnte das z.B. beim Spazierengehen etwas trainieren. Es sind dann bestimmt ein paar recht angenehme kurze Momente dabei in denen man sich im Einklang mit seiner Umgebung fühlt. Im Hier und Jetzt.
                  Entschuldigung im voraus, ich bin hier der, den kaum einer mag, aber darf ich mal ne Frage stellen?

                  Kann ich mit dieser Technik, wenn ich mich ganz doll konzentriere und das erlerne, irgendeinen Nutzen bewirken?
                  Da gibt es naemlich Leute, die Hunger haben. Kann ich das, was du da beschreibst, in irgendeiner Weise dazu verwenden, denen was zu Essen zu beschaffen? Wenn ja, interessiert mich, wie das mit der Harmonie und der Ich-Wahrnehmung und dem Einklang und dem "Hier und jetzt" und dem "ohne Denken" usw. funktioniert. Könntest du mir das bitte mal erklaeren? Aber nur, wenn das auch eine Lösung für mein Problem ist, anderenfalls interessiert mich das nicht so sehr.

                  Kommentar


                    Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
                    Entschuldigung im voraus, ich bin hier der, den kaum einer mag, aber darf ich mal ne Frage stellen?

                    Kann ich mit dieser Technik, wenn ich mich ganz doll konzentriere und das erlerne, irgendeinen Nutzen bewirken?
                    Da gibt es naemlich Leute, die Hunger haben. Kann ich das, was du da beschreibst, in irgendeiner Weise dazu verwenden, denen was zu Essen zu beschaffen? Wenn ja, interessiert mich, wie das mit der Harmonie und der Ich-Wahrnehmung und dem Einklang und dem "Hier und jetzt" und dem "ohne Denken" usw. funktioniert. Könntest du mir das bitte mal erklaeren? Aber nur, wenn das auch eine Lösung für mein Problem ist, anderenfalls interessiert mich das nicht so sehr.
                    Das Denken hat seine Platz. Erkennen, Planen ....
                    Wenn ich mein Leben organisiere, wenn ich kommuniziere, ..... dann muß ich denken.

                    Wenn ich durch eine Grünanlage laufe, dann will ich das das was dort ist auf mich wirkt.
                    Ich will mein Denken, meine Erfahrungen, mein Wissen hier nicht haben.
                    (Natürlich ergeben sich auch hier Momente wo mich etwas interessiert und ich denke über das Gesehene nach)

                    Den ganzen Tag ist das Denken aktiv. Es gibt Momente da ist es wichtig. Weil ich aber auch Momente haben will, in denen nur der Eindruck auf mich wirken soll (Natur z.B.) muß ich versuchen dieses (zwanghafte) Denken ruhen zu lassen. Es ist sehr lohnend. Ein Waldspaziergang der nicht von dauerhaften Denken begleitet ist, ist (für mich) ein angenehmeres Erlebnis. Wenn man einfach nur die Atmosphäre des Waldes auf sich wirken läßt.

                    Man macht auch neue Erfahrungen.

                    Als ich letztes mal eine Zeit lang im Wald spazieren ging und halbwegs erfolgreich mit dem Weglassen des Denkens (Begriffe, Wertungen, ...) war, und dann an eine stärker befahrene Straße kam, so konnte ich in dem Verkehrslärm eine gewisse angenehme Lebendigkeit spüren. Das wäre nicht möglich gewesen wenn ich mit Denken, also auch Werten, meine Umgebung wahr genommen hätte.

                    Gerade die Frage nach dem Nutzen hält einem in einer theoretischen Welt, im eigenen Kopf fest.
                    Diese theoretische Welt hat ihre Berechtigung wenn ich etwas haben will, wenn etwas gezielt anzugehen ist, etc.

                    Wenn ich aber nicht frage ob mir etwas nutz, ob es einen vorgegebenen Schönheitsideal entspricht, ob eine sonstige Eigenschaft vorhanden ist, ... also wenn ich die Schubladen in meinem Gehirn geschlossen lasse, werde ich eine Umgebung vorfinden, in der mir z.B. sogar das Moos zwischen den Gehsteigplatten gefällt. Ich werde für eine Vielfalt offen sein, von der ich spüre das sie eine Bereicherung für mich ist, ohne das ich das anstrebe. Das Hier und Jetzt hält ein enormes Potential für mich bereit.

                    Es gibt nicht viel zu erlernen. Bewußt darauf verzichten zu Werten. Nicht fragen "Was nutzt mir das". Am besten auf Begriffe verzichten.

                    Man kann das was man erlebt als kulturellen Zugewinn betrachten.

                    Alles zu seiner Zeit. Denken - Entspannen ohne Denken. Man wird sowieso nicht allzuviel Zeit mit den Nicht-Denken verbringen. Aber diese Momente sind etwas sehr Angenehmes. Man bringt sich so auch in Übereinstimmung mit dem Jetzt und Hier. Das wirkt sich auch auf das spätere Denken aus. Das Jetzt und Hier ist die einzige Realität. Man merkt später beim Denken dann eher wie unwirklich oft das eigene Weltbild ist.

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                      Zitat von Edgar Beitrag anzeigen
                      Nicht fragen "Was nutzt mir das".
                      das hatte ich ja auch nicht gefragt und meine Fragen hast du nicht beantwortet, mir aber ca. 10 Minuten Zeit gestohlen, diesen unsinnigen Text durchzulesen, in diesen 10 Minuten haette ich mit nützlicher Arbeit etwa soviel verdient, um 2 verhungernde Kinder in letzter Minute doch noch am Leben zu erhalten, du hast mit deinem Geschreibsel also nun 2 Menschenleben auf dem Gewissen und meine naechste Frage lautet nun: wie viele Menschen beabsichtigst doch noch zu töten???

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                        Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
                        das hatte ich ja auch nicht gefragt und meine Fragen hast du nicht beantwortet, mir aber ca. 10 Minuten Zeit gestohlen, diesen unsinnigen Text durchzulesen, in diesen 10 Minuten haette ich mit nützlicher Arbeit etwa soviel verdient, um 2 verhungernde Kinder in letzter Minute doch noch am Leben zu erhalten, du hast mit deinem Geschreibsel also nun 2 Menschenleben auf dem Gewissen und meine naechste Frage lautet nun: wie viele Menschen beabsichtigst doch noch zu töten???
                        Las dich vom Lebenretten nicht abhalten.

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                          Zitat von Edgar Beitrag anzeigen
                          Las dich vom Lebenretten nicht abhalten.
                          als ob mich einer abhalten könnte, das zu tun, was mir wichtig ist.

                          gibts irgendso einen smiley mit nem müden laecheln? wenn ja, denk dir den hier einfach mal hin

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                            Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
                            Entschuldigung im voraus, ich bin hier der, den kaum einer mag, aber darf ich mal ne Frage stellen?

                            Kann ich mit dieser Technik, wenn ich mich ganz doll konzentriere und das erlerne, irgendeinen Nutzen bewirken?
                            Dann probier ich es noch einer kürzeren Antwort auf die selbe Frage.

                            Wenn ich in den Wald gehe und mich - mit Hilfe einer oben erwähnten Dankbarkeitsübung - ganz im Hier und Jetzt bewege bewirke ich folgenden Kombi-Nutzen:

                            - Ich sorge für die artgemäße Haltung meines Hundes.
                            - Ich sorge für die täglich gesundheitserhaltenden Bewegung seines Frauchens.
                            - Ich bringe meinen Körper dazu, den Stressfutterschokoriegel aus der Schule zu verheizen.
                            - Ich bringe das Problem- und Ärgerkarussell in meinem Kopf zum Schweigen.

                            Und damit bringe ich mich in den ressourcevollen Zustand, in dem ich auch weiterhin Leben retten kann ohne selbst zu einem Fall für (semiprofessionelle) Lebensretter zu werden...

                            Just my two cents
                            von der Tintenweberin

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                              Hallo Edgar,

                              deine letzten Beiträge haben irgendetwas in mir zum Klingeln gebracht. Obwohl ich ja ebenfalls händeringend (und wahrscheinlich auch viel zu krampfhaft und ungeduldig... ) nach dem "Nicht denken, nur sein" suche, haben deine Worte eine Art Erinnerung an das, was ich suche, berührt. Weißt du, was ich meine?

                              Wenn man etwas über "Ich sehe", "Ich höre", ""Ich fühle" wahrnimmt, ist das Denken immer aktiv.
                              "Ich höre einen Vogel singen" z.B.
                              Wenn man nur die Wahrnehmung hat dann ist das
                              "Einen-Vogel-Singen-Hören"
                              Ein tolles Bild, so kann ich Logikerin mir das wunderbar vorstellen - und da weitermachen un dbei mir suchen. Danke!

                              Man muß das Ich ruhen lassen.

                              Und das kapiere ich dann leider wieder nicht... *schnüff* Ist vielleicht auch am Ende gar nicht zu kapieren...? Zumindest nicht mit dem Verstand...? Aber kannst eventuell trotzdem noch mal versuchen, es in andere Worte zu fassen? Das wäre superlieb von dir.

                              LG
                              Isara


                              PS: Danke, liebe Tintenweberin, für deine Worte. Du bist in der Tat eine Meisterin des Wortes... *ehrfürchtigverbeug*

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                                @missisara

                                Das was die ganze Zeit im Kopf denkt, definiert, plappert, ... ist das Ich (Ego).

                                Wenn Begriffe verteilt werden, so bedeutet das, hier ich jenes dort.
                                Dann wird oft defieneirt wie etwas ist (sein soll).
                                Das Wissen (Erinnerung) wird aus einer Schublade im Kopf entnommen und mit dem Gesehenen verglichen.
                                Das hat von vorne herein Einfluß auf die Wahrnehmung.
                                Wenn man weiß wie etwas ist oder sein soll, kann man es nicht unvoreingenommen wahrnehmen.

                                Das Ego bestimmt wie etwas sein soll (nicht sein soll)
                                Es will die ganze Zeit dabei sein und Kommentare zum Wahrgenommenen abgeben.
                                Oft wird man in Geschichten hineingezogen und die Umgebung spielt plötzlich überhaupt keine Rolle mehr.
                                Das ist oft schade, weil man ja bestimmte Orte nicht deswegen aufsucht um über Sachen nachzudenken, die nicht aktuell sind. Das könnte man ja gezielt zu anderen Zeitpunkten machen.

                                Am besten kann man das Ich ruhen lassen, wenn man diesen Umstand des Jederzeit-Beteiligt-Sein-Wollen zur Kenntnis nimmt, sich aber nicht an den Denkinhalten beteiligt. Es ist immer nur ein "Aha, da ist wieder das Ego" und schon kann man für eine gewisse (meißt kurze) Zeit mit der Wahrnehmung ohne Gedanken fortfahren.

                                Es sind anfangs nur ein paar Sekunden die solch eine Wahrnehmung möglich ist, aber diese Erfahrungen reichen aus, um diesen Zustand als für zwischendurch erstrebenswert zu erkennen.

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